Das ätherische Silberbeifußöl – neu entdeckt

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Silberbeifußöl

Der Heilkundige und Heilpraktiker Thomas von Rottenburg, dessen ganzheitliche Vorgehensweise mich stark an Paracelsus erinnert, stellt in seinem Buch „Heilkunde der ätherischen Öle“ (Verlag Neue Erde, Saarbrücken 2015) das Wesen von 12 + 1 ätherischen Ölen vor und schreibt u.a. von seiner 15-jährigen Erfahrung mit dem Silberwermutöl/Silberbeifußöl. Bei dem großen Angebot von Artemisiaölen – die Heilwirkung des Beifuß ist ja seit Urzeiten auf der ganzen Welt bekannt – ist zur Identifizierung des Öls auf die lateinische Bezeichnung Artemisia arborescens zu achten. Ebenfalls braucht es einen vertrauenswürdigen Lieferanten, der sich mit den verschiedenen Chemotypen auskennt. Hat das Öl eine dunkelblaue Farbe, was ein Indiz für den hohen Anteil an Camazulen ist, und stammt es aus Marokko oder Algerien, halten wir das richtige Öl in Händen. Es gibt nämlich noch einen anderen Chemotyp aus Marokko, der kein blaues Chamazulen, dafür über 50 % Ketone enthält. Dieser kommt für unsere Hausapotheke und Selbstbehandlung nicht infrage.

Die Biochemie des Silberbeifußöls

Das ätherische Öl des gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris) wird wegen seines hohen Ketongehalts von ca. 70% Thujon nicht in der Aromatherapie verwendet. Das ätherische Öl der Gattung Artemisia arborescens hat jedoch eine ganz andere biochemische Zusammensetzung. Es enthält eine wohl ausgewogene Mischung an Sesquiterpenen (30-40% Chamazulen), Ketonen (20-28% beta-Thujon), Sesquiterpenolen (ca. 8 % beta-Eudesmol) und Äther (5% u.a. Catalponol).

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Silberbeifuß (C) Maienfelser Naturkosmetik

Im Vergleich dazu enthält das kostbare Schafgarbenöl ebenfalls ca. 30-50 % des dunkelblauen Chamazulens und insgesamt ca. 29 % Ketone.

Hier geht’s zur Studie der Academy of Chemistry of globe (englisch) mit der Auflistung aller enthaltener Stoffe – unter „Search“ eingeben: artemisia arborescens

Da ich das ätherische Öl unter dem Namen Silberbeifuß bei der Firma Maienfelser Naturkosmetik kaufe, habe ich mich auch für diesen Namen entschieden, während Thomas von Rottenburg sich mit dem Namen Silberwermutöl angefreundet hat.

Das Silberbeifußöl

Der wieder neu entdeckte Silberbeifuß (Artemisia arborescens), auch Silberwermut oder Silberstrauch genannt, ist eine sehr alte Heilpflanze und die wichtigste Ritualpflanze der Welt, die in alten Kräuterbüchern als „wahrer“ Beifuss bezeichnet wird. Diese Gattung wächst im Mittelmeergebiet und dem arabischen, nordafrikanischen Raum. Andere bekannte Artemisiagewächse sind Estragon, Wermut, Eberraute und das indische Davanakraut. Nach neuesten Untersuchungen des tiefblauen Öls wirkt es aufgrund seines fast 40 %-igen Gehalts an Chamazulen (Sesquiterpen) stark entzündungshemmend, beruhigend, antihistaminisch und antiallergisch. Gleichzeitig hat es starke bakterien- und pilzhemmende Eigenschaften. Der Thujongehalt (Keton), der in hohen Dosen neurotoxisch wirken kann, ist bei diesem Öl durch den hohen Gehalt an Chamazulen ausgeglichen. Der im Öl enthaltene Äther regt unmittelbar die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin an, sorgt für psychische Aufhellung, beruhigt die Nerven und entkrampft.

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Sonnenblume (Korbblütler)

Schattenarbeit und Läuterung

Wie bei allen anderen Korbblütlern geht es auch beim Silberbeifußöl um die Zentrierung und die Entfaltung des Wesenskerns (siehe Duftkreis nach Martin Henglein). Die Nachtmeerfahrt zu sich selbst führt erst einmal tief ins Reich der Schatten, durch unvermeidliche Todes- und Auferstehungsprozesse. Die tiefblaue Yangkraft des Silberbeifußöls drängt hier mit wilder Entschlossenheit aus dem Quell der geheimnisvollen Tiefe, weckt alle verdrängten Gefühlsbrocken aus Wut, Trauer, Bitterkeit und Angst, die unsere kreativen Schöpferkräfte und damit den Ausdruck unseres Wesens lahmgelegt, geschwächt und in Schach gehalten haben. Selbstzerstörerisches, von Süchten und unbewusster Todessehnsucht getriebenes Handeln mag sich offenbaren und zur Schattenarbeit auffordern, denn die Stoffgruppe der Ketone im Silberbeifußöl fordern und fördern die bewusste Ich-Entfaltung und eine konsequente Ausrichtung auf das Lebensziel schöpferischer Selbstverwirklichung, was die Verantwortung für das eigene Leben einschließt.  Das ganze Wesen dieser Pflanze drängt nach Klarheit, Weite und Selbstausdruck.

Unerlöstes und erlöstes Potenzial

Während sich ein Zuviel der Yangkraft als Zügellosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Machtmissbrauch, Herrschsucht und im destruktiven Gebrauch der sexuellen Kräfte äußert, zeigt sich das Zuwenig in geschwächtem Lebenstrieb, fehlendem Mut, Halbherzigkeit, mangelnder Risikobereitschaft und Lebensfreude. Wo die Schöpferkraft brachliegt, die Energie sich weder heiß noch kalt äußern darf, sondern immer nur lau oder auf Sparflamme gehalten wird, verkümmert auch die Lebenskraft. Das Leben wird fad, freud-, farb- und geistlos, unerotisch. Welchen Sinn sollte es (noch) haben… Immer mehr Menschen resignieren, werden apathisch, des Lebens überdrüssig, neigen zu Depressionen und Autoaggressivität – wo dies nicht bewusst ist, äußert sich das Brachliegen der geistigen, kreativen Kräfte als selbstzerstörerische Krankheit.

Das Silberbeifußöl ergreift mit seinem Wesen den Menschen dieser Zeit, legt den Finger in die Wunde, akzeptiert keine Halbheiten, zeigt auf die Schattenanteile und drängt zur Katharsis. Alles Unechte, Halbherzige und Erstarrte, alles Zögerliche, Ängstliche und Bequeme, das einer echten Lebendigkeit im Wege steht, wird in seinen Grundfesten erschüttert und aufgelöst. Dann steht der Erneuerung der Lebenskräfte nichts mehr im Wege.

SilberbeifußSilberbeifußöl für das Wurzelchakra

In den letzten Wochen war ich intensiv mit einer Auswahl an ätherischen Ölen für die sieben Hauptchakren beschäftigt. Ich habe mich in die Biochemie der ausgewählten ätherischen Öle  vertieft und nach einer Entsprechung ihrer jeweiligen Lebensprinzipien in der Funktion der Chakren geforscht. In diesem Zeitraum entdecke ich das Buch von Thomas von Rottenburg, finde  endlich eine verständliche Beschreibung der Stoffgruppen, mache mich mit dem Wesen von dreizehn ätherischen Ölen vertraut und entscheide mich bewusst für das Silberbeifußöl /Silberwermutöl in der Chakrenölmischung für das Muladhara-Chakra.

Duftprofil: Der Duft des Silberbeifußöls ist kraft- und gehaltvoll, würzig und warm, zugleich grün-holzig-frisch und von dunkler, befreiender Süße. Geheimnisvoll,  vielversprechend und wie von selbst übernimmt er sogleich die Führung und zieht wie magisch in die Tiefen des Körpers und der Erde. Der Atem wird tief, der Kopf wird frei.

Assoziation: Ich liege im dichten Wald mit dem Bauch auf der moosgrünen, schwangeren Erde, rieche das Mysterium vom Wachstum im Tod, schmecke in der Süße der reifen Frucht ewige Jugend. Eingehüllt in das tiefblaue Mysterium der Nacht schöpfe ich unendlich tief aus der Fülle des Lebens. Ich bin so frei und ergebe mich allem, was Grenzen setzt, tanze mit dem Schatten in den Morgen.

Weitere Assoziationen beim Inhalieren des Duftes: sinnlich, erotisch, fruchtbar, süß, scharf und klar, radikal, ursprünglich, heiter, strahlend, durchdringend, ausdehnend, transformierend, grenzüberschreitend… befreiende Süße des Todes… innerer Drang und Schubkraft, Schwangerschaft, Fülle und Vollendung.

Duftbotschaft: „Ich führe dich auf unbekannten Pfaden zu deinem tiefen Schöpfungsquell. Öffne dich dem Potenzial deiner Zukunft und lass das Gestern hinter dir! Atme meine unbändige Lebenskraft und mache dich frei für deine wahre Berufung!“

CIMI - Glyphe 6
Maya-Glyphe CIMI (6)
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Der Grüne Mann
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