Energiearbeit mit ätherischen Ölen (6) Das Anahata Chakra

Mandala “Vollendung” Anahata („unangeschlagen“; ein nicht angeschlagener Klang, ein innerer Ton) Element: Luft (Erkenntnis)

Das 4. Chakra schwingt in Übereinstimmung mit dem spirituellen oder geistigen Körper – auch Geistselbst  oder Ursachenkörper genannt – der je nach Beschaffenheit und Intensität der Gedanken und Gefühle harmonische oder disharmonische Formen annimmt. Dieser Geistkörper, in dem alle Ursachen für unser Dasein gespeichert sind, ist die Grundlage in unseren Inkarnationen. In ihm liegt der Ursprung von Krankheit und Gesundheit.

Das Herzzentrum wird auch innerer Tempel oder ‚Allerheiligstes’ genannt. Es ist der Ort im eigenen Sein, wo man die göttliche Gegenwart erfahren und im Frieden wohnen kann. Es ist das Zentrum der universellen Liebe, eine Quelle der Heilung, Inspiration und göttlicher Visionen. Wenn der Mensch reif ist, geschieht auf dieser Ebene des Gleichgewichts das ‚Umstellen der Lichter’, das zum Denken im Herzen und Fühlen im Geiste führt. Auf dem Weg zum Selbst ist es das alchemistische Stadium der Umwandlung vitaler Gefühle und persönlicher Liebesfähigkeit in Mitgefühl, allgemeine Menschenliebe und geistige Hingabe. Mit zunehmender Bewusstheit und Seelenreife entfaltet sich der höhere Sinn für Schönheit und Harmonie, der den Geist in eine höhere Schwingung versetzt. Auf feiner, visionärer Ebene bildet sich eine Empfänglichkeit für alle hohen Künste heraus.

Die aus dem Nabelchakra aufsteigende individuelle, feurige Willensenergie und Tatkraft wird auf der Bewusstseinsebene des Herzens umgewandelt in ein liebevolles Handeln zum Dienst am Nächsten. Mit dem Sieg über die eigenen Wünsche und Begierden kann sich das Tor zu den drei höheren Chakren (Kehlkopf-, Stirn- und Kronenchakra) öffnen, in denen sowohl Persönliches und Individuelles als auch Raum- und Zeitbewusstsein transzendiert werden, der mikrokosmische Mensch sein kosmisches Potential entfaltet und in allem die göttliche Natur erkennt.

Lichtisnsel

Aufgrund seiner mittleren Lage vermittelt das Herzchakra zwischen weltlichen und spirituellen Energien, zwischen ichbetontem Wollen und geistigem Streben. Heilung heißt hier vollkommenes Gleichgewicht zwischen den drei oberen und den drei unteren Chakren… heißt Vereinigung von Shiva und Shakti, Bewusstsein und Energie… heißt Harmonie von inneren und äußeren Welten. Es geht um die Erfahrung der reinen, natürlichen, inneren Liebe, die nichts von außen bedarf, die berührt wird und berühren kann… absichtslos… von selbst… wie ein innerer, unangeschlagener Ton (anahata).

Wer in Übereinstimmung mit dem Herzen und dem Kosmos handelt (Dharma), zeigt Verständnis für eigene und fremde unvollkommene Handlungen und entwickelt Gelassenheit und Demut im Angesicht der Erkenntnis, dass jede Handlung Früchte trägt (Karma).

ana_fibonacci_grun152_bw_cDas alles verbindende Luftelement, das die Energie des Lebensatems (prana, ruach, pneuma) versinnbildlicht, schenkt auf der sensiblen Herzensebene die Erfahrung von Einheit und bedingungsloser Liebe, die unfassbar und unsichtbar hinter allen menschlichen Regungen verborgen ist. Sobald das Herz, das ja ein Sinnbild der Liebe ist, aufgrund von Neid, Missgunst und qualvollen polaren Streitigkeiten geläutert und wieder offen und leicht ist, erlebt es sich im Einklang mit dem ursprünglichen Geist der Liebe. Denn – ein Bewusstsein durchströmt alle Lebewesen, alle atmen die gleiche Luft. Im Herzchakra wird über Mitgefühl und Erkenntnis Bewusstsein entwickelt.

Blockaden im Herzzentrum

Mögliche Blockaden im Herzzentrum entstehen durch Misstrauen, alte seelische Verletzungen und verletztes Vertrauen. Sie äußern sich in allen Arten von Beziehungskonflikten, zeigen sich als Lieblosigkeit, mangelndes Einfühlungsvermögen (Feingefühl), nicht vergeben können und Selbstmitleid, als Angst vor Gefühlen, Trauer, Herzeleid, als Angst, sich zu öffnen und Scheu vor Kontakten. Die Blockaden betreffen den Brustbereich und das Atemsystem (Luft).

Ein geschlossenes oder blockiertes Herzchakra kann zu selbstzerstörerischen Gedanken, mangelnder Selbstliebe, Pessimismus, Trauer, Liebesentzug und Gefühlskälte führen. Der Zugang zu den eigenen Gefühlen ist eingeschränkt oder gar verschlossen. Einschränkende Programme („ich darf/sollte nicht“ oder „du solltest nicht“) behindern die innere Selbstversorgung und den Energiefluss von innen nach außen und wieder zurück. Verbitterung zieht in das Haus der Lebensfreude ein, das Blut gefriert in den Adern…

Ätherische Öle für das Anahata Chakra

Ich wähle für meine Mischung folgende ätherische Öle: Neroli, echte Melisse, Lavendel fein, Jasmin, Rose, Bergamotte – in 1 %-iger Dosierung in Jojobaöl.

Die ätherischen Öle für dieses Chakra sind nach ihrer Luftnatur ausgesucht worden. Die „Luft-Düfte“ sind von vermittelnder, ausgleichender und harmonisierender Natur. Sie fördern Erkenntnis- und Kommunikationsprozesse, lassen eingefahrene Verhaltensweisen und stagnierende emotionale Blockaden erkennen, helfen beim Befreien von Ballast, so dass mit neuen Ideen und frischem Mut neue Wege beschritten werden können.

Jungfrau-Fische_600_CDas Herzchakra ist der Sitz der Balance, in der Yang & Yin, männlich & weiblich, Feuer & Wasser ausgeglichen sind. Das Symbol für das mittlere 4. Chakra ist das Hexagramm mit aufsteigendem Berg-Dreieck und dem absteigendem Vulva-Dreieck. Von hier fließt ein gleichmäßiger Energiestrom nach oben und nach unten.

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Die ausgewählten Öle gleichen niedere und höhere Schwingungen aus, bringen die oberen und unteren Chakren in Übereinstimmung. Es sind hier sowohl die frischen Merkuröle (Zitrus- und Blätteröle), die zwischen Yin und Yang oder Herz und Kopf vermitteln (Farbe grün), als auch lieblich bis intensiv duftende Venusöle (Blütenöle, Farbe rosa) wie Neroli, Rose, Jasmin, Melisse, Cistrose, Myrte, Lavendel. Sie wirken harmonisierend, lösend und befreiend auf die Psyche, regulieren den Rhythmus von Herz und Kreislauf, den Blutdruck, das Nerven- und Atemsystem, reinigen die Aura und stärken die feinstofflichen Körper.

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Werden Zitrusöle wie Bergamotte, Orange, Mandarine, Grapefruit für die Chakrenmischung gewählt, sollte ihr geringes Haltbarkeitsdatum beachtet werden. Aufgrund der Kaltpressung der Schale auch unbedingt auf Bioqualität achten!

Astrologische Zuordnung

Die astrologische Zuordnung liegt beim Element LUFT, den Luftzeichen Zwillinge, Waage, Wassermann und der entsprechenden Häuserbesetzung (drittes, siebtes, elftes Haus). Die Luftzeichen stehen für geistige und intellektuelle Interessen. Sie sind vielseitig und wandelbar, sehr kontaktfreudig und bewegen sich in alle Richtungen. Sie verhelfen zu Feinheit und Klarheit, zur Objektivität und einem Standpunkt über den Dingen. Auf den drei Ebenen des Denkens erfasst der Mensch die grundlegende Dualität der Schöpfung (Geist-Materie) und kann sie zur Synthese bringen. So erfolgt der Erkenntnisprozess auch in drei Schritten: Wahrnehmung der Dualität (Zwillinge), Wahren des Gleichgewichts (Waage) und Herstellen der Synthese (Wassermann).

Neben der elementaren Zuordnung möchte ich hier auch auf die dynamische hinweisen. Von den drei Eigenschaften (Gunas) der Natur, die sich im Tierkreis als kardinale, fixe und veränderliche Zeichen äußern, wirken im Herzchakra besonders die sattvischen Energien der veränderlichen Zeichen Zwillinge, Jungfrau, Schütze und Fische.

Unentwickelt oder unerlöst neigen diese beweglichen Energien zu großer Unsicherheit, erscheinen schwankend und haltlos, unzuverlässig, zerstreut bis zerfahren, doch im entwickelten Zustand (auf ‚höherer’ Stufe) verleiht ihnen gerade ihre Ungebundenheit die Möglichkeit zu tiefer, von den Dingen losgelöster Weisheit. Sattva-Energie ist rein und klar,  strahlt Heiterkeit und Gelassenheit aus, ist bestrebt, die Mitte zu finden, sich zu verfeinern und zu vergeistigen. Das Bewusstsein ist variabel und ausbaufähig, wird motiviert von einem Interesse am Menschen und an Beziehungsqualitäten.

Kristall

Die ANAHATA Chakrenölmischung (Biochemie)

Neroli, echte Melisse, Lavendel fein, Jasmin, Rose, Bergamotte

Fünf große biochemische Stoffgruppen halten sich bei diesem Chakraöl aus kostbarsten Blütenölen die Waage: Monoterpenole, Sesquiterpene, Ester, Monoterpene und Aldehyde.

Die Mischung spricht dank der lebensbejahenden und freudebringenden Monoterpenole (allen voran Rose, Neroli, Lavendel) gleich das Herz an. Es ist ein Balsam für die Seele, duftet angenehm warm und erfrischend, verströmt Milde und Sanftheit, sorgt gleich für Beruhigung und Schmerzlinderung, löst Ängste und bringt angestaute Gefühle wieder in Fluss. Lebensfreude, Spontaneität und eine positive Einstellung breiten sich aus, ein Zuviel oder Zuwenig auf der Gefühlsebene wird ausgeglichen.

Die stark beruhigenden und harmonisierenden Ester (vorwiegend Lavendel und Bergamotte) zeugen von großer Ausgeglichenheit und nervlicher Widerstandskraft. Sie glätten die Ecken und Kanten bei zuviel Eigensinn, Hochsensibilität oder Überempfindlichkeit, stärken das Nervenkostüm und wirken als hervorragende Schutzpuffer gegen alles Grobe, Laute und Fordernde. Für seelische Reife und einen abgerundeten Charakter sorgen die Sesquiterpene/–terpenole (hauptsächlich in Melisse und Jasmin). Besonders bei schwer belastenden Herzensangelegenheiten, Beziehungskonflikten, Schicksalsschlägen, Traumata und tief sitzendem Leid können sie Entspannung und Lösung bringen. Die Tür zur Weisheit des Herzens öffnet sich für alle, die zu Selbsterkenntnis, tieferem Verständnis und Vergebung bereit sind. Die innere Arbeit mit Projektionen und Schuldzuweisungen, mit Gefühlen von Minderwertigkeit, Scham, Stolz und Überheblichkeit ist hier sehr fruchtbar, sorgt für einen inneren Halt, führt zu seelischer Reife, einem ausgewogenen Charakter und inneren Werten.

Während die strukturierenden, ordnenden Monoterpene (Neroli) die Funktionen stärken und für eine gute Erdung und Koordination sorgen, drängt der Anteil an geistig anregenden Aldehyden (v.a. im Öl von Melisse und Bergamotte) in tiefere Schichten der Wahrnehmung, sorgt für ein Hinterfragen der äußeren Sinneseindrücke, aktiviert die Suche nach Sinn, Bedeutung und innerem Wahrheitsgehalt des Erlebten. Dank dieser inneren Auseinandersetzung entsteht eine Sinnesklarheit und -transparenz, die in die Lage versetzt, Wahres vom Unwahren zu trennen und dadurch auf der Beziehungsebene viele Enttäuschungen, Irrwege und Illusionen vermeiden kann. Das Herz wird von psychischem Druck befreit, das Nervensystem gestärkt, der Geist klar.

orange-blossom-278833_640_pixabay-joschNeroli oder Orangenblüte stärkt die Aura und bildet eine schützende Hülle, wirkt durchlichtend und tief auf das Herz, ist ein psychisches Notfallmittel bei Angst, Schockzuständen, Depression, seelischer Erschöpfung; schenkt Gelassenheit und Freude, Stärke und Mut, öffnet Auge und Herz für die Schönheit des Daseins. Es ist ein Merkuröl, d.h. ein starkes Yinöl mit viel Yangkraft, das sowohl anregen als auch beruhigen kann.

Die Melisse mit ihrem zitronig sonnenwarmen Duft von intensiver Strahlkraft wirkt im melissefeinstofflichen Bereich auf das Herzzentrum und balanciert  das feine Spiel der Gefühlsschwankungen aus. Die starke Wirkung auf den feinstofflichen Körper wurde schon vor langer Zeit von allen Heilern erkannt, sie macht das Herz froh, stärkt die Weisheit des Herzens, wirkt ausgleichend bei Spannungen, Blockaden, bei zu schnellem Herzschlag und zu schnellem Atemrhythmus.

rose-orange_rosa_1280_pixabay_500Auch die Rose, ein ausgesprochenes Yinöl, stärkt die feinstofflichen Körper, wirkt harmonisierend auf das Herzchakra, lehrt Liebe und Geduld, hilft bei Kummer, Enttäuschung, Trauer; in der Sterbehilfe eingesetzt nimmt sie Ängste und öffnet für die Weisheit des letzten Ganges.Die  Rosenessenz weckt die Sehnsucht der Seele nach dem Geist und die Sehnsucht des menschlichen Herzens, mit dem galaktischen und kosmischen Herzen in Übereinstimmung zu schwingen. Darum steht der Duft der Rose für die unsterbliche Seele und ihre sich verströmende Liebe an den Geist.

Lavendula

Lavendel extra ist ein Merkuröl, in dem Yin und Yang ausgeglichen und nahezu gleichwertig enthalten sind.  Bei emotionaler Hitze, bei Panik oder Hysterie, die durch mangelndes Vertrauen und zu wenig Erdung im Wurzel- und Sakralchakra entstehen, wirkt es daher kühlend. Wie die Melisse kann es die Aura stärken, „Energielöcher“ schließen und aggressive Energien neutralisieren. Es bringt die niedrigen und höheren Chakren miteinander in Einklang und leitet notwendige Transformationen ein. Aufgrund seiner Feinheit und geistigen Klarheit hat Lavendelöl auch eine direkte Verbindung zum Scheitelchakra.

jasmin-363677_1280_500Jasmin wirkt tief in den Astralleib hinein, dringt vor bis zu den Wurzeln der Gefühle und archaischer Kräfte, wo sich die tiefste Quelle des Glücks und auch des Schmerzes befindet. Es hat den Anschein, dass durch den süßen Blütenduft aller Seelenschmerz aus dem Emotionalkörper herausgelöst und neutralisiert wird, um den Weg zu den wahren Gefühlen und Sehnsüchten freizugeben. Jasmin öffnet das Herz, löst Blockaden und erleichtert den Umgang mit sexuellen Problemen und Hemmungen.

bergamotte-1Bergamotte ist ein mildes Yangöl mit einem ausgesprochenen sonnigen Gemüt. Seine hellgrüne Farbe (Kaltpressung der Schale) zeigt eine Wesensverwandtschaft mit dem Herzchakra. Energetisch ist es ein wahrer Licht- und Energiebringer, der verschlossene Herzen öffnen und erwärmen kann, so dass mit der Freude auch heilsame Kräfte einziehen können. Es macht die Menschen geselliger und offener. Seine Wirkung auf die Aura ist vor allem nach schwerer Krankheit belebend, aufhellend und stärkend. Das Öl neutralisiert aggressive Energie und schützt vor aggressiver Energie von außen.

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