Vollmond im Krebs 30.12.2020

Krebs-Vollmond 30.12.20 4:28 h MEZ Berlin

Willkommen in der Mitte der Raunächte, die gerade von einem intensiv strahlenden VOLLMOND erhellt wird. Dieser Vollmond weist gleich drei Besonderheiten auf .

Er ist in diesemJahr bereits der 13. Vollmond, der als „Hexenmond“ bezeichnet wird und und eine symbolische Zeit darstellt, eine Zeit des Zurückschauens, des Kräftesammelns und des Übertritts in eine neue, wichtige Phase auf diesem Planeten.

Zweitens weist er zwischen Mars und Mond einen eher seltenen Aspekt von schöpferischer Begabung auf, ein Quintil (72°). Und drittens offenbart er eine enge Verschmelzung mit dem Fixstern VEGA im Sternbild Lyra (Leier).

Der Quintil-Aspekt beruht auf der Fünffachteilung des Kreises (360 : 5 = 72). Er entspricht dem Pentagramm und auch dem Weg der Venus durch den Tierkreis. Der fünfzackige Stern weist immer auf mentale Kräfte und die mentale Sphäre hin, die so genannte Noosphäre. Diesen Begriff prägte der französische Philosoph, Naturwissenschaftler, Anthropologe, Paläontologe und Autor Teilhard de Chardin in seinem Buch Der Mensch im Kosmos (C.H.Beck, München, 1981). Die Noossphäre ist die „Denkschicht“ der Erde, hervorgegangen aus Geosphäre, Hydrosphäre und Biosphäre. Sie besteht aus der Vereinigung von Bewusstsein, Kulturen, Technologien und Systemen der ganzen Menschheit, gilt als lebendiger Super-Organismus von fast unendlicher Macht mit sowohl zerstörerischem wie schöpferischem Potenzial.

Die Fünf ist eine besondere Zahl. Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich auf unserem Planeten die Fünferstrukturen erst mit den lebendigen Formen entwickelt haben. Man findet sie nicht in der Welt der Kristalle, doch im Wachstum vieler Pflanzen, in der Anlage der Blätter und Form der Blüten. Auch die menschliche Anatomie zeigt diese pentarhythmische Form der Strukturierung. Es scheint, als ob die am meisten fortgeschrittenen Lebensformen in der Natur vorbereitet würden, zu den Grundsteinen zu werden, auf denen die Aktivität des menschlichen Geistes weiterentwickelt und entfaltet werden könnte, – so Dane Rudhyar in seinem Buch Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein (Kailash/Hugendubel 1984).

Evolution – der Universale Mensch

Im individuellen Geburtshoroskop zeigt das Quintil (oben imVollmond-Joroskop in Gelb eingezeichnet) die schöpferische Freiheit des Individuums an, sein kreatives Material in Formen zu gestalten und/oder für künstlerische Gestaltungen im Sinne der Transformation und Verfeinerung (Sublimierung) einzusetzen. Das erfordert nicht nur großen Mut, es bedarf auch einer genauen Vorstellung vom Werk oder Ziel, das erreicht werden soll und eines starken Willensimpulses.

JETZT, mit Beginn des 14-tägigen VollmondZyklus, wird ein großes evolutionäres schöpferisches Potenzial über die empfängliche Erde und die ganze Natur ausgegossen. Es ist ein Angebot an alle Menschen – kein Muss und kein Zwang – ihr noch ungenutztes kreatives Potenzial zu nutzen und zu gestalten. Die Wassermannenergie mit der Starbesetzung von Jupiter-Saturn beginnt nun mit seinen Ausschüttungen des lebendigen Geistwassers, schenkt Impulse zu neuen Berufungen, setzt neue Bilder, geniale Ideen und synergetische Verbindungen frei.

Wie kann dies individuell erfahren werden?

Wer bereit ist, sein geistiges Potenzial für die Aktivierung des Universalen Menschen voll zu entfalten, wird Freiräume schaffen in seinem Alltag und in seinem Geist, die Sorgen des Alltags ausschließen, sich öfter am Tag in sein inneres Heiligtum zurückziehen, meditieren, sich entspannen oder auch nur ein Nickerchen machen. Bitte legt in diesen Ruhephasen unbedingt etwas zu schreiben neben euch und notiert, was euch an neuen Energien, Bildern, Ideen zufließt. Vielleicht vernehmt ihr auch die zarte, eher abstrakte Stimme eures wahren Selbst oder eine klare Vision, von der ihr euch tief angesprochen fühlt.

Die vitale Energie, der schöpferische Impuls zur Weiterentwicklung und auch die geistige Flamme und Dynamik schenken jetzt allen, die sich angesprochen fühlen, die Kraft und den Mut, ihre Vision auch gestalterisch umzusetzen, die richtigen Mittel und Menschen dafür zu finden. Wir werden geniale Ideen entwickeln, langweilige und scheinbar sinnlose Routinearbeiten umzuwandeln in Tätigkeiten, zu denen wir uns wahrlich berufen fühlen, bei denen wir große Freude empfinden. Wir können zu ganz neuen Berufungen finden und geführt werden, die uns und andere mit neuem Sinn erfüllen.

Der Widder-Mars wird der Motor sein zu dieser schöpferischen Imagination unserer empfänglichen Vollmond-Natur. Ich schaue nach dem Sabischen Symbol und bin gar nicht überrascht. Zu 27° Widder heißt es: „Durch Imagination wird eine verlorene Gelegenheit wiedergewonnen.“

Bewusstseinspfade

Peng – da steht es! Und es trifft mich stark, denn gestern habe ich eine Frage an das I Ging formuliert: Welche Berufung darf ich im nächsten Jahr neu ausbilden oder auch verstärkt anwenden? In welchem Bereich schöpferisch tätig sein?

Als Antwort erhielt ich Hexagramm Nr. 18 Die Arbeit am Verdorbenen (Die Erneuerung) mit drei bewegten Linien (1.4.5. Linie), die zum zweiten Hexagramm führte: Nr. 1 Das Schöpferische.

Die erste Reaktion: Ich erschrecke, das Herz rutscht mir in die Hose…ich fühle das alte Muster der Kindheit…  ich habe etwas falsch gemacht… habe versagt… ich werde ausgeschlossen von der Gemeinschaft der schöpferischen Menschen… ich bin es nicht wert, gerufen, geliebt, belohnt zu werden… usw. Es heißt dann bei der 5. Linie, die umfassende Korrektur der alten Einstellungen könne ich nicht alleine bewältigen – nur mit tüchtigen Gehilfen. Wie beschämend! In dieser Position eines Meisters oder Königs befindet sich ein schlaffer Prinz, ein Weichling. Daher das Gefühl, versagt zu haben.

Im 18. Hexgramm geht es um den Aufruf zur Erneuerung. Das Hemmende, Negative, Erstarrte muss ersetzt werden durch Progressives, Positives, Dynamisches. Dazu gehört, dass der Mensch wieder auf seine innere Stimme hört, die er durch Schichten starrer Dogmen, Lehren und Prinzipien langsam zum Verstummen gebracht hat. Jetzt müssen die alten Ablagerungen in unermüdlicher Arbeit abgetragen werden oder das Schicksal bricht sie auf.

Gleich die 1. Linie betont, dass es für jede Erneuerung mutige Entschlüsse, Taten und beharrlich konsequentes Handeln braucht. Bevor das Schöpferische überhaupt in uns und durch agieren kann, müssen wir uns innerlich von Erinnerungen, Gewohnheiten und gewohnten Tagesabläufen lösen. Das geht nur mit einer klaren und ehrlichen Analyse des eigenen Lebens und der persönlichen Situation und ihren Grundlagen. Der Einsicht in die Notwendigkeit einer Erneuerung müssen dann auch Taten folgen. Hier – ein radikaler Schnitt.

Alle drei durchbrochenen Yin-Linien in diesem Zeichen unterliegen der Wandlung. Das Ego oder die örtlich begrenzte Persönlichkeit hat sich in der Vergangenheit eigensinnig, hart, dogmatisch, stur bis uneinsichtig verhalten, obwohl die offenen Yin-Linien auf Empfänglichkeit deuten. Dadurch, dass man die Möglichkeit zur Erneuerung des eigenen Wesens und zum freien Wachstum bisher nicht genutzt hat, ist man in seiner Stärke und Klarheit geschwächt.

Welchen Kompromissen und Werten haben wir uns im Laufe unseres Lebens verpflichtet und warum? Haben wir gehofft, unseren eigenen Weg und unsere Bestimmung innerhalb der familiären und gesellschaftlichen Strukturen finden zu können? Das Ziel der „Arbeit am Verdorbenen“ ist die Überwindung der falschen Abhängigkeit von den Eltern. Das erfordert von mir, mich von dem Bild, das ich mir von Vater und Mutter gemacht habe, zu lösen. Die Jupiter-Saturn-Konjunktion im Wassermann erfordert eine Auseinandersetzung mit Selbstmitleid (bei einem nicht integrierten Jupiter/Mutter) und Selbstkritik (bei einem nicht integrierten Saturn/Vater). Das ist auch ein Thema der Krebs-Steinbock-Achse, so lange wir uns mit der beschränkten, an Ort und Zeit gebundenen Person identifizieren.

Erst wenn ich den Eltern für ihre Fehler dankbar bin (und nicht für das Gute), für alles, was sie „falsch“ gemacht haben, kann das erfahrene Verdorbene oder Unzulängliche zu einer Kraft werden, meinen eigenen Weg zu verwirklichen. Die Arbeit am Verdorbenen ist eine Schattenarbeit, die einen Bruch mit den inneren Tabus erfordert. Erst durch die Erfahrung des Scheiterns im geistigen Leben (Vater) und im praktischen Leben (Mutter) reife ich zu einem eigenständigen Menschen heran. Schaffe ich es nicht, das überlieferte Elternbild in Frage zu stellen und zu kritisieren, bleibe ich im Bereich menschlicher Reife ein Kleinkind.

Die oberste 6. Linie des Zeichens befindet sich außerhalb der Elternproblematik. Es heißt, der Mensch setzt sich höhere Ziele, entscheidet selbst über seinen Weg. Er wird vom Kosmos / von der inneren Stimme/ seinem essenziellen Selbst an sein evolutionäres Lebensziel erinnert, das jede aktuelle Problematik übersteigt: Vervollkommnung, Erleuchtung, Unsterblichkeit. Er dient dem Göttlichen in sich, entfaltet sein inneres geistiges Potenzial, denn andernfalls würde er in der Falle der Familie stecken bleiben und könnte nicht „das große Wasser durchqueren“. Das Durchqueren des großen Wassers (und das Erreichen des anderen Ufers) steht in der gesamten spirituellen Literatur symbolisch für den Weg des Menschen zur tiefsten, inneren Wahrheit und enthält die Aufforderung, sein Handeln zu entpersönlichen und ins Kosmische auszuweiten. Dem Menschen mit höheren Zielen ist bewusst, dass sein Wirken kosmische Dimensionen erreicht und dem Wohle aller Wesen dient, die guten Willens sind. Damit erfüllt er sich und anderen einen uralten Menschheitstraum und auch einen Traum der Wassermannzeit.

Vision in den Anden

Am Ende dieser Arbeit am Verdorbenen hat der Mensch die Aufgabe, seine eigene persönliche Geschichte aus der Profanität und der bloßen Abfolge der Familiengenerationen herauszulösen und fortan sein Leben als Weltendiener der bewussten spirituellen Mitarbeit am Großen Werk zu widmen. Es gehört zur Aufgabe aller Menschen, sich – wenn der Ruf zur Evolution ertönt – von ihrer Familie und den übernommenen Werten und Überzeugungen abzunabeln und sich kosmisch zur Ganzheit hin auszurichten. Erst dann kann der nun nicht mehr Vereinzelte auch zum Erwecker anderer werden, sie aufrütteln und ihren Geist stärken.

Für den eigenen Weg heißt das: : Wer bislang als braves Kind seiner Eltern gelebt hat, erhält nun die Möglichkeit, unabhängig zu sein und sich zu entscheiden, sich nicht mehr von den unerledigten Geschichten seiner Vergangenheit bestimmen lassen. Das ist der notwendige Schritt zu seiner Befreiung und ERNEUERUNG, der großen Mut erfordert, denn mit dieser Loslösung von unseren falschen Wurzeln fallen wir erst einmal ins Dunkle und Bodenlose, müssen den winzigen göttlichen Funken ins uns entdecken und zu mehr Licht vergrößern und einigen Unwahrheiten und Illusionen ins Auge sehen.

Was ist aus unseren früheren Ideen und alten jungen Idealen geworden? Sie wurden eingemauert und auf einen Tag X vertröstet, wenn es bessere, andere Bedingungen gibt. Sie verschwanden in der Versenkung, fest eingeschmiedet in die Ketten der vielen faulen Kompromisse. Aber jetzt drängen sie mit aller Kraft wieder ins Bewusstsein, zerren an den Ketten und schnappen nach frischer Luft, schreien nach Sauerstoff und Licht. Und wir – als Egos – klammern uns weiterhin an den ganzen Rattenschwanz von alten Geschichten über die eigene Unvollkommenheit, den schwachen Charakter, Trägheit, Sturheit, Eigensinn. Das sind uralte anerzogene Gedankenmuster mit automatischen ablaufenden negativen, Gefühlsreaktionen.

Wen betrifft das eigentlich? Wer oder was ist hier der verdorbene Inhalt, aus dem schon die Maden kriechen? Das zweite Zeichen des Schöpferischen (Hexagramm 1) lässt mich gleich die gebundene Persönlichkeit (das Ego) transzendieren und die Identität und Sichtweise des schöpferischen höheren Selbst einnehmen. Ja, es ist ein kreativer Willensakt, die alte Sichtweise der scheinbar getrennten Ichs zu verlassen und mich mit ganzem Herzen mit meinem wahren Selbst zu vereinen. In dieser Ewigkeitsperspektive sehe ich MICH als strahlendes Licht, das mich belebt und mir die Kraft gibt, Vertrauen in diesen alchemistischen Prozess der Verwandlung zu haben. Es geht nicht um einen neuen „Beruf“ im nächsten Jahr, in der Zukunft. Jetzt & Hier spielt die Musik. Jedes Mal, wenn ein Gedanke sich schlecht anfühlt und solche herunterziehenden Gefühle auslöst, darf ich mich entscheiden, WER hier eigentlich leidet, Angst hat, sich Sorgen macht oder einfach nur etwas Besonderes sein will.

Das kann bedeuten, schöpferisch tätig zu sein, genial zu sein, eine alltägliche Routinesituation umzuwandeln in etwas Schönes, Strahlendes, Sinnvolles. Deswegen brauche ich kein Aushängeschild an der Tür: Hier wohnt eine Alchemistin, eine Magierin, obwohl man den Prozess so nennen kann… Arbeit am Verdorbenen… aus Blei Gold machen… aus einem angespannten, zwanghaften Nervenbündel ein strahlendes Wesen mit schöpferischer Kraft erschaffen. Indem ich im Alltag dafür sorge, dass mein Geist immer wieder leer wird, frei von Sorgen, halte ich ihn im Zustand des Empfangenden; damit wird er zum Träger einer Kraft, die den Strom der Zeit als eine göttliche und schöpferische Inspiration erleben darf. 

Das Geschenk der Imagination für unseren Aufstieg

Mit dem Dezember-Vollmond erhalten wir ein großes Geschenk schöpferischer Kraft, freigesetzt durch das Quintil vom Widder-Mars zum Krebs-Vollmond, mit der Aufforderung, unsere Fähigkeit zur schöpferischen Imagination anzuwenden. Dieser Tierkreisphase liegt eine Erfahrung des Scheiterns oder Versagens zugrunde. Vielleicht haben wir als Schüler bei einer Prüfung versagt oder es erscheint uns so. Es kann aber auch so sein, dass das „Versagen“ vom Lehrer beabsichtigt war, sozusagen als eine Herausforderung, eine neue Fähigkeit und Qualität in sich auszubilden – das Schöpferische Imaginieren, sich nämlich dasjenige im Geist vorzustellen, was man früher oder später auch sein will oder erfahren will.  Wir haben also den Anschluss an unseren evolutionären Zug oder den intergalaktischen Flug im Raumschiff Erde keineswegs verpasst. Wir haben erneut die Gelegenheit, unsere Lebenseinstellung und unsere Lebensziele zu überprüfen und das scheinbare Scheitern als Motor zur Erneuerung und Neu-Orientierung im Leben zu erfahren.

Ich höre John Lennon mit seinem berührenden Song IMAGINE… Stell dir vor, du würdest den leidenschaftlichen, inneren, evolutionären Ruf in deinem Herzen hören… du würdest in Erregung und Begeisterung geraten und von dem Impuls dazu getrieben, an dieser kosmischen Reise im Raumschiff Erde teilzunehmen… du würdest die Gelegenheit erhalten, als Mit-Schöpfer die Neue Erde zu gestalten und auch den Neuen Menschen, den Universalen Menschen… Du erfährst, dass jeder Mensch bereits den Genius-Code für eine einzigartige Kreativität in sich trägt … und dieser Code wird in dem Moment aktiviert, wo du die Erregung deiner wahren Berufung verspürst… und du spürst den leidenschaftlichen Drang, dieses schöpferische Potenzial auszudrücken – alsein freies ganzheitliches Selbst… es ist auch der Trieb nach Selbstentfaltung und Selbsterneuerung…

Schreibe auf, wer oder was du in Zukunft sein möchtest – oder in einem Jahr, in einem Monat… mit welchen Fähikeiten und Qualitäten du ausgestattet sein willst, und schreibe es auf in der Gegenwartsform: Ich bin kerngesund, strahlend, heiter, mutig… ich bin frei und ungebunden, ich bin im Einklang… ein Ort des Friedens und der Liebe… ich bin meine innere Stimme… ich bin eins mit….Ich erreiche mein Ziel…. bin vereint mit…

Und immer, wenn das gebundene Ego abschweift und ins Getrenntsein flüchtet, in ablenkende Gedanken über unerledigte Dinge, über die Zukunft etc., dann richte es sofort wieder auf das wahre essentielle Selbst aus, das du bist, sein wirst und schon immer gewesen bist. Je bewusster wir als Erschaffer und Mitschöpfer sind, desto weiter und umfassender wird auch das Bewusstsein, das wir in unsere neu erschaffenen Dinge, Lebewesen und Projekte stecken. Wir sind die Erschaffer unserer Realität, und wir entscheiden uns in jedem Moment, mit mehr Verständnis und Liebe für das Wohl des Ganzen zu wirken, auszusteigen aus den nervigen Spannungen und unsere Sinne von den äußeren Eindrücken abzuziehen. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf die neue Vision, die Neue Welt, in der wir leben wollen, auf den Neuen Menschen, dessen Potenzial wir bereits in uns tragen und weiter entfalten wollen.

Die Sabischen Symbole des Vollmonds

Mond 9° Krebs: „Ein kleines, nacktes Mädchen beugt sich über einen Teich, um einen Fisch zu fangen.“ – Das ist ein sehr schönes Symbol für die ewige, ungetrübte Jugend und Reinheit der Seele, die sich voller Begeisterung auf alle neuen Erfahrungen einlässt, auch für das unschuldige und spontane Denken, das noch unbelastet ist von den Mustern und Urteilen seiner Kultur, frei von Angst und Sorgen. Mit diesem unbefangenen, göttlichen Potenzial können auch wir uns vertrauensvoll auf das Neue einlassen, das sich durch uns verwirklichen und inkarnieren will, dürfen es in kindlicher Unschuld ergreifen, auf uns wirken lassen, bis wir es in seiner umfassenden Ganzheit verstehen können. In diesem Symbol erscheint wieder der „Teich“, der uns schon im Symbol von 30° Widder begegnet: „Ein Ententeich mit kleinen Enten“. Gemessen am galaktischen Weltenmeer erscheint unser Aktionsradius so winzig wie ein Ententeich. Und doch muss genau hier – in dem Raum, in den das Schicksal (Geschick) uns hineingestellt hat – die Substanz zum konkreten Handeln gefunden werden. In unserem begrenzten Lebensspielraum erfahren wir Ursache und Wirkung, säen und ernten, und wir haben unsere Vision von einer höheren Harmonie auf unser eigenes karmisches Wirkungsfeld herunter zu bringen und zu verwirklichen.

Sonne 9° Steinbock: „Ein Engel, der eine Harfe trägt.“ – Wunderschönes Bild, das nach Friede-Freude-Eierkuchen klingt – doch nur für diejenigen, die auf die Rhythmen des Kosmos eingestimmt sind, die bereit sind, ihr trennendes Ichbewusstsein bewusst aufzugeben, die sich entscheiden, ihr Leben und Handeln darauf auszurichten, die kompromisslos ihrer inneren Stimme folgen und sich in den universalen Strom geistigen Lebens stellen und dem Aufruf zu evolutionärer Weiterentwicklung folgen. Die kosmischen Schwingungen des Neuen Zeitalters, die hernieder strömenden Wassermann-Energien des lebendigen Geistwassers, offenbaren der Menschheit einen geistigen Sinn und das evolutionäre Ziel in dieser Zeit und der gegenwärtigen, scheinbar festgefahrenen Situation (Corona-Krise).

Nach dem Astrologen Wolfgang Döbereiner handelt es sich bei diesem Steinbockgrad um einen Gruppenschicksalspunkt von extremer Vorstellungsbezogenheit (Pluto/Uranus). Wird er aktiviert, brechen alte Strukturen auf und ziehen im privaten Bereich große Enttäuschungen nach sich. Johann Hilble, ein anderer Astrologe (siehe Faszination Geburtszeitkorrektur, Eigenverlag Ravensburg 2000), beschreibt diesen Grad als ein „Minenfeld“, als einen Punkt für einen Test des Selbstbewusstseins an der Schwelle vom niederen zum höheren Selbst, an einem Punkt seelischer Ent-Wicklung (ähnlich dem Auswickeln eines sorgsam verpackten Wertgegenstands), auf dem Weg vom Gemüt zum spirituellen Kern. Es wird das Loslassen von subjektiven Triebfedern gefordert, die (autistische) Selbstbezogenheit in Frage gestellt und die Befreiung vom allzu schalen Weltkönigtum betrieben. Wird die Integration des Uranus (also die Erfahrung der relativen Wertigkeit von Subjekt-Objekt-Beziehungen) verweigert, wird der Mensch aus seinem allzu plumpen Selbstverständnis und seiner Unbeeinflussbarkeit herausgehoben.

An diesem Seelenort kann man genau spüren, wie weit man sich in einer verlogenen und unechten Lebenssituation befindet, welche Veränderung notwendig wäre (was ja schlussendlich die Not wenden würde). Nicht erreichte Korrektur macht unruhig (siehe Mars-Symbol und mein Hexagramm Nr. 18) und treibt den Angstschweiß auf die Stirn (borderline). Die Not stimuliert den Adrenalin-Spiegel und erzwingt die Flucht in „neue“ Umstände, die oft nur scheinbar anders sind als die alten (denn in Wirklichkeit haben sich nur selten die Inhalte gewandelt und tauchen nun lediglich umdekoriert in neuem Gewand auf. Ein angstvolles Festkrallen an der alten und längst überholten Einstellung und Haltung öffnet dem Uranus Tür und Tor. Denn Uranus ist besonders stark und machtvoll, wo geklammert wird, wo verdichtet wird, wo nichts gewagt wird. Die Befreiung der erstickten Wirklichkeit kommt dann schmerzhaft und scheinbar wie aus heiterem Himmel (Unfälle, Operationen….), zwingt zur Neuorientierung, fordert die Neuausrichtung. Erst die Identifikation mit der Botschaft des Uranus stellt zufrieden, erst die Ablösung und Unabhängigkeit von allzu Profanem und vordergründig Zweckvollem lässt wieder ruhig atmen und steigert das Selbst-bewusst-sein (ein Zustand, der sich nach der Erfahrung der eigenen Wirklichkeit von selbst einstellt).

UR – ANUS und IMIX

Wo befindet sich Uranus? Er steht noch immer auf 7° Stier mit dem Symbol „Die Frau aus Samaria am Brunnen“ (siehe letzterNeumond-Blog) und speist mit seinen geistigen Wasserwellen als substanzielle Energie (blau, Trigon und Sextil) diesen kreativen Dezember-Vollmond – so wie wir aufgefordert sind, unseren Geist mit positiven schöpferischen Imaginationen zu erneuern.

Als ich vom Vollmondsymbol „Engel mit Harfe“ las, stellte ich gleich eine Beziehung zum Sternbild LYRA und ihrem hellsten Stern WEGA her. Mythologisch repräsentiert die Leier das von dem griechischen Gott Hermes (Merkur) erfundene Musikinstrument. Dieser schenkte es seinem Halbbruder Apollon, der es wiederum dem berühmten Sänger Orpheus gab. Orpheus betörte damit in der Unterwelt deren Gott Hades, um seine an einem Schlangenbiss verstorbene Braut Eurydike zu retten. Beim Verlassen der Unterwelt verstieß er jedoch gegen das Gebot, keinesfalls zurückzublicken; daraufhin musste Eurydike weiter in der Unterwelt bleiben. Nach des Orpheus Tod wurde das Instrument an den Sternenhimmel versetzt. Siehe Astro-Wiki

Wega 16° Steinbock: „Jungen und Mädchen in Turnanzügen auf dem Schulhof.“ Ein Hinweis auf den Trainings- und Schulungsaspekt für unseren Geist und ein Aufruf, im Team mit anderen zusammenzuwirken, gemeinsam als Co-Creator, Mitschöpfer.

Merkur 15° Steinbock: „Die Kinderstation eines Krankenhauses ist voll Spielzeug.“ In diesem Symbol wird uns die Güte und der Reichtum des Lebens gezeigt bei den tragischen Prüfungen unserer unvollkommenen Versuche der Selbstregeneration (siehe Beispiel Hexagramm 18 Arbeit am Verdorbenen). Die Gesellschaft ist verantwortlich für das Wohl und die umfassende Gesundheit einer neuen Generation, und der sozikulturelle Prozess sollte in der Lage sein, in die Zukunft voraus- und auch in die Vergangenheit zurückzublicken. Im Steinbock geht es ja um die politische MACHT und dem verantwortungsvollen Umgang damit. Hier zeigt es sich, dass durch eine verantwortungslose Machtausübung der Politik Bedingungen geschaffen wurden, die die gesundheitliche und spirituelle Entfaltung einer Gemeinschaft – insbesondere ihrer Kinder – gefährdet. Es besteht ein großer Bedarf an sanfter Pflege und an der Begabung, die destruktiven Spannungen in der Gesellschaft zu neutralisieren. Die Gesellschaft und ihr Gesundheitssystem haben nun die Aufgabe, diesen Schaden, d.h. die negativen Lebensbedingungen zu reparieren – durch Liebe und Mitgefühl wie durch die Bereitstellung körperliche Pflege. Im persönlichen Lebensbereich sollte der Mensch auf seine jüngsten Eingebungen (Intuitionen) und auf seine Träume vom künftigen Wachstum achten. Es handelt sich hierbei um sehr zerbrechliche Entwicklungen, die durch den Druck und die Spannungen des täglichen Lebens leicht entstellt oder zerstört werden können.

Ein wichtiger Hinweis kommt noch von der VENUS am Südlichen Mondknoten (19° Schütze) , die Bezug nimmt auf die Klimakrise und das menschliche unsoziale Verhalten der Vergangenheit und Gegenwart: „Pelikane, bedroht durch Müll und das Verhalten der Menschen, suchen einen sicheren Ort, um ihre Jungen aufzuziehen.“

Sternenreise (Öl auf LW)

Hier lege ich jetzt eine notwendige Pause ein und behandle das wichtige Thema in meinem nächsten Blogeintrag.

Ich wünsche euch weiterhin schöpferische Inputs unbd Outputs in den raunenden Nächten und good inspirations inder Stille,

eure Sundra


Wassermann – Zeitenwende – Evolution

Der universelleMensch -Homo universalis

Da sitze ich am Weihnachtsabend in einem kleinen Dorf irgendwo mitten in Europa, einem unscheinbaren Punkt auf dem Globus, und bin dank meiner Begeisterung für die Evolution des Menschen mit so vielen tiefgründigen, engagierten Menschen auf diesem Planeten verbunden! Wie viele beherzte , kraftvolle und engagierte Menschen es auf der Welt gibt! Menschen mit einer leidenschaftlichen Begeisterung und einem Verlangen nach spiritueller Selbstverwirklichung, schöpferischer Betätigung, nach Co-Creation, schöpferischem Zusammenwirken. Sie alle tragen den Impuls der Evolution in sich, folgen dem Ruf in ihrem Inneren und folgen damit ihrer wahren Berufung.

Ja, ich bin ein Mitschöpfer! Dank sei der großartigen technischen Erfindung des Internets, einer Art globalen Nervensystems, und dem offenen Bewusstsein vielerMenschen, das empfänglich ist für alle Arten von Synergien zum Wohl aller Lebewesen auf diesem Raumschiff Erde. Und es gibt bereits eine große Anzehl evolutionärer Ansätze, Projekte und Gemeinschaften – unabhängig von Kultur, Rasse und Religion, wie Lichtpunkte überden Globus verstreut – und auch um ihn herum.

Plötzlich – wie wenn ein Schalter umgelegt worden ist – begegnen mir überall diese „neuen Menschen“, die ich (gemeinsam mit anderen) die neue Spezies, den Homo universalis nennen möchte. Denn der egoistische Homo sapiens will und kann den jetzt erforderlichen Quantensprung im Bewusstsein nicht leisten. Er wird sich an sein Wissen, seine scheinbaren Leistungen etc. klammern wollen. Für diesen Moment hier & jetzt habe ich alles gegeben und auch alles bekommen. Ich fühle mich freudig erregt, ermutigt, bestätigt und auch sehr geehrt, dass ich ein Mitschöpfer (Co-Creator) sein kann, meine Visionen und Erfahrungen mit euch teilen darf.

Wassermann und die Zeitenwende

Durch den gemeinsamen Eintritt von Jupiter und Saturn am Tag der Wintersonnenwende in den Wassermann ist der Menschheit wieder ein Zeichen gegeben, nämlich ihrem Leitstern zu folgen. Dieses Zeichen soll auch vor 2000 Jahren der Stern von Bethlehem gewesensein, ebenfalls eine Jupiter-Saturn-Konjunktion, die auch als „Königs-Konstellation“ bekannt ist.

Jupiter, der Gute Hirte, verkörpert die Liebe und Weisheit in uns, das ganzheitliche Verstehen, das sich einstellt, wennwirdie Welt und alle Lebensformen nicht mehr mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen wahrnehmen. Er repräsentiert auchdas Verlangen in uns, auf jeder Ebene des Bewusstseinsnach Erkenntnis und Vervollkommnung zu streben. Er verleiht die Fähigkeit zur Gesamtschau und Synthese, die in der Erkenntnis mündet, dass das eigen Handeln immer einen Einfluss auf das Ganze ausübt, weil alles miteinander verbunden ist.

Während Jupiter äußerlich (exoterisch) im Schützen herrscht und dort ein neues Werden nach dem Sterben im Skorpion verheißt, ist er auf der inneren seelischen Ebene (esoterisch) der Herrscher von Wassermann und kennzeichnet auf dieser Stufe ein beginnendes Seelenbewusstsein der Menschheit. Für den Einzelnen mag Jupiter im Wassermann das Bestreben nach einem Bewusstsein liebe- und verständnisvoller Verbundenheit mit anderen bedeuten, sein seelisches Potenzial zu vergeistigen und allen Menschen in tätiger Liebe zu dienen. Die tolerante und optimistische Grundhaltung Jupiters ist das Ergebnis einer inneren Schattenarbeit und schonungslosen Selbsterkenntnis. So erkennt der Mensch auf dieser Stufe alle Unvollkommenheiten, Schicksalsgewalten und Rückschläge in seinem Leben als Auswirkungen seines eigenen Charakters an, erlöst sich selbst von den Schatten, die er früher auf andere projiziert hat.

Saturn-Jupiter-Konjunktion Wassermann

Saturn (Chronos), der Herrscher von Steinbock und Begründer des Goldenen Zeitalters, einem paradiesischen Urzustandder Menschheit, ist jabekanntlich der „Hüter an der Schwelle“ und Planet der Individuation. Im Gegensatz zu Uranus, der unsdie Universalität unseres geistigen Daseins bewusst macht, zeigt uns Saturn im Horoskop dieGrenzen unseres Bewusstseins als Persönlichkeit. Er versperrt uns so lange den Weg in ein höheres Bewusstsein, bis wir bereit sind, unser Schicksal als das uns Geschickte anzunehmen und durch zunehmende Krisen, Entbehrungen, Leid und Schmerzen zu erkennen, dass wir selbst durch unsere Taten unser Leben erschaffen (Karma, Prinzip von Ursache-Wirkung). Wir sind die Schöpfer unserer Realität und unserer Zukunft.

So lässt Saturn im geistigen Wassermann-Zeichen nur das durchdie Pforte hindurch, was ewigkeitstauglich ist. In der Bibel heißt es dazu, eher gehe ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher ins Himmelreich. Über diese Saturn-Schwelle kommt nur der, der allen Ballast und alle Bindungen, alle Sorgen und Begierden seiner niedrigen Persönlichkeit abgeworfen hat, dessen Bewusstsein völlig leer,, losgelöst und heiter ist, offen ist für neue Eindrücke und die Stimme seines Herzens – die Intuition.

Saturn und Jupiter entsprechen dem Prinzip Vater und Sohn, wobei Zeus-Jupiter dem „verlorenen Sohn“ entspricht, der nach der Entthronung seines Vaters Saturn (Chronos) zu einer höheren Erkenntnis, zu Weisheit und Liebe herangereift ist. Ihre Wiedervereinigung und Versöhnung (Konjunktion) findet als erlösender Impuls der Evolution im Wassermann statt, dem Zeichen des Heiligen Geisgtes und des großen Wandels, in dem alle Trennungen und Polaritäten aufghpben sind unddas Wasser des Lebens über die dürstende Menschheit ausgegossen wird.

In unserem „Raumschiff Erde“ empfangen wir jetzt diese starken kosmischen Strahlen des Lichts, der Liebe-Weisheit und kosmischen Schöpferkraft. Jeder, der bereit und offen ist, kann sich in disem himmlischen Licht der Weisheit erneuern und seine Verbundenheit mitdem paradiesischen Zustand der Einheit erleben. Man könnte diesen Moment des Übergangs in ein Neues Zeitalter und ein Neues Bewusstsein auch die Geburt des Universellen Menschen nennen, die Geburt des Homo universalis.

Die neue Mutation (Aquarell )

Raumschiff Erde – Quo vadis?

Es ist ein aufregender und spannender Moment für die Mannschaft / Menschheit im Raumschiff Erde. Das Raumschiff ist gut ausgestattet. Es hat jedoch keinen Notausgang, was bedeutet, keiner kann aussteigen. Wir sitzen alle in demselben Boot. Buckminster Fuller schreibt, dass es keine Bedienungsanleitung für das Raumschiff gebe (Buckminster Fuller „Spaceship Earth“). Niemand anderes als wir selbst, jeder Einzelne und die Menschheit als Ganzes, sind die Bedienungsanleitung. Wir tragen sie als Potenzial in uns. Lernen wir also unseren Beipackzettel bzw. unsere Gebrauchsanweisung kennen und gut zu lesen. Die Zeit und auch alles materiell Erreichte rinnt uns durch die Finger. Die Zeit erfordert einen Sprung, schnelle Veränderung, ständiges Bewegen und Fließen. Wer sich verantwortlich, gerufen & berufen fühlt, steigt ein, sagt ja zu seiner Berufung und seinem schöpferischen Mitwirken zur Erneuerung. Es ist keine Zeit zum Zuschauen oder passiven Genießen des Erreichten.

In einer Zeit, wo die Ressourcen zu Ende gehen, wo Erde & Menschheit ersticken, brauchen wir dringend eine andere Seins- und Lebensweise. Und wir brauchen eine neue Art von Mensch, der für das Überleben unserer Art von entscheidender Bedeutung sein wird. Für den nächsten Entwicklungsschritt werden Wesen gebraucht, die ernsthaft auf dem Weg sind, ihr göttliches Selbst, ihre wahre Essenz, zu verwirklichen, deren Seelen kraftvoll und schön in ihrem eigenen Licht schwingen und auf den evolutionären Impuls mit Freude reagieren.

Das Leben winkt, das Raumschiff wackelt und eiert, braucht unsere kreativen Fähigkeiten, unser schöpferisches Mitwirken, unsere Unterstützung. Viele von uns befinden sich bereits seit Jahrzehnten in dieser Entwicklung und steuern mit ihren Erfahrungen und Fähigkeiten bei. Um den Neuen Menschen und sein Potenzial zu verstehen, brauchen wir die Küstler und Visionäre, die uns helfen, uns den Homo universalis vorstellen zu können, wie er sich zeigen könnte, woran er erkannt werden kann. Wie stellt er sich im Internet dar oder im täglichen Erleben? Was wir ihn hervorlocken und auf den Plan rufen? Wovon fühlt er sich angezogen?

Das Einsteigen und bewusste kreative Mitwirken für diesen evolutionären Schritt ist kein Muss, sondern eine Einladung, eine Wahl, die jeder selbst treffen kann. Jeder Mensch der Spezies Homo sapiens hat die Freiheit und Möglichkeit, ja oder nein zu seiner geistigenEntfaltung zu sagen. Es wird allerding attraktiver sein, den universellen Menschen in sich zu entdecken… Zur Aktivierung und Etablierung der Wassermann-Energie auf dem Planeten werden Menschen gebraucht, die ihr niederes Selbst (ihre Persönlichkeit) überwunden, d.h. bei vollem Bewusstsein entsubjektiviert haben und ihr Glück darin finden, inspirierend und kreativ für das Kollektiv zu wirken. Mit diesem Dienst am Ganzen tauchen sie ein in das Einheitsbewusstsein der Fische und die All-Liebe Neptuns – so wie der einzelne Wassertropfen in den großen Ozean.

Pforte der Transzendenz (Aquarell)

Der universelle Mensch – Ruf & Berufung

Im Zeitalter des Wassermanns werden neue Berufe und Berufungen entstehen. Die Coronakrise wird für diese Entwicklung ein machtvoller Verstärker sein. Der neue universelle Mensch steht mit seinem Herzen mit der ganzen Schöpfung in Verbindung, vom Mineral über die Pflanzen- und Tierwelt bis zu den Naturgeistern und Sternenwesen. Wo das Herz spricht und der Geist empfänglich ist, wird es keine Verständigungsschwierigkeiten geben.

Wir brauchen Menschen mit einzigartigen Fähigkeiten, Bewusstseins- und Zukunftsforscher, Netzwerker, Wissenschaftler und Informationstechniker, Heiler und Psychologen, Ernährungs- und Gesundheitsberater, Philosophen, medial veranlagte Menschen, die als Botschafter und Sprecher für diejenigen Wesen agieren, mit denen der Mensch die Kommunikation verlernt hat, wie Tiere, Naturgeister und Elementargeister, Engel, Sternenvölker, Planeten und Sterne.

Woran erkennen wir unsere wahre Berufung und den Impuls der Evolution? An der Freude und inneren Erregung, wenn wir den inneren Ruf vernehmen und uns angesprochen fühlen… wenn wir freudig ja sagen…. an unserer Begeisterung und Inspiration… wenn das Herz Sprünge macht und uns die Ideen zufliegen… wir wir die Tendenz zu mehr Liebe und den Drang nach Kreativität verspüren… das Verlangen nach einer Gemeinschaft haben, in der wir uns alle mit dem schöpferischen Geist verbinden und einen gemeinsamen Sinn entdecken, uns gegenseitig fördern und wertschätzen… wenn wir jemanden finden oder gefunden haben, dessen Kreativität sich mit unserer verbindet. Das ist eine aufregende Angelegenheit, die allen gut tut.

In einer kreativen Gemeinschaft, in solchen kreativen Beziehungen können wir fast alles tun, und unserer schöpferisches Potenzial wird sich vervielfachen. Da brauchen wir nicht im Außen nach politischen Führern zu suchen. Im Außen, inder alten Ordnung, dem alten System, geht es immer nur um Gewinn & Verlust, Dabei gibt es Größeres als Gewinn & Verlust, mein & dein! Öffnen wir unser Bewusstsein für neue synergetische Systeme, wo Menschen und Gruppen zusammenwirken und eine neue Ordnung kreieren.

Woran erkennen wir, dass wir im falschen Beruf oder in einer falschen Beziehung feststecken? Wir erfahren keine Freude, keine innere Erregung, erfahren unser Leben / unsere Beziehungen / unseren Beruf als sinnlos, unerfüllt, krank machend oder gar lähmend. Wir fühlen uns unglücklich. Wir stecken fest in funktionierenden Beschäftigungen und Beziehungen – allein aus niederen persönlichen Beweggründen, wegen persönlicher Sicherheit und entsprechenden Verpflichtungen, aus Angst vor Veränderung, vor dem Alleinsein, aus Unwissenheit oder Trägheit.

Der Homo universalis ist eine neue Projektion des schöpferischen Geistes. Ihm wohnen alle Fähigkeiten für den notwendigen evolutionären Schritt inne. Er strömt aus dem ursprünglichen oder kosmischen Ganzen hervor, ist weder das Produkt irdischer Ahnen und Stammbäume, noch einer lokalen Kultur oder rassischen Tradition. Diese neue Mutation ist vollkommen frei von der Trägeit menschlicher Vergangenheit und überlieferter Wertmaßstäbe.

Mitwirken und Zusammenwirken / Ko-Kreation und Synergie im Horoskop

Jeder Mensch trägt innovatives, schöpferisches Potenzial in sich. Frage dich:

Was ist das Neue in dir, das jetzt heraus will?

Was ist das Neue, das dir gerade geschieht?

Wo begegnet dir gerade Neues?

Wo entsteht Neues durch dich, mit dir?

Schau in dein Horoskop, in welchem Haus der Wassermann beginnt, wo die Konjunktion von Jupiter/Saturn (1° Wassermann) steht. Hier liegt dein großes schöpferisches Potenzial, das du JETZT einbringen und aktivieren kannst. In diesem Bereich (Haus) wirst du gerufen, bewusst einzusteigen in das Raumschiff Erde, dich auf den heißen Stuhl zu setzen und gemeinsam mit vielen anderen für den Fortbestand des Planeten und der Menschheit zu sorgen und eine neue Ära einzuleiten. In diesem Bereich ist deine schöpferische Mitarbeit erwünscht – freiwillig. Hier kannst du sehen, hören und verstehen, wer du wirklich bist, kannst dein ganzheitliches Selbst zu strahlender Entfaltung bringen und deinen Blick für die notwendige Evolution schulen.

Evolution oder Vergessenheit

Quo vadis – Terra X? Es liegt in unserer Hand, ob Menschheit & Planet Erde eine Zukunft haben oder in Vergessenheit geraten. Evolution oder gar De-Evolution. Evolution heißt positive Weiterentwicklung des Lebens auf diesem Planeten im Einklang mit den großen kosmischen Rhythmen. Es bedeutet mehr Freiheit des Menschen durch eine neue Beziehung zum Universum, durch eine gemeinsame Beziehung zum Schöpferischen. Es bedeutet eine biologische und physikalische Veränderung von Materie und Zellen, das Erschaffen einer neuen Welt, in der die Bedürfnisse aller Menschen zu 100 % erfüllt werden. Dazu gehört das Abschaffen von Armut, Krieg und Ausbeutung – während Liebe, Mitgefühl und fürsorgliche Mitverantwortung zu den Qualitäten der neuen Menschheitsdiener zählen, die die Evolution hervorbringt.

  De-Evolution heißt Zusammenbruch, Zerstörung, biologisch und physikalisch, heißt Stillstand, Ignoranz, Klimakrise, Umweltzerstörung, gegeneinander kämpfen in Kriegen, Entfremdung, Respektlosigkeit gegenüber anderen Lebensformen. Beide Tendenzen sind derzeit gut erkennbar. Evolution ist immer ein Angebot, kein Zwang. Lernen wir, die richtigen Fragen, das heißt gezielte evolutionäre Fragen zu stellen. Und wir werden erfahren, wie wir vom Leben direkte Antworten erhalten. Uralte, evolutionäre Fragen sind zum Beispiel:  

Wohin gehen wir als Menschheit? Wozu entwickeln wir uns? Was geschieht mit unserer menschlichen Spezies? Welche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung haben wir jetzt? Was kann ich tun, dass sich durch mich Neues manifestiert?   Jeder kann sich selbst fragen und die Fragen beantworten oder das Thema mit anderen diskutieren, üben und erproben oder einmal das I Ging befragen.  

Was mag grundlegend sein für ein universelles spirituelles Bewusstsein? Hier ein paar Anregungen:   –   Ein offenes Herz. Unser Herz als Bezugspunkt. –   Ein überzeugender Optimismus als Wahl. Ich entscheide mich, strahlend, engagiert, frohlockend und positiv zu sein. Mir stehen alle Türen offen und die besten Ergebnisse können erzielt werden. –   Die Praxis, in jedem Moment vollständig präsent zu sein; nicht nur teilweise. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas, das gezielt eingeübt und gepflegt werden kann. –   Kein Urteilen über die Unterschiede in anderen, sei es Religion, Rasse, Fähigkeiten, Vorlieben und über alles, was nicht wie ‚ich’ ist oder nicht so will, wie ‚ich’ es will. –   Das Geheimnisvolle (Mystische) in unserem Leben aktiv zulassen. Das Akzeptieren des Nichtwissens ist Teil einer spirituellen Erfahrung. –  Leichtigkeit, Kreativität und Freude. Ein leidenschaftliches Verlangen nach schöpferischer Betätigung und dem Ausprobieren neuer Lösungen für alte Probleme. Jeder trägt den Impuls zur Kreativität in sich, möchte die Freude des Teilens, wie die Freude über das Entdecken des gemeinsamen Sinns erfahren. Meine Einzigartigkeit ist mein Beitrag zum Schöpferischen, zur Mitschöpfung. –  Dem schöpferischen Impuls bedingungslos vertrauen und sich von ihm führen lassen. Dann gelangen wir in einen Zustand des Fließens, die Arbeit, die wir lieben, wird anerkannt. Damit belohnen wir uns selbst.  –   Der Impuls zur Evolution. Der Impuls zu geben, zu helfen, andere zu unterstützen, für den Planeten zu sorgen. Sich als Teil eines größeren Ganzen zu fühlen, sich verbunden zu fühlen, stärkt unseren Geist und gibt uns Sinn.  

Ich wünsche euch noch inspirierende Raunächte

und eine gute Intuition, dass ihr den evolutionären Ruf in euch hört….

eure Sundra

Wassermann oder Fische-Animus

 

Neumond im Schütze mit SOFI am 14.12.2020

Neumond 14.12.20 17.17 h für Berlin

Die Sonnenfinsternis ist zwar in Europa nicht sichtbar, dafür aber wirksam. Auf der politischen Bühne sind Donald Trump (Mond) und Angela Merkel von diesem Neumond plus Sonnenfinsternis betroffen. Bei Angela Merkel fällt sie ins 1. Haus zwischen Schütze-Aszendent und Schütze-Mars, bildet ein gradgenaues Trigon zu ihrem Löwe-Pluto im 8. Haus (Wandlungspotenzial), ein exaktes Sextil zu ihrem Waage-MC in Konj. Neptun. Insgesamt hat die Kanzlerin sechs Planeten und zwei kardinale Punkte auf 23°-26° stehen, die alle von der Finsternis betroffen sind. Hinzu kommt noch der Pluto-Transit in Opposition zu ihrer Krebs-Sonne (25°).

Jeder kann in seinem Geburtshoroskop nachschauen, in welches Haus dieser Neumond plus SoFi auf 24° Schütze fällt. In diesem Lebensbereich wird etwas Neues im Bewusstsein initiiert, nicht ohne dafür zu sorgen, dass die bisherige, nicht mehr angemessene Form oder Vorgehensweise dem Chaos verfällt und sich auflöst.

Die Schütze-Energie steht für Synthese und geistiges Streben, für die Suche nach dem Sinn und höheren Zielen, für die Entwicklung von Sternenweisheit und Intuition, Weitsicht und Vision. Wird hier die geistige Dynamik und Schwungkraft gebremst, gestaut, geleugnet oder reglementiert, entspricht das einer Verdunkelung des Lichts. Dann versperrt sich der Mensch den Zugang zu seiner inneren Weisheitsquelle und seinen geistigen Erneuerungskräften, verfällt der Dunkelheit, Depression oder dem Wahn-Sinn.

Der Neumond findet im Feuerzeichen SCHÜTZE statt, wir haben hier ein Stellium von drei Planeten und dem südlichen Mondknoten. Im 6. Haus finden diese starken Feuerimpulse des Wachstums, der freudvollen Bewegung, Expansion und Orientierung schwierige existenzielle Bedingungen vor, müssen sich anpassen, unterordnen, was sie nicht immer wollen und können. Gefühle und Impulse werden gestaut, der Druck von „oben“ und „innen“ (Fische-Neptun 10. Haus) wird als schmerzhaft und stark empfunden. Die so genannte Pandemie und entsprechende neue Gesetze reduzieren die Teilnahme am Leben auf drastische Weise: Mund- und Nasenschutz, Kontakt- und Reiseverbote, soziale Ausgrenzung, Quarantäne, Schließung von Schulen, Kitas und Betrieben… Verzicht auf Bildung, Kultur, Berufsausübung und Einzelhandel… Gefühle stauen sich und brechen immer wieder hervor: Angst, Trauer, Leid, Wut und Frust. Nicht nur beim Volk (Mond), auch bei den Gesetzesgebern und der Regierung (Saturn).

Und bei alledem ist ein Ende, eine Lockerung oder Lösung dieser Krise nicht in Sicht. Die Situation erscheint hoffnungslos. Das zeigt auch der Neptun in den Fischen oben im 10. Haus (Bestimmung, Berufung, höchstes Ziel…). Wo doch der Schütze das Zeichen der Hoffnung, der Visionen und frohen Botschaft ist. Welcher Vision folgen wir jetzt? Welches Ziel streben wir an? Aus welchem Quell schöpfen wir Lebensmut, Zuversicht und Kraft für ein Weiterleben? Etwa aus der unendlichen Wissensflut von Nachrichten, Zahlen und Statistiken? Aus den Versprechungen der Pharma-Industrie auf ein Wundermittel, einen Impfstoff?

Eines ist sicher: Suchen wir im Außen nach Orientierung, finden wir nur Täuschung, Chaos, Unsicherheit und Verwirrung. In den Gesetzen und verordneten Maßnahmen der Machtinhaber finden wir weder Sinn, noch Lösungen, noch Kraft für ein Weiterleben. Doch wir können unsere Aufmerksamkeit auf das innere Leben, auf unsere Gefühle, Ahnungen und Träume richten. Statt nach außen, können wir die Reise nach innen antreten und unsere eigene Weisheitsquelle anzapfen, uns auf die Suche machen nach dem, was beständig und unzerstörbar ist, nach dem geistigen „Wasser des Lebens. Wir können die im Dunkeln schlummernden Schätze (aus den Wasserzeichen und -häusern) ans Licht holen.

Ist es möglich,

dass man trotz Erfindungen und Fortschritten,

trotz Kultur, Religion und Weltweisheit

an der Oberfläche des Lebens geblieben ist?  (Rainer Maria Rilke)

Der Alte der Tage (Aquarell)

Für Deutschland(Berlin) ergibt sich ein Aszendent von 14° Krebs und damit auch eine Konjunktion mit dem Fixstern Sirius. Das Sabische Symbol für diesen Tierkreisgrad lautet:

„Ein sehr alter Mann blickt zu einem riesigen, dunklen Raum im Nordosten.“

Ähnlich könnte man auch den Fische-Neptun im 10. Haus interpretieren, ein Nichts und Niemand, die große Leere, das TAO, die unveränderliche Wirklichkeit als letztes Ziel oder menschliche Bestimmung. Der Archetyp des weisen Alten (in der Kabbala ist es „der Alte der Tage“) steht für eine sich selbst erhaltende Kraft, für Furchtlosigkeit und Mut, der ersten und einzigen Wirklichkeit zu begegnen, der großen Leere und scheinbaren Dunkelheit, die in Wahrheit ein intensives Licht ist. Der Alte lebt in uns als ursprünglicher geistiger Zustand, als Realität jenseits von Werden und Vergehen, Tod und Geburt. Hinter allen äußeren Erscheinungen besteht ein unermesslicher Raum in unserem Innersten als höchste, uralte Weisheit.

Auf der Ekliptik steht der Fixstern Sirius aus dem Sternbild Großer Hund bei 14° Krebs. Seine Mars-Jupiter-Qualität (feurig, aktiv) begünstigt Ehrgeiz, Eifer, Hingabe, Leidenschaft, Erfolgsstreben und Aufstieg unter Anstrengung und Gefahren. Steht Sirius am Aszendenten und geht – wie hier in Berlin um 17.17 h – mit dem unsichtbaren Schwarzmond im Osten auf, verleiht er großen und auch gefährlichen Ehrgeiz, der bei Unachtsamkeit zu Verletzungen führen kann.

Das Sirius-Thema ist und bleibt die ewige Suche (die Quest), das Reisen, Erkunden, Forschen und Entdecken als Bestimmung. Die Geschichte dieses Sterns ist die Geschichte der ägyptischen Isis, die die verstreuten Teile ihres Gatten Osiris sucht… ein tief in der menschlichen Seele verwurzelte Thema… die Suche nach Unsterblichkeit, nach dem ewigen Leben – dem Archetyp Ewiges Leben. Das Einsammeln und Zusammenfügen zu einem Ganzen gehört zu den Stärken der Schütze-Energie.

Die alten Ägypter nannten den Stern Sirius den Glühenden. In ihm glüht ein unsterbliches Feuer der Kreativität. Mit dem Aufgang von Sirius beginnt auch die Suche des Menschen nach der Ewigkeit. Kein Ende wird akzeptiert und mit glühendem Eifer wird das erschaffen, was Fortbestand hat und weiterlebt. Nein, das Bewusstsein der Unsterblichkeit wird nicht neu erschaffen, sondern wird als geistiges Erbe wieder entdeckt.

Sirius bringt am Aszendent zeigt das Potenzial zu großen Taten an: Seine Leuchtkraft vermag das Mundane und Alltägliche zu heiligen, zu weihen und einzubinden in die allumfassende Liebe. Sirius ist der Überbringer einer kosmischen Botschaft, schenkt Glanz, Leuchtkraft und großen Mut, der spirituellen Wirklichkeit ins Gesicht zu sehen: Das, was wir im Außen suchen, ist bereits in uns selbst Wirklichkeit – Unsterblichkeit, Ganzheit, Vollkommenheit, Alles… Isis, die Geistseele, ist bereits vereint mit ihrem Gatten Osiris, dem kosmischen Bewusstsein. So wie auch Shiva & Shakti niemals getrennt sind. Die Gefahr bei dieser herausragenden Stellung am Aszendenten ist der Ehrgeiz, die Dinge zu schnell voranzutreiben. Die scheinbar unbedeutende Handlung eines Einzelnen kann zu katastrophalen Auswirkungen auf das Kollektiv führen.

Schauen wir uns die Neumondkonstellation und die Aspekte, die empfangen werden, genauer an:

Drei Vögel (Aquarell)

Beim Symbol von 24° Schütze sitzt ein „Blauvogel“ – ein „Hüttensänger“ – auf dem Tor eines Landhauses. Der Hüttensänger ist ein Glückssymbol und Zeichen dafür, dass in diesem Haus bzw. in diesem Bewusstsein Frieden und Glück wohnen. Vögel repräsentieren geistige Kräfte, und die blaue Farbe weist auf große Seelenruhe und Weite, spirituelles Denken und innere Gelassenheit.

Im 6. Haus (einem Erdhaus) müssen wir uns mit unseren Unzulänglichkeiten, Schwächen und Ängsten befassen. Schlimmstenfalls werden wir mit Krankheiten und unserer Sterblichkeit konfrontiert. Wir werden herausgefordert, die Krise zu meistern, Erfahrungen der Niederlage und Unvollkommenheit anzunehmen, umzuwandeln, das richtige „Heilmittel“ zu finden. Psychisch und mental experimentieren wir mit unseren Grenzen.

Mit dem Feuerzeichen Schütze im 6. Haus wollen wir keine Korinthen zählen, keine Statistiken verfolgen und Versprechungen hören, unserem Geist keine Fesseln anlegen. Der Neue Mond schenkt uns die Schütze-Energie als Heilmittel: den Blick über den Tellerrand, in die Ferne, zum Horizont und darüber hinaus. Wir haben es in der Hand, ob wir uns mit dem vergänglichen, sterblichen Körper identifizieren oder mit dem göttlichen Bewusstsein, dem ewigen Licht. Wollen wir ungeprüft übernommenen Gedankenmustern Glauben schenken oder werden wir jeden stressigen Gedanken auf seinen Wahrheitsgehalt prüfen und hinter uns lassen wie ein abgelegtes Kleidungsstück? Wir tun jetzt gut daran, uns selbst und anderen nichts zu glauben, jeden Gedanken auf seinen Wahrheitsgehalt zu hinterfragen. Bauen wir lieber Vertrauen auf.  

Auf dem Weg zu diesem Neuen Bewusstsein gehen viele Menschen als Pioniere voran und lassen uns teilhaben an ihren Erfahrungen, Wandlungen und Visionen. Wir alle sind auf der Reise in die unbekannten Tiefenbereiche der Seele, und auf diesem Weg zu unserem wahren Einen Selbst wird auch unsere Gegenwart in die rechte Perspektive gerückt. Wir können nicht mehr enttäuscht, gelinkt oder fehlgeleitet werden, denn wir haben die Verbindung mit unserem wahren Lebensgrund wieder aufgenommen, Herz und Bewusstsein sind offen für das Ursprüngliche und Wahre.  

Vision in den Anden (Aquarell)

Der engste Aspekt des Neumonds ist die Konjunktion von Merkur und Südknoten im Schütze. Er zeigt, dass die Kräfte des Alten und Gewohnten, der materiell-körperlichen Sichtweise und des alten Denkens massiv sind, dass sie sich jedoch allesamt dank Merkur im großen alchemistischen Kessel der Transformation einer Wandlung unterziehen. Wir sollten auch unseren „eigenen“ Gedanken keinen Glauben schenken (sofern es so etwas wie „eigene“ Gedanken überhaupt gibt).

Der nächste Aspekt ist das Halbsextil (30°) zu Pluto (grün)im 7. Haus der Begegnungen. Dieser zeigt die Wandlungsbereitschaft und das Bedürfnis, neue Sichtweisen einzunehmen, zu lernen, zu lesen und sich zu informieren. Die Menschen sind bereit für den „kleinen Denkschritt“, der zu einer großen Wandlung führt.

Pluto auf  24° Steinbock hat als Symbol: „Eine Frau tritt in ein Kloster ein“.

Auf dieser Stufe verpflichtet sich die Frau / die Seele / das empfängliche Bewusstsein völlig an ein transzendentes Ziel. Das Leben ist für die Seele unbefriedigend und sinnlos, solange sie keine Verbindung zu dauerhaften Werten aufbaut und pflegt. Es wird hier ein WEG jenseits des alltäglichen Lebens mit seinen bekannten Verhaltens- und Beschäftigungsmustern gezeigt, der ebenfalls einen sozialen Wert hat – der des Mönchs oder der Nonne und in Indien der des Sannyasins oder Yogis. In Indien galt dieser Weg des Wandermönchs oder Heiligen als ein Höhepunkt des gesellschaftlichen Prozesses.

Mit der Schütze-Energie erhält der Mensch Einblicke in seinen inneren Kosmos, die ihm zeigen, dass er als Persönlichkeit für sich genommen ein NICHTS ist und dass er sich nur finden kann, wenn er auf irgendeine Weise Teil des alles umfassenden Selbst wird. Alle Talente und Fertigkeiten des Menschen sind nur sinnvoll, wenn sie in den Dienst des Ewigen gestellt, d.h. der höchsten Wirklichkeit geweiht werden. Wie viele Menschen kennen bereits die unwiderstehliche Kraft einer echten inneren Vision! Und sie tun, was immer sie tun müssen, um sich und ihrer Vision treu zu bleiben!

Pluto im 7. Haus zeigt die intensive Suche nach geistiger Nahrung und einem Bewusstsein, das „die Welt“ übersteigt, transzendiert… nach einem friedvollen Weg, inmitten der Gemeinschaft einen geistigen Weg zu verfolgen und zu verwirklichen. Damit offenbart sich ein Wandlungspotenzial, das sich selbst überwinden kann, das den Weg der Wunschlosigkeit, Entsagung und Askese gehen kann.

Das Symbol des Klosters steht für den Rückzug ins eigene Innere (siehe auch Nördlicher Mondknoten im 12. Haus und Fische-Neptun im 10.Haus), für Selbstüberwindung, Entsagung, Verschmelzung mit Gott. Für den nächsten Mondzyklus wird jeder, der ernsthaft sein Inneres erforscht, sich selbst und seiner lebendigen Weisheit treu bleibt und sich vom gegenwärtigen Chaos keine Furcht suggerieren lässt, mit liebevoller Unterstützung, innerer Stabilität und beglückenden Visionen beschenkt. Das verheißt schon der blaue Vogel auf im Seelenhaus.

Bewusstseinspfade (Aquarell)

Das T-Quadrat zwischen den Mondknoten, Sonne/Mond/Merkur zu Neptun bildet ein großes Leistungs-Dreieck (rot). Aufgrund einer starken inneren Spannung / Zerrissenheit zwischen alten Gewohnheiten und Sichtweisen (Schütze Südknoten) und dem Vertrauen in das noch Unbekannte (Nordknoten in 12) erhoffen sich die Menschen Unterstützung, Hilfe und Lösungen von ihrer Regierung und deren Erfüllungsgehilfen, den wissenschaftlichen Experten. Sie bekommen jedoch nur Chaos, Verwirrung und Angst zurückgespiegelt.

Positiv schenkt Neptun großes Mitgefühl, selbstlose Hilfsbereitschaft, psychisches Feingefühl und eine immense Sehnsucht nach Einheit und mystischem Bewusstsein. Als Endergebnis und Bestimmung repräsentiert er bestenfalls spirituelles Erwachen. Doch so etwas hat bei uns ja keine Bedeutung, was aber nicht heißt, dass es nicht stattfindet. Die Kehrseite heißt Täuschung. Wir täuschen uns bezüglich unserer Identität  und Wahrnehmung. Auf einen klaren Verstand können wir uns jetzt keinesfalls verlassen. Am besten kommen wir bei diesem Schwebezustand des Übergangs noch mit Vertrauen in eine innere geistige Führung zurecht. Negativ wirkt sich das Neumond-T-Quadrat zum Neptun als Verblendung, Selbsttäuschung, Lüge, Verschleierung aus und verursacht Auflösung und Chaos.

Die spirituelle Neptunenergie im Spannungsaspekt zu Sonne/Mond/Merkur im 10. Haus der Berufung und Selbstverwirklichung. Was kann das bedeuten? Wie kann das ersehnte Traumziel oder die Sehnsucht nach allumfassender Liebe und spiritueller Lebensführung verwirklicht werden? Haben wir eine Regierung, deren Vertreter in selbstloser und edler Gesinnung zum Wohle aller Menschen handeln? Ein neptunischer Status kann wohl eher den Karriere- und Statusverweigerern, Aussteigern, Besitz- und Machtlosen zugeschrieben werden, die sich auf ihren Nicht-Status nichts einbilden, denen man keine Angst einjagen kann, die man mit Strafen wie Hausarrest und Quarantäne, Entsagung, Konsumverzicht, Reise- oder Versammlungsverbot nicht beeindrucken kann, da es ihnen um Menschlichkeit, selbstlosen Dienst und das Ideal der göttlichen Liebe geht.

Alle Menschen verspüren den Wunsch nach Einheit oder tragen eine tiefe, unerfüllbare Liebessehnsucht in ihrem Herzen. Jeder verspürt ein religiöses Urgefühl, das ihn veranlasst, sich einem unerkannten höheren Prinzip hinzugeben, das für ihn der Inbegriff göttlicher Liebe ist. Wir dürfen wohl behaupten, dass das Ideal christlicher Nächstenliebe – unabhängig von jeder Konfessionsform – noch nicht erreicht ist. Neptun in dieser Neumondposition erzeugt den Wunsch nach Bhakti, nach religiöser Hingabe und mystischer Verschmelzung. JETZT darf jeder auf seine eigene Visionssuche gehen und sein unsterbliches Potenzial entdecken! Wer es nicht tut, läuft Gefahr, getäuscht zu werden und Illusionen aufzusitzen.

Wer jedoch Macht um der Macht willen sucht oder gesucht hat, wird schon sehr bald aus seiner Pseudo-Machtposition fallen und seine angemaßte Autorität verlieren.

Dann gibt es noch das Trigon (blau) vom Widder-Mars aus dem 11. Haus.

Symbol 21° Widder: Ein Boxkämpfer betritt den Ring. Yin und Yang im Wechselspiel

Der kämpferische und tatbereite Mars im Widder, dem sich in den letzten sehs Monaten das mächtige Steinbockaufgebot von Jupiter, Saturn und Pluto immer wieder in den Weg gestellt hat, wird nun an Weihnachten einen letzten Schlagabtausch mit Pluto haben. Nun wird sich zeigen, in welchem Maße die wilden Durchsetzungskräfte gemeistert werden, ob sie der bewussten Selbstkontrolle und Verantwortung unterliegen. Oder ob weniger kultivierte Egomanen die Kraft weiterhin für ihre groben Machtkämpfe, Egospiele und impulsive Anfeindungen missbrauchen. Mars-Pluto hat eine gehörige Portion verdrängter Wut im Bauch, die plötzlich wie ein Vulkanausbruch unkontrolliert und impulsiv herausschießt.

Die tatgewaltige Marsenergie kommt aus dem 11. Haus und will hier natürlich über sich selbst, seine Freizeit, seine Aktivitäten mit Freunden und seine Wünsche bestimmen. Was sinnvoll und gesund ist oder nicht, will er sich nicht vorschreiben lassen, ebenso nicht, ob er Freunde und Bekannte treffen, Seminare, Partys oder Demos besuchen darf. Wer diese Kräfte verbieten oder reglementieren will, muss mit großem Widerstand und roher, massiver Gewalt rechnen.

Mars kann in dieser Konstellation (Mars-Pluto-Sonne/Mond/Südknoten) auch die Vorgehensweisen bestimmter Machtinhaber ans Licht bringen, wie sie die Hilfsbereitschaft von Menschen für ihre Mitmenschen/Kollegen ausnutzen und missbrauchen. Ich denke da an das Krankenhauspersonal und viele andere Helfer, die wegen ihres Einsatzes während der Corona-Krise erst als Helden gefeiert wurden und dann in ihrer Erschöpfungsphase leer und ausgebrannt ohne spürbare konkrete Wertschätzung im Stich gelassen wurden.

Mars und Pluto liefern ein gewaltiges Potenzial zur Transformation. Sie verfügen über eine rebellische Energie, sich gegen die Repressalien in der Gesellschaft aufzulehnen, helfen dabei, falsche Autoritäten zu entlarven, dunkle Machenschaften und verdrängte ideologische Haltungen aufzudecken und zu bereinigen. Wenn das anonyme Böse und Unrechte aufgedeckt und beim Namen genannt wird, nimmt man ihm damit seine Macht und Kraft, macht es unschädlich. Die Konstellation schenkt die Aufdeckungskraft, sich gegen zwanghafte Über-Zeugungen und fremde Sozialprogramme mit ihren ansteckenden Programmviren zu wehren – mögen sie Scharlach, AIDS, Schweinegrippe oder Corona genannt werden… und das „Rumpelstilzchen“ beim Namen zu nennen…

RUMPELSTILZCHEN (Öl)

Der letzte Aspekt zum Neumond mit SoFi kommt von Uranus, ein Anderthalbquadrat (135°), ebenfalls aus dem 11. Haus der Freunde, Wahlverwandtschaften und lebensbestimmenden Ideale. Das heißt, dem elften Haus werden die Eigenschaften des elften Tierkreiszeichens zugeschrieben: des visionären, humanitären und zukunftsorientierten Wassermannes. Hier ist es unsere Aufgabe, uns mit anderen zusammenzuschließen, um dem Wohl der Gemeinschaft zu dienen und sich gegenseitig bei der Selbsterneuerung zu unterstützen. Denn jede Neuerung, und jede Revolution, jeder erste Schritt beginnt als ein schöpferisches Konzept.

Symbol von Uranus 8° Stier:Ein Schlitten auf schneeloser Erde.“ –  Zauberkraft, Magie, Imagination… Hinübergleiten in eine Neue Zeit … zukunftsorientierte Imagination… Voraussicht … Vorbereitungen treffen für eine zukünftige Situation…  

Schnee ist für ein Gleiten auf der Erde nur dann nötig, wenn man keine Phantasie hat. Im ägyptischen Totenbuch wird der Schlitten für Übergänge in transzendente Bereiche gebraucht – ähnlich dem Fliegen. Das Symbol ist eine Aufforderung, sich im Umgang mit den Problemen des Alltags der Vorstellungskraft und Magie zu bedienen Jeder Moment – mag er noch so aussichtslos erscheinen – birgt ein Potenzial, ebenso ist dem Bewusstsein oder Geist nichts unmöglich. Der Wille des kosmischen Selbst ist von äußeren Umständen unabhängig. Bewusstsein hat jederzeit und überall die Kraft, ein Leben nach der prophetischen Vision eines Pioniers zu gestalten. 

URANUS steht auf diesem Grad eng zusammen mit Lilith, der urweiblichen Kraft.

Lilith 7° Stier: „Die Frau aus Samaria am Brunnen“

Dieser urweiblichen Energie offenbart sich der göttliche Geist, der Sohn Gottes, der Messias – und nur diesem weiblichen Bewusstsein, da es der alten Ordnung und den traditionellen Bindungen nicht angehört, da es sie im Namen der Liebe zurückgewiesen hat. Rudhyar schreibt dazu:

„Die schöpferische Zukunft steigt zuerst zu dem hernieder, was Chaos geworden ist. Eine alte Ordnung ist niemals offen für eine neue Offenbarung, bevor sie nicht die Unordnung im Namen dessen angenommen hat, das sich allen Formen der Ordnung unterwirft und diese übersteigt: die Liebe.“

Ein spannungsreiches Anderhalbquaderat verbindet Uranus und Lilith mit dem Stellium im Schütze (Sonne-Mond-Merkur). Es stellt eine große Herausforderung und Lernaufgabe für alle „Ichs“ dar, die sich aufgrund ihres Nicht-Wissens mit dem Körper identifizieren, deren Bewusstsein hartnäckig auf dem materiellen Aspekt beharrt und keine andere Realität gelten lässt. Für die meisten ist es ein Thema, das ihnen Angst macht und das sie mit dem Tod in Verbindung bringen. Zu Recht, denn ohne den Tod des Egos, der vergänglichen, sozialen Persönlichkeit, gibt es kein Auferstehen im unsterblichen geistigen Leib.

Das Symbol des Brunnens führt auch zum alchemistischen Merkurbrunnen, dem vas hermeticum, in dem die Wandlung geschieht. Eine Metapher für den Seelengrund als ein Gefäß, in dem sich das göttliche Wasser oder  das finstere Meer, oder das Chaos befindet.  Als Archetyp steht der Brunnen für Heilung, Verjüngung, ewiges Leben oder seelische Wiedergeburt. Er ist das sprudelnde Urbild des Lebendigen, der Urschoß, aus dem der Mensch schöpft.

Möge der „Blaue Vogel“ all jenen Segen schenken, die sich selbst gegenüber aufrichtig sind. ich wünsche allen ein glückliches Zuhause!

Eure Sundra

Ewiges Leben (Aquarell)