Zeit des Erwachens

Rotes Schloss (EingeschlossenesRot, Öl auf LW)

Namaskar – geliebtes gespiegeltes Selbst

Seid willkommen, erste Stunden des Neuen Jahres … durchtränkt von den Eingebungen der Raunächte … leer und still… erfüllt von allem. Da ist ein Weg für die Menschen: Erwachen. Vollkommenes Verstehen.

Vollmond 30.12.2020 4:28 h MEZ Berlin

Wie versprochen, ergänze ich hier meine Betrachtungen zum VOLLMOND vom 30.12.2020. Wie den meisten bekannt sein mag, kann die Mondknotenachse im individuellen Horoskop als Wegweiser für den Entwicklungsweg herangezogen werden. Auch in Ereignishoroskopen – wie Neumond, Vollmond, Zeichenwechsel von Planeten etc.) offenbaren die beiden Mondknoten die weisenden und führenden Kräfte des Schicksals und der Bestimmung, nicht für ein Individuum, sondern für alles Leben auf diesem Planeten – so auch für die Menschheit. Sie zeigen das Woher (Südknoten) und Wohin (Nordknoten) in Bezug auf die Entwicklung. Die gegenüberliegende Stellung von Nord- und Südknoten enthält die Möglichkeit der Erkenntnis, dass es keine getrennten „Ichs“ gibt, sondern alles Leben ein Ganzes, ein größeres Selbst ist. Der Nordknoten beinhaltet den Impuls zu Wachstum und Weiterentwicklung Er offenbart eine noch neue, unbekannte Erfahrung, zeigt die Richtung, in die es geht. Hier machen wir Fortschritt durch Bemühungen, öffnen uns für die Erfahrung von Ganzheit und Integration.  Der Südknoten bezieht sich auf die Vergangenheit, auf Gewohntes, Bekanntes, Vertrautes, das uns leicht fällt, das keine Mühen erfordert, bei dem wir gerne bleiben wollen. Hier unterliegen wir leicht dem Wiederholungszwang, stecken in Gewohnheiten und Routineverhalten fest, neigen zu Trägheit und Uneinsichtigkeit.

Was sagt uns die Venus am Südknoten? Hier & Jetzt wird die Menschheit mit ihrer karmischen Vergangenheit konfrontiert, erfährt das Prinzip von Ursache-Wirkung, wird mit den Auswirkungen ihres Handelns oder Nichthandelns konfrontiert. Die aus dem Erdzeichen Stier kommende Venus (Morgenstern) zeigt hier einen Zustand der Selbstsättigung bis Übersättigung an. Es geht um die eigene Absicherung, um den Selbstwert, um Lust, Gewinn und Befriedigung. Im Zeichen Schütze ist der Freiheitsdrang groß bis übersteigert, wird jedoch durch die Jupiter-Verbindung mit Saturn schicksalhaft eingeschränkt. Die aus dem Luftzeichen Waage kommende Venus (Abendstern) zeigt ein Karma mangelnder Nächstenliebe an aufgrund einer zu großen Selbstbezogenheit, Gier und Respektlosigkeit in Bezug auf die Werte anderer Menschen.

Auf die gegenwärtige Notlage auf diesem Planeten bezogen, will mann/frau sich hier nicht anstrengen, auf nichts verzichten, verlässt sich auf andere und glaubt, nicht zuständig zu sein. Trägheit, Faulheit, Bequemlichkeit und Ignoranz dem Schicksal und der Not anderer Menschen und Länder gegenüber sind an der Tagesordnung. Eine Gelegenheit zum persönlichen Wachstum verstreicht hier ungenutzt, lieber flüchtet man in eine Scheinharmonie und hofft auf ‚Normalität‘ als Lösung.

Der Tierkreisgrad von VENUS am Südlichen Mondknoten (19° Schütze), nimmt Bezug auf die Klimakrise, die Umweltzerstörung und das asoziale, lieblose Verhalten der Menschen in Vergangenheit und Gegenwart: „Pelikane, bedroht durch Müll und das Verhalten der Menschen, suchen einen sicheren Ort, um ihre Jungen aufzuziehen.“

Die antike Bedeutung des Pelikans steht für eine sich aufopfernde Liebe, für die Aufopferung der Eltern für ihre Kinder sowie für den Dienst am bedürftigen Menschen. Das geht auf den Glauben zurück, dass der Pelikan seine hungernden Jungen mit dem eigenen Fleisch und Blut füttert, indem er sich mit dem langen Schnabel die Brust aufpickt. Er wird mit Christus verglichen, der sein Leben für die Menschen hingibt. Das Symbol betont die Notwendigkeit einer radikalen Umkehr um 180°. Es geht nicht nur um aussterbende Tier- und Pflanzenarten. Es geht um das Überleben der Nachkommen, der ganzen Menschheit. Die Tiere sind mit einem Instinkt ausgestattet, der ihnen einen sicheren Ort für die Aufzucht ihrer Jungen zeigt. Der Mensch hat dafür die Vernunft. Es scheint, dass der scheinbar zivilisierte, moderne Mensch nicht nur die Luft, die Meere und den Planeten mit seinem Müll verseucht, sondern auch das Denken und Fühlen der jungen Generation. Er handelt weder weise noch vernünftig.

Wo finden wir einen sicheren Raum zum Überleben? Wenn das Leben auf einer Ebene begrenzt ist und nicht mehr sinnvoll erscheint, können wir uns vielleicht auf einer anderen Ebene verwirklichen. Äußere Reisen sind wegen der Verseuchung gefährlich geworden. Wir haben aber die Möglichkeit und Alternative, uns in die Innenwelt zurückzuziehen, mögen auch dort Chaos und Müll vorfinden, die wir zu bereinigen haben. Das Quadrat Mondknoten/Venus zu Neptun in den Fischen betont die Notwendigkeit zum Rückzug, zum Zurückziehen der Sinne von äußeren Reizen, zur Reinigung und Klärung unseres Bewusstseins, unserer Motivationen und unserer Lebensweise. Wir können im Inneren aber auch Kontakt mit einem „Meister“ aufnehmen (Neptun 19° Fische: „Ein Meister unterrichtet seinen Schüler“), ihn demütig um Unterweisung und Aufklärung bitten. Es heißt ja, der Meister kommt in dem Moment, wenn der Schüler bereit ist… Und der Meister kommt in vielen Formen und Verkleidungen.

Ich bin die Göttliche Komödie (Aquarell)

Für uns meist in Form des „Schicksals“ (Saturn). Und wenn wir unser Schicksal, das uns Geschickte, in die Hand nehmen, können wir daran reifen und erstarken, ein Meister unseres Schicksals werden. Vielleicht brauchen wir keinen Impfstoff zur Lösung der Krise, sondern menschliche Vorbilder und Meister, die dank ihrer geduldigen und tiefgründig forschenden Lebensweise und einer tiefen Einsicht in das Ganze wirkungs- und kraftvoll handeln. Unerlöst kann sich der Ruf nach einem Meister, Erlöser oder Führer so zeigen, dass sich die unwissenden Menschen völlig unkritisch irgendwelchen Regeln und Vorschriften unterwerfen und sich durch nichtssagende Belehrungen blenden lassen.

Das Nordknoten-Symbol 19° Zwillinge: „Ein großes, altes Buch, das traditionelle Weisheit offenbart“. Sehr schön. Wir selbst, die Menschen im Raumschiff Erde, sind die Bedienungsanleitung, tragen das uralte archaische Wissen für unser evolutionäres Weiterkommen bereits in uns. Wie oft habe ich von diesem dicken Buch geträumt, von dem jede Nacht eine Seite aufgeschlagen und mir im Traum eine bestimmte Erfahrung oder Lebensaufgabe gezeigt wurde. Schnell wurde mir klar, dass es mein eigenes Lebensbuch ist, das sich mir in Bildern und Symbolen offenbart, Szenen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zeigt, sie miteinander verbindet oder auch Querverbindungen zu anderen Dimensionen und Perspektiven miteinbezieht. Wenn das „Buch“ als Geschenk, Paket oder Energiekapsel auch bereits als kostbare Ressource kollektiver Weisheit in uns selbst liegt, so muss es doch erst von uns „aus-gewickelt, geöffnet und entschlüsselt werden. Wir brauchen Zugang zu dem Code oder Schlüssel, mit dem es zu öffnen und zu verstehen ist. Das alte Wissen kann als eine Art „Saatwissen“ der ganzen Menschheit bezeichnet werden, als planetarer Geist oder Logos, als zugrundeliegende menschliche „Denkschicht“ (die Noosphäre). Es ist unser Erbe und kann in kritischen Zeiten als praktische Anleitung dienen. Hierzu ist der Kontakt zu unseren Wurzeln, unserer wahren Herkunft hilfreich.

Für Deutschland liegt der IC, der Punkt der Herkunft, auf 14° in den Fischen (das ist die Merkur-Stellung bei meiner Geburt 13.3.47) und zeigt „Eine Dame, eingehüllt in eine große Fuchspelzstola„. Von diesem Symbol und auch vom Fuchs und der Farbe Apricot habe ich immer dann geträumt, wenn es um Tarnung ging und ich besonders vorsichtig zu Werke gehen musste. Das heißt auch, Mund halten und nicht zu redselig sein, nicht alle Geheimnisse ans Licht zerren. Hier muss man sehr geschickt vorgehen, um bei anderen keine Aggressionen zu wecken oder Angst unddamit Gewalt zu erzeugen. Das ist mir nicht immer gelungen, da ich auch gerne mit dem Feuer spiele und alles auf eine Karte setze. Doch auf dieser Stufe ist der geistige Wille stark und notwendig, muss sich immer wieder extremen Prüfungssituationen unterziehen und muss durch Scharfsinn undIntellekt geschützt werden. Der schwertgleiche Wille muss im Zentrum verborgen bleiben, darf sich nur in äußerster Not und Gefahr bei einer Bedrohung für das Werk des Ganzen, offenbaren. Dann handelt auch nicht die ortsgebundene Person, sondern das göttliche oder essentielle Selbst.

Mandala „Rhythmus“

Ergänzung zur Konstellation von WEGA und Merkur, die in Opposition zum Krebs-Vollmond stehen, und mit der Sonne zu seiner Erleuchtung beitragen.

WEGA ist der Hauptstern des Sternbilds „Leier“ (Lyra). Nach meiner Erfahrung und praktischen Schulung durch die Sterne selbst versinnbildlicht der siebenzackige Stern die kosmische Lyra. Die Schwingung ihrer Saiten erzeugt die Sphärenmusik, den Hauch der transzendenten Harmonie. Wega – als Hauch des Göttlichen – offenbart unsere Sehnsucht nach einer verzauberten, mystischen Welt. Töne dringen tief in unser Herz ein, versetzen es in Schwingung, verzaubern uns. In der Konjunktion mit Merkur schenkt Wega Visionen, eine überzeugende Stimme und charismatische Ideen. In der Kommunikation geht es darum, den richtigen Ton zu treffen, der die Herzen berühren und die Menschen verzaubern kann. Der Tierkreisgrad von Wega 16° Steinbock: „Jungen und Mädchen in Turnanzügen auf dem Schulhof“ mag ein Hinweis auf den Trainings- und Schulungsaspekt für unseren Geist sein und ein Aufruf, im Team mit anderen zusammenzuwirken, gemeinsam als Co-Creator, Mitschöpfer. Bei Merkur gibt es den Hinweis auf eine Kinderstation im Krankenhaus. Ich spüre hier die Heilkraft von gemeinsamem Singen, die Heilkraft von Mantren, Liedern und Gebeten. Lieder und Klänge haben schon immer der Orientierung, dem Wiedererkennen, der Heilung und dem Gebet gedient. Lieder beflügeln die Seele und unterstützen den Heilprozess. Der Klang kann uns an unseren göttlichen Ursprung erinnern , kann uns die Erfahrung des Im-Einklang-Seins vermitteln und dass wir ein Teil des ewig schwingenden Universums sind. Und jeder Ton kann wie ein herunter gefallener Sternenfunke von WEGA sein, der in uns aufblinkt oder als fallender Lichtschweif einen Bogen über den funkelnden Sternehimmel zieht. Durch WEGA sind wir mit dem Ursprung des Universums verbunden … aus einem Ton ist alles entstanden, und alles ist ein Ton.

Sternenreise (Öl und Eitempera)

Ich wünsche euch eine fröhliche Reise zu den Sternen, einen Ritt auf auf den Lichtstrahlen eurer inneren Sonne, und wenn ihr Wega trefft, lasst euch berühren und kehrt zurück – zur Erde.

sundra

Ein Kommentar zu „Zeit des Erwachens

  1. Liebe Sundra, liebe Menschen,
    Danke 🙏🏽 für diese großartigen Einblicke in die astrologische Konstellation, die uns hier einen neuen Weg des Miteinanders im Wassermannzeitalter aufzeigt, die aber auch den Finger auf karmische Wunden der Menschheit legt, denen wir uns stellen müssen.
    Ich kenne Sundra seit vielen Jahren und ihre vielseitigere Talente als Künstlerin, als Duft-Kompositeurin ätherischer Öle (bin Dauerkundin), als Traum-Deuterin, als Schriftstellerin, als Freundin. Es ist immer eine Freude, liebe Sundra, wenn Du-auf welcher Ebene auch immer-für uns tätig wirst. Dafür ein tausendfaches Danke 🙏🏽
    Namaskar JAH Love and Bless
    Julie (www.tageschance.de)

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