Ätherische Öle als Happylizer – Teil II

Im Flow mit der Schöpferkraft

Da alle Neurotransmitter einen direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden, auf unsere Glücksgefühle und Motivationen haben, werden sie von der Medizin bei Ängsten, Schlafstörungen und Depressionen verordnet (Parkinson ist z.B. eine Krankheit, die aufgrund eines Dopaminmangels entsteht).

Wir selbst können dazu beitragen, die Botenstoffe zu aktivieren und ins Fließen zu bringen, indem wir offen für Neues sind, begeisterungsfähig und erregbar für kreative Inspiration und geistige Anregung, gerne Neues ausprobieren, offenen Herzens auf andere Menschen zugehen, eine positive Sichtweise pflegen, für ausreichend Bewegung und lustvolle Entspannung sorgen.

Bei negativen Gemütszuständen, Emotionen und Schmerzen kann die Aromatherapie mit ätherischen Essenzen ausgleichend wirken und die Produktion von stimmungserhellenden, euphorisierenden und schmerzlindernden Neurotransmittern, wie Endorphinen, Encephalin, Serotonin und Dopamin aktivieren.

Wenn wir die ausgewählten und von der Nase auch akzeptierten Essenzen in Raum- und Energiesprays, Naturparfums oder Körperölen benutzen, ist es ratsam, die Duftreize in der Luft oder am Körper mehrmals am Tag zu wiederholen, denn die Botenstoffe sind sehr kurzlebig. Dabei können wir uns angewöhnen, die negativen Gedankenmuster durch positive Bilder und Gedanken zu ersetzen, uns z.B. vollkommen gesund und kreativ sehen, in glücklichen Beziehungen, in liebevoller Umarmung mit uns selbst…usw. 

Gerade bei Stimmungstiefs, negativen Gemütszuständen, Sorgen, Ängsten oder Schmerzen können wir mit ätherischen Ölen eine vermehrte Ausschüttung von Botenstoffen stimulieren.

Entscheidend für das Wohlgefühl ist natürlich immer, dass der Duft oder die Duftkomposition der individuellen Nase auch gefällt. Wo der eine ganz verzückt himmlische Süße erschnuppert, kann ein anderer diesen Duft unerträglich bis ekelerregend empfinden – je nachdem, ob man sich für das Lebensprinzip dieses Pflanzenwesens öffnen kann oder sich von ihm bedroht fühlt. Meist scheiden sich die Geister bei Lavendel, Patchouli und Rose, bei Jasmin und Ylang Ylang.

Sieben wichtige Neurotransmitter

(ÄÖ: Abkürzung für Ätherische Öle)

  1. Dopamin – „Kreativhormon“, „Belohnungshormon“ und Motivationsträger. Es ist ein biogenes Amin, die Vorstufe von Adrenlin und Noradrenalin. Es erzeugt Vorfreude und Lust nach dem Besten („das will ich haben/erreichen“), löst Begeisterung und Glücksgefühle aus. Es hilft dabei, Energie aufzubringen, um Ziele anzusteuern, die uns glücklich machen und seelisch erfüllen. Es sorgt für Erregung und Begeisterung beim Entdecken unserer wahren Berufung. Dopamin spielt eine wichtige Funktion im Belohnungssystem, wird beispielsweise vermehrt beim Sex freigesetzt. Es bringt die Psyche ins Gleichgewicht, löst alte Gedankenstrukturen auf, bringt Energie und Lebenslust. – Ein Mangel an Dopamin führt zu Antriebslosigkeit und Interessenlosigkeit, zu Lustlosigkeit und Unerfülltheit, Unzufriedenheit und Frust. Seit der Corona-Pandemie leiden wir alle mehr oder weniger unter einem Dopaminmangel, uns fehlen das Glücksgefühl und die kleinen Erfolgserlebnisse beim Zusammensein mit anderen, beim Treffen in Cafés, bei gemeinsamen Veranstaltungen, beim gemeinsamen Genießen von Musik und Sport, beim Shopping, auf dem Wochenmarkt. ADHS, Depressionen, chronische Schmerzen, Morbus Parkinson, Restless Legs… haben ihre Ursache im Mangel an Dopamin.

ÄÖ: Angelika, Basilikum, Cistrose, Dill, Grapefruit, Kardamom, Lorbeer, Majoran, Mandarine, Muskatellersalbei, Nelkenblütenknospen, Niauli, Palo Santo, Petitgrain, Pfefferminze, Grüne Minze (Spearmint), Ravintsara, Weihrauch, Zimt, Zitrone

  • Serotonin – das „Glückshormon“, Botenstoff der Entspannung, nach dem wir uns alle sehnen.Serotonin ist ein biogenes Amin aus Aminosäure und wird in den Zellen des Darms gebildet. Es ist der Glücksstoff aus unserem Bauchhirn.Doch wenn der Darm mit Antibiotika vergiftet ist, kommen nur aggressive Reaktionen aus dem Bauch. Serotonin macht uns ausgeglichen, zufrieden, rundum happy, stabilisiert die Psyche, lässt uns positiv denken, schenkt wieder Freude an der Natur, sorgt für Ruhe, Harmonie und ein Gefühl der Befriedigung,  kann Dankbarkeit und ein absolutes Glücksgefühl erzeugen. Es dämpft Angst- und Engegefühle, Depressionen und auch die Heißhungerattacken auf Süßes, besänftigt gestresste Nerven, lässt in Zeiten der Anspannung innehalten und sorgt für den nötigen Abstand zum Alltagsgeschehen. Extreme Emotionen, Süchte und Schmerzen können gemildert und gewandelt werden, negative Gedanken und Sorgen verfliegen, ein gesunder, erholsamer Schlaf stellt sich ein – ein Nebenprodukt von Serotonin ist das Schlafhormon Melatonin. Es entsteht wieder Raum für kreative Gedanken und Gefühle, für Inspiration, Meditation und Träume. – Ein Mangel an Serotonin zeigt sich in Nervosität, innerer Unruhe, Schlaflosigkeit und Magen-Darmstörungen. Stress z.B. verbraucht sehr große Mengen an Serotonin!

ÄÖ: Benzoe, Bergamotte, Grapefruit, Jasmin, Kakaoextrakt, Kamille römisch, Kardamom, Myrrhe, Lavendel, Majoran, Narde, Neroli (Orangenblüte), Patchouli, Sandelholz, Tanne, Tonka, Tuberose, Vanille („Kuschelduft“), Ylang Ylang, Zeder

– für Melatonin: Bergamotte, Kardamom, Lavendel, Linaloeholz, Rosengeranie, Weihrauch

  • Noradrenalin – ist ein überlebensnotwendiges Motivations- und/oder Stresshormon, das im Nebennierenmark gebildet wird (siehe Dopamin). Es steuert die mentale und psychische Stressanpassung. In geringer Dosierung wirkt es als Neurotransmitter erregend, aktivierend und leistungssteigernd, schärft unsere Aufmerksamkeit. Es stimuliert, macht wach, regt Körper und Geist an. In hoher Konzentration wirkt es als Stresshormon: aufregend, aufpeitschend, aufputschend und aggressiv, neigt zur Kampf- oder Fluchtreaktion (fight-or-fligth). Daher achtsam dosieren, nach Symptomen und Tabletten fragen (Blutdruck, Herz, Betablocker, Blutverdünner) usw. Ein Absinken des Noradrenalinspiegels führt zu Antriebsschwäche, Trägheit und Abwehrschwäche.

ÄÖ: Angelika, Cistrose, Eisenkraut, Eukalyptus citr., Grapefruit, Ingwer, Kardamom, Lemongras, Litsea, Nelkenblütenknospen, Rosmarin, Palo Santo, Pfeffer schwarz, Salbei, Speiklavendel, Wacholder, Weihrauch, Weißtanne, Zimt, Zitrone

  • Endorphine sind körpereigene Betäubungsmittel (Morphine, Opiate) mit euphorisierender Wirkung auf die Psyche. Darum werden auch sie zu den “Glückshormonen” gerechnet. Sie werden von der Hirnsubstanz und der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) produziert, vor allem durch die Freude sportlicher Betätigung, durch Lachen, Tanzen, gemeinsame Erlebisse, Verliebtsein…  Sie vermitteln Entspannung, lösen Ängste, lindern chronische Schmerzen, regulieren Stress und stimmen sanft. Werden nicht genügend Endorphine gebildet, kann es zu Gefühlskälte, Schüchternheit und geschwächter Lebensfreude kommen. Ihr Einfluss auf das Immunsystem ist tiefgreifend („Glück hält gesund!“). Therapeutisch werden die Endorphin-Auslöser bei emotionaler Kälte, leichten Depressionen, Angstzuständen, chronischen Schmerzen, Suchtentzug, Kontaktscheue und mangelndem Sexualtrieb eingesetzt.

ÄÖ: Chrysantheme, Franjipani, Geranium, Grapefruit, Jasmin, Orange, Mandarine, Muskatellersalbei, Patchouli, Rose, Rosengeranie, Tolubalsam, Tonkaextrakt, Tuberose, YlangYlang

  • Encephaline („Aufheller“, Lichtbringer) sind den Endorphinen chemisch verwandt und werden vom Thalamus produziert.Sie sind körpereigene Stimmungsaufheller und Schmerzhemmer, können die Weiterleitung von Schmerzen unterbinden. Sie fördern die Lebensfreude, stimmen heiter und sorgen für euphorische Zustände, für Freude, Wohlbehagen und sexuelle Stimulation. Encephaline werden in besonders spannungsreichen Momenten freigesetzt – etwa bei einem Sieg, beim Orgasmus oder einem mystischen Erlebnis. Ein Absinken des Encephalinspiegels kann melancholische Stimmungen und einen Mangel an Selbstvertrauen zur Folge haben. Die entsprechenden ätherischen Öle werden bei chronischen, schweren oder manischen Depressionen, bei chronischen Schmerzen, Phobien, Suizidgefahr, Suchtentzug und starken Gefühlsschwankungen eingesetzt.

ÄÖ: Bergamotte, Geranie, Grapefruit, Hoblätter, Jasmin, Koriander, Linaloeholz, Muskatellersalbei,  Palmarosa, Rose, Tuberose, Wiesenkönigin, Ylang Ylang, Zdravetz (echter bulgarischer Storchenschnabel)

  • Acethylcholin – wichtigster Neurotransmitter des peripheren Nervensystems. Er wird über den Hypothalamus ausgeschüttet und bewirkt eine Konzentrations-steigerung des Gehirns, unterstützt das logische Denken, fördert die Kritikfähigkeit und das Urteilsvermögen, stärkt das Gedächtnis, regt das Gehirn zu Höchstleistungen an (brain-doping): Sowohl die Erregungsübertragung von Nervenfaser auf Muskelfaser, als auch die vegetativen Funktionen (u.a. Herzschlag, Atmung und Verdauung) werden durch Acetylcholin gesteuert. Bei der Alzheimer-Krankheit (Oberbegriff: Demenz) besteht ein gravierender Mangel von Acetylcholin im Gehirn. Hier können entsprechend verdünnte Aromasprays mit folgenden ÄÖ helfen, den Mangel auszugleichen.

ÄÖ:  Angelikawurzel, Basilikum, Bay, Bergamotte, Cajeput, Eisenkraut, Estragon, Eukalyptus, Kampfer, Lavendelsalbei, Litsea, Nana-Minze, Rosmarin, Salbei, Spearmint (Grüne Minze), Wacholder, Zitrone, Ysop,

  • Oxytocin – der „Nähe-Kuschel-und-Großzügigkeits-Botenstoff“. Oxytocin ist ein Neuropeptid (Protein, welches im Nervengewebe vorkommt), das als Hormon und auch als Neurotransmitter fungiert. Das Neurohormon wird im Hypothalamus von der Hypophyse produziert und ist wehenfördernd. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Geburt und beim Sex. Es öffnet uns für emotionale Intimität. sorgt z.B. dafür, dass der Mann eine Erektion bekommt. Es beeinflusst nicht nur das Liebesverhalten zwischen Mutter/Vater und Kind und zwischen Partner und Partnerin, sondern allgemein die sozialen Interaktionen. Liebevolle Berührung, die Erfahrung von Nähe und bedingungsloser Liebe sind eine Grundbedingung für das Überleben auf diesem Planeten. Die heilsame Kraft von Berührung ist längst erwiesen und wird erfolgreich in Therapien eingesetzt. Fehlende Berührung erzeugt jede Menge Überlebensstress – psychische und geistige Verarmung und einen großen Hauthunger. Wir brauchen die Berührungsrituale im Alltag, um körperlich und geistig gesund zu bleiben – um ein Mensch sein zu können. Ohne Liebe, ohne Nähe und Intimität, ohne Empathie und Vertrauen – wie lange können Menschen das aushalten? Oxytocin fördert den Fluss von Empathie, Einfühlungsvermögen und Vertrauen, dass wir einander bedingungslos lieben und großzügig miteinander teilen. Oxytocin wird bei positivem Körperkontakt, wie Schmusen und Streicheln ausgeschüttet, wirkt stimmungsaufhellend und angstlösend. Wir fühlen uns geborgen, zugehörig und sind zufrieden. Die gleiche Wirkung spüren wir, wenn wir uns selbst umarmen, unsere Arme und Hände streicheln. Es geht uns gleich besser. Es funktioniert auch, wenn wir an jemanden denken, der uns bedingungslos liebt. Ganz allgemein wirkt es belebend, stimmt uns positiv, wirkt antidepressiv und regt die Libido an. Die entsprechenden ätherischen Öle dürfen keinesfalls in der Schwangerschaft eingesetzt werden, da sie wehenauslösend und geburtseinleitend sind. Sie helfen bei Lethargie, Negativität, Stimmungstiefs und schwacher Libido – auch bei Kontaktscheue und Vertrauensmangel in Menschen, wie z.B. bei Autismus..

ÄÖ: Eisenkraut (Verbena), Jasmin, Muskatellersalbei

Rezepturen gibt es im nächsten Blog

Hier geht es zum Blog Maskenspray selbergemacht

Immortelle (Helichrysum)

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