Neumond Fische am 2.3.2022 

Das Aspektbild des Neumonds

   In der Deutung nach der API Huber-Methode API wird das Aspektbild im Geburtshoroskop als eine Art „Schaltplan des Bewusstseins“ gesehen. Auch für Ereignishoroskope wie dieses Neumond-Horoskop können wir uns über die Struktur des Aspektbildes einen ganzheitlichen Überblick über den Bewusstseinsraum dieser neuen Schwingung verschaffen, z.B. durch die Art der Aspekte, die Farbe und die Lagerung im Raum.

    Zuerst einmal bin ich sprachlos, als ich nur zwei einzelne blaue Striche aufgrund mehrerer enger Konjunktionen sehe. Striche sind dynamisch und zeigen Bewegung, Wachstum, Entwicklung und Veränderung an. Dieses Bild besticht durch Einfachheit und Klarheit: zwei blaue senkrechte Striche auf der rechten Du-Seite. Meine erste Reaktion ist Überraschung. So ein Aspektbild ist mir in 40 Jahren astrologischer Forschungen noch nicht untergekommen.

Der zweite Impuls: Schau dir das heliozentrische Bild an (aus der Sicht der Sonne), um diesen besonderen Moment auf der Erde aus galaktischer Perspektive zu schauen. Hier verändert sich das Aspektgefüge, denn die im System Erde eingefangenen ‚persönlichen’ Planeten Venus, Mars und Merkur stehen in anderen Zeichen. Ich werde meine Inspirationen aus diesem Helio-Horoskop in diese deutung einfließen lassen.

Von den gängigen zehn Planeten sind neun Planeten eingebunden in den drei Konjunktionen im Steinbock, im Wassermann und in den Fischen (hier ein Stellium). Ob die Planeten in enger conjunctio auch an einem Strang ziehen, darf untersucht und erfahren werden.

   Was fällt euch intuitiv ein, wenn ihr dieses Bild mit den zwei blauen Strichen seht? Von den drei möglichen Farben gibt es hier nur das Blau, reine Substanz: entwickelte Talente, eine Fülle an vorhandenen Fähigkeiten, Kompetenz, Geschicklichkeit und Harmoniestreben. Doch die dynamischen „Striche“ zeigen, dass es keine Zeit ist, um sich zurückzuzulehnen und die Substanz in Ruhe zu genießen. Die Substanz zeigt sich vor allem auf der seelischen Ebene (Wasserzeichen Fische) durch die Bereitschaft, sich in Liebe einem größeren Ganzen hinzugeben und dem Wohl der Menschheit zu dienen. Und sie zeigt sich auf der Ebene der sichtbaren Wirklichkeit und Resultate (Erdzeichen Stier und Steinbock). Die im unteren kollektiven Bereich liegenden Fähigkeiten und Talente haben sich zu Konjunktionen, Bündnissen und Clustern vereint, die eine weitere Anbindung zum Erdzeichen Stier in luftigen Höhen anstreben. Die beiden senkrechten Striche strahlen Ruhe , Zuversicht und eine beinahe unerschütterliche Kraft innerer Gewissheit aus, die Konflikte zu schlichten vermag und auch neue Zugangswege bewusst machen kann. Sie streben auf parallelen Wegen dem gleichen Ziel zu – dem Ort und Zeitpunkt, an dem der Nördliche Mondknoten sich mit Uranus, dem Herrn der Neuen Zeit, verbindet. Wir wissen, es ist der 18 Grad im Zeichen Stier (am 31.7.2022). Bei aller Substanz und Fülle wirkt das Bild dynamisch, wie zwei Sternschnuppen oder Kometen, die von unten nach oben schräg aufeinander zufliegen, um sich an einem imaginären Punkt im 9. Haus zu treffen. Zwei Lichtstrahlen, Wege oder Arme … Wohin wollen sie gehen? Wonach greifen sie? Oder empfangen sie? Es können auch Zeiger sein, die auf etwas deuten. Vom Nördlichen Mondknoten wissen wir ja, dass er wie ein kosmischer Laserstrahl auf die Stelle im Tierkreis zeigt, die Aussagen über unsere Bestimmung machen kann bzw. hier die Bestimmung der ganzen Menschen anstrahlt. So könnendie beiden Striche auch als kosmische Zeigefinger gedeutete werden.

   Wir können den linken langen Strich schon dahingehend deuten, dass hier von dem Energiefeld Mars/Venus/Pluto im 5. Haus eine extrem starke Willens- und Transformationskraft wie ein großer Scheinwerfer oder Laserstrahl ausgeht, und zwar sehr präzise ausgerichtet auf den Mondknoten im Stier. Dies ist ein starker Impuls, gerade und aufstrebend. Er kommt aus dem 5. Haus des individuellen Lebensausdrucks, unserer eigenen schöpferischen Willens- und Gestaltungskraft … ein kreativer Arm (Wille), der weit nach oben zum Ort seiner Bestimmung (Mondknoten) greift, sich in geistigen Höhen verwurzeln und verwirklichen will, der erleben will, dass seine Träume und Ideale wahr werden.

   Beide Striche sind senkrecht ausgerichtet, fördern individualistische Bestrebungen und unterstützen den Willen nach Selbstverwirklichung, Eigenverantwortung und Eigenermächtigung. Der Steinbock an der Spitze des 5. Hauses zeigt geistiges Streben, viel Selbstdisziplin, Ehrgeiz und einen eisernen Willen. Ich sehe hier das heilige Schwert (langer, blauer Strich), die geschärfte, entpersönlichte und geläuterte Willenkraft – im Tarot das AS der Schwerter mit der Krone.

   Für den Massenmenschen, der noch nicht erwacht ist, heißt das, er braucht eine Vision, geistiges Streben sowie die Bereitschaft, die Verantwortung für sein Leben und Schicksal zu übernehmen, das Gesetz des Karma anzunehmen und den Mut, sich aus der Masse zu erheben und seinen eigenen Weg zu gehen, seinen Eigenwillen zu läutern und sich von nun an geistig zu orientieren.

Das sind die Meister-Qualitäten des Steinbock-Paketes im 5. Haus. Der geistig erwachte = erwachsene Mensch, der sich seiner Berufung bewusst ist, wird hier zur schöpferischen Mitarbeit ‚auf den Plan gerufen’. Durch Vollendung seiner Persönlichkeit hat er Unpersönlichkeit erlangt, die nun eine Erweiterung der persönlichen Liebe ist. Der erwachte Mensch, der diesen Weg geht, ist fähig zur unpersönlichen, spirituellen Liebe (die Venus ist die geistige Herrscherin über die ‚Böcke’). Er erlebt sich als lebendig und schöpferisch, indem er sein strahlendes Licht, das den Berggipfel erhellt, mit der erschauten Vision des göttlichen „Plans“ in die Welt projiziert und als Realität manifestiert (9. Haus Stier). Dafür steht auch das Lichtschwert.

Die dreifache Konjunktion Mars-Venus-Pluto

Auf diesen Akt schöpferischer Projektion und erfolgreicher Manifestation verweist auch die Konjunktion von Mars-Venus-Pluto. Hier verbindet sich der im 5. Haus angelegte Gestaltungswille mit Leitbildern, Vorstellungen und Idealen Plutos. Diese Konstellation enthält einen gewissen Geltungsdrang, doch auch einen starken geistigen Willen, den eigenen Weg in Eigenermächtigung zu gehen. Wer in einem Rutsch, ohne Umwege und Labyrinth-Erfahrungen auf diesem Laserstrahl zu seinem geistigen Ziel im Zeichen Stier surfen will, kann sich in diesem Neumondzyklus darauf vorbereiten.

   Wie gesagt, es gehört sehr viel Mut dazu, seinen Gespenstern und verdrängten Schattenseiten zu begegnen, doch wer sich berufen und ermächtigt fühlt/weiß, der schreckt auch vor Widerständen von Außen nicht zurück, sondern folgt seinen eigenen Überzeugungen und Impulsen. Gerade durch die Krisenerfahrungen werden diese Menschen zu charismatischen Persönlichkeiten und ausgezeichneten Menschenkennern.

  Pluto ist die Kraft der kosmischen Absicht, des kosmischen Plans und des geistigen Willens. Gleichzeitig ist Pluto auch die zerstörende und läuternde Kraft ins uns, die alte Gedankenformen, Glaubenssätze und Gefühlsstrukturen zerstört, überholte Ideen und Glaubensvorstellungen, die mit der Wirklichkeit (Neptun) nicht mehr im Einklang stehen. In dieser Konjunktion werden die beiden persönlichen Kräfte Venus und Mars von Pluto geläutert und transformiert. Die persönliche Liebe wandelt sich zu selbstloser spiritueller Liebe, und die persönliche Durchsetzungskraft des Mars wird dahingehend gewandelt, dass sie für den unpersönlichen Kampf für ein Menschheitsideal eingesetzt werden kann. Nur der geistig erwachte Mensch ist in der Lage, sich mit der ganzen Menschheit zu identifizieren.

Diese von Pluto dominierte Konjunktion im 5. Haus wirkt auf mich wie eine Trafostation, in die viele Lichtcodes, Informationen und Inspirationen aus dem geistigen Bereich des Stier-Nordknotens einfließen und zu Bewusstsein und Weisheit umgewandelt werden. Unser Mutterplanet Erde speist hier von der geistigen Ebene einen Strom von Liebe und Weisheit in unser System ein. Und wenn wir uns dafür offenhalten, werden unsere alten Denk- und Egoprogramme geläutert, ganz gelöscht oder umgewandelt in Liebessubstanz, die uns dann zur rechten Liebeshandlung motiviert, die bei anderen tiefgreifende Erkenntnisse auslösen kann. Das heilige Schwert kann sowohl vom Himmel auf die Erde zeigen als auch von der Erde auf den Himmel zeigen.

Soweit mein Beitrag zu dem linken Strich, der Verbindung zwischen zwei Feuerhäusern (dem Seelenfeuer und dem geistigen Feuer), die substanziell (blau) durch das ‚Schwert der Wahrheit’ miteinander verbunden sind.

Fische-Entelechie (Öl auf LW)

Die Jungfrau-Fische-Achse

Für Deutschland ergibt sich für den Fische-Neumond ein Aszendent Jungfrau (hier 18°), dessen Herrscher Merkur mit Saturn zusammen in einer Konjunktion auf 20° Wassermann an der Spitze des 6. Hauses steht und keine weiteren Aspekte erhält. Die Frage nach der Realitäts- und Existenzbewältigung steht ganz konkret im Vordergrund, bei der Arbeit und Zusammenarbeit mit anderen. Wir zeigen, was wir geben und leisten können, wie pflichtbewusst und anpassungsfähig wir sind – leider zu oft in einem Übermaß. Dann lassen wir uns ausnutzen und gefährden unsere Gesundheit, werden anfällig für körperliche Krisen und Krankheiten. Hier kommt es also auf das richtige Maß an von Leistung und Gegenleistung. Immer wieder müssen wir uns zurückziehen, um zu reflektieren, zur Ruhe zu kommen, uns rückzuverbinden mit dem großen Ganzen und Kraft aus den spirituellen Ebenen schöpfen. Zur Realitätsbewältigung gehört das reale Erkennen von diesseitigen und jenseitigen Zusammenhängen, vom Zusammenwirken von Körper, Seele und Geist. Mit der Zeit und den zunehmenden Tiefenerfahrungen (Jungfrau) erhallten wir ein spirituelles Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, das uns befähigt, anderen Menschen bei der Realitätsbewältigung zu helfen und zu begleiten.

   Worum geht es bei diesem Dunkelmond? Das Symbol (18° Jungfrau) zeigt ein Quija-Brett, ein altes Instrument zur Weissagung und Prophetie. Es steht für das, was wir heute als Channeling kennen, eine Empfänglichkeit für psychische Hinweise, Informationen und Zeichen. Auch hier brauchen wir unbedingt das scharfe Schwert der Unterscheidung, um das ‚höhere’ Überpersönliche vom ‚niederen’ Persönlichen zu trennen und zu unterscheiden, aus welcher Quelle jeweils die inneren Stimmen und Stimmungen kommen.

   Bei diesem Neumond geht es um die Offenheit und Sensitivität gegenüber den Botschaften und Energien des Unbewussten bzw. Überbewussten. Fische-Energien sind von subtiler, reiner, selbstloser Liebesschwingung, grenzenlos aufgeschlossen, sich hingebend an ein geistiges Ideal und aufgrund der fließenden, sich in ständiger Veränderung und Auflösung befindlichen reagiblen Schwingungen auch leicht beeinflussbar, wobei die Grenzen zwischen dem Ich und dem Du, dem Hier und Dort, immer mehr verschwimmen und der Energie eines liebenden Ganzen weichen. Diese sehr feine spirituelle Fische-Energie braucht in der groben, rauen Alltagsenergie ein schützendes Äquivalent, das in erster Linie in unserer Kraft der Selbsterkenntnis und der Unterscheidung liegt (ergänzende Jungfrau-Qualitäten). Mit der Fische-Energie allein fischen wir oft im Trüben, werden Opfer unserer eigenen Vorstellungen, Wünsche und Täuschungen.

Der Aszendenten-Herrscher Merkur steht auf 20° im Luftzeichen Wassermann, zusammen mit Saturn, dem ‚Hüter der Schwelle’. Auf diesem Tierkreisgrad finden wir das Symbol einer großen weißen Taube, die eine Botschaft trägt. Da ist sie, die Friedenstaube, die seit einigen Tagen ihre Friedensbotschaft durch die sozialen Medien und verschiedenen ‚Channelinglinks’ verbreitet. Was für eine wunderbare Botschaft und freudige Antwort der spirituellen Kräfte auf die starken, ausdauernden und siegreichen Bemühungen von uns allen, von jedem einzelnen!

   Wir sehen, wie wichtig und höchst bedeutsam ein mutiges Auftreten und ein unbeugsamer Wille sind, zu sich selbst und seiner innerlich empfundenen Wahrheit zu stehen, und unbezwingbaren Geistes (mit dem Schwert) durch eine schwere Krise hindurchzugehen. Im Bewusstsein unseres königlichen Amtes als Königin und König in Menschengestalt empfangen wir die friedliche Botschaft als spirituellen Segen himmlischer Kräfte: „Mission vollendet; Friede sei mit dir!“

   In diesem Segen liegt auch eine insgeheime Prophezeiung von dem, was noch aus uns selbst kommen wird. Wir dürfen den Sieg über die Kräfte des Alten miterleben und mitinitiieren, indem wir uns über die Kräfte der Trägheit und Destruktion erheben und uns selbst für die vollständige Umwandlung bereithalten.

   Wie gehen wir in diesen Tagen mit der Bilder- und Informationsflut von sogenannten Pandemien, ansteckenden Viren, Kriegen, angedrohten Strafen und Maßnahmen usw. um? Wir haben es in der Hand, wir entscheiden, welche Bilder uns beeinflussen dürfen: Schauen wir uns die Panzer an der Potemkinschen Treppe in der Ukraine an oder die neben den Panzern tanzenden Menschen oder schauen wir hypnotisiert vor Angst wie gebannt auf die Corona-Schlange oder auf Zahlenreihen von Toten, Sterbenden, Genesenden … oder widmen wir uns den eigenen Bildern und Inhalten unseres Unbewussten und Überbewussten, betrachten unser Geburtshoroskop oder erschaffen wir selbst ganz neue Bilder und Symbole des Mutes, des Aufstiegs, der Gemeinschaft?

  Wir erleben in den letzten Tagen, wie hilfreich und unterstützend es ist, sich in der Gruppe mit Gleichgesinnten auszutauschen, das eigene Erleben, die Ahnungen und Gefühle abzuklären. In dem, was uns hier & jetzt geschieht, in der Teilhabe an dieser großen Aufstiegsenergie und des Bewusstseinswandels, sind wir alle ‚Kinder’ des Geistes, weil diese Erfahrungen, subtilen Empfindungen und Ahnungen so frisch und neu sind und der Bestätigung bedürfen. Das erfordert wieder ein jungfräuliches Denken (AS), ein „sauberes“ und offenes Denken, das jeweils prüft, was im Meinungsaustausch mit Gleichgesinnten erfahren worden ist.

Die Neumond-Konstellation

Das Sabische Symbol für diesen Neumond auf 13° Fische ist: „Ein altes Schwert, ausgestellt in einem Museum„. Im Zeichen Fische und dem dahinsterbenden Fische-Zeitalter haben wir es vorwiegend mit den Gespenstern der Vergangenheit zu tun, mit alten Gefühls- und Gedankenstrukturen, mit dem Einbringen der Ernte dessen, was wir gesät haben in den vergangenen Zyklen (Karma), mit einer Art „Schließung der Konten“.

   Mit dem alten Schwert, unserer Willenskraft, haben wir schon viele Schlachten geschlagen, nicht nur auf der physischen Ebene, sondern auch auf okkulten, verborgenen Ebenen, wie der Astral- und Mentalebene. Wenn es gebraucht wird, können wir es jederzeit wieder hervorholen und aktiv und mutig für den Dienst einer Sache eintreten, z.B. damit der „Plan auf Erden“ wieder hergestellt ist und bleibt. Die Willenskraft ist die höchste geistige Waffe des einzelnen Menschen wie auch der Menschheit als Ganzes als ein Zentrum. Das Schwert des Willens dient der Klärung und (Unter-)scheidung, zum Einsatz bei Verwirrung, Täuschung und zur Erhaltung unseres spirituellen Königreichs und unserer höchsten Werte.

   In diesen Tagen hat es den Anschein, dass die alten geschwächten Macht- und Elitesysteme zu einem letzten großen Schlag ausholen wollen, um das Klima von Angst und Schrecken auf diesem Planeten aufrecht zu erhalten. Doch auf den letzten Graden im Steinbock (Pluto aktuell 28° ) wirken schon die Wassermann-Qualitäten ein…

    Erinnern wir uns an unser königliches Sein und unser höchstes Amt für den Dienst an der Menschheit, an den Grund unseres Daseins. Sind wir willens und bereit, dieses Amt zu übernehmen? Gerade in diesen Tagen des Februar 2022, da der Südliche Mondknoten über meinen Radix-Jupiter im Skorpion transitierte, habe ich wieder über das Amt und die Bedeutung des Königs nachgedacht. Der König ist das spirituelle Symbol der Einheit, eines geeinten Volkes und Landes. König und Königin kann man als Person nicht „werden“, man kann sich nicht dazu entwickeln. Die Wurzeln eines Königs reichen tief in die Vergangenheit. So entstammt auch jeder große spirituelle Adept oder „Eingeweihte“ einer Reihe von Vorfahren, die ihm schon den geistigen Weg geebnet und die Evolution des Menschen mitgeprägt haben. Jede geistige Errungenschaft oder Fertigkeit ist das Ergebnis einer langen Reihe wiederholter Anstrengungen. Sie ist das das Ende eines „königlichen Weges’ (raja yoga). Raja heißt König.

  Das Sabische Symbol zu meiner Jupiter-Stellung (28° Skorpion) heißt: „Der Elfenkönig nähert sich seinem Reich“ Der König, das Prinzip der Integration, kehrt hier zurück in sein inneres Reich. Das ist für mich eine geistige Welt, zu der ich mich bekenne, in der ich mich zugehörig und zuhause fühle, mit der ich intuitiv in Verbindung bin. Diese zentrale, alles vereinende Kraft des Bewusstseins kann auch das Selbst genannt werden. Im I GING, dem chinesischen Buch der Wandlungen heißt es dazu: „Der König naht seinem Tempel“. Der König ist das Selbst, das alles integrierende Prinzip in uns. Ein guter König ist immer wohlwollend und hat das Wohl seiner „Königskinder“ im Herzen. JUPITER ist der alte Planet des Fische-Zeichens (vor der Entdeckung Neptuns). Er ist der innere Guru, der göttliche Vertreter oder Gesandte, der uns zurück auf den Pfad zu dem Einen bringt, zur Ganzheitlichkeit und Vollkommenheit. Er ist sowohl Religion als auch Zeremonie. Er ist der KÖNIG (die Ganzheitlichkeit des Staates oder des Selbst). Und Jupiter ist der Zadik, der Gerechte: mit Gerechtigkeit und Stärke kompensiert er Schwäche und Versagen der Menschen. Wir Menschen und derzeitigen Erdbewohner sind mit einer unsichtbaren Krone auf dem Kopf geboren worden. Erinnern wir uns an das Kronenchakra, den tausendblättrigen Lotus. Seit Uranus im Zeichen STIER ist, taucht immer wieder ein Satz aus meiner Kindheit aus dem Poesie-Album auf: „Halte, was du hast, auf dass dir niemand deine Krone nehme.“

Der 2. Arm oder Lichtstrahl enthält die Samenkraft des Neuen und verbindet die spirituelle Willenskraft der Fische am Du-Punkt mit dem Uranus im Erdzeichen Stier, unseren wahren geistigen Wurzeln.

   Das Schwert ist da. Greifbar. Jetzt. Jeder von uns kann es in die Hand nehmen – das Schwert der Willens- und Unterscheidungskraft. Jeder Einzelne entscheidet JETZT, welchen Bildern, Botschaften und Nachrichten er Glauben schenkt und diese mit seiner Energie speist.

Erinnern wir uns an die Tatsache, dass wir auf dem spirituellen Weg niemals wirklich allein im Sinne von isoliert oder getrennt sind! Sobald wir bewusst und eigenverantwortlich auf der spirituellen Ebene aktiv sind, wirkt auch die Kraft eines größeren Ganzen durch uns. Ab einem bestimmten Zeitpunkt ist es der Wille Gottes, der durch seinen menschlichen Geist, durch uns, wirkt. Mit unserer eigenen Kraft der inneren Ausrichtung und Unterscheidung steht auch die Kraft der geistigen Bruderschaft hinter uns. Diesen geistigen Gesetzen dürfen wir vertrauen

  Wir entscheiden jetzt, in welche Angelegenheiten, Bilder und Nachrichten wir unsere Aufmerksamkeit, unsere Energie und Hingabe hineinfließen lassen. Das ist unsere Eigenermächtigung und unsere Kraft, unsere Mobilmachung und unser Sieg.

Krieg in Europa? Russland als Feindbild?

Hierzu kommt eine kleine „Gradwanderung“ von 11° bis 15° Fische. Halten wir unseren psychischen und geistigen Raum rein und sauber. Damit haben wir genug zu tun! Um voll und ganz zu verstehen, was uns da gerade vor Augen geführt wird, ziehe ich das Symbol von JUPITER 15° in den Fischen mit ein:

15° Fische: „Ein Offizier gibt seinen Männern Anweisungen vor einem simulierten Angriff unter einem Sperrfeuer mit scharfer Munition.“ Wie gesagt, mit der Fische-Energie kommen wir zum Ende eines großen Tierkreis-Zyklus. Hier begegnen uns die Gespenster der Vergangenheit, unsere eigenen unerledigten Sachen, wozu auch unsere Projektionen gehören, die hier nun wieder zurückgenommen und integriert werden dürfen. Dieser Abschnitt und diese Fünfer-Sequenz zwischen 11° Fische und 15° Fische beschreibt den Prozess, ab dem ein Mensch auf der Suche nach Erleuchtung freiwillig den schmalen Pfad betritt – es ist seine eigene Entscheidung. Er tut den ersten Schritt (11° Fische).

   Auf 12° Fische trifft der Initiand im Heiligtum einer okkulten Bruderschaft auf andere „ältere Brüder“, die vor ihm diesen Weg gegangen sind. Bevor er als neues Mitglied in dieser geistigen Bruderschaft aufgenommen wird, wird sein Charakter getestet und ob er auch bereit ist, seine spirituellen Ideale und Ziele selbst vorzuleben und sein Erreichtes mit anderen zuz teilen. Er darf sich selbst und seine Fähigkeit, wirklich überpersönliche Verantwortung zu übernehmen, unter Beweis stellen. Er ist jetzt Teil eines größeren Ganzen geworden, ein Initiierte und Eingeweihter.

   Nun kommen wir zum gegenwärtigen Neumond-Grad von 13° Fische, wo es für den Initiierten zwingend notwendig geworden ist, das heilige, alte Schwert des Willens wieder hervorzuholen und wirksam einzusetzen. Wer mutig gegen die alten Schatten seiner Vergangenheit kämpft, wird feststellen, dass er in diesem Kampf nicht alleine ist, dass die Bruderschaft des Ganzen hinter ihm steht, ihn inspiriert und stärkt. Er kann so zu einem Symbol des Mutes  und der Furchtlosigkeit für alle anderen werden, die wiederum seinen Spuren folgen.

   Der Grad 14° Fische zeigt „eine Dame im Fuchspelz“. Hier wird dem Adepten geraten, in stürmischen Zeiten seine Intelligenz und seinen Scharfsinn zu benutzen, um sich zu schützen und die Sache, für die er kämpft, nicht zu gefährden. Das beinhaltet auch die Technik der Tarnung. Auf diesem Fischegrad steht mein rückläufiger Radix-Merkur, und ich habe aus meinen Träumen viel über Tarnung, Camouflage und die Kunst des Unsichtbarseins gelernt. In dieser Fische-Sequenz wird der schwertgleiche, geistige Wille geschärft und im Feuer gehärtet, um in entscheidenden Prüfungssituationen zu bestehen. So eine mächtige Willenskraft darf nicht öffentlich gezeigt oder gar vorgeführt werden. Sie ist eine Gabe, die der geistigen Bruderschaft und ihren Zwecken dient, und die gut verborgen sein muss, denn jede Art von starker Hingabe zieht Neider an und weckt starke Feindseligkeit. Jedes unnötige Risiko muss vermieden werden. Und mit dem nächsten Symbol werdet ihr verstehen, warum ich diese kleine ausführliche „Gradwanderung“ mit euch mache.

   Auf 15° Fische soll ein Kriegsangriff simuliert werden, als Drill und Schulung für die Soldaten. Sie werden darauf vorbereitet, was zu tun ist, wenn der Konflikt eskaliert und wenn ‚scharf geschossen’ wird. Es ist hier notwendig, gründlich zu proben, bevor der Angriff konkret da ist. Wir werden in dieser Phase mit der Macht einer überpersonalen Gruppe oder auch einer okkulten Quelle konfrontiert. Was ist zu tun, wenn wir uns plötzlich in einem „Kriegszustand“ befinden, wenn wir von einer Konfliktsituation herausgefordert werden, der wir uns nicht entziehen können? Wie können wir das Beste daraus machen?

   Der Wille ist ein zweischneidiges Schwert – so wie auch der Wunsch der Menschen zweischneidig ist. Auf der einen Seite schreien wir nach Selbstverantwortung, Freiheit und Eigenermächtigung, auf der anderen Seite wollen wir in einer klaren Hierarchie aufgehen und uns jeder Verantwortung beispielsweise im politischen Bereich entziehen. Dafür gibt es ja die den Staat, die Bundeswehr, den Verteidigungsminister und all die vielen Marionetten. Ja, das System lässt bereits seine Puppen und Marionetten tanzen, zieht hier und da an den Fäden…

   Wie sieht es mit dem Krieg in uns aus? Für diesen sind wir zuständig. Am Ende diesen großen Zyklus, dem Ende des Fische-Zeitalters, ist ein tiefreichender Kampf unvermeidlich. Wir haben uns unserer Verantwortung für unser Leben zu stellen und auch einer eventuell unerfüllten Vergangenheit, eines ungelebten Lebens und häufig auch einem ungelösten Karma. Jetzt können wir erproben, ob wir für den Ernstfall ‚gewappnet’ sind, ob wir es wirklich ernst meinen mit unserem Anspruch auf die Krone, ob wir ein guter König, eine gute Königin sind, der/die das Beste für die ihm/ihr anvertrauten Menschen tut. Ob wir uns für den ‚Königsweg’, den königlichen und erhabenen Integrationsprozess eignen. Welchen Wert hat hier die Gruppe, die soziale Gemeinschaft oder die geistige Bruderschaft? Wir sind aufgefordert, Prioritäten zu setzen für den Ernstfall.

   Zu welcher Realität fühlen wir uns zugehörig? Zur oberflächlichen, alltäglichen Realität und ihrer polaren Sichtweise von mein und dein, schwarz und weiß, gut und böse, wo Ich und Du sich voneinander abgrenzen? Oder zu einer größeren Wirklichkeit, in der wir uns als Teil einer größeren lebendigen Ganzheit begreifen, die uns gelehrt hat, unsere Persönlichkeitsgrenzen durch die allumfassende Liebe zu transzendieren und aufzulösen?

Das Opfer der Fische

Was sind wir bereit zu geben, von unserer Lebensenergie abzugeben, um unseren bewussten Idealen oder unserem Glauben Substanz (Stier) zu verleihen? Das fragt uns NEPTUN, der neue Herrscher des Fische-Zeichens auf 23° Fische, der der Neumond-Jupiter-Konstellation schon einen Schritt voraus ist. Wir befinden wir uns hier bereits in einer neuen Fünfer-Sequenz, in der Vergangenheit und Zukunft zusammenkommen, sich auf verschiedenen Ebenen überschneiden. Es geht um Visionen und Gipfelerlebnisse und wie wir damit umgehen, wie wir sie auf die Ebene des alltäglichen Lebens herunterbringen

   Welches Mandat hast du übernommen und wie erfüllst du es mit rechtem Geist?

Jeder Mensch, der glaubt, eine besondere Mission, ein Amt oder ein Mandat zu haben, hat eine Gabe oder Fähigkeit, die einen besonderen Wert für seine Gemeinschaft haben kann, die er also zum Wohle des Ganzen beitragen kann. Er ist aufgefordert, Resultate zu zeigen. So habe ich mich auch – ungeachtet einiger Schwierigkeiten, die mir das Schreiben erschweren – an diese Ausarbeitung gewagt, um meine Erfahrungen, Erkenntnisse und Visionen an euch weiterzugeben. Ich spüre einfach die dringende Notwendigkeit. Auf diesem 23. Neptun-Fische-Grad „gibt ein Materialisations-Medium eine Séance“, gibt also der Gruppe von seiner Lebenskraft (Ektoplasma), damit sich etwas aus der unsichtbaren, geistigen Welt hier manifestieren kann. Etwas sehr Kostbares liefert sich hier dem Gruppengeschehen aus, wird mit einer sehr persönlichen Erfahrung verbunden und dargeboten. Das sichtbar gemachte Material ist die psychische Substanz, eine Art Lebensessens, des Mediums. Und nach der Séance ist das Medium gewöhnlich völlig erschöpft. Ich habe früher einigen Séancen innegewohnt und Kontakt zu einigen Materialisations-Medien gehabt, die alle sehr früh gestorben sind. Sie haben sich in ihrer Gruppe sehr großen Risiken und Gefahren ausgesetzt und manchmal unter der Unbesonnenheit der Teilnehmer sehr gelitten. Sie haben sich so gut es ging, bewusst geschützt und haben die Teilnehmer auch um Vorsicht und bewusste Mitarbeit gebeten, trotzdem gab es schwächende Zwischenfälle während der Séance.

  Der kleinere blaue Strich oder Arm im Aspektbild zeugt von der Fähigkeit und Bereitschaft hingebungsvoller Liebe, die wie ein Magnet die himmlische Substanz aus den höheren geistigen Dimensionen herabzuziehen vermag. Uranus im Stier, gerade wie ein Phönix dem brennenden Nest im 8. Hauses des „Stirb & Werde“ entflogen, ist die Antwort des Himmels auf unsere Hingabe und Bereitschaft, dem Ganzen zu dienen.

Was oben ist, ist gleich dem, was unten ist.

Es kann nur rote Rosen, weiße Tauben, Sterne, Kometen und Fische regnen, wenn wir sie als Substanz in uns tragen. Der Arm, der nach den Sternen greift, ist derselbe Arm, der den Lichtsegen ausgießt. Leer und voll, Empfangen und Ausschütten sind ein Geschehen, ein Flow. AHAWA (1-5-2-5) – hebräisch für Liebe, heißt „Gib!Nimm!“ als e i n Prozess und zeigt in den hebräischen Buchstaben mit ihren Zahlenwerten die Einheit (13) von Geben & Nehmen. ECHAD (1-8-4 = 13) – hebräisch für ‚Eins‘ schreibt sich 1-8-4 und hat denselben Zahlenwert wie Liebe: 13.

Das, was wir scheinbar geben, kommt als Freude und Leuchten zu uns zurück, ja, in Wahrheit ist es schon da. Die Trennung ist eine Illusion.

Ich danke euch.

Sarva mangalam! – Sei es zum Wohle aller!

Sternengrüße von der Almequelle,

eure Sundra

Die Botschaft der Kraniche (Öl auf LW), hier gespiegelt