Neumond im Skorpion am 7.11.18

Neumond 7.11.2018
Neumond 7.11.2018 17.02 Berlin/D

Mit jedem Neuen Mond (Dunkelmond) melden sich die neuen Energien zuerst im Verborgenen – als unbewusste Antriebe und intuitive Impulse, als Drängen, Streben und Sehnen nach einer neuen Ausrichtung, einem neuen Betätigungsfeld oder Vorhaben. Wir freunden uns innerlich (oder innenpolitisch) mit neuen Ideen an, probieren Neues aus, gehen freudig auf Herausforderungen zu, sind zu dieser Zeit besonders offen und empfänglich für Eingebungen, die sich in unserer psychischen und mentalen Struktur (Mond) verankern wollen. Denn der dunkle Neumond ist zu dieser Zeit das Gefäß (der See, die See-le), in das sich die geistigen Inhalte der Sonne ergießen, die dann an den ganzen Organismus und besonders an die Teile des Ganzen weiter geleitet werde, die dieser Kraft bedürfen.

Der Mond erfüllt als Erdbegleite(rin) und »Dienerin der Erde« die zyklischen Bedürfnisse des Planeten, verteilt zwölf- bis dreizehnmal im Jahr die kosmischen Saat-Ideen an die Organismen der Erde und an die Menschheit, die sich psychisch durch diese übermittelten Inhalte wieder regenerieren und neu aufladen können.

Welche Erfahrungswerte wollen sich bei diesem SKORPION-NEUMOND in unserem Denken niederschlagen?

Schauen wir uns das Sabische Symbol von 16° Skorpion an:

„Das Gesicht eines Mädchens beginnt zu lächeln.“

Stern_Kind_Logo_C2 Wir befinden uns exakt in der Mitte des achten Zeichens, das uns zur Transformation und Schattenarbeit einlädt. In allen vier fixen Zeichen beinhaltet der Übergang vom 15. Grad zum 16. Grad ein besonderes Krafterlebnis, an dem kosmische Energie freigesetzt wird und auf die Erde niedersteigt.* Den Skorpion- oder Adlerpunkt passiert die Sonne jedes Jahr am 7. oder 8. November (bei 16° Skorpion). Die zum Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche im kardinalen Luftzeichen Waage gesammelten Energien und Erkenntnisse werden im nachfolgenden fixen Zeichen verdichtet und an diesem kosmischen Punkt freigesetzt und zur Wirkung gebracht – als Gestaltungskraft individuellen Seins. Das heißt, an diesem Skorpion-Grad erhalten die Menschheit bzw. alle diejenigen auf diesem Planeten, die bereit sind für eine „Initiation“, alljährlich einen gewaltigen Bewusstseinsimpuls, der ihr Bewusstsein vom Individuellen ins Kosmische weitet. – Diesmal angeregt durch Sonne und Mond auf diesem Grad. – So take your chance!

An diesem tiefsten Punkt menschlichen Bewusstseins halten wir schreckliche und schockierende Erinnerungen vor unserem Bewusstsein verborgen. Die eingekerkerten Inhalte verhindern, dass wir die Einheit mit dem Göttlichen oder unserem wahren Selbst erfahren können. Was wir irgendwann einmal als Ungeheuerliches erlebt haben, ist in die Tiefen der Seele versenkt und vergessen worden – oft schon von Geburt an. Die ausgegrenzten psychischen Inhalte liegen als unbereinigtes Material (Psychomüll) in den Tiefen skorpionischer Abgründe und verursachen mit den Jahren einen Dauerstress für Körper und Seele, halten den Geist in Enge, fixen Vorstellungen und Vorurteilen gefangen. Beziehungen scheitern aufgrund von Erwartungshaltungen, Zwangsvorstellungen und Schuldzuweisungen.

Wird dieser kosmische Moment von 15° und 16° Skorpion durch einen NEUMOND aktiviert, kann ein motivierter Geist, der nach Selbsterkenntnis und der Wahrheit forscht, einen derartigen Zuwachs an Kraft, Selbstvertrauen und Mut erhalten, dass er die verdrängten Inhalte und die damit zusammenhängenden Projektionen, Ängste und Zwangsvorstellungen konfrontieren, bearbeiten und schließlich auflösen kann. Tief im Innern vollzieht sich das Wunder des „Stirb und Werde“ als ein geheimnisvolles, unsichtbares Aufblühen der Blume des Selbst: Das Mädchen beginnt zu lächeln. Glühend vor Freude öffnet sich die Blüte des Selbst und entfaltet ihr göttliches Potenzial in reinster Schönheit. Der Mensch ist bei sich angekommen, im eigenen unendlichen Raum. Das wahre Selbst springt gleichsam vorwärts, um die Chancen des Lebens zu ergreifen, geht vertrauensvoll und mit offenem Herzen auf Menschen und Situationen zu, heißt sie bewusst mit einem Lächeln willkommen. Was sich hier im Geheimen vollzieht, ist die die tiefe innerliche Entscheidung, wieder am Leben teilzunehmen und sich auf menschliche Erlebnisse und Gefühle einzulassen.

*Darum werden diese vier Punkte die „vier Tore der Avatarischen Niederkunft“ genannt (von Sanskrit „ava“ und „tri“, herabsteigen). Avatara ist das „Herniedersteigen von einer höheren Stätte (oder Dimension) mit Zustimmung dieser Stätte zum Wohle des Platzes der Ankunft“. Siehe Dane Rudhyar „Astrologie der Persönlichkeit“, s. 214/15 (1979, München)

 

Bewusstseinsarbeit im 6. Haus

DANAE_600_CDie Neumondstellung im 6. Haus legt den Schwerpunkt auf Heilung und persönliche Vervollkommnung. Es ist das am stärksten besetzte Haus. Neben Sonne und Mond finden sich noch Venus und Jupiter darin, Jupiter auf dem letzten Skorpion-Grad greift und denkt schon großzügig in sein eigenes Zeichen Schütze und ins 7. Haus der Begegnungen hinein. Im 6. Haus gleichen wir unsere vermeintlichen Schwächen, Defizite und Unzulänglichkeiten aus, die durch unser Verhalten im 5. Haus entstehen.

In diesem Erdehaus spiegelt sich unser täglicher Existenzkampf wieder, Arbeit, Gesundheit, Krankheit, Erwerbsberechtigung, Erwerbsunfähigkeit… Leistung erbringen, arbeiten müssen für den Unterhalt, sich anpassen, seine Pflichten erfüllen. Wir stehen in einem Dienstverhältnis, müssen uns ein- und unterordnen, unsere Fehler korrigieren, unsere Schulden bezahlen, wir gehen durch Existenzkrisen, das Selbstwertgefühl sinkt. Wir werden unzufrieden, eventuell krank. Wir suchen nach Antworten, streben Veränderungen an, Umschulungen, Berufswechsel, wir wollen helfen, heilen, lehren, unsere Fähigkeiten und Talente zum Einsatz bringen, und gleichzeitig einen Beruf ausüben, zu dem wir uns auch berufen fühlen. Wir suchen nach „Heilmitteln“ und Heilmethoden, um gesund und erfüllt zu sein und den rechten Platz in der Gesellschaft zum Wohle aller einzunehmen.

Die Neumond-Skorpionenergie im 6. Haus wirft uns dicke unerledigte Psychobrocken aus Vorstellungen und Glaubenssätzen vor die Füße, die wir Stück für Stück in täglicher präziser Kleinarbeit abarbeiten, auflösen und bereinigen müssen. Es geht um Bewusstheit und Klarheit, ums Anschauen unserer verdrängten Ängste, Minderwertigkeits- oder Schuldgefühle, um Psychoanalyse, Wiedergutmachung von Fehlern, um tägliche Überprüfung unsrer Glaubenssätze und Zurücknehmen von projizierten Anteilen auf die Außenwelt. Wir lernen, uns selbst zu dienen, unsere Schwächen anzunehmen und in Stärken zu verwandeln. Unser vorgestelltes, einst künstlich erschaffenes „Ich“ darf Stein um Stein wieder demontiert werden, und die ins Unbewusste entsorgten Schattenanteile dürfen so lange angeschaut und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden, bis sie sich im Lichte eine klaren Bewusstseins und liebevollen Verstehens auflösen.

 

Höhere Ziele und Bewusstseinserweiterung

 Fische-Mandala_klVom Neumond im Wasserzeichen Skorpion führen zwei blaue, harmonische Aspekte nach oben zum Fische-Neptun und Steinbock-Pluto. Mit Neptun und Pluto in den Häusern neun und elf werden höhere Ziele und eine höhere Bildung anvisiert, es gibt einen geistigen Bewegungsdrang, geistige Ziele und Ideale, um Freiheit und Weite erfahren zu können und unseren Horizont zu erweitern. Alte Strukturen und Blockaden wollen aufgebrochen werden, vor allem im Denken, und der Vorgang, wie dies geschieht, kommt einem alchimistischen Transformationsprozess gleich (siehe AS-Herrscher Merkur und MC-Herrscher Saturn).

Pluto in neun befähigt uns, in Symbolen und Analogien zu denken und jeden Gedanken, der uns Probleme macht, auf seinen Realitäts- und Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Zusammen mit der fließenden und entgrenzenden Neptunenergie können starre und dogmatische Anschauungen aufgespürt und aufgelöst und durch optimistische Visionen, große Träume und Reformen ersetzt werden. Gerne identifizieren wir uns mit einer großen Aufgabe, engagieren uns für soziale Projekte oder finden zum spirituellen Pfad… Der Geist sucht nach Antworten, Vorbildern, einer stimmigen

Praxis und einem Weg, dem er folgen kann. Mit dieser Konstellation ist es wichtig, nicht irgendwelchen Ideen und Worten von Autoritätspersonen oder auch „heiligen“ Schriften zu glauben, sondern alles selbst gründlich zu prüfen, ob die Methoden und „Hilfsmittel“ auch praktisch anwendbar und zum Wohle der Menschheit sind.

Neptuns transzendierender und sensitiver Einfluss ist notwendig, damit alle erstarrten und verkrusteten Ablagerungen im emotionalen und mentalen Bereich aufgelöst und weggeschwemmt werden können, damit wir behutsam und verständnisvoll mit unseren vermeintlichen Schwächen und Unvollkommenheiten umgehen und wir im Angesicht unserer Ängste und Sorgen die Kraft des Nichthandelns, des Geschehenlassens entdecken. Wenn wir unseren Kontroll- und Handlungszwang bezähmen und die Dinge oder Situationen sich selbst überlassen, werden sie sich so verändern, wie sie es tun. Wir erfahren, wie erleichternd das Loslassen sein kann.

Beide angehängten Aspekte erhöhen die Wahrnehmungsfähigkeit (Zwillings-Aszendent), verstärken die sensitive Wahrnehmung und die Empfänglichkeit für die innere Stimme und Intuition.

AJNA_Bewussseinspfade_400_WZIn der reifen Form vertiefen und unterstützen die harmonischen Aspekte des Neumonds im sechsten Haus die sanfte Transformation im Alltag, schenken uns tiefe Einsichten in die Arbeit, die getan werden muss, wenn es uns wirklich ernst mit der Transformation ist: Erkennen und Integration der eigenen Schattenanteile bzw. der Projektionen. Unser Vertrauen in die göttliche Fügung schenkt uns Erleichterung, es fällt uns zunehmend leichter, die Spielchen des Egos zu durchschauen und ihm die geforderte Aufmerksamkeit zu entziehen. Durch tägliches Üben, ein Zurückziehen in Stille und die Arbeit an der Bewusstmachung entdecken wir einen bisher unbekannten Raum in uns, einen Ort, an dem wir mit unserer unveränderlichen Essenz verbunden sind. Wir fühlen uns unabhängiger, freier, stabiler, haben weniger Angst, denn mit der Gewissheit dieses inneren Raums können wir die kleinen Veränderungen im Außen bewältigen. Die Umstände können und werden sich wahrscheinlich ändern, der Arbeitsplatz, der Wohnort, es mag scheinbare Gewinne und Verluste geben, Anzeichen von Alterung und Verschleiß, doch wir selbst, unsere göttliche Essenz, wird sich nicht ändern.

Eine der Möglichkeiten, wie wir Angst transzendieren, über sie hinaus gehen können, ist die Übung des Geschehenlassens. Wann immer wir uns vor einer Veränderung fürchten und wir beginnen, uns sorgenvolle Gedanken zu machen, können wir es mit diesem Satz versuchen: „Lass es, wie es ist.“ Dabei schauen wir uns einfach nur unsere Angst an, nehmen sie wahr. Wir können auch unsere Gedanken „Ich habe Angst“ oder „Ich fürchte mich vor…“ hinterfragen, ob sie wirklich wahr sind (Methode THE WORK). Wir können den Blick nach innen wenden und hinterfragen „Wer hat Angst“? oder „Wer ist das Ich?“ oder „Wer ist der Beobachter?“. Im täglichen Bewusstseinstraining schmelzen alle Ängste davon wie Schneeflocken im Ozean.

penta4_200Diese Übungen sind befreiend. Sie lösen nicht nur die Ängste auf, sondern auch den, der die Ängste hat und den, der zuschaut. Das Ego hat keine Chance mehr, ihm wird einfach die Basis entzogen. Übrig bleibst du selbst – und dieser offene Raum, der du bist. In diesem Raum wollen wir sein. In diesem Raum sind wir… so wie wir wirklich sind. Das Ego gibt es dort/hier nicht mehr. Es ging unterwegs irgendwo verloren oder wurde befreit.

 

Herrscher von Aszendent und MC

 Mit der Zwillings-Anlage geht es um die Erkenntnis der Dualität, die grundlegende Dualität der Schöpfung (Geist und Materie), in die der Mensch mit seiner Doppelnatur (Persönlichkeit und Seele) hineingestellt ist. Der exoterische Herrscher ist der bewegliche MERKUR, der diese Erkenntnis in seinen Begegnungen (7. Haus) erfährt, denn das Du ist die Ergänzung zum Ich. Der Intellekt ist bereit, das Gegensatzpaar Zwillinge-Schütze zu erfahren und damit der inneren Zerrissenheit ein neues verbindendes Bewusstsein vorzustellen. Hier kommt die VENUS als esoterischer Herrscher ins Spiel als liebende Kraft des Denkens, die eher zusammenfasst und die scheinbar isolierten Einzelwesen oder Persönlichkeitsanteile in einen inneren seelischen Zusammenhang stellt. Hiermit öffnet sich das Denken für die Impulse der Seele und lernt, auf die Bedürfnisse der Seele zu achten, für ihre Impulse offen zu sein, d.h. auf die innere Stimme zu hören und auf intuitivem Weg höhere Erkenntnisse und Wahrheiten zu empfangen.

Vulkan

 Das Sabische Symbol für Merkur auf 8° Zwillinge:

„In den Tiefen der Erde bilden sich neue Elemente“

 Wir erkennen den direkten Bezug zur Neumondenergie in den Urtiefen des Skorpions. Transformation… Stirb und Werde… das Lächeln des Mädchens /der Seele… das Annehmen dessen, was ist.
Auf diesem Schütze-Grad erfasst den Intellekt das alchemistische Feuer, das die menschliche Innenwelt läutert und verwandelt. Äußerlich mag dem Ego noch alles „beim Alten“ erscheinen, doch im Unsichtbaren hämmert Hephaistos in seiner unterirdischen Schmiede unermüdlich an unserem Schicksal – analog zum „Behauen des rauen Steins“ in der Freimaurersymbolik (siehe Aspektbild „vollkommener Stein“). Hier wird ein weiterer Hinweis auf die Notwendigkeit einer Mutation und Wandlung gegeben: Im großen Kessel des Universums formen sich die Metalle. Der innere Alchimist verwandelt saturnisches Blei in das goldene Licht der Sonne. Hier ist eine kosmische Kraft am Werk, die Absicht und Wille zusammenfasst, die unablässig daran arbeitet, die Bestimmung zu erfüllen, das uns Bestimmte, das jedem Menschen Bestimmte. Das neue Gewahrsein wird uns durch URANUS offenbart.

Hier sehe ich auch einen direkten Bezug zum MC im Steinbock und dem Herrscher SATURN in seinem eigenen Zeichen im 8. Haus des „Stirb und Werde“.

Zum MC  29° Steinbock gibt es das Symbol“„Eine Frau liest aus dem Kaffeesatz.“

Alter_200Auch hier geht es um das Dahinterschauen oder nach innen schauen, um die verborgenen Zusammenhänge zu entdecken. Der Drang nach Selbsterkenntnis führt in die tiefsten Tiefen der menschlichen Seele und des Universums. Es ist ein Verlangen nach innerem Verständnis durch alle Lebensumstände hindurch… der Blick nach den Sternen, um mehr über die Vorgänge in unserem Inneren zu erfahren… der Wunsch, die Zeichen deuten und für unsere Entwicklung nutzen zu können. Es ist auch der innere Drang und Wunsch, die Alltagsrealität zu transzendieren und den Raum zu finden, in dem wir wirklich zuhause sind. Die Bestimmung für diesen Neumond ist also, dass wir lernen, durch die äußeren Tatsachen hindurchzusehen und die größeren Prozesse und Zusammenhänge erkennen. Niemand ist eine Insel und niemand existiert getrennt vom Rest der Welt.

1 Wurzelfrau StammfrauSabisches Symbol für Saturn 6° Steinbock:

„Zehn Holzklötze liegen in einem Torweg, der in ein dunkles Gehölz führt“

 Das Symbol spricht von der Notwendigkeit, jedes Unternehmen zu vollenden, bevor man Einlass begehrt zu dem, was hinter der äußeren Erscheinungsform liegt.

Was ist Vollendung? Wir erkennen äußerlich, wenn eine Form vollendet ist, ein Haus, eine Tasse, ein Baum, ein Lebewesen. Doch was ist ein vollendeter Mensch? Theorien, Ideen und spirituelle Konzepte gibt es wahrscheinlich so viele, wie es Menschen gibt. Wann ist der Mensch vollendet? Gibt es wie in der Natur einen Anfang mit einem Samenpotential, das in die Erde / den Körper gelegt wird und dort heranreift, von unserem inneren Gärtner wie eine kostbare Blume gepflegt, bewässert, beschnitten wird, bis diese eines Tages ihre Blüte entfaltet und einen köstlichen Duft verströmt?

Jeder kann sich selbst diese Frage stellen und in sich hinein horchen, wie sich Vollendung anfühlt. Wie fühlt es sich an, wenn ich denke: „Ich bin angekommen“ oder „Ich bin perfekt so wie ich bin“ – die Welt ist vollendet – ich bin vollendet… Dagegen untersuchen wir die Gefühle zu den Gedanken „Ich bin unvollkommen“ – ich spüre einen Mangel – ich muss noch dieses tun, dieses erreichen, um vollkommen zu sein – ich muss dieses oder jenes „werden“

Wenn jemand stirbt, erfahren wir in der Realität, dass seine Lebensform vollendet ist. Sein Leben ist erfüllt, es hat sich erfüllt, sein Potenzial für das Diesseitige und Offensichtliche ist vollendet. Es gibt Theorien vom Jenseits, vom Kommen und Gehen, selbst das I Ging spricht beim Zeichen 64 Vor der Vollendung von einem Übergang in andere Verhältnisse oder Dimensionen. Dieser Übergang kann dann stattfinden, wenn alles in einer Ordnung und Harmonie ist, sich an seinem rechten Platz befindet, wenn Schicksal und Leben im Einklang sind. Wir sind bereit, dasimmlische Wir Altes hinter uns zu lassen – unser Ego, bisherige Identitäten und Rollen, Anhaftungen, Denk- und Verhaltensweisen, Hoffnungen, Erinnerungen. Im Moment des Sterbens oder Übergangs fallen Raum & Zeit zusammen. Und erst, wenn auch die Hoffnung stirbt und niemand da ist, der uns hilft im Sinne einer Verlängerung unserer Identität in eine vorgestellt Zukunft, kann das Wahre und Wirkliche sich offenbaren, eine Wirklichkeit oder ein Bewusstsein, das vollkommen rein und klar ist und unerschütterlich wie ein vollendet geschliffener Diamant, der im Nu alle Illusionen durchschneiden kann..

Vollendung ist auch ein Neuanfang auf einer anderen Ebene: Der innere alchemistische Prozess von 8° Schütze wird erst dann offensichtlich, wenn die Umwandlung bereits stattgefunden hat und damit eine neue Ebene der Wahrnehmung und der Reaktion auf das Leben erreicht ist (das Mädchen „lächelt“). Das in die Erde gelegte Saatkorn ist gekeimt, gewachsen und gereift bis zur Vollendung. Ungeduldiges Vorgreifen und intellektuelle Spekulationen schaden dem Wachstumsprozess. Hilfreich ist die Einstellung des Geschehenlassens „Ich lasse es  s e i n . Am Punkt der Vollendung ist eine Schwelle erreicht (die Zahl 10).  Das Ende ist erreicht, ein Höhepunkt… Welche Gefühle steigen in diesem Moment auf? Ein Tor im Dunkeln suggeriert einen Weg, doch „ich“ kann das Tor nicht öffnen.

In dieser Situation kann „ich“ nicht handeln, keine Initiative ergreifen. Geschehenlassen liegt an, sich eine Pause gönnen, jegliche Kontrolle loslassen. Es geht nicht um Macht, Recht, Stärke oder Gewinn. Es geht um Zuneigung, Vertrauen und Verständnis – in das, was ist. Nicht handeln (wu wei) und innere Distanz zu den äußeren Verwicklungen bedeuten nicht notwendigerweise Schwäche, Ohnmacht oder Minderwertigkeit. In Steinbock/Saturn wirkt das Prinzip von Ursache-Wirkung. Wir ernten, was wir gesät haben. Es kann nur das vollendet und reif werden, was auch tatsächlich als Anlage in uns vorhanden ist, gekeimt und gewachsen ist. Im Klartext: Annehmen dessen, was ist.

 

Das Aspektbild

 Neumond_7.11.2018 Skorpion_KleinBeim Aspektbild fällt gleich die Planetenreihe in der oberen Kreishälfte auf, während die untere Hälfte bis auf den Mondknoten leer bleibt. Der Schwerpunkt im oberen und rechten Raum zeigt ein starkes Streben nach Leistung, Unabhängigkeit, Gipfelpositionen und einem höheren Bewusstsein. Weitere Ziele sind Selbstverwirklichung und berufliche Verwirklichung, Übernehmen von Verantwortung, Hinterfragen von Erfolg und Macht. Große Lernbereitschaft zeigt sich auch im Du- und Umweltbereich, wenn die Lebensgesetze missachtet worden sind und der Mensch, durch leidvolle karmische Erfahrungen weise geworden, sich wieder seinen Mitmenschen zuwendet und erkennt, dass die Menschheit ein Ganzes ist.

Diese Struktur ermöglicht ein Konzentrieren auf hohe Ziele, fördert die Verwirklichung von großen Unternehmungen, die der Selbstverwirklichung dienen und auch für andere nützlich sein können. Eine Gefahr liegt in der Einseitigkeit, der Verdrängung des Trieb- und Instinktbereichs und der Projektion der unbewussten Schattenanteile. Es ist notwendig, sich seiner fehlenden „besseren“ oder „schlechteren“ Hälfte bewusst zu werden und sie in sein Selbst zu integrieren. Das wird auch unter dem psychologischen Begriff der Individuation verstanden.

Eine weitere Besonderheit sind zwei große Vierecke, das einfarbige große rote Quadrat und die dreifarbige doppelte Ambivalenzfigur.

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Stein der Weisen

Das große Quadrat, auch magisches Viereck, Leistungsviereck oder karmisches Kreuz genannt, wird hier von zwei Planeten und den beiden Mondknoten unter Einbeziehung des MC gebildet. Die Planeten und Achsenpunkte stehen im rechten Winkel zueinander stehen. Das Große Viereck stellen ein immenses Leistungsvermögen und Kraftpotenzial dar. In der Freimaurersymbolik wird diese Aspektfigur als „vollkommener Würfel“ oder „vollkommener Stein“ bezeichnet. Das bezieht sich auf die Symbolik des anfänglich rauen, unbearbeiteten Steins, der für einen Menschen steht, der gerade erst beginnt, bewusst an sich zu arbeiten. Dann beginnt das „Behauen des Steins“, das Schleifen der Ecken und Kanten als Symbol für die Arbeit an den eigenen Schwächen, Leidenschaften, übernommenen Glaubenssätzen und Gedankenstrukturen. Das angestrebte Ziel mag Vollkommenheit sein oder zumindest eine Annäherung daran, die Integration aller Ich-Anteile in das übergeordnete Selbst. Vollkommenheit – ein „ verwirklichtes Selbst“? Die vollkommene Form des Menschen kann nur das sein, was sie JETZT ist.

buddha_200Ich habe mich gefragt, was „Vollendung“ bedeutet, wie sich Vollendung anfühlt. Vielleicht ist es ein Ankommen bei sich selbst, ein Erfülltsein von sich selbst. Ich spreche hier von dem inneren göttlichen Raum, der eins ist mit dem wahren Selbst, der angefüllt ist mit reinem Bewusstsein und reiner Glückseligkeit… ein Seinszustand der Fülle und gleichzeitigen Leere, wo sich das Selbst schenkt und gleichzeitig beschenkt wird. Der vollendete Zustand (der innere Raum) symbolisiert Erfüllung als erfahrbaren Seinszustand. Wir erfahren Verbundenheit mit allem, was ist. Mehr und weniger geht nicht.

 

Uranus und das neue Bewusstsein

URANUS auf 30° Widder bildet den Anfang der aufgereihten Planetenkette. Im Verbund mit der VENUS (Widder-Waage-Achse) bildet er den Rand der Schale mit dem Inhalt der Planentenenergien. Nennen wir die Venus in diesem Zusammenhang Anima, Seele, Liebesfähigkeit oder Kraft der Anziehung des Ewig-Weiblichen, die uns „nach oben“ zieht (wie Dante’s Beatrice). Und nennen wir Uranus den Offenbarer eines neuen Bewusstseins, den Willen zur Veränderung/ Mutation und den Willen zur Vereinigung aller Persönlichkeitsanteile mit dem „höheren Selbst“.

Sabisches Symbol für Uranus auf 30° Widder:

„Ein Ententeich mit kleinen Entchen“

Der Lebensspielraum „kleiner Ententeich“ (oder ist es ein Goldfischglas?) symbolisiert unseren überschaubaren, begrenzten Handlungs- und Wirkungskreis, für den wir verantwortlich sind, der unserem Schicksal und Dharma entspricht. Auch wenn wir bereits für eine begrenzte Zeit in die Harmonie der Sphären eintauchen oder transzendente Erlebnisse und Einblicke in eine höhere Ordnung haben durften, müssen wir doch immer wieder zurückkehren auf die Erde, zu unserer irdischen Aufgabe in einem bestimmten gesellschaftlichen Rahmen und Umfeld.

BlickQuelleGemessen am galaktischen Weltenmeer erscheint unser Aktionsradius so winzig wie ein Ententeich. Und doch muss genau hier – in dem Raum, in den das Schicksal uns hineingestellt hat – die Substanz zum konkreten Handeln gefunden werden (Substanz). In unserem begrenzten Lebensspielraum erfahren wir Ursache und Wirkung, säen und ernten, haben unsere Vision von einer höheren Harmonie auf unser eigenes karmisches Wirkungsfeld herunter zu bringen und zu verwirklichen.
Wir haben die Möglichkeit, den Mikrokosmos nach unseren Bedürfnissen zu gestalten und in Übereinstimmung mit unseren Begabungen zu handeln. Denken und handeln wir authentisch, vor allem unter Berücksichtigung unserer natürlichen Grenzen, erreicht uns auch die Harmonie der großen kosmischen Ordnung (des Makrokosmos), schenkt uns Frieden, innere Zufriedenheit und Fülle und großes Vertrauen in unser Schicksal.

Im Gewahrsein dieser geistigen Verbundenheit erkennen wir auch die Verbindung des Saturn-Symbols der „Zehn Holzklötze im dunklen Torweg“ mit dem GROSSEN QUADRAT bzw. Karmischen Kreuz aus Venus-Uranus und den beiden Mondknoten an der IC-MC-Achse. Auch die Mondknoten-Achse steht symbolisch für den Vorgang der Individuation, die „Selbstwerdung“ eines Menschen zu einem ganzen, unteilbaren Individuum. Wir können nur „werden“, was wir bereits sind – und nur noch nicht wissen. Die Energie von Uranus will Licht in diese unerleuchteten menschlichen Zellen bringen.

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Möge es sein.

Zum Wohle aller.

Nachtrag: Der letzte Blogeintrag von gestern (8.11.18) war plötzlich nicht mehr aufrufbar. Technische Hilfe habe ich nicht. Also habe ich den Beitrag erneut geschrieben. ich bitte um Nachsicht.

Sternengrüße

von Sundra

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Energiearbeit – Ätherische Öle für das Sahasrara Chakra (10)

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Mein Vorschlag für die Chakrenölmischung „Sahasrara“

Inhalt: Jojoba- und Sesamöl Bio, ätherische Öle (1 %)

Oud (Adlerholz), Lavendel*, Sandelholz, Elemi, Weihrauch

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Die SAHASRARA Chakrenölmischung

Aus einigen Tropfen des legendären indischen Oud-Attar*, zusammen mit arabischem Weihrauch, dem frischen Elemiöl und dem zärtlich-spirituellen Duft des Lavendelöls aus den höher gelegenen Regionen Südfrankreichs ergibt sich eine besonders edle, ätherische Duftschwingung für das Kronenchakra und die Aktivierung des geistigen Lichtkörpers. Sie eignet sich für die Chakrenarbeit, für Trance- und Phantasiereisen, für Gebet, Ritual und Visionssuche. An der Biochemie erkennen wir, dass es bei diesem Öl für das siebte Chakra keinesfalls um eine Raketenfahrt zur Erleuchtung geht.

*Oud Attar ist eine Co-Destillation von Adlerholz über einer Sandelholzgrundlage

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Welchen Charakter hat das Öl?

1 Wurzelfrau StammfrauZuerst fällt die solide und erdende Basis auf: die ordnende und strukturierende Kraft der Monoterpene (Weihrauch, Elemi, Lavendel). Sie bauen auf, geben festen Halt, wirken koordinierend, konzentrationsfördernd sowie ganzheitlich stärkend und anregend. Ihr Anteil im Verbund mit den anderen Duftmolekülen deutet auf die große Gabe hin, aus dem Lot geratene seelisch-geistige und körperliche Zustände wieder in eine gesunde Ordnung zu führen, die innere Struktur und den Zusammenhalt zu festigen. Psychisch sorgen sie für eine klare Lebensausrichtung, sind dabei anpassungsfähig, mild und geistig offen; äußerlich unterstützen sie die irdische Umsetzung von Erkenntnissen, Visionen, Einsichten und Absichten.

LavendellichtDie Ergänzung durch Monoterpenole (Lavendel, Weihrauch, Elemi) sorgt für eine freudige und lebendige Lebenszugewandtheit, für Spontaneität, einen vielseitigen und unbeschwerten Gefühlsausdruck. Diese Stoffgruppe wirkt adaptogen, das heißt, sie hilft dem Organismus, sich an Stresssituationen und andere veränderte Umweltbedingungen anzupassen und diese auszugleichen: Bei übermäßiger Energie oder Erregung werden die Kräfte zurückgenommen, bei Lethargie oder Mutlosigkeit werden sie verstärkt und wirken stimulierend. Damit bieten sie einen wirksamen Schutz vor Stress. Es geht bei den Monoterpenolen um freien und spontanen Lebensausdruck, Leichtigkeit und Lebensfreude. Dabei werden Achtsamkeit, Mitgefühl und die Wahrnehmung der Umwelt gestärkt und gefördert.

Sandelholz 2_CDie Sesquiterpene/–terpenole (Sandelholz, Oud, Weihrauch, Elemi) bezeugen, dass es hier um innere Werte geht, die als Resultat einer tiefen seelischen Verarbeitung letztendlich zu seelischer Reife und Vollendung führen. Sie sind die „Seelenführer zur Mitte“ und zum ureigensten Wesen, geben Kraft, Stärke und Selbstvertrauen, unterstützen die individuelle und feinstoffliche Ausstrahlung. Als Spezialisten und Alchimisten, Meister der Elemente und des geistigen Feuers sind die Sesquiterpene vertraut mit der inneren Arbeit am Seelenstoff. Sie verstehen sich darauf, Niederlagen, Schicksalsschläge oder traumatische Erlebnisse als Sprungbrett zu höheren Bewusstseinszuständen zu nutzen und negative Erfahrungen in etwas Positives umzuwandeln. Aus dieser alchemistischen Arbeit, die dem Schleifen eines inneren Diamanten gleichkommt, erwachsen große Kräfte und Kunstfertigkeiten, z.B. die Kraft inneren Friedens, des Verzeihens und der Selbstüberwindung. Es ist eine schmerzhafte Operation, doch das Ziel ist die Leiden wert: die Seele bildet sich zur Vollkommenheit aus.

LavendulaDer Beitrag an milden Estern – Hauptinhaltsstoff im Lavendelöl – wirkt im harmonischen Zusammenspiel mit den anderen Stoffen ganzheitlich entspannend und beruhigend. Er verleiht Ausgeglichenheit und nervliche Widerstandskraft, sorgt für gute Ressourcen und Schmerzstillung. Als Stimmungsaufheller sorgen die Ester für heitere Gelassenheit, einen guten Schlaf und eine ausgeglichene Psyche. Sie fördern den zwischenmenschlichen Dialog und stärken den mitfühlenden und verantwortungsbewussten Umgang mit allen Lebewesen und der Umwelt. Sie  machen durchlässig und feinfühlig für Inspirationen aus höheren Ebenen, führen zur inneren Schau und unterstützen die notwendige Auflösung von Illusionen, Selbsttäuschungen und Mystifikationen.

Während uns die Äther (Elemiöl) beflügeln, aus der kollektiven Sphäre herauszutreten und unsere individuellen, schöpferischen Anlagen zu verwirklichen, vertreten die hochbewussten Ketone in den Ölen von Weihrauch und Elemi die Krönung der biochemischen Stoffe und Lebensprinzipien. Sie stehen für die zentrale Instanz des Ich oder Wesenskerns und aktivieren unmittelbar das schöpferische Potenzial in uns. Sie verlangen eine bewusste Zielsetzung und innere Lebensausrichtung, einen bewussten Einsatz des Willens und der Lebenskraft, damit wir unsere Mission auf der Erde erfüllen und uns unter allen Umständen selbst treu bleiben können.

Eine Erweiterung des Bewusstseins wird auch von den Oxiden (Lavendel, Weihrauch) unterstützt, die von einem guten Reflektionsvermögen und einer hohen Geisteskraft zeugen. Wir werden wir angeregt, mit der Kraft des Denkens alle Facetten unseres Lebens zu durchdringen, den Sinn und die Bedeutung daraus zu extrahieren, um bewusste Entscheidungen treffen zu können. Es geht um unabhängiges, freies und schöpferisches Denken und um einen freien Fluss des Atemstroms.

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Weihrauch, arabisch (Boswellia sacra)

Balsambaumgewächse – Element Feuer

Duftprofil: würzig, voll, balsamisch süß mit frischer Harznote

Botschaft:  „Ich berühre dich mit meinem reinen, kristallweißen Licht, zeige dir die Schatten in deinem Erdenkleid, ihre Wurzel und Auflösung.“

Innere Alchemie: Weihrauchöl ist ein Yangöl aus dem Wundharz des sagenumwobenen Boswelliabaumes aus dem arabischen und nordafrikanischen Wüstengebiet. Die goldenen „Tränen“ schützen den Baum vor der lebensbedrohlichen Austrocknung durch die Sonne. In diesem Öl stecken immense Lebens- und Lichtkräfte. Sein mystischer Duft öffnet uns für das Transzendentale, macht durchlässig für höchste Schwingungen und hält grobe Schwingungen fern. Es ist in der Lage, die Energie der Erde mit der des Himmels zu vereinen, vermittelt zwischen der realen und der spirituellen Welt, hilft die Lebensgesetze zu verstehen und fördert die Erfahrung einer ewigen Verbindung zwischen dem körperlichen Dasein und der spirituellen Welt. Das Öl korrespondiert mit den höchsten spirituellen Werten und kann uns mit dem Teil unseres Selbst verbinden, der ewig und göttlich ist.

Da es den Atemrhythmus verlangsamt und vertieft, begünstigt es jede Art von Meditation, innerer Sammlung, Kontemplation, Pranayama und Zurückziehen der Sinne von der Außenwelt. Durch die vertiefte Atmung erhält unser Nervensystem mehr Sauerstoff und gewährleistet die Verarbeitung  und Weiterleitung energetischer Informationen über den Pranafluss. Weihrauchöl wirkt aufhellend und stärkt die Klarheit der Aura, hilft auch beim „Flicken“ energetischer „Löcher“ in der Aura. Ferner wirkt es ausgleichend und harmonisierend, neutralisiert aggressive Energie und das Abziehen von Energie.

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Sandelholz (Santalum album),

Sandelholzgewächse – Element Wasser/Erde

Duftprofil: samtig-warm, sinnlich, weich, holzig, süß-balsamisch, orientalisch, sanft männlich; ein sehr tiefer und lang anhaltender Duft

Botschaft: „Ich verbinde mich mit den Energien der Basis und der Erde, fließe mit ihnen empor durch alle Stufen des Lebens.“ – „Ich lasse mich tragen vom Fluss der Gefühle, Gedanken, Begegnungen und Zeiten.“

Innere Alchemie: Sandelholzöl ist von milder Yangkraft, eine sanfte männliche, liebevolle Energie, deren Macht und Kraft jedoch nicht unterschätzt werden darf. Seine Energie ähnelt einem riesigen kontinuierlichen Lebensstrom wie dem Ganges, der, von den Höhen des Himalaya kommend, auf seinem Weg viele andere Ströme in sich aufnimmt, bis er sich in den tiefen Ebenen von Bengalen breit, ruhig, langsam und mächtig dahinwälzt, in sich ruhend, getragen vom Bewusstsein der Einheit von oben und unten, von Geist und Materie.

Im tantrischen Yoga wird Sandelholzöl sowohl dem höchsten als auch dem niedrigsten Chakra zugeordnet, denn dieses System kennt keine Trennung in Körper und Geist oder in sexuelle und geistige Kraft. In diesem Sinne ist Sandelholzöl ein Tantraduf höchster Erleuchtung, der die Verblendung der trennenden Gegensätze überwinden hilft. Er kann die schöpferische Energie (Kundalini) im Wurzelchakra erwecken und durch die alchemistischen Wandlungsstufen (Energieknotenpunkte) zu höchster Erleuchtung tragen. Blockaden und Stauungen in den Chakren werden auf sanfte aber nachhaltige Weise gelöst und in den großen Energiestrom entlang der Wirbelsäule eingebracht.

Blüte_C_600  Elemi (Canarium luzonicum), Balsambaumgewächse – Element Erde

Duftprofil: süß, frisch, grün, hell, zitronig-harzig, würzig-pfeffrig

Botschaft: „Ich bin gesammelt, hellwach und bereit für die Reise nach innen.“ – „Ich erkenne, dass innen und außen die zwei Seiten einer Goldmünze sind.“

Elemi, der helle, aufreizende Duft mit feurig-pfeffriger Schärfe, verbindet das obere spirituelle mit dem unteren irdischen Chakra und stellt das Gleichgewicht her – bedeutet sein arabischer Name al-lami doch „wie oben so unten“. Elemi wird zur inneren Sammlung bzw. zur Reise nach innen verwendet. Es mag ein Phantasieraum sein, ein Labyrinth oder Refugium, ein Garten oder Farbraum, den der Schauende selbst ausfüllt und bewohnt. Der Raum steht symbolisch für den Geist- oder Lichtkörper, der von jedem spirituell Suchenden bewusst selbst erschaffen und gepflegt wird – ein Ort/Raum des Rückzugs und gleichzeitig ein Gefährt in andere Dimensionen, wenn die anderen Hüllen abgelegt werden.

Innere Alchemie: Elemiöl ist in stärkendes, inspirierendes, lichtbringendes Yangöl und ein ätherisch-lichter Lehrer aus der Pflanzenwelt. Es schützt vor negativer Energie und hilft beim Auflösen und Freisetzen von Blockaden in allen Chakren. Es wohnt ihm die Kraft inne, alles in Gold zu verwandeln, was er berührt, wenn es in höchster Achtsamkeit geschieht. Sein Duft kann alle Chakren, Ebenen und Welten ausbalancieren, sie von Blockaden befreien und helfen, die spirituellen Einsichten und Visionen mit den weltlichen Erfordernissen in Einklang zu bringen. Jeder innere und äußere Raum und auch jede einzelne Aurahülle kann durch den Elemiduft gereinigt, energetisiert und mit Licht angereichert werden. In der Meditation weckt er das Gefühl tiefen Friedens in Verbindung mit vollkommener Klarheit und wacher Präsenz im inneren Zentrum. So leicht wie er die Innenschau fördert, findet er auch wieder in die Alltagswelt zurück.

Durchblick

Oud, Adlerholz (Aquilaria agallocha) bzw. Oud-Attar aus Indien

OudAttar, eine indische Duftrarität, ist das Ergebnis einer gemeinsamen Destillation von Adlerholz mit Sandelholz. Das Öl ist wie Sandelholz, Weihrauch und Elemi ein Duft für die Ewigkeit mit einem Zugang zur Tiefe der Seele: tiefgründig holzig, mystisch und balsamisch-erdig, zugleich holzig-süß, beruhigend, angstlösend, befreiend und entspannend. Der Duft wird zum Einstieg in die Meditation genutzt, eignet sich ebenso für die Chakrenarbeit, Trance- und Fantasiereisen, für Gebet, Ritual und Visionssuche. Als Öl eignet es sich für das Wurzel- und Kronenchakra.

Adlerholz ist eines der kostbarsten und ungewöhnlichsten Hölzer, die weltweit für edle Räucherungen zu Meditation, Heilung und Ritual verwendet werden. Es wird u.a. in der Sufiheilkunst und tibetischen Medizin verwandt. Der immergrüne bis zu 40 Meter hohe Tropenbaum wächst in Thailand, Indien, Indonesien, Kambodscha und Vietnam. Doch das begehrte Aroma wird nur aus einer seltenen pilzbefallenen Art des Kernholzes gewonnen. Dieses Holz ist schwarz, schwer, extrem ölhaltig – und extrem teuer.

Duftprofil: erdig, tief, warm, balsamisch-süß, magisch-mystisch

Duftbotschaft: „Ich vollende und kehre heim.“ – „Ich verneige mich vor dem Mysterium der Schöpfung.“

Innere Alchemie: Das Oud-Attar besitzt starke transformatorische Kräfte, die in Asien auch als Übergangshilfe für hoch entwickelte Seelen zwischen Leben und Tod genutzt werden. Als Hüter der Schwelle hat das Öl initiatorischen Charakter, reicht allen wahrhaft Suchenden die Hand und führt sie über die Schwelle. Es wird zur Heilung geistiger Krankheiten und bei einer tiefen Traurigkeit des Herzens eingesetzt. Bei einer Salbung oder Massage mit Oud-Attar findet eine enorme Energetisierung und Aufladung der Lebenskraft statt. Die Schwingungen von Körper und Geist werden ausgeglichen und stabilisiert, während das Schmerzempfinden gelindert wird. Mangel und Unstimmigkeiten werden energetisch ausgeglichen und lösen sich auf.

lavendel_blumen_500Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

Lippenblütler – Element Luft

Duftprofil: frisch, blumig-krautig, leicht süß, mild, zart holzig, klar

 

Duftbotschaft: „Ich fühle mich innerlich klar. Meine Energien sind ausgeglichen.“ –  „Ich bekomme die Hilfe, die ich brauche.“

Innere Alchemie: Lavendelöl ist ein Merkuröl, in dem Yin und Yang ausgeglichen und nahezu gleichwertig enthalten sind. Während es im Herzchakra vor allem kühlend und ausgleichend auf der emotionalen Ebene wirkt, kommen im Scheitelchakra seine höheren, feinstofflichen Energien zum Tragen. Der Lavendelduft zieht uns nach oben, hebt uns aus dem Alltagserleben heraus. Er erleichtert den Zugang zu Visionen, inspirierenden Gedanken und unterschiedlichsten Perspektiven. In diesem Chakra findet die umfassende, heilsame Natur des Lavendels ihren vollendetsten und klarsten Ausdruck, finden die stärksten mentalen Transformationen statt, die sich als neue Ideen in unserem Bewusstsein verankern.

Lavendelöl aus den höheren Bergregionen schwingt mit einer extrem hohen spirituellen Energie, die noch weit über das Kronenchakra hinausgeht. Dank seiner ausgleichenden, harmonisierenden Wirkungsweise unterstützt es uns in dem Bemühen, den Lebensalltag mit Spiritualität zu erfüllen. Als Bild für die universelle Liebe des Lavendelöls eignet sich die Gestalt eines helfenden Engels oder die eines Bodhisattvas, der bedingungslose Hilfe leistet, um die Schmerzen aller Lebewesen zu überwinden.

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Verwendete Literatur:

Thomas von Rottenburg „Heilkunde der Ätherischen Öle“, Verlag Neue Erde, 2015; Monika Werner/Ruth von Braunschweig: „Praxis Aromatherapie“, Haug Verlag, 2006 ; Harish Johari: „Das große Chakra-Buch“, Bauer Verlag, 1987; Arthur Avalon „Die Schlangenkraft“, O.W. Barth Verlag, 1994; Kinkele/Arndt: „Die Pflanzenhelfer“, Windpferd Verlag, 2015

Ätherische Öle für das Stirnchakra

 

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Für das 6. Chakra (Ajna) habe ich folgende Mischung hergestellt:

Jojoba- und Sesamöl Bio zu gleichen Teilen und ätherische Öle (1 %):

   Lemongras*, Myrrhe, Myrte*, Rosmarin*, Wacholder* (*aus kbA)

Die ätherischen Öle für das Stirnchakra unterstützen Meditation, Gebet und Erfahrungen der Stille. Sie fördern höhere Erkenntnisfähigkeit, verfeinern die Wahrnehmung zur außersinnlichen Wahrnehmung und einem mehrdimensionalen Bewusstsein, schulen die Intuition und Traumfähigkeit, lösen den Geist von irdischen Anhaftungen und dem Pingpongspiel der Gegensätze. Sie unterstützen die Selbstreflexion und stärken die Entscheidungs- und Willenskraft.

Wir stimmen uns auf höhere Schwingungen ein, erkennen größere Zusammenhänge und Synergien, schwingen im kreativen Sternentanz mit dem Kosmos. Die Duftmischung für das Dritte Auge öffnet den Geist für Visionen, Trance- und Fantasiereisen, während das Bewusstsein im Transzendenten verankert bleibt.

 

Ajna, Augen
Ajna, Drittes Auge

Zur Biochemie der AJNA Chakrenölmischung

wacholder-1Vier Stoffgruppen tragen zu einem ausgewogenen Zusammenspiel dieser Chakrenölmischung für das AJNA Chakra bei. Die Sesquiterpene (Myrrhe, Rosmarin, Wacholder) verkörpern tiefgreifende Kräfte und innere Werte, die das Resultat unserer alchemistischen Transformationsarbeit, der  durchlittenen Schmerzen und seelischen Reifung sind. Als „Seelenführer zur eigenen Mitte“ stärken sie unsere ureigenste Ausstrahlung, geben uns Kraft, Zuversicht und Vertrauen, halten uns in ihrer Mitte verankert. Sie üben eine ausgleichende Wirkung auf die Hypophyse und das Hormonsystem aus, mildern Erregung und Unruhe, können zugleich inspirieren und aktivieren und Heilung auf der psychosomatischen Ebene bewirken.

Lemongras gratis_cymbopogon-pixabayDieses weibliche Lebensprinzip innerer Seelenreife wird durch die Duftmoleküle der männlich wirkenden Aldehyde (Lemongras) ergänzt. Diese wirken geistig belebend und erfrischend, sorgen für eine ungetrübte Wahrnehmung, Sinnesklarheit. Sie fördern Kreativität und neue Ideen, lösen mentale Knoten und Verwirrungen, wirken besonders aufhellend aufgrund der Ausschüttung des „Kreativhormons“ Dopamin. Aus der von ihnen geforderten Sinnesklarheit heraus kann Wahres vom Unwahren unterschieden werden. So bleiben uns Irrtümer, Umwege, Illusionen und Enttäuschungen erspart. Die Aldehyde wirken als Katalysator und bringen notwendige Wandlungsprozesse in Gang.

Myrrhe kleinAls Sauerstoffverbindungen beeinflussen die Oxide der Myrrhe das Denken, stehen für ein hochreflektiertes Lebensprinzip und hohe Geistesqualität. Sie sorgen für einen weiten Raum und Klarheit für kreative Inspirationen, wirken stimulierend auf die Lebensgeister, fördern die Denkkräfte und das Reflektionsvermögen. Der Gehirnstoffwechsel und die Ausschüttung des Botenstoffs Acetylcholin werden aktiviert, wodurch nicht nur intellektuelle Leistungen sondern auch Erinnerungs- und Urteilsvermögen sowie die Einsichtsfähigkeit unterstützt werden. Dank ihrer Reinigungsfunktion helfen sie beim Entsorgen von Gedanken- und Psychomüll, befreien von allem Überflüssigen und reinigen die Atmosphäre.

Myrte StrauchEine weitere Ergänzung sind die strukturierenden und ordnenden Energien der Monoterpene (Wacholder, Myrte, Lemongras). Sie wirken allgemein stärkend, festigend, konzentrationsfördernd und geistig stimulierend. Sie bauen auf, sorgen für ein starkes inneres Gerüst und eine gesunde Ordnung des Körpers, geben Halt und Sicherheit. Dabei wirken sie koordinierend, zusammenhaltend, stärken die Funktionen und unterstützen die irdische Umsetzung, sorgen für eine gute Erdung. Die kleine Zugabe an Monoterpenolen sorgt für eine freudige und lebendige Lebenszugewandtheit, für Spontaneität, einen vielseitigen und unbeschwerten Gefühlsausdruck.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Lebensprinzip der Ketone (v.a. im Rosmarinöl) ist mit unserer ureigensten schöpferischen Wesenskraft verbunden. Es fordert und fördert ein höchstes Bewusstsein, um unser Dharma und unseren höheren göttlichen Willen auf die Erde zu bringen und zu verwirklichen. Da es im MANIPURA Chakra vor allem um die Ich-Kräfte und ihren reinen Willensausdruck geht, haben die Ketone hier die Aufgabe, eigene Energie von fremder Energie zu unterscheiden. Das spielt eine wichtige Rolle bei den Autoimmunerkrankungen, bei denen ja eine Ich-Entfremdung vorliegt, die sich bis in den Körperbereich manifestiert hat.

Die beruhigenden und entspannenden Ester (Rosmarin) gleichen extreme Stimmungsschwankungen aus, fördern die Kommunikation mit der Umwelt und bewirken eine heitere Gelassenheit (dank des Botenstoffs Serotonin), während die Aldehyde (Lemongras s.o.) die Tore zu einer tieferen Wahrnehmung und einer Bewusstheit im Jetzt öffnen. Diese Sinnesklarheit versetzt in die Lage, Wahres vom Unwahren zu unterscheiden und den Geist rein zu halten.

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Die ätherischen Öle für das Stirnchakra

Myrrhe (Commiphora molmol)

Duftprofil: bittersüß, herb, balsamisch, warm, ernst, mystisch

Innere Alchemie: ☯ Myrrhenöl synchronisiert beide Gehirnhälften und eignet sich daher hervorragend für das Ajna Chakra. Sein zentrales Thema ist die Verschmelzung von Körper, Seele und Geist zu einer Einheit. Es hat eine direkte Wirkung auf den Hypothalamus, auf die Hypophyse, den Mandelkern und den Sitz der Emotionen. Das Öl besteht größtenteils aus den sehr harmonischen, mittig ausgleichenden Sesquiterpenen und –oxiden.

Wie alle Harze gehört es dem Element Erde an und wirkt in den oberen drei Chakren besonders erdend auf den Intellekt, beruhigt bei Sorgen und Grübelei. Denn: Je tiefer wir in die geistige Welt vorstoßen, umso größer ist die Gefahr, spirituell abzudriften und den Bezug zur Realität zu verlieren, sich in Wunschdenken und Vorstellungen zu verlieren. Die Myrrhe stärkt die Verbindung zum Körper und zum Wurzelchakra und hilft bei der festen Verankerung in unserer Mitte, damit der Geist fliegen kann.

 

Myrte (Myrtus communis, Türkei)

Dupftprofil: frisch, klar, krautigsüß leicht würzig

Innere Alchemie: Myrtenöl ist ein so genanntes Merkuröl mit ausgeglichenem Yang- und Yinanteil. Mit seiner klärenden und reinigenden Kraft kann es sowohl die Aura, das feinstoffliche Umfeld des Menschen, als auch die unmittelbare Atmosphäre reinigen und tiefe Disharmonien auflösen. Der Myrtenduft begleitet durch alle Phasen der Transformation (auch in der Sterbehilfe), bündelt die Energie der drei Nadis am oberen Tor des Dritten Auges, hilft beim Lösen von Stagnationsprozessen und bewirkt energetischen Ausgleich.

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Lemongras, Indisches Zitronengras (Cymbopogon  flexuosis)

Duftprofil: zitrusartig, frisch, grasig, kühl, kraftvoll, leicht, von „hoher“ Strahlung

Innere Alchemie: Das Zitronengrasöl hat Yangcharakter, unterstützt den Verstand bei seiner Arbeit, wenn Ängste und unverdaute psychische Inhalte den Verstand  zu blockieren drohen. Der große Anteil an geistig anregenden Aldehyden wirkt als Katalysator und Reaktionsbeschleuniger und verleiht dem Lemongrasöl eine radikale und tiefgreifende Entscheidungskraft, wenn es um die Bearbeitung und Transformation von noch unverdauten psychischen Stoffen geht. Ganz gleich wie dick die Brocken sein mögen – es schafft sie alle mit spielerischer Leichtigkeit.

 

Wacholder (Juniperus communis)

Duftprofil: fruchtig grün, kraftvoll, erhaben

Innere Alchemie: Der Wacholder ist eine uralte Sonnenpflanze, seit Jahrtausenden als Schutzpflanze bekannt, und durchdringt mit seinem Licht jede Dunkelheit. So ist auch das würzige Wacholderöl ein würdevoller Yangduft, der reife Lebensfreude, Dynamik und eine lichtvolle starke und schützende Aura verleiht. Es reinigt die subtilsten Schichten der Aura, neutralisiert aggressive Energie und das Abziehen von Energie, führt sanft in den Bereich des Übersinnlichen und fördert die Hellsichtigkeit, wenn der Mensch dafür reif ist. Die Farbe seiner indigoblauen Beeren korrespondiert mit der Farbe des Stirnchakras.

 

Rosmarin (Rosmarinus officinali Ct. Cineol)

Dupftprofil: kräftig, warm, würzig, kampferartig

Innere Alchemie: Rosmarinöl hat einen klaren, aufrichtenden Yangcharakter und schenkt eine helle und leichte Aura, die wie ein Schutzmantel wirkt. Es ist sogar in der Lage, die Aura komplett zu erneuern, was der Entwicklung des Herzchakras dient. Dank des Botenstoffs Acethylcholin kann es das Gehirn zu Höchstleistungen anregen und das Gedächtnis stärken. Aufgrund seiner starken geistigen Wirkung besteht auch eine Verbindung zum Stirnchakra und den höheren geistigen Ebenen. Hier kann Rosmarin die Hellsichtigkeit fördern.

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Weiterführende Literatur:

Thomas von Rottenburg „Heilkunde der Ätherischen Öle“, Verlag Neue Erde

Monika Werne, Ruth von Braunschweig „Praxis Aromatherapie“, Haug Verlag

Thomas Kinkele, Petra Arndt „Die Pflanzenhelfer“, Windpferd Verlag

 

Energiearbeit mit ätherischen Ölen (8) Das Ajna Chakra

Ajna, Augen

Das Ajna Chakra

Ajna („Befehl, der von oben kommt“), Stirnchakra oder Drittes Auge /Sitz von Buddhi, der höheren Vernunft und Intuition – Farbe: dunkles Violett, Indigo

Das 6. Chakra schwingt in Resonanz mit dem himmlischen Körper, dem Licht- oder Erleuchtungskörper.

Märzenacker bei Nacht

Das Stirnchakra ist das Befehls- und Steuerungszentrum des Geistes, in dem die polaren Energieströme zusammentreffen und sich zum Einheitsbewusstsein vereinen. Unbewusste Inhalte durchdringen das Tagesbewusstsein, und Visionen, Träume und Eingebungen aus höheren Lichtwelten verbinden sich mit der Intuition. Im Dritten Auge, dem „Auge Shivas“, sind Shiva und Shakti vereint, alle Wahrnehmungen (Gedanken, Gefühle) werden geläutert und entwickeln sich zum sechsten Sinn der außersinnlichen Wahrnehmung (ASW). Mit dem Öffnen des Dritten Auges entwickelt sich die Fähigkeit zur Visualisierung und geistigen Schau, zum Hellsehen, Hellfühlen und zur Telepathie. Fließen die Energien der verschiedenen Bewusstseinsebenen harmonisch zusammen, steht dem Menschen das Tor zum höchsten Bewusstsein, zur Selbsterkenntnis und zum wahren Selbstbewusstsein offen.

Das Ziel auf dieser Ebene ist die Meisterschaft des Bewusstseins, die Kontrolle über Denken, Fühlen und den Geist, die Umwandlung von polarer Energie in ein Bewusstsein der Einheit. Dazu gehört die Projektion des geistigen Willens auf ein Ziel, die Fähigkeit zur Manifestation durch Gedankenkraft und zur Durchsetzung von schöpferischen Ideen.

 

Lavendellicht

 

Mögliche Blockaden im Ajna Chakra

Vorstellungen von getrennten Ichs und getrennten Bewusstseinsebenen verschließen das Tor zur höchsten Erkenntnis, trüben die Sicht und verhindern die Einsicht. Egos nähren sich von Illusionen und Täuschungen, fürchten die Inhalte des Unbewussten und Unterbewusstseins ebenso wie die des Überbewussten. Die größte Illusion der Welt ist die Vorstellung vom Getrenntsein, wenn wir denken, die Dinge existieren einzeln und voneinander getrennt, obwohl sie in Wirklichkeit miteinander verbunden sind. Alle Menschen zusammen bilden die Menschheit und sind e i n Mensch, doch wir leben so, als wären wir in Rassen, Völker, Nationen und Religionen getrennt. Alles ist miteinander verbunden! Die Trennung ist eine Illusion.

Stauungen und Blockaden werden auch durch Unwissenheit und Ängste verursacht, durch die Angst, nicht zu wissen und zu verstehen, durch die Angst vor der Verwirklichung von Träumen und schöpferischen Ideen, die Angst vor der Intensität des Lichts. Bei einer Überbetonung des Rationalen oder übertriebener Ängstlichkeit ist das harmonische Zusammenspiel von Yang und Yin, der Sonnen- und Mondenergie, ebenfalls erheblich gestört.

Ätherische Öle für das Ajna Chakra

Die ätherischen Öle für das Stirnchakra unterstützen Meditation, Gebet und Erfahrungen der Stille. Sie fördern höhere Erkenntnisfähigkeit, verfeinern die Wahrnehmung bis hin zur außersinnlichen Wahrnehmung und einem mehrdimensionalen Bewusstsein, schulen die Intuition und Traumfähigkeit, lösen den Geist von irdischen Anhaftungen und dem Pingpongspiel der Gegensätze. Die Selbstreflexion wird geschult, Entscheidungs- und Willenskraft werden gestärkt.

Sie helfen beim Einstimmen auf höhere Schwingungen, beim Erkennen von Zusammenhängen und Synergien, schwingen mit uns  im kreativen Sternentanz mit dem Kosmos. Die Duftmischung für das Dritte Auge öffnet den Geist für Visionen, Trance- und Fantasiereisen, während das Bewusstsein im Transzendenten verankert bleibt.

Meine Empfehlung hierfür:

Lemongras, Myrrhe, Myrte, Rosmarin, Wacholder

 

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Energiearbeit mit ätherischen Ölen (7) Das Vishuddha Chakra

 

Das Vishuddha Chakra

vish_seri-wirbel-c_birgitVishuddha („rein, makellos“), Hals- oder Kehlkopfchakra /  Element: Akasha (Äther oder Raum), der Sitz von Ton und Klang – Farbe: Hellblau oder Türkis

Das 5. Chakra schwingt in Resonanz mit dem Weisheitskörper, dem höheren Verstand, der feinstofflichen Hülle der Erkenntnis (Vijnanamayakosha). An der Verbindungsstelle von Kopf und Rumpf treffen die unteren, langsam schwingenden Zentren mit den höher schwingenden, geistigen Zentren des Kopfes zusammen. Menschliche Ebene trifft auf Göttliche Weisheit. Akasha als fünftes Element entspricht dem inneren Ort, der Bewusstseinsstufe oder Dimension, auf der die Elemente der niederen Chakren (Erde, Wasser, Feuer, Luft) bis zur Quintessenz verfeinert werden. Alle Elemente lösen sich rein und strahlend in Akasha auf.

Das Kehlkopfchakra ist das Energiezentrum der inneren Wahrheit. Es geht um gelebte Erkenntnis, Wahrhaftigkeit, Authentizität, den Umgang mit schöpferischer Energie und die Fähigkeit zur kreativen Manifestation. Der blaue Raum des Äthers ist die Quelle innerer Weite und Weisheit, von Intuition und Inspiration, ist das Zentrum der Kommunikation und Träume, eine Ebene der All-Verbundenheit. Voraussetzung für gründliche (Selbst-)Erkenntnis, authentischen Selbstausdruck und die Kommunikation mit dem Geist ist eine reine und verfeinerte Selbstwahrnehmung – daher der Name vishuddha, „rein, makellos“.  Persönliche Wunschvorstellungen wollen klar von inspirierender Eingebung unterschieden sein. Mit fortschreitender Reinheit des Halschakras mögen sich geistige Lehren und kreative Lösungen im Traum offenbaren.

Mögliche Blockaden im Vishuddha Chakra

Energetische Stauungen oder Blockaden zeigen sich als Schwierigkeiten im Selbstausdruck, in Schreib- und Sprachstörungen, übertriebener Anpassung oder übersteigertem bis aufdringlichem Auftreten. Es bestehen Ängste vor Kritik und Zurückweisung, vor öffentlichem Auftreten, vor der eigenen Präsenz und schöpferischen Kraft. Angst bewirkt ein Engegefühl im Hals, schnürt die Kehle zu, verschlägt einem die Sprache. Man traut sich nicht, genügend Raum für die eigene Entfaltung einzunehmen, eigene Bedürfnisse zur Sprache zu bringen oder zu verwirklichen. Ein übermäßig starkes Ego mag andere mit seinem Rede- und Kontrollzwang beherrschen wollen, und es besteht die Versuchung, erworbenes Wissen für persönliche Macht oder Vorteile zu missbrauchen.

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Ätherische Öle für das Vishuddha Chakra

Die ätherischen Öle für das fünfte Chakra unterstützen Klärungs- und Denkprozesse, die sich auf das Erkennen und Verwirklichen der eigenen Lebensaufgabe beziehen, reinigen Herz, Gedanken und Sinne für Bewusstseinserweiterung und kreative Inspiration. Ihr feiner frischer Duft, der an Zitrone und Minze erinnert, hilft beim Ordnen und Verarbeiten vergangener Erfahrungen, öffnet den Geist für neue Situationen, schenkt Verständnis und Toleranz gegenüber Andersdenkenden.

Die Öle wirken besonders auf das Atem-/Herz-und Kreislaufsystem, schenken ein Gefühl von Frische und Klarheit. Sie helfen bei der inneren Klärung und Reinigung, beim Abwerfen von Überflüssigem, verhelfen auf diese Weise zur Leichtigkeit des Seins, einem freien, heiteren Selbstausdruck und der Schaffung eines angemessenen Raums für die Selbstverwirklichung. Schüchternen Menschen helfen die Öle, ihre Selbstzweifel zu erkennen und abzubauen, kiritischer und entscheidungsfreudiger zu sein. Robustere Naturen erhalten die Chance, feinfühlig für die Präsenz und Bedürfnisse anderer zu werden und deren Raum zur kreativen Entfaltung zu achten.

Ich wähle für meine Mischung folgende ätherische Öle: Eisenkraut, Zitroneneukalyptus, Kamille blau,  Muskatellersalbei, Pfefferminze.

Die Vishuddha Chakrenölmischung (Biochemie)

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Im Zentrum der Allverbundenheit mit Mensch, Umwelt und Kosmos wird der Gefühlskörper geschliffen, verfeinert und transparent gemacht. Die freudebringenden und lebenszugewandten Monoterpenole legen hier den Fokus auf eine sensible Wahrnehmung der Umwelt, auf Achtsamkeit, Milde und Mitgefühl. Sie halten die Sinne offen, um sie vom Geist befruchten zu lassen, und sie sorgen für eine gut fließende Verbindung zwischen den tragenden Kräften des Wurzelchakras, den gestaltenden Ich- und Willenskräften des Nabelchakras und dem mitfühlenden Energiestrom des Herzens. Als Ausdruckskraft unserer wahren Gefühle sind sie wahre Lichtbringer und Heiler, helfen beim Ausgleich extremer Gefühlsschwankungen, bei der Auflösung von Engegefühlen oder „Knoten“ im Hals.

Die Duftstoffe der Aldehyde (Eisenkraut, Eukalyptus) wirken geistig belebend und erfrischend, sorgen für eine ungetrübte Wahrnehmung. Sie fördern Kreativität und neue Ideen, lösen mentale Knoten und Verwirrungen, wirken stimmungsaufhellend aufgrund der Ausschüttung des „Kreativhormons“ Dopamin. Aus der von ihnen geforderten Sinnesklarheit heraus kann Wahres vom Unwahren unterschieden werden. So bleiben uns Irrtümer, Umwege, Illusionen und Enttäuschungen erspart. Diese Stoffgruppe wirkt als Katalysator und bringt notwendige Wandlungsprozesse in Gang.

Da das Halszentrum als Schnittstelle bzw. „Nadelöhr“ zwischen Kopf und Rumpf eine wichtige Rolle im energetischen Flow der Schöpfungskraft (Kundalini) innehat, ist bei der Zusammenstellung eines Öls darauf zu achten, dass sowohl stimmungsaufhellende als auch entspannende Stoffe (Ester) in ausreichendem Maße vorhanden sind (Muskatellersalbei, Eisenkraut, Pfefferminze, Eukalyptus). Die Ester wirken im Zusammenspiel mit den anderen beteiligten Stoffen ganzheitlich entspannend, vitalisierend und inspirierend, was sich in heiterer Gelassenheit und innerer Ausgeglichenheit äußern kann.

minze_kostenlosDie Stoffgruppe der Oxide (Eukalyptus, Pfefferminze, Muskatellersalbei) verleiht dem Öl für das Halschakra einen frischen, eukalyptusartigen Duft, der sowohl Raum als auch Klarheit für kreative Inspiration schafft. Die Sauerstoffverbindungen wirken stimulierend, wecken die Lebensgeister, fördern und fordern die Denkkräfte und das Reflektionsvermögen. Der Gehirnstoffwechsel und die Ausschüttung des Botenstoffs Acetylcholin werden aktiviert, wodurch die intellektuellen Leistungen – Erinnerungs- und Urteilsvermögen sowie die Einsichtsfähigkeit – unterstützt werden. Dank ihrer Reinigungsfunkton helfen sie beim Entsorgen von Gedanken- und Psychomüll, befreien von allem Überflüssigen und reinigen die Atmosphäre.

Die vorhandenen Geisteskräfte und die Fähigkeit zur Reflektion verbinden sich mit dem zentralen Ich, das hier durch das Lebensprinzip der Ketone (Pfefferminze, Eisenkraut) vertreten ist. Diese fordern, dass alle Erfahrungen bewusst einer klaren Zielsetzung untergeordnet werden, die innere Lebensausrichtung klar und eindeutig ist. Bei entsprechender Schulung sind die schöpferischen Wesenskräfte in der Lage, sich dem höheren Geist bedingungslos zu öffnen und den reinen göttlichen Willen zum Ausdruck zu bringen. Die Ketone wirken klärend, öffnend und anregend auf den Gehirnstoffwechsel, bei Bedarf auch entspannend. Die Botenstoffe Acetylcholin und Serotonin sorgen für eine gute Gehirnfunktion, ein aufgeräumtes „Bauchhirn“, für gute Laune und einen guten Schlaf.

kamille_gratisEin Ausgleich zu den bewusstseinsfördernden und geistig hoch motivierten Substanzen (Oxide, Ketone) wird durch die strukturierenden Monoterpene und die seelisch stabilisierenden Sesquiterpene geschaffen. Während die aufbauenden Formkräfte helfen, die gesunde Ordnung des Körpers aufrecht zu erhalten, geben die Sesquiterpene (vor allem in der Kamille) Kraft, Stärke und Selbstvertrauen. Sie sind „Seelenführer zur eigenen Mitte“, üben eine ausgleichende Wirkung auf die Hypophyse und das Hormonsystem aus, mildern Erregung und Unruhe, bewirken Heilung auf der psychosomatischen Ebene.

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Energiearbeit mit ätherischen Ölen (5) Das Manipura Chakra

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Danae (Aquarell)

Manipura („Palast des Ich“ /„ Stadt der Juwelen“) –

Element: Feuer (Wille, Tat)

3-chakra-sonne_400_cDas Solarplexus- oder Manipura Chakra steht in Resonanz zur Mentalwelt und dem Mentalkörper. Es hat auf der feinstofflichen Ebene die Funktion eines großen Alchemistenofens, in dem persönliche Erfahrungen, Gefühle und vitale Impulse verarbeitet, verdaut und integriert werden und Grobes in Feines umgewandelt wird. Von unten (Sexualchakra, Wasser) drängen die angestauten emotionalen Impulse und Triebe, verlangen nach machtvollem Ausdruck, unmittelbarer Durchsetzung und Integration ins Bewusstsein. Von oben (Luft, Herzchakra) strömt feine, sattvische Energie in den Bauchkessel, drängt nach Ausgleich und geistiger Erkenntnis.

Im „Palast des Ich“, das astrologisch von der Sonne und dem Feuerzeichen Löwe regiert wird, geht es darum, in die eigene Macht und Kraft zu kommen, eine Identität bzw. Bewusstsein („Ich  bin“) auszubilden und die Gestaltung des Lebens in die eigene Hand zu nehmen. Zugleich trifft hier persönlicher Wille auf göttlichen Willen und die Macht des Kollektivs. Da kommt es auf den rechten Standpunkt, die rechte Sichtweise, die richtige Motivation und die rechte Handlung an.

Durch das Zusammentreffen von Wasser (Unbewusstes, Kollektives, Triebe) und Feuer (Bewusstheit, Individualität, Wille, Tatkraft) entsteht ein energetischer Spannungszustand, der äußerste Vorsicht, Bedacht, Disziplin und höchste Bewusstheit erfordert. Von unten wird angeheizt und von oben abgekühlt und destilliert. Wenn sowohl die eigenen Motive gereinigt und geklärt und die sexuellen Triebe des unteren Chakras zum reinen Ausdruck der Liebe des höheren Herzchakras geläutert sind, steht eine große Schaffenskraft zur Verfügung, um Karma (Handlung) und Dharma (inneres Gesetz, Wesensnatur) in Einklang zu bringen, Konflikte zwischen innerem Sein und äußeren Ansprüchen des Werdens aufzulösen und die Kraft im selbstlosen Dienst zum Wohle des Ganzen anzuwenden.

Mögliche Blockaden: Angst vor Macht- und Kontrollverlust, Angst vor der eigenen Macht und Kraft; Angst vor Wut und Ärger, vor Kritik und Versagen; unterdrückte Durchsetzung u. Aggressivität; Selbstmitleid; blockierter Zugang zum Bauchhirn, zur Intuition und emotionalen Intelligenz; Kompensierung von Mangel, Schwäche, Unsicherheit durch ein dickes Ego und Größenwahn.

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Nabelchakra /Solarplexus – Element Feuer – Farbe Gelb

ingwer-3Die ätherischen Öle für das Nabelchakra können nach ihrer Feuernatur ausgesucht werden: Basilikum (Tulsi), Bergamotte, Ingwer, Kardamom, Lorbeer, Oregano, Rosmarin, Thymian, Wacholder, Zimt. „Feuerdüfte“ (z.B. Pfeffer, Ingwer) sind warm, heiß, belebend in ihrer Wirkung, oft stechend oder scharf. Aufgrund ihrer heißen, dynamisch-energetischen Qualität stehen sie in Resonanz mit dem gesamten Verdauungstrakt, den Organen Magen/ Darm, Leber/Galle, Gallenblase, Milz und der Bauchspeicheldrüse. Kardamom z.B. nutzt man seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin zur Entfachung von AGNI, dem Lebens- und Verdauungsfeuer.

Die warmen, würzigen Aromen wirken durchweg als Energiespender, Pusher und Transformatoren, setzen Kräfte und Ressourcen frei, wecken kämpferische Impulse in uns, vermitteln uns das Gefühl „Ich schaffe das!“, nehmen die Angst vor dem Versagen. Sie aktivieren, wecken Lebenslust, Mut und Selbstvertrauen (Bergamotte, Rosmarin, Ingwer, Kardamom), wirken sowohl körperlich vitalisierend (Thymian, Oregano, Zimt), geistig strebend und stimulierend (Wacholder, Lorbeer, Kardamom, Muskatnuss, Rosmarin) als auch geistig entspannend und beruhigend (Majoran, Basilikum, Tulsi, Kardamom). Körperlich wirken sie erwärmend, schmerzstillend, entzündungshemmend, antibakteriell und durchblutungsfördernd. Auch die Ausschüttung von Noradrenalin ist hier von Bedeutung, da dieser körpereigene Botenstoff aktiviert und stimuliert, Körper und Geist anregt.

Im Nabelzentrum kommen Kopf und Bauch, Scheitel- und Solarplexuschakra zusammen. Das erfordert eine stabile und ausgeglichene Psyche, eine gute Verankerung in der eigenen Mitte sowie Mut und Entscheidungskraft, schnell und intuitiv aus dem Bauch heraus handeln zu können.

Die astrologische Zuordnung liegt bei den Feuerzeichen Widder, Löwe, Schütze und der entsprechenden Häuserbesetzung (erstes, fünftes, neuntes Haus). Von den Planeten wirken vor allem Sonne und Jupiter.

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Auswahlkriterien

Auswahl nach der gelben Farbe des Öls, der Blüten, der Früchte

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Ebenso sind die Öle der strahlend gelben Zitrusfrüchte – z.B. Bergamotte, Grapefruit, Limette, Zitrone und Urzitrone – wie geschaffen zur Stärkung des Manipura Chakras. Sie sind wahre Stimmungsaufheller, haben viel Sonnenenergie gespeichert, helfen beim Ordnen, Reinigen, Klären und Konzentrieren der Gedanken, unterstützen Weitblick und Klarheit. Allerdings sind diese Öle nicht sehr lange haltbar und können dann Allergien hervorrufen. Das sollte berücksichtigt werden.

Rose gelbDie gelben, bernstein- und honigfarbenen Öle von Mimose/Akazie, Ingwer, Lemongras, Iris und Zeder eignen sich ebenfalls für das 3. Chakra, doch ebenso für das obere Kronenchakra.

Gelb steht für die intellektuelle Seite des menschlichen Lebens, für  schöpferische Vernunft, Weisheit, Intuition, analytischen Geist, Willenskraft, Logik  und Urteilskraft. Die positiven Aspekte von Gelb bedeuten einen durchgeistigten Intellekt, mentale Wachsamkeit, Gedankenklarheit, Konzentrations- und Unterscheidungskraft,  Weit- und Klarsicht, Lerneifer und geistiges Streben. Die negativen Aspekte können auf Verwirrung, Täuschung, Ängstlichkeit, Unsicherheit und Willensschwäche deuten.

  • Grapefruit „Ich bin leicht und sprühe vor Lebenslust!“
  • Limette „Ich fühle mich wach und frisch wie ein neuer Morgen!“
  • Zitrone (hellgelb) „Hellwach und konzentriert ordne ich meine Gedanken.“
  • Ingwer (hellgelb) „Ich stelle mich jeder Herausforderung!“
  • Kiefer (farblos bis blassgelb) „Mutig mache ich mich auf den Weg!“
  • Mimose (hellgelb)  „Meine Seele bekommt Nahrung und Schutz!“
  • Nelkenknospen (klargelb bis braungelb) „Ich vertraue der heilsamen Knospenkraft des Aufbruchs!“

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Meine ätherischen Öle für das Manipura Chakra

Ich habe die ätherischen Öle für dieses Chakra vorwiegend nach ihrer Feuernatur ausgesucht (siehe oben): Basilikum, Ingwer, Rosmarin, Thymian Thujanol

Zur MANIPURA Chakrenölmischung

(Biochemie)

Im großen Kessel des MANIPURA Chakras werden die vorhandenen Stoffe und Elemente aus den beiden unteren Chakren (Erde, Wasser) auf der höheren Ebene des Feuers geprüft, neu gemischt und miteinander verschmolzen. Hier ist der Übergang von der kollektiven Sphäre zum individuellen Selbstausdruck. Alle Vorstellungen und Gedankenmuster, die unser wahres Wesen, unsere zentrale Macht und unseren Gefühlsausdruck behindern und klein halten, verzerren oder zerstreuen, werden vom inneren Schlangenfeuer verbrannt. Auf der sozialen Ebene kann dies mit einer falschen Beziehungs- oder Berufswahl zusammenhängen. Bevor das Bestehende gewandelt und in Fluss gebracht wird, müssen die tiefsten Schichten durchleuchtet, gereinigt und entschlackt werden.

basilikum-2Die Äther (im Basilikumöl Ct. Methylchavicol) beflügeln uns, unseren unverwechselbaren Wesensaudruck auszubilden, in die eigene Mitte zu kommen und Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen. Dadurch entsteht ein hoher Grad an inner Freiheit mit echter Gelassenheit und einem großen Entspannungspotenzial, der sich positiv und anregend auf den Stoffwechsel auswirkt. Die Äther (Ether) stärken besonders die Nerven, sorgen für nervliche Immunität, die Ausschüttung von „Glückshormonen“ und wirken dadurch entspannend, beruhigend und entkrampfend auf das ganze System. So kann sich auch die „Wut im Bauch“ lösen und wandeln.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Gruppe der Sesquiterpene (Ingwer, Rosmarin, Thymian) ist ganz auf innere Werte ausgerichtet. Sie meistert bei diesem tiefgreifenden, alchemistischen Verarbeitungsprozess die feurigen Ichkräfte, fördert einerseits die Stoffwechselverbrennung und innere Durchwärmung, hemmt andererseits ausufernde Entzündungen. Durch die Kontrolle über das innere Feuer entsteht eine große seelische Reife und Abgerundetheit.

thymian-kostenlos_400Der große Anteil an lebenszugewandten Monoterpenolen (v.a. im Thymian-Thujanol) sorgt für eine positive, freudige Ausstrahlung, ermutigend die Seele zum freien, unbeschwerten Ausdruck, bringt blockierte Gefühle wieder in Fluss und hilft bei der Verfeinerung. Ihre hohe, selbstlose Qualität und milde Süße spricht unser Herz an und wirkt sich wohltuend auf die Nerven aus, sorgt für Beruhigung und Linderung. Die stark ausgleichende Natur sorgt für eine gute Erdung und große Anpassungsfähigkeit.

Auffallend ist auch der hohe Anteil an geistig anregenden Oxiden (Rosmarin, Ingwer, Basilikum). In diesem Zentrum der Willenskraft, gleich an der Nahtstelle zum göttlichen Willen, müssen die Zusammenhänge des Lebens in allen Facetten gedanklich durchdrungen und auf höherer Ebene reflektiert werden. Oxide sorgen für eine bessere Gehirndurchblutung, wirken schleimlösend und damit entlastend im Kopfbereich, fördern das Verlassen eingefahrener Denkgeleise und den kreativen, bewussten Umgang mit dem Wort. Bei dieser Aufgabe unterstützen sie die Ketone mit ihrer inneren klaren Ausgerichtetheit, ihrer geistigen Offenheit und höchsten Bewusstseinskraft.

gelbestantra-dreieckDas Lebensprinzip der Ketone (v.a. im Rosmarinöl) ist mit unserer ureigensten schöpferischen Wesenskraft verbunden. Es fordert und fördert ein höchstes Bewusstsein, um unser Dharma und unseren höheren göttlichen Willen auf die Erde zu bringen und zu verwirklichen. Da es im MANIPURA Chakra vor allem um die Ich-Kräfte und ihren reinen Willensausdruck geht, haben die Ketone hier die Aufgabe, eigene Energie von fremder Energie zu unterscheiden. Das spielt eine wichtige Rolle bei den Autoimmunerkrankungen, bei denen ja eine Ich-Entfremdung vorliegt, die sich bis in den Körperbereich manifestiert hat.

Die beruhigenden und entspannenden Ester (Thymian, Rosmarin) gleichen extreme Stimmungsschwankungen aus, fördern die Kommunikation mit der Umwelt und bewirken eine heitere Gelassenheit (Serotonin), während die Aldehyde (Ingweröl) die Tore zu einer tieferen Wahrnehmung und einer Bewusstheit im Jetzt öffnen. Diese Sinnesklarheit versetzt uns in die Lage, Wahres vom Unwahren zu unterscheiden. Sie stärken Herz und Nerven, befreien von psychischem Druck, klären und reinigen den Geist. Und schließlich sorgen die ordnenden Strukturkräfte der Monoterpene für Kooperation und Zusammenhalt aller Anteile, eine gute Erdung und praktische Umsetzung im Alltag.

Für das Trägeröl wähle ich Jojoba- und Johanniskrautmazerat (Olivenöl)

   Basilikum*, Ingwer*, Rosmarin*, Thymian Thujanol*

(*aus kontrolliert biologischem Anbau kbA)

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Energiearbeit mit ätherischen Ölen (4) Das Svadhisthana Chakra

Svadhisthana

Svadhisthana „Wohnsitz des Selbst“ – Element Wasser (Gefühl, Liebe)

Das 2. Chakra schwingt in Resonanz mit dem Astral- oder Emotionalkörper. Es ist Zentrum, Kanal und Verteilerstelle für die schöpferischen Lebenskräfte und mitverantwortlich für unsere Lebendigkeit und ganzheitliche Gesundheit. Es geht darum, die ursprünglichen, vitalen Energieströme (Kundalini), die aufgrund von Traumata und psychischen Verletzungen blockiert sind, zu erwecken und zu spüren.

drachefrau_cwzDurch dieses Chakra fließen sowohl sinnlich-sexuelle Lebensenergien als auch geistig kreative Ströme. Es geht um lustvolle Beteilung am Leben, um Sexualität, Selbsterhaltung durch Fortpflanzung und Zeugung, um sinnlich-erotische Wünsche und kreative Phantasien. Aus psychologischer Sicht fördert das 2. Chakra die Entwicklung unserer individuellen Anlagen, der Fähigkeit zu erschaffen und zu nähren und unser Bedürfnis nach der Liebe und Süße des Lebens.

 Blockaden: Das Sakralchakra kann durch Gefühle von Schuld und Scham, Minderwertigkeit, Unzulänglichkeit und Ablehnung blockiert sein; Angst vor Sexualität, Sinnlichkeit und Berührung; Ablehnung oder Schuldgefühle im Zusammenhang mit der eigenen Sexualität/ dem eigenen Geschlecht; Angst vor dem anderen Geschlecht; tief sitzendes Gefühl (Wut) sexueller Ohnmacht und Abhängigkeit; geringes Selbstwertgefühl, große innere Unsicherheit, dadurch Neid und Eifersucht; Angst, sich emotional und kreativ auszudrücken; Angst vor Armut und Abhängigkeit.

sva_wasser_500cDas Sakralchakra ist verbunden mit dem Element Wasser und dem Fluss der Lebensenergie und auf körperlicher Ebene mit den Organen, die den Wasserhaushalt in unserem Körper regulieren (Niere, Blase, Blut- und Lymphsystem, Geschlechtsorgane). Es versorgt den physischen Körper mit Energie, weshalb es eine große Rolle zum Beispiel im Chi Gong und Tai Chi einnimmt. Das Sakralchakra ist daher wesentlich für unsere Lebendigkeit und allgemeine Gesundheit mit verantwortlich.

Eine astrologische Zuordnung besteht zu den Wasserzeichen Krebs, Skorpion, Fische, im Besonderen auch zur Achse Stier-Skorpion und Venus/Pluto, den Planeten Mond, Pluto, Uranus/Neptun (Varuna) und der entsprechenden Häuserbesetzung (viertes, achtes, zwölftes Haus).

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Auswahlkriterien

Farbe des Öls: gelborange bis orangerot: Angelika (hellgelb, bernsteinfarben), Benzoe Siam (braunorange, rotbraun), Karottensamen (klar, gelb, orange), Myrrhe (orange, rotbraun), Narde (blassgelb, bernsteinfarben), Patchouli (orangebraun, rötlich), Sandelholz (blassgelb, hellorange), Ylang Ylang (hellgelb, hellorange); Trägeröle Sanddornöl (leuchtend orange) und Johanniskrautöl (leuchtend rot)

Wurzelöle: Angelika, Iris, Narde, Vetiver

Öl aus Samen: Karottensamen

Öle/Balsame aus Hölzern/Harzen: Benzoe Siam, Sandelholz, Elemi, Hoholz, Linaloeholz, Myrrhe, Rosenholz, Tolubalsam, Weihrauch, Zeder, Zimtrinde, Zypresse

Blütenöl: Jasmin, Rose, Ylang Ylang

Fruchtschale: Bergamotte, Mandarine, Orange

Öl aus duftenden Blättern: Rosengeranie

aufgrund der Wirkung: Rosengeranie, hormonell ausgleichend, seelisch stabilisierend, von Herz zu Herz fließende Gefühle, inniglich berührend, hingebungsvoll, offen, lebensfroh, kreativ, erheiternd, vielseitiger und spontaner Gefühlsausdruck, freudiges Geben, Reinheit der Liebeskraft, Wonne, Glückseligkeit (orange)

Trägeröle: Johanniskrautöl (Rotöl), Sanddorn- und Jojobaöl

Meine Wahl fällt auf die fünf Öle: Benzoe Siam, Karottensamen, Rosengeranie, Sandelholz und Ylang Ylang.

  Das Sakralchakra und die Farbe Orange

drachefrau_cwzAktivität und Bewegungsdrang des Feuers (rot) verbinden sich mit der Kontaktfreudigkeit des strahlenden Lichts (gelb) zu einer harmonischen Kommunikation. Das Ergebnis dieser ausgeglichenen Mischung ist das anregende, heitere und hingabefreudige Orange, die Farbe der aufgehenden Sonne. Das ausgewogene Verhältnis von Energie/Gefühl (rot) und Verstand (gelb) führt zu einer positiven Spannkraft, die uns genügend Selbstvertrauen und Lebenskraft gibt, um das zu tun, was uns mit Inspiration, Sinn und Freude erfüllt. Orange ist die Energie des kreativen Selbstausdrucks, die experimentelles schöpferisches Tun und intuitives Wahrnehmen fördert.

In Indien ist Orange die Farbe Krishnas, die Farbe der Erleuchtung, Ekstase und reinen Freude (Ananda). Buddhistische Nonnen und Mönche tragen orangefarbene Gewänder, signalisieren damit ihr Streben nach Erleuchtung und höchster Erkenntnis, verbunden mit großer Freude und Hingabe für den Dienst an ihren Schwestern und Brüdern. Wegen seiner warmen Strahlungs- und Leuchtkraft versinnbildlicht Orange Schönheit und Harmonie. Mit einem ausgeglichenen Wesen sind wir psychisch und intellektuell in der Lage, Instinkte und Sinnesimpulse in schöpferische Kräfte umwandeln.

In den Träumen von Orange kann es um eine offene und lebendige Kommunikation gehen, die, wenn sie mit Nächstenliebe und Erkenntnis einhergeht, zu einer Ausdehnung des Bewusstseins führen kann. Neben der charismatischen, sonnenhaft lichten Ausstrahlung versinnbildlicht der Archetyp des Orange ein lusterfülltes Streben nach Fortschritt, höchster Blüte und Bewusstheit. Orange weckt unsere Lebensgeister und das innere Kind, regt zur spielerischen Entdeckung der kreativen Kräfte und einem freien Umgang mit ihnen an. Das bezieht sich auf körperlich-sexuelle Kräfte wie auf geistige Energien.

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Die Chakraölmischung „Svadhisthana“

Basisöl: Johanniskrautöl (Rotöl), Sanddorn- und Jojobaöe,  ätherische Öle (1 %)

Bei dieser Duftmischung für das 2. Chakra handelt es sich um weiche, sanft fließende und lieblich süße „Wasserdüfte“. Sie berühren auf tiefer seelischer Ebene, bringen die emotionalen Energien ins Fließen, lösen Blockaden und reinigen die beiden unteren Zentren von emotionalen Schlacken. Als Stimmungsaufheller und Seelenbalsam machen sie das Leben leichter erträglich und können die Seele in Staunen, Begeisterung und Jubel versetzen.

Die wichtigsten Essenzen für die beiden unteren Chakren (Wurzel- und Sakralchakra) sind Sandelholzöl (im Osten der traditionelle Tantraduft zur Erweckung der Kundalini), Karottensamenöl und Angelikawurzelöl (siehe 1. Chakra). Da das 2. Chakra ein Kanal für sexuelle und kreative Energien ist, wundert es nicht, dass die zugehörigen Essenzen auch als Aphrodisiakum bekannt sind.

Chakraöl „Svadhisthana“

Ätherische Öle (1 %): Benzoe Siam*, Karottensamen*, Rosengeranie*, Sandelholz, Ylang Ylang

Trägeröl: Johanniskraut-, Sanddorn- und Jojobaöl (Bio)

Biochemie: Sesquiterpene/-terpenole, Ester, Monoterpenole, Monoterpene, Ketone, Äther, Oxide.

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Das Chakraöl „Svadhisthana“ enthält eine zärtlich einhüllende Duftsymphonie aus weichen, sanft fließenden Essenzen von süß-warmen Harzen und Hölzern, nährenden Samen, aromatischen Blüten und Blättern lieblich duftender Blumen. Seine balsamische, schützende Energie legt sich wie ein zarter Seidenkokon um uns, stillt die Sehnsucht nach intimer Nähe, Geborgenheit und Urvertrauen. Der sanfte, süß-warme Duft kann die tief schlummernde Sinnlichkeit freisetzen.

Das Öl ist ein Balsam für die verwundete Seele, die durch das Tal der Tränen gegangen ist, sich nach Liebe, Menschlichkeit und einer innigen Umarmung sehnt. Es fördert nicht nur den feinfühligen Umgang mit anderen, sondern vor allem auch mit uns selbst. Die Mischung wirkt ausgleichend und stimmungsaufhellend, stimuliert die schöpferische Energie (Kundalini), regt die Phantasie und Intuition an.

Das Einschwingen auf die Gefühle setzt genau dort an, wo unterdrückte Wünsche und Bedürfnisse, auch sexueller Art, sich aufgestaut haben und den freien Gefühlsfluss in uns behindern. Die Süße des Duftes macht entspannt und heiter. In einer friedlichen Atmosphäre des Einklangs mit unseren Gefühlen können sich emotionale Belastungen und seelische Verkrampfungen leicht lösen. Der lebendige Strom unserer innersten Wünsche und Sehnsüchte durchdringt die Fassade angepassten Verhaltens und die Mauern der Isolation, erweckt Begeisterung nach lustvoll-kreativem Ausdruck unserer inneren Regungen.

Ohne Anpassungszwänge, Spannungen und innere Unzufriedenheit gestaltet sich auch die Kommunikation mit unseren Mitmenschen harmonisch und ehrlich. Erotisch-sinnliches Erleben kann zu spiritueller Erfahrung erhöht werden.

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Ätherische Öle für das 1. Chakra

Meine Auswahl:

Angelika/Engelwurz, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver.

Die würzig-warmen, erdenden und schweren Düfte wirken seelisch stärkend, zentrierend und stabilisierend, sind sehr duftintensiv. Die Mischung wirkt auf angespannte, überlastete Naturen beruhigend, entspannend und ausgleichend, auf ängstliche, unsichere und erschöpfte Menschen besonders ermutigend, belebend, vitalisierend. Kopflastige und abgehobene Naturen kommen wieder in Kontakt mit ihrem Körper und darüber in Kontakt mit ihrer eigenen Macht und Wurzelkraft. Das Zutrauen in die eigenen Körperprozesse wächst. Eigene Energien und Abwehrkräfte werden erkannt und gestärkt, das Fremde und Unwahre wird bekämpft, ferngehalten bzw. ausgeschieden. Die Muladhara-Mischung stärkt die eigenen Ressourcen, stellt die Verbindung zwischen Geist und Körper, oberen und unteren Chakren her und bringt das gesamte Chakrensystem in Gleichgewicht.

Auf biochemischer Ebene überwiegen folgende Stoffgruppen: Sesquiterpene, Phenole, Monoterpene, Ketone, Ester und Äther.

mula_296px-angelicaarchangelica11. Angelikawurzel (Angelica archangelica), Doldengewächs – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Rauchig-erdig, wurzelhaft, aromatisch-süß, würzig-pfeffrig

Duftbotschaft: „Geh den eigenen Weg!“ – „Sei ein Krieger/Träger des Lichts“ – „Du bist stark, ich baue dich auf!“

Seelisch-geistige Wirkung: ganzheitlich anregend, stark ausgleichend, angstlösend, beruhigend, stabilisierend, aufhellend. Als „Angst- und Kraftöl“ wirkt Angelika positiv auf ängstliche, zurückhaltende und mutlose Menschen sowie bei mangelndem Selbstvertrauen. Der Duft erdet, bringt zurück in die Realität und zu den Wurzeln, und hilft, festen Boden unter den Füßen zu behalten oder wieder zu bekommen. Ermutigend und aufbauend bei jedem Neubeginn, bei Bauchängsten, psychischer Instabilität und einem Gefühl der Überforderung. Der Duft der Engelwurz mildert aggressive Tendenzen, Nervosität und Schockzustände, fördert Entscheidungsfreudigkeit, Kreativität und innere Zuversicht, unterstützt die Zentrierung im Selbst. Verborgene Kraftreserven können erkannt und genutzt werden. Er hilft bei Alpträumen, Schlaflosigkeit und beschützt die traumwandelnde Seele in der Dunkelheit.

Astroenergetischer Bezug zum Erdzeichen Steinbock (Sonne, Aszendent im Steinbock / 10. Haus), zum visionären Feuerzeichen Schütze und den feurigen Planeten (Sonne, Mars, Jupiter), die durch Saturnaspekte geschwächt sind und gemeistert werden können.

Innere Alchemie (feinstoffliche Wirkung): Das Angelikaöl ist energetisch ein Yangöl, stärkend, irdisch aufbauend, stabilisierend, lenkend und regulierend. Die Namen – Engelwurz, Erzengelwurz und  Heiliggeistwurz – erinnern an sein Wesen als Kanal oder Krieger des Lichts, der uns voran geht und den Weg erhellt. Festverwurzelt in der Erde ist die Pflanze mit ihren großen, hoch aufragenden Dolden (kosmischen Antennen) und dicken, hohlen Stängeln (Kanäle) besonders empfänglich für die Energien höherer Lichtreiche. Daher korrespondiert sie auch mit den höheren Chakren, mit der selbstbewussten Feuerenergie des Manipura Chakras (Solarplexus) und den spirituellen Energien des Scheitelchakras. Ihr Duft reinigt die Aura, durchlichtet den Geist. Das Immunsystem wird mit göttlicher Licht- und Lebenskraft gespeist. Duftthema ist das Licht, das Erleuchten dunkler Pfade und der Schutz vor Negativität durch die Gewissheit der eigenen Stärke.

mula_640px-helichrysum_italicum_flowers2. Immortelle (Helichrysum angustifolium/italicum), Korbblütler – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Der Duft ist voll und süß, blumig-würzig, erinnert an Heu, Honig und Curry, zugleich fruchtig, herb-holzig und krautartig, immer warm und erdig. Die sonnengelbe Strohblume „Immortelle“, die „Unsterbliche“, auch „Sonnengold“ Italiens (Helichrysum it.) genannt, ist eine Würz- und Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum.

Duftbotschaft: „Empfange aus meinem Füllhorn ein Meer goldener Ätherkräfte und lass dich wie Danae und Goldmarie vom Goldregen durchdringen. Im größten Unglück bin ich für dich da.“ – „Lass alles Zweifeln und Zaudern und erhebe dich zu deiner wahren Bestimmung!

Seelisch-geistige Wirkung: Das Immortellenöl wirkt ganzheitlich entspannend, beruhigend und ausgleichend, in besonderem Maße stärkend und regenerierend, haltend, bewahrend und aufbauend; es erdet, wärmt, schützt und löst mit seinen strahlenden Lichtkräften auch die dicksten Blockaden. Der warme Duft dieses sonnendurchfluteten Öls wirkt besonders bei innerlich durchfrorenen oder „gefühlskalten“ Menschen, die unter menschlicher Kälte leiden, sich nur schwer fallen lassen können und Angst vor Veränderung haben.

Das Öl ist sehr hilfreich bei psychotherapeutischen Sitzungen: Das Wesen des Immortellenöls hilft beim Lockern und Auflösen von Blockaden und Kontrollmechanismen, kann die Traumfähigkeit intensivieren, den Zugang zu inneren Bildern fördern und tief ins Unbewusste verdrängte Inhalte hervorholen. Bei Furcht vor Albträumen und Kontrollverlust wirkt es erdend und hilft, das Urvertrauen zurückzugewinnen und Probleme mit mehr Gelassenheit zu betrachten. Es leistet erste Hilfe bei Unfällen, Schocks und Verlusten, hilft unmittelbar beim Verarbeiten von Trauer und Traumata, beim Auflösen seelischer Knoten und tief sitzender Ängste. Immortelle erdet Menschen, die zu sehr in ihrem Kopf leben, die Realität und auch ihre Aggressivität nicht wahrhaben wollen. Wenn die inneren Knoten sich lösen und die Bilderflut strömt, brauchen diese Menschen Unterstützung bei der Aufarbeitung ihrer Blockaden.

Astroenergetischer Bezug zum Erdzeichen Stier (Venus) und den Themen Sicherheit, Abgrenzung, Grenzerfahrung, mit der Angst vor Veränderungen und Verlust (Sonne, Mond, Mondknoten, Aszendent im Stier bzw. im 2. Haus) bzw. auf einer höheren Ebene dem Streben nach Erleuchtung, der Umwandlung von Begierde in geistiges Streben (Venusaspekte mit Sonne, Uranus, Neptun, Pluto).

Innere Alchemie: Immortelle ist ein erdendes und wärmendes Yangöl mit starken Antennen zur geistigen Welt, das den Blick extrovertierter Menschen nach innen lenkt, ein blockiertes Wurzelchakra öffnen kann, psychische Tiefenreinigung aktiviert und unterstützt, damit sich Ruhe und Gelassenheit einstellen können. Es aktiviert die rechte Hirnhälfte, stärkt die Intuition bei gelenkten Phantasiereisen und Visualisierungen. Daher korrespondiert das Öl auch mit dem Stirnchakra. Das Wesen des Immortellenöls löst mit seinem Zustrom an vitalen Ätherkräften Verspannungen und Krämpfe, die mit einem Übergewicht an Astralkräften und einem Zuwenig an Ätherkräften zusammenhängen.

            mula_nelkenknospen_640px-syzygium_aromaticum_on_tree3. Nelkenknospen (Syzygium aromaticum) Myrtengewächs – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Der Duft des Nelkenknospenöls ist kraftvoll warm und samtig, von würzig-scharfer Süße.

Duftbotschaft: „Ich gehe für dich in die Tiefe, durch das Feuer der Läuterung und Wandlung. Komm mit mir – in deine ursprüngliche Macht und Kraft! Vertraue der Knospensprengkraft und halte durch bis zum Moment, da Altes von dir abfällt und das Neue sich offenbart!“

Seelisch-geistige Wirkung: evolutionär anregend, stärkend, stimmungsaufhellend; es zieht nach innen und in die Tiefe, dringt vor bis zur eigenen schöpferischen Urkraft, drängt vorwärts auf eine neue Stufe in der Spirale des Lebens; hilft beim Aufspüren und  Verbrennen fremder Einlagerungen, Einflüsse und unwahrer Inhalte, ebenso beim Hervorholen und Integrieren verdrängter Gefühle; es gibt Schutz und Kraft bei Depressionen, Überlastung, Ängsten, Desorientierung und mentaler Verwirrung, hilft bei Stress, Schlaflosigkeit und Unruhe.

Astroenergetischer Bezug zum fixen Kreuz Stier-Löwe-Skorpion-Wassermann, zu Sonne/Pluto, Mars/Pluto und Venus/Pluto, Sonne/Uranus/Pluto.

Innere Alchemie: Mit starker Yangkraft führt das Wesen des Nelkenknospenöls sogleich in die Tiefe, stößt wie ein Laserstrahl durch alle Zivilisationsschichten und Fremdinhalten hindurch, verbindet den Menschen wieder mit der göttlichen Urkraft, einer kraftvollen Mischung aus fruchtbarer Erde und glühender Lava.

Als Hauptvertreter der phenolhaltigen Stoffgruppe dient das Nelkenknospenöl in all seinen Prozessen dem Überleben des Organismus. Für diesen Prozess braucht es ein starkes Abwehrsystem und eine gesunde Portion Aggression, um sich körperlich gegen feindliche Eindringlinge wehren und sich auch seelisch-geistig gegen alles Fremde und Unwahre abgrenzen zu können. Mit aller Kraft feuert es den Stoffwechsel an, stärkt die Vitalität und den Überlebenswillen, meistert Fäulnis- und Eiterprozesse, stärkt das Herz, sorgt für einen erholsamen Schlaf und weckt die eingeschlafenen Kräfte der Lebensbehauptung (Mars). Somit wird das Nelkenknospenöl zu einem unverzichtbaren Öl für das untere Wurzelchakra.

Wo diese mächtige, glühende, vorwärtsdrängende und lebensfreudige Knospenkraft unterdrückt, blockiert oder einfach nicht vorhanden ist, ist der Mensch nicht in seiner eigenen Macht und Autorität verwurzelt, sondern hat sich das mächtige Lebensprinzip aus der Hand nehmen lassen. Er ist zum Diener und Erfüllungsgehilfen fremder Autoritäten geworden, die ihm durch Werbung suggerieren oder per Gesetz diktieren, welche Lebensweise, Nahrung, Medizin oder Gewohnheit gesund, gut und lebensförderlich für ihn ist. Jede Macht und Autorität ist gesund, solange sie lebensfördernd, gemeinschaftsstärkend und mit dem Herzen verbunden sind. Alle anderen Autoritäten sind ungesund, da machtorientiert, kalt, berechnend und erniedrigend für den Menschen.

Durch Hingabe an das Nelkenknospenöl erhalten wir die Gelegenheit, unser Vertrauen in die eigenen Körperprozesse zu erneuern oder zu stärken. Damit schenken wir den Urkräften wieder Vertrauen, die bei Geburt, Pubertät, Menstruation und in der Menopause wirken, ebenso den lebenserneuernden und regenerativen Prozessen bei der Krankheitsbewältigung. Schließen wir diese urgewaltigen Kräfte aus unserem Leben aus, indem wir sie leugnen oder ignorieren, richten sich ihre Kräfte eines Tages gegen uns selbst – als autoaggressive Tendenz einer Krankheit, Beziehung oder schädlichen Gewohnheit (z.B. Sucht).

Das Nelkenöl versetzt uns in die Lage, unseren Weg der natürlichen Seelenreifung Stufe für Stufe durch die Chakren voranzuschreiten und uns den Wehen einer inneren psychischen Schwangerschaft hinzugeben. Wir lernen, dem alchemistischen Feuer zu vertrauen, das die Substanz unserer Innenwelt läutert und verwandelt. Und schließlich sind wir bereit, uns bis in letzter Konsequenz dem Wandlungs- und Erneuerungsprozess hinzugeben, bis die Mutation oder der Sprung auf eine neue Ebene des Gewahrseins und der Reaktion auf das Leben stattgefunden hat – dank der Nelkenknospenkraf

mula_silberbeifus_5004. Silberbeifuß (Artemisia arborescens) Artemisiagewächse – Element

Duftprofil: Der Duft des Silberbeifußöls ist kraft- und gehaltvoll, würzig und warm, zugleich grün-holzig-frisch und von dunkler, befreiender Süße. Der Atem wird tief, der Kopf wird frei. Mit der ihm innewohnenden elementaren Kraft übernimmt dieser geheimnisvolle Duft sogleich die Führung und zieht fast magisch in die Tiefen des Körpers und der Erde.

Duftbotschaft: „Ich führe dich auf unbekannten Pfaden zu deinem tiefen Schöpfungsquell. Öffne dich dem Potenzial deiner Zukunft und lass das Gestern hinter dir! Empfange meine unbändige Lebenskraft und mache dich frei für deine wahre Berufung!“

Seelisch-geistige Wirkung: Das Wesen des Silberbeifußöls ist ein „Seelenführer zur eigenen Mitte“ und ein Spezialist für psychosomatische Beschwerden. Es gibt Mut, Kraft und Selbstvertrauen für den individuellen Weg und die Entfaltung des eigenen Wesenskerns, um die ausgetretenen Pfade verlassen und alles Konditionierte und Aufgesetzte abstreifen zu können. Es beruhigt, entspannt, führt zu innerer Gelassenheit und der Gewissheit, selbst die dunkelsten Aspekte in hilfreiche Energien umwandeln zu können. Ängste, Traumata, Süchte und schwere psychische Belastungen können sich in einer entspannten und friedlichen inneren Haltung lösen. Das Öl wirkt ganzheitlich befreiend, weitend und stärkend, bringt aus dem Kopf tief in den Körper.

Innere Alchemie: Die Nachtmeerfahrt zu sich selbst führt tief ins Reich der Schatten. Die tiefblaue Yangkraft des Silberbeifußöls drängt hier mit wilder Entschlossenheit aus dem Quell der geheimnisvollen Tiefe, löst dabei alle verdrängten Gefühlsbrocken aus Wut, Trauer, Bitterkeit und Angst, die unsere kreativen Schöpferkräfte und damit den Ausdruck unseres Wesens lahmgelegt, geschwächt und in Schach gehalten haben. Dabei mag sich autoaggressives, von Süchten und unbewusster Todessehnsucht getriebenes Handeln offenbaren und zur Schattenarbeit auffordern, denn die Stoffgruppe der Ketone im Silberbeifußöl fordern und fördern neben der bewussten Ich-Entfaltung auch eine konsequente Ausrichtung auf das Lebensziel schöpferischer Selbstverwirklichung, was die Verantwortung für das eigene Leben einschließt. Das ganze Wesen dieser Pflanze drängt nach Klarheit, Weite, Direktheit und freien Selbstausdruck.

Unerlöstes und erlöstes Potenzial: Während sich ein Zuviel der Yangkraft als Zügellosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Machtmissbrauch, Herrschsucht und im destruktiven Gebrauch der sexuellen Kräfte äußert, zeigt sich das Zuwenig in geschwächtem Lebenstrieb, fehlendem Mut, Halbherzigkeit, mangelnder Risikobereitschaft und Lebensfreude. Wo die Schöpferkraft brachliegt, die Energie sich weder heiß noch kalt äußern darf, sondern immer nur lau oder auf Sparflamme gehalten wird, verkümmert auch die Lebenskraft. Das Leben wird freud-, farb- und geistlos, unerotisch, fad. Welchen Sinn sollte es (noch) haben… Menschen resignieren, werden apathisch, des Lebens überdrüssig, neigen zu Depressionen und Autoaggressivität – wo dies nicht bewusst ist, äußert sich das Brachliegen der geistigen und schöpferischen Kräfte als selbstzerstörerische Krankheit.

Das Silberbeifußöl ergreift mit seinem Wesen den Menschen dieser Zeit, legt den Finger in die Wunde, akzeptiert keine Halbheiten, zeigt auf die Schattenanteile und drängt zur Katharsis. Alles Unechte, Halbherzige und Erstarrte, alles Zögerliche, Ängstliche und Bequeme, das einer echten Lebendigkeit im Wege steht, wird in seinen Grundfesten erschüttert und aufgelöst. Dann steht der Erneuerung der Lebenskräfte nichts mehr im W

mula_wiki_640px-vetiveria_zizanoides_dsc078105. Vetiver (Vetiveria zizanoides) Süßgräser – Element Erde/Wasser

Duftprofil: „Duftende Wurzel“ oder „Duft der Ruhe“ wird es in seiner Heimat (Java, Indien, Sri Lanka) genannt. Es wird aus der aromatischen Wurzel eines exotischen Grases gewonnen. Der Duft von Urvertrauen nd Geborgenheit ist weiblich umfangend und haltend: dunkel, tief, erdig-schwer und warm-würzig, holzig, süßlich-herb, etwas moosig und modrig wie feuchter Waldboden.

Botschaft: „Sich annehmen und lieben“.

Seelisch-geistige Wirkung: Bei Unsicherheit, Rastlosigkeit, Entwurzelung, mangelndem Selbstvertrauen und depressiven Verstimmungen wirkt Vetiver stimmungsaufhellend, seelisch aufbauend und beruhigend, schenkt Bodenhaftung und stärkt den Kontakt zum Körper. Es führt den Menschen zu seinen Wurzeln, tief in den Gefühlsbereich, durchbricht dabei alte Schutzmauern (erstarrte Abwehrhaltung), die zum Schutz vor Gewalt und Verletzung einst aufgebaut worden sind, holt aus der Kopflastigkeit in den Bauch und sorgt zugleich für ein breites, starkes Fundament.

mula_wiki_vetiveria_zizanioides0Vetiver ist ein altbewährtes Schutz- und Schwellenöl, ein „Erdungs-Öl“, wenn nichts mehr geht und alles nervt, bei Krankheitsschüben, Belastungen und Bewegungseinschränkungen, ganz besonders bei psychischen Verletzungen, sexuellen Traumata… Vetiver hilft, unerlöstes Leid und Kummer zu verarbeiten. Es bringt auf den Boden der Tatsachen zurück, öffnet das Tor zu verdrängten Gefühlen und unverwirklichten Anlagen, erneuert das Vertrauen in die eigene Überlebenskraft, den eigenen Wert.

Astroenergetischer Bezug zur Jungfrau-Energie (Sonne, Mond, Mondknoten oder Aszendent in Jungfrau/6. Haus; Merkuraspekte).

Innere Alchemie: Vetiver ist ein starkes Yinöl mit aufsteigender Yangkraft. Die Essenz hat etwas Mütterlich-Beschützendes, das uns an die Erdmutter oder „Wurzelfrau“ erinnert. Sie entspricht dem „Geist des Tales“, der nie stirbt (Tao), der Urmutter, von der Laotse sagt: „Ihr Tor ist die Wurzel von Himmel und Erde“. Das Wurzelchakra (wei-lu am unteren Ende der Wirbelsäule) wird in der chinesischen Alchemie von der inneren Lebensenergie „Schwanztor“ oder „unteres Passtor“ genannt. Hier endet der Fluss der abwärts gerichteten Yinkraft der vorderen Funktionslaufbahn (renmai, Yin) und beginnt der Aufstieg der Yangkraft in der hinteren Lenkerleitbahn (dumai, aufwärts gerichtetes Yang).

Vetiverwurzelöl eignet sich für die drei unteren Chakren, wirkt jedoch besonders auf das Wurzelchakra ein, sorgt für eine dauerhafte Verbindung zwischen Geist und Körper, oben und unten. Ansonsten reguliert und harmonisiert es den Fluss aller Chakren, stimuliert das gesamte endokrine System und hält es im Gleichgewicht.

Bildquellen:

Angelika:  AngelicaArchangelica1.jpg
Immortelle: Helichrysum italicum.jpg
Nelkenknospen: Syzygium aromaticum on tree.jpg
Silberbeifußöl: Maienfelser Naturkosmetik
Vetiver:  Vetiveria zizanoides dsc07810.jpg
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Energiearbeit mit ätherischen Ölen (3) Das Muladhara Chakra

 Muladhara („Grundlage“) – Element: Erde (Verwirklichung, Manifestation)

Das Wurzelchakra schwingt in Resonanz mit der materiellen Welt, dem physischen Körper und dem feinstofflichen Ätherkörper. Das Muladhara ist Sitz der Kundalini, das Zentrum der Energieversorgung für den gesamten Organismus und die Grundlage für Selbsterhaltung und Selbstverwirklichung.

Blockaden: elementare Lebens- und Überlebensängste aufgrund von Traumata, karmischen Erlebnissen und schweren seelischen Verletzungen; man ist zu „abgehoben“ und kopflastig, zu wenig geerdet; Unzulänglichkeitsgefühle, mangelnde Zugehörigkeit und Verwurzelung in der eigenen Mitte (Entwurzelung), Essstörungen, Schlafstörungen, schwaches Immunsystem, scheinbare Schutzlosigkeit, Identitätsverlust, mangelndes Urvertrauen / Selbstvertrauen, große Unsicherheit, Angst vor Veränderungen, nicht loslassen können.

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Ätherische Öle für das Wurzelchakra

Das Muladhara oder Wurzelchakra hat die langsamste Schwingung und bildet die Grundlage für alle höheren Aktivitäten. Hier stärken die „Erddüfte“ und Basisnoten – vorwiegend von Holz- und Wurzelölen – die Körperenergie und die Verankerung im Ich. Sie fördern eine gesunde Erdung und Beziehung zum Körper, geben Halt, wirken ausgleichend (dynamisierend und/oder beruhigend), dringen bis ins Reich der Dunkelheit (Unbewusstes) vor. Sie helfen beim Überwinden von Hindernissen und selbst gesetzten Grenzen, wirken schützend und reinigend. Psychisch geht es um die Erweckung und Verwirklichung der inneren schlummernden Kräfte. Dazu ist es notwendig, furchtlos bis zu unseren eigenen Wurzeln vorzudringen.

Die Erddüfte haben einen körperlichen Bezug zum Knochengerüst (Steinbock/ Saturn), zum Magen-Darm-System (Jungfrau/Merkur) zu Gewebe, Haut, Nahrungsaufnahme (Stier/Venus) und zur Körperabwehr (Widder, Mars). Natürlich kann jedes ätherische im Trägeröl auch einzeln verwendet werden. (Dosierung siehe unten).

Die astrologische Zuordnung liegt bei den Erdezeichen Stier, Jungfrau, Steinbock, dem Planeten Saturn und der Widder/Mars-Thematik (Ich-Durchsetzung).

 

Auswahlkriterien

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Würfelfrau (Aquarell)

 Farbe des Öls: von braun über rötlich-braun bis honig- und bernsteinfarben: Angelika (hellgelb bis bernsteinfarben), Benzoe Siam (rotbraun), Cassia (rötlichbraun), Immortelle (goldgelb bis leicht rötlich), Narde (blassgelb bis bernsteinfarben), Patchouli (hellgelb/ orangebraun mit Rotstich bis dunkelbraun), Thymian Thymol oder Roter Thymian (rötlichbraun), Zimtrinde (rotbraun) und Drachenblut (blutrot)*

Wurzelöle: Angelika, Ingwer, Iris, Narde, Vetiver

Öle/Balsame aus Hölzern, Rinden, Harzen: Benzoe Siam, Elemi, Hoholz, Linaloeholz, Myrrhe, Oud, Rosenholz, Sandelholz, Tolubalsam, Weihrauch, Zeder, Zimtrinde, Zypresse

Biochemie: Das Nelkenknospen- und Silberbeifußöl habe ich aufgrund seiner biochemischen Zusammensetzung ausgewählt.

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Johanniskrautöl (Rotöl)

Trägeröl: leuchtend rotes Johanniskrautöl (Rotöl), gemischt mit Jojobaöl.

 *Auch der blutrote Baumsaft – er ist kein ätherisches Öl! – von Croton lechleri, Drachenblut oder Sangre de Drago, eignet sich für das Wurzelchakra (separat und pur einmassieren). Der Saft des Drachenblutwesens führt zur eigenen Stärke, schenkt Mut zur Tat und wirkt sehr tiefgreifend auf uralte Verletzungen, Verschattungen, Fesselungen und Lähmungen ein. Hier empfehle ich das Buch von Thomas von Rottendorf: Heilkunde der Ätherischen Öle“, Verlag Neue Erde

Das Wurzelchakra und die Farbe Rot

Rot ist eine mächtige, dominierende Farbe, die körperlich intensiv und nah erfahren wird. Sie ist eine Symbolfarbe persönlicher und seelischer Aktualität. Wo sie auftaucht, ist Bewegung, Erregung und Entzündung, Liebe, Leidenschaft und Kampf. Oder es ist Gefahr in Verzug. Rot symbolisiert das Feuer des Geistes, der Seele, des Lebens und des Körpers. Es ist auch die Farbe des Blutes, der starken Gefühle (Feuer & Flamme), sexuellen Leidenschaften und Begierden.

Rote Symbole zeigen uns Dinge und Eigenschaften, die uns nahe stehen, mit denen wir uns identifizieren, für die wir kämpfen, uns von ganzem Herzen hingeben und aufopfern. Erscheint das Rot im Zusammenhang mit Gewalt, Verletzung und Draufgängertum, kann es auf eine zu starke Ich-Verhaftung hinweisen. Wir erhalten dann die Gelegenheit, diese Wahnvorstellung in die Weisheit der Einsicht zu wandeln

gelbestantra-dreieckRot in Träumen: Menschen, die spirituelle Übungen praktizieren und mit Mandalas und Meditations-Gottheiten (Yidams) arbeiten, können von roten Formen der Shakti (göttliche Energie) als Schlange (Kundalini) oder von Weisheitsfrauen (Dakinis) träumen, durch deren Kraft alle störenden Gefühle in Weisheit umgewandelt werden. Rote Kraftfelder, rote Räume, rote Energievorhänge und Strahlen sind Symbole des Dhyani-Buddhas Amitabha (Sanskrit „Unbegrenztes Licht“). Seine rote Strahlung und die „Weisheit unterscheidender Klarschau“, die er versinnbildlicht, heben Leidenschaft und Begierde auf. Rot kennzeichnet die elementare Feuerenergie vieler Götter und Schutzgottheiten der östlichen Welt, wie Agni und Brahma, Shiva oder Rudra. Rot ist die Farbe des Werdens und der manifestierten Schöpfung. Rot zeigt die Seele in Aktion als unser eigenes Selbstbild.

GRANAT
GRANAT (Öl)

 

Die Ölmischung „Muladhara“

Angelika, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver.

Trägeröl: Johanniskraut- und Jojobaöl

Die würzig-warmen, erdenden und schweren Düfte wirken seelisch stärkend, zentrierend und stabilisierend, sind sehr duftintensiv. Die Mischung wirkt auf angespannte, überlastete Naturen beruhigend, entspannend und ausgleichend, auf ängstliche, unsichere und erschöpfte Menschen besonders ermutigend, belebend, vitalisierend. Kopflastige und abgehobene Naturen kommen wieder in Kontakt mit ihrem Körper und darüber in Kontakt mit ihrer eigenen Macht und Wurzelkraft. Das Zutrauen in die eigenen Körperprozesse wächst. Eigene Energien und Abwehrkräfte werden erkannt und gestärkt, das Fremde und Unwahre wird bekämpft, ferngehalten bzw. ausgeschieden. Die Muladhara-Mischung stärkt die eigenen Ressourcen, stellt die Verbindung zwischen Geist und Körper, oberen und unteren Chakren her und bringt das gesamte Chakrensystem in Gleichgewicht.

   muladhara_tor-rot_c Chakraöl „Muladhara“

Ätherische Öle (1 %): Angelika, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver (kbA)

Trägeröl: Johanniskraut- und Jojobaöl Bio

Biochemie: Sesquiterpene, Phenole, Monoterpene, Ketone, Ester, Äther

In meinem Chakraöl MULADHARA vermitteln die anregenden Phenole des Nelkenknospenöls (90 %) einen Zugang zu den Urkräften der Erdtiefe, stärken den Überlebenswillen und die Kraft der Selbstbehauptung, helfen beim Aufbau einer gesunden Abwehr. Die Monoterpene in den Ölen von Angelika (90 %) und Immortelle (24 %) besitzen die Gabe, aus dem Lot gefallene Zustände wieder in eine gesunde Ordnung zu führen und die innere Struktur zu stärken.

Den Hauptanteil nimmt die große Gruppe der Sesquiterpene und –terpenole ein: im Nelkenknospen-, Immortellen-, Silberbeifuß- und Vetiveröl. Als Seelenführer können sie zur eigenen Mitte führen, für einen soliden inneren Halt sorgen, ein angeknackstes Selbstvertrauen heilen. Ihr inneres alchemistisches Wirken führt zu seelischer Reife und Abgerundetheit. Sie helfen bei chronischen und psychosomatischen Beschwerden.

Die Stoffgruppe der Ketone (Immortelle, Silberbeifuß, Vetiver) vertritt ein hochbewusstes Lebensprinzip, aktiviert den Gehirnstoffwechsel, wirkt seelisch und geistig klärend, öffnend und stimulierend, erfordert einen bewussten, ich-gesteuerten und willensstarken Umgang mit den frei werdenden schöpferischen Kräften. In geringer Dosierung wirken die Ketone auch entspannend und stärken unsere zentrale Instanz, auf dass wir unserem Wesen treu bleiben.

Im Silberbeifußöl sind geistig anregende Ketone (20 %), stabilisierende Sesquiterpene (30-40 %) und die nach Individualisierung drängenden Äther (5 %) hervorragend ausbalanciert. Der kleine Anteil an Äther fördert den eigenen Wesensausdruck, drängt zur Verwirklichung der in uns schlummernden Anlagen (Kundalini!) und nach geistiger Selbstverwirklichung.

Die Ester im Öl von Immortelle (45-70%) und Nelkenknospen (6-11 %) sorgen für den Wohlfühlfaktor in dieser Mischung, für einen harmonischen Ausgleich, eine ganzheitliche Entspannung und einen guten Schlaf. Durch die Ausschüttung von Serotonin stimmen sie heiter und fördern die entspannte Kommunikation mit den Mitmenschen.

Besonders ausgeglichen sind die drei Stoffgruppen der Ester (schmerzstillend, entspannend), Monoterpene (strukturstärkend) und Ketone (bewusstseinsbildend) im Immortellenöl, das von dieser Kombination seine regenerativen, entkrampfenden und nervenstärkenden Eigenschaften erhält. Das geistige Wesen des Immortellenöls schüttet ein ganzes Füllhorn an goldgelben Licht- und Lebenskräften aus, gleicht im Wurzelchakra jedes Zuviel an astraler (emotionaler) Energie aus, und das Silberbeifußöl unterstützt den Segen des „unsterblichen“ Wesens (immortelle) seinerseits durch eine enorme Steigerung der Ausschüttung des Glückshormons Dopamin.

 

Schmetterling & Blüte
Schmetterling & Blüte

Das Chakraöl für den eigenen Gebrauch

Beim Kauf von ätherischen Ölen für die feinstoffliche Aromatherapie sollten Sie nur die beste Qualität verwenden, das heißt, Öle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder aus wild wachsenden Heilpflanzen. Die ätherische Lebenskraft dieser Pflanzen ist auf jeden Fall gesünder und vitaler als die der chemisch behandelten Öle. Einer Extraktion mit Lösemitteln ist in jedem Fall die Wasserdampfdestillation vorzuziehen.

Noch etwas: Ätherische Öle aus Apotheken, die von unbekannten Firmen oder dubiosen Apothekern hergestellt worden sind, müssen diesen Anspruch nicht erfüllen und sind für eine feinstoffliche Behandlung der vitalen Zentren ungeeignet. Suchen Sie sich lieber einen oder mehrere vertrauenswürdige Lieferanten, die sich bei den Aromatherapeuten und im Netz bereits bewährt und herauskristallisiert haben. Ich kaufe bevorzugt die Öle von Maienfelser Naturkosmetik, von Prof. Wabner, Farfalla und Primavera. Bei Primavera-Artikeln lohnt sich der Preisvergleich im Internet.

Für die feinstoffliche Anwendung der Öle in einem Trägeröl reicht eine geringe Dosierung von 0,5 bis 1 % bereits aus. Hier ist weniger mehr, denn sonst geht die feinstoffliche Wirkung verloren, wird von gröberen und schwereren Duftmolekülen einfach „weggeschwemmt“ oder überlagert.

Feuerschlange, Acryl
Feuerschlange (Acryl)

Um das Wesen und die Wirkweise eines ätherischen Öls ganzheitlich zu verstehen, ist es sinnvoll, sich innerlich mit dem Öl zu verbinden und sich für seine energetische Botschaft zu öffnen. Das kann jeder auf seine Art tun, durch achtsames und meditatives Riechen, durch tägliches Üben der ätherischen Wahrnehmung und durch die Schulung der Wahrnehmung, in welchem Körperbereich das Öl wirkt, welche Empfindungen und Assoziationen es dort auslöst, welche Bilder es aus dem Unbewussten freilässt.

Es sollte jedem Anwender bewusst sein, dass er/sie durch eine feinstoffliche Behandlung der Chakren keine körperliche Erkrankung heilen kann. Eine selbst durchgeführte Massage im Bereich der Chakren ist beruhigend und erdend. Wir entwickeln ein größeres Bewusstsein für die verschiedenen Energienbereiche und dürfen vielleicht erfahren, dass sich emotionale und körperliche Spannungen lösen.

 

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Wurzelfrau, Stammfrau

 

 

Energiearbeit mit ätherischen Ölen (2) Die Chakren

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Wiki-Yoga-Vidya Quelle: Wiki Yoga-Vidya

Chakren (chakra: „Kreis, Rad“) sind psychische Energiezentren von feinstofflicher Energie, die entlang der Wirbelsäule angeordnet und durch feine Kanäle (Nadis) miteinander verbunden sind. Körperlich sind die Zentren nicht nachweisbar. Feinfühlige Menschen können sie energetisch im Energiekörper oder im Energiefeld der Aura wahrnehmen – als sich drehende Scheiben, Kreise, Strudel oder trichterförmige Energiewirbel. Sie sammeln, transformieren und verteilen die durch sie hindurchströmende Energie.

Man kann sich die Chakren als Pools vorstellen, durch die wie bei einem Gebirgsbach die Lebensströme von oben nach unten fließen. Sind die Energiespeicher durch unverarbeitete Seeleninhalte, Ängste und Komplexe verunreinigt und die Übergänge zwischen ihnen blockiert, kann die Lebensenergie nicht ungehindert fließen und wir werden krank. Doch wenn wir die Tore öffnen und alle Chakren aktivieren, kann die Energie wieder frei fließen, die Blockaden auflösen und den Schmutz fortspülen.

Drittes Auge
Stirnchakra (Ajna)

Nach dem östlichen Tantrasystem gibt es sieben ätherische Zentren (Chakren), die im Körper hinaufsteigen, von der Basis der Wirbelsäule bis zum Scheitel des Kopfes. Die Anzahl der Chakren variiert gemäß der jeweiligen Tradition. Die Hopis und auch die Tibeter arbeiten z.B. mit fünf Chakren und betonen das Herabsteigen der kosmischen Energie durch den „Tausendblättrigen Lotus“ am Kopfende, während die innere Alchemie des Taoismus auf der kreisenden Bewegung des Lichts beruht, dem herabfließenden Yinstrom auf der Vorderseite und dem aufsteigenden Yangstrom auf der Rückseite des Körpers.

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Aura und Chakren Quelle: Pixabay

Jedes Chakra hat eine bestimmte Funktion und kann aufgrund von unverarbeitetem Psychomüll blockiert werden. Die Übergänge werden als Knoten oder Kreuzungspunkte gesehen, da hier die Yin- und Yangenergien, der dunkle Schlangenpfad des Mondes (Ida) und der lichte Schlangenpfad der Sonne (Pingala) auf dem mittleren Kanal (Shushumna) zusammentreffen. Das Öffnen der Chakren ist ein sehr intensives Erlebnis und wird durch das Erwecken und den Aufstieg der Kundalini bewirkt. Wer einmal mit diesem Prozess begonnen hat, kann nicht eher aufhören, bis alle sieben Chakren geöffnet sind.

Kundalini – die Schlangenkraft

Kundalini
Schlange (Eitempera)

Sie hat viele Namen und wird in Indien als Göttin verehrt, denn sie ist die feinste, heiligste und zugleich mächtigste Kraft – Shakti, reine kosmische Energie, die weibliche Urkraft des Universums. Durch sie wird die Evolution gelenkt und vorangetrieben, sie aktiviert im Menschen den in ihm angelegten Wunsch, mit dem Ursprung der Schöpfung (Gott) eins zu werden.

Die Schlange ist ein Symbol für das evolutionäre Bewusstsein, für Fortbewegung und den Weg, für Veränderung und Transformation. Im eingerollten, unerweckten Zustand liegt sie noch schlafend im untersten Zentrum an der Basis der Wirbelsäule. Einmal geweckt, steigt sie auf, ihre gewaltige Feuerenergie durchdringt nacheinander die Chakren, brennt alle Hindernisse, psychischen Komplexe und Unreinheiten weg, vernichtet gnadenlos alles, was der Vereinigung mit dem Geist im Wege steht. Gleichzeitig verleiht sie allen Chakren große Macht und Energie, die der spirituell erwachte Mensch zu meistern hat.

Erst wenn alle psychischen Zentren gereinigt sind, harmonisch miteinander schwingen und sich wie Lotusblüten voll entfaltet haben, d.h. wenn sie ein reiner Kanal für die kosmische Energie sind, kann sich die Seele als weibliche Schöpferkraft (Shakti) wieder mit dem kosmischen Geist (Shiva) vereinen.

SCHLANGENPRIESTERIN
Stele der Schlangenpriesterin (Öl)

Anfangs identifiziert sich das menschliche Bewusstsein mit der Materie und dem physischen Körper. Die zusammengerollte Schlangenkraft im Wurzelchakra entspricht einem Menschen mit schlafendem Bewusstsein, der sich seiner schöpferischen Energie noch nicht bewusst ist. Durch tantrisches Wissen und überlieferte Methoden kann der Übende diese gewaltige Kraft wecken, sein Bewusstsein von Chakra zu Chakra anheben und sich auf immer höhere Ebenen einschwingen, bis er sich als Tropfen im Ozean reiner Glückseligkeit auflöst, als Einzelseele mit der Weltseele verschmilzt.

Die Drehrichtung der Chakren

Wer mit feinstofflichen und geistigen Energien arbeitet, wird feststellen, dass einige „Räder“ oder Energiewirbel sich linksherum und andere rechtsherum drehen. In Wahrheit ist es jedoch so, dass in jedem Chakra ständig beide Energieflüsse vorhanden sind, links- und rechtsdrehende. Denn die Zentren sind Durchgangs- und Läuterungsstufen, sowohl für die feinen, geistigen Ströme von oben als auch für die dichteren Energien von unten.

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Dazu sollte man sich vergegenwärtigen, dass alle rechtsdrehende Energie (Yang) die Eigenschaft hat, sich zu vergeistigen, die Schwingungsrate zu erhöhen, wärmer und heller zu werden, während linksdrehende Energie (Yin) die Eigenschaft hat, sich zu verdichten, langsamer schwingt, sich zusammenzieht, kälter und dunkler wird.

Gemäß der inneren Alchemie wirkt hier der Leitsatz Solve et coagula, „Löse und binde“. Das Lösen entspricht dem Prozess der Vergeistigung und das Binden dem der Materialisierung und Verdichtung. Wird eine Rechtsdrehung in einem Chakra wahrgenommen, überwiegen dort gerade die nach oben strebenden  Energieströme der Vergeistigung und bei einem Überwiegen der Linksdrehung in einem Chakra wird in dem Bereich gerade mehr verdichtet als vergeistigt. Beide Energieströme sind für die Heilung und ein ausgewogenes Chakrensystem notwendig. Einerseits müssen krankhafte, störende Strukturen aufgelöst und andererseits neue gesunde Strukturen geformt und eingebunden werden.

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Chakren – Farben – ätherische Öle

Die 7 Chakren und ihre Farben nach der indischen Tradition (Tantra-Yoga)

  •   Muladhara Chakra (Wurzelchakra), rot
  •   Svadhistana Chakra (Sakralchakra), orange
  •   Manipura Chakra (Nabelchakra, Solarplexus), gelb
  •   Anahata Chakra (Herzchakra), grün (rosa)
  •   Vishuddha Chakra (Hals- oder Kehlkopfchakra), blau, türkis
  •   Ajna Chakra (Stirnchakra, Drittes Auge, indigo-violett
  •   Sahasrara Chakra (Scheitel- oder Kronenchakra), magenta, weiß oder gold

 Die Farben der Chakren entsprechen den Spektralfarben des Regenbogens, vom langwelligen Rot (Wurzelchakra), wo die Sichtbarkeit im dichtesten Bereich beginnt, über Orange, Gelb, Grün und Blau bis zum kurzwelligen Indigo-Violett (Stirn- und Kronenchakra).

CABAN (17) - Kristallheilen

Bei der Auswahl eines ätherischen Öls für die Chakren können wir uns auch von der Farbe einer Heilpflanze leiten lassen, denn neben dem Duft sagen alle Eigenschaften einer Pflanze wie Farbe, Form, Beschaffenheit, Wuchs und Standort etwas über ihre feinstoffliche Heilwirkung aus. Selbst die ätherischen Öle weisen manchmal eine zarte bis prägnante Färbung auf und können auf ein bestimmtes Chakra hinweisen.

Rote und rotbraune Öle wie Vetiver, Vanille, Immortelle und roter Thymian schwingen langsam und korrespondieren mit dem Wurzelchakra.

Die leichte Grünfärbung der Öle von Bergamotte, römischer Kamille, Estragon und Myrte schwingt mit dem Herzchakra.

Blaue Öle wie Kamille, Schafgarbe und Silberbeifuß haben eine höhere Schwingungsrate und weisen eine feinstoffliche Übereinstimmung mit dem Halschakra auf. Die dunkle Indigofärbung von Silberbeifuß korrespondiert auch mit dem Stirnchakra.

Die gelben, bernstein- und honigfarbenen Öle von Mimose, Cistrose, Ingwer, Lemongras, Iris, Zeder und den Zitrusfrüchten können dem Nabelchakra zugeordnet werden, doch ein kräftiger Goldton eignet sich auch für das obere Kronenchakra.

Orange, Gelborange bis Orangebraun findet sich beim Jasminöl, bei Ylang Ylang, beim Absolue von Tuberose, bei Myrrhe, Patchouli und Sandelholz und passen zum Sakralchakra.

Weitere Auswahlkriterien beschreibe ich bei den einzelnen Chakren.

Quellen:

Energiebilder von Birgit Wette Art

Bilder der Autorin: www.sundra.eu

Standardwerke zu den Chakren: Arthur Avalaon (Sir John Woodroffe) „Die Schlangenkraft“, O.W. Barth Verlag

Harish Johari „Das grosse Chakra-Buch“, Bauer Verlag