Neumond im Steinbock 13.01.2021

Neumond Steinbock 13.1.2021

Die Besonderheiten und Auffälligkeiten dieses Neumonds

  • Alle Planeten befinden sich in der unteren Horoskophälfte,
  • Farbigkeit der Aspekte mit einem großen Anteil an Quintilen (gelb), einem großen kreativen Potenzial,
  • die Lage der beiden Mondknoten an der Horizontachse,
  • Alle Planeten befinden sich zwischen Schütze und Zwillinge, zwischen Südknoten und Nordknoten.
  • Eine viereckige Aspektfigur „Schild“ von großer Absorptionskraft

Die Mondknoten sind Schnittpunkte zwischen Mondbahn und Ekliptik. Für Mitteleuropa befinden sich die Mondknoten nahe der AS-DS-Achse – für Berlin sogar gradgenau auf der Achse– und zeigen die weisenden und führenden Kräfte des Schicksals und der Bestimmung in dieser neuen Phase.

Im Geburtshoroskop zeigen die Mondknoten die Beziehung zwischen dem „menschlichen“ Willen (Südknoten) und dem „göttlichen“ Willen (Nordknoten) an. Auch in Ereignishoroskopen von Planetenverbindungen, Ingressen, kleineren und größeren Zyklen wie Neumond, Vollmond, weist die Stellung der Mondknoten auf schicksalhafte Einflüsse hin – zeigt das Ergebnis vergangener Bemühungen, die sich zur gegenwärtigen Situation, verdichtet haben (Südknoten) und das, was an kosmischer Kraft und Substanz neu integriert, absorbiert und verarbeitet werden muss, um als ein Ganzes vollkommen erfüllt zu sein (Nordknoten).

Die Mondknotenachse bezieht sich auf den Vorgang der Individuation, den psychologischen Begriff der Selbstwerdung und Selbstverwirklichung. Der Prozess der Individuation beginnt mit einer Krise und Wandlung der alten Persönlichkeit, die sich mit ihrer alten Rolle in der Gesellschaft und den dort geltenden Werten nicht mehr identifizieren kann. Im Prozess der Selbstverwirklichung entwickelt sich der Mensch von einem Kollektivwesen zu einem Individuum, bringt seine eigenen Anlagen und Fähigkeiten zur Entfaltung, entwickelt eigene Wertmaßstäbe unabhängig von den kollektiven Werten und geht seinen Weg. Das Wachsen und Werden zu dem, was jeder Mensch wirklich ist, vollzieht sich stufenweise nach einer inneren Gesetzmäßigkeit und Ordnung, erstreckt sich über viele Jahre und dauert oft ein ganzes Leben. Das Bewusstsein für den eigenen Weg, die eigene Vollständigkeit und den Sinn des Lebens wird nur allmählich und unter großen Schmerzen errungen, und unabhängig davon, wann dieser Individuationsprozess im Leben des Einzelnen beginnt und wie lange er dauert, ist jeder Mensch aufgerufen, ihn zu durchschreiten.

Hier geht es nun um die Menschheit als Ganzes, die im Raumschiff Erde zwecks einer gemeinsamen Erfahrung unterwegs ist.

Was ist in dieser Situation oder bei dieser Anschauung das Wesentliche? Der Nordknoten am Du-Punkt (DS) in den Zwillingen zeigt, wie wir aufgrund von Bemühungen Fortschritte machen können, was wir neu zu entfalten, zu entwickeln oder auszuwickeln haben. Die Initiative darf auf keinen Fall Ich-bezogen sein (Südknoten/AS), z.B. zuerst komme ich, kommt Deutschland… dann der Rest der Welt. Handeln und Initiative werden nur zum Fortschritt und Erfolg führen, wenn sie Du-bezogen sind (Nordknoten/DS), also gemeinsam mit anderen Menschen, mit Kompromissbereitschaft und angenehmen Umgangsformen geschieht.

Das ist die Zauberformel, mit der die gegenwärtige Krise und die damit einhergehende Verunsicherung bewältigt werden kann. Der Schrei nach Freiheit und Selbstbestimmung in Bezug auf die Fortbewegung und individuelle Gestaltung des „eigenen“ Lebens auf diesem Planeten und dem Glauben, man habe als Mensch ein Recht dazu, ist jedoch ein Symbol der Fehlanpassung an die neuen Bedingungen und Umstände – sowohl in diesem Lande als auch global. Die Wirklichkeit oder auch das Schicksal „verbietet“ es nun, die Fähigkeit der uneingeschränkten Bewegung im Außenraum weiterhin wie gewohnt zu nutzen. Sie gehört auf irgendeine Art und Weise der Vergangenheit an. Das zeigt der Schütze-Südknoten. Wem oder was dient denn dieser ganze Freizeitspaß, die Pseudo-Freiheit auf Kosten von anderen, der sogenannte technische Fortschritt, der religiöse Wahn? Er geschieht auf Kosten der Ärmeren und Schwächeren, vertieft die Kluft zwischen Arm und Reich, vertieft den Trennungsgedanken, treibt in die Isolation.  

Wenn wir diese Fähigkeiten des Wachstums, der Fortbewegung und Selbstgestaltung unseres Lebens in Freiheit nicht einem neuen Sinn und Zweck dienend unterordnen können, sondern sie weiterhin mit verhärteten Sinnen und eiserner Gewalt fest kontrollieren und verteidigen, werden sie das rechtmäßige Wachstum einer neuen vitalen Fähigkeit im Menschen behindern, die unseren nächsten evolutionären Schritt in der Kosmogenese ausmacht.

Der ZWILLINGE-Nordknoten verlangt von uns ein Hinterfragen der alten Glaubensmuster und Überzeugungen, ein Loslassen von falschen Idealen in Bezug auf Fortschritt und Wachstum, ein Hinterfragen des rücksichtslosen Erlebnishungers in Anbetracht seiner global schädlichen Auswirkungen. Es wird ein offener und klarer Geist gefordert, mit dem wir dem Du und allen neuen, unbekannten Situationen vorurteilslos begegnen können. Es werden mehr Liebe, Mitgefühl und Verständnis entwickelt werden müssen, eine liebende Kraft des Denkens mit dem Herzen, das immer an das Wohl des Ganzen denkt. Das ist nur möglich, wenn alle Einzelfaktoren in einem größeren Sinnzusammenhang erkannt werden, wenn das Denken intuitiv und offen ist für das Ganzheitliche der Seele. Flexibilität im Außen ist jetzt nicht gefragt, sondern die innere Beweglichkeit des Herzens und des Denkens.

Wie gut kennen wir uns, kennen wir die Welt?

Wir glauben, uns zu kennen. Wir glauben, die Welt zu kennen.

Was wissen wir wirklich von uns, vom Menschen, von der Welt, vom Sinn und Zweck des Daseins?

Die Erkenntnis der Welt beruht gewiss nicht im Wahrnehmen ihrer (unserer) Gegensätze und Widersprüchlichkeiten, wohl eher im Erkennen eines gemeinsamen Prinzips, das jede Polarität verbindet und deren Wesen ausmacht.

Facit: Statt sich in der ausufernden und ausgelassenen Vielfalt seiner Interessen zu verlieren, muss der Mensch in dieser Zeit lernen, sich zu konzentrieren, tiefer einzusteigen in die Sinn- und Lebensfragen seines Daseins, Prioritäten zu setzen und klare Wertvorstellungen wie auch eine Zielrichtung des Lebens zu bestimmen. So bleibt seine Beweglichkeit des Denkens erhalten, doch die Neigung zu Unbeständigkeit, Trägheit und Leerlauf wird beherrscht.

Neumond Steinbock 13.1.2021 mit Pluto

Die Mondknoten-Achse als „Schicksalsachse“ zeigt die Spannungslinie in der Entwicklung der Menschheit. Sie bildet hier die horizontale Trennungslinie und zeigt die Erde in ihrer Nachthälfte (unter dem Horizont) und Taghälfte (über dem Horizont). Was wir in diesem Neumond-Horoskop sehen, ist eine voll besetzte Nachthälfte unter dem Horizont. Das, was wir für ein Ich, für unsere Persönlichkeit halten, ist lediglich ein Konglomerat aus Erinnerungen, Erfahrungen, trieb- und instinktgebundenen Verhaltensmechanismen. In den Häusern eins bis sechs wirken alle Planetenkräfte einschließlich der Lichter ohne unsere bewusste Steuerung – rein instinktiv, triebmäßig oder reflexhaft. Wir handeln automatisch, aus Gewohnheit, Prägung, eben wie immer, und bezeichnen das als unsere „normale Welt“, den normalen Alltagswahnsinn.

Der Südknoten am Aszendent zeigt, dass unser Handeln und Tun zwanghaft geworden ist, dass wir uns an ganz neue Bedingungen anpassen müssen, deren Sinn und Zweck wir vielleicht noch nicht einsehen oder überblicken wollen. Vor uns liegt ein unbekanntes Ziel, ein reines, weißes Feld, eine völlig neue Erfahrung. Die Evolution sieht vor, dass der Mensch seine Doppelnatur erkennt und lebt, dass er sich mit seinem Göttlichen Zwilling vereint und alle trennenden Unterschiede zwischen Menschlichkeit und Göttlichkeit einfach vergisst.

DER GROSSE ZWILLING

Die oben im Horoskop gelb eingezeichneten Quintile (72° und 144°) zeigen das kreative Potenzial, das größtenteils noch brach und unerkannt in uns liegt, das jeden von uns zur Mitschöpfung (Co-Creation) ruft, sein Leben und Wesen und das des Planeten gemäß der großen kosmischen Rhythmen jetzt mit zu gestalten und zu erneuern.

Zur Zeit des Erwachens… Raumschiff Erde – Quo vadis?  und die Sabischen Symbole der Mondknoten 19° Schütze-Zwillinge siehe meinen Blog vom 1. Januar.

Bei jedem Neumond (Dunkelmond, Schwarzmond) melden sich die neuen Energien zuerst als unbewusste Antriebe und intuitive Impulse, als Drängen, Streben und Sehnen nach einer neuen Ausrichtung, einem neuen Betätigungsfeld oder neuen Lösungen für anstehende globale Probleme. Die dunkle Mondin ist zu dieser Zeit das Gefäß (die See-le), in das sich die geistigen und Leben spendenden Inhalte (Sonne) ergießen und an den ganzen Organismus und besonders an die Teile des Ganzen weiter geleitet werde, die dieser Kraft bedürfen. Was für ein kosmisches Geschenkpotenzial erhalten wir mit diesem STEINBOCK-NEUMOND?

Der Neumond im Erdzeichen Steinbock

Dieses schwierige und geheimnisvolle Zeichen bereit die Menschen auf das vor, was in der okkulten Tradition als „Einweihung“ oder Initiation bezeichnet wird. Sie wird als Höhepunkt einer individuellen Entwicklung angesehen, als Verklärung oder Gipfelerfahrung, in der der auserwählte Jünger oder Adept die Einswerdung mit seinem göttlichen Ideal erfährt. Dies ist der Endpunkt der Persönlichkeitsentwicklung und markiert meistens einen neuen Entwicklungszyklus, an dem sich der „Entrückte“ oder Zurückgezogene wieder seinen Mitmenschen zuwendet und seine Fähigkeiten für das Wohl des Ganzen einsetzt, statt wie der gewöhnliche Mensch nur an seinen persönlichen und weltlich Aufstieg zu stiegen.

Vision in den Anden (Aquarell)

Steinbock ist das Licht der Einweihung, das den Weg zum Berggipfel erhellt und die Verklärung bringt. Steinbock ist das Tor „zur geistigen Geburt“ und führt den nach dem höchsten Ziel strebenden Menschen weg vom Formleben in der Materie und hin zu dem strahlenden Licht, mit dem er sich am Ende vereint. Eines der großen Ziele im Steinbock ist, den Schöpfungsplan zu erkennen, der allen Manifestationen zugrunde liegt und in dem das Geheimnis der Seele und der menschlichen Evolution aufbewahrt ist. Dieser Evolutionsplan wird sich Stufe um Stufe in seinem Bewusstsein und in seinem Leben realisieren.

Die Erkenntnis der Wertlosigkeit allen irdischen Strebens nach Macht, Konrolle und Besitz reift nur langsam und durch viele schmerzhafte Erfahrungen. So sucht auch die Menschheit auf diesem Weg der Rückkehr zum Licht immer wieder unbewusst die eigene Vernichtung durch Schicksalsschläge und Katastrophen, die sie selbst aufgrund des Karma-Gesetzes treffen, sobald die materielle Verdichtung und Verhärtung zu stark geworden ist.

Der Tierkreisgrad für den Neumond auf 24° Steinbock offenbart uns ein Bild, wie wir zum Wesentlichen zurückfinden und für die innere Stimme wieder empfänglich werden: „Eine Frau tritt in ein Kloster ein.“ Auf dieser Stufe der Einweihung verpflichtet sich die Frau / das empfängliche Bewusstsein völlig an ein transzendentes Ziel. Das Leben ist für die Seele unbefriedigend und sinnlos, solange sie keine Verbindung zu dauerhaften Werten aufbaut und pflegt. Es wird hier ein WEG jenseits des alltäglichen Lebens mit seinen bekannten Verhaltens- und Beschäftigungsmustern gezeigt, der ebenfalls einen sozialen Wert hat – der des Mönchs oder der Nonne, in Indien der Weg des Sannyasins oder Yogis. In Indien galt dieser Weg des Wandermönchs oder Heiligen als ein Höhepunkt des gesellschaftlichen Prozesses.

„Ins Kloster gehen“ steht für den Rückzug nach innen… nach Selbstüberwindung, Entsagung und Verschmelzung mit Gott… für den Willen und Entschluss, einen Bewusstseinszustand zu erreichen, der das Weltliche übersteigt… für den Willen, in Frieden und in der Gemeinschaft mit anderen Gleichgesinnten einen inneren, geistigen Weg zu verfolgen und zu verwirklichen. Dahinter steht die Bereitschaft zum Verzicht auf Besitz und persönliche Bindungen.. zur völligen Hingabe an den inneren Ruf, die innere Berufung, diesen Weg zu gehen.

Herzensneigung (Aquarell)

Die Aspekte des Neumonds

Der Hauptaspekt ist die Konkunktion von Sonne/Mond mit Pluto, dem Herrscher der Unterwelt. Das ergibt ein mächtiges intensives Dreigestirn, das den Willen der Zerstörung in sich trägt. Auf der kollektiven Ebene zeigt sich dies als „höhere Gewalt“ in Form von Katastrophen, Kriegen und anderen gewaltsamen Veränderungen – allerdings auch als zeitbedingte Bewusstseinänderungen der Masse.

Wofür steht Pluto?

Er entspricht mythologisch dem Gott der Unterwelt (Hades), der über das Schattenreich, die Vergangenheit und das kollektive Unterbewusstsein der Menschheit regiert, über die dunkle Seite der Seele, das Dunkle, Unbewusste und Verdrängte in uns. In diesem Reich der Toten versammelt sich das Alte, Verdrängte und Ungelebte jedes Menschen wie der ganzen Menschheit als Kollektiv. Es sind tote, ungelebte Bilder und Schattengestalten, die ans Licht drängen, die uns enorm viel Kraft abverlangen durch unseren Widerstand und unsere Angst vor ihnen. An erster Stelle der Verdrängungen steht die Auseinandersetzung mit dem Tod, den wir gerne aus unserem Bewusstsein verdrängen.

Tief drinnen ahnen, spüren oder wissen wir, dass wir mehr sind als dieser vergängliche Körper, dass wir Energie, Bewusstsein, Licht, Liebe und reine Glückseligkeit sind. Wenn wir die Natur aufmerksam betrachten, erkennen wir, dass Leben und Tod untrennbar verbunden sind, denn physisches Leben kann sich nur weiterentwickeln, wenn die alten Formen immer wieder zerstört werden.

Pluto, als atomare Urkraft des Lebens, sorgt nun zyklenbedingt für eine tiefgreifende Wandlung der Menschheit als Ganzes durch die Zerstörung alter, verfestigter Gedankenstrukturen und auch aller unbewussten psychischen Strukturen, die eine Weiterentwicklung der Spezies Mensch verhindern. Pluto intensiviert alle psychischen und mentalen Prozesse, an denen wir auf Deubel komm raus festhalten, so lange, bis uns Atem und Kraft ausgehen und wir loslassen müssen. Gerade dieses krampfhafte, zwanghafte Festhalten an Lebensvorstellungen und das Verdrängen von alten Fehlern, von Schuld- und Schamgefühlen, macht das Eingreifen plutonischer Kräfte notwendig, die unerbittlich alles zerstören, was den universellen Lebensfluss und die evolutionäre Weiterentwicklung hemmen.

Pluto – Das Kernkraftwerk in uns

Sprengung des Saturnrings

Die Urkraft von Pluto drängt aus dem inneren Kern jeder Lebensform heraus, sprengt die persönliche oder individuelle Schale (die verschiedenen Hüllen oder Körper, die sich um den inneren Kern angesammelt haben), damit eine höhere Entwicklung möglich ist. Aus der subjektiven Sicht einer Person bedeutet das den Tod der Persönlichkeit, des sozialen, ortsgebundenen Ich, das sich mit den verschiedenen Hüllen oder Körpern identifiziert. Der Mensch auf einer hoch entwickelten Bewusstseinsstufe erkennt und nutzt jedoch die positive Wirkung Plutos, ist bereit zum „Stirb und Werde“, unterstützt mit seinem persönlichen Willen den alchemistischen Prozess der Transformation, überwindet alle Arten von Begierde, Besitz- und Machtstreben, wandelt seine Triebenergie in geistige und mentale Substanz um. Er erkennt, dass sein Leben nicht durch äußere Umstände oder höhere Gewalt bestimmt wird, sondern dass er mit seinen Gedanken die Situationen seines eigenen Lebens selbst erschafft.

Krise im Denken

Darum kann eine Befreiung oder Erleuchtung des Menschen sich nur im DENKEN vollziehen. Es ist die Kraft des Denkens, die uns entweder in Abhängigkeit von Wünschen, Emotionen und Begierden hält oder von den irdischen Fesseln befreit. Die Krisen im Denken sind daher unvermeidlich und umso heftiger, je weiter sich das Denken und Verhalten der Menschen von ihrer inneren Wirklichkeit entfernt hat. Die Angst, vor dem Nichts zu stehen, ist gewaltig, aber not-wendend, denn erst dann, wenn der Mensch mit dem Rücken zur Wand steht und vor sich den Abgrund hat und es keinen weiteren Fluchtweg mehr gibt, ist er bereit, seine falsche Persönlichkeit, seinen Egoismus, seinen Stolz, seinen Ehrgeiz, sein Macht- und Besitzstreben, seinen verhärteten Intellekt und seine eingeschränkte Sichtweise aufzugeben und sich für das NEUE zu öffnen. Damit befreit er sich selbst aus dem Bann und der Herrschaft seines kleinen Ichs, das allein für all sein Leiden und seine Ohnmachtserfahrungen verantwortlich ist.

Der Moment des Sterbens und tiefgreifenden Wandlung ist gekommen, wenn der Mensch loslässt von seinen Vorstellungen vom Leben. Er erfährt eine Umkehrung, eine innere Bekehrung. Er erlebt plötzlich seine Zugehörigkeit zu einem größeren Ganzen, es öffnen sich in ihm Tore und Kanäle, von denen er bisher nichts wusste, er sieht mit neuen Augen, denkt mit dem Herzen, fühlt die alles verbindende Kraft der Liebe. Er schaut mit dem Herzen, mit dem inneren Auge. Er sieht die innere Wirklichkeit, die er ist.

Der neue Planet (nach Konstantin Juon)

Plutos Wirkung auf das Massenbewusstsein

Hier wirkt Pluto auf das kollektive Unbewusste, indem er für zeit- und entwicklungsbedingte Veränderung im Bewusstsein der Menschheit wirkt. Nicht mehr zeitgemäße kollektive Gedankenformen werden ans Licht gebracht und zerstört. Dies geschieht meist durch Naturkatastrophen, Kriege und andere Katastrophen, die nicht nur vielen den physischen Tod bringen, sondern auch kollektive Weltanschauungen, menschliche Lebensstrukturen und viele Illusionen vom Leben und Sterben zerstören.

Im Menschen selbst werden die Gedankenformen der Vergangenheit (Bilder, Erinnerungen) zerstört, die das innere keimende Leben bisher an seiner Entfaltung gehindert haben. Solche illusorischen Gedankenformen oder „Blasen“ sind zum Beispiel unsere Vorstellungen von einem separaten „Ich“, die uns seit Menschengedenken von Generation zu Generation eingeimpft werden und die wir weitergeben an unsere Kinder im Glauben daran, dass sie wahr und wirklich sind.. Dieses Ich, diese Person, ist jedoch Nichts, kein Wesen, kein Sein. Das Ich oder Ego existiert nicht. Es ist eine Ansammlung von Ein-Bildungen, von eingeprägten, eingeimpften Erinnerungen, Sichtweisen, Wünschen Reaktionen, untermauert von Bildern, Filmen, Fotografien und dem Hörensagen der Vorväter und Vormütter.

Wenn diese Blasen platzen, wenn die Illusion von einem körperlichen, sozialen und ortsgebundenen Ich platzt – und sie platzt genau jetzt während unserer Präsenz, in „unserer Zeit“ – dann wird die Ursprungs- und Kernkraft von Pluto freigesetzt. Wir kennen deren Auswirkung auf das physische Leben aus den Erfahrungen von Hiroshima, Tschernobyl und Fukushima. Wir kennen jedoch noch nicht die Auswirkungen auf unser wahres Leben, das strahlendes Bewusstsein ist, das Liebe ist und grenzenlose Freude am Sein. Ein Synonym für den Universellen Menschen ist Mit-Schöpfer und Mit-Schöpferin (engl. Co-Creator). Das bedeutet in Übereinstimmung mit und tief berührt von den tieferen Schöpfungsmusternnach einer höheren Ordnung, einem höheren Bewusstsein und größerer Freiheit zu streben. Der Mit-Schöpfer lebt in einem erweiterten kosmischen Bewusstsein und fühlt scih dem Großen Ganzen (Gott, Geist, Quelle, Leben…) ebenso verbunden wie mit den individuellen Teilen, die wir alle sind.

Danke, danke, danke,

dass wir diese Kraft und Macht jetzt erleben dürfen, dass wir die einmalige Möglichkeit haben, als Mitschöpfer und Mitschöpferinnen unsere Welt neu zu erschaffen im Einklang mit der Harmonie des Universums.

Wenn ihr es noch nicht getan habt, erschafft euch jetzt einen Raum der Stille und Einkehr, ein Inneres Heiligtum, einen geschützten inneren Ort, an dem ihr sicher, leer und ungestört von fremden oder eigenen Anforderungen sein könnt. Verbringt am Tag so viel Zeit wie möglich in der Stille und im Alleinsein. Umgebt euch mit Ruhe und Frieden, mit euren Lieblingsdüften, Kerzen, Blumen und vielleicht sanfter Musik. Bleibt standhaft, auch wenn das Ego euch mahnt, dieses oder jenes sei heute wichtiger. Auch ich habe diesen Artikel nicht rechtzeitig zum Neumond-Beginn fertig bekommen, habe mir zwischendurch drei Stunden Muße, Stille und einen Spaziergang gegönnt, dem Wind und dem Schneetreiben gelauscht und auch ein Aromaspray für eine Freundin angemischt.

Der Pluto-Grad 25° Steinbock zeigt als Bild „Ein Lager voller wertvoller Orientteppiche“. Ein Teppich symbolisiert die Grundlage, auf der wir stehen oder sitzen. Ein Orientteppich aus dem Reich des aufgehenden Lichts (Morgenland) kann die Grundlage für ein kulturelles Ver-stehen sein. Er kann eine magische, rituelle und heilige Bedeutung haben. Es kann sich um einen Gebetsteppich handeln. Ein Mensch, der ins Kloster geht, wird dort keine warmen, wertvollen Orientteppiche vorfinden, nur den nackten, kalten Steinboden – gemäß seiner angestrebten Ziele: Entsagung, Armut, Askese und Selbstüberwindung. Dieser Tierkreisgrad offenbart den Reichtum Plutos – (lat. Pluto, ‚Reichtum, Fülle‘), wenn aus dem Schattenreich ans Licht geholt wird.

Ich wünsche euch allen tiefen inneren Frieden und einen Korb voller Sterne

eure Sundra

Neumond im Skorpion am 7.11.18

Neumond 7.11.2018
Neumond 7.11.2018 17.02 Berlin/D

Mit jedem Neuen Mond (Dunkelmond) melden sich die neuen Energien zuerst im Verborgenen – als unbewusste Antriebe und intuitive Impulse, als Drängen, Streben und Sehnen nach einer neuen Ausrichtung, einem neuen Betätigungsfeld oder Vorhaben. Wir freunden uns innerlich (oder innenpolitisch) mit neuen Ideen an, probieren Neues aus, gehen freudig auf Herausforderungen zu, sind zu dieser Zeit besonders offen und empfänglich für Eingebungen, die sich in unserer psychischen und mentalen Struktur (Mond) verankern wollen. Denn der dunkle Neumond ist zu dieser Zeit das Gefäß (der See, die See-le), in das sich die geistigen Inhalte der Sonne ergießen, die dann an den ganzen Organismus und besonders an die Teile des Ganzen weiter geleitet werde, die dieser Kraft bedürfen.

Der Mond erfüllt als Erdbegleite(rin) und »Dienerin der Erde« die zyklischen Bedürfnisse des Planeten, verteilt zwölf- bis dreizehnmal im Jahr die kosmischen Saat-Ideen an die Organismen der Erde und an die Menschheit, die sich psychisch durch diese übermittelten Inhalte wieder regenerieren und neu aufladen können.

Welche Erfahrungswerte wollen sich bei diesem SKORPION-NEUMOND in unserem Denken niederschlagen?

Schauen wir uns das Sabische Symbol von 16° Skorpion an:

„Das Gesicht eines Mädchens beginnt zu lächeln.“

Stern_Kind_Logo_C2 Wir befinden uns exakt in der Mitte des achten Zeichens, das uns zur Transformation und Schattenarbeit einlädt. In allen vier fixen Zeichen beinhaltet der Übergang vom 15. Grad zum 16. Grad ein besonderes Krafterlebnis, an dem kosmische Energie freigesetzt wird und auf die Erde niedersteigt.* Den Skorpion- oder Adlerpunkt passiert die Sonne jedes Jahr am 7. oder 8. November (bei 16° Skorpion). Die zum Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche im kardinalen Luftzeichen Waage gesammelten Energien und Erkenntnisse werden im nachfolgenden fixen Zeichen verdichtet und an diesem kosmischen Punkt freigesetzt und zur Wirkung gebracht – als Gestaltungskraft individuellen Seins. Das heißt, an diesem Skorpion-Grad erhalten die Menschheit bzw. alle diejenigen auf diesem Planeten, die bereit sind für eine „Initiation“, alljährlich einen gewaltigen Bewusstseinsimpuls, der ihr Bewusstsein vom Individuellen ins Kosmische weitet. – Diesmal angeregt durch Sonne und Mond auf diesem Grad. – So take your chance!

An diesem tiefsten Punkt menschlichen Bewusstseins halten wir schreckliche und schockierende Erinnerungen vor unserem Bewusstsein verborgen. Die eingekerkerten Inhalte verhindern, dass wir die Einheit mit dem Göttlichen oder unserem wahren Selbst erfahren können. Was wir irgendwann einmal als Ungeheuerliches erlebt haben, ist in die Tiefen der Seele versenkt und vergessen worden – oft schon von Geburt an. Die ausgegrenzten psychischen Inhalte liegen als unbereinigtes Material (Psychomüll) in den Tiefen skorpionischer Abgründe und verursachen mit den Jahren einen Dauerstress für Körper und Seele, halten den Geist in Enge, fixen Vorstellungen und Vorurteilen gefangen. Beziehungen scheitern aufgrund von Erwartungshaltungen, Zwangsvorstellungen und Schuldzuweisungen.

Wird dieser kosmische Moment von 15° und 16° Skorpion durch einen NEUMOND aktiviert, kann ein motivierter Geist, der nach Selbsterkenntnis und der Wahrheit forscht, einen derartigen Zuwachs an Kraft, Selbstvertrauen und Mut erhalten, dass er die verdrängten Inhalte und die damit zusammenhängenden Projektionen, Ängste und Zwangsvorstellungen konfrontieren, bearbeiten und schließlich auflösen kann. Tief im Innern vollzieht sich das Wunder des „Stirb und Werde“ als ein geheimnisvolles, unsichtbares Aufblühen der Blume des Selbst: Das Mädchen beginnt zu lächeln. Glühend vor Freude öffnet sich die Blüte des Selbst und entfaltet ihr göttliches Potenzial in reinster Schönheit. Der Mensch ist bei sich angekommen, im eigenen unendlichen Raum. Das wahre Selbst springt gleichsam vorwärts, um die Chancen des Lebens zu ergreifen, geht vertrauensvoll und mit offenem Herzen auf Menschen und Situationen zu, heißt sie bewusst mit einem Lächeln willkommen. Was sich hier im Geheimen vollzieht, ist die die tiefe innerliche Entscheidung, wieder am Leben teilzunehmen und sich auf menschliche Erlebnisse und Gefühle einzulassen.

*Darum werden diese vier Punkte die „vier Tore der Avatarischen Niederkunft“ genannt (von Sanskrit „ava“ und „tri“, herabsteigen). Avatara ist das „Herniedersteigen von einer höheren Stätte (oder Dimension) mit Zustimmung dieser Stätte zum Wohle des Platzes der Ankunft“. Siehe Dane Rudhyar „Astrologie der Persönlichkeit“, s. 214/15 (1979, München)

 

Bewusstseinsarbeit im 6. Haus

DANAE_600_CDie Neumondstellung im 6. Haus legt den Schwerpunkt auf Heilung und persönliche Vervollkommnung. Es ist das am stärksten besetzte Haus. Neben Sonne und Mond finden sich noch Venus und Jupiter darin, Jupiter auf dem letzten Skorpion-Grad greift und denkt schon großzügig in sein eigenes Zeichen Schütze und ins 7. Haus der Begegnungen hinein. Im 6. Haus gleichen wir unsere vermeintlichen Schwächen, Defizite und Unzulänglichkeiten aus, die durch unser Verhalten im 5. Haus entstehen.

In diesem Erdehaus spiegelt sich unser täglicher Existenzkampf wieder, Arbeit, Gesundheit, Krankheit, Erwerbsberechtigung, Erwerbsunfähigkeit… Leistung erbringen, arbeiten müssen für den Unterhalt, sich anpassen, seine Pflichten erfüllen. Wir stehen in einem Dienstverhältnis, müssen uns ein- und unterordnen, unsere Fehler korrigieren, unsere Schulden bezahlen, wir gehen durch Existenzkrisen, das Selbstwertgefühl sinkt. Wir werden unzufrieden, eventuell krank. Wir suchen nach Antworten, streben Veränderungen an, Umschulungen, Berufswechsel, wir wollen helfen, heilen, lehren, unsere Fähigkeiten und Talente zum Einsatz bringen, und gleichzeitig einen Beruf ausüben, zu dem wir uns auch berufen fühlen. Wir suchen nach „Heilmitteln“ und Heilmethoden, um gesund und erfüllt zu sein und den rechten Platz in der Gesellschaft zum Wohle aller einzunehmen.

Die Neumond-Skorpionenergie im 6. Haus wirft uns dicke unerledigte Psychobrocken aus Vorstellungen und Glaubenssätzen vor die Füße, die wir Stück für Stück in täglicher präziser Kleinarbeit abarbeiten, auflösen und bereinigen müssen. Es geht um Bewusstheit und Klarheit, ums Anschauen unserer verdrängten Ängste, Minderwertigkeits- oder Schuldgefühle, um Psychoanalyse, Wiedergutmachung von Fehlern, um tägliche Überprüfung unsrer Glaubenssätze und Zurücknehmen von projizierten Anteilen auf die Außenwelt. Wir lernen, uns selbst zu dienen, unsere Schwächen anzunehmen und in Stärken zu verwandeln. Unser vorgestelltes, einst künstlich erschaffenes „Ich“ darf Stein um Stein wieder demontiert werden, und die ins Unbewusste entsorgten Schattenanteile dürfen so lange angeschaut und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden, bis sie sich im Lichte eine klaren Bewusstseins und liebevollen Verstehens auflösen.

 

Höhere Ziele und Bewusstseinserweiterung

 Fische-Mandala_klVom Neumond im Wasserzeichen Skorpion führen zwei blaue, harmonische Aspekte nach oben zum Fische-Neptun und Steinbock-Pluto. Mit Neptun und Pluto in den Häusern neun und elf werden höhere Ziele und eine höhere Bildung anvisiert, es gibt einen geistigen Bewegungsdrang, geistige Ziele und Ideale, um Freiheit und Weite erfahren zu können und unseren Horizont zu erweitern. Alte Strukturen und Blockaden wollen aufgebrochen werden, vor allem im Denken, und der Vorgang, wie dies geschieht, kommt einem alchimistischen Transformationsprozess gleich (siehe AS-Herrscher Merkur und MC-Herrscher Saturn).

Pluto in neun befähigt uns, in Symbolen und Analogien zu denken und jeden Gedanken, der uns Probleme macht, auf seinen Realitäts- und Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Zusammen mit der fließenden und entgrenzenden Neptunenergie können starre und dogmatische Anschauungen aufgespürt und aufgelöst und durch optimistische Visionen, große Träume und Reformen ersetzt werden. Gerne identifizieren wir uns mit einer großen Aufgabe, engagieren uns für soziale Projekte oder finden zum spirituellen Pfad… Der Geist sucht nach Antworten, Vorbildern, einer stimmigen

Praxis und einem Weg, dem er folgen kann. Mit dieser Konstellation ist es wichtig, nicht irgendwelchen Ideen und Worten von Autoritätspersonen oder auch „heiligen“ Schriften zu glauben, sondern alles selbst gründlich zu prüfen, ob die Methoden und „Hilfsmittel“ auch praktisch anwendbar und zum Wohle der Menschheit sind.

Neptuns transzendierender und sensitiver Einfluss ist notwendig, damit alle erstarrten und verkrusteten Ablagerungen im emotionalen und mentalen Bereich aufgelöst und weggeschwemmt werden können, damit wir behutsam und verständnisvoll mit unseren vermeintlichen Schwächen und Unvollkommenheiten umgehen und wir im Angesicht unserer Ängste und Sorgen die Kraft des Nichthandelns, des Geschehenlassens entdecken. Wenn wir unseren Kontroll- und Handlungszwang bezähmen und die Dinge oder Situationen sich selbst überlassen, werden sie sich so verändern, wie sie es tun. Wir erfahren, wie erleichternd das Loslassen sein kann.

Beide angehängten Aspekte erhöhen die Wahrnehmungsfähigkeit (Zwillings-Aszendent), verstärken die sensitive Wahrnehmung und die Empfänglichkeit für die innere Stimme und Intuition.

AJNA_Bewussseinspfade_400_WZIn der reifen Form vertiefen und unterstützen die harmonischen Aspekte des Neumonds im sechsten Haus die sanfte Transformation im Alltag, schenken uns tiefe Einsichten in die Arbeit, die getan werden muss, wenn es uns wirklich ernst mit der Transformation ist: Erkennen und Integration der eigenen Schattenanteile bzw. der Projektionen. Unser Vertrauen in die göttliche Fügung schenkt uns Erleichterung, es fällt uns zunehmend leichter, die Spielchen des Egos zu durchschauen und ihm die geforderte Aufmerksamkeit zu entziehen. Durch tägliches Üben, ein Zurückziehen in Stille und die Arbeit an der Bewusstmachung entdecken wir einen bisher unbekannten Raum in uns, einen Ort, an dem wir mit unserer unveränderlichen Essenz verbunden sind. Wir fühlen uns unabhängiger, freier, stabiler, haben weniger Angst, denn mit der Gewissheit dieses inneren Raums können wir die kleinen Veränderungen im Außen bewältigen. Die Umstände können und werden sich wahrscheinlich ändern, der Arbeitsplatz, der Wohnort, es mag scheinbare Gewinne und Verluste geben, Anzeichen von Alterung und Verschleiß, doch wir selbst, unsere göttliche Essenz, wird sich nicht ändern.

Eine der Möglichkeiten, wie wir Angst transzendieren, über sie hinaus gehen können, ist die Übung des Geschehenlassens. Wann immer wir uns vor einer Veränderung fürchten und wir beginnen, uns sorgenvolle Gedanken zu machen, können wir es mit diesem Satz versuchen: „Lass es, wie es ist.“ Dabei schauen wir uns einfach nur unsere Angst an, nehmen sie wahr. Wir können auch unsere Gedanken „Ich habe Angst“ oder „Ich fürchte mich vor…“ hinterfragen, ob sie wirklich wahr sind (Methode THE WORK). Wir können den Blick nach innen wenden und hinterfragen „Wer hat Angst“? oder „Wer ist das Ich?“ oder „Wer ist der Beobachter?“. Im täglichen Bewusstseinstraining schmelzen alle Ängste davon wie Schneeflocken im Ozean.

penta4_200Diese Übungen sind befreiend. Sie lösen nicht nur die Ängste auf, sondern auch den, der die Ängste hat und den, der zuschaut. Das Ego hat keine Chance mehr, ihm wird einfach die Basis entzogen. Übrig bleibst du selbst – und dieser offene Raum, der du bist. In diesem Raum wollen wir sein. In diesem Raum sind wir… so wie wir wirklich sind. Das Ego gibt es dort/hier nicht mehr. Es ging unterwegs irgendwo verloren oder wurde befreit.

 

Herrscher von Aszendent und MC

 Mit der Zwillings-Anlage geht es um die Erkenntnis der Dualität, die grundlegende Dualität der Schöpfung (Geist und Materie), in die der Mensch mit seiner Doppelnatur (Persönlichkeit und Seele) hineingestellt ist. Der exoterische Herrscher ist der bewegliche MERKUR, der diese Erkenntnis in seinen Begegnungen (7. Haus) erfährt, denn das Du ist die Ergänzung zum Ich. Der Intellekt ist bereit, das Gegensatzpaar Zwillinge-Schütze zu erfahren und damit der inneren Zerrissenheit ein neues verbindendes Bewusstsein vorzustellen. Hier kommt die VENUS als esoterischer Herrscher ins Spiel als liebende Kraft des Denkens, die eher zusammenfasst und die scheinbar isolierten Einzelwesen oder Persönlichkeitsanteile in einen inneren seelischen Zusammenhang stellt. Hiermit öffnet sich das Denken für die Impulse der Seele und lernt, auf die Bedürfnisse der Seele zu achten, für ihre Impulse offen zu sein, d.h. auf die innere Stimme zu hören und auf intuitivem Weg höhere Erkenntnisse und Wahrheiten zu empfangen.

Vulkan

 Das Sabische Symbol für Merkur auf 8° Zwillinge:

„In den Tiefen der Erde bilden sich neue Elemente“

 Wir erkennen den direkten Bezug zur Neumondenergie in den Urtiefen des Skorpions. Transformation… Stirb und Werde… das Lächeln des Mädchens /der Seele… das Annehmen dessen, was ist.
Auf diesem Schütze-Grad erfasst den Intellekt das alchemistische Feuer, das die menschliche Innenwelt läutert und verwandelt. Äußerlich mag dem Ego noch alles „beim Alten“ erscheinen, doch im Unsichtbaren hämmert Hephaistos in seiner unterirdischen Schmiede unermüdlich an unserem Schicksal – analog zum „Behauen des rauen Steins“ in der Freimaurersymbolik (siehe Aspektbild „vollkommener Stein“). Hier wird ein weiterer Hinweis auf die Notwendigkeit einer Mutation und Wandlung gegeben: Im großen Kessel des Universums formen sich die Metalle. Der innere Alchimist verwandelt saturnisches Blei in das goldene Licht der Sonne. Hier ist eine kosmische Kraft am Werk, die Absicht und Wille zusammenfasst, die unablässig daran arbeitet, die Bestimmung zu erfüllen, das uns Bestimmte, das jedem Menschen Bestimmte. Das neue Gewahrsein wird uns durch URANUS offenbart.

Hier sehe ich auch einen direkten Bezug zum MC im Steinbock und dem Herrscher SATURN in seinem eigenen Zeichen im 8. Haus des „Stirb und Werde“.

Zum MC  29° Steinbock gibt es das Symbol“„Eine Frau liest aus dem Kaffeesatz.“

Alter_200Auch hier geht es um das Dahinterschauen oder nach innen schauen, um die verborgenen Zusammenhänge zu entdecken. Der Drang nach Selbsterkenntnis führt in die tiefsten Tiefen der menschlichen Seele und des Universums. Es ist ein Verlangen nach innerem Verständnis durch alle Lebensumstände hindurch… der Blick nach den Sternen, um mehr über die Vorgänge in unserem Inneren zu erfahren… der Wunsch, die Zeichen deuten und für unsere Entwicklung nutzen zu können. Es ist auch der innere Drang und Wunsch, die Alltagsrealität zu transzendieren und den Raum zu finden, in dem wir wirklich zuhause sind. Die Bestimmung für diesen Neumond ist also, dass wir lernen, durch die äußeren Tatsachen hindurchzusehen und die größeren Prozesse und Zusammenhänge erkennen. Niemand ist eine Insel und niemand existiert getrennt vom Rest der Welt.

1 Wurzelfrau StammfrauSabisches Symbol für Saturn 6° Steinbock:

„Zehn Holzklötze liegen in einem Torweg, der in ein dunkles Gehölz führt“

 Das Symbol spricht von der Notwendigkeit, jedes Unternehmen zu vollenden, bevor man Einlass begehrt zu dem, was hinter der äußeren Erscheinungsform liegt.

Was ist Vollendung? Wir erkennen äußerlich, wenn eine Form vollendet ist, ein Haus, eine Tasse, ein Baum, ein Lebewesen. Doch was ist ein vollendeter Mensch? Theorien, Ideen und spirituelle Konzepte gibt es wahrscheinlich so viele, wie es Menschen gibt. Wann ist der Mensch vollendet? Gibt es wie in der Natur einen Anfang mit einem Samenpotential, das in die Erde / den Körper gelegt wird und dort heranreift, von unserem inneren Gärtner wie eine kostbare Blume gepflegt, bewässert, beschnitten wird, bis diese eines Tages ihre Blüte entfaltet und einen köstlichen Duft verströmt?

Jeder kann sich selbst diese Frage stellen und in sich hinein horchen, wie sich Vollendung anfühlt. Wie fühlt es sich an, wenn ich denke: „Ich bin angekommen“ oder „Ich bin perfekt so wie ich bin“ – die Welt ist vollendet – ich bin vollendet… Dagegen untersuchen wir die Gefühle zu den Gedanken „Ich bin unvollkommen“ – ich spüre einen Mangel – ich muss noch dieses tun, dieses erreichen, um vollkommen zu sein – ich muss dieses oder jenes „werden“

Wenn jemand stirbt, erfahren wir in der Realität, dass seine Lebensform vollendet ist. Sein Leben ist erfüllt, es hat sich erfüllt, sein Potenzial für das Diesseitige und Offensichtliche ist vollendet. Es gibt Theorien vom Jenseits, vom Kommen und Gehen, selbst das I Ging spricht beim Zeichen 64 Vor der Vollendung von einem Übergang in andere Verhältnisse oder Dimensionen. Dieser Übergang kann dann stattfinden, wenn alles in einer Ordnung und Harmonie ist, sich an seinem rechten Platz befindet, wenn Schicksal und Leben im Einklang sind. Wir sind bereit, dasimmlische Wir Altes hinter uns zu lassen – unser Ego, bisherige Identitäten und Rollen, Anhaftungen, Denk- und Verhaltensweisen, Hoffnungen, Erinnerungen. Im Moment des Sterbens oder Übergangs fallen Raum & Zeit zusammen. Und erst, wenn auch die Hoffnung stirbt und niemand da ist, der uns hilft im Sinne einer Verlängerung unserer Identität in eine vorgestellt Zukunft, kann das Wahre und Wirkliche sich offenbaren, eine Wirklichkeit oder ein Bewusstsein, das vollkommen rein und klar ist und unerschütterlich wie ein vollendet geschliffener Diamant, der im Nu alle Illusionen durchschneiden kann..

Vollendung ist auch ein Neuanfang auf einer anderen Ebene: Der innere alchemistische Prozess von 8° Schütze wird erst dann offensichtlich, wenn die Umwandlung bereits stattgefunden hat und damit eine neue Ebene der Wahrnehmung und der Reaktion auf das Leben erreicht ist (das Mädchen „lächelt“). Das in die Erde gelegte Saatkorn ist gekeimt, gewachsen und gereift bis zur Vollendung. Ungeduldiges Vorgreifen und intellektuelle Spekulationen schaden dem Wachstumsprozess. Hilfreich ist die Einstellung des Geschehenlassens „Ich lasse es  s e i n . Am Punkt der Vollendung ist eine Schwelle erreicht (die Zahl 10).  Das Ende ist erreicht, ein Höhepunkt… Welche Gefühle steigen in diesem Moment auf? Ein Tor im Dunkeln suggeriert einen Weg, doch „ich“ kann das Tor nicht öffnen.

In dieser Situation kann „ich“ nicht handeln, keine Initiative ergreifen. Geschehenlassen liegt an, sich eine Pause gönnen, jegliche Kontrolle loslassen. Es geht nicht um Macht, Recht, Stärke oder Gewinn. Es geht um Zuneigung, Vertrauen und Verständnis – in das, was ist. Nicht handeln (wu wei) und innere Distanz zu den äußeren Verwicklungen bedeuten nicht notwendigerweise Schwäche, Ohnmacht oder Minderwertigkeit. In Steinbock/Saturn wirkt das Prinzip von Ursache-Wirkung. Wir ernten, was wir gesät haben. Es kann nur das vollendet und reif werden, was auch tatsächlich als Anlage in uns vorhanden ist, gekeimt und gewachsen ist. Im Klartext: Annehmen dessen, was ist.

 

Das Aspektbild

 Neumond_7.11.2018 Skorpion_KleinBeim Aspektbild fällt gleich die Planetenreihe in der oberen Kreishälfte auf, während die untere Hälfte bis auf den Mondknoten leer bleibt. Der Schwerpunkt im oberen und rechten Raum zeigt ein starkes Streben nach Leistung, Unabhängigkeit, Gipfelpositionen und einem höheren Bewusstsein. Weitere Ziele sind Selbstverwirklichung und berufliche Verwirklichung, Übernehmen von Verantwortung, Hinterfragen von Erfolg und Macht. Große Lernbereitschaft zeigt sich auch im Du- und Umweltbereich, wenn die Lebensgesetze missachtet worden sind und der Mensch, durch leidvolle karmische Erfahrungen weise geworden, sich wieder seinen Mitmenschen zuwendet und erkennt, dass die Menschheit ein Ganzes ist.

Diese Struktur ermöglicht ein Konzentrieren auf hohe Ziele, fördert die Verwirklichung von großen Unternehmungen, die der Selbstverwirklichung dienen und auch für andere nützlich sein können. Eine Gefahr liegt in der Einseitigkeit, der Verdrängung des Trieb- und Instinktbereichs und der Projektion der unbewussten Schattenanteile. Es ist notwendig, sich seiner fehlenden „besseren“ oder „schlechteren“ Hälfte bewusst zu werden und sie in sein Selbst zu integrieren. Das wird auch unter dem psychologischen Begriff der Individuation verstanden.

Eine weitere Besonderheit sind zwei große Vierecke, das einfarbige große rote Quadrat und die dreifarbige doppelte Ambivalenzfigur.

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Stein der Weisen

Das große Quadrat, auch magisches Viereck, Leistungsviereck oder karmisches Kreuz genannt, wird hier von zwei Planeten und den beiden Mondknoten unter Einbeziehung des MC gebildet. Die Planeten und Achsenpunkte stehen im rechten Winkel zueinander stehen. Das Große Viereck stellen ein immenses Leistungsvermögen und Kraftpotenzial dar. In der Freimaurersymbolik wird diese Aspektfigur als „vollkommener Würfel“ oder „vollkommener Stein“ bezeichnet. Das bezieht sich auf die Symbolik des anfänglich rauen, unbearbeiteten Steins, der für einen Menschen steht, der gerade erst beginnt, bewusst an sich zu arbeiten. Dann beginnt das „Behauen des Steins“, das Schleifen der Ecken und Kanten als Symbol für die Arbeit an den eigenen Schwächen, Leidenschaften, übernommenen Glaubenssätzen und Gedankenstrukturen. Das angestrebte Ziel mag Vollkommenheit sein oder zumindest eine Annäherung daran, die Integration aller Ich-Anteile in das übergeordnete Selbst. Vollkommenheit – ein „ verwirklichtes Selbst“? Die vollkommene Form des Menschen kann nur das sein, was sie JETZT ist.

buddha_200Ich habe mich gefragt, was „Vollendung“ bedeutet, wie sich Vollendung anfühlt. Vielleicht ist es ein Ankommen bei sich selbst, ein Erfülltsein von sich selbst. Ich spreche hier von dem inneren göttlichen Raum, der eins ist mit dem wahren Selbst, der angefüllt ist mit reinem Bewusstsein und reiner Glückseligkeit… ein Seinszustand der Fülle und gleichzeitigen Leere, wo sich das Selbst schenkt und gleichzeitig beschenkt wird. Der vollendete Zustand (der innere Raum) symbolisiert Erfüllung als erfahrbaren Seinszustand. Wir erfahren Verbundenheit mit allem, was ist. Mehr und weniger geht nicht.

 

Uranus und das neue Bewusstsein

URANUS auf 30° Widder bildet den Anfang der aufgereihten Planetenkette. Im Verbund mit der VENUS (Widder-Waage-Achse) bildet er den Rand der Schale mit dem Inhalt der Planentenenergien. Nennen wir die Venus in diesem Zusammenhang Anima, Seele, Liebesfähigkeit oder Kraft der Anziehung des Ewig-Weiblichen, die uns „nach oben“ zieht (wie Dante’s Beatrice). Und nennen wir Uranus den Offenbarer eines neuen Bewusstseins, den Willen zur Veränderung/ Mutation und den Willen zur Vereinigung aller Persönlichkeitsanteile mit dem „höheren Selbst“.

Sabisches Symbol für Uranus auf 30° Widder:

„Ein Ententeich mit kleinen Entchen“

Der Lebensspielraum „kleiner Ententeich“ (oder ist es ein Goldfischglas?) symbolisiert unseren überschaubaren, begrenzten Handlungs- und Wirkungskreis, für den wir verantwortlich sind, der unserem Schicksal und Dharma entspricht. Auch wenn wir bereits für eine begrenzte Zeit in die Harmonie der Sphären eintauchen oder transzendente Erlebnisse und Einblicke in eine höhere Ordnung haben durften, müssen wir doch immer wieder zurückkehren auf die Erde, zu unserer irdischen Aufgabe in einem bestimmten gesellschaftlichen Rahmen und Umfeld.

BlickQuelleGemessen am galaktischen Weltenmeer erscheint unser Aktionsradius so winzig wie ein Ententeich. Und doch muss genau hier – in dem Raum, in den das Schicksal uns hineingestellt hat – die Substanz zum konkreten Handeln gefunden werden (Substanz). In unserem begrenzten Lebensspielraum erfahren wir Ursache und Wirkung, säen und ernten, haben unsere Vision von einer höheren Harmonie auf unser eigenes karmisches Wirkungsfeld herunter zu bringen und zu verwirklichen.
Wir haben die Möglichkeit, den Mikrokosmos nach unseren Bedürfnissen zu gestalten und in Übereinstimmung mit unseren Begabungen zu handeln. Denken und handeln wir authentisch, vor allem unter Berücksichtigung unserer natürlichen Grenzen, erreicht uns auch die Harmonie der großen kosmischen Ordnung (des Makrokosmos), schenkt uns Frieden, innere Zufriedenheit und Fülle und großes Vertrauen in unser Schicksal.

Im Gewahrsein dieser geistigen Verbundenheit erkennen wir auch die Verbindung des Saturn-Symbols der „Zehn Holzklötze im dunklen Torweg“ mit dem GROSSEN QUADRAT bzw. Karmischen Kreuz aus Venus-Uranus und den beiden Mondknoten an der IC-MC-Achse. Auch die Mondknoten-Achse steht symbolisch für den Vorgang der Individuation, die „Selbstwerdung“ eines Menschen zu einem ganzen, unteilbaren Individuum. Wir können nur „werden“, was wir bereits sind – und nur noch nicht wissen. Die Energie von Uranus will Licht in diese unerleuchteten menschlichen Zellen bringen.

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Möge es sein.

Zum Wohle aller.

Nachtrag: Der letzte Blogeintrag von gestern (8.11.18) war plötzlich nicht mehr aufrufbar. Technische Hilfe habe ich nicht. Also habe ich den Beitrag erneut geschrieben. ich bitte um Nachsicht.

Sternengrüße

von Sundra

Die Sabischen Symbole der kardinalen Eckpunkte

 

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MANDALA Garten der Menschheit

 

Die kardinalen Eckpunkte im Horoskop

Die Bilder und Szenen der Sabischen Symbole ermöglichen im persönlichen Horoskop eine intuitive Deutung von Planetenstellungen, sensitiven Punkten und vor allem der vier Eckpunkte im Horoskop. Auch die Sonnenstellung und die Mondtyp-Analyse können durch die Deutung der Sabischen Symbole bereichert werden.

Die wichtigsten Punkte und Tierkreisgrade im persönlichen Geburtshoroskop sind die vier kardinalen Eckpunkte: ASZENDENT – DESZENDENT – IMUM COELI – MEDIUM COELI. 

 

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Fische-Mandala

Die vier Ecken des eigenen Sternen- oder Himmelsraums, die den Sternenhimmel im Osten und Westen, im Süden und Norden symbolisieren, können uns für die Orientierung im Leben nützlich sein. Die polaren Hauptachsen der waagrechten AS-DS-Linie und der senkrechten IC-MC-Linie bilden ein Fadenkreuz, das den Tierkreis (den ganzen Raum) in vier Quadranten aufteilt und sinngemäß Auskunft über vier wichtige Lebens- und Sinnfragen gibt.

 

 

 

Der »Vier-Ecken-Rat« im Horoskop

 Der „Vier-Ecken-Rat“ sitzt in unserem Horoskop. Wenn wir den „Rat der Vier“ zu unserem Leben befragen, gibt er uns mit Hilfe der Sabischen Symbole Auskunft. Besonders fruchtbar empfinde ich den Austausch in einer Astrogruppe oder in einer persönlichen Beratung. Im gemeinsamen Gespräch, Erleben und Assoziieren der vier Eckpunkte mit den dazugehörigen Symbolen entdecken wir die Rahmenstruktur unseres Geburtshoroskops und freunden uns mit ihr an.

Eingewickelt in eine vierteilige bildhafte Symbolik finden wir unser Lebensthema, wie wir es optimal verwirklichen können, wohin es uns führt und zu welchem Zweck. Kreative Traumarbeit, Malen, Schreiben und Assoziieren unterstützen diesen Prozess, führen uns tiefer hinein und weiten unseren Blick für das größere Ganze. Nach Tagen, Wochen oder auch erst nach Jahren sind wir in der Lage, den möglichen SINN unserer Erfahrungen und unseres Daseins für uns herauszukristallisieren.

 

Die vier Fragen

Folgende vier Fragen können wir mit den Eckpunkten eines jeden Horoskops in Verbindung bringen. Die vier Sabischen Symbole dieser Tierkreisgrade geben uns Antworten auf das WAS (Aszendent), WOHIN (Deszendent), WIE (Nadir, IC) und WARUM (Zenit, MC).

  •  Was ist mein Geburtspotenzial? Welche Art von Erfahrung lässt mich entdecken, wer oder was ich wirklich bin? (AS)
  • Wohin (zu welchen Begegnungen/Sichtweisen) führt mich dieses Potenzial? (DS)
  • Wie handle ich am besten, um Erfolg zu haben? (IC)
  • Warum bin ich hier? Was ist der Sinn, die Vollendung, Bestimmung meines Daseins? (MC)

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Wer möchte, kann auch diese vier Fragen stellen:

  •  „Wer bin ich?“ oder „Wodurch erfahre ich mich?“ (AS)
  • „Wohin gehe ich?“ (DS)
  • „Woher komme ich?“ oder „Worin bin ich verwurzelt?“ (IC)
  • Was ist der Sinn/das Ziel meines Lebens?“ (MC)

 

Neben der Bildsymbolik achten wir auch auf die Lage der vier Ecken im ganzheitlichen Gefüge des Tierkreises. Welche Sequenzen in welchem Akt sind betroffen? Welche Stufe im Fünferzyklus wird beschrieben? Wird uns vielleicht eine Technik gezeigt (4. Stufe) oder die Verwirklichung einer letzten Stufe in einem Erkenntnis- oder ERfahrungsprozess (5. Stufe)?

 

Die Sonne als individuelle Kraftquelle 

 

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„Sonnenträger“ (Gouache“)

Haben wir neben dem ersten Eindruck auch schon eine Ahnung von dem Rahmenpotenzial bekommen, schauen wir uns auch die Sonne und ihr Symbol an.

Innerhalb des symbolisch gesteckten Rahmens und Erfahrungspotenzials (AS-DS, IC-MC) will sich unsere Sonne als Persönlichkeit und Selbst verwirklichen. Das Sabische Symbol für den Tierkreisgrad der Sonne gibt Hinweise auf die Identität, das Verhalten und die Kraftquelle in unserem Innern.

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Mit der Sonne in einem der vier Quadranten (hier „Akt“ genannt) will sich unser Lebenspotenzial in einem bestimmten Daseinsbereich (Akt) verwirklichen und entfalten:

 

  •  im körperlichen Bereich des I. Quadranten durch Selbst-Durchsetzung/ Selbst-Absicherung/Selbst-Darstellung,
  • im Seelen- und Gefühlsbereich des II. Quadranten durch Selbst-Hingabe/ Selbst-Verwirklichung/ Selbst-Bewusstheit,
  • im geistigen Bereich des III. Quadranten durch Selbst-Ergänzung/ Selbst-Überwindung/Selbst-Einsicht oder
  • im transzendenten oder schöpferischen Bereich des IV. Quadranten durch Selbst-Beschränkung/ Selbst-Erneuerung/ Selbst-Auflösung und -Überschreitung.

 

Der „Vier-Ecken-Rat“ für ein Traum-Horoskop

Wenn wir uns die Uhrzeit eines wichtigen Traums aufgeschrieben haben (die Aufwachzeit), können wir die vier „Ecken“ und ausgewählte Planetenstellungen des Traum-Horoskops mit den Sabischen Symbolen intuitiv deuten und dabei manche Übereinstimmung oder Bestätigung mit den Traumsymbolen und der Traumhandlung entdecken. Für die Untersuchung der „vier Ecken“ im Traumhoroskop erhalten wir die symbolische Antwort auf folgende Fragen:

  • Was ist die momentane Situation im Traum? Worum geht es?
  • Wohin führt das Traumgeschehen? Was kommt dabei heraus?
  • Wie verhalte ich mich am besten? Auf welcher Grundlage handle ich am besten?
  • Was ist das letzte, höchste Ziel, der Sinn des Traums? Was will bewusst werden?

 

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Mandala „Kosmos“

 

Die vier Ecken im Ereignishoroskop

Nach dem gleichen Schema können wir auch jedes Ereignishoroskop nach seinem Thema, der verborgenen Grundlage, den dharmischen oder karmischen Resultaten und seinem Sinn „abklopfen“, um das Ereignis aus einer ganzheitlichen Perspektive verstehen zu können.

Auch die NEUMOND- und VOLLMOND-Horoskope gehören dazu. Beispiele dazu finden sich auf meinem alten Blog ex-pan-vision

hier: Gedanken zum „Schleier der ISIS“ nach den Terror-Attentaten von Paris am 13.11.2015 – Der Neumond vom 11.11.15 für Paris

 

Ich wünsche euch / Ihnen einen reichen Erkenntnissegen bei der kreativen Arbeit mit den Sabischen Symbolen. Für mich sind und bleiben sie die schönste Entdeckung und der größte Schatz in den astrologischen Veröffentlichungen des 20. Jahrhunderts.

Sternengrüße von Sundra

 

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Lungenmandala

 

 

 

Horoskop: Die Sabischen Symbole

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Astroteppich 2

Was sind Sabische Symbole?

Die Sabischen Symbole sind hellseherisch geschaute Bilder und Szenen für jeden einzelnen Grad des Tierkreises – insgesamt 360 Symbole. Durch Einstimmen auf diese Bilder können in der symbolischen Astrologie die Planeten, die sensitiven Punkte und auch ganze Aspektbilder in ihren Stellungen im Tierkreis sinnvoll gedeutet werden.

 

Der Ursprung der Sabischen Symbole

Ursprünglich hatte der amerikanische Astrologe Marc Edmund Jones durch Zusammenarbeit mit dem Hellseh-Medium Elsie Wheeler 1925 die Symbole erhalten. Der Astrologe nannte eine Zahl zwischen 1 und 360 und die Hellseherin beschrieb, welches Bild sie dazu sah. Jones notierte das Geschaute auf einer Karteikarte für den entsprechenden Tierkreisgrad. Auf diese Weise wurden alle 360 Symbole erhalten und erstmalig 1953 in Englisch veröffentlicht.

Dane Rudhyar, Astrologe, Komponist, Maler und Begründer der humanistischen Astrologie, hat mit dem Einverständnis von Jones zur Verbreitung und Interpretation der Sabischen Symbole beigetragen, entwickelte eigene Deutungskriterien aufgrund seiner Aufteilung der 360 Grade in 24 Szenen à 15°(siehe Foto), die er in seinem Buch „Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein“ einer breiten Öffentlichkeit bekannt machte.

M.E. Jones gab seine Erfahrungen zehn Jahre später im Buch „Die Sabischen Symbole in der Astrologie“ heraus. Er halbierte den Tierkreis und arbeitete mit den Symbolen in Form von 180 Gegensatzpaaren, die einander im Tierkreis gegenüber liegen und sich aussagekräftig ergänzen. Sein Deutungsansatz ist verschieden von dem Rudhyars und er kommt auch zu anderen Schlüsselwörtern. Ich arbeite hauptsächlich mit der Einteilung von Rudhyar.

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352 lose Seiten…

Diese Ausgabe von Dane Rudhyar „Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein“ ist von 1984 (Kailash Hugendubel Verlag), leider mit einer schlechten Leimung… Seit fast 40 Jahren arbeite ich mit den Sabischen Symbolen, ziehe sie zur Deutung von Geburts- und Traumhoroskopen heran und habe für eine gewisse Zeit (2009-2015) öffentlich auf meinem Blog ex-pan-vision die montalichen Neu- und Vollmondhoroskope dokumentiert.

 

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Innere Struktur der 360 Sabischen Symbole

Zweiteilung: Die Teilung erfolgt zuerst durch zwei. In der Frühling-/Sommer-Hälfte findet zwischen Widder und Waage der Individualisierungsprozess statt; die Herbst-/Winter-Hälfte beschreibt den Prozess der Kollektivierung von Waage bis Fische. Es ergeben sich insgesamt sechs polare Tierkreiszeichenpaare

Vierteilung: Die vier Quadranten, die wir als Jahreszeiten erfahren,  werden als vier Akte im Sinne von vier großen Zyklen kosmischer Manifestation mit folgenden Schlüsselwörten versehen: Differenzierung, Stabilisierung, Gruppenintegration und Kapitalisierung. Diese Prozesse gelten für den Mikrokosmos Mensch ebenso wie für den Makrokosmos.

Fünfteilung: Den ganzen Zyklus von 360° Tierkreisgraden und 360 gespeicherten Erfahrungswerten hat Rudhyar schließlich  in 72 Fünferphasen aufgeteilt. So entsteht ein großer Fünfstern im Tierkreis – und mit ihm ein „pentarhythmischer“ Prozess, der sich auf drei Ebenen abspielt und somit eine Sequenz von 5 x 3 = 15 Phasen bildet. Insgesamt gibt es für den Kreis von 360° 24 solcher 15-er Sequenzen. Das erinnert an die 24 Stunden eines Tages .

Sechserteilung: Auf die vier Akte angewendet, hat jeder Akt 6 solcher Sequenzen à 15 Phasen (6 x 15 = 90). Es ergeben sich die 90° eines Quadranten bzw. 90 Sabische Symbole für jeden Akt.

Linear sieht der Prozess so aus:

Sab.Symbole2

Rudhyar schreibt dazu:

„So wie ich nun die Vorstellung von einem kosmischen Prozess unterbreite, kann dieser Prozess sinnvoll als rituelles Drama in vier Akten und vierundzwanzig Szenen betrachtet werden. Wie auch immer man diesen kosmischen Prozess unterteilen will, er ist – erfasst man ihn in seiner wesenhaften Struktur – ein Ritual.Ja, in der Tat ist alles Leben ein Ritual – eine symbolische Darstellung – für das Individuum, das sich intuitiv als Teilhander in dem universalen Prozess der Aktualisierung von Potenzialen sieht, die eingeboren sind in dem schöpferischen Wort „im Anfang“, dem Logos.“

 

 

Sinnvolle Deutung der Lebenserfahrungen 

Während der zwölffältige Tierkreis vom LEBEN handelt, geht es bei den 360 Graden des Tierkreises um den SINN. Die Symbole und Bildbeschreibungen der einzelnen Tierkreisgrade stehen für menschliche Erfahrungswerte, für geistig Erlebtes, aus denen die Menschen einen SINN extrahiert haben und auf die sie sich wieder besinnen können, wenn im zyklischen Geschehen die Tierkreisgrade durch die Planeten aktiviert werden. Die Symbole sind Träger dieses Sinns, und die Inhalte aller 360 Grade stehen für die gesamte „Sinn-Ernte“ der Menschheit.

Die vier Ecken im Horoskop – das Fadenkreuz

Die Bilder und Szenen der Sabischen Symbole ermöglichen im persönlichen Horoskop eine intuitive Deutung von Planetenstellungen, sensitiven Punkten und vor allem der vier kardinalen „Ecken“ im Horoskop. Auch die Sonnenstellung und die Mondtyp-Analyse können durch die Deutung der Sabischen Symbole bereichert werden.

Die Befragung zu den „vier Ecken“ stelle ich im übernächsten Blog vor. Es ist ähnlich wie das Spiel „Vier-Ecken-Raten“ – nur spielen wir es allein für uns selbst.

bis dann,

eure/Ihre Sundra

 

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Astrovortrag zuhause