Energiearbeit mit ätherischen Ölen (7) Das Vishuddha Chakra

 

Das Vishuddha Chakra

vish_seri-wirbel-c_birgitVishuddha („rein, makellos“), Hals- oder Kehlkopfchakra /  Element: Akasha (Äther oder Raum), der Sitz von Ton und Klang – Farbe: Hellblau oder Türkis

Das 5. Chakra schwingt in Resonanz mit dem Weisheitskörper, dem höheren Verstand, der feinstofflichen Hülle der Erkenntnis (Vijnanamayakosha). An der Verbindungsstelle von Kopf und Rumpf treffen die unteren, langsam schwingenden Zentren mit den höher schwingenden, geistigen Zentren des Kopfes zusammen. Menschliche Ebene trifft auf Göttliche Weisheit. Akasha als fünftes Element entspricht dem inneren Ort, der Bewusstseinsstufe oder Dimension, auf der die Elemente der niederen Chakren (Erde, Wasser, Feuer, Luft) bis zur Quintessenz verfeinert werden. Alle Elemente lösen sich rein und strahlend in Akasha auf.

Das Kehlkopfchakra ist das Energiezentrum der inneren Wahrheit. Es geht um gelebte Erkenntnis, Wahrhaftigkeit, Authentizität, den Umgang mit schöpferischer Energie und die Fähigkeit zur kreativen Manifestation. Der blaue Raum des Äthers ist die Quelle innerer Weite und Weisheit, von Intuition und Inspiration, ist das Zentrum der Kommunikation und Träume, eine Ebene der All-Verbundenheit. Voraussetzung für gründliche (Selbst-)Erkenntnis, authentischen Selbstausdruck und die Kommunikation mit dem Geist ist eine reine und verfeinerte Selbstwahrnehmung – daher der Name vishuddha, „rein, makellos“.  Persönliche Wunschvorstellungen wollen klar von inspirierender Eingebung unterschieden sein. Mit fortschreitender Reinheit des Halschakras mögen sich geistige Lehren und kreative Lösungen im Traum offenbaren.

Mögliche Blockaden im Vishuddha Chakra

Energetische Stauungen oder Blockaden zeigen sich als Schwierigkeiten im Selbstausdruck, in Schreib- und Sprachstörungen, übertriebener Anpassung oder übersteigertem bis aufdringlichem Auftreten. Es bestehen Ängste vor Kritik und Zurückweisung, vor öffentlichem Auftreten, vor der eigenen Präsenz und schöpferischen Kraft. Angst bewirkt ein Engegefühl im Hals, schnürt die Kehle zu, verschlägt einem die Sprache. Man traut sich nicht, genügend Raum für die eigene Entfaltung einzunehmen, eigene Bedürfnisse zur Sprache zu bringen oder zu verwirklichen. Ein übermäßig starkes Ego mag andere mit seinem Rede- und Kontrollzwang beherrschen wollen, und es besteht die Versuchung, erworbenes Wissen für persönliche Macht oder Vorteile zu missbrauchen.

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Ätherische Öle für das Vishuddha Chakra

Die ätherischen Öle für das fünfte Chakra unterstützen Klärungs- und Denkprozesse, die sich auf das Erkennen und Verwirklichen der eigenen Lebensaufgabe beziehen, reinigen Herz, Gedanken und Sinne für Bewusstseinserweiterung und kreative Inspiration. Ihr feiner frischer Duft, der an Zitrone und Minze erinnert, hilft beim Ordnen und Verarbeiten vergangener Erfahrungen, öffnet den Geist für neue Situationen, schenkt Verständnis und Toleranz gegenüber Andersdenkenden.

Die Öle wirken besonders auf das Atem-/Herz-und Kreislaufsystem, schenken ein Gefühl von Frische und Klarheit. Sie helfen bei der inneren Klärung und Reinigung, beim Abwerfen von Überflüssigem, verhelfen auf diese Weise zur Leichtigkeit des Seins, einem freien, heiteren Selbstausdruck und der Schaffung eines angemessenen Raums für die Selbstverwirklichung. Schüchternen Menschen helfen die Öle, ihre Selbstzweifel zu erkennen und abzubauen, kiritischer und entscheidungsfreudiger zu sein. Robustere Naturen erhalten die Chance, feinfühlig für die Präsenz und Bedürfnisse anderer zu werden und deren Raum zur kreativen Entfaltung zu achten.

Ich wähle für meine Mischung folgende ätherische Öle: Eisenkraut, Zitroneneukalyptus, Kamille blau,  Muskatellersalbei, Pfefferminze.

Die Vishuddha Chakrenölmischung (Biochemie)

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Im Zentrum der Allverbundenheit mit Mensch, Umwelt und Kosmos wird der Gefühlskörper geschliffen, verfeinert und transparent gemacht. Die freudebringenden und lebenszugewandten Monoterpenole legen hier den Fokus auf eine sensible Wahrnehmung der Umwelt, auf Achtsamkeit, Milde und Mitgefühl. Sie halten die Sinne offen, um sie vom Geist befruchten zu lassen, und sie sorgen für eine gut fließende Verbindung zwischen den tragenden Kräften des Wurzelchakras, den gestaltenden Ich- und Willenskräften des Nabelchakras und dem mitfühlenden Energiestrom des Herzens. Als Ausdruckskraft unserer wahren Gefühle sind sie wahre Lichtbringer und Heiler, helfen beim Ausgleich extremer Gefühlsschwankungen, bei der Auflösung von Engegefühlen oder „Knoten“ im Hals.

Die Duftstoffe der Aldehyde (Eisenkraut, Eukalyptus) wirken geistig belebend und erfrischend, sorgen für eine ungetrübte Wahrnehmung. Sie fördern Kreativität und neue Ideen, lösen mentale Knoten und Verwirrungen, wirken stimmungsaufhellend aufgrund der Ausschüttung des „Kreativhormons“ Dopamin. Aus der von ihnen geforderten Sinnesklarheit heraus kann Wahres vom Unwahren unterschieden werden. So bleiben uns Irrtümer, Umwege, Illusionen und Enttäuschungen erspart. Diese Stoffgruppe wirkt als Katalysator und bringt notwendige Wandlungsprozesse in Gang.

Da das Halszentrum als Schnittstelle bzw. „Nadelöhr“ zwischen Kopf und Rumpf eine wichtige Rolle im energetischen Flow der Schöpfungskraft (Kundalini) innehat, ist bei der Zusammenstellung eines Öls darauf zu achten, dass sowohl stimmungsaufhellende als auch entspannende Stoffe (Ester) in ausreichendem Maße vorhanden sind (Muskatellersalbei, Eisenkraut, Pfefferminze, Eukalyptus). Die Ester wirken im Zusammenspiel mit den anderen beteiligten Stoffen ganzheitlich entspannend, vitalisierend und inspirierend, was sich in heiterer Gelassenheit und innerer Ausgeglichenheit äußern kann.

minze_kostenlosDie Stoffgruppe der Oxide (Eukalyptus, Pfefferminze, Muskatellersalbei) verleiht dem Öl für das Halschakra einen frischen, eukalyptusartigen Duft, der sowohl Raum als auch Klarheit für kreative Inspiration schafft. Die Sauerstoffverbindungen wirken stimulierend, wecken die Lebensgeister, fördern und fordern die Denkkräfte und das Reflektionsvermögen. Der Gehirnstoffwechsel und die Ausschüttung des Botenstoffs Acetylcholin werden aktiviert, wodurch die intellektuellen Leistungen – Erinnerungs- und Urteilsvermögen sowie die Einsichtsfähigkeit – unterstützt werden. Dank ihrer Reinigungsfunkton helfen sie beim Entsorgen von Gedanken- und Psychomüll, befreien von allem Überflüssigen und reinigen die Atmosphäre.

Die vorhandenen Geisteskräfte und die Fähigkeit zur Reflektion verbinden sich mit dem zentralen Ich, das hier durch das Lebensprinzip der Ketone (Pfefferminze, Eisenkraut) vertreten ist. Diese fordern, dass alle Erfahrungen bewusst einer klaren Zielsetzung untergeordnet werden, die innere Lebensausrichtung klar und eindeutig ist. Bei entsprechender Schulung sind die schöpferischen Wesenskräfte in der Lage, sich dem höheren Geist bedingungslos zu öffnen und den reinen göttlichen Willen zum Ausdruck zu bringen. Die Ketone wirken klärend, öffnend und anregend auf den Gehirnstoffwechsel, bei Bedarf auch entspannend. Die Botenstoffe Acetylcholin und Serotonin sorgen für eine gute Gehirnfunktion, ein aufgeräumtes „Bauchhirn“, für gute Laune und einen guten Schlaf.

kamille_gratisEin Ausgleich zu den bewusstseinsfördernden und geistig hoch motivierten Substanzen (Oxide, Ketone) wird durch die strukturierenden Monoterpene und die seelisch stabilisierenden Sesquiterpene geschaffen. Während die aufbauenden Formkräfte helfen, die gesunde Ordnung des Körpers aufrecht zu erhalten, geben die Sesquiterpene (vor allem in der Kamille) Kraft, Stärke und Selbstvertrauen. Sie sind „Seelenführer zur eigenen Mitte“, üben eine ausgleichende Wirkung auf die Hypophyse und das Hormonsystem aus, mildern Erregung und Unruhe, bewirken Heilung auf der psychosomatischen Ebene.

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Energiearbeit mit ätherischen Ölen (6) Das Anahata Chakra

Mandala “Vollendung” Anahata („unangeschlagen“; ein nicht angeschlagener Klang, ein innerer Ton) Element: Luft (Erkenntnis)

Das 4. Chakra schwingt in Übereinstimmung mit dem spirituellen oder geistigen Körper – auch Geistselbst  oder Ursachenkörper genannt – der je nach Beschaffenheit und Intensität der Gedanken und Gefühle harmonische oder disharmonische Formen annimmt. Dieser Geistkörper, in dem alle Ursachen für unser Dasein gespeichert sind, ist die Grundlage in unseren Inkarnationen. In ihm liegt der Ursprung von Krankheit und Gesundheit.

Das Herzzentrum wird auch innerer Tempel oder ‚Allerheiligstes’ genannt. Es ist der Ort im eigenen Sein, wo man die göttliche Gegenwart erfahren und im Frieden wohnen kann. Es ist das Zentrum der universellen Liebe, eine Quelle der Heilung, Inspiration und göttlicher Visionen. Wenn der Mensch reif ist, geschieht auf dieser Ebene des Gleichgewichts das ‚Umstellen der Lichter’, das zum Denken im Herzen und Fühlen im Geiste führt. Auf dem Weg zum Selbst ist es das alchemistische Stadium der Umwandlung vitaler Gefühle und persönlicher Liebesfähigkeit in Mitgefühl, allgemeine Menschenliebe und geistige Hingabe. Mit zunehmender Bewusstheit und Seelenreife entfaltet sich der höhere Sinn für Schönheit und Harmonie, der den Geist in eine höhere Schwingung versetzt. Auf feiner, visionärer Ebene bildet sich eine Empfänglichkeit für alle hohen Künste heraus.

Die aus dem Nabelchakra aufsteigende individuelle, feurige Willensenergie und Tatkraft wird auf der Bewusstseinsebene des Herzens umgewandelt in ein liebevolles Handeln zum Dienst am Nächsten. Mit dem Sieg über die eigenen Wünsche und Begierden kann sich das Tor zu den drei höheren Chakren (Kehlkopf-, Stirn- und Kronenchakra) öffnen, in denen sowohl Persönliches und Individuelles als auch Raum- und Zeitbewusstsein transzendiert werden, der mikrokosmische Mensch sein kosmisches Potential entfaltet und in allem die göttliche Natur erkennt.

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Aufgrund seiner mittleren Lage vermittelt das Herzchakra zwischen weltlichen und spirituellen Energien, zwischen ichbetontem Wollen und geistigem Streben. Heilung heißt hier vollkommenes Gleichgewicht zwischen den drei oberen und den drei unteren Chakren… heißt Vereinigung von Shiva und Shakti, Bewusstsein und Energie… heißt Harmonie von inneren und äußeren Welten. Es geht um die Erfahrung der reinen, natürlichen, inneren Liebe, die nichts von außen bedarf, die berührt wird und berühren kann… absichtslos… von selbst… wie ein innerer, unangeschlagener Ton (anahata).

Wer in Übereinstimmung mit dem Herzen und dem Kosmos handelt (Dharma), zeigt Verständnis für eigene und fremde unvollkommene Handlungen und entwickelt Gelassenheit und Demut im Angesicht der Erkenntnis, dass jede Handlung Früchte trägt (Karma).

ana_fibonacci_grun152_bw_cDas alles verbindende Luftelement, das die Energie des Lebensatems (prana, ruach, pneuma) versinnbildlicht, schenkt auf der sensiblen Herzensebene die Erfahrung von Einheit und bedingungsloser Liebe, die unfassbar und unsichtbar hinter allen menschlichen Regungen verborgen ist. Sobald das Herz, das ja ein Sinnbild der Liebe ist, aufgrund von Neid, Missgunst und qualvollen polaren Streitigkeiten geläutert und wieder offen und leicht ist, erlebt es sich im Einklang mit dem ursprünglichen Geist der Liebe. Denn – ein Bewusstsein durchströmt alle Lebewesen, alle atmen die gleiche Luft. Im Herzchakra wird über Mitgefühl und Erkenntnis Bewusstsein entwickelt.

Blockaden im Herzzentrum

Mögliche Blockaden im Herzzentrum entstehen durch Misstrauen, alte seelische Verletzungen und verletztes Vertrauen. Sie äußern sich in allen Arten von Beziehungskonflikten, zeigen sich als Lieblosigkeit, mangelndes Einfühlungsvermögen (Feingefühl), nicht vergeben können und Selbstmitleid, als Angst vor Gefühlen, Trauer, Herzeleid, als Angst, sich zu öffnen und Scheu vor Kontakten. Die Blockaden betreffen den Brustbereich und das Atemsystem (Luft).

Ein geschlossenes oder blockiertes Herzchakra kann zu selbstzerstörerischen Gedanken, mangelnder Selbstliebe, Pessimismus, Trauer, Liebesentzug und Gefühlskälte führen. Der Zugang zu den eigenen Gefühlen ist eingeschränkt oder gar verschlossen. Einschränkende Programme („ich darf/sollte nicht“ oder „du solltest nicht“) behindern die innere Selbstversorgung und den Energiefluss von innen nach außen und wieder zurück. Verbitterung zieht in das Haus der Lebensfreude ein, das Blut gefriert in den Adern…

Ätherische Öle für das Anahata Chakra

Ich wähle für meine Mischung folgende ätherische Öle: Neroli, echte Melisse, Lavendel fein, Jasmin, Rose, Bergamotte – in 1 %-iger Dosierung in Jojobaöl.

Die ätherischen Öle für dieses Chakra sind nach ihrer Luftnatur ausgesucht worden. Die „Luft-Düfte“ sind von vermittelnder, ausgleichender und harmonisierender Natur. Sie fördern Erkenntnis- und Kommunikationsprozesse, lassen eingefahrene Verhaltensweisen und stagnierende emotionale Blockaden erkennen, helfen beim Befreien von Ballast, so dass mit neuen Ideen und frischem Mut neue Wege beschritten werden können.

Jungfrau-Fische_600_CDas Herzchakra ist der Sitz der Balance, in der Yang & Yin, männlich & weiblich, Feuer & Wasser ausgeglichen sind. Das Symbol für das mittlere 4. Chakra ist das Hexagramm mit aufsteigendem Berg-Dreieck und dem absteigendem Vulva-Dreieck. Von hier fließt ein gleichmäßiger Energiestrom nach oben und nach unten.

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Die ausgewählten Öle gleichen niedere und höhere Schwingungen aus, bringen die oberen und unteren Chakren in Übereinstimmung. Es sind hier sowohl die frischen Merkuröle (Zitrus- und Blätteröle), die zwischen Yin und Yang oder Herz und Kopf vermitteln (Farbe grün), als auch lieblich bis intensiv duftende Venusöle (Blütenöle, Farbe rosa) wie Neroli, Rose, Jasmin, Melisse, Cistrose, Myrte, Lavendel. Sie wirken harmonisierend, lösend und befreiend auf die Psyche, regulieren den Rhythmus von Herz und Kreislauf, den Blutdruck, das Nerven- und Atemsystem, reinigen die Aura und stärken die feinstofflichen Körper.

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Werden Zitrusöle wie Bergamotte, Orange, Mandarine, Grapefruit für die Chakrenmischung gewählt, sollte ihr geringes Haltbarkeitsdatum beachtet werden. Aufgrund der Kaltpressung der Schale auch unbedingt auf Bioqualität achten!

Astrologische Zuordnung

Die astrologische Zuordnung liegt beim Element LUFT, den Luftzeichen Zwillinge, Waage, Wassermann und der entsprechenden Häuserbesetzung (drittes, siebtes, elftes Haus). Die Luftzeichen stehen für geistige und intellektuelle Interessen. Sie sind vielseitig und wandelbar, sehr kontaktfreudig und bewegen sich in alle Richtungen. Sie verhelfen zu Feinheit und Klarheit, zur Objektivität und einem Standpunkt über den Dingen. Auf den drei Ebenen des Denkens erfasst der Mensch die grundlegende Dualität der Schöpfung (Geist-Materie) und kann sie zur Synthese bringen. So erfolgt der Erkenntnisprozess auch in drei Schritten: Wahrnehmung der Dualität (Zwillinge), Wahren des Gleichgewichts (Waage) und Herstellen der Synthese (Wassermann).

Neben der elementaren Zuordnung möchte ich hier auch auf die dynamische hinweisen. Von den drei Eigenschaften (Gunas) der Natur, die sich im Tierkreis als kardinale, fixe und veränderliche Zeichen äußern, wirken im Herzchakra besonders die sattvischen Energien der veränderlichen Zeichen Zwillinge, Jungfrau, Schütze und Fische.

Unentwickelt oder unerlöst neigen diese beweglichen Energien zu großer Unsicherheit, erscheinen schwankend und haltlos, unzuverlässig, zerstreut bis zerfahren, doch im entwickelten Zustand (auf ‚höherer’ Stufe) verleiht ihnen gerade ihre Ungebundenheit die Möglichkeit zu tiefer, von den Dingen losgelöster Weisheit. Sattva-Energie ist rein und klar,  strahlt Heiterkeit und Gelassenheit aus, ist bestrebt, die Mitte zu finden, sich zu verfeinern und zu vergeistigen. Das Bewusstsein ist variabel und ausbaufähig, wird motiviert von einem Interesse am Menschen und an Beziehungsqualitäten.

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Die ANAHATA Chakrenölmischung (Biochemie)

Neroli, echte Melisse, Lavendel fein, Jasmin, Rose, Bergamotte

Fünf große biochemische Stoffgruppen halten sich bei diesem Chakraöl aus kostbarsten Blütenölen die Waage: Monoterpenole, Sesquiterpene, Ester, Monoterpene und Aldehyde.

Die Mischung spricht dank der lebensbejahenden und freudebringenden Monoterpenole (allen voran Rose, Neroli, Lavendel) gleich das Herz an. Es ist ein Balsam für die Seele, duftet angenehm warm und erfrischend, verströmt Milde und Sanftheit, sorgt gleich für Beruhigung und Schmerzlinderung, löst Ängste und bringt angestaute Gefühle wieder in Fluss. Lebensfreude, Spontaneität und eine positive Einstellung breiten sich aus, ein Zuviel oder Zuwenig auf der Gefühlsebene wird ausgeglichen.

Die stark beruhigenden und harmonisierenden Ester (vorwiegend Lavendel und Bergamotte) zeugen von großer Ausgeglichenheit und nervlicher Widerstandskraft. Sie glätten die Ecken und Kanten bei zuviel Eigensinn, Hochsensibilität oder Überempfindlichkeit, stärken das Nervenkostüm und wirken als hervorragende Schutzpuffer gegen alles Grobe, Laute und Fordernde. Für seelische Reife und einen abgerundeten Charakter sorgen die Sesquiterpene/–terpenole (hauptsächlich in Melisse und Jasmin). Besonders bei schwer belastenden Herzensangelegenheiten, Beziehungskonflikten, Schicksalsschlägen, Traumata und tief sitzendem Leid können sie Entspannung und Lösung bringen. Die Tür zur Weisheit des Herzens öffnet sich für alle, die zu Selbsterkenntnis, tieferem Verständnis und Vergebung bereit sind. Die innere Arbeit mit Projektionen und Schuldzuweisungen, mit Gefühlen von Minderwertigkeit, Scham, Stolz und Überheblichkeit ist hier sehr fruchtbar, sorgt für einen inneren Halt, führt zu seelischer Reife, einem ausgewogenen Charakter und inneren Werten.

Während die strukturierenden, ordnenden Monoterpene (Neroli) die Funktionen stärken und für eine gute Erdung und Koordination sorgen, drängt der Anteil an geistig anregenden Aldehyden (v.a. im Öl von Melisse und Bergamotte) in tiefere Schichten der Wahrnehmung, sorgt für ein Hinterfragen der äußeren Sinneseindrücke, aktiviert die Suche nach Sinn, Bedeutung und innerem Wahrheitsgehalt des Erlebten. Dank dieser inneren Auseinandersetzung entsteht eine Sinnesklarheit und -transparenz, die in die Lage versetzt, Wahres vom Unwahren zu trennen und dadurch auf der Beziehungsebene viele Enttäuschungen, Irrwege und Illusionen vermeiden kann. Das Herz wird von psychischem Druck befreit, das Nervensystem gestärkt, der Geist klar.

orange-blossom-278833_640_pixabay-joschNeroli oder Orangenblüte stärkt die Aura und bildet eine schützende Hülle, wirkt durchlichtend und tief auf das Herz, ist ein psychisches Notfallmittel bei Angst, Schockzuständen, Depression, seelischer Erschöpfung; schenkt Gelassenheit und Freude, Stärke und Mut, öffnet Auge und Herz für die Schönheit des Daseins. Es ist ein Merkuröl, d.h. ein starkes Yinöl mit viel Yangkraft, das sowohl anregen als auch beruhigen kann.

Die Melisse mit ihrem zitronig sonnenwarmen Duft von intensiver Strahlkraft wirkt im melissefeinstofflichen Bereich auf das Herzzentrum und balanciert  das feine Spiel der Gefühlsschwankungen aus. Die starke Wirkung auf den feinstofflichen Körper wurde schon vor langer Zeit von allen Heilern erkannt, sie macht das Herz froh, stärkt die Weisheit des Herzens, wirkt ausgleichend bei Spannungen, Blockaden, bei zu schnellem Herzschlag und zu schnellem Atemrhythmus.

rose-orange_rosa_1280_pixabay_500Auch die Rose, ein ausgesprochenes Yinöl, stärkt die feinstofflichen Körper, wirkt harmonisierend auf das Herzchakra, lehrt Liebe und Geduld, hilft bei Kummer, Enttäuschung, Trauer; in der Sterbehilfe eingesetzt nimmt sie Ängste und öffnet für die Weisheit des letzten Ganges.Die  Rosenessenz weckt die Sehnsucht der Seele nach dem Geist und die Sehnsucht des menschlichen Herzens, mit dem galaktischen und kosmischen Herzen in Übereinstimmung zu schwingen. Darum steht der Duft der Rose für die unsterbliche Seele und ihre sich verströmende Liebe an den Geist.

Lavendula

Lavendel extra ist ein Merkuröl, in dem Yin und Yang ausgeglichen und nahezu gleichwertig enthalten sind.  Bei emotionaler Hitze, bei Panik oder Hysterie, die durch mangelndes Vertrauen und zu wenig Erdung im Wurzel- und Sakralchakra entstehen, wirkt es daher kühlend. Wie die Melisse kann es die Aura stärken, „Energielöcher“ schließen und aggressive Energien neutralisieren. Es bringt die niedrigen und höheren Chakren miteinander in Einklang und leitet notwendige Transformationen ein. Aufgrund seiner Feinheit und geistigen Klarheit hat Lavendelöl auch eine direkte Verbindung zum Scheitelchakra.

jasmin-363677_1280_500Jasmin wirkt tief in den Astralleib hinein, dringt vor bis zu den Wurzeln der Gefühle und archaischer Kräfte, wo sich die tiefste Quelle des Glücks und auch des Schmerzes befindet. Es hat den Anschein, dass durch den süßen Blütenduft aller Seelenschmerz aus dem Emotionalkörper herausgelöst und neutralisiert wird, um den Weg zu den wahren Gefühlen und Sehnsüchten freizugeben. Jasmin öffnet das Herz, löst Blockaden und erleichtert den Umgang mit sexuellen Problemen und Hemmungen.

bergamotte-1Bergamotte ist ein mildes Yangöl mit einem ausgesprochenen sonnigen Gemüt. Seine hellgrüne Farbe (Kaltpressung der Schale) zeigt eine Wesensverwandtschaft mit dem Herzchakra. Energetisch ist es ein wahrer Licht- und Energiebringer, der verschlossene Herzen öffnen und erwärmen kann, so dass mit der Freude auch heilsame Kräfte einziehen können. Es macht die Menschen geselliger und offener. Seine Wirkung auf die Aura ist vor allem nach schwerer Krankheit belebend, aufhellend und stärkend. Das Öl neutralisiert aggressive Energie und schützt vor aggressiver Energie von außen.

Energiearbeit mit ätherischen Ölen (5) Das Manipura Chakra

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Danae (Aquarell)

Manipura („Palast des Ich“ /„ Stadt der Juwelen“) –

Element: Feuer (Wille, Tat)

3-chakra-sonne_400_cDas Solarplexus- oder Manipura Chakra steht in Resonanz zur Mentalwelt und dem Mentalkörper. Es hat auf der feinstofflichen Ebene die Funktion eines großen Alchemistenofens, in dem persönliche Erfahrungen, Gefühle und vitale Impulse verarbeitet, verdaut und integriert werden und Grobes in Feines umgewandelt wird. Von unten (Sexualchakra, Wasser) drängen die angestauten emotionalen Impulse und Triebe, verlangen nach machtvollem Ausdruck, unmittelbarer Durchsetzung und Integration ins Bewusstsein. Von oben (Luft, Herzchakra) strömt feine, sattvische Energie in den Bauchkessel, drängt nach Ausgleich und geistiger Erkenntnis.

Im „Palast des Ich“, das astrologisch von der Sonne und dem Feuerzeichen Löwe regiert wird, geht es darum, in die eigene Macht und Kraft zu kommen, eine Identität bzw. Bewusstsein („Ich  bin“) auszubilden und die Gestaltung des Lebens in die eigene Hand zu nehmen. Zugleich trifft hier persönlicher Wille auf göttlichen Willen und die Macht des Kollektivs. Da kommt es auf den rechten Standpunkt, die rechte Sichtweise, die richtige Motivation und die rechte Handlung an.

Durch das Zusammentreffen von Wasser (Unbewusstes, Kollektives, Triebe) und Feuer (Bewusstheit, Individualität, Wille, Tatkraft) entsteht ein energetischer Spannungszustand, der äußerste Vorsicht, Bedacht, Disziplin und höchste Bewusstheit erfordert. Von unten wird angeheizt und von oben abgekühlt und destilliert. Wenn sowohl die eigenen Motive gereinigt und geklärt und die sexuellen Triebe des unteren Chakras zum reinen Ausdruck der Liebe des höheren Herzchakras geläutert sind, steht eine große Schaffenskraft zur Verfügung, um Karma (Handlung) und Dharma (inneres Gesetz, Wesensnatur) in Einklang zu bringen, Konflikte zwischen innerem Sein und äußeren Ansprüchen des Werdens aufzulösen und die Kraft im selbstlosen Dienst zum Wohle des Ganzen anzuwenden.

Mögliche Blockaden: Angst vor Macht- und Kontrollverlust, Angst vor der eigenen Macht und Kraft; Angst vor Wut und Ärger, vor Kritik und Versagen; unterdrückte Durchsetzung u. Aggressivität; Selbstmitleid; blockierter Zugang zum Bauchhirn, zur Intuition und emotionalen Intelligenz; Kompensierung von Mangel, Schwäche, Unsicherheit durch ein dickes Ego und Größenwahn.

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Nabelchakra /Solarplexus – Element Feuer – Farbe Gelb

ingwer-3Die ätherischen Öle für das Nabelchakra können nach ihrer Feuernatur ausgesucht werden: Basilikum (Tulsi), Bergamotte, Ingwer, Kardamom, Lorbeer, Oregano, Rosmarin, Thymian, Wacholder, Zimt. „Feuerdüfte“ (z.B. Pfeffer, Ingwer) sind warm, heiß, belebend in ihrer Wirkung, oft stechend oder scharf. Aufgrund ihrer heißen, dynamisch-energetischen Qualität stehen sie in Resonanz mit dem gesamten Verdauungstrakt, den Organen Magen/ Darm, Leber/Galle, Gallenblase, Milz und der Bauchspeicheldrüse. Kardamom z.B. nutzt man seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin zur Entfachung von AGNI, dem Lebens- und Verdauungsfeuer.

Die warmen, würzigen Aromen wirken durchweg als Energiespender, Pusher und Transformatoren, setzen Kräfte und Ressourcen frei, wecken kämpferische Impulse in uns, vermitteln uns das Gefühl „Ich schaffe das!“, nehmen die Angst vor dem Versagen. Sie aktivieren, wecken Lebenslust, Mut und Selbstvertrauen (Bergamotte, Rosmarin, Ingwer, Kardamom), wirken sowohl körperlich vitalisierend (Thymian, Oregano, Zimt), geistig strebend und stimulierend (Wacholder, Lorbeer, Kardamom, Muskatnuss, Rosmarin) als auch geistig entspannend und beruhigend (Majoran, Basilikum, Tulsi, Kardamom). Körperlich wirken sie erwärmend, schmerzstillend, entzündungshemmend, antibakteriell und durchblutungsfördernd. Auch die Ausschüttung von Noradrenalin ist hier von Bedeutung, da dieser körpereigene Botenstoff aktiviert und stimuliert, Körper und Geist anregt.

Im Nabelzentrum kommen Kopf und Bauch, Scheitel- und Solarplexuschakra zusammen. Das erfordert eine stabile und ausgeglichene Psyche, eine gute Verankerung in der eigenen Mitte sowie Mut und Entscheidungskraft, schnell und intuitiv aus dem Bauch heraus handeln zu können.

Die astrologische Zuordnung liegt bei den Feuerzeichen Widder, Löwe, Schütze und der entsprechenden Häuserbesetzung (erstes, fünftes, neuntes Haus). Von den Planeten wirken vor allem Sonne und Jupiter.

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Auswahlkriterien

Auswahl nach der gelben Farbe des Öls, der Blüten, der Früchte

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Ebenso sind die Öle der strahlend gelben Zitrusfrüchte – z.B. Bergamotte, Grapefruit, Limette, Zitrone und Urzitrone – wie geschaffen zur Stärkung des Manipura Chakras. Sie sind wahre Stimmungsaufheller, haben viel Sonnenenergie gespeichert, helfen beim Ordnen, Reinigen, Klären und Konzentrieren der Gedanken, unterstützen Weitblick und Klarheit. Allerdings sind diese Öle nicht sehr lange haltbar und können dann Allergien hervorrufen. Das sollte berücksichtigt werden.

Rose gelbDie gelben, bernstein- und honigfarbenen Öle von Mimose/Akazie, Ingwer, Lemongras, Iris und Zeder eignen sich ebenfalls für das 3. Chakra, doch ebenso für das obere Kronenchakra.

Gelb steht für die intellektuelle Seite des menschlichen Lebens, für  schöpferische Vernunft, Weisheit, Intuition, analytischen Geist, Willenskraft, Logik  und Urteilskraft. Die positiven Aspekte von Gelb bedeuten einen durchgeistigten Intellekt, mentale Wachsamkeit, Gedankenklarheit, Konzentrations- und Unterscheidungskraft,  Weit- und Klarsicht, Lerneifer und geistiges Streben. Die negativen Aspekte können auf Verwirrung, Täuschung, Ängstlichkeit, Unsicherheit und Willensschwäche deuten.

  • Grapefruit „Ich bin leicht und sprühe vor Lebenslust!“
  • Limette „Ich fühle mich wach und frisch wie ein neuer Morgen!“
  • Zitrone (hellgelb) „Hellwach und konzentriert ordne ich meine Gedanken.“
  • Ingwer (hellgelb) „Ich stelle mich jeder Herausforderung!“
  • Kiefer (farblos bis blassgelb) „Mutig mache ich mich auf den Weg!“
  • Mimose (hellgelb)  „Meine Seele bekommt Nahrung und Schutz!“
  • Nelkenknospen (klargelb bis braungelb) „Ich vertraue der heilsamen Knospenkraft des Aufbruchs!“

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Meine ätherischen Öle für das Manipura Chakra

Ich habe die ätherischen Öle für dieses Chakra vorwiegend nach ihrer Feuernatur ausgesucht (siehe oben): Basilikum, Ingwer, Rosmarin, Thymian Thujanol

Zur MANIPURA Chakrenölmischung

(Biochemie)

Im großen Kessel des MANIPURA Chakras werden die vorhandenen Stoffe und Elemente aus den beiden unteren Chakren (Erde, Wasser) auf der höheren Ebene des Feuers geprüft, neu gemischt und miteinander verschmolzen. Hier ist der Übergang von der kollektiven Sphäre zum individuellen Selbstausdruck. Alle Vorstellungen und Gedankenmuster, die unser wahres Wesen, unsere zentrale Macht und unseren Gefühlsausdruck behindern und klein halten, verzerren oder zerstreuen, werden vom inneren Schlangenfeuer verbrannt. Auf der sozialen Ebene kann dies mit einer falschen Beziehungs- oder Berufswahl zusammenhängen. Bevor das Bestehende gewandelt und in Fluss gebracht wird, müssen die tiefsten Schichten durchleuchtet, gereinigt und entschlackt werden.

basilikum-2Die Äther (im Basilikumöl Ct. Methylchavicol) beflügeln uns, unseren unverwechselbaren Wesensaudruck auszubilden, in die eigene Mitte zu kommen und Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen. Dadurch entsteht ein hoher Grad an inner Freiheit mit echter Gelassenheit und einem großen Entspannungspotenzial, der sich positiv und anregend auf den Stoffwechsel auswirkt. Die Äther (Ether) stärken besonders die Nerven, sorgen für nervliche Immunität, die Ausschüttung von „Glückshormonen“ und wirken dadurch entspannend, beruhigend und entkrampfend auf das ganze System. So kann sich auch die „Wut im Bauch“ lösen und wandeln.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Gruppe der Sesquiterpene (Ingwer, Rosmarin, Thymian) ist ganz auf innere Werte ausgerichtet. Sie meistert bei diesem tiefgreifenden, alchemistischen Verarbeitungsprozess die feurigen Ichkräfte, fördert einerseits die Stoffwechselverbrennung und innere Durchwärmung, hemmt andererseits ausufernde Entzündungen. Durch die Kontrolle über das innere Feuer entsteht eine große seelische Reife und Abgerundetheit.

thymian-kostenlos_400Der große Anteil an lebenszugewandten Monoterpenolen (v.a. im Thymian-Thujanol) sorgt für eine positive, freudige Ausstrahlung, ermutigend die Seele zum freien, unbeschwerten Ausdruck, bringt blockierte Gefühle wieder in Fluss und hilft bei der Verfeinerung. Ihre hohe, selbstlose Qualität und milde Süße spricht unser Herz an und wirkt sich wohltuend auf die Nerven aus, sorgt für Beruhigung und Linderung. Die stark ausgleichende Natur sorgt für eine gute Erdung und große Anpassungsfähigkeit.

Auffallend ist auch der hohe Anteil an geistig anregenden Oxiden (Rosmarin, Ingwer, Basilikum). In diesem Zentrum der Willenskraft, gleich an der Nahtstelle zum göttlichen Willen, müssen die Zusammenhänge des Lebens in allen Facetten gedanklich durchdrungen und auf höherer Ebene reflektiert werden. Oxide sorgen für eine bessere Gehirndurchblutung, wirken schleimlösend und damit entlastend im Kopfbereich, fördern das Verlassen eingefahrener Denkgeleise und den kreativen, bewussten Umgang mit dem Wort. Bei dieser Aufgabe unterstützen sie die Ketone mit ihrer inneren klaren Ausgerichtetheit, ihrer geistigen Offenheit und höchsten Bewusstseinskraft.

gelbestantra-dreieckDas Lebensprinzip der Ketone (v.a. im Rosmarinöl) ist mit unserer ureigensten schöpferischen Wesenskraft verbunden. Es fordert und fördert ein höchstes Bewusstsein, um unser Dharma und unseren höheren göttlichen Willen auf die Erde zu bringen und zu verwirklichen. Da es im MANIPURA Chakra vor allem um die Ich-Kräfte und ihren reinen Willensausdruck geht, haben die Ketone hier die Aufgabe, eigene Energie von fremder Energie zu unterscheiden. Das spielt eine wichtige Rolle bei den Autoimmunerkrankungen, bei denen ja eine Ich-Entfremdung vorliegt, die sich bis in den Körperbereich manifestiert hat.

Die beruhigenden und entspannenden Ester (Thymian, Rosmarin) gleichen extreme Stimmungsschwankungen aus, fördern die Kommunikation mit der Umwelt und bewirken eine heitere Gelassenheit (Serotonin), während die Aldehyde (Ingweröl) die Tore zu einer tieferen Wahrnehmung und einer Bewusstheit im Jetzt öffnen. Diese Sinnesklarheit versetzt uns in die Lage, Wahres vom Unwahren zu unterscheiden. Sie stärken Herz und Nerven, befreien von psychischem Druck, klären und reinigen den Geist. Und schließlich sorgen die ordnenden Strukturkräfte der Monoterpene für Kooperation und Zusammenhalt aller Anteile, eine gute Erdung und praktische Umsetzung im Alltag.

Für das Trägeröl wähle ich Jojoba- und Johanniskrautmazerat (Olivenöl)

   Basilikum*, Ingwer*, Rosmarin*, Thymian Thujanol*

(*aus kontrolliert biologischem Anbau kbA)

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Energiearbeit mit ätherischen Ölen (4) Das Svadhisthana Chakra

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Svadhisthana „Wohnsitz des Selbst“ – Element Wasser (Gefühl, Liebe)

Das 2. Chakra schwingt in Resonanz mit dem Astral- oder Emotionalkörper. Es ist Zentrum, Kanal und Verteilerstelle für die schöpferischen Lebenskräfte und mitverantwortlich für unsere Lebendigkeit und ganzheitliche Gesundheit. Es geht darum, die ursprünglichen, vitalen Energieströme (Kundalini), die aufgrund von Traumata und psychischen Verletzungen blockiert sind, zu erwecken und zu spüren.

drachefrau_cwzDurch dieses Chakra fließen sowohl sinnlich-sexuelle Lebensenergien als auch geistig kreative Ströme. Es geht um lustvolle Beteilung am Leben, um Sexualität, Selbsterhaltung durch Fortpflanzung und Zeugung, um sinnlich-erotische Wünsche und kreative Phantasien. Aus psychologischer Sicht fördert das 2. Chakra die Entwicklung unserer individuellen Anlagen, der Fähigkeit zu erschaffen und zu nähren und unser Bedürfnis nach der Liebe und Süße des Lebens.

 Blockaden: Das Sakralchakra kann durch Gefühle von Schuld und Scham, Minderwertigkeit, Unzulänglichkeit und Ablehnung blockiert sein; Angst vor Sexualität, Sinnlichkeit und Berührung; Ablehnung oder Schuldgefühle im Zusammenhang mit der eigenen Sexualität/ dem eigenen Geschlecht; Angst vor dem anderen Geschlecht; tief sitzendes Gefühl (Wut) sexueller Ohnmacht und Abhängigkeit; geringes Selbstwertgefühl, große innere Unsicherheit, dadurch Neid und Eifersucht; Angst, sich emotional und kreativ auszudrücken; Angst vor Armut und Abhängigkeit.

sva_wasser_500cDas Sakralchakra ist verbunden mit dem Element Wasser und dem Fluss der Lebensenergie und auf körperlicher Ebene mit den Organen, die den Wasserhaushalt in unserem Körper regulieren (Niere, Blase, Blut- und Lymphsystem, Geschlechtsorgane). Es versorgt den physischen Körper mit Energie, weshalb es eine große Rolle zum Beispiel im Chi Gong und Tai Chi einnimmt. Das Sakralchakra ist daher wesentlich für unsere Lebendigkeit und allgemeine Gesundheit mit verantwortlich.

Eine astrologische Zuordnung besteht zu den Wasserzeichen Krebs, Skorpion, Fische, im Besonderen auch zur Achse Stier-Skorpion und Venus/Pluto, den Planeten Mond, Pluto, Uranus/Neptun (Varuna) und der entsprechenden Häuserbesetzung (viertes, achtes, zwölftes Haus).

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Auswahlkriterien

Farbe des Öls: gelborange bis orangerot: Angelika (hellgelb, bernsteinfarben), Benzoe Siam (braunorange, rotbraun), Karottensamen (klar, gelb, orange), Myrrhe (orange, rotbraun), Narde (blassgelb, bernsteinfarben), Patchouli (orangebraun, rötlich), Sandelholz (blassgelb, hellorange), Ylang Ylang (hellgelb, hellorange); Trägeröle Sanddornöl (leuchtend orange) und Johanniskrautöl (leuchtend rot)

Wurzelöle: Angelika, Iris, Narde, Vetiver

Öl aus Samen: Karottensamen

Öle/Balsame aus Hölzern/Harzen: Benzoe Siam, Sandelholz, Elemi, Hoholz, Linaloeholz, Myrrhe, Rosenholz, Tolubalsam, Weihrauch, Zeder, Zimtrinde, Zypresse

Blütenöl: Jasmin, Rose, Ylang Ylang

Fruchtschale: Bergamotte, Mandarine, Orange

Öl aus duftenden Blättern: Rosengeranie

aufgrund der Wirkung: Rosengeranie, hormonell ausgleichend, seelisch stabilisierend, von Herz zu Herz fließende Gefühle, inniglich berührend, hingebungsvoll, offen, lebensfroh, kreativ, erheiternd, vielseitiger und spontaner Gefühlsausdruck, freudiges Geben, Reinheit der Liebeskraft, Wonne, Glückseligkeit (orange)

Trägeröle: Johanniskrautöl (Rotöl), Sanddorn- und Jojobaöl

Meine Wahl fällt auf die fünf Öle: Benzoe Siam, Karottensamen, Rosengeranie, Sandelholz und Ylang Ylang.

  Das Sakralchakra und die Farbe Orange

drachefrau_cwzAktivität und Bewegungsdrang des Feuers (rot) verbinden sich mit der Kontaktfreudigkeit des strahlenden Lichts (gelb) zu einer harmonischen Kommunikation. Das Ergebnis dieser ausgeglichenen Mischung ist das anregende, heitere und hingabefreudige Orange, die Farbe der aufgehenden Sonne. Das ausgewogene Verhältnis von Energie/Gefühl (rot) und Verstand (gelb) führt zu einer positiven Spannkraft, die uns genügend Selbstvertrauen und Lebenskraft gibt, um das zu tun, was uns mit Inspiration, Sinn und Freude erfüllt. Orange ist die Energie des kreativen Selbstausdrucks, die experimentelles schöpferisches Tun und intuitives Wahrnehmen fördert.

In Indien ist Orange die Farbe Krishnas, die Farbe der Erleuchtung, Ekstase und reinen Freude (Ananda). Buddhistische Nonnen und Mönche tragen orangefarbene Gewänder, signalisieren damit ihr Streben nach Erleuchtung und höchster Erkenntnis, verbunden mit großer Freude und Hingabe für den Dienst an ihren Schwestern und Brüdern. Wegen seiner warmen Strahlungs- und Leuchtkraft versinnbildlicht Orange Schönheit und Harmonie. Mit einem ausgeglichenen Wesen sind wir psychisch und intellektuell in der Lage, Instinkte und Sinnesimpulse in schöpferische Kräfte umwandeln.

In den Träumen von Orange kann es um eine offene und lebendige Kommunikation gehen, die, wenn sie mit Nächstenliebe und Erkenntnis einhergeht, zu einer Ausdehnung des Bewusstseins führen kann. Neben der charismatischen, sonnenhaft lichten Ausstrahlung versinnbildlicht der Archetyp des Orange ein lusterfülltes Streben nach Fortschritt, höchster Blüte und Bewusstheit. Orange weckt unsere Lebensgeister und das innere Kind, regt zur spielerischen Entdeckung der kreativen Kräfte und einem freien Umgang mit ihnen an. Das bezieht sich auf körperlich-sexuelle Kräfte wie auf geistige Energien.

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Die Chakraölmischung „Svadhisthana“

Basisöl: Johanniskrautöl (Rotöl), Sanddorn- und Jojobaöe,  ätherische Öle (1 %)

Bei dieser Duftmischung für das 2. Chakra handelt es sich um weiche, sanft fließende und lieblich süße „Wasserdüfte“. Sie berühren auf tiefer seelischer Ebene, bringen die emotionalen Energien ins Fließen, lösen Blockaden und reinigen die beiden unteren Zentren von emotionalen Schlacken. Als Stimmungsaufheller und Seelenbalsam machen sie das Leben leichter erträglich und können die Seele in Staunen, Begeisterung und Jubel versetzen.

Die wichtigsten Essenzen für die beiden unteren Chakren (Wurzel- und Sakralchakra) sind Sandelholzöl (im Osten der traditionelle Tantraduft zur Erweckung der Kundalini), Karottensamenöl und Angelikawurzelöl (siehe 1. Chakra). Da das 2. Chakra ein Kanal für sexuelle und kreative Energien ist, wundert es nicht, dass die zugehörigen Essenzen auch als Aphrodisiakum bekannt sind.

Chakraöl „Svadhisthana“

Ätherische Öle (1 %): Benzoe Siam*, Karottensamen*, Rosengeranie*, Sandelholz, Ylang Ylang

Trägeröl: Johanniskraut-, Sanddorn- und Jojobaöl (Bio)

Biochemie: Sesquiterpene/-terpenole, Ester, Monoterpenole, Monoterpene, Ketone, Äther, Oxide.

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Das Chakraöl „Svadhisthana“ enthält eine zärtlich einhüllende Duftsymphonie aus weichen, sanft fließenden Essenzen von süß-warmen Harzen und Hölzern, nährenden Samen, aromatischen Blüten und Blättern lieblich duftender Blumen. Seine balsamische, schützende Energie legt sich wie ein zarter Seidenkokon um uns, stillt die Sehnsucht nach intimer Nähe, Geborgenheit und Urvertrauen. Der sanfte, süß-warme Duft kann die tief schlummernde Sinnlichkeit freisetzen.

Das Öl ist ein Balsam für die verwundete Seele, die durch das Tal der Tränen gegangen ist, sich nach Liebe, Menschlichkeit und einer innigen Umarmung sehnt. Es fördert nicht nur den feinfühligen Umgang mit anderen, sondern vor allem auch mit uns selbst. Die Mischung wirkt ausgleichend und stimmungsaufhellend, stimuliert die schöpferische Energie (Kundalini), regt die Phantasie und Intuition an.

Das Einschwingen auf die Gefühle setzt genau dort an, wo unterdrückte Wünsche und Bedürfnisse, auch sexueller Art, sich aufgestaut haben und den freien Gefühlsfluss in uns behindern. Die Süße des Duftes macht entspannt und heiter. In einer friedlichen Atmosphäre des Einklangs mit unseren Gefühlen können sich emotionale Belastungen und seelische Verkrampfungen leicht lösen. Der lebendige Strom unserer innersten Wünsche und Sehnsüchte durchdringt die Fassade angepassten Verhaltens und die Mauern der Isolation, erweckt Begeisterung nach lustvoll-kreativem Ausdruck unserer inneren Regungen.

Ohne Anpassungszwänge, Spannungen und innere Unzufriedenheit gestaltet sich auch die Kommunikation mit unseren Mitmenschen harmonisch und ehrlich. Erotisch-sinnliches Erleben kann zu spiritueller Erfahrung erhöht werden.

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Ätherische Öle für das 1. Chakra

Meine Auswahl:

Angelika/Engelwurz, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver.

Die würzig-warmen, erdenden und schweren Düfte wirken seelisch stärkend, zentrierend und stabilisierend, sind sehr duftintensiv. Die Mischung wirkt auf angespannte, überlastete Naturen beruhigend, entspannend und ausgleichend, auf ängstliche, unsichere und erschöpfte Menschen besonders ermutigend, belebend, vitalisierend. Kopflastige und abgehobene Naturen kommen wieder in Kontakt mit ihrem Körper und darüber in Kontakt mit ihrer eigenen Macht und Wurzelkraft. Das Zutrauen in die eigenen Körperprozesse wächst. Eigene Energien und Abwehrkräfte werden erkannt und gestärkt, das Fremde und Unwahre wird bekämpft, ferngehalten bzw. ausgeschieden. Die Muladhara-Mischung stärkt die eigenen Ressourcen, stellt die Verbindung zwischen Geist und Körper, oberen und unteren Chakren her und bringt das gesamte Chakrensystem in Gleichgewicht.

Auf biochemischer Ebene überwiegen folgende Stoffgruppen: Sesquiterpene, Phenole, Monoterpene, Ketone, Ester und Äther.

mula_296px-angelicaarchangelica11. Angelikawurzel (Angelica archangelica), Doldengewächs – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Rauchig-erdig, wurzelhaft, aromatisch-süß, würzig-pfeffrig

Duftbotschaft: „Geh den eigenen Weg!“ – „Sei ein Krieger/Träger des Lichts“ – „Du bist stark, ich baue dich auf!“

Seelisch-geistige Wirkung: ganzheitlich anregend, stark ausgleichend, angstlösend, beruhigend, stabilisierend, aufhellend. Als „Angst- und Kraftöl“ wirkt Angelika positiv auf ängstliche, zurückhaltende und mutlose Menschen sowie bei mangelndem Selbstvertrauen. Der Duft erdet, bringt zurück in die Realität und zu den Wurzeln, und hilft, festen Boden unter den Füßen zu behalten oder wieder zu bekommen. Ermutigend und aufbauend bei jedem Neubeginn, bei Bauchängsten, psychischer Instabilität und einem Gefühl der Überforderung. Der Duft der Engelwurz mildert aggressive Tendenzen, Nervosität und Schockzustände, fördert Entscheidungsfreudigkeit, Kreativität und innere Zuversicht, unterstützt die Zentrierung im Selbst. Verborgene Kraftreserven können erkannt und genutzt werden. Er hilft bei Alpträumen, Schlaflosigkeit und beschützt die traumwandelnde Seele in der Dunkelheit.

Astroenergetischer Bezug zum Erdzeichen Steinbock (Sonne, Aszendent im Steinbock / 10. Haus), zum visionären Feuerzeichen Schütze und den feurigen Planeten (Sonne, Mars, Jupiter), die durch Saturnaspekte geschwächt sind und gemeistert werden können.

Innere Alchemie (feinstoffliche Wirkung): Das Angelikaöl ist energetisch ein Yangöl, stärkend, irdisch aufbauend, stabilisierend, lenkend und regulierend. Die Namen – Engelwurz, Erzengelwurz und  Heiliggeistwurz – erinnern an sein Wesen als Kanal oder Krieger des Lichts, der uns voran geht und den Weg erhellt. Festverwurzelt in der Erde ist die Pflanze mit ihren großen, hoch aufragenden Dolden (kosmischen Antennen) und dicken, hohlen Stängeln (Kanäle) besonders empfänglich für die Energien höherer Lichtreiche. Daher korrespondiert sie auch mit den höheren Chakren, mit der selbstbewussten Feuerenergie des Manipura Chakras (Solarplexus) und den spirituellen Energien des Scheitelchakras. Ihr Duft reinigt die Aura, durchlichtet den Geist. Das Immunsystem wird mit göttlicher Licht- und Lebenskraft gespeist. Duftthema ist das Licht, das Erleuchten dunkler Pfade und der Schutz vor Negativität durch die Gewissheit der eigenen Stärke.

mula_640px-helichrysum_italicum_flowers2. Immortelle (Helichrysum angustifolium/italicum), Korbblütler – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Der Duft ist voll und süß, blumig-würzig, erinnert an Heu, Honig und Curry, zugleich fruchtig, herb-holzig und krautartig, immer warm und erdig. Die sonnengelbe Strohblume „Immortelle“, die „Unsterbliche“, auch „Sonnengold“ Italiens (Helichrysum it.) genannt, ist eine Würz- und Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum.

Duftbotschaft: „Empfange aus meinem Füllhorn ein Meer goldener Ätherkräfte und lass dich wie Danae und Goldmarie vom Goldregen durchdringen. Im größten Unglück bin ich für dich da.“ – „Lass alles Zweifeln und Zaudern und erhebe dich zu deiner wahren Bestimmung!

Seelisch-geistige Wirkung: Das Immortellenöl wirkt ganzheitlich entspannend, beruhigend und ausgleichend, in besonderem Maße stärkend und regenerierend, haltend, bewahrend und aufbauend; es erdet, wärmt, schützt und löst mit seinen strahlenden Lichtkräften auch die dicksten Blockaden. Der warme Duft dieses sonnendurchfluteten Öls wirkt besonders bei innerlich durchfrorenen oder „gefühlskalten“ Menschen, die unter menschlicher Kälte leiden, sich nur schwer fallen lassen können und Angst vor Veränderung haben.

Das Öl ist sehr hilfreich bei psychotherapeutischen Sitzungen: Das Wesen des Immortellenöls hilft beim Lockern und Auflösen von Blockaden und Kontrollmechanismen, kann die Traumfähigkeit intensivieren, den Zugang zu inneren Bildern fördern und tief ins Unbewusste verdrängte Inhalte hervorholen. Bei Furcht vor Albträumen und Kontrollverlust wirkt es erdend und hilft, das Urvertrauen zurückzugewinnen und Probleme mit mehr Gelassenheit zu betrachten. Es leistet erste Hilfe bei Unfällen, Schocks und Verlusten, hilft unmittelbar beim Verarbeiten von Trauer und Traumata, beim Auflösen seelischer Knoten und tief sitzender Ängste. Immortelle erdet Menschen, die zu sehr in ihrem Kopf leben, die Realität und auch ihre Aggressivität nicht wahrhaben wollen. Wenn die inneren Knoten sich lösen und die Bilderflut strömt, brauchen diese Menschen Unterstützung bei der Aufarbeitung ihrer Blockaden.

Astroenergetischer Bezug zum Erdzeichen Stier (Venus) und den Themen Sicherheit, Abgrenzung, Grenzerfahrung, mit der Angst vor Veränderungen und Verlust (Sonne, Mond, Mondknoten, Aszendent im Stier bzw. im 2. Haus) bzw. auf einer höheren Ebene dem Streben nach Erleuchtung, der Umwandlung von Begierde in geistiges Streben (Venusaspekte mit Sonne, Uranus, Neptun, Pluto).

Innere Alchemie: Immortelle ist ein erdendes und wärmendes Yangöl mit starken Antennen zur geistigen Welt, das den Blick extrovertierter Menschen nach innen lenkt, ein blockiertes Wurzelchakra öffnen kann, psychische Tiefenreinigung aktiviert und unterstützt, damit sich Ruhe und Gelassenheit einstellen können. Es aktiviert die rechte Hirnhälfte, stärkt die Intuition bei gelenkten Phantasiereisen und Visualisierungen. Daher korrespondiert das Öl auch mit dem Stirnchakra. Das Wesen des Immortellenöls löst mit seinem Zustrom an vitalen Ätherkräften Verspannungen und Krämpfe, die mit einem Übergewicht an Astralkräften und einem Zuwenig an Ätherkräften zusammenhängen.

            mula_nelkenknospen_640px-syzygium_aromaticum_on_tree3. Nelkenknospen (Syzygium aromaticum) Myrtengewächs – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Der Duft des Nelkenknospenöls ist kraftvoll warm und samtig, von würzig-scharfer Süße.

Duftbotschaft: „Ich gehe für dich in die Tiefe, durch das Feuer der Läuterung und Wandlung. Komm mit mir – in deine ursprüngliche Macht und Kraft! Vertraue der Knospensprengkraft und halte durch bis zum Moment, da Altes von dir abfällt und das Neue sich offenbart!“

Seelisch-geistige Wirkung: evolutionär anregend, stärkend, stimmungsaufhellend; es zieht nach innen und in die Tiefe, dringt vor bis zur eigenen schöpferischen Urkraft, drängt vorwärts auf eine neue Stufe in der Spirale des Lebens; hilft beim Aufspüren und  Verbrennen fremder Einlagerungen, Einflüsse und unwahrer Inhalte, ebenso beim Hervorholen und Integrieren verdrängter Gefühle; es gibt Schutz und Kraft bei Depressionen, Überlastung, Ängsten, Desorientierung und mentaler Verwirrung, hilft bei Stress, Schlaflosigkeit und Unruhe.

Astroenergetischer Bezug zum fixen Kreuz Stier-Löwe-Skorpion-Wassermann, zu Sonne/Pluto, Mars/Pluto und Venus/Pluto, Sonne/Uranus/Pluto.

Innere Alchemie: Mit starker Yangkraft führt das Wesen des Nelkenknospenöls sogleich in die Tiefe, stößt wie ein Laserstrahl durch alle Zivilisationsschichten und Fremdinhalten hindurch, verbindet den Menschen wieder mit der göttlichen Urkraft, einer kraftvollen Mischung aus fruchtbarer Erde und glühender Lava.

Als Hauptvertreter der phenolhaltigen Stoffgruppe dient das Nelkenknospenöl in all seinen Prozessen dem Überleben des Organismus. Für diesen Prozess braucht es ein starkes Abwehrsystem und eine gesunde Portion Aggression, um sich körperlich gegen feindliche Eindringlinge wehren und sich auch seelisch-geistig gegen alles Fremde und Unwahre abgrenzen zu können. Mit aller Kraft feuert es den Stoffwechsel an, stärkt die Vitalität und den Überlebenswillen, meistert Fäulnis- und Eiterprozesse, stärkt das Herz, sorgt für einen erholsamen Schlaf und weckt die eingeschlafenen Kräfte der Lebensbehauptung (Mars). Somit wird das Nelkenknospenöl zu einem unverzichtbaren Öl für das untere Wurzelchakra.

Wo diese mächtige, glühende, vorwärtsdrängende und lebensfreudige Knospenkraft unterdrückt, blockiert oder einfach nicht vorhanden ist, ist der Mensch nicht in seiner eigenen Macht und Autorität verwurzelt, sondern hat sich das mächtige Lebensprinzip aus der Hand nehmen lassen. Er ist zum Diener und Erfüllungsgehilfen fremder Autoritäten geworden, die ihm durch Werbung suggerieren oder per Gesetz diktieren, welche Lebensweise, Nahrung, Medizin oder Gewohnheit gesund, gut und lebensförderlich für ihn ist. Jede Macht und Autorität ist gesund, solange sie lebensfördernd, gemeinschaftsstärkend und mit dem Herzen verbunden sind. Alle anderen Autoritäten sind ungesund, da machtorientiert, kalt, berechnend und erniedrigend für den Menschen.

Durch Hingabe an das Nelkenknospenöl erhalten wir die Gelegenheit, unser Vertrauen in die eigenen Körperprozesse zu erneuern oder zu stärken. Damit schenken wir den Urkräften wieder Vertrauen, die bei Geburt, Pubertät, Menstruation und in der Menopause wirken, ebenso den lebenserneuernden und regenerativen Prozessen bei der Krankheitsbewältigung. Schließen wir diese urgewaltigen Kräfte aus unserem Leben aus, indem wir sie leugnen oder ignorieren, richten sich ihre Kräfte eines Tages gegen uns selbst – als autoaggressive Tendenz einer Krankheit, Beziehung oder schädlichen Gewohnheit (z.B. Sucht).

Das Nelkenöl versetzt uns in die Lage, unseren Weg der natürlichen Seelenreifung Stufe für Stufe durch die Chakren voranzuschreiten und uns den Wehen einer inneren psychischen Schwangerschaft hinzugeben. Wir lernen, dem alchemistischen Feuer zu vertrauen, das die Substanz unserer Innenwelt läutert und verwandelt. Und schließlich sind wir bereit, uns bis in letzter Konsequenz dem Wandlungs- und Erneuerungsprozess hinzugeben, bis die Mutation oder der Sprung auf eine neue Ebene des Gewahrseins und der Reaktion auf das Leben stattgefunden hat – dank der Nelkenknospenkraf

mula_silberbeifus_5004. Silberbeifuß (Artemisia arborescens) Artemisiagewächse – Element

Duftprofil: Der Duft des Silberbeifußöls ist kraft- und gehaltvoll, würzig und warm, zugleich grün-holzig-frisch und von dunkler, befreiender Süße. Der Atem wird tief, der Kopf wird frei. Mit der ihm innewohnenden elementaren Kraft übernimmt dieser geheimnisvolle Duft sogleich die Führung und zieht fast magisch in die Tiefen des Körpers und der Erde.

Duftbotschaft: „Ich führe dich auf unbekannten Pfaden zu deinem tiefen Schöpfungsquell. Öffne dich dem Potenzial deiner Zukunft und lass das Gestern hinter dir! Empfange meine unbändige Lebenskraft und mache dich frei für deine wahre Berufung!“

Seelisch-geistige Wirkung: Das Wesen des Silberbeifußöls ist ein „Seelenführer zur eigenen Mitte“ und ein Spezialist für psychosomatische Beschwerden. Es gibt Mut, Kraft und Selbstvertrauen für den individuellen Weg und die Entfaltung des eigenen Wesenskerns, um die ausgetretenen Pfade verlassen und alles Konditionierte und Aufgesetzte abstreifen zu können. Es beruhigt, entspannt, führt zu innerer Gelassenheit und der Gewissheit, selbst die dunkelsten Aspekte in hilfreiche Energien umwandeln zu können. Ängste, Traumata, Süchte und schwere psychische Belastungen können sich in einer entspannten und friedlichen inneren Haltung lösen. Das Öl wirkt ganzheitlich befreiend, weitend und stärkend, bringt aus dem Kopf tief in den Körper.

Innere Alchemie: Die Nachtmeerfahrt zu sich selbst führt tief ins Reich der Schatten. Die tiefblaue Yangkraft des Silberbeifußöls drängt hier mit wilder Entschlossenheit aus dem Quell der geheimnisvollen Tiefe, löst dabei alle verdrängten Gefühlsbrocken aus Wut, Trauer, Bitterkeit und Angst, die unsere kreativen Schöpferkräfte und damit den Ausdruck unseres Wesens lahmgelegt, geschwächt und in Schach gehalten haben. Dabei mag sich autoaggressives, von Süchten und unbewusster Todessehnsucht getriebenes Handeln offenbaren und zur Schattenarbeit auffordern, denn die Stoffgruppe der Ketone im Silberbeifußöl fordern und fördern neben der bewussten Ich-Entfaltung auch eine konsequente Ausrichtung auf das Lebensziel schöpferischer Selbstverwirklichung, was die Verantwortung für das eigene Leben einschließt. Das ganze Wesen dieser Pflanze drängt nach Klarheit, Weite, Direktheit und freien Selbstausdruck.

Unerlöstes und erlöstes Potenzial: Während sich ein Zuviel der Yangkraft als Zügellosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Machtmissbrauch, Herrschsucht und im destruktiven Gebrauch der sexuellen Kräfte äußert, zeigt sich das Zuwenig in geschwächtem Lebenstrieb, fehlendem Mut, Halbherzigkeit, mangelnder Risikobereitschaft und Lebensfreude. Wo die Schöpferkraft brachliegt, die Energie sich weder heiß noch kalt äußern darf, sondern immer nur lau oder auf Sparflamme gehalten wird, verkümmert auch die Lebenskraft. Das Leben wird freud-, farb- und geistlos, unerotisch, fad. Welchen Sinn sollte es (noch) haben… Menschen resignieren, werden apathisch, des Lebens überdrüssig, neigen zu Depressionen und Autoaggressivität – wo dies nicht bewusst ist, äußert sich das Brachliegen der geistigen und schöpferischen Kräfte als selbstzerstörerische Krankheit.

Das Silberbeifußöl ergreift mit seinem Wesen den Menschen dieser Zeit, legt den Finger in die Wunde, akzeptiert keine Halbheiten, zeigt auf die Schattenanteile und drängt zur Katharsis. Alles Unechte, Halbherzige und Erstarrte, alles Zögerliche, Ängstliche und Bequeme, das einer echten Lebendigkeit im Wege steht, wird in seinen Grundfesten erschüttert und aufgelöst. Dann steht der Erneuerung der Lebenskräfte nichts mehr im W

mula_wiki_640px-vetiveria_zizanoides_dsc078105. Vetiver (Vetiveria zizanoides) Süßgräser – Element Erde/Wasser

Duftprofil: „Duftende Wurzel“ oder „Duft der Ruhe“ wird es in seiner Heimat (Java, Indien, Sri Lanka) genannt. Es wird aus der aromatischen Wurzel eines exotischen Grases gewonnen. Der Duft von Urvertrauen nd Geborgenheit ist weiblich umfangend und haltend: dunkel, tief, erdig-schwer und warm-würzig, holzig, süßlich-herb, etwas moosig und modrig wie feuchter Waldboden.

Botschaft: „Sich annehmen und lieben“.

Seelisch-geistige Wirkung: Bei Unsicherheit, Rastlosigkeit, Entwurzelung, mangelndem Selbstvertrauen und depressiven Verstimmungen wirkt Vetiver stimmungsaufhellend, seelisch aufbauend und beruhigend, schenkt Bodenhaftung und stärkt den Kontakt zum Körper. Es führt den Menschen zu seinen Wurzeln, tief in den Gefühlsbereich, durchbricht dabei alte Schutzmauern (erstarrte Abwehrhaltung), die zum Schutz vor Gewalt und Verletzung einst aufgebaut worden sind, holt aus der Kopflastigkeit in den Bauch und sorgt zugleich für ein breites, starkes Fundament.

mula_wiki_vetiveria_zizanioides0Vetiver ist ein altbewährtes Schutz- und Schwellenöl, ein „Erdungs-Öl“, wenn nichts mehr geht und alles nervt, bei Krankheitsschüben, Belastungen und Bewegungseinschränkungen, ganz besonders bei psychischen Verletzungen, sexuellen Traumata… Vetiver hilft, unerlöstes Leid und Kummer zu verarbeiten. Es bringt auf den Boden der Tatsachen zurück, öffnet das Tor zu verdrängten Gefühlen und unverwirklichten Anlagen, erneuert das Vertrauen in die eigene Überlebenskraft, den eigenen Wert.

Astroenergetischer Bezug zur Jungfrau-Energie (Sonne, Mond, Mondknoten oder Aszendent in Jungfrau/6. Haus; Merkuraspekte).

Innere Alchemie: Vetiver ist ein starkes Yinöl mit aufsteigender Yangkraft. Die Essenz hat etwas Mütterlich-Beschützendes, das uns an die Erdmutter oder „Wurzelfrau“ erinnert. Sie entspricht dem „Geist des Tales“, der nie stirbt (Tao), der Urmutter, von der Laotse sagt: „Ihr Tor ist die Wurzel von Himmel und Erde“. Das Wurzelchakra (wei-lu am unteren Ende der Wirbelsäule) wird in der chinesischen Alchemie von der inneren Lebensenergie „Schwanztor“ oder „unteres Passtor“ genannt. Hier endet der Fluss der abwärts gerichteten Yinkraft der vorderen Funktionslaufbahn (renmai, Yin) und beginnt der Aufstieg der Yangkraft in der hinteren Lenkerleitbahn (dumai, aufwärts gerichtetes Yang).

Vetiverwurzelöl eignet sich für die drei unteren Chakren, wirkt jedoch besonders auf das Wurzelchakra ein, sorgt für eine dauerhafte Verbindung zwischen Geist und Körper, oben und unten. Ansonsten reguliert und harmonisiert es den Fluss aller Chakren, stimuliert das gesamte endokrine System und hält es im Gleichgewicht.

Bildquellen:

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Immortelle: Helichrysum italicum.jpg
Nelkenknospen: Syzygium aromaticum on tree.jpg
Silberbeifußöl: Maienfelser Naturkosmetik
Vetiver:  Vetiveria zizanoides dsc07810.jpg
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Energiearbeit mit ätherischen Ölen (3) Das Muladhara Chakra

 Muladhara („Grundlage“) – Element: Erde (Verwirklichung, Manifestation)

Das Wurzelchakra schwingt in Resonanz mit der materiellen Welt, dem physischen Körper und dem feinstofflichen Ätherkörper. Das Muladhara ist Sitz der Kundalini, das Zentrum der Energieversorgung für den gesamten Organismus und die Grundlage für Selbsterhaltung und Selbstverwirklichung.

Blockaden: elementare Lebens- und Überlebensängste aufgrund von Traumata, karmischen Erlebnissen und schweren seelischen Verletzungen; man ist zu „abgehoben“ und kopflastig, zu wenig geerdet; Unzulänglichkeitsgefühle, mangelnde Zugehörigkeit und Verwurzelung in der eigenen Mitte (Entwurzelung), Essstörungen, Schlafstörungen, schwaches Immunsystem, scheinbare Schutzlosigkeit, Identitätsverlust, mangelndes Urvertrauen / Selbstvertrauen, große Unsicherheit, Angst vor Veränderungen, nicht loslassen können.

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Ätherische Öle für das Wurzelchakra

Das Muladhara oder Wurzelchakra hat die langsamste Schwingung und bildet die Grundlage für alle höheren Aktivitäten. Hier stärken die „Erddüfte“ und Basisnoten – vorwiegend von Holz- und Wurzelölen – die Körperenergie und die Verankerung im Ich. Sie fördern eine gesunde Erdung und Beziehung zum Körper, geben Halt, wirken ausgleichend (dynamisierend und/oder beruhigend), dringen bis ins Reich der Dunkelheit (Unbewusstes) vor. Sie helfen beim Überwinden von Hindernissen und selbst gesetzten Grenzen, wirken schützend und reinigend. Psychisch geht es um die Erweckung und Verwirklichung der inneren schlummernden Kräfte. Dazu ist es notwendig, furchtlos bis zu unseren eigenen Wurzeln vorzudringen.

Die Erddüfte haben einen körperlichen Bezug zum Knochengerüst (Steinbock/ Saturn), zum Magen-Darm-System (Jungfrau/Merkur) zu Gewebe, Haut, Nahrungsaufnahme (Stier/Venus) und zur Körperabwehr (Widder, Mars). Natürlich kann jedes ätherische im Trägeröl auch einzeln verwendet werden. (Dosierung siehe unten).

Die astrologische Zuordnung liegt bei den Erdezeichen Stier, Jungfrau, Steinbock, dem Planeten Saturn und der Widder/Mars-Thematik (Ich-Durchsetzung).

 

Auswahlkriterien

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Würfelfrau (Aquarell)

 Farbe des Öls: von braun über rötlich-braun bis honig- und bernsteinfarben: Angelika (hellgelb bis bernsteinfarben), Benzoe Siam (rotbraun), Cassia (rötlichbraun), Immortelle (goldgelb bis leicht rötlich), Narde (blassgelb bis bernsteinfarben), Patchouli (hellgelb/ orangebraun mit Rotstich bis dunkelbraun), Thymian Thymol oder Roter Thymian (rötlichbraun), Zimtrinde (rotbraun) und Drachenblut (blutrot)*

Wurzelöle: Angelika, Ingwer, Iris, Narde, Vetiver

Öle/Balsame aus Hölzern, Rinden, Harzen: Benzoe Siam, Elemi, Hoholz, Linaloeholz, Myrrhe, Oud, Rosenholz, Sandelholz, Tolubalsam, Weihrauch, Zeder, Zimtrinde, Zypresse

Biochemie: Das Nelkenknospen- und Silberbeifußöl habe ich aufgrund seiner biochemischen Zusammensetzung ausgewählt.

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Johanniskrautöl (Rotöl)

Trägeröl: leuchtend rotes Johanniskrautöl (Rotöl), gemischt mit Jojobaöl.

 *Auch der blutrote Baumsaft – er ist kein ätherisches Öl! – von Croton lechleri, Drachenblut oder Sangre de Drago, eignet sich für das Wurzelchakra (separat und pur einmassieren). Der Saft des Drachenblutwesens führt zur eigenen Stärke, schenkt Mut zur Tat und wirkt sehr tiefgreifend auf uralte Verletzungen, Verschattungen, Fesselungen und Lähmungen ein. Hier empfehle ich das Buch von Thomas von Rottendorf: Heilkunde der Ätherischen Öle“, Verlag Neue Erde

Das Wurzelchakra und die Farbe Rot

Rot ist eine mächtige, dominierende Farbe, die körperlich intensiv und nah erfahren wird. Sie ist eine Symbolfarbe persönlicher und seelischer Aktualität. Wo sie auftaucht, ist Bewegung, Erregung und Entzündung, Liebe, Leidenschaft und Kampf. Oder es ist Gefahr in Verzug. Rot symbolisiert das Feuer des Geistes, der Seele, des Lebens und des Körpers. Es ist auch die Farbe des Blutes, der starken Gefühle (Feuer & Flamme), sexuellen Leidenschaften und Begierden.

Rote Symbole zeigen uns Dinge und Eigenschaften, die uns nahe stehen, mit denen wir uns identifizieren, für die wir kämpfen, uns von ganzem Herzen hingeben und aufopfern. Erscheint das Rot im Zusammenhang mit Gewalt, Verletzung und Draufgängertum, kann es auf eine zu starke Ich-Verhaftung hinweisen. Wir erhalten dann die Gelegenheit, diese Wahnvorstellung in die Weisheit der Einsicht zu wandeln

gelbestantra-dreieckRot in Träumen: Menschen, die spirituelle Übungen praktizieren und mit Mandalas und Meditations-Gottheiten (Yidams) arbeiten, können von roten Formen der Shakti (göttliche Energie) als Schlange (Kundalini) oder von Weisheitsfrauen (Dakinis) träumen, durch deren Kraft alle störenden Gefühle in Weisheit umgewandelt werden. Rote Kraftfelder, rote Räume, rote Energievorhänge und Strahlen sind Symbole des Dhyani-Buddhas Amitabha (Sanskrit „Unbegrenztes Licht“). Seine rote Strahlung und die „Weisheit unterscheidender Klarschau“, die er versinnbildlicht, heben Leidenschaft und Begierde auf. Rot kennzeichnet die elementare Feuerenergie vieler Götter und Schutzgottheiten der östlichen Welt, wie Agni und Brahma, Shiva oder Rudra. Rot ist die Farbe des Werdens und der manifestierten Schöpfung. Rot zeigt die Seele in Aktion als unser eigenes Selbstbild.

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GRANAT (Öl)

 

Die Ölmischung „Muladhara“

Angelika, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver.

Trägeröl: Johanniskraut- und Jojobaöl

Die würzig-warmen, erdenden und schweren Düfte wirken seelisch stärkend, zentrierend und stabilisierend, sind sehr duftintensiv. Die Mischung wirkt auf angespannte, überlastete Naturen beruhigend, entspannend und ausgleichend, auf ängstliche, unsichere und erschöpfte Menschen besonders ermutigend, belebend, vitalisierend. Kopflastige und abgehobene Naturen kommen wieder in Kontakt mit ihrem Körper und darüber in Kontakt mit ihrer eigenen Macht und Wurzelkraft. Das Zutrauen in die eigenen Körperprozesse wächst. Eigene Energien und Abwehrkräfte werden erkannt und gestärkt, das Fremde und Unwahre wird bekämpft, ferngehalten bzw. ausgeschieden. Die Muladhara-Mischung stärkt die eigenen Ressourcen, stellt die Verbindung zwischen Geist und Körper, oberen und unteren Chakren her und bringt das gesamte Chakrensystem in Gleichgewicht.

   muladhara_tor-rot_c Chakraöl „Muladhara“

Ätherische Öle (1 %): Angelika, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver (kbA)

Trägeröl: Johanniskraut- und Jojobaöl Bio

Biochemie: Sesquiterpene, Phenole, Monoterpene, Ketone, Ester, Äther

In meinem Chakraöl MULADHARA vermitteln die anregenden Phenole des Nelkenknospenöls (90 %) einen Zugang zu den Urkräften der Erdtiefe, stärken den Überlebenswillen und die Kraft der Selbstbehauptung, helfen beim Aufbau einer gesunden Abwehr. Die Monoterpene in den Ölen von Angelika (90 %) und Immortelle (24 %) besitzen die Gabe, aus dem Lot gefallene Zustände wieder in eine gesunde Ordnung zu führen und die innere Struktur zu stärken.

Den Hauptanteil nimmt die große Gruppe der Sesquiterpene und –terpenole ein: im Nelkenknospen-, Immortellen-, Silberbeifuß- und Vetiveröl. Als Seelenführer können sie zur eigenen Mitte führen, für einen soliden inneren Halt sorgen, ein angeknackstes Selbstvertrauen heilen. Ihr inneres alchemistisches Wirken führt zu seelischer Reife und Abgerundetheit. Sie helfen bei chronischen und psychosomatischen Beschwerden.

Die Stoffgruppe der Ketone (Immortelle, Silberbeifuß, Vetiver) vertritt ein hochbewusstes Lebensprinzip, aktiviert den Gehirnstoffwechsel, wirkt seelisch und geistig klärend, öffnend und stimulierend, erfordert einen bewussten, ich-gesteuerten und willensstarken Umgang mit den frei werdenden schöpferischen Kräften. In geringer Dosierung wirken die Ketone auch entspannend und stärken unsere zentrale Instanz, auf dass wir unserem Wesen treu bleiben.

Im Silberbeifußöl sind geistig anregende Ketone (20 %), stabilisierende Sesquiterpene (30-40 %) und die nach Individualisierung drängenden Äther (5 %) hervorragend ausbalanciert. Der kleine Anteil an Äther fördert den eigenen Wesensausdruck, drängt zur Verwirklichung der in uns schlummernden Anlagen (Kundalini!) und nach geistiger Selbstverwirklichung.

Die Ester im Öl von Immortelle (45-70%) und Nelkenknospen (6-11 %) sorgen für den Wohlfühlfaktor in dieser Mischung, für einen harmonischen Ausgleich, eine ganzheitliche Entspannung und einen guten Schlaf. Durch die Ausschüttung von Serotonin stimmen sie heiter und fördern die entspannte Kommunikation mit den Mitmenschen.

Besonders ausgeglichen sind die drei Stoffgruppen der Ester (schmerzstillend, entspannend), Monoterpene (strukturstärkend) und Ketone (bewusstseinsbildend) im Immortellenöl, das von dieser Kombination seine regenerativen, entkrampfenden und nervenstärkenden Eigenschaften erhält. Das geistige Wesen des Immortellenöls schüttet ein ganzes Füllhorn an goldgelben Licht- und Lebenskräften aus, gleicht im Wurzelchakra jedes Zuviel an astraler (emotionaler) Energie aus, und das Silberbeifußöl unterstützt den Segen des „unsterblichen“ Wesens (immortelle) seinerseits durch eine enorme Steigerung der Ausschüttung des Glückshormons Dopamin.

 

Schmetterling & Blüte
Schmetterling & Blüte

Das Chakraöl für den eigenen Gebrauch

Beim Kauf von ätherischen Ölen für die feinstoffliche Aromatherapie sollten Sie nur die beste Qualität verwenden, das heißt, Öle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder aus wild wachsenden Heilpflanzen. Die ätherische Lebenskraft dieser Pflanzen ist auf jeden Fall gesünder und vitaler als die der chemisch behandelten Öle. Einer Extraktion mit Lösemitteln ist in jedem Fall die Wasserdampfdestillation vorzuziehen.

Noch etwas: Ätherische Öle aus Apotheken, die von unbekannten Firmen oder dubiosen Apothekern hergestellt worden sind, müssen diesen Anspruch nicht erfüllen und sind für eine feinstoffliche Behandlung der vitalen Zentren ungeeignet. Suchen Sie sich lieber einen oder mehrere vertrauenswürdige Lieferanten, die sich bei den Aromatherapeuten und im Netz bereits bewährt und herauskristallisiert haben. Ich kaufe bevorzugt die Öle von Maienfelser Naturkosmetik, von Prof. Wabner, Farfalla und Primavera. Bei Primavera-Artikeln lohnt sich der Preisvergleich im Internet.

Für die feinstoffliche Anwendung der Öle in einem Trägeröl reicht eine geringe Dosierung von 0,5 bis 1 % bereits aus. Hier ist weniger mehr, denn sonst geht die feinstoffliche Wirkung verloren, wird von gröberen und schwereren Duftmolekülen einfach „weggeschwemmt“ oder überlagert.

Feuerschlange, Acryl
Feuerschlange (Acryl)

Um das Wesen und die Wirkweise eines ätherischen Öls ganzheitlich zu verstehen, ist es sinnvoll, sich innerlich mit dem Öl zu verbinden und sich für seine energetische Botschaft zu öffnen. Das kann jeder auf seine Art tun, durch achtsames und meditatives Riechen, durch tägliches Üben der ätherischen Wahrnehmung und durch die Schulung der Wahrnehmung, in welchem Körperbereich das Öl wirkt, welche Empfindungen und Assoziationen es dort auslöst, welche Bilder es aus dem Unbewussten freilässt.

Es sollte jedem Anwender bewusst sein, dass er/sie durch eine feinstoffliche Behandlung der Chakren keine körperliche Erkrankung heilen kann. Eine selbst durchgeführte Massage im Bereich der Chakren ist beruhigend und erdend. Wir entwickeln ein größeres Bewusstsein für die verschiedenen Energienbereiche und dürfen vielleicht erfahren, dass sich emotionale und körperliche Spannungen lösen.

 

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Wurzelfrau, Stammfrau

 

 

Energiearbeit mit ätherischen Ölen (2) Die Chakren

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Wiki-Yoga-Vidya Quelle: Wiki Yoga-Vidya

Chakren (chakra: „Kreis, Rad“) sind psychische Energiezentren von feinstofflicher Energie, die entlang der Wirbelsäule angeordnet und durch feine Kanäle (Nadis) miteinander verbunden sind. Körperlich sind die Zentren nicht nachweisbar. Feinfühlige Menschen können sie energetisch im Energiekörper oder im Energiefeld der Aura wahrnehmen – als sich drehende Scheiben, Kreise, Strudel oder trichterförmige Energiewirbel. Sie sammeln, transformieren und verteilen die durch sie hindurchströmende Energie.

Man kann sich die Chakren als Pools vorstellen, durch die wie bei einem Gebirgsbach die Lebensströme von oben nach unten fließen. Sind die Energiespeicher durch unverarbeitete Seeleninhalte, Ängste und Komplexe verunreinigt und die Übergänge zwischen ihnen blockiert, kann die Lebensenergie nicht ungehindert fließen und wir werden krank. Doch wenn wir die Tore öffnen und alle Chakren aktivieren, kann die Energie wieder frei fließen, die Blockaden auflösen und den Schmutz fortspülen.

Drittes Auge
Stirnchakra (Ajna)

Nach dem östlichen Tantrasystem gibt es sieben ätherische Zentren (Chakren), die im Körper hinaufsteigen, von der Basis der Wirbelsäule bis zum Scheitel des Kopfes. Die Anzahl der Chakren variiert gemäß der jeweiligen Tradition. Die Hopis und auch die Tibeter arbeiten z.B. mit fünf Chakren und betonen das Herabsteigen der kosmischen Energie durch den „Tausendblättrigen Lotus“ am Kopfende, während die innere Alchemie des Taoismus auf der kreisenden Bewegung des Lichts beruht, dem herabfließenden Yinstrom auf der Vorderseite und dem aufsteigenden Yangstrom auf der Rückseite des Körpers.

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Aura und Chakren Quelle: Pixabay

Jedes Chakra hat eine bestimmte Funktion und kann aufgrund von unverarbeitetem Psychomüll blockiert werden. Die Übergänge werden als Knoten oder Kreuzungspunkte gesehen, da hier die Yin- und Yangenergien, der dunkle Schlangenpfad des Mondes (Ida) und der lichte Schlangenpfad der Sonne (Pingala) auf dem mittleren Kanal (Shushumna) zusammentreffen. Das Öffnen der Chakren ist ein sehr intensives Erlebnis und wird durch das Erwecken und den Aufstieg der Kundalini bewirkt. Wer einmal mit diesem Prozess begonnen hat, kann nicht eher aufhören, bis alle sieben Chakren geöffnet sind.

Kundalini – die Schlangenkraft

Kundalini
Schlange (Eitempera)

Sie hat viele Namen und wird in Indien als Göttin verehrt, denn sie ist die feinste, heiligste und zugleich mächtigste Kraft – Shakti, reine kosmische Energie, die weibliche Urkraft des Universums. Durch sie wird die Evolution gelenkt und vorangetrieben, sie aktiviert im Menschen den in ihm angelegten Wunsch, mit dem Ursprung der Schöpfung (Gott) eins zu werden.

Die Schlange ist ein Symbol für das evolutionäre Bewusstsein, für Fortbewegung und den Weg, für Veränderung und Transformation. Im eingerollten, unerweckten Zustand liegt sie noch schlafend im untersten Zentrum an der Basis der Wirbelsäule. Einmal geweckt, steigt sie auf, ihre gewaltige Feuerenergie durchdringt nacheinander die Chakren, brennt alle Hindernisse, psychischen Komplexe und Unreinheiten weg, vernichtet gnadenlos alles, was der Vereinigung mit dem Geist im Wege steht. Gleichzeitig verleiht sie allen Chakren große Macht und Energie, die der spirituell erwachte Mensch zu meistern hat.

Erst wenn alle psychischen Zentren gereinigt sind, harmonisch miteinander schwingen und sich wie Lotusblüten voll entfaltet haben, d.h. wenn sie ein reiner Kanal für die kosmische Energie sind, kann sich die Seele als weibliche Schöpferkraft (Shakti) wieder mit dem kosmischen Geist (Shiva) vereinen.

SCHLANGENPRIESTERIN
Stele der Schlangenpriesterin (Öl)

Anfangs identifiziert sich das menschliche Bewusstsein mit der Materie und dem physischen Körper. Die zusammengerollte Schlangenkraft im Wurzelchakra entspricht einem Menschen mit schlafendem Bewusstsein, der sich seiner schöpferischen Energie noch nicht bewusst ist. Durch tantrisches Wissen und überlieferte Methoden kann der Übende diese gewaltige Kraft wecken, sein Bewusstsein von Chakra zu Chakra anheben und sich auf immer höhere Ebenen einschwingen, bis er sich als Tropfen im Ozean reiner Glückseligkeit auflöst, als Einzelseele mit der Weltseele verschmilzt.

Die Drehrichtung der Chakren

Wer mit feinstofflichen und geistigen Energien arbeitet, wird feststellen, dass einige „Räder“ oder Energiewirbel sich linksherum und andere rechtsherum drehen. In Wahrheit ist es jedoch so, dass in jedem Chakra ständig beide Energieflüsse vorhanden sind, links- und rechtsdrehende. Denn die Zentren sind Durchgangs- und Läuterungsstufen, sowohl für die feinen, geistigen Ströme von oben als auch für die dichteren Energien von unten.

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Dazu sollte man sich vergegenwärtigen, dass alle rechtsdrehende Energie (Yang) die Eigenschaft hat, sich zu vergeistigen, die Schwingungsrate zu erhöhen, wärmer und heller zu werden, während linksdrehende Energie (Yin) die Eigenschaft hat, sich zu verdichten, langsamer schwingt, sich zusammenzieht, kälter und dunkler wird.

Gemäß der inneren Alchemie wirkt hier der Leitsatz Solve et coagula, „Löse und binde“. Das Lösen entspricht dem Prozess der Vergeistigung und das Binden dem der Materialisierung und Verdichtung. Wird eine Rechtsdrehung in einem Chakra wahrgenommen, überwiegen dort gerade die nach oben strebenden  Energieströme der Vergeistigung und bei einem Überwiegen der Linksdrehung in einem Chakra wird in dem Bereich gerade mehr verdichtet als vergeistigt. Beide Energieströme sind für die Heilung und ein ausgewogenes Chakrensystem notwendig. Einerseits müssen krankhafte, störende Strukturen aufgelöst und andererseits neue gesunde Strukturen geformt und eingebunden werden.

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Chakren – Farben – ätherische Öle

Die 7 Chakren und ihre Farben nach der indischen Tradition (Tantra-Yoga)

  •   Muladhara Chakra (Wurzelchakra), rot
  •   Svadhistana Chakra (Sakralchakra), orange
  •   Manipura Chakra (Nabelchakra, Solarplexus), gelb
  •   Anahata Chakra (Herzchakra), grün (rosa)
  •   Vishuddha Chakra (Hals- oder Kehlkopfchakra), blau, türkis
  •   Ajna Chakra (Stirnchakra, Drittes Auge, indigo-violett
  •   Sahasrara Chakra (Scheitel- oder Kronenchakra), magenta, weiß oder gold

 Die Farben der Chakren entsprechen den Spektralfarben des Regenbogens, vom langwelligen Rot (Wurzelchakra), wo die Sichtbarkeit im dichtesten Bereich beginnt, über Orange, Gelb, Grün und Blau bis zum kurzwelligen Indigo-Violett (Stirn- und Kronenchakra).

CABAN (17) - Kristallheilen

Bei der Auswahl eines ätherischen Öls für die Chakren können wir uns auch von der Farbe einer Heilpflanze leiten lassen, denn neben dem Duft sagen alle Eigenschaften einer Pflanze wie Farbe, Form, Beschaffenheit, Wuchs und Standort etwas über ihre feinstoffliche Heilwirkung aus. Selbst die ätherischen Öle weisen manchmal eine zarte bis prägnante Färbung auf und können auf ein bestimmtes Chakra hinweisen.

Rote und rotbraune Öle wie Vetiver, Vanille, Immortelle und roter Thymian schwingen langsam und korrespondieren mit dem Wurzelchakra.

Die leichte Grünfärbung der Öle von Bergamotte, römischer Kamille, Estragon und Myrte schwingt mit dem Herzchakra.

Blaue Öle wie Kamille, Schafgarbe und Silberbeifuß haben eine höhere Schwingungsrate und weisen eine feinstoffliche Übereinstimmung mit dem Halschakra auf. Die dunkle Indigofärbung von Silberbeifuß korrespondiert auch mit dem Stirnchakra.

Die gelben, bernstein- und honigfarbenen Öle von Mimose, Cistrose, Ingwer, Lemongras, Iris, Zeder und den Zitrusfrüchten können dem Nabelchakra zugeordnet werden, doch ein kräftiger Goldton eignet sich auch für das obere Kronenchakra.

Orange, Gelborange bis Orangebraun findet sich beim Jasminöl, bei Ylang Ylang, beim Absolue von Tuberose, bei Myrrhe, Patchouli und Sandelholz und passen zum Sakralchakra.

Weitere Auswahlkriterien beschreibe ich bei den einzelnen Chakren.

Quellen:

Energiebilder von Birgit Wette Art

Bilder der Autorin: www.sundra.eu

Standardwerke zu den Chakren: Arthur Avalaon (Sir John Woodroffe) „Die Schlangenkraft“, O.W. Barth Verlag

Harish Johari „Das grosse Chakra-Buch“, Bauer Verlag

Energiearbeit mit ätherischen Ölen (1)

Was sind ätherische Öle?

Im feinstofflichen Bereich der Aromatherapie kommen die ätherischen Öle der Pflanzen erst richtig zur Geltung. Von den irdischen Formen der Pflanzen mit Wurzeln, Stiel oder Stamm, mit Blättern, Blüten oder Krone ist nichts mehr zu sehen. Das lebendige Wesen der Pflanze befindet sich als Quintessenz im ätherischen Öl, und der flüchtige Duft, der sich verströmen möchte, ist die Aura des Pflanzenwesens.

In diesen feinstofflichen Zustand einer flüchtigen Essenz gelangt die Pflanze durch menschliches Wirken. Im Prozess der Destillation, dessen alchemistische Kunst von Menschen ausgeübt wird, geht die Pflanze durch eine Energieumwandlung, die dem Sterbeprozess gleichkommt. Ihre groben Anteile werden von den feinen geschieden, und die subtilen Essenzen von den körperlichen gelöst. Es ist eine Umkehrung des Schöpfungsprozesses der Involution, der sich vom Feinen, Geistigen zum Groben, Körperlichen vollzieht und dem Vorgang der Inkarnation entspricht. Beim Prozess der Evolution werden durch bewusst gesteuerte Läuterungsprozesse und gezieltes Einwirken auf den irdischen Stoff die himmlischen und geistigen Anteile frei, was einer Exkarnation entspricht.

Alle Pflanzenwesen, die durch den Schock und die Wandlungskraft der Destillation gegangen sind, bringen ihr ursprüngliches himmlisches (ätherisches) Wesen auf eine feine, milde und geläuterte Art zum Ausdruck. Jedes auf diese Art gewonnene ätherische Öl ist ein hochgeistiges und himmlisches Wesen, ein „Geist in der Flasche“, der von den alchemistischen Meistern in einem hermetischen Gefäß eingefangen und verschlossen worden ist.

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Geistpaar aus der Flasche

Der „Geist in der Flasche“   

– ein Freund und Helfer an der Schwelle vom Irdischen zum Geistigen, der den Menschen in seiner Evolution unterstützen möchte. Es liegt nun an uns, aus der Signatur und Biochemie einer Pflanze, eines Baumes oder eines Harzes ihr ureigenstes Lebensprinzip herauszuziehen – sozusagen als „Quintessenz“.

Die quinta essentia der Alchemie ist das Lebenselixier und meint damit das „herausgezogene“ Wesen, den Kern oder auch den Äther (Himmel) als 5. Element.

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Quintessenz Mensch (Pentagramm)

Öffnen wir in der Gruppe oder im Beisein von anderen  ein Fläschchen mit einem ätherischen Öl und lassen jeden daran riechen, wird jeder den Duft anders wahrnehmen und auch beschreiben. Der Duft von indischem Sandelholz ist für den einen das Höchste der Gefühle und die Krönung aller Düfte, während ein anderer einen Erstickungsanfall bekommt. Ähnliches geschieht bei Patchouli, bei der Narde und sogar bei den kostbaren Rosen-, Neroli- und Jasmindüften. Selbst im Krankenzimmer (Isolierstation) habe ich negative Erfahrungen mit meinem ätherischen Lavendelöl gemacht; die Stationsärztin konnte es nicht riechen, riss das Fenster weit auf und verbot mir den Gebrauch. Beim Herumreichen des Silberbeifußöls in den letzten Wochen habe ich viel Kopfschütteln und Unverständnis geerntet, wie man sich nur mit so einem penetranten Geruch anfreunden könne…

Tatsache ist, und dies betont auch Thomas von Rottenburg in seinem Buch „Heilkunde der Ätherischen Öle“, dass jeder sich selbst und seine eigene Seelensubstanz riecht. Der Duft spiegelt uns die eigene Entwicklungsstufe des Lebensprinzips, welches das ätherische Öl verkörpert. Je unangenehmer ein Öl für uns riechen mag, desto blockierter ist unser Ausdruck des jeweiligen Lebensprinzips. Allerdings spielt auch die Qualität der Öle eine Rolle – höchste und reine Qualität (Wildsammlung und/oder Bio-Qualität) sollte immer Vorrang vor den preiswerten Ölen haben, ebenso ist die Wasserdampfdestillation einer Extraktion mit einem Lösungsmittel vorzuziehen.

In der Gemeinschaft mit anderen und erst recht in Heilhäusern, Hospizen, Praxen und Heimen ist eine Absprache über die Verwendung von ätherischen Ölen empfehlenswert – sei es als Raumduft, Parfum, in der Aromalampe oder einem Duftstein. Sehr begrüßenswert wäre im Gegenzug auch ein Verständnis auf der Seite der wilden Sprayer von chemischen Deos, Parfums und Haarfestigern für die Empfindlichkeit von naturverwöhnten Nasen.

Olin - Göttin der Bewegung
Göttin der Bewegung

Zum Vorgang der Destillation

… ein besonderer Augenschmaus: Hier wird geerntet und destilliert

Video (5 Min.) „The Floracopeia Story“

Ein informatives und virtuell duftendes Video der Aromatherapeuten David & Sara Crow über das Ernten und Destillieren von Pflanzen und Harzen – spannend und schön!

Zur Gewinnung von ätherischen Ölen hier die informative Seite von Eliane Zimmermann aus Irland

So viel aus der Gerüch(t)eküche. Auf den nächsten Seiten beginne ich mit den  Duftmischungen  für die Chakren.

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Der Stein der Weisen

Das ätherische Silberbeifußöl – neu entdeckt

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Silberbeifußöl

Der Heilkundige und Heilpraktiker Thomas von Rottenburg, dessen ganzheitliche Vorgehensweise mich stark an Paracelsus erinnert, stellt in seinem Buch „Heilkunde der ätherischen Öle“ (Verlag Neue Erde, Saarbrücken 2015) das Wesen von 12 + 1 ätherischen Ölen vor und schreibt u.a. von seiner 15-jährigen Erfahrung mit dem Silberwermutöl/Silberbeifußöl. Bei dem großen Angebot von Artemisiaölen – die Heilwirkung des Beifuß ist ja seit Urzeiten auf der ganzen Welt bekannt – ist zur Identifizierung des Öls auf die lateinische Bezeichnung Artemisia arborescens zu achten. Ebenfalls braucht es einen vertrauenswürdigen Lieferanten, der sich mit den verschiedenen Chemotypen auskennt. Hat das Öl eine dunkelblaue Farbe, was ein Indiz für den hohen Anteil an Camazulen ist, und stammt es aus Marokko oder Algerien, halten wir das richtige Öl in Händen. Es gibt nämlich noch einen anderen Chemotyp aus Marokko, der kein blaues Chamazulen, dafür über 50 % Ketone enthält. Dieser kommt für unsere Hausapotheke und Selbstbehandlung nicht infrage.

Die Biochemie des Silberbeifußöls

Das ätherische Öl des gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris) wird wegen seines hohen Ketongehalts von ca. 70% Thujon nicht in der Aromatherapie verwendet. Das ätherische Öl der Gattung Artemisia arborescens hat jedoch eine ganz andere biochemische Zusammensetzung. Es enthält eine wohl ausgewogene Mischung an Sesquiterpenen (30-40% Chamazulen), Ketonen (20-28% beta-Thujon), Sesquiterpenolen (ca. 8 % beta-Eudesmol) und Äther (5% u.a. Catalponol).

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Silberbeifuß (C) Maienfelser Naturkosmetik

Im Vergleich dazu enthält das kostbare Schafgarbenöl ebenfalls ca. 30-50 % des dunkelblauen Chamazulens und insgesamt ca. 29 % Ketone.

Hier geht’s zur Studie der Academy of Chemistry of globe (englisch) mit der Auflistung aller enthaltener Stoffe – unter „Search“ eingeben: artemisia arborescens

Da ich das ätherische Öl unter dem Namen Silberbeifuß bei der Firma Maienfelser Naturkosmetik kaufe, habe ich mich auch für diesen Namen entschieden, während Thomas von Rottenburg sich mit dem Namen Silberwermutöl angefreundet hat.

Das Silberbeifußöl

Der wieder neu entdeckte Silberbeifuß (Artemisia arborescens), auch Silberwermut oder Silberstrauch genannt, ist eine sehr alte Heilpflanze und die wichtigste Ritualpflanze der Welt, die in alten Kräuterbüchern als „wahrer“ Beifuss bezeichnet wird. Diese Gattung wächst im Mittelmeergebiet und dem arabischen, nordafrikanischen Raum. Andere bekannte Artemisiagewächse sind Estragon, Wermut, Eberraute und das indische Davanakraut. Nach neuesten Untersuchungen des tiefblauen Öls wirkt es aufgrund seines fast 40 %-igen Gehalts an Chamazulen (Sesquiterpen) stark entzündungshemmend, beruhigend, antihistaminisch und antiallergisch. Gleichzeitig hat es starke bakterien- und pilzhemmende Eigenschaften. Der Thujongehalt (Keton), der in hohen Dosen neurotoxisch wirken kann, ist bei diesem Öl durch den hohen Gehalt an Chamazulen ausgeglichen. Der im Öl enthaltene Äther regt unmittelbar die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin an, sorgt für psychische Aufhellung, beruhigt die Nerven und entkrampft.

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Sonnenblume (Korbblütler)

Schattenarbeit und Läuterung

Wie bei allen anderen Korbblütlern geht es auch beim Silberbeifußöl um die Zentrierung und die Entfaltung des Wesenskerns (siehe Duftkreis nach Martin Henglein). Die Nachtmeerfahrt zu sich selbst führt erst einmal tief ins Reich der Schatten, durch unvermeidliche Todes- und Auferstehungsprozesse. Die tiefblaue Yangkraft des Silberbeifußöls drängt hier mit wilder Entschlossenheit aus dem Quell der geheimnisvollen Tiefe, weckt alle verdrängten Gefühlsbrocken aus Wut, Trauer, Bitterkeit und Angst, die unsere kreativen Schöpferkräfte und damit den Ausdruck unseres Wesens lahmgelegt, geschwächt und in Schach gehalten haben. Selbstzerstörerisches, von Süchten und unbewusster Todessehnsucht getriebenes Handeln mag sich offenbaren und zur Schattenarbeit auffordern, denn die Stoffgruppe der Ketone im Silberbeifußöl fordern und fördern die bewusste Ich-Entfaltung und eine konsequente Ausrichtung auf das Lebensziel schöpferischer Selbstverwirklichung, was die Verantwortung für das eigene Leben einschließt.  Das ganze Wesen dieser Pflanze drängt nach Klarheit, Weite und Selbstausdruck.

Unerlöstes und erlöstes Potenzial

Während sich ein Zuviel der Yangkraft als Zügellosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Machtmissbrauch, Herrschsucht und im destruktiven Gebrauch der sexuellen Kräfte äußert, zeigt sich das Zuwenig in geschwächtem Lebenstrieb, fehlendem Mut, Halbherzigkeit, mangelnder Risikobereitschaft und Lebensfreude. Wo die Schöpferkraft brachliegt, die Energie sich weder heiß noch kalt äußern darf, sondern immer nur lau oder auf Sparflamme gehalten wird, verkümmert auch die Lebenskraft. Das Leben wird fad, freud-, farb- und geistlos, unerotisch. Welchen Sinn sollte es (noch) haben… Immer mehr Menschen resignieren, werden apathisch, des Lebens überdrüssig, neigen zu Depressionen und Autoaggressivität – wo dies nicht bewusst ist, äußert sich das Brachliegen der geistigen, kreativen Kräfte als selbstzerstörerische Krankheit.

Das Silberbeifußöl ergreift mit seinem Wesen den Menschen dieser Zeit, legt den Finger in die Wunde, akzeptiert keine Halbheiten, zeigt auf die Schattenanteile und drängt zur Katharsis. Alles Unechte, Halbherzige und Erstarrte, alles Zögerliche, Ängstliche und Bequeme, das einer echten Lebendigkeit im Wege steht, wird in seinen Grundfesten erschüttert und aufgelöst. Dann steht der Erneuerung der Lebenskräfte nichts mehr im Wege.

SilberbeifußSilberbeifußöl für das Wurzelchakra

In den letzten Wochen war ich intensiv mit einer Auswahl an ätherischen Ölen für die sieben Hauptchakren beschäftigt. Ich habe mich in die Biochemie der ausgewählten ätherischen Öle  vertieft und nach einer Entsprechung ihrer jeweiligen Lebensprinzipien in der Funktion der Chakren geforscht. In diesem Zeitraum entdecke ich das Buch von Thomas von Rottenburg, finde  endlich eine verständliche Beschreibung der Stoffgruppen, mache mich mit dem Wesen von dreizehn ätherischen Ölen vertraut und entscheide mich bewusst für das Silberbeifußöl /Silberwermutöl in der Chakrenölmischung für das Muladhara-Chakra.

Duftprofil: Der Duft des Silberbeifußöls ist kraft- und gehaltvoll, würzig und warm, zugleich grün-holzig-frisch und von dunkler, befreiender Süße. Geheimnisvoll,  vielversprechend und wie von selbst übernimmt er sogleich die Führung und zieht wie magisch in die Tiefen des Körpers und der Erde. Der Atem wird tief, der Kopf wird frei.

Assoziation: Ich liege im dichten Wald mit dem Bauch auf der moosgrünen, schwangeren Erde, rieche das Mysterium vom Wachstum im Tod, schmecke in der Süße der reifen Frucht ewige Jugend. Eingehüllt in das tiefblaue Mysterium der Nacht schöpfe ich unendlich tief aus der Fülle des Lebens. Ich bin so frei und ergebe mich allem, was Grenzen setzt, tanze mit dem Schatten in den Morgen.

Weitere Assoziationen beim Inhalieren des Duftes: sinnlich, erotisch, fruchtbar, süß, scharf und klar, radikal, ursprünglich, heiter, strahlend, durchdringend, ausdehnend, transformierend, grenzüberschreitend… befreiende Süße des Todes… innerer Drang und Schubkraft, Schwangerschaft, Fülle und Vollendung.

Duftbotschaft: „Ich führe dich auf unbekannten Pfaden zu deinem tiefen Schöpfungsquell. Öffne dich dem Potenzial deiner Zukunft und lass das Gestern hinter dir! Atme meine unbändige Lebenskraft und mache dich frei für deine wahre Berufung!“

CIMI - Glyphe 6
Maya-Glyphe CIMI (6)
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Der Grüne Mann

Der Feuerarchetyp

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Die Rote Wand

Der Feuerarchetyp im Traum

Im Horoskop weist der Feuerarchetyp eine starke Betonung der Feuerzeichen (Widder, Löwe, Schütze) und der Feuerhäuser (erstes, fünftes, neuntes Haus) auf. Oder die Feuerplaneten Sonne, Mars und Jupiter stehen an exponierter Stelle am Fadenkreuz der Hauptachsen. Feuer ist ein Symbol für Licht, Leben und Bewusstheit. Alle Feuerarchetypen strahlen Energie und Wärme aus, sind dynamisch, optimistisch, willens- und ausdrucksstark. Sie sind der Inbegriff von Herzlichkeit und Lebendigkeit, voller Bewegungs- und Tatendrang, können sich selbst und andere immer wieder neu begeistern und motivieren. Feuer ist individualisierend und ichzentriert, steht wie selbstverständlich überall im Zentrum, wird gesehen, gehört und wahrgenommen. Wo Feuer ist, ist Aktion.

 

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Feuer

Im I Ging wird das Feuer (Hexagramm 30) auch das Haftende genannt, denn es »haftet an den brennbaren Dingen und ist dadurch hell«. Beim Lesen des Textes wird schnell klar, dass es keine totale Unabhängigkeit und Freiheit gibt, »denn alles Leuchtende in der Welt ist abhängig von etwas, an dem es haftet, damit es dauernd leuchten kann«. Selbst die Sonne, der Mond und die Sterne haften am Himmel. So steht auch der Mensch in dieser Welt nur bedingt da. Wenn er seine Abhängigkeit von den harmonischen Kräften des Weltalls anerkennt, sich freiwillig in den Weltzusammenhang einfügt und das Feuer pflegt, hat er »Gelingen«. Dann ist er wahrlich ein »großer Mann«, der mit seiner eigenen Klarheit dafür sorgt, dass sich das Licht in der Welt weiter verbreitet.

Der Feuertyp in unseren Träumen ist ein heißer, schneller Typ mit Mut zum Risiko. Gerne fährt er rote, schnelle Autos, bleibt konstant auf der Überholspur oder treibt uns an. Als »Teufelskerl« hat er vorwiegend rote Haare. Er gibt gerne an – ist tonangebend aufgrund seiner natürlichen Führungsqualitäten, gibt den ersten, zündenden Impuls, sammelt Menschen um sich, ist Vorreiter und Vorkämpfer für das Neue und tut alles in seiner Macht stehende für die Erreichung seiner Ziele. Natürlich ist er schnell entflammt, ein leidenschaftlicher Liebhaber, Rennfahrer, Dramatiker, Unternehmer, Jäger und Spieler, ein Bündel voller kreativer Ideen, Anregungen und Innovationen. Doch damit das Feuer nicht schon am nächsten Tag erloschen ist (Strohfeuer), bedarf es der dauerhaften Pflege und Kontrolle.

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Vulkan (Aquarell)

Zu viel  Feuer kann gefährlich sein. Es zeigt sich in Aktionsdrang, Stress und Ungeduld, in wilder Tollkühnheit und Getriebenheit, als Hybris, Egoismus, Selbstherrlichkeit und Machtgier. Der cholerische Typ ist besonders gefährdet, er kann sich selbst verzehren, bis zum Schlaganfall und Herzinfarkt verausgaben und auch andere in seinem Vorwärtspreschen überwältigen oder verletzen. Ohne Disziplin und Kontrolle kann das Feuer verheerenden Schaden bei uns selbst und anderen anrichten. Und ohne die oben erwähnte Pflege wird es erlöschen. Ist das Feuer aus, herrscht tote Hose in der Hose. Kein Sex, keine Lust, keine Liebe. Willenloses, bewusstloses Treiben. Ohne den zündenden Funken der geistigen Ebene (Elektrizität, Widder) erlöscht auch das ichbewusste Seelenlicht (Sonnenfeuer, Löwe) und das Zeugungsfeuer auf der körperlichen Ebene (Reibungsfeuer, Schütze).

 

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Chicchan (Mayaglyphe)

Das Übermaß an Feuer zeigt sich in unseren Träumen im Bild von Trockenheit und Hitze. Die Erde ist hart und verbrannt, Flussbette sind ausgetrocknet, Pflanzen verkümmert. Weiterhin gibt es viel Bewegung, es geht es um Wettbewerbs- und Kampfsituationen, das Ringen um den ersten Platz, rasante und riskante Autofahrten. Schüsse können losgehen, Blitze einschlagen und der Donner erschrecken. Wir erleben rücksichtslose Draufgänger und Schläger, Hitzköpfe, Hochstapler und Getriebene, Einbrecher, Gewalt- und Triebtäter, rote Triebwagen und Stoppzeichen, explodierende heiße Glasplatten, spuckende Vulkane, abenteuerliche Fahrten, hoch oder tief schießende Raketen und Stromschläge.

 

Ist das Feuerprinzip durch einen Kontakt mit Saturn oder Neptun geschwächt oder fallen die Feuerzeichen ins Wasser (4., 6. und 12. Haus), fehlt es uns an natürlicher Lebenskraft, an Selbstvertrauen und Optimismus. Dann wird auf Deubel komm raus kompensiert und im Außen gesucht – nach einem Sinn, einer Identität, einem Glauben oder einem Partner mit den entsprechenden Feuerqualitäten. Wir strengen uns dermaßen an, etwas zu erreichen, Leistung zu erbringen und jemand zu sein, dass der übermäßige, künstliche Antrieb uns völlig erschöpfen kann. Viele Menschen mit einem Feuermangel im Horoskop haben mit dieser Überanstrengung Erfolg, doch meist um den Preis ihrer Gesundheit. Ähnliches geschieht beim Burn-out-Syndrom, dem Zustand emotionalen Ausgebranntseins.

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Sonnenaufgang (Mandala)

 

Mangelnde Liebe und Beachtung in der Kindheit oder ein ständig beschnittener und untersagter Selbstausdruck lassen uns ein Leben lang um Anerkennung, Erfolg und Macht kämpfen. Für ein gesundes Selbstvertrauen braucht jeder Mensch in der Kindheit die Grunderfahrung von Liebe. Dazu gehört die Erfahrung, vom anderen als eigenständiges Wesen mit eigenen Bedürfnissen wahrgenommen zu werden. Dazu gehört auch das Recht auf Lebensäußerung durch Schreien, Sprechen, Spielen und Bewegen. Menschen mit einem  geschwächten Feuerprinzip – beispielsweise mit einer Sonne-Saturn-Verbindung, einem Löwe-Mond im 12. Haus oder einem Mars-Neptun – wünschen sich nichts sehnlicher, als vom anderen gesehen und geliebt zu werden. Doch ist dieses Urbedürfnis überlagert von Ängsten, zwanghaften Handlungen und Ersatzbedürfnissen. Erwachsen werden heißt, sich des Mangels und der Kompensationen bewusst zu werden. Wir nehmen die eigenen Bedürfnisse wahr, schaffen uns den Freiraum, sie auch auszudrücken und entdecken dabei die Liebe zum Leben und zu uns selbst. Ich weiß, es ist leicht geschrieben und gesagt; manchmal brauchen wir ein ganzes Leben und noch mehr für diesen Entwicklungsschritt.

Fehlt es an der Eigenliebe, Selbstvertrauen, Durchsetzungskraft und einem nötigen Freiraum für die Entwicklung, träumen wir von stark beschnittenen Bäumen, die nicht so wachsen dürfen, wie sie wollen, die ihre Ichkräfte nicht entfalten können … von kleinen Pflanzen, die im Schatten von großen stehen, kein Licht bekommen, sich nicht ausbreiten können … von Kindern, die nicht spielen dürfen, weil »von oben« der Befehl kommt, im Haushalt zu helfen … von Räubern und Einbrechern, die uns Energie rauben … von gebundenen Händen, gefesselten Krokodilen, verletzten oder eingesperrten Tieren.

 

Ankh Ewiges Leben
Ankh Ewiges Leben

In den Feuerhäusern (1., 5. und 9. Haus) und auch in den Häusern, in denen die Planeten Sonne, Mars und Jupiter stehen, wollen wir uns selbst erleben und durchsetzen, in der Welt ausbreiten und verwirklichen. Wir streben nach Ich-Entfaltung, Bewusstsein und Selbstwerdung. Es geht um die Entwicklung der Yang-Kräfte: Identität, Willenskraft, Mut und Initiative. Das stärkste Zugpferd ist die Lebensfreude. Mit ihr gelingen uns die schwierigsten Aufgaben, und das Leben erscheint als Spiel. Der Drang nach Liebe und Macht kann unser Leben beherrschen. Wofür entscheiden wir uns, um die Macht der Liebe oder die Liebe zur Macht?

Auch wenn wir gar keine Planeten in Feuerzeichen haben, können die Feuerhäuser (1, 5, 9) von Planeten oder den Mondknoten besetzt sein. Hier nehmen wir Risiken auf uns, stürzen uns ins Leben, bringen uns intuitiv und spontan ein. Wir haben ein großes Bedürfnis nach Expansion, Freiheit und Unabhängigkeit. Bleiben auch die Feuerhäuser unbesetzt, ist es unser Job, mit Hilfe der Feuerplaneten Mars, Sonne und Jupiter das Licht anzumachen, für Bewusstheit,  Klarheit und Fortschritt zu sorgen. Wir sagen Ja zu unserem Leben und Schicksal, wir lieben das, was ist, und begeistern mit unserer Lebensfreude auch andere Menschen.

 

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Sonnenträger (Gouache)

 

Hier eine Auswahl von Redewendungen für die drei Feuerzeichen,  die sich als verschlüsselte Botschaften in Träumen verbergen können:

Widder: »Feuer fangen«, »Rot sehen«, »Auferstanden aus Ruinen«, »Phönix aus der Asche«, »Mit dem Kopf durch die Wand«, »Wer wagt, gewinnt«, »Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg«, »Augen zu und durch!«, »Den Stein ins Rollen bringen«, »Das Ruder in die Hand nehmen«, »Den Kopf verlieren« und »Die Zähne zusammenbeißen«.

Löwe: »Leben wie Gott in Frankreich«, »Sich im eigenen Glanz sonnen«, »Ich bin der Größte«,  »Wer angibt, hat mehr vom Leben«, »Mehr Schein als Sein«, »Eine Show abziehen«, »Es ist nicht alles Gold, was glänzt« und »Liebe, und tu was du willst«.

Schütze: »Für etwas oder jemanden Feuer und Flamme sein«, »Der Weg ist das Ziel«, »Den Bogen überspannen«, »Über das Ziel hinaus schießen«, »Der Duft der großen weiten Welt«, »Wie die Made im Speck leben«, »Den Mund zu voll nehmen« und »Angeben wie tausend nackte Wilde«.