Das STIER-Parfum und die Erde-Düfte

Stier auf dem Astroteppich

Ich beschreibe die Sternzeichen und ihre Parfums im Dreierpack nach den vier Elementen: Feuer-, Erde-, Luft- und Wasserzeichen. Die Eigenschaften des Elements ERDE und das magische Parfum finden Sie hier: Die Erde-Düfte und ihr Parfum.

Johfra: Tierkreisbild „Stier“

Das fixe Erdezeichen STIER

Im Stiermonat feiern wir die Schönheit und Fülle des Lebens, unsre Körper und unsere Sinnlichkeit – rund, voll, duftend, freudig strahlend. Nehmen wir die Schönheit in uns auf, dass sie Körper und Seele nähre! Besonders die Stier-Göttin braucht genügend Raum, um ihre Begabungen zu entfalten, ihre Knospen zu öffnen bis zur vollen Blüte. Stier braucht Zeit für sich, für den Körper, für die Sinnlichkeit, für die eigene Aufwertung. Stier-Geborene tun sich und anderen gerne Gutes: Ein parfümiertes duftendes Bad, ein blumiges Massageöl, ein erlesenes Menu oder ein sinnlicher Liebespartner. Stier sucht und findet die Fülle des Lebens… und ist ein dankbarer Genießer.

Die bodenständige Erdgöttin liebt warme, sinnliche, volle Düfte, duftende Wurzeln und schwere Blütendüfte, die sie erden, ihre Energien ausgleichen und die Nerven beruhigen. Ein starkes Wertgefühl vermitteln ihr die opulenten Wasser-Düfte der weißen Blüten Jasmin, Ylang Ylang, Tuberose. Stark erdende und nervlich beruhigende Düfte kommen von Benzoe, Vetiver, Patchouli und Vanille. Für die gewünschte Klarheit können Myrte und Salbei sorgen. Der männliche Stier, mehr ein Pan, ein Naturgott, mag es schwer, holzig und markant, wird sich über Zeder, Sandelholz und Styrax freuen und über den aromatisch-würzig-frischen Estragon.

Außergewöhnlich und luxuriös für den Stier-Mann wie für die Stier-Göttin sind Moschus, Palo Santo und Rose.

Ist die Erdenergie noch unentwickelt oder unterdrückt, braucht Stier verstärkt die Erde-Düfte, um seine Körperpräsenz spüren, annehmen und genießen zu können: Moschus, Narde, Patchouli, Sandelholz, Vetiver. Bei einem übertriebenen Sicherheits- und Abgrenzungsbedürfnis und Verlustängsten können ihm Luft- und Wasser-Düfte helfen, leichter, beweglicher, weicher, offener zu werden und loslassen zu können: Flieder, Estragon, Myrte, Tuberose, Vanille, Veilchen.

AKTUELL – Für die Zeit des Uranus-Durchgangs durchdas Erdzeichen Stier (2018 – 2026) sind für alle Stiere die stabilisierenden und entspannenden Erdedüfte (z.B. Sandelholz, Styrax, Vetiver, Patchouli) sehr hilfreich. Es kann zu schicksalhaften Ereignissen kommen, in denen die Flexibilität des Stiers geprüft wird… oder die Bereitschaft, seine Komfortzone zu verlassen… das, was er hat, zu teilen… wie stark sein Vertrauen zum Leben ist… Er ist aufgefordert, seinen Teil beizutragen, damit seine Welt etwas gerechter wird. (Letzter Transit von Uranus durch das Stier-Zeichen war von 1935-1942)

Für diesen Uranus-Transit über entsprechende Stier-Konstellationen habe ich den Fliederduft in das Stier-Parfum integriert. Mit dem Duft der Fliederblüten können Intuition und hellsichtige Fähigkeiten entwickelt werden. Er verstärkt die Sympathie des Stiers und macht den Umgang mit dem anderen Geschlecht angenehm. Er ist ein Mittel gegen Halsweh und Heiserkeit. Die Flöte des Gottes Pan soll aus Fliederholz gewesen sein.

„Die Reise des Stiers ins Jenseits“ (Stier im 12. Haus) – Öl auf Papyrus
ArchetypBauer, Sämann, Töpfer, Künstler. Natur, blühende Landschaft. Die Kunst. Die Lust. Der Genießer, der Liebhaber, die Geliebte, die Große Mutter, Priesterin, Hure, Verführerin, Circe. Natur- und Erdgottheiten: Gaia, Demeter, Pan, Bachus. Venus der irdischen, körperlichen Liebe (Pandemos), der Lust und Sinnlichkeit. Schatz- und Gralshüter, Hirten, Bewahrer. Minotaurus, Mithrasmysterien; Erdheiligtümer, mythische Steine;
Körpersaft/
Temperament
Schwarze Galle/
Melancholisch: träge; ruhig; duldend; beharrlich; ehrgeizig; statusbewusst; besitzorientiert; pragmatisch; ausdauernd;
Empfindungstyp nach C.G. Jung
Ur-Thema„Haben oder Sein“. „Meins oder Deins“. Grund & Boden. Die Existenz. Sammeln, Erhalten, Bewahren, sinnliches Genießen. Verlangen nach Besitz, Bestand und eigenen Werten. Selbstwert, Selbsterhaltung. Absichern und Abgrenzen des Erworbenen. Bindung an Dinge und Menschen. Sicherheit, Dauerhaftigkeit. Fruchtbarkeit und Fülle. Produktivität. Empfänglichkeit, Lust & Wollust. Verwurzelung. Ein eigenes Heim, eine materielle Basis aufbauen. Drang nach sozialer Integration. Routine, Freude am Vertrauten, Wachstum, Entfaltung, Erblühen, Erleuchtung.
KunstGegenständliches Malen. Figuren/ Einzelbilder drängen sich in Gruppierungen um einen Konzentrationspunkt zusammen. Figuren-, Häuser-, Menschengruppen. Die Bildkomposition ist zentripetal, drängt zum Zentrum. Die Einzelfigur ist unbewegt und ohne Eigenleben, konturiert, klar abgegrenzt. Eine breit angelegte Flächigkeit u. einheitliche Farbgebung (gedeckt, gedämpft, grau, blau, braun) als Unisono (“Einklang“) verbindet alle Teilobjekte. Verzicht auf eine eigenwillige, expressive Linienführung, um die Zugehörigkeit der Teilobjekte zu sichern.
Stier-Maler: Salvador Dali (Giraffe mit Schubladen), Walter Gropius, William Turner, Georges Braque, Eugene Delacroix, Ernst Ludwig Kirchner, Willem de Kooning.
Eigenschaft/
Ur-Polarität
humorale Qualität: trocken (10), kalt (9), warm (4), feucht (3)
Das Kalte gibt Zurückhaltung, Konzentration, Zusammenziehung. Das Trockene verursacht Spannung, Starrheit, Austrocknung, Reizung.
YIN; urweiblich, -Pol
Auswahl an
Erde-Düften

Moschuskörner, Palo Santo (E/F), Patchouli (E/W), Rose, Sandelholz (E/F), Styrax, Vanille (W/E), Vetiver
 

Ergänzende Wasser-Düfte (W): Benzoe, Flieder, Jasmin, Tuberose, Vanille, Ylang Ylang

Ergänzende Luft-Düfte (L): Myrte, Zitrone

Ergänzende Feuer-Düfte (F): Estragon

Die Parfums für den Stier
(für Sonne, Mond oder Aszendent im Zeichen Stier)

blumig – samtig süß – warm – würzig – sinnlich
erdig – opulent – balsamisch – holzig – orientalisch
einhüllend – extravagant – kostbar – markant – aromatisch
Estragon – Flieder – Myrte – Rose – Opoponax–
Patchouli – Sandelholz – Styrax – Vanille – Vetiver

Video-Clip zum Zeichen Stier „Herabströmen des Göttlichen Willens“

(Bilder von Ludger Philips)

STIER in der Tarot- und Pfadarbeit

Im Tarot und in der kabbalistischen Pfadarbeit korrespondieren die Tarotkarte V Der Hierophant und Pfad 16 zwischen Chesed (4) und Chochmah (2) mit dem Erdezeichen Stier. Der hebräische Buchstabe ist WAW oder VAU, die Farbe Rot-Orange. Die dem Pfad zugesprochenen Düfte sind Styrax und Vanille.

Der Hierophant oder Hohepriester ist der innere Meister in uns, der die Mysterien erklärt und deutet. Er repräsentiert das Heilige, die Suche nach dem Sinn und der Wahrheit. Es geht um Religiosität, Glauben und Verständnis. In Kontakt mit ihm zu stehen, bedeutet tiefes Vertrauen, Schutz und gute Beratung. Mit ihm können wir auf das Gute, auf das Leben, unsere göttliche Natur vertrauen.

Im Lebensbaum sind hier auf der höheren Mentalebene Herzensgüte, Barmherzigkeit, bedingungslose Hingabe und Ernsthaftigkeit auf dem geistigen Weg zum festen Bestandteil des spirituell Suchenden geworden. Es kann sich ihm die göttliche Weisheit (Chochmah) der spirituellen Ebene offenbaren, hellseherische Fähigkeiten und prophetisches Schauen können sich entwickeln und Erleuchtung erfahren werden. Dieser 16. Pfad ist der letzte Pfad zur höchsten Stufe, der erleuchteten Intelligenz, der zweiten Herrlichkeit der göttlichen Triade.

Dufte Grüße von der Almequelle und

immr der Nase nach….

Das SCHÜTZE-Parfum und die Feuerdüfte

Im Anfang war das Feuer. Die Eigenschaften des Elements FEUER und das Magische Parfum „Feuer“ finden Sie in Teil 4 Das Widder-Parfum und die Feuerdüfte

Das bewegliche Feuerzeichen SCHÜTZE

Bei den drei FEUERZEICHEN geht es um Selbstwerdung, die Entfaltung des Selbst und der Willenskraft.

  • Das kardinale Feuer des WIDDERS ist ein geistiges Feuer und bezieht sich auf den Willen zum Leben und die Selbstbehauptung. Seine Entsprechung im Menschen it der Kopf.
  • Das fixe, festhaltende und verdichtende Feuer des LÖWEN ist ein Seelen- und Sonnenfeuer, das aus dem eigenen Zentrum kommt, zum Selbst-Bewusstsein führt und zum Mittelpunkt einer Gruppe werden kann.
  • Das veränderliche, bewegliche Feuer des SCHÜTZEN ist ein Reibungsfeuer innerhalb der Materie, das sich im Spannungsfeld der Polaritäten äußert. Es ist bereit zur Veränderung und Wandlung, zum Loslassen. Das reife Bewusstsein des Schützen ist nicht mehr auf die eigene Individualität begrenzt, sondert konzentriert sich auf das höhere, kosmische Selbst. Dieses bewegliche Feuer hat seinen Sitz am Ende der Wirbelsäule. So ist dem Schütze-Wesen auch ein bewglicher, veränderlicher WILLE zu eigen, der bereit ist, Veränderungen einzuleiten, neue Sichtweisen zu erproben, ein neues Bewusstsein zu initiieren.
Initiation (Kreidezeichnung)

In der Natur ziehen sich alle Kräfte nach innen zurück. Der Herbst schwindet, der Winter kommt. Advent. Vorahnung. Ankündigung. Die Neugeburt des Lichts (Wintersonnenwende) steht bevor. Zeit der BeSinnung. Zeit für schamanische Reisen und magische Anrufungen.

Göttlicher Bogenschütze und Schütze-Göttin. Weltoffen, inspiriert, begeisterungsfähig. Zielorientiert. Treffsicher. Intuitiv. Geübt in der der Lenkung und Konzentration ihrer Gedanken.

Ihr Sehnen und Streben gilt der Freiheit und Erweiterung des Horizonts. Reiselust führt sie zur Begegnung mit fremden Kulturen und anderen Sichtweisen. Schütze drängt aus dem engen Umfeld heraus, strebt nach Höherem. Er/sie hat immer ein Ziel vor Augen, das er/sie mit Herzensenergie, Begeisterung und Unternehmungslust verfolgen wird.

Allen Idealen voran: die Suche nach dem Sinn. Ist er gefunden, wird er verkündet. Liberale Geister versammeln sich ums Lagerfeuer. Idealisten. Abenteurerinnen, Visions- und Hoffnungsträgerinnen, alle mit der großen Gabe, sich selbst inspirieren und motivieren zu können. Sie arbeiten mit Auftrieb und Schwung für die Verwirklichung ihrer Vision, für globale Ziele, höhere Bildung, größere Kreise. Handeln aus edler Überzeugung.

Schütze-Götter und -Göttinnen, das sind zu allen Zeiten: Heilige, Prophetinnen, Wegweiser, Sinnverkünder, Gurus. Alle auf dem Weg, der das Ziel ist: Globetrotter, Philosophinnen, Überzeugungskünstler, Schamaninnen und Seelenführerinnen.

Bogenschütze (Aquarelll)

Das Feuerzeichen SCHÜTZE

ArchetypPhilosoph, Seher, Prophet, Verkünder, Mentor, Guru, Prediger, Hohepriester, Wanderer, Weltenbummler, Glücksritter, Bogenschütze, »wilder Mann«, Menschenfreund (Philantrop), der Optimist, weise und barmherzige Götter; der gute Vater im Märchen
Körpersaft /
Temperament
Rote Galle, cholerisch,
humorale Qualität: warm (12), trocken (7), feucht (6), kalt (1)
hitzig, aufbrausend, heftige, plötzliche Affekte, alle(s) durch Kraft, Wille und Herzensfeuer mit (sich) reißen, Wärme spendend, ehrgeizig, verzehrend, philosophisch, intuitiv. Neigung zum Exzess, zur Übertreibung und Überschätzung, zum Bluthochdruck, Burn-out und Entzündungen.
UrthemaExpansion und ExPanVision, das willensmäßig Zielstrebige, Sinnsuche, Drang nach Weite und Freiheit, Begeisterung für höhere Ziele, Bewusstseinserweiterung, Erweiterung vom Ich-Bewusstsein zum höheren/kosmischen Bewusstsein, Liebe zur Wahrheit (Philosophie), Spannung und Streben, konzentrierte Lenkung der Gedanken, Verständnis für das Fremde, Andersartige, optimistisches Denken, Kraft der Synthese und höheren Schau, Wegweiser sein.
 
Kunst/
Musik
Expressionismus – kräftige leuchtende, aufbrechende Farben; kreisende Bewegungen, die künftige Zentren umschreiben… die Räume sind ungefügt… Gesamtperspektive und Zentrum fehlen… kein Boden, keine Schwerkraft… geträumte, geahnte Expression… ein Durchströmen des Raumes, rhythmisches Schwingen, runde, pralle, aufquellende Formen… einfangende Bögen, Kreise, Abstrahierungen. Schütze-Maler: Paul Klee, Wassily Kandinsky, Georges Seurat, Toulouse-Lautrec, Otto Dix, Edvard Munch, Schmidt-Rottluff
Musik: Rhythmus und Rhythmenlehre
PolaritätYANG, männlich, +Pol
DüfteFeuer-Düfte: Dill, Estragon, Kiefer, Nelkenknospen, Sternanis
Luft-Düfte: Eukalyptus, Lavendel, Muskatellersalbei, Riesentanne, Ysop,
Erde-Düfte: Eichenmoos, Elemi, Moschuskörner, Palo Santo, Zeder,
Wasser-Düfte: Vanille, Veilchen
Johfra-Bild „Schütze“

Die Parfums für den Schütze

Der feurige, bewegliche Schütze, auf seinem Weg zu neuen Ufern, braucht anregende und stärkende Feuer-Düfte mit Herznoten (warm, süß), damit sich seine optimistische und großherzige Feuernatur entfalten kann. Schütze-Menschen brauchen Visionen, Ideale und Menschen, die ihre Motivation und ihre Begeisterung teilen, um weiter wachsen zu können. Die klaren, hellen Luft-Düfte helfen ihnen, sich aus Enge, Kleinheit und Kraftlosigkeit zu befreien, ihren Geist für neue Ideen und Dimensionen zu öffnen. Und damit der Schütze mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt, nicht über das Ziel hinausschießt oder einen Burnout riskiert, braucht er stabilisierende und zentrierende Erde-Düfte, die ihn erden und ihm helfen, seine Ideale realitätsnah, praktisch und zum Wohl der Allgemeinheit zu verwirklichen. Die Düfte sollen ihm helfen, regelmäßige kreative Entspannungspausen einzulegen, tief Luft zu holen und so etwas wie eine Ordnung oder tägliche Routine einzubauen.

Der esoterische Herrscher von Schütze ist die Erde. Darum braucht der Schütze neben den jovialen Jupiterdüften unbedingt auch stärkende, zentrierende, sinnliche und die Emotionen klärende Düfte, denn er muss sich auf seine Intuition und seine Wahrnehmung verlassen können. Dafür braucht er ein klares Bewusstsein, ein offenes Herz, frei von Verstrickungen, und einen nachhaltig starken Eigenwillen. Der schnelle, begeisterungsfähige und impulsive Schütze erreicht sein Ziel nur durch ENT-SPANNUNG… Ausspannen und Loslassen. Er weilt unbewegt in seiner Mitte. So wird er Zielender und Ziel, Treffender und Getroffener.

Video-Clip zum Schütze: Die Rotationsachse

(Bilder im Clip von Ludger Philips)

Für die Tarot- und Pfadarbeit

Im Tarot und in der kabbalistischen Pfadarbeit korrespondieren die Tarotkarte XIV Mäßigkeit/Kunst und Pfad 25 zwischen Jesod (9) und Tiphereth (6) mit dem Feuerzeichen Schütze. Der hebräische Buchstabe ist SAMECH (60), die Farbe ist Blau.

Die fundamentale Kraft von JESOD (Grundlage) führt in einem direkten Strahl (Schütze!) nach TIPHERETH (Sonne). Das Ergebnis der alchemistischen Operation steigt wie ein Lichtstrom (Pfeil = aufsteigende Kundalini) aus dem Kessel empor (Jesod) und breitet sich zu einer regenbogenfarbenen Blüte aus (Tiphereth) – wie es auf der mittleren Tarotkart „Kunst“ (von Crowley/Harris) zu sehen ist.

Dieser Pfad hat mit der Auflösung alter Muster zu tun und mit der Neugestaltung der Persönlichkeit durch Psychoanalyse. Er bedeutet das exakte Ausgleichen der positiven und negativen Gegensätze und das Schaffen einer göttlichen Synthese. Dieser Pfad ist mit der persönlichen Weihe verbunden und schafft eine magische Verbindung zwischen dem Weltlichen und Göttlichen. Als Ganzes ist das Bild Sinnbild für jenen geraden und schmalen Weg, der allein zu höherem und strahlend verklärtem Leben führt und von dem es heißt: »Nur wenige werden ihn finden.« Es ist doch sehr schwierig, diese unveränderliche, ruhige Mitte zwischen zwei einander entgegengesetzten Kräften zu gehen. Versuchungen, entweder nach rechts oder nach links abzuweichen, gibt es viele — und nur dort sind die drohenden Symbole von Tod (XIII) und Teufel (XV) anzutreffen (die vorherige und nachfolgende Stufe).

Crowley empfiehlt für diesen Pfad die Essenzen Lavendel und Muskatellersalbei.

Eine andere Empfehlung (von Stellar Visions) sind die Jupiterdüfte ZEDER – YSOP – DILL.

Die ursprüngliche Empfehlung ist das süße und schwere Adlerholz (Aquilaria agallocha), auch Agaröl oder Oud genannt. Hier muss ich leider passen, da mein Vorrat verbraucht ist und die Preise für das Öl jetzt für mich unbezahlbar sind.

Ich habe die empfohlenen Düfte aufgenommen und kann als Beispiel drei Parfums für den SCHÜTZE anbieten, die dann je nach Elementenverteilung/Temperament und den aktuellen Herausforderungen durch Transite modifiziert werden müssen:

Parfum „Spica“ (Hingabe)auf der Basis von Jojobaöl
Basisnote:Zeder, Palo Santo, Elemi
Herznote:Nelkenknospen, Dill, Lavendel, Ysop
Kopfnote:Eukalyptus citriodora, Riesentanne,
Parfum „Wega“ (Innere Ruhe)auf der Basis von Jojobaöl
Basisnote: Moschuskörner, Veilchen, Vanille
Herznote:Nelkenknospen, Muskatellersalbei, Dill
Kopfnote:Estragon, Sternanis, Eukalyptus citriodora
Parfum „Sirius“ (Harmonie)nur auf Alkoholbasis (zum Sprühen)
Basisnote:Eichenmoos, Zeder, Sandelholz, Elemi
Herznote:Muskatellersalbei, Lavendel, Nelkenknospen, Ysop
Kopfnote:Riesentanne, Kiefer, Estragon
Mystisches Liebesdreieck (Aquarell)

Die Parfums des Schützen sind fruchtbar und vital, von männlicher, ausstrahlender Art. Sie lindern die Neigung zum Exzess, zu Leidenschaften und eifersüchtigem Verhalten und ermöglichen es, sich selbst genauer (kritisch, ehrlich) anzusehen und anderen gegenüber verständnisvoll zu sein. Die Feuernaturen dieser Essenzen fördern die Begeisterungsfähigkeit und Lebensfreude, regen zu positiven Gedanken an, aktivieren aber auch das praktische Organisationstalent und sorgen für Ausgeglichenheit und die Bereitschaft zur Mäßigung. Denn im Energiefeld des Schützen hängt das Ergebnis seines Wollens vor allem von der richtigen Dosierung und dem rechten Maß ab.

Der Duft regt das Streben nach hochstehenden Zielen an, verleiht offenes Denken und unterstützt die Fähigkeit des Schützen zur Konzentration und Lenkung seiner mentalen Kräfte. Er wirkt anregend auf das Gedächtnis, trägt zu erhöhter Achtsamkeit und Wahrnehmungsfähigkeit bei.

Außerdem machen diese Parfums den Schütze-Menschen zu Liebe, Sympathie und Freundschaft geneigt, auch wegen seiner Hilfs- und Opferbereitschaft. Sie tragen mit dazu bei, dass der Schütze-Mensch lange an Herz und Seele jung bleibt. In dem Maße, wie Schüchternheit überwunden werden kann, wächst auch die Kraft der Selbstbeherrschung. Auf der physischen Ebene sind dies Düfte der Ausgewogenheit. Sie regeln den Kreislauf, die Atmung und den Gleichgewichtssinn, können die Neigung zu Asthma verringern.

Der Stein der Weisen

Viel Freude bei der alchemistischen Arbeit des Mischens und

immer der Nase nach…

Sundra

Das Magische Parfum WIDDER (4)

Das Widder-Parfum und die Feuerdüfte

Sonnenaufgang

Eigenschaften des Feuers:

Rot, hell, erhellend, aufscheinend, strahlend, leuchtend, wird sofort wahrgenommen (gesehen, gerochen, gehört, gefühlt), ausdehnend, von starker Anziehungskraft, zündend, funkelnd, direkt, spontan, Hier & Jetzt, warm bis heiß, trocken, aktiv, energiespendend, lebendig, blutjung, kraftvoll, impulsiv, begeistert, aufbrechend, durchbrechend, bahnbrechend, heiß, scharf, spitz, eckig, hat ein Zentrum, haftet an Dingen, die es verzehrt, verbrennt.

Entsprechungen:

Licht, LUX, der göttliche Funke, Flamme, Fackel, Tag, Morgenröte, Wärme, Ausdehnung, Aufbruch, Vulkanausbruch, der Lavastrom, Explosion, Frühling, Knospenkraft: Aufbrechen von Samen und Knospen; Blitz, Gewitter, Hitze, Elektrizität, das Schöpferische, Bewusstsein, Willenskraft, Intuition, Identifikation, Charisma, Ausstrahlung, Begeisterung, Klarheit, Offenheit, Direktheit, Authentizität, Anziehungskraft und Aufnahmefähigkeit.

FarbeRot
Tarotdie Stäbe. Atu XX Das Äon
KabbalaAziluth und Ain Soph Aur
SternzeichenWidder, Löwe, Schütze (Feuerzeichen)
PlanetenMars, Sonne, Jupiter
Häuser1. Haus , 5. Haus, 9. Haus
Eigenschaften, humorale Qualitätwarm (10), trocken (9), feucht (4), kalt (3)
Temperamentcholerisch; intuitiv
Die Entsprechungen
Licht-Explosion „Es werde Licht!“

Magisches Parfum für das Element Feuer

Feuer ist das subtilste,das spirituelle Element. Wir erfahren es als Licht, starke Kraft und Elektrizität. Es kann zerstören wie auch Leben spenden und wird mit geistigem Streben, tiefgreifender Reinigung und Transformation in Verbindung gebracht. Es steht für die Selbst-Entfaltung, den Ich-Kern, das Ich-Bewusstsein. Im kardinalen Zeichen Widder geht es um den Willen zum Leben und die Selbst-Behauptung. Beim fixen Feuerzeichen Löwe geht es um das Leben aus dem eigenen Zentrum, das Selbst-Bewusstsein. Beim veränderlichen Feuerzeichen Schütze liegt die Konzentration auf dem höheren, göttlichen Selbst.



Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist feuer_lc3b6we_sonne_500.jpg.


Für die Duftkomposition „Feuer“ oder „Phönix“ wähle ich die Feuerdüfte Basilikum, Koriander, Zimt, Weihrauch – auf Wunsch in Weingeist als Energiespray oder auf der Basis von Jojobaöl als Salböl.
Der Feuerduft eignet sich für die rituelle Anwendung im Magischen Kreis zu den vier Elementen, den vier Stärken der Sphinx (Wollen-Wagen-Wissen-Schweigen) , für die Pfadarbeit (31 – SCHIN – Malkuth-Hod) und für geführte Visualisationen.

Das kardinale Feuerzeichen Widder

ArchetypKrieger, Pionier, Anführer, Held /Heldin, Amazone, der „Junge, Wilde“, die Flamme, die Fackel, „Es werde Licht!“ Meister der Gegenwart, Kriegsgötter (Ares, Thor, Mars…), Feuer-, Licht- und Sonnengötter (Horus, Re, Loki, Baldur, Agni, Helios, Vulkanos)… Riesen, Giganten, der Salamander, „Hans Dampf in allen Gassen“, das Kind, der Intuitionstyp nach C.G. Jung
Körpersaftdie rote Galle; warm und trocken
Temperamentcholerisch; ein Übermaß an Galle, hitzig, aufbrausend, Feuer in den Adern, Pfeffer im Hintern, Wut im Bauch, es kocht in mir… die Galle läuft über… heftige, plötzliche Affekte, alle(s) durch Kraft, Wille und Herzensfeuer mit (sich) reißen, Wärme spendend, ehrgeizig, verzehrend, philosophisch, intuitiv. Neigung zum Exzess, zur Übertreibung und Überschätzung, zum Bluthochdruck, Burn-out und zu Entzündungen.
Auswahl an Feuer-DüftenBasilikum, Estragon, Galgant, Ingwer, Kiefer, Kardamon, Koriander, Kreuzkümmel, Lawang, Myrte, Pfeffer rosa , Pfeffer schwarz, Rosmarin, Thymian thujanol, Weihrauch, Zimt.

Ergänzende Wasser- und Erdedüfte: Rose, Rosengeranie, Opoponax.

Die Parfums für den Widder
(für Sonne, Mond oder Aszendent im Widder)
strahlend – feurig – wild – würzig – elektrisch –
kraftvoll – charismatisch – belebend – aphrodisierend

Zur Auswahl stehen die Feuerdüfte: Basilikum, Estragon, Galgant, Ingwer, Kiefer, Kardamon, Koriander, Kreuzkümmel, Lawang, Myrte, Pfeffer rosa, Pfeffer schwarz, Rosmarin, Thymian thujanol, Weihrauch, Zimt.

Ergänzende Wasser- und Erdedüfte: Rose und Rosengeranie, Opoponax.

Die Parfums für den Widder sind vital, von feurigem Temperament und großer Ausstrahlungskraft. Sie sprühen vor Energie, strahlen Kraft, Selbstbewusstsein und Entschlossenheit aus. Die verwendeten Essenzen haben größtenteils Yang-Charakter, sie wirken initiierend, aktiv, anregend, klärend und aufhellend. Der Duft strahlt Männlichkeit, Lebensfreude, Unternehmergeist aus, bringt Licht ins Dunkle, vertreibt düstere Gedanken und Stimmungen, öffnet mit seiner charismatischen Ausstrahlung verschlossene Türen und Herzen.

Es handelt sich um Parfums des Selbstvertrauens, der Willensfestigkeit und einer zielgerichteten Aktivität. Sie unterstützen den Widder darin, logisch zu denken, seinen praktischen Wirklichkeitssinn zu pflegen und seine Energien gemäß den realen Möglichkeiten einzusetzen. Sie helfen ihm, bei geringem Risiko, zu entschlossenen und glücklichen Unternehmungen, wecken in ihm Klarheit, Mut zur Wahrhaftigkeit und Authentizität.

Auf der physischen und energetischen Ebene schützen die Widder-Parfums, wenn sie täglich aufgetragen und inhaliert werden, vor Verletzungen der Bewegungsorgane, besonders der Muskeln und Nerven, da sie die Bewusstheit, die geistige Kraft und Konzentrationsfähigkeit verbessern.

Die für das Sternzeichenparfum „Widder“ ausgesuchten Essenzen bringen in Bewegung, stimulieren und entfachen das Lebensfeuer (Qi, Agni), sind wärmend, ausstrahlend, pulsierend, aktivierend, energetisierend, antidepressiv, herzlich, dynamisch, elektrisierend. Sie stärken die Willens- und Libidokraft, sind mitreißend, öffnen die Pforten der Wahrnehmung (doors of perception), geben Mut zur Wahrhaftigkeit. Die Widder-Düfte wirken aufmunternd, stimmungsaufhellend, geistig anregend, klärend, erhellend, begeisternd, emotional und leidenschaftlich. Sie sind von starker Ausstrahlung (Pheromone), können ihrem Träger charismatische Anziehungskraft verleihen.

Übertreibt es der Widder mit seinem blinden Eifer und Tätigkeitsdrang, seiner Rastlosigkeit und Ungeduld, können die feurigen Eigenschaften durch das Hinzufügen von Wasser- und Erdedüften gemildert werden. Wasserdüfte helfen ihm, geduldiger, verständnisvoller und liebevoller mit sich selbst und anderen umzugehen. Zu diesem Zweck können die beruhigenden, harmonisierenden Blütenessenzen Rose oder Rosengeranie in die Herznoten aufgenommen werden.

Auch ein Erdeduft kann hilfreich sein, damit der überarbeitete Widder nicht den Boden unter den Füßen verliert, zur Ruhe kommt und mit der Wirklichkeit in Kontakt bleibt. Hier empfehle ich für die Basisnote den geheimnisvollen, balsamisch-süßen Duft der Bisabol-Myrrhe, auch Opoponax oder Balsambaum genannt. Er beruhigt die angespannten Nerven des Widders, schärft dafür seine Sinne und die Beobachtungsgabe. Außerdem eignen sich die harzigen Noten Opoponax und Weihrauch hervorragend als Fixativ in der Basisnote, vor allem, wenn ein kräftiger, lang anhaltender Duft mit einem orientalischen Flair erwünscht ist.

Video-Clip zum Widder: Entspringen des Bewusstseins

Für die Tarot- und Pfadarbeit

Im Tarot und in der kabbalistischen Pfadarbeit werden die Tarotkarte IV Der Herrscher und Pfad 15 zwischen Tiphereth (6) und Chochmah (2) vom Feuerzeichen Widder regiert. Der hebräische Buchstabe hierfür ist das HE, die Farbe Scharlachrot.

Der Hauptduft ist Basilikum – der Name kommt vom griechischen Wort für König, basileus.

Der süße Chemotyp Basilikum Linalool (Typ L) kann für ein Parfum mit Opoponax, Eichenmoos, Muskatellersalbei und/oder Bergamotte/Zitrone/Limette angemischt werden. Der stärkere, kampferähnlich duftende, exotische Chemotyp Basilikum (Typ M) passt hier gut zu den Mars-Düften Koriander und Kiefer.

Das „Heilige Basilkumöl“ Tulsi (Ocimum sanctum), eine auyurvedische Heilpflanze, wird mit der Heiligen Schlangenkraft (Kundalini) in Verbindung gebracht. Diese Essenz wirkt energetisch stark reinigend, entspannend und zugleich stärkend. Tulsi kann bei kranken und erschöpften Menschen sie Selbstheilungskräfte aktivieren, Mut und Lebensauftrieb geben, die Kundalini anregen und am Fließen halten.

Widder

Beschreibung der ätherischen Öle

Widder-Düfte:

Basilikum – Estragon – Galgant – Ingwer – Kardamom – Kiefer –
Koriander – Kreuzkümmel – Lawang – Opoponax – Pfeffer schwarz – Pfeffer rosa –
Rose – Rosengeranie – Rosmarin- Thymian – Wacholder – Zimt
Ätherische Öle für den Widder

Basilikum, Estragon, Galgant, Ingwer, Kardamon,Kiefer, Koriander, Kreuzkümmel, Lawang, Opoponax, Pfeffer schwarz, Pfeffer rosa, Rose, Rosengeranie, Rosmarin, Thymian thujanol, Wacholder, Zimt

Basilikum und Tulsi (Ocimum basilicum und Ocimum sanctum)

Duft: kräftig, krautig, würzig-warm, süß, leicht, erfrischend

Wirkung: aufmunternd, kräftigend, ausgleichend, entspannend, Nerven und Gedächtnis stärkend, große Wirkung auf das Gehirn, wirkt anregend auf die Kundalini

Estragon (Artemisia dracunculus)

Duft: aromatisch, kräftig würzig, anisartig, frisch

Wirkung: geistig entspannend, beruhigend, stressabbauend; ganzheitlich anregend, ermutigend

Galgant (Alpina galanga)

Duft: wild, pfeffrig, leicht scharf, holzig-würzig, grün, mit leichter Kampfernote;

Wirkung: energetisierend, aktivierend, anregend, kräftigend, stärkend, stimmungserhellend, aphrodisierend

Ingwer (Zingiber officinale)

Duft: exotisch, feurig, strahlende Gewürznote, warm,fruchtig-zitronig, leicht scharf, Wirkung: stark erwärmend, energetisierend, stärkend, ausgleichend, zentrierend, stabilisierend, sehr anregend, euphorisierend, strahlend, aphrodisierend

Kardamom (Elettaria cardamomum)

Duft: würzig, warm, frisch, kraftvoll, süßlich-scharf,  exotisch, orientalisch,

Wirkung: nerven- und herzstärkend, geistig klärend, harmonisierend, zentrierend, stärkt die Intuition, das Bauchgefühl, entfacht das Lebensfeuer (Qi, Agni), aphrodisierend

Kiefer (Pinus sylvestris)

Duft: trocken, balsamisch, waldig-harzig, frisch, klar;

Wirkung: vitalisierend, stärkend, stimulierend, energetisierend, optimistisch stimmend, klärend, befreiend, konzentrationsfördernd

Koriander (Coriandrum sativum)

Duft: warm, würzig, aromatisch, süßlich holzig, exotisch, leicht moschusartig und blumig

Wirkung: ausgleichend, entspannend, euphorisierend, erotisierend, geistig belebend, sehr erwärmend, seelisch stark aufrichtend

Kreuzkümmel (Cuminum cyminum)

Duft: würzig, warm, kräftig grün, anisartig, leicht animalische Note, geheimnisvoll erotisch, von großer Strahlkraft, stimmungsaufhellend.

Wirkung: angstlösend, spendet Wärme, Energie und Sinnlichkeit, setzt magnetische Akzente (Pheromone), hilft, sich selbst wieder zu lieben.

Lawang (Cinnamomum culilawan Syn. Laurus culilawan)

Duft: feurig, aromatisch-würzig, exotisch, erinnert an Nelken und Zimt.

Wirkung: erfrischend, belebend, konzentrationsfördernd, stark regenerierend, unterstützt die Selbstbeherrschung, das willensbetonte, tatkräftige Ich, ist ein echtes Wiederbelebungsmittel nach einer Phase der Erschöpfung und Niederlage.

Opoponax (Commiphora erythraea)

Duft (Erde/Feuer): warm, balsamisch-holzig, leicht süß mit herben, erdigen Nuancen.

Wirkung: zentrierend, ausgleichend im Hier & Jetzt, entspannend, stabilisierend, sinnlich, aphrodisierend, löst kreative Blockaden, setzt neue Ideen frei, regt die Pheromonproduktion an.

Pfeffer schwarz (Piper nigrum)

Duft: frisch, trocken-holzig, würzig-warm, scharf, pfeffrig

Wirkung: wärmend, körperlich und geistig anregend, energetisierend, belebend,  durchblutungsfördernd, ermutigend, stimmungserhellend, sinnlich anregend, aphrodisierend

Pfeffer rosa, brasilianischer Pfefferbaum (Schinus terebinthifolius)

Duft: pfeffrig, mild, würzig, exotisch, strahlend, leicht zitrisch mit feurigen Nuancen und vielen Gewürzfacetten

Wirkung: wärmend, stark energetisierend, stimmungsaufhellend, motivierend, begeisternd, ermutigend, schützt vor negativer Energie, hilft beim Lösen von Blockaden, traditionelle Verwendung in Heilritualen

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) verschiedene Chemotypen

Das Stimulations-Öl.

Duft: kühl, klar, frisch, aktiv, würzig, eukalyptusnah

Wirkung: konzentrationsfördernd, zentrierend, nerven- und immunstärkend, kräftigend, anregend, schützend, fördert Wachheit, Selbstvertrauen und Mut, stärkt das Gedächtnis, die Ich-Kräfte, die Willens- und Widerstandskraft, stimuliert Körper und Geist.

Thymian thujanol (Thymus vulgaris var. thujanol)

Duft: krautig-würzig, tief, süß, warm, honigartig

Wirkung: stärkend bei seelisch-körperlicher Erschöpfung, aufbauend, ausgleichend, erdend, klärend, Mut machend, mobilisiert Energieressourcen. Die männliche Kraft (Yang) ist eingebunden in eine weibliche, gemeinschaftliche Kraft stiller Synthese und Einheit, wird getragen von tiefer Liebe und Güte.

Wacholder (Juniperus communis)

Duft: fruchtig, kraftvoll süß, frisch, holzig, balsamisch, erhaben,

Wirkung: aphrodisisch, beruhigend, energetisierend, geistig klärend, stärkend, neutralisiert aggressive Energie.

Zimt (Cinnamomum ceylanicum)

Duft: warm, süß, kräftig, intensiv würzig, kräftig, süß, intensiv-würzig, scharf,

Wirkung: nervenstärkend, öffnet das Herz, stark stimulierend, krampflösend.

Das Magische Parfum (3)

Duftentsprechungen aus Kabbala und Magie

Neben der Aromatherapie gibt es die wesentlich älteren Therapieformen der Alchemie und der Kabbala mit ihrer praktischen Anwendung, der Magie. Düfte können die fehlende Beziehung zu den Göttern (Archetypen) heilen, denn heil sein heißt ganz sein. Kreativ, magisch und kabbalistisch zu arbeiten, setzt voraus, die Korrespondenzen von Farben, Düften, Tierkreiszeichen, Planeten, göttlichen Eigenschaften und Tarot-Zuordnungenzu kennen und sie kreativ anzuwenden, das heißt zu mischen. Diese Kunst, die auch als Alchemie bekannt ist, hat das Ziel, Unedles in Edles, Materielles in Ideelles zu verwandeln und dabei die Gegensätze zu vereinen.

Außerdem erhält der nach Wahrheit Suchende mit der kabbalistischen Duftarbeit einen Schlüssel zum Unbewussten beziehungsweise zu den tiefen Schichten seines Bewusstseins. Er erhält die Möglichkeit und subtile Aufforderung, neue oder bisher ungelebte Qualitäten in sein Wesen zu integrieren und damit sein Leben zu veredeln und abzurunden. Er erhält außerdem die Möglichkeit, seine Wahrnehmung zu verfeinern und auf immer subtileren Ebenen Erfahrungen zu machen.

Die Duftstoffe, die ja bereits geistige, flüchtige und damit ätherische Essenzen  sind, sind ein mächtiger und magischer Stimulus für die IMAGINATION: Sie beschwören Bilder, Gefühle, Klänge und Erinnerungen herauf, die gleichzeitig von körperlichen Mustern begleitet werden – von Spannungen, Eindrücken und einer ganzen Assoziationskette. So können die Assoziationen, die ein Duft hervorruft, Körper & Geist auf einzigartige Weise verknüpfen. Das Dufterlebnis, das mit einem bildhaften Erlebnis verbunden ist, kann ganzheitlich erfasst werden: wir hören, riechen, sehen, greifen und schmecken das Erlebnis, wobei der Geruchssinn uns den schnellsten und unmittelbarsten Zugang zur Bedeutung des Bildes liefert.

Kabbalistischer Lebensbaum mit den 10 Sephiroth

 Der Lebensbaum

Zum Zwecke der Erkenntnis der verschiedenen Verknüpfungen bedient sich die Kabbala eines Gedankenmodells. Es ist der Lebensbaum mit seinen 32 Wegen oder „Stationen“ auf dem Weg zu sich selbst. Es sind dies:

  • die 10 Sphären oder Sephiroth oder inneren Reiche (1-10)
  • die 22 Pfade (11 bis 32) als Verbindungen zwischen den Sphären.

Die für ein magisches Parfum wichtigsten Korrespondenzen sind die Kabbala- und Tarot-Zuordnungen, die astrologischen Entsprechungen, dazu Farben, Düfte, Buchstaben. Jede Sphäre (Sephirah) am Baum des Lebens stellt einen bestimmten Bewusstseinszustand dar, der bewusst mit Symbolen, Farben, Düften etc. imaginiert werden kann.

Die Pfade eignen sich besonders für die aktive kreative Imagination, die auch als „Pfadarbeit“ bekannt ist. Von der untersten Sephirah (Malkuth, Königreich) zur obersten, ersten Sphäre (Kether, Krone) repräsentieren die Pfade den Weg zurück zur Einheit mit Gott, dem Höchsten Bewusstsein.

Durch die Arbeit mit Symbolen, Archetypen, Farben und Düften wird die Kraft der Imagination und Konzentration gefördert. Als Einstieg mag eine Tarotkarte oder das eigene Sternzeichen dienen, die auf einen bestimmten Archetypus und damit auf einen bestimmten Duft hinweisen. Auch eines der vierundsechzig Hexagramme des I Ging (‚Buch der Wandlungen’) oder ein Traumbild der letzten Tage eignet sich als Einstieg.

Meine Vorgehensweise für die Anfertigung eines Parfums

Ich stelle die Düfte nach astrologischen, kabbalistischen und alchemistischen Überlieferungen zusammen, unter Einbeziehung alternativer Heilweisen, wie der ayurvedischen und tibetischen Medizin, der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), der Tiefenpsychologie und der Aromatherapie. Voraussetzung für meine Auswahl und Methode ist, dass mir bekannt ist, zu welchem Zweck das Parfum benutzt wird und ob es für einen Mann oder eine Frau gemacht werden soll. Soll es ein evokativer Duft für die Anrufung eines Archetypus sein, ein magisches Parfum für ein Ritual, ein therapeutisches Naturparfum für die Selbsttherapie, für eine Innenweltreise, ein Parfum für jeden Tag, für die Schattenarbeit oder soll es ein besonderes Geschenk für einen geliebten Menschen sein, usw.  

Wie schon gesagt, ist die Kabbala eine Therapieform, die der Ganzwerdung, der Integration und Heilung dient. Die Pfade zwischen den zehn Sphären sind Wege oder Stufen, die der geistig Strebende hochsteigt, um sich wieder mit seiner Gottheit zu vereinen, d.h. die ‚Heilige Hochzeit’ zwischen Braut und Bräutigam in sich zu vollziehen. Der kabbalistische Lebensbaum ist ein erdachtes Modell ähnlich der Himmelsleiter, auf der die Engel auf- und absteigen. Diese Stufen vom Groben zum Feinen gibt es für den Adepten auch in der Alchemie.

Die therapeutischen Sternendüfte sind hilfreich, um unterdrücktes Potenzial zu aktivieren und übertriebenes Verhalten auszugleichen. Darüber hinaus wirken die von mir ausgewählten ätherischen Öle auch wohltuend, lösend und lindernd bei typischen Beschwerden bestimmter Sternenkonstellationen, bei Energieblockaden und Stimmungstiefs. Ist der Geburtszeitpunkt bekannt, wähle ich auf Wunsch den Sternzeichen-Duft für das Sonnenzeichen, das Mondzeichen oder für den Aszendenten.

Neben den Düften und Parfums für die Tierkreiszeichen eignen sich besonders Planetendüfte für ein Ritual, das als „Annehmen der Gottform“ bekannt ist. Diese Gottformen repräsentieren die großen universalen Kräfte und Strömungen oder Aspekte des kosmischen Lebens, die geistig jederzeit abgerufen werden können. Es sind die besagten Archetypen (kollektive Urbilder, Urideen), die für die menschliche Reifung und Entwicklung so wichtig sind. Denn mittels dieser Urbilder erhalten wir Zugang zu den Tiefenschichten des Geistes. Im Ritual vereinen wir uns bewusstseinsmäßig mit dem bestimmten Archetyp (Sonne, Mars, Venus, Uranus…) und erfahren etwas, das größer, wahrhaftiger, schöner und wirklicher ist als unser Ego.

Im nächsten Eintrag beginne ich mit den Düften der Tierkreiszeichen.

Bis dahin dufte Grüße und

… immer der Nase nach.

Naturparfum „Rosentraum“

Das Magische Parfum (2)

Die magische Arbeit mit Düften

Die Aromatherapie

Die Anwendung flüchtiger Essenzen erfährt erst seit wenigen Jahren eine Neubelebung – in der Aromatherapie. Was genau ist diese geheimnisvolle Pflanzenessenz, die sich ätherisches Öl nennt? Sie enthält das Herz oder den Geist einer Pflanze, macht ihr Wesen aus. Genau diese Essenz schützt die Pflanze, hält Ungeziefer fern, damit sie nicht gefressen wird. Sie zieht Bienen und andere bestäubende Insekten an. In den winzigen Zellen jeder Pflanze befindet sich eine große Anzahl biochemischer Bestandteile und flüchtiger Moleküle, die durch das Destillationsverfahren befreit werden. Einige Essenzen, wie die Zitrusöle, werden auch durch einfaches Auspressen gewonnen, da sich die kleinen Öldrüsen in Schale befinden

Ätherische Öle sind keine fetten Öle, wie Oliven- oder Mandelöl. Sie hinterlassen keinen Fettfleck auf dem Papier oder Tuch, manche hinterlassen leichte Farbflecken. Wenn man Dampf oder heißes Wasser durch zwanzig Kilogramm zerkleinertes Pflanzenmaterial presst, wird das ätherische Öl aus den Zellen befreit, aus den kleinen Öldrüsen in den Blättern und Wurzeln, aus der Rinde, den Samen oder Blüten. Dieser reine Pflanzengeist macht nur einen winzigen Bruchteil der ganzen Pflanze aus. Um an diese duftende Essenz zu gelangen, muss die Pflanze sterben.

Im Destillationsverfahren geht die Pflanze durch den alchemistischen Vorgang des „Stirb und Werde“ hindurch, sie stirbt als Pflanze, doch ihr wahres Wesen ist ätherisch leicht und steigt nach oben. Die reine duftende Essenz, von der Materie befreit, verdunstet leicht, verflüchtigt sich. Doch sie kann in Alkohol, einem fetten Trägeröl, Wachs oder einer Emulsion eingefangen, aufbewahrt und gezielt eingesetzt werden.

Aufgrund ihres jeweiligen Duftes und ihrer biochemischen Zusammensetzung werden die ätherischen Öle in der Aromatherapie im Sinne ganzheitlicher Heilung gezielt und bewusst eingesetzt, um Stimmungen und Zustände zu verändern, um die Selbstheilungskräfte des eigenen Systems zu aktivieren, um auszugleichen, zu beruhigen, zu mäßigen, um anzuregen, zu stärken und zu schützen, usw. Dazu werden die ätherischen Öle gezielt ausgesucht, in Öl, Alkohol oder einer Emulsion verdünnt angemischt, um als Körper- und Massageöl, als Raum- und Energiespray, Hautsalbe oder Emulsion angewendet zu werden.

Das therapeutische oder magische Parfum

Eine andere Möglichkeit, mit den ätherischen Ölen bewusst magisch zu arbeiten und ihre heilsamen, harmonisierenden Energien für das Wohlsein anzuwenden, liegt im kreativen Erschaffen eines persönlichen, therapeutischen Duftes – des Magischen Parfums.

Das rechte Mischen der ätherischen Öle, das Zusammenstellen und Komponieren eines Parfums unter Zuhilfenahme des Geburtshoroskops, der geistigen Vorstellungskraft und schließlich auch der Nase ist kreatives Imaginieren – ein magischer und schöpferischer Akt. Wir treffen zum Beispiel eine Auswahl von Düften für ein astrologisches Parfum, das unser Sonnen- Mond- oder Aszendentenzeichen verstärken und unterstützen sowie unsere Energien, Vitalkräfte und Körpersäfte im Gleichgewicht halten soll. Wir können mit Unterstützung der Düfte unsere Wesensanlage (AS), unser Verhalten (Sonne) und unsere Lebensbestimmung (MC) miteinander in Einklang bringen, auch wenn sie im Horoskop unter Spannung stehen (Aszendent-Sonne-Medium Coeli).

Um die passenden Düfte für ein bestimmtes Parfum finden zu können, ist eine vorherige Klassifizierung der über hundert ätherischen Öle notwendig. Gemäß der Entsprechungslehre gibt es für jedes Tierkreiszeichen, jeden Planeten und jeden Aspekt entsprechende Düfte, ebenso gibt es harmonisierende Düfte und Synergien für jedes Problem und jede Spannung. Um das vorwiegende Temperament eines Menschen erkennen und extreme Charaktereigenschaften ausgleichen zu können, bedienen wir uns der astrologischen Elementenlehre* und wählen die Düfte nach ihren entsprechenden elementaren Eigenschaften aus – dank der vorab getroffenen Klassifikation der ätherischen Öle in Feuer-, Erde-, Luft- und Wasserdüfte. – In den folgenden Blogbeiträgen gebe ich diese Entsprechungen bekannt.

Auch Goethe war eng vertraut mit den Archetypen und elementaren Kräften.

„Wer sie nicht kennte, / Die Elemente, / Ihre Kraft / Und Eigenschaft, / Wäre kein Meister / Über die Geister“

Aus der alten Elementenlehre gingen die medizinische Viersäftelehre hervor und damit auch eine erste psychologische Einteilung der Menschentypen in die Temperamente nach dem angeborenen Gleichgewicht ihrer Körpersäfte (Humoralpathologie), woraus C.G Jung seine psychologische Typenlehre entwickelte.

SanguinikerLuftzeichen Zwillinge, Waage, Wassermannder Denktyp
CholerikerFeuerzeichenWidder, Löwe, Schützeder Intuitionstyp
MelancholikerErdezeichenStier, Jungfrau, Steinbockder Empfindungstyp
PhlegmatikerWasserzeichenKrebs, Skorpion, Fischeder Fühltyp
Die vier Elemente, Temperamente und psychologischen Typen

Wobei auch die Mischtypen Beachtung finden, z.B. mit Luft-Feuer Betonung (sanguinisch-cholerisches Temperament) oder Luft-Erde Betonung (sanguinisch-melancholisch), usw.. Hierzu habe ich übrigens eine künstlerische Umsetzung von Tammo de Jongh und Richard Gardner im Netz gefunden: Die zwölf Gesichter der Menschheit

Die mentale und geistige Vorarbeit mit dem Horoskop, mit einer Tarotkarte oder auch den Pflanzenhelferkarten ist ebenso anregend und inspirierend wie die anschließende Praxis des Zusammenmischens des Magischen Parfums. Wie die oberen Tarot-Trumpfkarten zeigen, geht es beim Mischen um Ausgewogenheit, um das rechte Maß, die richtige Dosierung. Die KUNST besteht darin, dass aus den zwei oder zwolf zusammengefügten Düften ein vollig neuer Duft entsteht – eine tantrische Vereinigung oder eine astrologisch-alchemistische Conjunctio.

Dufte Grüße und … immer der Nase nach

Sundra

Das Magische Parfum (1)

Sternzeichen- und Planetendüfte

als therapeutisches Naturparfum

  • zum Ausprobieren
  • für die (Nicht-)Identifikation mit dem Geist in der Flasche
  • für die Kommunikation mit dem Geist in der Flasche
  • für Selbsttherapie und  Erneuerung
  • zur Stabilisierung der Wesensessenz
  • zur Anwendung in einem Ritual (persönlich entworfen)
  • zur Anrufung (Evokation) eines Archetypen
  • für traditionelle, magische, rituelle Anwendung (Tarot, Kabbala / Pfadarbeit, Astrologie, Alchemie)

   

Warum jetzt?

Die neue Zeitqualität von Uranus im Stier und der magisch anmutenden Saturn-Pluto-Konjunktion im kardinalen Steinbockzeichen (12.1.2020) bietet sich an für eine radikale Wandlung der Grundlagen unseres Daseins. Sie bietet sich an für entscheidende Fragen, wie:

Bin ich bereit, bisherige Grundlagen, Identifikationen, Motive und Handlungen in Frage zu stellen und loszulassen? Bin ich bereit zu sein, was ich wirklich bin?

WER bin ‚ich’ wirklich, womit identifiziere ‚ich’ mich, als WER lebe und agiere ich? Worauf richte ich mein Bewusstsein? Was ist wesentlich?

B i n ich selbst der Wandel, den ich mir wünsche? Oder verlasse ich mich auf Äußeres, auf die anderen, auf weltlichen Erfolg oder gesellschaftlichen Status?

Inwieweit hänge ich am alten System, bin verstrickt in Strukturen und Schein-Sicherheiten, denke und handle gewohnheitsmäßig, quäle mich mit Abhängigkeiten, faulen Kompromissen, irrigen Glaubenssätzen herum, bin hin und her gerissen, orientierungslos?

Statt als Konsument und Erfüllungsgehilfe der äußeren Systeme ums Goldene Kalb zu tanzen, sind Authentizität, geistige Werte und erwachtes Bewusstsein gefragt. Es geht um das SEIN, nicht ums Haben. Die Zeitschwingung erfordert ein magisches Bewusstsein, ein schöpferisches Potenzial, das Wandel und Veränderung möglich macht. Jetzt. Sofort.

ICH BIN DER WANDEL, DEN ICH MIR WÜNSCHE

Ein Schlüssel heißt Magie. Magie ist das Streben nach Einheit mit dem Unnennbaren, dem Ewigen, dem Höchsten Bewusstsein – sei es manifestiert in einem Körper oder unmanifestiert.

Der Magier ergreift die evolutionäre Initiative, um das zu werden, was er bereits ist, immer war und sein wird – lebendiges strahlendes Bewusstsein, sei es vorübergehend manifestiert in einem Körper oder unmanifestiert. Wer sich berufen fühlt, wird die Zeitqualität der Selbstermächtigung nicht ungenutzt verstreichen lassen und die ihm zur Verfügung stehenden Geisteskräfte und Fähigkeiten nach bestem Herzenswissen und Gewissen einsetzen.

Genau jetzt BIN ICH vollkommen, in meinem SO-SEIN, meiner wahren Identität. Ich bin verantwortlich für meine Wünsche und Sehnsüchte, für meine Lebensziele, Werte und für alles, was mir im Leben begegnet. Und wenn das Dasein mir die Möglichkeit bietet, vollkommen zu sein bzw. Vollkommenheit zu ‚erreichen’, dann nehme ich sie wahr und bin es.

Ich beteilige mich jetzt an dem magischen Meisterspiel auf diesem Planeten, nutze die geballte, fruchtbare Erdkraft und säe heute die Ursache, den Samen der Vollkommenheit, die sich morgen als Wirkung und Wirklichkeit offenbart – wohl wissend, dass ‚morgen’ immer jetzt ist. Meine ganze Aufmerksamkeit gilt diesem Bewusstsein.

ICH BIN DER WANDEL, DEN ICH MIR WÜNSCHE

ICH BIN ERWACHTES BEWUSSTSEIN

ES GIBT NICHTS ZU TUN – NUR ZU SEIN

ICH BIN GELEBTES LIEBEVOLLES MITEINANDER

Unendliches Wachstum und Sicherheiten im Phänomenalen gibt es nicht, sie bringen den Menschen in seiner scheinbaren Evolution keinen Schritt weiter. Mit der neuen Zeitschwingung werden Umbrüche, große Bereinigungen, Läuterungen und Lebensumstellungen notwendig. Alle Einschränkungen sind wunderbar, schön und notwendig, wenn sie zum Wesen-tlichen führen und uns helfen, ein Leben in Harmonie mit dem Ganzen zu führen – mit Respekt und Achtung füreinander und für unsere gemeinsame Basis, Mutter Erde.

Düfte, Parfums, Essenzen

sind seit Urzeiten Wohlgerüche, die mit der Erhebung der Seele in Verbindung gebracht werden. Bestimmte Essenzen können uns in einen Zustand der Verzückung versetzen – wenn auch nur für Momente. Denken wir an die duftenden Harze und Hölzer, wie Weihrauch, Myrrhe, Sandelholz, Palo Santo oder an die unvergleichlichen Blütendüfte von Jasmin, Rose und Orangenblüten. Jeder dieser Düfte kann uns mitten in unserem Alltagsleben in einen Zustand von Seligkeit und tiefem Frieden „entrücken“.

Jeder Baum und jede Pflanze hat ganz spezifische Merkmale und Eigenschaften. Doch erst ihre Essenz, das destillierte oder durch Extraktion gewonnene ätherische Öl, enthüllt das charakteristische, fundamentale Wesen. So ein Duft ist ein „Geist der Wahrheit“, ein „Geist der Quintessenz“.

Flaschengeist

Was ist die Quintessenz des Menschseins?

Reines Bewusstsein … Freude … Glückseligkeit ..?

Finde es heraus.

 

 –  Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern  –

So nennt es Crowley, wenn er sich auf das Bewusstsein oder wahre Selbst beruft.

Alchemisten, wie z.B. Paracelsus, sahen den Stern als „Quintessenz“ an, als den himmlischen oder überirdischen Körper. Dieser ist dank der Imagination als Bild vorstellbar. C.G. Jung und die moderne Psychologie nennen Sterne, Planeten, Symbole, Götter oder göttliche Ideen Archetypen. Jeder Archetyp hat einzigartige Eigenschaften und Merkmale. In Wahrheit „haben“ sie diese Eigenschaften nicht – wir projizieren sie in die Sterne hinein und das Universum projiziert diese zurück. Es ist eine Sache des kreativen Geistes… des großen Spielers… *

*… der nichts Besseres zu tun hat, als sich zu teilen, um sich dann wiederzufinden…

Meist wird ein Parfum unbewusst gewählt, um von den anderen wahrgenommen und geliebt zu werden, um attraktiv zu wirken oder um bestimmte Persönlichkeitsaspekte hervorzuheben, andere zu kaschieren. Doch seit der Antike werden Düfte, Klänge, Farben und Symbole bewusst verwendet – meist durch Rituale intensiviert -, um in Kontakt mit der Gottheit zu treten und sich der eigenen göttlichen Essenz bewusst zu werden.

Meine Selbst-Ermächtigung: Als ein Mitschöpfer des Göttlichen BIN ICH autorisiert, mein essenzielles Selbst als reines So-Sein erstrahlen zu lassen und die Schönheit und Kraft meines totalen Gegenwärtigseins frei auszudrücken, ohne auf die Bestätigung oder Anerkennung von außen angewiesen zu sein.

Der Stein der Weisen (Aquarell)

Fortsetzung folgt über die „Magische Arbeit mit Düften“

Ätherische Öle für das 1. Chakra

Meine Auswahl:

Angelika/Engelwurz, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver.

Die würzig-warmen, erdenden und schweren Düfte wirken seelisch stärkend, zentrierend und stabilisierend, sind sehr duftintensiv. Die Mischung wirkt auf angespannte, überlastete Naturen beruhigend, entspannend und ausgleichend, auf ängstliche, unsichere und erschöpfte Menschen besonders ermutigend, belebend, vitalisierend. Kopflastige und abgehobene Naturen kommen wieder in Kontakt mit ihrem Körper und darüber in Kontakt mit ihrer eigenen Macht und Wurzelkraft. Das Zutrauen in die eigenen Körperprozesse wächst. Eigene Energien und Abwehrkräfte werden erkannt und gestärkt, das Fremde und Unwahre wird bekämpft, ferngehalten bzw. ausgeschieden. Die Muladhara-Mischung stärkt die eigenen Ressourcen, stellt die Verbindung zwischen Geist und Körper, oberen und unteren Chakren her und bringt das gesamte Chakrensystem in Gleichgewicht.

Auf biochemischer Ebene überwiegen folgende Stoffgruppen: Sesquiterpene, Phenole, Monoterpene, Ketone, Ester und Äther.

mula_296px-angelicaarchangelica11. Angelikawurzel (Angelica archangelica), Doldengewächs – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Rauchig-erdig, wurzelhaft, aromatisch-süß, würzig-pfeffrig

Duftbotschaft: „Geh den eigenen Weg!“ – „Sei ein Krieger/Träger des Lichts“ – „Du bist stark, ich baue dich auf!“

Seelisch-geistige Wirkung: ganzheitlich anregend, stark ausgleichend, angstlösend, beruhigend, stabilisierend, aufhellend. Als „Angst- und Kraftöl“ wirkt Angelika positiv auf ängstliche, zurückhaltende und mutlose Menschen sowie bei mangelndem Selbstvertrauen. Der Duft erdet, bringt zurück in die Realität und zu den Wurzeln, und hilft, festen Boden unter den Füßen zu behalten oder wieder zu bekommen. Ermutigend und aufbauend bei jedem Neubeginn, bei Bauchängsten, psychischer Instabilität und einem Gefühl der Überforderung. Der Duft der Engelwurz mildert aggressive Tendenzen, Nervosität und Schockzustände, fördert Entscheidungsfreudigkeit, Kreativität und innere Zuversicht, unterstützt die Zentrierung im Selbst. Verborgene Kraftreserven können erkannt und genutzt werden. Er hilft bei Alpträumen, Schlaflosigkeit und beschützt die traumwandelnde Seele in der Dunkelheit.

Astroenergetischer Bezug zum Erdzeichen Steinbock (Sonne, Aszendent im Steinbock / 10. Haus), zum visionären Feuerzeichen Schütze und den feurigen Planeten (Sonne, Mars, Jupiter), die durch Saturnaspekte geschwächt sind und gemeistert werden können.

Innere Alchemie (feinstoffliche Wirkung): Das Angelikaöl ist energetisch ein Yangöl, stärkend, irdisch aufbauend, stabilisierend, lenkend und regulierend. Die Namen – Engelwurz, Erzengelwurz und  Heiliggeistwurz – erinnern an sein Wesen als Kanal oder Krieger des Lichts, der uns voran geht und den Weg erhellt. Festverwurzelt in der Erde ist die Pflanze mit ihren großen, hoch aufragenden Dolden (kosmischen Antennen) und dicken, hohlen Stängeln (Kanäle) besonders empfänglich für die Energien höherer Lichtreiche. Daher korrespondiert sie auch mit den höheren Chakren, mit der selbstbewussten Feuerenergie des Manipura Chakras (Solarplexus) und den spirituellen Energien des Scheitelchakras. Ihr Duft reinigt die Aura, durchlichtet den Geist. Das Immunsystem wird mit göttlicher Licht- und Lebenskraft gespeist. Duftthema ist das Licht, das Erleuchten dunkler Pfade und der Schutz vor Negativität durch die Gewissheit der eigenen Stärke.

mula_640px-helichrysum_italicum_flowers2. Immortelle (Helichrysum angustifolium/italicum), Korbblütler – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Der Duft ist voll und süß, blumig-würzig, erinnert an Heu, Honig und Curry, zugleich fruchtig, herb-holzig und krautartig, immer warm und erdig. Die sonnengelbe Strohblume „Immortelle“, die „Unsterbliche“, auch „Sonnengold“ Italiens (Helichrysum it.) genannt, ist eine Würz- und Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum.

Duftbotschaft: „Empfange aus meinem Füllhorn ein Meer goldener Ätherkräfte und lass dich wie Danae und Goldmarie vom Goldregen durchdringen. Im größten Unglück bin ich für dich da.“ – „Lass alles Zweifeln und Zaudern und erhebe dich zu deiner wahren Bestimmung!

Seelisch-geistige Wirkung: Das Immortellenöl wirkt ganzheitlich entspannend, beruhigend und ausgleichend, in besonderem Maße stärkend und regenerierend, haltend, bewahrend und aufbauend; es erdet, wärmt, schützt und löst mit seinen strahlenden Lichtkräften auch die dicksten Blockaden. Der warme Duft dieses sonnendurchfluteten Öls wirkt besonders bei innerlich durchfrorenen oder „gefühlskalten“ Menschen, die unter menschlicher Kälte leiden, sich nur schwer fallen lassen können und Angst vor Veränderung haben.

Das Öl ist sehr hilfreich bei psychotherapeutischen Sitzungen: Das Wesen des Immortellenöls hilft beim Lockern und Auflösen von Blockaden und Kontrollmechanismen, kann die Traumfähigkeit intensivieren, den Zugang zu inneren Bildern fördern und tief ins Unbewusste verdrängte Inhalte hervorholen. Bei Furcht vor Albträumen und Kontrollverlust wirkt es erdend und hilft, das Urvertrauen zurückzugewinnen und Probleme mit mehr Gelassenheit zu betrachten. Es leistet erste Hilfe bei Unfällen, Schocks und Verlusten, hilft unmittelbar beim Verarbeiten von Trauer und Traumata, beim Auflösen seelischer Knoten und tief sitzender Ängste. Immortelle erdet Menschen, die zu sehr in ihrem Kopf leben, die Realität und auch ihre Aggressivität nicht wahrhaben wollen. Wenn die inneren Knoten sich lösen und die Bilderflut strömt, brauchen diese Menschen Unterstützung bei der Aufarbeitung ihrer Blockaden.

Astroenergetischer Bezug zum Erdzeichen Stier (Venus) und den Themen Sicherheit, Abgrenzung, Grenzerfahrung, mit der Angst vor Veränderungen und Verlust (Sonne, Mond, Mondknoten, Aszendent im Stier bzw. im 2. Haus) bzw. auf einer höheren Ebene dem Streben nach Erleuchtung, der Umwandlung von Begierde in geistiges Streben (Venusaspekte mit Sonne, Uranus, Neptun, Pluto).

Innere Alchemie: Immortelle ist ein erdendes und wärmendes Yangöl mit starken Antennen zur geistigen Welt, das den Blick extrovertierter Menschen nach innen lenkt, ein blockiertes Wurzelchakra öffnen kann, psychische Tiefenreinigung aktiviert und unterstützt, damit sich Ruhe und Gelassenheit einstellen können. Es aktiviert die rechte Hirnhälfte, stärkt die Intuition bei gelenkten Phantasiereisen und Visualisierungen. Daher korrespondiert das Öl auch mit dem Stirnchakra. Das Wesen des Immortellenöls löst mit seinem Zustrom an vitalen Ätherkräften Verspannungen und Krämpfe, die mit einem Übergewicht an Astralkräften und einem Zuwenig an Ätherkräften zusammenhängen.

            mula_nelkenknospen_640px-syzygium_aromaticum_on_tree3. Nelkenknospen (Syzygium aromaticum) Myrtengewächs – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Der Duft des Nelkenknospenöls ist kraftvoll warm und samtig, von würzig-scharfer Süße.

Duftbotschaft: „Ich gehe für dich in die Tiefe, durch das Feuer der Läuterung und Wandlung. Komm mit mir – in deine ursprüngliche Macht und Kraft! Vertraue der Knospensprengkraft und halte durch bis zum Moment, da Altes von dir abfällt und das Neue sich offenbart!“

Seelisch-geistige Wirkung: evolutionär anregend, stärkend, stimmungsaufhellend; es zieht nach innen und in die Tiefe, dringt vor bis zur eigenen schöpferischen Urkraft, drängt vorwärts auf eine neue Stufe in der Spirale des Lebens; hilft beim Aufspüren und  Verbrennen fremder Einlagerungen, Einflüsse und unwahrer Inhalte, ebenso beim Hervorholen und Integrieren verdrängter Gefühle; es gibt Schutz und Kraft bei Depressionen, Überlastung, Ängsten, Desorientierung und mentaler Verwirrung, hilft bei Stress, Schlaflosigkeit und Unruhe.

Astroenergetischer Bezug zum fixen Kreuz Stier-Löwe-Skorpion-Wassermann, zu Sonne/Pluto, Mars/Pluto und Venus/Pluto, Sonne/Uranus/Pluto.

Innere Alchemie: Mit starker Yangkraft führt das Wesen des Nelkenknospenöls sogleich in die Tiefe, stößt wie ein Laserstrahl durch alle Zivilisationsschichten und Fremdinhalten hindurch, verbindet den Menschen wieder mit der göttlichen Urkraft, einer kraftvollen Mischung aus fruchtbarer Erde und glühender Lava.

Als Hauptvertreter der phenolhaltigen Stoffgruppe dient das Nelkenknospenöl in all seinen Prozessen dem Überleben des Organismus. Für diesen Prozess braucht es ein starkes Abwehrsystem und eine gesunde Portion Aggression, um sich körperlich gegen feindliche Eindringlinge wehren und sich auch seelisch-geistig gegen alles Fremde und Unwahre abgrenzen zu können. Mit aller Kraft feuert es den Stoffwechsel an, stärkt die Vitalität und den Überlebenswillen, meistert Fäulnis- und Eiterprozesse, stärkt das Herz, sorgt für einen erholsamen Schlaf und weckt die eingeschlafenen Kräfte der Lebensbehauptung (Mars). Somit wird das Nelkenknospenöl zu einem unverzichtbaren Öl für das untere Wurzelchakra.

Wo diese mächtige, glühende, vorwärtsdrängende und lebensfreudige Knospenkraft unterdrückt, blockiert oder einfach nicht vorhanden ist, ist der Mensch nicht in seiner eigenen Macht und Autorität verwurzelt, sondern hat sich das mächtige Lebensprinzip aus der Hand nehmen lassen. Er ist zum Diener und Erfüllungsgehilfen fremder Autoritäten geworden, die ihm durch Werbung suggerieren oder per Gesetz diktieren, welche Lebensweise, Nahrung, Medizin oder Gewohnheit gesund, gut und lebensförderlich für ihn ist. Jede Macht und Autorität ist gesund, solange sie lebensfördernd, gemeinschaftsstärkend und mit dem Herzen verbunden sind. Alle anderen Autoritäten sind ungesund, da machtorientiert, kalt, berechnend und erniedrigend für den Menschen.

Durch Hingabe an das Nelkenknospenöl erhalten wir die Gelegenheit, unser Vertrauen in die eigenen Körperprozesse zu erneuern oder zu stärken. Damit schenken wir den Urkräften wieder Vertrauen, die bei Geburt, Pubertät, Menstruation und in der Menopause wirken, ebenso den lebenserneuernden und regenerativen Prozessen bei der Krankheitsbewältigung. Schließen wir diese urgewaltigen Kräfte aus unserem Leben aus, indem wir sie leugnen oder ignorieren, richten sich ihre Kräfte eines Tages gegen uns selbst – als autoaggressive Tendenz einer Krankheit, Beziehung oder schädlichen Gewohnheit (z.B. Sucht).

Das Nelkenöl versetzt uns in die Lage, unseren Weg der natürlichen Seelenreifung Stufe für Stufe durch die Chakren voranzuschreiten und uns den Wehen einer inneren psychischen Schwangerschaft hinzugeben. Wir lernen, dem alchemistischen Feuer zu vertrauen, das die Substanz unserer Innenwelt läutert und verwandelt. Und schließlich sind wir bereit, uns bis in letzter Konsequenz dem Wandlungs- und Erneuerungsprozess hinzugeben, bis die Mutation oder der Sprung auf eine neue Ebene des Gewahrseins und der Reaktion auf das Leben stattgefunden hat – dank der Nelkenknospenkraf

mula_silberbeifus_5004. Silberbeifuß (Artemisia arborescens) Artemisiagewächse – Element

Duftprofil: Der Duft des Silberbeifußöls ist kraft- und gehaltvoll, würzig und warm, zugleich grün-holzig-frisch und von dunkler, befreiender Süße. Der Atem wird tief, der Kopf wird frei. Mit der ihm innewohnenden elementaren Kraft übernimmt dieser geheimnisvolle Duft sogleich die Führung und zieht fast magisch in die Tiefen des Körpers und der Erde.

Duftbotschaft: „Ich führe dich auf unbekannten Pfaden zu deinem tiefen Schöpfungsquell. Öffne dich dem Potenzial deiner Zukunft und lass das Gestern hinter dir! Empfange meine unbändige Lebenskraft und mache dich frei für deine wahre Berufung!“

Seelisch-geistige Wirkung: Das Wesen des Silberbeifußöls ist ein „Seelenführer zur eigenen Mitte“ und ein Spezialist für psychosomatische Beschwerden. Es gibt Mut, Kraft und Selbstvertrauen für den individuellen Weg und die Entfaltung des eigenen Wesenskerns, um die ausgetretenen Pfade verlassen und alles Konditionierte und Aufgesetzte abstreifen zu können. Es beruhigt, entspannt, führt zu innerer Gelassenheit und der Gewissheit, selbst die dunkelsten Aspekte in hilfreiche Energien umwandeln zu können. Ängste, Traumata, Süchte und schwere psychische Belastungen können sich in einer entspannten und friedlichen inneren Haltung lösen. Das Öl wirkt ganzheitlich befreiend, weitend und stärkend, bringt aus dem Kopf tief in den Körper.

Innere Alchemie: Die Nachtmeerfahrt zu sich selbst führt tief ins Reich der Schatten. Die tiefblaue Yangkraft des Silberbeifußöls drängt hier mit wilder Entschlossenheit aus dem Quell der geheimnisvollen Tiefe, löst dabei alle verdrängten Gefühlsbrocken aus Wut, Trauer, Bitterkeit und Angst, die unsere kreativen Schöpferkräfte und damit den Ausdruck unseres Wesens lahmgelegt, geschwächt und in Schach gehalten haben. Dabei mag sich autoaggressives, von Süchten und unbewusster Todessehnsucht getriebenes Handeln offenbaren und zur Schattenarbeit auffordern, denn die Stoffgruppe der Ketone im Silberbeifußöl fordern und fördern neben der bewussten Ich-Entfaltung auch eine konsequente Ausrichtung auf das Lebensziel schöpferischer Selbstverwirklichung, was die Verantwortung für das eigene Leben einschließt. Das ganze Wesen dieser Pflanze drängt nach Klarheit, Weite, Direktheit und freien Selbstausdruck.

Unerlöstes und erlöstes Potenzial: Während sich ein Zuviel der Yangkraft als Zügellosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Machtmissbrauch, Herrschsucht und im destruktiven Gebrauch der sexuellen Kräfte äußert, zeigt sich das Zuwenig in geschwächtem Lebenstrieb, fehlendem Mut, Halbherzigkeit, mangelnder Risikobereitschaft und Lebensfreude. Wo die Schöpferkraft brachliegt, die Energie sich weder heiß noch kalt äußern darf, sondern immer nur lau oder auf Sparflamme gehalten wird, verkümmert auch die Lebenskraft. Das Leben wird freud-, farb- und geistlos, unerotisch, fad. Welchen Sinn sollte es (noch) haben… Menschen resignieren, werden apathisch, des Lebens überdrüssig, neigen zu Depressionen und Autoaggressivität – wo dies nicht bewusst ist, äußert sich das Brachliegen der geistigen und schöpferischen Kräfte als selbstzerstörerische Krankheit.

Das Silberbeifußöl ergreift mit seinem Wesen den Menschen dieser Zeit, legt den Finger in die Wunde, akzeptiert keine Halbheiten, zeigt auf die Schattenanteile und drängt zur Katharsis. Alles Unechte, Halbherzige und Erstarrte, alles Zögerliche, Ängstliche und Bequeme, das einer echten Lebendigkeit im Wege steht, wird in seinen Grundfesten erschüttert und aufgelöst. Dann steht der Erneuerung der Lebenskräfte nichts mehr im W

mula_wiki_640px-vetiveria_zizanoides_dsc078105. Vetiver (Vetiveria zizanoides) Süßgräser – Element Erde/Wasser

Duftprofil: „Duftende Wurzel“ oder „Duft der Ruhe“ wird es in seiner Heimat (Java, Indien, Sri Lanka) genannt. Es wird aus der aromatischen Wurzel eines exotischen Grases gewonnen. Der Duft von Urvertrauen nd Geborgenheit ist weiblich umfangend und haltend: dunkel, tief, erdig-schwer und warm-würzig, holzig, süßlich-herb, etwas moosig und modrig wie feuchter Waldboden.

Botschaft: „Sich annehmen und lieben“.

Seelisch-geistige Wirkung: Bei Unsicherheit, Rastlosigkeit, Entwurzelung, mangelndem Selbstvertrauen und depressiven Verstimmungen wirkt Vetiver stimmungsaufhellend, seelisch aufbauend und beruhigend, schenkt Bodenhaftung und stärkt den Kontakt zum Körper. Es führt den Menschen zu seinen Wurzeln, tief in den Gefühlsbereich, durchbricht dabei alte Schutzmauern (erstarrte Abwehrhaltung), die zum Schutz vor Gewalt und Verletzung einst aufgebaut worden sind, holt aus der Kopflastigkeit in den Bauch und sorgt zugleich für ein breites, starkes Fundament.

mula_wiki_vetiveria_zizanioides0Vetiver ist ein altbewährtes Schutz- und Schwellenöl, ein „Erdungs-Öl“, wenn nichts mehr geht und alles nervt, bei Krankheitsschüben, Belastungen und Bewegungseinschränkungen, ganz besonders bei psychischen Verletzungen, sexuellen Traumata… Vetiver hilft, unerlöstes Leid und Kummer zu verarbeiten. Es bringt auf den Boden der Tatsachen zurück, öffnet das Tor zu verdrängten Gefühlen und unverwirklichten Anlagen, erneuert das Vertrauen in die eigene Überlebenskraft, den eigenen Wert.

Astroenergetischer Bezug zur Jungfrau-Energie (Sonne, Mond, Mondknoten oder Aszendent in Jungfrau/6. Haus; Merkuraspekte).

Innere Alchemie: Vetiver ist ein starkes Yinöl mit aufsteigender Yangkraft. Die Essenz hat etwas Mütterlich-Beschützendes, das uns an die Erdmutter oder „Wurzelfrau“ erinnert. Sie entspricht dem „Geist des Tales“, der nie stirbt (Tao), der Urmutter, von der Laotse sagt: „Ihr Tor ist die Wurzel von Himmel und Erde“. Das Wurzelchakra (wei-lu am unteren Ende der Wirbelsäule) wird in der chinesischen Alchemie von der inneren Lebensenergie „Schwanztor“ oder „unteres Passtor“ genannt. Hier endet der Fluss der abwärts gerichteten Yinkraft der vorderen Funktionslaufbahn (renmai, Yin) und beginnt der Aufstieg der Yangkraft in der hinteren Lenkerleitbahn (dumai, aufwärts gerichtetes Yang).

Vetiverwurzelöl eignet sich für die drei unteren Chakren, wirkt jedoch besonders auf das Wurzelchakra ein, sorgt für eine dauerhafte Verbindung zwischen Geist und Körper, oben und unten. Ansonsten reguliert und harmonisiert es den Fluss aller Chakren, stimuliert das gesamte endokrine System und hält es im Gleichgewicht.

Bildquellen:

Angelika:  AngelicaArchangelica1.jpg
Immortelle: Helichrysum italicum.jpg
Nelkenknospen: Syzygium aromaticum on tree.jpg
Silberbeifußöl: Maienfelser Naturkosmetik
Vetiver:  Vetiveria zizanoides dsc07810.jpg
 Vetiveria zizanioides0.jpg

Der Feuerarchetyp

rotewand_600_c
Die Rote Wand

Der Feuerarchetyp im Traum

Im Horoskop weist der Feuerarchetyp eine starke Betonung der Feuerzeichen (Widder, Löwe, Schütze) und der Feuerhäuser (erstes, fünftes, neuntes Haus) auf. Oder die Feuerplaneten Sonne, Mars und Jupiter stehen an exponierter Stelle am Fadenkreuz der Hauptachsen. Feuer ist ein Symbol für Licht, Leben und Bewusstheit. Alle Feuerarchetypen strahlen Energie und Wärme aus, sind dynamisch, optimistisch, willens- und ausdrucksstark. Sie sind der Inbegriff von Herzlichkeit und Lebendigkeit, voller Bewegungs- und Tatendrang, können sich selbst und andere immer wieder neu begeistern und motivieren. Feuer ist individualisierend und ichzentriert, steht wie selbstverständlich überall im Zentrum, wird gesehen, gehört und wahrgenommen. Wo Feuer ist, ist Aktion.

 

at95_kl
Feuer

Im I Ging wird das Feuer (Hexagramm 30) auch das Haftende genannt, denn es »haftet an den brennbaren Dingen und ist dadurch hell«. Beim Lesen des Textes wird schnell klar, dass es keine totale Unabhängigkeit und Freiheit gibt, »denn alles Leuchtende in der Welt ist abhängig von etwas, an dem es haftet, damit es dauernd leuchten kann«. Selbst die Sonne, der Mond und die Sterne haften am Himmel. So steht auch der Mensch in dieser Welt nur bedingt da. Wenn er seine Abhängigkeit von den harmonischen Kräften des Weltalls anerkennt, sich freiwillig in den Weltzusammenhang einfügt und das Feuer pflegt, hat er »Gelingen«. Dann ist er wahrlich ein »großer Mann«, der mit seiner eigenen Klarheit dafür sorgt, dass sich das Licht in der Welt weiter verbreitet.

Der Feuertyp in unseren Träumen ist ein heißer, schneller Typ mit Mut zum Risiko. Gerne fährt er rote, schnelle Autos, bleibt konstant auf der Überholspur oder treibt uns an. Als »Teufelskerl« hat er vorwiegend rote Haare. Er gibt gerne an – ist tonangebend aufgrund seiner natürlichen Führungsqualitäten, gibt den ersten, zündenden Impuls, sammelt Menschen um sich, ist Vorreiter und Vorkämpfer für das Neue und tut alles in seiner Macht stehende für die Erreichung seiner Ziele. Natürlich ist er schnell entflammt, ein leidenschaftlicher Liebhaber, Rennfahrer, Dramatiker, Unternehmer, Jäger und Spieler, ein Bündel voller kreativer Ideen, Anregungen und Innovationen. Doch damit das Feuer nicht schon am nächsten Tag erloschen ist (Strohfeuer), bedarf es der dauerhaften Pflege und Kontrolle.

vulkan_kl_c
Vulkan (Aquarell)

Zu viel  Feuer kann gefährlich sein. Es zeigt sich in Aktionsdrang, Stress und Ungeduld, in wilder Tollkühnheit und Getriebenheit, als Hybris, Egoismus, Selbstherrlichkeit und Machtgier. Der cholerische Typ ist besonders gefährdet, er kann sich selbst verzehren, bis zum Schlaganfall und Herzinfarkt verausgaben und auch andere in seinem Vorwärtspreschen überwältigen oder verletzen. Ohne Disziplin und Kontrolle kann das Feuer verheerenden Schaden bei uns selbst und anderen anrichten. Und ohne die oben erwähnte Pflege wird es erlöschen. Ist das Feuer aus, herrscht tote Hose in der Hose. Kein Sex, keine Lust, keine Liebe. Willenloses, bewusstloses Treiben. Ohne den zündenden Funken der geistigen Ebene (Elektrizität, Widder) erlöscht auch das ichbewusste Seelenlicht (Sonnenfeuer, Löwe) und das Zeugungsfeuer auf der körperlichen Ebene (Reibungsfeuer, Schütze).

 

chicchan_500_c
Chicchan (Mayaglyphe)

Das Übermaß an Feuer zeigt sich in unseren Träumen im Bild von Trockenheit und Hitze. Die Erde ist hart und verbrannt, Flussbette sind ausgetrocknet, Pflanzen verkümmert. Weiterhin gibt es viel Bewegung, es geht es um Wettbewerbs- und Kampfsituationen, das Ringen um den ersten Platz, rasante und riskante Autofahrten. Schüsse können losgehen, Blitze einschlagen und der Donner erschrecken. Wir erleben rücksichtslose Draufgänger und Schläger, Hitzköpfe, Hochstapler und Getriebene, Einbrecher, Gewalt- und Triebtäter, rote Triebwagen und Stoppzeichen, explodierende heiße Glasplatten, spuckende Vulkane, abenteuerliche Fahrten, hoch oder tief schießende Raketen und Stromschläge.

 

Ist das Feuerprinzip durch einen Kontakt mit Saturn oder Neptun geschwächt oder fallen die Feuerzeichen ins Wasser (4., 6. und 12. Haus), fehlt es uns an natürlicher Lebenskraft, an Selbstvertrauen und Optimismus. Dann wird auf Deubel komm raus kompensiert und im Außen gesucht – nach einem Sinn, einer Identität, einem Glauben oder einem Partner mit den entsprechenden Feuerqualitäten. Wir strengen uns dermaßen an, etwas zu erreichen, Leistung zu erbringen und jemand zu sein, dass der übermäßige, künstliche Antrieb uns völlig erschöpfen kann. Viele Menschen mit einem Feuermangel im Horoskop haben mit dieser Überanstrengung Erfolg, doch meist um den Preis ihrer Gesundheit. Ähnliches geschieht beim Burn-out-Syndrom, dem Zustand emotionalen Ausgebranntseins.

astro_sonne
Sonnenaufgang (Mandala)

 

Mangelnde Liebe und Beachtung in der Kindheit oder ein ständig beschnittener und untersagter Selbstausdruck lassen uns ein Leben lang um Anerkennung, Erfolg und Macht kämpfen. Für ein gesundes Selbstvertrauen braucht jeder Mensch in der Kindheit die Grunderfahrung von Liebe. Dazu gehört die Erfahrung, vom anderen als eigenständiges Wesen mit eigenen Bedürfnissen wahrgenommen zu werden. Dazu gehört auch das Recht auf Lebensäußerung durch Schreien, Sprechen, Spielen und Bewegen. Menschen mit einem  geschwächten Feuerprinzip – beispielsweise mit einer Sonne-Saturn-Verbindung, einem Löwe-Mond im 12. Haus oder einem Mars-Neptun – wünschen sich nichts sehnlicher, als vom anderen gesehen und geliebt zu werden. Doch ist dieses Urbedürfnis überlagert von Ängsten, zwanghaften Handlungen und Ersatzbedürfnissen. Erwachsen werden heißt, sich des Mangels und der Kompensationen bewusst zu werden. Wir nehmen die eigenen Bedürfnisse wahr, schaffen uns den Freiraum, sie auch auszudrücken und entdecken dabei die Liebe zum Leben und zu uns selbst. Ich weiß, es ist leicht geschrieben und gesagt; manchmal brauchen wir ein ganzes Leben und noch mehr für diesen Entwicklungsschritt.

Fehlt es an der Eigenliebe, Selbstvertrauen, Durchsetzungskraft und einem nötigen Freiraum für die Entwicklung, träumen wir von stark beschnittenen Bäumen, die nicht so wachsen dürfen, wie sie wollen, die ihre Ichkräfte nicht entfalten können … von kleinen Pflanzen, die im Schatten von großen stehen, kein Licht bekommen, sich nicht ausbreiten können … von Kindern, die nicht spielen dürfen, weil »von oben« der Befehl kommt, im Haushalt zu helfen … von Räubern und Einbrechern, die uns Energie rauben … von gebundenen Händen, gefesselten Krokodilen, verletzten oder eingesperrten Tieren.

 

Ankh Ewiges Leben
Ankh Ewiges Leben

In den Feuerhäusern (1., 5. und 9. Haus) und auch in den Häusern, in denen die Planeten Sonne, Mars und Jupiter stehen, wollen wir uns selbst erleben und durchsetzen, in der Welt ausbreiten und verwirklichen. Wir streben nach Ich-Entfaltung, Bewusstsein und Selbstwerdung. Es geht um die Entwicklung der Yang-Kräfte: Identität, Willenskraft, Mut und Initiative. Das stärkste Zugpferd ist die Lebensfreude. Mit ihr gelingen uns die schwierigsten Aufgaben, und das Leben erscheint als Spiel. Der Drang nach Liebe und Macht kann unser Leben beherrschen. Wofür entscheiden wir uns, um die Macht der Liebe oder die Liebe zur Macht?

Auch wenn wir gar keine Planeten in Feuerzeichen haben, können die Feuerhäuser (1, 5, 9) von Planeten oder den Mondknoten besetzt sein. Hier nehmen wir Risiken auf uns, stürzen uns ins Leben, bringen uns intuitiv und spontan ein. Wir haben ein großes Bedürfnis nach Expansion, Freiheit und Unabhängigkeit. Bleiben auch die Feuerhäuser unbesetzt, ist es unser Job, mit Hilfe der Feuerplaneten Mars, Sonne und Jupiter das Licht anzumachen, für Bewusstheit,  Klarheit und Fortschritt zu sorgen. Wir sagen Ja zu unserem Leben und Schicksal, wir lieben das, was ist, und begeistern mit unserer Lebensfreude auch andere Menschen.

 

sonnentr_qu_c
Sonnenträger (Gouache)

 

Hier eine Auswahl von Redewendungen für die drei Feuerzeichen,  die sich als verschlüsselte Botschaften in Träumen verbergen können:

Widder: »Feuer fangen«, »Rot sehen«, »Auferstanden aus Ruinen«, »Phönix aus der Asche«, »Mit dem Kopf durch die Wand«, »Wer wagt, gewinnt«, »Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg«, »Augen zu und durch!«, »Den Stein ins Rollen bringen«, »Das Ruder in die Hand nehmen«, »Den Kopf verlieren« und »Die Zähne zusammenbeißen«.

Löwe: »Leben wie Gott in Frankreich«, »Sich im eigenen Glanz sonnen«, »Ich bin der Größte«,  »Wer angibt, hat mehr vom Leben«, »Mehr Schein als Sein«, »Eine Show abziehen«, »Es ist nicht alles Gold, was glänzt« und »Liebe, und tu was du willst«.

Schütze: »Für etwas oder jemanden Feuer und Flamme sein«, »Der Weg ist das Ziel«, »Den Bogen überspannen«, »Über das Ziel hinaus schießen«, »Der Duft der großen weiten Welt«, »Wie die Made im Speck leben«, »Den Mund zu voll nehmen« und »Angeben wie tausend nackte Wilde«.

 

 

Der Einbrechertraum im Licht des Horoskops

Der NeuePlanet_C.jpg
„Der Neue Planet“ (Aquarellstudie nach einem Gemälde von Konstantin Juon, 1921)

Teil 1 (Buchauszug)

Nehmen wir als Beispiel einen Traum vom Einbrecher, der uns sehr beunruhigt. Jemand oder etwas dringt wiederholt in unser Haus oder Leben ein und wir fürchten uns. Wir fürchten uns vor dem Unbekannten oder vor dem Bekannten, das wir verabscheuen, vor Neuem, vor Nähe und vor Verlust. Der Einbrecher steht symbolisch für einen Aspekt unserer Persönlichkeit, den wir bewusst noch nicht angenommen haben. Diese archetypische Kraft steht jedoch bereits an der Schwelle vom Unbewussten zum Bewussten und macht auf sich aufmerksam. Beim Urthema Gewalt und Aufbruch geht es um die astrologische Signatur von Widder, Mars und dem 1. Haus: sich durchsetzen, die Initiative ergreifen, den Anstoß geben, ein Hindernis durchbrechen und etwas Neues anfangen. Auch das Urthema Geburt entspricht einer Ich-Durchsetzung im Sinne der Trennung  des Neugeborenen vom Mutterarchetyp. Das entspricht auch der Konstellation Mond/Mars: Ein seelischer Inhalt (Mond) wird aus dem Unbewussten heraus getrieben (Mars), wenn die Zeit dafür reif ist. Einbruch und Ausbruch sind Entsprechungen des ersten Zeichens – auch der Willens- und Vertrauensbruch.

Kennen wir unsere persönliche Marsenergie im Horoskop, seine Stellung in einem

JohfraWidder
Johfra: Widder

bestimmten Element und Haus sowie seine Aspekte, können wir gleich schauen, welche zeitlichen Impulse  und Auslöser (z.B. Transite zum Mars) er erhält und über welchen Zeitraum sich diese erstrecken. Das Feuerzeichen Widder (Häuserspitze) verrät uns auch gleich, woher die handlungsbereite, auf- und einbrechende Marsenergie kommt – von innen oder außen, aus dem Ich- oder Du-Bereich, der privaten, familiären Sphäre oder der Öffentlichkeit. Die Hausstellung des Mars offenbart, in welchem Bereich wir jetzt aktiv werden sollten oder selbst aufgebrochen werden, welchen Durchbruch wir brauchen, welchen Aufbruch wir wagen und wofür wir Energie aufbringen können. Wenn wir nach dem aktuellen Stand des laufenden Mars (Marstransit) schauen, erkennen wir den Lebensbereich und eventuell auch noch andere Planetenenergien, die gleichzeitig mit aktiviert werden.

Oder es geht beim Einbrechertraum um mangelnde Abgrenzung und Absicherung, ein Thema des 2. Hauses bzw. die astrologische Signatur von Stier, Venus und 2. Haus. Wir können anhand der Aspekte zu unseren persönlichen Planeten überprüfen, wie es um unsere Abgrenzungsfähigkeit bestellt ist. Können wir uns aus verschiedenen Gründen nicht von anderen Menschen abgrenzen, muss uns jede Art von Beziehung (Thema des gegenüberliegenden 8. Hauses) erschrecken oder als Bedrohung erscheinen. Wir fürchten dann, vom Anderen vereinnahmt, erdrückt oder gar verschlungen zu werden. Diese Furcht kann sich auch in Spinnen-, Schlangen- und Insektenträumen zeigen.

Inhaltliche Aussagen zu unseren Gefühlen, Ängsten, frühkindlichen Prägungen und Konditionierungen finden wir in der astrologischen Signatur von Krebs, Mond und 4. Haus. Haben wir ein Mars/Mond-Thema, einen Widder-Mond, einen Mond im 1. Haus, einen Mars im Krebs oder im 4. Haus, ist die Angst vor Verletzung, Bedrohung oder Abweisung (Mond) an unseren Überlebens- und Durchsetzungstrieb (Mars) gekoppelt. Und dies aufgrund früherer Erfahrung und Prägung. Im aktivierten Mars, seiner Stellung im Ganzen und seiner Aspekte zu anderen Planten können sich unterdrückte Wut, Aggression und Gewalt als plötzlicher Einbruch oder Angriff, ebenso als Unfall oder Operation im Traum zeigen. Träume von Kopfschüssen und Messerstechereien, von beißenden und stechenden Insekten oder von Zähnen haben alle eine Entsprechung zum astrologischen Marsthema und zum Widder-Archetyp.

“MAHAKALA”

In den Träumen erleben wir die im Horoskop angezeigten Archetypen als innere Wirklichkeit. Wir erleben, in welchen Verkleidungen und welchen Lebensthemen sie uns begegnen, und wie wir darauf reagieren. Andererseits kann das Wissen um eine astrologische Konstellation, ihre zeitliche Aktualität und den thematisch eingekreisten Wirkungsbereich (betroffene Häuser) dabei helfen, die Ursache möglicher psychischer Komplexe und Hemmungen näher zu bestimmen. Alle psychischen Inhalte, die noch wie ein ungeborenes Kind im Dunkeln liegen, können mithilfe der Astrologie erkannt, erhellt und erlöst werden.

 

Catch your dreams

                                bevor they slip away…    

Drachen_400

Astrologie und Traumdeutung

Anden_ArchetypischAuszug aus meinem Buch (noch unveröffentlicht):

Das Geburtshoroskop zeigt den Moment und Ort der Geburt in der symbolischen Form des Tierkreises mit den zwölf archetypischen Kraftfeldern, den zehn Planetenarchetypen und ihrer symbolischen Beziehungsstruktur. Da sich die Gesamtkonstellation aufgrund der Bewegung der Planeten ständig ändert, ist jeder Geburtsmoment einzigartig. Die zu ihm gehörige himmlische Struktur wird sich niemals wiederholen. Unter dem Blickwinkel von Reinkarnation und Wiedergeburt erfolgt die Inkarnation auf der Erde genau in dem Moment, wo die kosmische Konstellation das Wesen des sich inkarnierenden Menschen am reinsten zum Ausdruck bringt. Die Gestirnskonstellation ist also nichts Fremdes, sondern ein Ausdruck unseres ureigensten Wesens. Bereits vor der Geburt suchen wir uns unser Schicksal aufgrund der kosmischen Entsprechung selbst aus.

astroteppich01 Die Daseins- und Lebensbereiche, in denen die unbewussten, archetypischen Brennpunkte ihre Wirkung entfalten, werden durch das System der zwölf Häuser und die vier Quadranten angezeigt. Damit wird das Horoskop – neben der Traumdeutung – zu einem wichtigen Instrument der Diagnose, der Selbsterkenntnis und der Sinnfindung.

Das Horoskop enthält die gesamte Seinsqualität eines Menschen einschließlich des Werdepotenzials in symbolischer Form. Wir finden darin die symbolischen Schlüssel zu unserem Verhalten, unserer Herkunft, der Einstellung zu uns selbst und anderen. Tatsache ist auch, dass wir im Horoskop das Potenzial finden, mit denen wir unser Schicksal schaffen (siehe Kapitel 1 »Schicksal und Seele«). Um das Horoskop eines anderen Menschen richtig deuten zu können, müssen dem Astrologen allerdings weitere Faktoren bekannt sein: die Rasse, das Geschlecht, das soziale und kulturelle Milieu und die Entwicklungsstufe, denn diese Informationen sind aus dem Horoskop nicht ersichtlich.

1.Traum_ImBerg_11.9.07Die Astrologie hat den Vorteil, dass sich im Horoskop eines Menschen alle Arten von Unausgewogenheiten, Energielücken und Krisenherde sowie Schwächen und Stärken rasch erkennen lassen. Mit keinem anderen System lassen sich die möglichen Spannungen zwischen den Daseins- und Lebensbereichen oder auch psychische Komplexe so leicht einkreisen wie mit Hilfe der Astrologie. Bei sorgfältigem Studium der großen und kleinen Zeitzyklen – der Planetenzyklen, Transite und Auslösungen – können Entwicklungsanstöße, ihre Höhepunkte und ihre Dauer sogar zeitlich genau bestimmt werden. Ich habe oft erlebt, dass Menschen von Fahrplänen, Abfahrtszeiten und Zugstationen träumen, die sich auf aktuelle Planetentransite von Saturn oder Uranus über sensible Punkte oder persönliche Planeten in ihrem Horoskop beziehen.

 Traumdeutung und Horoskopdeutung unterliegen ähnlichen Voraussetzungen. Träume und Horoskope befassen sich mit symbolischen Beziehungen und deren Entsprechungen für unser Leben. Um die Symbole lesen, verstehen und auslegen zu können, müssen wir die Symbolsprache lernen. Lernen ist jedoch nicht nur eine theoretische Schulung, sondern auch eine praktische Erfahrungssache. Erst wenn wir uns das Wissen um die Entsprechungen angeeignet haben und die Wirkungs- und Erscheinungsweise jedes Symbols kennen, können wir die einzelnen Symbole in Beziehung zueinander und auch in Beziehung zu uns setzen. Das durch Analyse gewonnene Wissen muss zusammen mit den eigenen Erfahrungen und dem intuitiven Bauchgefühl zu einer sinnvollen Einheit zusammengefügt werden – der Horoskopsynthese oder der Traumsynthese.

 

Das Horoskop – ein Archetyp des Selbst

astcardSo wie das Horoskop mit seiner symbolischen Beziehungs- und Ordnungsstruktur bei der Traumdeutung hilft, spiegeln auch Träume die Beziehungsstrukturen des Horoskops wider. Daher sind astrologische Kenntnisse und Erfahrungen bei der Traumdeutung von großem Nutzen und können die Traumanalyse um einige Dimensionen bereichern. Ferner ergänzen lebendig erlebte Träume die theoretischen Informationen aus dem Studium des Horoskops, geben dem einzelnen Traum seinen Platz im Ordnungsgefüge des Ganzen und damit auch einen Sinn. In der gemeinsamen Praxis von Horoskop- und Traumdeutung gehen Wissen und Erfahrung Hand in Hand.

Fürs Kosmische aufgeschlossene Psychologen und psychologisch arbeitende Astrologen sind sich heute einig, dass  das Horoskop mit seiner planetarischen Struktur und Zeitsymbolik als lebendiges, dynamisches Kraftfeld im Unbewussten wirkt und damit – ebenso wie der Tierkreis – ein Archetyp des Selbst ist. Wie in einem Mandala sind alle Teile, Elemente und Aspekte zu einem einheitlichen Gebilde verwoben. Durch die Beschäftigung mit dem Horoskop, das Betrachten des Tierkreisbilds »von oben«, das Reflektieren und Träumen geschieht etwas mit uns. Bewegungsdrang und Wandlungstendenzen ergreifen die Psyche, wenn auch erst sehr subtil. Wir können erfahren, wie sich unsere innere Einstellung, die Sichtweise und vor allem auch die Ausrichtung auf das Unbewusste verändern. Dies alles spiegelt sich auch in unseren Träumen wider.

Die Betrachtung des Horoskops schult den Blick und erweitert das Bewusstsein. Es ist der Archetyp des Selbst, der uns erfasst und nicht eher loslässt, bis wir alle unbewussten Prägungen erkannt, erlöst und an den Ort zurückgebracht haben, an den sie gehören. Dann sind wir frei, können mit den Sternen tanzen und einen tanzenden Stern gebären. Für den, der das Ganze ist, gibt es keine Trennung in oben und unten, innen und außen, Himmel und Erde.

Ich möchte jedem dafür offenen Leser zu einer Kombination von Traumdeutung und Horoskopdeutung raten, da diese sich gegenseitig befruchten. Beide Methoden dienen der Selbsterkenntnis, Selbsterziehung und Selbstverwirklichung. Beide befassen sich mit Symbolen und Archetypen. Das Geburtshoroskop und die Träume sind individuelle Geschenke des Lebens an uns – verpackt in eine zeitlose Symbol- und Bildersprache, die seit Jahrtausenden unberührt geblieben ist von gesellschaftlichen, politischen und religiösen Prägungen, von Zeitgeistströmungen und menschlicher Moral. Wollen wir ihre Symbolsprache verstehen, deuten und für unser Leben nutzbar machen, müssen wir sie durch Beobachtung, Erfahrung und Anwendung lernen.

Der rechte Umgang mit der Astrologie und dem Horoskop kann uns zusammen mit der Traumdeutung dabei helfen, uns als das zu erkennen, was wir von Natur aus sind – und nicht als das, was wir sein möchten oder zu sein glauben. Indem wir die archetypischen Kräfte begrüßen und ihnen bewusst die Tür öffnen, erhalten wir die Möglichkeit, sie in unser Leben und Bewusstsein zu integrieren.

Fische-Mandala_kl