Ätherische Öle für das 1. Chakra

Meine Auswahl:

Angelika/Engelwurz, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver.

Die würzig-warmen, erdenden und schweren Düfte wirken seelisch stärkend, zentrierend und stabilisierend, sind sehr duftintensiv. Die Mischung wirkt auf angespannte, überlastete Naturen beruhigend, entspannend und ausgleichend, auf ängstliche, unsichere und erschöpfte Menschen besonders ermutigend, belebend, vitalisierend. Kopflastige und abgehobene Naturen kommen wieder in Kontakt mit ihrem Körper und darüber in Kontakt mit ihrer eigenen Macht und Wurzelkraft. Das Zutrauen in die eigenen Körperprozesse wächst. Eigene Energien und Abwehrkräfte werden erkannt und gestärkt, das Fremde und Unwahre wird bekämpft, ferngehalten bzw. ausgeschieden. Die Muladhara-Mischung stärkt die eigenen Ressourcen, stellt die Verbindung zwischen Geist und Körper, oberen und unteren Chakren her und bringt das gesamte Chakrensystem in Gleichgewicht.

Auf biochemischer Ebene überwiegen folgende Stoffgruppen: Sesquiterpene, Phenole, Monoterpene, Ketone, Ester und Äther.

mula_296px-angelicaarchangelica11. Angelikawurzel (Angelica archangelica), Doldengewächs – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Rauchig-erdig, wurzelhaft, aromatisch-süß, würzig-pfeffrig

Duftbotschaft: „Geh den eigenen Weg!“ – „Sei ein Krieger/Träger des Lichts“ – „Du bist stark, ich baue dich auf!“

Seelisch-geistige Wirkung: ganzheitlich anregend, stark ausgleichend, angstlösend, beruhigend, stabilisierend, aufhellend. Als „Angst- und Kraftöl“ wirkt Angelika positiv auf ängstliche, zurückhaltende und mutlose Menschen sowie bei mangelndem Selbstvertrauen. Der Duft erdet, bringt zurück in die Realität und zu den Wurzeln, und hilft, festen Boden unter den Füßen zu behalten oder wieder zu bekommen. Ermutigend und aufbauend bei jedem Neubeginn, bei Bauchängsten, psychischer Instabilität und einem Gefühl der Überforderung. Der Duft der Engelwurz mildert aggressive Tendenzen, Nervosität und Schockzustände, fördert Entscheidungsfreudigkeit, Kreativität und innere Zuversicht, unterstützt die Zentrierung im Selbst. Verborgene Kraftreserven können erkannt und genutzt werden. Er hilft bei Alpträumen, Schlaflosigkeit und beschützt die traumwandelnde Seele in der Dunkelheit.

Astroenergetischer Bezug zum Erdzeichen Steinbock (Sonne, Aszendent im Steinbock / 10. Haus), zum visionären Feuerzeichen Schütze und den feurigen Planeten (Sonne, Mars, Jupiter), die durch Saturnaspekte geschwächt sind und gemeistert werden können.

Innere Alchemie (feinstoffliche Wirkung): Das Angelikaöl ist energetisch ein Yangöl, stärkend, irdisch aufbauend, stabilisierend, lenkend und regulierend. Die Namen – Engelwurz, Erzengelwurz und  Heiliggeistwurz – erinnern an sein Wesen als Kanal oder Krieger des Lichts, der uns voran geht und den Weg erhellt. Festverwurzelt in der Erde ist die Pflanze mit ihren großen, hoch aufragenden Dolden (kosmischen Antennen) und dicken, hohlen Stängeln (Kanäle) besonders empfänglich für die Energien höherer Lichtreiche. Daher korrespondiert sie auch mit den höheren Chakren, mit der selbstbewussten Feuerenergie des Manipura Chakras (Solarplexus) und den spirituellen Energien des Scheitelchakras. Ihr Duft reinigt die Aura, durchlichtet den Geist. Das Immunsystem wird mit göttlicher Licht- und Lebenskraft gespeist. Duftthema ist das Licht, das Erleuchten dunkler Pfade und der Schutz vor Negativität durch die Gewissheit der eigenen Stärke.

mula_640px-helichrysum_italicum_flowers2. Immortelle (Helichrysum angustifolium/italicum), Korbblütler – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Der Duft ist voll und süß, blumig-würzig, erinnert an Heu, Honig und Curry, zugleich fruchtig, herb-holzig und krautartig, immer warm und erdig. Die sonnengelbe Strohblume „Immortelle“, die „Unsterbliche“, auch „Sonnengold“ Italiens (Helichrysum it.) genannt, ist eine Würz- und Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum.

Duftbotschaft: „Empfange aus meinem Füllhorn ein Meer goldener Ätherkräfte und lass dich wie Danae und Goldmarie vom Goldregen durchdringen. Im größten Unglück bin ich für dich da.“ – „Lass alles Zweifeln und Zaudern und erhebe dich zu deiner wahren Bestimmung!

Seelisch-geistige Wirkung: Das Immortellenöl wirkt ganzheitlich entspannend, beruhigend und ausgleichend, in besonderem Maße stärkend und regenerierend, haltend, bewahrend und aufbauend; es erdet, wärmt, schützt und löst mit seinen strahlenden Lichtkräften auch die dicksten Blockaden. Der warme Duft dieses sonnendurchfluteten Öls wirkt besonders bei innerlich durchfrorenen oder „gefühlskalten“ Menschen, die unter menschlicher Kälte leiden, sich nur schwer fallen lassen können und Angst vor Veränderung haben.

Das Öl ist sehr hilfreich bei psychotherapeutischen Sitzungen: Das Wesen des Immortellenöls hilft beim Lockern und Auflösen von Blockaden und Kontrollmechanismen, kann die Traumfähigkeit intensivieren, den Zugang zu inneren Bildern fördern und tief ins Unbewusste verdrängte Inhalte hervorholen. Bei Furcht vor Albträumen und Kontrollverlust wirkt es erdend und hilft, das Urvertrauen zurückzugewinnen und Probleme mit mehr Gelassenheit zu betrachten. Es leistet erste Hilfe bei Unfällen, Schocks und Verlusten, hilft unmittelbar beim Verarbeiten von Trauer und Traumata, beim Auflösen seelischer Knoten und tief sitzender Ängste. Immortelle erdet Menschen, die zu sehr in ihrem Kopf leben, die Realität und auch ihre Aggressivität nicht wahrhaben wollen. Wenn die inneren Knoten sich lösen und die Bilderflut strömt, brauchen diese Menschen Unterstützung bei der Aufarbeitung ihrer Blockaden.

Astroenergetischer Bezug zum Erdzeichen Stier (Venus) und den Themen Sicherheit, Abgrenzung, Grenzerfahrung, mit der Angst vor Veränderungen und Verlust (Sonne, Mond, Mondknoten, Aszendent im Stier bzw. im 2. Haus) bzw. auf einer höheren Ebene dem Streben nach Erleuchtung, der Umwandlung von Begierde in geistiges Streben (Venusaspekte mit Sonne, Uranus, Neptun, Pluto).

Innere Alchemie: Immortelle ist ein erdendes und wärmendes Yangöl mit starken Antennen zur geistigen Welt, das den Blick extrovertierter Menschen nach innen lenkt, ein blockiertes Wurzelchakra öffnen kann, psychische Tiefenreinigung aktiviert und unterstützt, damit sich Ruhe und Gelassenheit einstellen können. Es aktiviert die rechte Hirnhälfte, stärkt die Intuition bei gelenkten Phantasiereisen und Visualisierungen. Daher korrespondiert das Öl auch mit dem Stirnchakra. Das Wesen des Immortellenöls löst mit seinem Zustrom an vitalen Ätherkräften Verspannungen und Krämpfe, die mit einem Übergewicht an Astralkräften und einem Zuwenig an Ätherkräften zusammenhängen.

            mula_nelkenknospen_640px-syzygium_aromaticum_on_tree3. Nelkenknospen (Syzygium aromaticum) Myrtengewächs – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Der Duft des Nelkenknospenöls ist kraftvoll warm und samtig, von würzig-scharfer Süße.

Duftbotschaft: „Ich gehe für dich in die Tiefe, durch das Feuer der Läuterung und Wandlung. Komm mit mir – in deine ursprüngliche Macht und Kraft! Vertraue der Knospensprengkraft und halte durch bis zum Moment, da Altes von dir abfällt und das Neue sich offenbart!“

Seelisch-geistige Wirkung: evolutionär anregend, stärkend, stimmungsaufhellend; es zieht nach innen und in die Tiefe, dringt vor bis zur eigenen schöpferischen Urkraft, drängt vorwärts auf eine neue Stufe in der Spirale des Lebens; hilft beim Aufspüren und  Verbrennen fremder Einlagerungen, Einflüsse und unwahrer Inhalte, ebenso beim Hervorholen und Integrieren verdrängter Gefühle; es gibt Schutz und Kraft bei Depressionen, Überlastung, Ängsten, Desorientierung und mentaler Verwirrung, hilft bei Stress, Schlaflosigkeit und Unruhe.

Astroenergetischer Bezug zum fixen Kreuz Stier-Löwe-Skorpion-Wassermann, zu Sonne/Pluto, Mars/Pluto und Venus/Pluto, Sonne/Uranus/Pluto.

Innere Alchemie: Mit starker Yangkraft führt das Wesen des Nelkenknospenöls sogleich in die Tiefe, stößt wie ein Laserstrahl durch alle Zivilisationsschichten und Fremdinhalten hindurch, verbindet den Menschen wieder mit der göttlichen Urkraft, einer kraftvollen Mischung aus fruchtbarer Erde und glühender Lava.

Als Hauptvertreter der phenolhaltigen Stoffgruppe dient das Nelkenknospenöl in all seinen Prozessen dem Überleben des Organismus. Für diesen Prozess braucht es ein starkes Abwehrsystem und eine gesunde Portion Aggression, um sich körperlich gegen feindliche Eindringlinge wehren und sich auch seelisch-geistig gegen alles Fremde und Unwahre abgrenzen zu können. Mit aller Kraft feuert es den Stoffwechsel an, stärkt die Vitalität und den Überlebenswillen, meistert Fäulnis- und Eiterprozesse, stärkt das Herz, sorgt für einen erholsamen Schlaf und weckt die eingeschlafenen Kräfte der Lebensbehauptung (Mars). Somit wird das Nelkenknospenöl zu einem unverzichtbaren Öl für das untere Wurzelchakra.

Wo diese mächtige, glühende, vorwärtsdrängende und lebensfreudige Knospenkraft unterdrückt, blockiert oder einfach nicht vorhanden ist, ist der Mensch nicht in seiner eigenen Macht und Autorität verwurzelt, sondern hat sich das mächtige Lebensprinzip aus der Hand nehmen lassen. Er ist zum Diener und Erfüllungsgehilfen fremder Autoritäten geworden, die ihm durch Werbung suggerieren oder per Gesetz diktieren, welche Lebensweise, Nahrung, Medizin oder Gewohnheit gesund, gut und lebensförderlich für ihn ist. Jede Macht und Autorität ist gesund, solange sie lebensfördernd, gemeinschaftsstärkend und mit dem Herzen verbunden sind. Alle anderen Autoritäten sind ungesund, da machtorientiert, kalt, berechnend und erniedrigend für den Menschen.

Durch Hingabe an das Nelkenknospenöl erhalten wir die Gelegenheit, unser Vertrauen in die eigenen Körperprozesse zu erneuern oder zu stärken. Damit schenken wir den Urkräften wieder Vertrauen, die bei Geburt, Pubertät, Menstruation und in der Menopause wirken, ebenso den lebenserneuernden und regenerativen Prozessen bei der Krankheitsbewältigung. Schließen wir diese urgewaltigen Kräfte aus unserem Leben aus, indem wir sie leugnen oder ignorieren, richten sich ihre Kräfte eines Tages gegen uns selbst – als autoaggressive Tendenz einer Krankheit, Beziehung oder schädlichen Gewohnheit (z.B. Sucht).

Das Nelkenöl versetzt uns in die Lage, unseren Weg der natürlichen Seelenreifung Stufe für Stufe durch die Chakren voranzuschreiten und uns den Wehen einer inneren psychischen Schwangerschaft hinzugeben. Wir lernen, dem alchemistischen Feuer zu vertrauen, das die Substanz unserer Innenwelt läutert und verwandelt. Und schließlich sind wir bereit, uns bis in letzter Konsequenz dem Wandlungs- und Erneuerungsprozess hinzugeben, bis die Mutation oder der Sprung auf eine neue Ebene des Gewahrseins und der Reaktion auf das Leben stattgefunden hat – dank der Nelkenknospenkraf

mula_silberbeifus_5004. Silberbeifuß (Artemisia arborescens) Artemisiagewächse – Element

Duftprofil: Der Duft des Silberbeifußöls ist kraft- und gehaltvoll, würzig und warm, zugleich grün-holzig-frisch und von dunkler, befreiender Süße. Der Atem wird tief, der Kopf wird frei. Mit der ihm innewohnenden elementaren Kraft übernimmt dieser geheimnisvolle Duft sogleich die Führung und zieht fast magisch in die Tiefen des Körpers und der Erde.

Duftbotschaft: „Ich führe dich auf unbekannten Pfaden zu deinem tiefen Schöpfungsquell. Öffne dich dem Potenzial deiner Zukunft und lass das Gestern hinter dir! Empfange meine unbändige Lebenskraft und mache dich frei für deine wahre Berufung!“

Seelisch-geistige Wirkung: Das Wesen des Silberbeifußöls ist ein „Seelenführer zur eigenen Mitte“ und ein Spezialist für psychosomatische Beschwerden. Es gibt Mut, Kraft und Selbstvertrauen für den individuellen Weg und die Entfaltung des eigenen Wesenskerns, um die ausgetretenen Pfade verlassen und alles Konditionierte und Aufgesetzte abstreifen zu können. Es beruhigt, entspannt, führt zu innerer Gelassenheit und der Gewissheit, selbst die dunkelsten Aspekte in hilfreiche Energien umwandeln zu können. Ängste, Traumata, Süchte und schwere psychische Belastungen können sich in einer entspannten und friedlichen inneren Haltung lösen. Das Öl wirkt ganzheitlich befreiend, weitend und stärkend, bringt aus dem Kopf tief in den Körper.

Innere Alchemie: Die Nachtmeerfahrt zu sich selbst führt tief ins Reich der Schatten. Die tiefblaue Yangkraft des Silberbeifußöls drängt hier mit wilder Entschlossenheit aus dem Quell der geheimnisvollen Tiefe, löst dabei alle verdrängten Gefühlsbrocken aus Wut, Trauer, Bitterkeit und Angst, die unsere kreativen Schöpferkräfte und damit den Ausdruck unseres Wesens lahmgelegt, geschwächt und in Schach gehalten haben. Dabei mag sich autoaggressives, von Süchten und unbewusster Todessehnsucht getriebenes Handeln offenbaren und zur Schattenarbeit auffordern, denn die Stoffgruppe der Ketone im Silberbeifußöl fordern und fördern neben der bewussten Ich-Entfaltung auch eine konsequente Ausrichtung auf das Lebensziel schöpferischer Selbstverwirklichung, was die Verantwortung für das eigene Leben einschließt. Das ganze Wesen dieser Pflanze drängt nach Klarheit, Weite, Direktheit und freien Selbstausdruck.

Unerlöstes und erlöstes Potenzial: Während sich ein Zuviel der Yangkraft als Zügellosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Machtmissbrauch, Herrschsucht und im destruktiven Gebrauch der sexuellen Kräfte äußert, zeigt sich das Zuwenig in geschwächtem Lebenstrieb, fehlendem Mut, Halbherzigkeit, mangelnder Risikobereitschaft und Lebensfreude. Wo die Schöpferkraft brachliegt, die Energie sich weder heiß noch kalt äußern darf, sondern immer nur lau oder auf Sparflamme gehalten wird, verkümmert auch die Lebenskraft. Das Leben wird freud-, farb- und geistlos, unerotisch, fad. Welchen Sinn sollte es (noch) haben… Menschen resignieren, werden apathisch, des Lebens überdrüssig, neigen zu Depressionen und Autoaggressivität – wo dies nicht bewusst ist, äußert sich das Brachliegen der geistigen und schöpferischen Kräfte als selbstzerstörerische Krankheit.

Das Silberbeifußöl ergreift mit seinem Wesen den Menschen dieser Zeit, legt den Finger in die Wunde, akzeptiert keine Halbheiten, zeigt auf die Schattenanteile und drängt zur Katharsis. Alles Unechte, Halbherzige und Erstarrte, alles Zögerliche, Ängstliche und Bequeme, das einer echten Lebendigkeit im Wege steht, wird in seinen Grundfesten erschüttert und aufgelöst. Dann steht der Erneuerung der Lebenskräfte nichts mehr im W

mula_wiki_640px-vetiveria_zizanoides_dsc078105. Vetiver (Vetiveria zizanoides) Süßgräser – Element Erde/Wasser

Duftprofil: „Duftende Wurzel“ oder „Duft der Ruhe“ wird es in seiner Heimat (Java, Indien, Sri Lanka) genannt. Es wird aus der aromatischen Wurzel eines exotischen Grases gewonnen. Der Duft von Urvertrauen nd Geborgenheit ist weiblich umfangend und haltend: dunkel, tief, erdig-schwer und warm-würzig, holzig, süßlich-herb, etwas moosig und modrig wie feuchter Waldboden.

Botschaft: „Sich annehmen und lieben“.

Seelisch-geistige Wirkung: Bei Unsicherheit, Rastlosigkeit, Entwurzelung, mangelndem Selbstvertrauen und depressiven Verstimmungen wirkt Vetiver stimmungsaufhellend, seelisch aufbauend und beruhigend, schenkt Bodenhaftung und stärkt den Kontakt zum Körper. Es führt den Menschen zu seinen Wurzeln, tief in den Gefühlsbereich, durchbricht dabei alte Schutzmauern (erstarrte Abwehrhaltung), die zum Schutz vor Gewalt und Verletzung einst aufgebaut worden sind, holt aus der Kopflastigkeit in den Bauch und sorgt zugleich für ein breites, starkes Fundament.

mula_wiki_vetiveria_zizanioides0Vetiver ist ein altbewährtes Schutz- und Schwellenöl, ein „Erdungs-Öl“, wenn nichts mehr geht und alles nervt, bei Krankheitsschüben, Belastungen und Bewegungseinschränkungen, ganz besonders bei psychischen Verletzungen, sexuellen Traumata… Vetiver hilft, unerlöstes Leid und Kummer zu verarbeiten. Es bringt auf den Boden der Tatsachen zurück, öffnet das Tor zu verdrängten Gefühlen und unverwirklichten Anlagen, erneuert das Vertrauen in die eigene Überlebenskraft, den eigenen Wert.

Astroenergetischer Bezug zur Jungfrau-Energie (Sonne, Mond, Mondknoten oder Aszendent in Jungfrau/6. Haus; Merkuraspekte).

Innere Alchemie: Vetiver ist ein starkes Yinöl mit aufsteigender Yangkraft. Die Essenz hat etwas Mütterlich-Beschützendes, das uns an die Erdmutter oder „Wurzelfrau“ erinnert. Sie entspricht dem „Geist des Tales“, der nie stirbt (Tao), der Urmutter, von der Laotse sagt: „Ihr Tor ist die Wurzel von Himmel und Erde“. Das Wurzelchakra (wei-lu am unteren Ende der Wirbelsäule) wird in der chinesischen Alchemie von der inneren Lebensenergie „Schwanztor“ oder „unteres Passtor“ genannt. Hier endet der Fluss der abwärts gerichteten Yinkraft der vorderen Funktionslaufbahn (renmai, Yin) und beginnt der Aufstieg der Yangkraft in der hinteren Lenkerleitbahn (dumai, aufwärts gerichtetes Yang).

Vetiverwurzelöl eignet sich für die drei unteren Chakren, wirkt jedoch besonders auf das Wurzelchakra ein, sorgt für eine dauerhafte Verbindung zwischen Geist und Körper, oben und unten. Ansonsten reguliert und harmonisiert es den Fluss aller Chakren, stimuliert das gesamte endokrine System und hält es im Gleichgewicht.

Bildquellen:

Angelika:  AngelicaArchangelica1.jpg
Immortelle: Helichrysum italicum.jpg
Nelkenknospen: Syzygium aromaticum on tree.jpg
Silberbeifußöl: Maienfelser Naturkosmetik
Vetiver:  Vetiveria zizanoides dsc07810.jpg
 Vetiveria zizanioides0.jpg
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Der Feuerarchetyp

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Die Rote Wand

Der Feuerarchetyp im Traum

Im Horoskop weist der Feuerarchetyp eine starke Betonung der Feuerzeichen (Widder, Löwe, Schütze) und der Feuerhäuser (erstes, fünftes, neuntes Haus) auf. Oder die Feuerplaneten Sonne, Mars und Jupiter stehen an exponierter Stelle am Fadenkreuz der Hauptachsen. Feuer ist ein Symbol für Licht, Leben und Bewusstheit. Alle Feuerarchetypen strahlen Energie und Wärme aus, sind dynamisch, optimistisch, willens- und ausdrucksstark. Sie sind der Inbegriff von Herzlichkeit und Lebendigkeit, voller Bewegungs- und Tatendrang, können sich selbst und andere immer wieder neu begeistern und motivieren. Feuer ist individualisierend und ichzentriert, steht wie selbstverständlich überall im Zentrum, wird gesehen, gehört und wahrgenommen. Wo Feuer ist, ist Aktion.

 

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Feuer

Im I Ging wird das Feuer (Hexagramm 30) auch das Haftende genannt, denn es »haftet an den brennbaren Dingen und ist dadurch hell«. Beim Lesen des Textes wird schnell klar, dass es keine totale Unabhängigkeit und Freiheit gibt, »denn alles Leuchtende in der Welt ist abhängig von etwas, an dem es haftet, damit es dauernd leuchten kann«. Selbst die Sonne, der Mond und die Sterne haften am Himmel. So steht auch der Mensch in dieser Welt nur bedingt da. Wenn er seine Abhängigkeit von den harmonischen Kräften des Weltalls anerkennt, sich freiwillig in den Weltzusammenhang einfügt und das Feuer pflegt, hat er »Gelingen«. Dann ist er wahrlich ein »großer Mann«, der mit seiner eigenen Klarheit dafür sorgt, dass sich das Licht in der Welt weiter verbreitet.

Der Feuertyp in unseren Träumen ist ein heißer, schneller Typ mit Mut zum Risiko. Gerne fährt er rote, schnelle Autos, bleibt konstant auf der Überholspur oder treibt uns an. Als »Teufelskerl« hat er vorwiegend rote Haare. Er gibt gerne an – ist tonangebend aufgrund seiner natürlichen Führungsqualitäten, gibt den ersten, zündenden Impuls, sammelt Menschen um sich, ist Vorreiter und Vorkämpfer für das Neue und tut alles in seiner Macht stehende für die Erreichung seiner Ziele. Natürlich ist er schnell entflammt, ein leidenschaftlicher Liebhaber, Rennfahrer, Dramatiker, Unternehmer, Jäger und Spieler, ein Bündel voller kreativer Ideen, Anregungen und Innovationen. Doch damit das Feuer nicht schon am nächsten Tag erloschen ist (Strohfeuer), bedarf es der dauerhaften Pflege und Kontrolle.

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Vulkan (Aquarell)

Zu viel  Feuer kann gefährlich sein. Es zeigt sich in Aktionsdrang, Stress und Ungeduld, in wilder Tollkühnheit und Getriebenheit, als Hybris, Egoismus, Selbstherrlichkeit und Machtgier. Der cholerische Typ ist besonders gefährdet, er kann sich selbst verzehren, bis zum Schlaganfall und Herzinfarkt verausgaben und auch andere in seinem Vorwärtspreschen überwältigen oder verletzen. Ohne Disziplin und Kontrolle kann das Feuer verheerenden Schaden bei uns selbst und anderen anrichten. Und ohne die oben erwähnte Pflege wird es erlöschen. Ist das Feuer aus, herrscht tote Hose in der Hose. Kein Sex, keine Lust, keine Liebe. Willenloses, bewusstloses Treiben. Ohne den zündenden Funken der geistigen Ebene (Elektrizität, Widder) erlöscht auch das ichbewusste Seelenlicht (Sonnenfeuer, Löwe) und das Zeugungsfeuer auf der körperlichen Ebene (Reibungsfeuer, Schütze).

 

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Chicchan (Mayaglyphe)

Das Übermaß an Feuer zeigt sich in unseren Träumen im Bild von Trockenheit und Hitze. Die Erde ist hart und verbrannt, Flussbette sind ausgetrocknet, Pflanzen verkümmert. Weiterhin gibt es viel Bewegung, es geht es um Wettbewerbs- und Kampfsituationen, das Ringen um den ersten Platz, rasante und riskante Autofahrten. Schüsse können losgehen, Blitze einschlagen und der Donner erschrecken. Wir erleben rücksichtslose Draufgänger und Schläger, Hitzköpfe, Hochstapler und Getriebene, Einbrecher, Gewalt- und Triebtäter, rote Triebwagen und Stoppzeichen, explodierende heiße Glasplatten, spuckende Vulkane, abenteuerliche Fahrten, hoch oder tief schießende Raketen und Stromschläge.

 

Ist das Feuerprinzip durch einen Kontakt mit Saturn oder Neptun geschwächt oder fallen die Feuerzeichen ins Wasser (4., 6. und 12. Haus), fehlt es uns an natürlicher Lebenskraft, an Selbstvertrauen und Optimismus. Dann wird auf Deubel komm raus kompensiert und im Außen gesucht – nach einem Sinn, einer Identität, einem Glauben oder einem Partner mit den entsprechenden Feuerqualitäten. Wir strengen uns dermaßen an, etwas zu erreichen, Leistung zu erbringen und jemand zu sein, dass der übermäßige, künstliche Antrieb uns völlig erschöpfen kann. Viele Menschen mit einem Feuermangel im Horoskop haben mit dieser Überanstrengung Erfolg, doch meist um den Preis ihrer Gesundheit. Ähnliches geschieht beim Burn-out-Syndrom, dem Zustand emotionalen Ausgebranntseins.

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Sonnenaufgang (Mandala)

 

Mangelnde Liebe und Beachtung in der Kindheit oder ein ständig beschnittener und untersagter Selbstausdruck lassen uns ein Leben lang um Anerkennung, Erfolg und Macht kämpfen. Für ein gesundes Selbstvertrauen braucht jeder Mensch in der Kindheit die Grunderfahrung von Liebe. Dazu gehört die Erfahrung, vom anderen als eigenständiges Wesen mit eigenen Bedürfnissen wahrgenommen zu werden. Dazu gehört auch das Recht auf Lebensäußerung durch Schreien, Sprechen, Spielen und Bewegen. Menschen mit einem  geschwächten Feuerprinzip – beispielsweise mit einer Sonne-Saturn-Verbindung, einem Löwe-Mond im 12. Haus oder einem Mars-Neptun – wünschen sich nichts sehnlicher, als vom anderen gesehen und geliebt zu werden. Doch ist dieses Urbedürfnis überlagert von Ängsten, zwanghaften Handlungen und Ersatzbedürfnissen. Erwachsen werden heißt, sich des Mangels und der Kompensationen bewusst zu werden. Wir nehmen die eigenen Bedürfnisse wahr, schaffen uns den Freiraum, sie auch auszudrücken und entdecken dabei die Liebe zum Leben und zu uns selbst. Ich weiß, es ist leicht geschrieben und gesagt; manchmal brauchen wir ein ganzes Leben und noch mehr für diesen Entwicklungsschritt.

Fehlt es an der Eigenliebe, Selbstvertrauen, Durchsetzungskraft und einem nötigen Freiraum für die Entwicklung, träumen wir von stark beschnittenen Bäumen, die nicht so wachsen dürfen, wie sie wollen, die ihre Ichkräfte nicht entfalten können … von kleinen Pflanzen, die im Schatten von großen stehen, kein Licht bekommen, sich nicht ausbreiten können … von Kindern, die nicht spielen dürfen, weil »von oben« der Befehl kommt, im Haushalt zu helfen … von Räubern und Einbrechern, die uns Energie rauben … von gebundenen Händen, gefesselten Krokodilen, verletzten oder eingesperrten Tieren.

 

Ankh Ewiges Leben
Ankh Ewiges Leben

In den Feuerhäusern (1., 5. und 9. Haus) und auch in den Häusern, in denen die Planeten Sonne, Mars und Jupiter stehen, wollen wir uns selbst erleben und durchsetzen, in der Welt ausbreiten und verwirklichen. Wir streben nach Ich-Entfaltung, Bewusstsein und Selbstwerdung. Es geht um die Entwicklung der Yang-Kräfte: Identität, Willenskraft, Mut und Initiative. Das stärkste Zugpferd ist die Lebensfreude. Mit ihr gelingen uns die schwierigsten Aufgaben, und das Leben erscheint als Spiel. Der Drang nach Liebe und Macht kann unser Leben beherrschen. Wofür entscheiden wir uns, um die Macht der Liebe oder die Liebe zur Macht?

Auch wenn wir gar keine Planeten in Feuerzeichen haben, können die Feuerhäuser (1, 5, 9) von Planeten oder den Mondknoten besetzt sein. Hier nehmen wir Risiken auf uns, stürzen uns ins Leben, bringen uns intuitiv und spontan ein. Wir haben ein großes Bedürfnis nach Expansion, Freiheit und Unabhängigkeit. Bleiben auch die Feuerhäuser unbesetzt, ist es unser Job, mit Hilfe der Feuerplaneten Mars, Sonne und Jupiter das Licht anzumachen, für Bewusstheit,  Klarheit und Fortschritt zu sorgen. Wir sagen Ja zu unserem Leben und Schicksal, wir lieben das, was ist, und begeistern mit unserer Lebensfreude auch andere Menschen.

 

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Sonnenträger (Gouache)

 

Hier eine Auswahl von Redewendungen für die drei Feuerzeichen,  die sich als verschlüsselte Botschaften in Träumen verbergen können:

Widder: »Feuer fangen«, »Rot sehen«, »Auferstanden aus Ruinen«, »Phönix aus der Asche«, »Mit dem Kopf durch die Wand«, »Wer wagt, gewinnt«, »Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg«, »Augen zu und durch!«, »Den Stein ins Rollen bringen«, »Das Ruder in die Hand nehmen«, »Den Kopf verlieren« und »Die Zähne zusammenbeißen«.

Löwe: »Leben wie Gott in Frankreich«, »Sich im eigenen Glanz sonnen«, »Ich bin der Größte«,  »Wer angibt, hat mehr vom Leben«, »Mehr Schein als Sein«, »Eine Show abziehen«, »Es ist nicht alles Gold, was glänzt« und »Liebe, und tu was du willst«.

Schütze: »Für etwas oder jemanden Feuer und Flamme sein«, »Der Weg ist das Ziel«, »Den Bogen überspannen«, »Über das Ziel hinaus schießen«, »Der Duft der großen weiten Welt«, »Wie die Made im Speck leben«, »Den Mund zu voll nehmen« und »Angeben wie tausend nackte Wilde«.

 

 

Der Einbrechertraum im Licht des Horoskops

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„Der Neue Planet“ (Aquarellstudie nach einem Gemälde von Konstantin Juon, 1921)
Teil 1 (Buchauszug)

Nehmen wir als Beispiel einen Traum vom Einbrecher, der uns sehr beunruhigt. Jemand oder etwas dringt wiederholt in unser Haus oder Leben ein und wir fürchten uns. Wir fürchten uns vor dem Unbekannten oder vor dem Bekannten, das wir verabscheuen, vor Neuem, vor Nähe und vor Verlust. Der Einbrecher steht symbolisch für einen Aspekt unserer Persönlichkeit, den wir bewusst noch nicht angenommen haben. Diese archetypische Kraft steht jedoch bereits an der Schwelle vom Unbewussten zum Bewussten und macht auf sich aufmerksam. Beim Urthema Gewalt und Aufbruch geht es um die astrologische Signatur von Widder, Mars und dem 1. Haus: sich durchsetzen, die Initiative ergreifen, den Anstoß geben, ein Hindernis durchbrechen und etwas Neues anfangen. Auch das Urthema Geburt entspricht einer Ich-Durchsetzung im Sinne der Trennung  des Neugeborenen vom Mutterarchetyp. Das entspricht auch der Konstellation Mond/Mars: Ein seelischer Inhalt (Mond) wird aus dem Unbewussten heraus getrieben (Mars), wenn die Zeit dafür reif ist. Einbruch und Ausbruch sind Entsprechungen des ersten Zeichens – auch der Willens- und Vertrauensbruch.

Kennen wir unsere persönliche Marsenergie im Horoskop, seine Stellung in einem

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Johfra: Widder

bestimmten Element und Haus sowie seine Aspekte, können wir gleich schauen, welche zeitlichen Impulse  und Auslöser (z.B. Transite zum Mars) er erhält und über welchen Zeitraum sich diese erstrecken. Das Feuerzeichen Widder (Häuserspitze) verrät uns auch gleich, woher die handlungsbereite, auf- und einbrechende Marsenergie kommt – von innen oder außen, aus dem Ich- oder Du-Bereich, der privaten, familiären Sphäre oder der Öffentlichkeit. Die Hausstellung des Mars offenbart, in welchem Bereich wir jetzt aktiv werden sollten oder selbst aufgebrochen werden, welchen Durchbruch wir brauchen, welchen Aufbruch wir wagen und wofür wir Energie aufbringen können. Wenn wir nach dem aktuellen Stand des laufenden Mars (Marstransit) schauen, erkennen wir den Lebensbereich und eventuell auch noch andere Planetenenergien, die gleichzeitig mit aktiviert werden.

Oder es geht beim Einbrechertraum um mangelnde Abgrenzung und Absicherung, ein Thema des 2. Hauses bzw. die astrologische Signatur von Stier, Venus und 2. Haus. Wir können anhand der Aspekte zu unseren persönlichen Planeten überprüfen, wie es um unsere Abgrenzungsfähigkeit bestellt ist. Können wir uns aus verschiedenen Gründen nicht von anderen Menschen abgrenzen, muss uns jede Art von Beziehung (Thema des gegenüberliegenden 8. Hauses) erschrecken oder als Bedrohung erscheinen. Wir fürchten dann, vom Anderen vereinnahmt, erdrückt oder gar verschlungen zu werden. Diese Furcht kann sich auch in Spinnen-, Schlangen- und Insektenträumen zeigen.

Inhaltliche Aussagen zu unseren Gefühlen, Ängsten, frühkindlichen Prägungen und Konditionierungen finden wir in der astrologischen Signatur von Krebs, Mond und 4. Haus. Haben wir ein Mars/Mond-Thema, einen Widder-Mond, einen Mond im 1. Haus, einen Mars im Krebs oder im 4. Haus, ist die Angst vor Verletzung, Bedrohung oder Abweisung (Mond) an unseren Überlebens- und Durchsetzungstrieb (Mars) gekoppelt. Und dies aufgrund früherer Erfahrung und Prägung. Im aktivierten Mars, seiner Stellung im Ganzen und seiner Aspekte zu anderen Planten können sich unterdrückte Wut, Aggression und Gewalt als plötzlicher Einbruch oder Angriff, ebenso als Unfall oder Operation im Traum zeigen. Träume von Kopfschüssen und Messerstechereien, von beißenden und stechenden Insekten oder von Zähnen haben alle eine Entsprechung zum astrologischen Marsthema und zum Widder-Archetyp.

“MAHAKALA”

In den Träumen erleben wir die im Horoskop angezeigten Archetypen als innere Wirklichkeit. Wir erleben, in welchen Verkleidungen und welchen Lebensthemen sie uns begegnen, und wie wir darauf reagieren. Andererseits kann das Wissen um eine astrologische Konstellation, ihre zeitliche Aktualität und den thematisch eingekreisten Wirkungsbereich (betroffene Häuser) dabei helfen, die Ursache möglicher psychischer Komplexe und Hemmungen näher zu bestimmen. Alle psychischen Inhalte, die noch wie ein ungeborenes Kind im Dunkeln liegen, können mithilfe der Astrologie erkannt, erhellt und erlöst werden.

 

Catch your dreams

                                bevor they slip away…    

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Astrologie und Traumdeutung

Anden_ArchetypischAuszug aus meinem Buch (noch unveröffentlicht):

Das Geburtshoroskop zeigt den Moment und Ort der Geburt in der symbolischen Form des Tierkreises mit den zwölf archetypischen Kraftfeldern, den zehn Planetenarchetypen und ihrer symbolischen Beziehungsstruktur. Da sich die Gesamtkonstellation aufgrund der Bewegung der Planeten ständig ändert, ist jeder Geburtsmoment einzigartig. Die zu ihm gehörige himmlische Struktur wird sich niemals wiederholen. Unter dem Blickwinkel von Reinkarnation und Wiedergeburt erfolgt die Inkarnation auf der Erde genau in dem Moment, wo die kosmische Konstellation das Wesen des sich inkarnierenden Menschen am reinsten zum Ausdruck bringt. Die Gestirnskonstellation ist also nichts Fremdes, sondern ein Ausdruck unseres ureigensten Wesens. Bereits vor der Geburt suchen wir uns unser Schicksal aufgrund der kosmischen Entsprechung selbst aus.

astroteppich01 Die Daseins- und Lebensbereiche, in denen die unbewussten, archetypischen Brennpunkte ihre Wirkung entfalten, werden durch das System der zwölf Häuser und die vier Quadranten angezeigt. Damit wird das Horoskop – neben der Traumdeutung – zu einem wichtigen Instrument der Diagnose, der Selbsterkenntnis und der Sinnfindung.

Das Horoskop enthält die gesamte Seinsqualität eines Menschen einschließlich des Werdepotenzials in symbolischer Form. Wir finden darin die symbolischen Schlüssel zu unserem Verhalten, unserer Herkunft, der Einstellung zu uns selbst und anderen. Tatsache ist auch, dass wir im Horoskop das Potenzial finden, mit denen wir unser Schicksal schaffen (siehe Kapitel 1 »Schicksal und Seele«). Um das Horoskop eines anderen Menschen richtig deuten zu können, müssen dem Astrologen allerdings weitere Faktoren bekannt sein: die Rasse, das Geschlecht, das soziale und kulturelle Milieu und die Entwicklungsstufe, denn diese Informationen sind aus dem Horoskop nicht ersichtlich.

1.Traum_ImBerg_11.9.07Die Astrologie hat den Vorteil, dass sich im Horoskop eines Menschen alle Arten von Unausgewogenheiten, Energielücken und Krisenherde sowie Schwächen und Stärken rasch erkennen lassen. Mit keinem anderen System lassen sich die möglichen Spannungen zwischen den Daseins- und Lebensbereichen oder auch psychische Komplexe so leicht einkreisen wie mit Hilfe der Astrologie. Bei sorgfältigem Studium der großen und kleinen Zeitzyklen – der Planetenzyklen, Transite und Auslösungen – können Entwicklungsanstöße, ihre Höhepunkte und ihre Dauer sogar zeitlich genau bestimmt werden. Ich habe oft erlebt, dass Menschen von Fahrplänen, Abfahrtszeiten und Zugstationen träumen, die sich auf aktuelle Planetentransite von Saturn oder Uranus über sensible Punkte oder persönliche Planeten in ihrem Horoskop beziehen.

 Traumdeutung und Horoskopdeutung unterliegen ähnlichen Voraussetzungen. Träume und Horoskope befassen sich mit symbolischen Beziehungen und deren Entsprechungen für unser Leben. Um die Symbole lesen, verstehen und auslegen zu können, müssen wir die Symbolsprache lernen. Lernen ist jedoch nicht nur eine theoretische Schulung, sondern auch eine praktische Erfahrungssache. Erst wenn wir uns das Wissen um die Entsprechungen angeeignet haben und die Wirkungs- und Erscheinungsweise jedes Symbols kennen, können wir die einzelnen Symbole in Beziehung zueinander und auch in Beziehung zu uns setzen. Das durch Analyse gewonnene Wissen muss zusammen mit den eigenen Erfahrungen und dem intuitiven Bauchgefühl zu einer sinnvollen Einheit zusammengefügt werden – der Horoskopsynthese oder der Traumsynthese.

 

Das Horoskop – ein Archetyp des Selbst

astcardSo wie das Horoskop mit seiner symbolischen Beziehungs- und Ordnungsstruktur bei der Traumdeutung hilft, spiegeln auch Träume die Beziehungsstrukturen des Horoskops wider. Daher sind astrologische Kenntnisse und Erfahrungen bei der Traumdeutung von großem Nutzen und können die Traumanalyse um einige Dimensionen bereichern. Ferner ergänzen lebendig erlebte Träume die theoretischen Informationen aus dem Studium des Horoskops, geben dem einzelnen Traum seinen Platz im Ordnungsgefüge des Ganzen und damit auch einen Sinn. In der gemeinsamen Praxis von Horoskop- und Traumdeutung gehen Wissen und Erfahrung Hand in Hand.

Fürs Kosmische aufgeschlossene Psychologen und psychologisch arbeitende Astrologen sind sich heute einig, dass  das Horoskop mit seiner planetarischen Struktur und Zeitsymbolik als lebendiges, dynamisches Kraftfeld im Unbewussten wirkt und damit – ebenso wie der Tierkreis – ein Archetyp des Selbst ist. Wie in einem Mandala sind alle Teile, Elemente und Aspekte zu einem einheitlichen Gebilde verwoben. Durch die Beschäftigung mit dem Horoskop, das Betrachten des Tierkreisbilds »von oben«, das Reflektieren und Träumen geschieht etwas mit uns. Bewegungsdrang und Wandlungstendenzen ergreifen die Psyche, wenn auch erst sehr subtil. Wir können erfahren, wie sich unsere innere Einstellung, die Sichtweise und vor allem auch die Ausrichtung auf das Unbewusste verändern. Dies alles spiegelt sich auch in unseren Träumen wider.

Die Betrachtung des Horoskops schult den Blick und erweitert das Bewusstsein. Es ist der Archetyp des Selbst, der uns erfasst und nicht eher loslässt, bis wir alle unbewussten Prägungen erkannt, erlöst und an den Ort zurückgebracht haben, an den sie gehören. Dann sind wir frei, können mit den Sternen tanzen und einen tanzenden Stern gebären. Für den, der das Ganze ist, gibt es keine Trennung in oben und unten, innen und außen, Himmel und Erde.

Ich möchte jedem dafür offenen Leser zu einer Kombination von Traumdeutung und Horoskopdeutung raten, da diese sich gegenseitig befruchten. Beide Methoden dienen der Selbsterkenntnis, Selbsterziehung und Selbstverwirklichung. Beide befassen sich mit Symbolen und Archetypen. Das Geburtshoroskop und die Träume sind individuelle Geschenke des Lebens an uns – verpackt in eine zeitlose Symbol- und Bildersprache, die seit Jahrtausenden unberührt geblieben ist von gesellschaftlichen, politischen und religiösen Prägungen, von Zeitgeistströmungen und menschlicher Moral. Wollen wir ihre Symbolsprache verstehen, deuten und für unser Leben nutzbar machen, müssen wir sie durch Beobachtung, Erfahrung und Anwendung lernen.

Der rechte Umgang mit der Astrologie und dem Horoskop kann uns zusammen mit der Traumdeutung dabei helfen, uns als das zu erkennen, was wir von Natur aus sind – und nicht als das, was wir sein möchten oder zu sein glauben. Indem wir die archetypischen Kräfte begrüßen und ihnen bewusst die Tür öffnen, erhalten wir die Möglichkeit, sie in unser Leben und Bewusstsein zu integrieren.

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Duftberatung mit dem Geburtshoroskop

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Astroteppich

 

Besonders hilfreich bei der Auswahl der Düfte für ein individuelles Parfum ist die Kenntnis des eigenen Horoskops. Wir können ganz gezielt mit den Elementen arbeiten und Düfte wählen, die die Energien von Mond, Sonne oder Aszendent stärken. Auch wichtige Transite können einbezogen werden.

Bei Uranusdominanz erleichtern helle, spritzige Düfte wie Minze, Zitronenmyrte, Eisenkraut die Ablöseprozesse.

Bei Saturntransiten wirken Zedernholz und Zypresse strukturierend, stützend, verfestigend, wo man zu locker ist, verhelfen zur würdevollen Meisterung von Schwierigkeiten. Patchouli kann hier bei der Abgrenzung helfen.

Bei Plutotransiten wird alles intensiver erlebt. Da dürfen auch die Düfte intensiv sein, kräftig holzig, würzig und stark blumig (Moschus, Jasmin, YlangYlang, Cistrose).

Neptuntransite und -düfte unterstreichen das Geheimnisvolle und Mystische, geben Kraft in der Stille, öffnen Geist und Herz für die Allliebe und die Tore zu den inneren Bildern: Cistrose, Sandelholz, Tulsi.

 

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Steinbock

Wir können durch „Erddüfte“ (Harze, Holz-, Gräser-, Wurzelöle) das Wurzelchakra aktivieren, eine stabile Verankerung im Körper und die festigende Kraft von Saturn unterstützen, für mehr Erdung, Struktur, Disziplin und konzentrierte Klarheit: Angelika, Narde, Karottensamen, Vetiver, Immortelle.

 

„Wasserdüfte“ mit aphrodisierendem Charakter, wie Sandelholz, fische_2Ylang Ylang, Jasmin, Rosendüfte, können verhärtete Gefühle wieder in Fluss bringen, stärken den Emotionalkörper des 2. Chakras. Hier beachte man die Elemente und Herrscher der „Wasserhäuser“ (viertes, achtes, zwölftes Haus). Diese Düfte machen Lust auf das Leben, öffnen den Geist, erhöhen das erotische Erleben zu einer spirituellen Erfahrung.

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Astroteppich Löwe

Warme, würzige und belebende „Feuerdüfte“ aktivieren das Nabelchakra, den gesamten Stoffwechsel und entfachen AGNI, das Lebensfeuer. Sie unterstützen die individuelle Ausstrahlung, stärken Mut und Entscheidungskraft aus dem Bauch heraus, setzen Kräfte und Ressourcen frei, aktivieren und stimulieren Körper und Geist. Durch Saturn geschwächte Feuerzeichen können von den feurigen Düften, wie Ingwer, Kardamom, Rosmarin, Thymian am meisten profitieren.

 

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Astroteppich Waage

Die sattvische Energie der ätherischen „Luftdüfte“ fördern Erkenntnis- und           Kommunikationsprozesse, klären den Geist, wirken vermittelnd, harmonisierend, ausgleichend. Frische Merkuröle (Zitrus- und Blätteröle) wie auch lieblich bis intensiv duftende Venusöle (süße Blütendüfte) vermitteln zwischen Herz und Kopf, gleichen Extreme aus, halten die Aura rein, öffnen für den feinstofflichen, kosmischen Liebesfluss (Orange, Neroli, Iris, Melisse, Lavendel, Rose).

 

In Arbeit:

ein längerer Artikel über die Aktivierung der Chakren mit ätherischen Ölen.

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Der Duft der Dinge
ist die Sehnsucht,
die sie uns
nach sich erwecken.

Christian Morgenstern

 

 

Neuer Blog: Expanvision

Expanvision – im Sauerland
Seit 1984 entfaltet sich der Lebenstraum der Autorin und Künstlerin in Brilon, einer Kleinstadt im östlichen Westfalen. In den Höhlen, an den Quellen, Seen und Talsperren dieser mystischen Landschaft findet sie zu ihren Wurzeln, die tiefer als die Raumzeit und das in ihr geschichtete Erlebnismaterial reichen. Nahe der Almequelle widmet sie sich der Kunst, dem Schreiben und der almequelleBeratertätigkeit zur Themendreiheit HEILUNG-SELBSTFINDUNG-KUNST,  von der Traum- und Sterndeutung bis zur Farb- und Duftberatung – auch im Internet. Gern streift sie draußen durch Wiesen und Wälder, wuselt in ihrem kleinen Kräuter- und Blumengarten, mischt Farben, Tinkturen, Salben, aromatische Öle und Essenzen, liebt tiefsinnige Gespräche ebenso wie spontanes Musizieren, Singen und den Maldialog.

Persönliches
Im persönlichen Leben wird die Autorin durch Träume auf wesentliche Veränderungen, Beziehungen und Entwicklungsaufgaben vorbereitet. Die tägliche Arbeit an sich selbst, die Meditation und das Führen eines Traumtagebuchs sind für sie Methoden, die Verbindung mit dem schöpferischen Lebensgrundgrund aufrechtzuerhalten. Geschöpft wird aus fast vierzigjähriger Traumarbeit und Astroerfahrung, einer umfangreichen Traum- und Symbolkartei, einem breiten Wissen und Symbolverständnis. Ebenso wichtig ist es der Autorin, das Geschaute, Erlernte und Erkannte an Suchende und Ratsuchende weiterzugeben, die den Weg zu ihr ins Sauerland oder ihre Texte im Internet finden.

Die Autorin
Sundra Kanigowski, geboren 1947 im westfälischen Hamm, bis zu ihrem 30. Lebensjahr als SpeditiM8B_Conskauffrau und Erzieherin tätig, entscheidet sich nach langer Krankheit und einer erweckenden, inneren Erfahrung kompromisslos für den geistigen Weg des Erwachens, findet über die Yogapraxis einen Einstieg in buddhistisches, tantrisches und taoistisches Gedankengut. Eine astro-spirituelle Grundausbildung erhält sie bei Hans-Hinrich Taeger (Manjushri Mandala, IAS). Sie übersetzt Bücher, arbeitet als astrologische Beraterin und Lehrerin.

Künstlerin, Astrologin, Traumbegleiterin
Mit 46 Jahren bricht die Kreativität wie ein Vulkan aus ihr hervor und sie beginnt, ihre Träume und Visionen zu malen. Träume spielen seit der Kindheit eine wesentliche Rolle, spiegeln oft auf erschütternde Art ihr Leben – die Sehnsüchte, Ängste und Irrwege – führen gleichzeitig tief zu den Ursachen und Wurzeln ihres Daseins. Den größten Teil ihres Lebens widmet sie der Traumarbeit, der Klärung und Reinigung von alten Denkprogrammen und psychischen Strukturen. Dabei wird sie immer wieder reich beschenkt mit geistigen Belehrungen, inneren Einsichten und segensreichen Strömen aus höheren Seinsebenen. Die Schubkraft von innen ist intensiv. Die Macht der Archetypen bricht oft so gewaltig in ihr persönliches Leben ein, dass es immer wieder zu Unterbrechungen, Brüchen, Entwicklungsschüben und großen Wandlungen kommt, wo das „Sterben mitten im Leben“ geübt werden darf.

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Geistiger Hintergrund
Das innere Buddha- oder Christuswesen, das durch Lehre, Mantra und Meditation in den Siebzigern in ihr geweckt wurde, bringt die Autorin auf den Weg. Traumbilder und Symbole offenbaren innere Sehnsüchte und Wünsche, lösen eine intensive Auseinandersetzung mit christlich-jüdisch-gnostischem, buddhistischem und taoistischem Gedankengut aus. Symbole, mythologische Themen und fremdsprachliche Inhalte in ihren Träumen führen sie zur Kabbala, zum Erforschen der hebräischen Sprache und der inneren Struktur des Wortes. Friedrich Weinreb, der aus den Quellen jüdischer Überlieferung schöpft, bleibt auch über seinen Tod hinaus (1988) ein inspirierender Lehrer und geistiger Freund.

Der ununterbrochene Inspirationsfluss durch Träume, Visionen und Eingebungen leitet über zur alchemistischen Symbolik und einem Studium der Werke von C.G. Jung, vor allem seiner Archetypenlehre. Das I Ging, das chinesische Buch der Wandlungen, ist seit den Siebzigern ein treuer Begleiter, ebnet die Wege zum östlichen Denken, zur Philosophie des Zen und des Taoismus. Alchemistische Träume und Texte aus vielen Kulturen stillen ihre Sehnsucht nach ganzheitlichem Verständnis der inneren Vorgänge.

“MAHAKALA”
“MAHAKALA”, Aquarell

Belehrung und Schulung durch Träume

Der innere Traumregisseur wird zum Lehrer und reinen Spiegel: Bei Freude über Einsichten und Erkenntnisse zeigt ihr der Traum deren Bedeutungslosigkeit oder Leere. Schmerzhafte Verluste und Krankheitsperioden erweisen sich dagegen als stepping stones und Sprungbrett in Dimensionen jenseits der Polarität. Durch tägliche geistige Schulung, die Arbeit mit Mandals und das Studium östlicher und westlicher Mythologie sind ganzheitliche Schau und intuitives Symbolverständnis möglich.

Über den Traum offenbart sich eine sehr lebendige, seelisch-geistige Beziehung zu Lama Anagarika Govinda, einem modernen Interpreten des tibetischen Buddhismus und Daoismus, gebürtig aus Deutschland. Mit seiner weisen inneren Führung lenkt er die spirituelle Entwicklung der Autorin vorwiegend in den späteren Lebensjahren auf den schöpferischen Umgang mit dem Wort oder dem Mantra, das ebenso wie Bilder und Symbole zu den archetypischen Inhalten des Tiefenbewusstseins gehört.

Im inneren Erleben der multidimensionalen Wirkung von Mandalas und tantrischen Keimsilben (Mantren) erfährt die Autorin deren direkte Beziehung zu den psychischen Energiezentren (Chakren) im Menschen. Träume weisen ihr auch den Weg zur Symbolik anderer Kulturen, zu antiken Mysterienschulen und den Lehren großer Eingeweihter wie Krishna, Hermes, Moses, Orpheus, Pythagoras, Plato und Jesus. Es ist für sie eine selbst erfahrene Tatsache, dass alle existierenden großen Symbole und Lehren der Menschheit aus den Träumen kommen und auch weiterhin kommen werden.

Sonnenspiegel (Aquarell)
Ewiges Leben, Aquarell

Zum Buch „Traumdeutung und Horoskopdeutung“
Das erste Buch von Sundra Kanigowski über Traumdeutung und Horoskopdeutung ist noch in Arbeit.*** Wegen des großen Umfangs wird es nun in zwei Bände aufgeteilt, Band I als theoretisches Basiswissen mit den Grundkenntnissen zur Traumdeutung und Astrologie – Band II mit Traumsymbolen und Traumdeutungsbeispielen. Die Werke dienen der Selbsterkenntnis und Selbsterziehung.

*** Seit Juli 2017 ist das Manuskript Teil I als PDF erhältlich – siehe meine Webseite „Lebensspuren“ auf www.sundra.eu

Cover weiß 1800x1550_300dpi_Traumdeutung

 ein Cover-Vorschlag…