Archetypische Träume

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Leviathan

Archetypische Träume

Eines Tages ist die Zeit reif für die Erfahrung mit der transformierenden Kraft der Urbilder. Wir haben uns durch die persönlichen Schichten des Unbewussten hindurch gegraben, sie ans Licht geholt und bewusst integriert. Nun sind wir an einem Punkt, an dem unsere persönlichen Erfahrungen zur Bewältigung der aktuellen Lebenssituation nicht mehr ausreichen. Wir erinnern uns an das psychische Geschenkpaket, das wir bei unserer Geburt mitbekommen haben. Dies geschieht ganz natürlich, wenn wir uns auf dem Weg der Individuation, auf dem Yogaweg oder einem anderen Weg der Ganzwerdung befinden. Oft findet der Mensch mit 29 oder 30 Jahren zu seinem eigenen Weg und handelt in eigener Verantwortung. In dieser Zeit hat der Planet Saturn – ein Schwellensymbol und Archetyp der Zeit – seine Runde durch den Tierkreis beendet, die Qualitäten aller anderen planetarischen Kraftfelder geprüft und alle Lebensbereiche (die zwölf Häuser im Horoskop) mit seinem Gütesiegel imprägniert. Er befindet sich mit etwa 29 Jahren wieder auf seinem Platz im Geburtshoroskop – diesmal jedoch mit veränderten Beziehungsstrukturen.

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Anubis

Plötzlich erscheinen die energiegeladenen Symbole in unseren Nachtträumen, in der Meditation und dem gelenkten Tagtraum. Sie sind lebendig, farbig, von großer Wucht, Dynamik und emotionaler Intensität. Und sie begegnen uns auch leibhaftig und konkret in unserem Alltagsleben, in der modernen Literatur, in der Musikszene, in der Mode, in Filmen und Computerspielen. Wir können unsere Sinne für ihre Wahrnehmung schulen und durch sie zu einem erweiterten Verständnis von uns selbst kommen.

Die archaischen und oft widersprüchlichen Kräfte von Licht und Finsternis steigen gemeinsam mit mythologischen Urthemen (Lebensmotiven) aus dem Tiefenbewusstsein auf, fechten ihren alten Kampf aus, rufen Protagonisten und Antagonisten auf den Plan. Wir lernen die Bewohner der Unterwelt und die Helden der Nachtmeerfahrt kennen: Odysseus, Dionysos und Pan, Danae und Ischtar-Isis-Maria, Osiris, Parzival und Anubis, Hermes Trismegistos, Moses, Shiva und Kali. Die mythologischen Gestalten werden selten leibhaftig erscheinen, doch wir können sie an ihren Attributen und ihrem Wirken erkennen, wenn uns die Bedeutung ihrer typischen Muster bekannt ist. Wir können den Naturgott Pan an seiner Fellkleidung oder an den Bocksfüßen erkennen, Merkur an den geflügelten Schuhen und seinem Stab, Isis-Maria an ihrem blauen Sternenmantel, Shiva und Kali an der Schädelkette und Opferschale. Ihre Urthemen spiegeln sich außerdem in den archetypischen Strukturen des Tierkreises und der Wirkungsweise der Planetengötter.

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Merkurstab

Symbole und Traumereignisse mit mythologischem Hintergrund zeugen von anstehenden Wandlungen und Initiationen. Sie leiten den für uns notwendigen Schritt für die nächste Bewusstseinsstufe ein. Als Held und Heldin müssen wir Gefahren und Bewährungsproben durchleben, bezwingen Ungeheuer, Drachen und Schlangen, bergen Schätze aus Höhlen, Brunnen und gefährlichen Abgründen. Es stehen Kämpfe mit mythischen Urwesen und Tieren an, wir nehmen teil an rituellen Zeremonien, Opfern und Einweihungen, gehen durch Zerstückelung, Tod und Wiedergeburt, erhalten Hilfe durch weise Führer, Stimmen oder magische Kräfte.

Plötzliche Hilfe oder neue Kräfte kommen oft durch Zeichen und Symbole, die wir im Traum zu handhaben lernen. Es sind gewaltige, übermenschliche und magische Energien, die uns für die Wandlung, Neugeburt und Heilung zur Verfügung stehen, vor allem die elementaren Naturkräfte von Feuer und Wasser, Blitz und Donner, Wind und Erde.

Als im Traum einmal eine große Tsunamiwelle von links auf mich zurollt, ist mir im Traum bewusst, dass es für meine Tochter und mich den Tod bedeutet. Während ich die Tochter noch tröste und sie über die Tatsache von Tod und Wiedergeburt, Kommen und Gehen aufkläre, mache ich mit der linken Hand eine beschwörende Geste (Mudra) in Richtung Wasser und anschließend mit zwei Fingern das V-Zeichen mit der Öffnung nach unten. Sofort beruhigt sich das Wasser, bleibt still und friedlich. Es erreicht nicht die Mitte, in der ich mit meinem Kind stehe. Da bin ich sehr erstaunt über die Macht und Kraft der Zeichen. Das heißt, ich erfasse im Traum die auf mich zurollende Gefühlswelle intuitiv, sehe ihr gefasst ins Auge und handle spontan, intuitiv und absichtslos – mit links (Traum »Hochwasser« 1.3.2002). Der Traum spricht ein schmerzhaftes Loslassthema in der Mutter-Tochter-Beziehung an.

Porträt Mann und Frau, Bleistift
Anima, Animus

Die bekanntesten Archetypen sind Anima und Animus für die Yinkraft und die Yangkraft der Seele, die sich in unseren Träumen in der Form von weiblichen und männlichen Personen beziehungsweise Energien und Bewegungsrichtungen offenbart. Sie erscheinen, wenn es um die Integration der gegengeschlechtlichen Energien geht. Hinter ihnen steht die Prägung durch das Ur-Mütterliche und Ur-Väterliche in uns. Das Urbild des Schattens taucht auf als Feind, Widersacher, Rivale und Rivalin und bedient sich dabei fremder und vertrauter Gestalten. Er kann das verdrängte Schattenthema einer ganzen Generation, einer kulturellen und religiösen Gemeinschaft oder Nation repräsentieren. Die Erfahrungen mit den Nationalsozialisten, mit den Verfehlungen der christlichen Kirche und anderen religiösen Organisationen sind prägender Natur und sitzen allen Menschen tief in den Knochen. In der Begegnung mit dem Schatten haben wir uns mit dem Thema »gut« und »böse« auseinanderzusetzen, werden mit unseren verdrängten, auf andere übertragenen, dunklen Seiten konfrontiert.

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Sternenkind

Andere Urbilder sind das göttliche Kind als Erlöser und Retter, der alte Weise und die weise Alte, der Liebhaber und die Geliebte, König und Königin, helfende Tiere, Naturwesen und Zauberer. In den 22 Großen Arkana des Tarot, analog dazu in den 22 hebräischen Buchstaben, den 12 Zeichen des Tierkreises und 10 Planetensymbolen sind die wichtigsten Archetypen überliefert und können zur Deutung auf dem Weg zum Selbst herangezogen werden. Auch Stimmen, Töne, Lichter und Wesen, die wie von außerhalb des Traums zu uns zu kommen scheinen, gehören zu den prägenden Mustern, ebenso Rituale, Opferungen und Naturgewalten. Je elementarer, abstrakter und urtümlicher das Symbol oder symbolische Geschehen ist, desto tiefgreifender und umfassender wirkt es in unserem Leben und Bewusstsein bis in den weiteren Umkreis hinein.

 

Archetypische Energiemuster

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Kali (Mandala)

Bei den Urbildern handelt es sich um erlebbare Energiemuster und Grundkonstellationen, die aus dem großen Informationsspeicher des kollektiven Unbewussten wirken. Dieser Pool von Schöpfungsenergie, aus dem wir alle stammen und unsere Lebensenergie schöpfen, wird in der Astrologie als Tierkreis bildlich dargestellt. In seinem ganzheitlichen System sind die kollektiven Erfahrungswerte in Form von spezifischen Erscheinungsformen und Seinsqualitäten abgespeichert, ebenso ihre Konflikte mit den verschiedenen Lösungswegen.

Aus diesem kollektiven Erfahrungsschatz, der auch als Gedächtnis der Ahnen und der ganzen Menschheit bezeichnet werden kann, wird jedem Menschen bei der Geburt sein individuelles Anlagepaket in die Wiege gelegt. Aus ihm schöpfen wir nicht nur die Art unseres Erlebens, wir extrahieren auch den Sinn unserer Erfahrungen.

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Tierkreis mit Ankh

In den Märchen »Die zwölf Brüder« und »Dornröschen« erscheint die Zahl Zwölf als ein Abbild des Tierkreises mit seinen zwölf archetypischen Anlagen. Die Geschenke der zwölf eingeladenen Feen sowie die zwölf goldenen Teller sind Urbilder, die sich auf die Ganzheit des Tierkreises beziehen. Die zwölf erlebbaren Grundmuster beschenken Dornröschen, die Seele des Menschen, mit kosmischen Kräften. Das Dreizehnte wiederum ist als neue Eins ein Symbol der schöpferischen Mitte und einenden Liebe. Wo das Dreizehnte ausgeschlossen oder verdrängt wird, muss der Mensch durch die Erfahrung des Sterbens und der Neuwerdung gehen (Tod und Wiedergeburt).

Es heißt, im Traum und im pränatalen, vorbewussten Zustand als Fötus geht der Mensch durch alle Stadien der evolutionären Entwicklung. Wir sind Stein und Pflanze, Tier und Mensch, Planet und Engelwesen. wir kennen den Seinszustand der Raupe wie den des Schmetterlings. Wir erleben das Mineralische, Vegetative und Tierhafte in uns, das Planetarische in der Form des Runden, Sphärischen und das Engelhafte reiner Lichtgestalt.

 

(Auszug aus meinem unveröffentlichten Manuskript „Symbolarbeit als kreative Selbstverwirklichung“, Band 1 Traumdeutung und Horoskopdeutung)

 

 

 

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Traumdeutung – Traumsymbole

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Willkommen,

Martin Luther King, Dschuang Dsi, Abie Nathan, ABBA, John Lennon – sie alle hatten einen großen Traum, der ihr Leben beflügelte und ihnen die Kraft zur Verwirklichung gab. Ein Traumerlebnis kann ausreichen, dem Leben eine ganz neue Richtung und Grundlage zu geben.

Vor drei Jahren träumte ich, ein eBook über Träume und Traumdeutung zu schreiben, den Inhalt auf der Internet-Plattform als kulinarisches Stern- und Traumbuffet in mundgerechten Portionen anzubieten. Meine Berufung zur Sterne-Köchin sei einstimmig beschlossen. Ich habe täglich für Qualität, Güte und Frische zu sorgen.

Es ist angerichtet! Ich bitte zu Tisch!
Jeder wissensdurstige und erkenntnishungrige Gast kann sich am Traum-Buffet gemäß seinen Vorlieben und Mitteln selbst bedienen, die nächtlichen Botenstoffe probieren, sich Appetit holen auf die Kommunikation mit den interstellaren Welten seines Seelenraums. Es geht hier nicht um Konsumierung, Fütterung und Sättigung, sondern um die Selbstspeisung nach Art eines Feedbacks.

Essen ist Mahlzeit.
Essen ist Begegnung, Konfrontation, Auseinandersetzung mit dem Leben.
Essen ist Schicksal. Geschick. Gericht. Gerichtetes.

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Jeden Tag bekommen wir unsere „Portion Leben“ vorgesetzt, essen und trinken die Welt, nehmen sie in kleinen, für uns fassbaren Portionen auf. Unsere Träume reflektieren uns, wie wir mit dem Aufgetischten und Angerichteten umgehen. Nicht immer sind wir gewillt, das Vorgesetzte oder vor uns Hingestellte anzunehmen. Nach welchen Kriterien entscheiden wir, treffen wir unsere Wahl? Und wie essen wir? Schlingen wir alles ungeprüft in uns hinein oder picken wir die Rosinen heraus? Wie mag es schmecken? Wie duftet es? Welche Farben nehmen wir auf? Wir entscheiden, ob wir uns bewusst mit dem Vorgang des Essens auseinandersetzen oder ob wir das Aufnehmen, Verarbeiten und Ausscheiden des Essens dem Unbewussten überlassen, das heißt, dem Anderen und Fremden, dem Rest der Welt und allen Organen oder Zellen, von denen wir uns getrennt fühlen.

Meine Philosophie

Träume kommen im Schlaf zu uns, aus der Welt des Ewigen, in der alles untrennbar miteinander verwoben ist, Vergangenes und Zukünftiges, Persönliches und Kollektives, Irdisches und Kosmisches. Traumleben und Wachleben sind eine untrennbare Einheit, auch wenn sie uns getrennt erscheinen. Wie die Erfahrung des Menschseins von Licht und Schatten, Innen- und Außenwelt, ist auch das Leben doppelt. Was im Außen erscheint, ist die Spiegelung aus der Welt des Seins. Wir selbst sind die Schöpfer unserer Wirklichkeit, erschaffen sie nach den inneren Bildern und fügen sie zu einem Ganzen zusammen.

Für die Entschlüsselung der Traumsymbole gibt es keine fertigen Patentrezepte, da jedes Symbol bei jedem Menschen andere Erinnerungen und Assoziationen frei gibt. Und doch gibt es in der Symbolsprache allgemeingültige Entsprechungen auf der inneren Ebene, die den noch Ungeübten zu einem Verstehen ihrer Träume und zur Ordnung ihrer inneren Angelegenheiten dienen können – wenigstens so lange, bis sie sich auf ihre Intuition, ihr Bauchgefühl und ihre kreative Fantasie verlassen können.

Es ist hilfreich, sich gegenseitig die Träume zu erzählen, sie regelmäßig aufzuschreiben und sie auf eine kreative Art wiederzuerleben. Auf diese Weise üben wir uns darin, die Verbindung mit der Welt des Seins aufrechtzuerhalten, aus der die Träume zu uns kommen. So wie der Traum selbst eine Brücke zwischen Nacht- und Tagwelt, zwischen Schlaf und Wachsein ist.

Der Traum – ein Spiegel der Seele.
„Erzähle mir deinen Traum – und ich sage dir, wer du bist“.

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Träume können Leben retten

Ein guter Zugang zum intuitiven Traum- und Bauchwissen kann sich mitunter als lebensrettend erweisen. Ich erinnere an das Erdbeben und den Tsunami vom Dezember 2004 im Indischen Ozean. Viele Menschen wurden durch Träume vorgewarnt, wenige nahmen sie ernst und konnten sich rechtzeitig zurückziehen. Auch das kleine Volk der Moken im Grenzgebiet von Thailand und Burma hat die Katastrophe überlebt, da ihr Anführer vorher durch drei Träume gewarnt worden war. Da die Moken immer im Einklang mit der Natur und dem Meer gelebt haben, konnten sie auch die Zeichen der Natur erkennen: das Schweigen der Hunde, das Kreischen der Krähen, den plötzlichen Rückzug des Meeres. In der mündlichen Überlieferung ihrer Vorfahren ist auch die Rede von einer »Riesenwelle, die Menschen frisst«. Die Moken retteten nicht nur sich selbst, sondern brachten auch die dort lebenden Touristen in Sicherheit. Und zumindest ihr Anführer erkannte den dahinter liegenden Sinn der Katastrophe. Dies sei eine dringend notwendige Reinigung für den Planeten gewesen – und nicht die letzte.

Solange größtenteils der Materialismus in unserem Bewusstsein vorherrscht, der das Licht der Seele verfinstert und die schöpferischen Kräfte der Wandlung unterdrückt, halte ich es für notwendig, öffentlich in Büchern und Vorträgen auf die lebenswichtige Bedeutung des Träumens aufmerksam zu machen. Ich möchte mit meinen Beiträgen zum Thema Horoskop- und Traumdeutung alle Reisenden stärken, die sich für einen Weg im Einklang mit ihrer Seele entschieden haben. Alleinstehend inmitten eines Umfelds, das konservativ bis konservierend auf dem Status quo beharrt, werden sie oft angefeindet, da sie beim Tanz ums »Goldene Kalb« nicht mitmachen. Jedes Buch und jeder Blog über Träume und Symbole trägt dazu bei, die Grenze zwischen der unsichtbaren Welt des Seins und der sichtbaren Welt des Werdens durchlässiger zu machen. Jedes neue Traumbuch ist ein Zeichen der Wertschätzung der einen Weltseele und eine Hommage an die Schönheit der Schöpfung.

Fang deinen Traum – bevor er dir entwischt!“

»Catch your dreams before they slip away«
Rolling Stones: Ruby Tuesday

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Gute Voraussetzungen für das Erlernen der Symbolsprache und ein befriedigendes Übersetzen der inneren Traumbilder in sinnvolle Botschaften sind

  • der Wille, sich vom einseitigen Zwang der kausalen Welt zu befreien,
  • eine offene, vorurteilsfreie Einstellung zu den Traumbotschaften,
  • eine tiefe Sehnsucht nach dem Erleben von Einheit, Ganzheit und Synthese.

Mit dieser inneren Einstellung öffnen wir uns gleichzeitig für die Intuition, stärken das Vertrauen in unser Bauchgefühl und geben dem größeren Ich (dem Selbst) die Möglichkeit, über den Traum ein Gespräch mit dem kleinen Ich zu führen. Träume sind Selbstgespräche. Erzähler, Zuhörer und Deuter sind wir selbst. Wo der Traumschöpfer es für notwendig hält, wird er uns mit Symbolen aus anderen Kulturkreisen konfrontieren. Wir werden reich beschenkt, wenn wir diesem Hinweis folgen und uns ein breit gefächertes Kulturwissen und Symbolverständnis aneignen.

Mit der Zeit und der inneren Reife wachsen wir in eine neue erweiterte Identität und in ein neues Bewusstsein hinein, die uns mit Sinn und einer glühenden Vorfreude auf Kommendes erfüllen – die Erfahrung von Ganzheit oder Einheit, etwa im philosophischen Sinne der Leibniz’schen Monade, deren Ichpunkt des Bewusstseins die ganze Menschheit, das ganze Leben des Planeten und schließlich das ganze All umfasst. C. G. Jung prägte für diese Bewusstseins-Entität den Begriff des Selbst.

Wer nach sinnvollen Antworten für seine Träume und inneren Erfahrungen sucht und nach einer integrativen Methode des Umgang mit seinen Träumen, wer den Mut hat, das Paradoxe und Gegensätzliche als Einheit zu erleben und sich nicht mehr am Entweder-oder aufreiben will, kann auf diesen Seiten Antworten, Vorschläge, Inspiration, Erbauliches und hoffentlich auch neuen Stoff für die Wandlung seiner Seelensubstanz finden. Denn:

Der Stoff, der im Traum behandelt, gewandelt und geläutert wird,

ist nichts anderes als unsere eigene Seelensubstanz –

unendlich

grenzenlos

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Neuer Blog: Expanvision

Expanvision – im Sauerland
Seit 1984 entfaltet sich der Lebenstraum der Autorin und Künstlerin in Brilon, einer Kleinstadt im östlichen Westfalen. In den Höhlen, an den Quellen, Seen und Talsperren dieser mystischen Landschaft findet sie zu ihren Wurzeln, die tiefer als die Raumzeit und das in ihr geschichtete Erlebnismaterial reichen. Nahe der Almequelle widmet sie sich der Kunst, dem Schreiben und der almequelleBeratertätigkeit zur Themendreiheit HEILUNG-SELBSTFINDUNG-KUNST,  von der Traum- und Sterndeutung bis zur Farb- und Duftberatung – auch im Internet. Gern streift sie draußen durch Wiesen und Wälder, wuselt in ihrem kleinen Kräuter- und Blumengarten, mischt Farben, Tinkturen, Salben, aromatische Öle und Essenzen, liebt tiefsinnige Gespräche ebenso wie spontanes Musizieren, Singen und den Maldialog.

Persönliches
Im persönlichen Leben wird die Autorin durch Träume auf wesentliche Veränderungen, Beziehungen und Entwicklungsaufgaben vorbereitet. Die tägliche Arbeit an sich selbst, die Meditation und das Führen eines Traumtagebuchs sind für sie Methoden, die Verbindung mit dem schöpferischen Lebensgrundgrund aufrechtzuerhalten. Geschöpft wird aus fast vierzigjähriger Traumarbeit und Astroerfahrung, einer umfangreichen Traum- und Symbolkartei, einem breiten Wissen und Symbolverständnis. Ebenso wichtig ist es der Autorin, das Geschaute, Erlernte und Erkannte an Suchende und Ratsuchende weiterzugeben, die den Weg zu ihr ins Sauerland oder ihre Texte im Internet finden.

Die Autorin
Sundra Kanigowski, geboren 1947 im westfälischen Hamm, bis zu ihrem 30. Lebensjahr als SpeditiM8B_Conskauffrau und Erzieherin tätig, entscheidet sich nach langer Krankheit und einer erweckenden, inneren Erfahrung kompromisslos für den geistigen Weg des Erwachens, findet über die Yogapraxis einen Einstieg in buddhistisches, tantrisches und taoistisches Gedankengut. Eine astro-spirituelle Grundausbildung erhält sie bei Hans-Hinrich Taeger (Manjushri Mandala, IAS). Sie übersetzt Bücher, arbeitet als astrologische Beraterin und Lehrerin.

Künstlerin, Astrologin, Traumbegleiterin
Mit 46 Jahren bricht die Kreativität wie ein Vulkan aus ihr hervor und sie beginnt, ihre Träume und Visionen zu malen. Träume spielen seit der Kindheit eine wesentliche Rolle, spiegeln oft auf erschütternde Art ihr Leben – die Sehnsüchte, Ängste und Irrwege – führen gleichzeitig tief zu den Ursachen und Wurzeln ihres Daseins. Den größten Teil ihres Lebens widmet sie der Traumarbeit, der Klärung und Reinigung von alten Denkprogrammen und psychischen Strukturen. Dabei wird sie immer wieder reich beschenkt mit geistigen Belehrungen, inneren Einsichten und segensreichen Strömen aus höheren Seinsebenen. Die Schubkraft von innen ist intensiv. Die Macht der Archetypen bricht oft so gewaltig in ihr persönliches Leben ein, dass es immer wieder zu Unterbrechungen, Brüchen, Entwicklungsschüben und großen Wandlungen kommt, wo das „Sterben mitten im Leben“ geübt werden darf.

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Geistiger Hintergrund
Das innere Buddha- oder Christuswesen, das durch Lehre, Mantra und Meditation in den Siebzigern in ihr geweckt wurde, bringt die Autorin auf den Weg. Traumbilder und Symbole offenbaren innere Sehnsüchte und Wünsche, lösen eine intensive Auseinandersetzung mit christlich-jüdisch-gnostischem, buddhistischem und taoistischem Gedankengut aus. Symbole, mythologische Themen und fremdsprachliche Inhalte in ihren Träumen führen sie zur Kabbala, zum Erforschen der hebräischen Sprache und der inneren Struktur des Wortes. Friedrich Weinreb, der aus den Quellen jüdischer Überlieferung schöpft, bleibt auch über seinen Tod hinaus (1988) ein inspirierender Lehrer und geistiger Freund.

Der ununterbrochene Inspirationsfluss durch Träume, Visionen und Eingebungen leitet über zur alchemistischen Symbolik und einem Studium der Werke von C.G. Jung, vor allem seiner Archetypenlehre. Das I Ging, das chinesische Buch der Wandlungen, ist seit den Siebzigern ein treuer Begleiter, ebnet die Wege zum östlichen Denken, zur Philosophie des Zen und des Taoismus. Alchemistische Träume und Texte aus vielen Kulturen stillen ihre Sehnsucht nach ganzheitlichem Verständnis der inneren Vorgänge.

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“MAHAKALA”, Aquarell

Belehrung und Schulung durch Träume

Der innere Traumregisseur wird zum Lehrer und reinen Spiegel: Bei Freude über Einsichten und Erkenntnisse zeigt ihr der Traum deren Bedeutungslosigkeit oder Leere. Schmerzhafte Verluste und Krankheitsperioden erweisen sich dagegen als stepping stones und Sprungbrett in Dimensionen jenseits der Polarität. Durch tägliche geistige Schulung, die Arbeit mit Mandals und das Studium östlicher und westlicher Mythologie sind ganzheitliche Schau und intuitives Symbolverständnis möglich.

Über den Traum offenbart sich eine sehr lebendige, seelisch-geistige Beziehung zu Lama Anagarika Govinda, einem modernen Interpreten des tibetischen Buddhismus und Daoismus, gebürtig aus Deutschland. Mit seiner weisen inneren Führung lenkt er die spirituelle Entwicklung der Autorin vorwiegend in den späteren Lebensjahren auf den schöpferischen Umgang mit dem Wort oder dem Mantra, das ebenso wie Bilder und Symbole zu den archetypischen Inhalten des Tiefenbewusstseins gehört.

Im inneren Erleben der multidimensionalen Wirkung von Mandalas und tantrischen Keimsilben (Mantren) erfährt die Autorin deren direkte Beziehung zu den psychischen Energiezentren (Chakren) im Menschen. Träume weisen ihr auch den Weg zur Symbolik anderer Kulturen, zu antiken Mysterienschulen und den Lehren großer Eingeweihter wie Krishna, Hermes, Moses, Orpheus, Pythagoras, Plato und Jesus. Es ist für sie eine selbst erfahrene Tatsache, dass alle existierenden großen Symbole und Lehren der Menschheit aus den Träumen kommen und auch weiterhin kommen werden.

Sonnenspiegel (Aquarell)
Ewiges Leben, Aquarell

Zum Buch „Traumdeutung und Horoskopdeutung“
Das erste Buch von Sundra Kanigowski über Traumdeutung und Horoskopdeutung ist noch in Arbeit.*** Wegen des großen Umfangs wird es nun in zwei Bände aufgeteilt, Band I als theoretisches Basiswissen mit den Grundkenntnissen zur Traumdeutung und Astrologie – Band II mit Traumsymbolen und Traumdeutungsbeispielen. Die Werke dienen der Selbsterkenntnis und Selbsterziehung.

*** Seit Juli 2017 ist das Manuskript Teil I als PDF erhältlich – siehe meine Webseite „Lebensspuren“ auf www.sundra.eu

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 ein Cover-Vorschlag…