Die Bedeutung der Sabischen Symbole

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Venus-Pentagramm mit Sabischen Symbolen

DIE BEDEUTUNG DER SABISCHEN SYMBOLE

Jeder Mensch erlebt das, was ihm zusteht und was zu ihm gehört aufgrund des ihm eigenen Potenzials. Welchen Wert er den Erfahrungen zumisst und nach welchen Kriterien er sie bewertet, hängt von seinem Entwicklungsstand und der Prägung durch seinen soziokulturellen Bezugsrahmen ab. Sieht der Mensch in den traditionellen gesellschaftlichen und kulturellen Bezugsrahmen keinen Sinn und Wert mehr, wird er nach einem neuen Bezugsrahmen mit neuen Bedeutungsinhalten suchen, die ihm die ersehnte innere Sicherheit geben können.

Solche Bezugssysteme sind die 22 Arkana des TAROT, die 64 Hexagramme des I GING und die 360 Grade des ZODIAK. Jedes dieser Systeme stellt eine vollständige, in sich abgeschlossene, zyklische Serie von Sinninhalten dar, aus denen ein Individuum Sinn und Bedeutung für sein Leben und seine Erfahrungen extrahieren kann – als Möglichkeit.

Lebenswichtige Ereignisse können weder umgangen noch kontrolliert werden. Sie gehören zu uns. Wir begegnen ihnen aufgrund einer inneren Notwendigkeit und geben ihnen Bedeutung und Sinn. Diese erhalten wir nur, wenn wir das Erlebte in seiner Beziehung zum ganzen Prozess sehen.

Kein isoliertes Geschehen hat Bedeutung aus sich selbst heraus! Diese erlangt es erst durch den Zusammenhang im größeren Ganzen. Auch wenn das in Beziehung setzen unbewusst erfolgt, ist es doch die Grundlage für eine Bedeutung. So erhält jede Erfahrung, jeder Planet und jeder Punkt im Tierkreis eine Bedeutung aufgrund der einmaligen Stellung im größeren Ganzen, nicht nur punktuell und graduell, sondern auch multidimensional (auf drei Ebenen: aktional, kulturell-emotional, individuell-mental).

Und so kann auch der Sinn der Arbeit mit den Sabischen Symbolen nur darin liegen, dass wir als Individuum immer durchlässiger werden für die Absicht und den Geist des Ganzen, dass unser Leben wieder „heilig“ (heil) wird, d.h. erfüllt und durchdrungen vom planetaren Geist oder Willen Gottes. Durch das, was wir „unser Leben“ nennen, handelt der schöpferische Geist des Universums. Wir sind zugleich Darsteller und Teilhaber des großen Lebensrituals.

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Ankh + Uroboros

Das Erschaffen von SINN und BEDEUTUNG ist ein lebenswichtiger, schöpferischer Akt, den wir bewusst oder unbewusst vollziehen (im Horoskop gibt VENUS darüber Auskunft). Ob ein Mensch den nächsten Entwicklungsschritt macht und wenn ja, wie dieser geschieht (in welchem Sinne), hängt von der BEDEUTUNG ab, die er diesem Schritt oder Geschehen gibt (bewusst oder unbewusst). Konflikte entstehen, wenn verschiedene Aspekte der Persönlichkeit (die Planeten) den Erfahrungen verschiedene Bedeutungen geben.

 

Im Gegensatz zu den Zeichen führen die Sabischen Symbole nicht zu vorhersehbaren Ereignissen oder Handlungen, sondern die Bedeutung des Symbols ist für jeden Menschen unterschiedlich je nach Lebenssituation, Bewusstseinsstand, Alter, Entwicklung etc.

Auf der Seite von Hans-Werner Bethke findet ihr seine Diplomarbeit über die Sabischen Symbole als Download. Sehr empfehlenswert!

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Tierkreis-Mandala „Horusauge“

Marc Edmund Jones schreibt:

Symbolische Astrologie ist eine lebendige Kunstund muss als solche erlernt werden. Die mit den Graden des Tierkreises verbundene Symbolik sollte selten wörtlich genommen werden. Sie sind eher Katalysatoren für das höhere Verständnis des Astrologen, dessen Entwicklung es ihm ermöglichen wird, Inhalt und Schlussfolgerung jedem Lebensfaktor hinzuzufügen.“

Sternengrüße

von Sundra

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Horoskop: Die Sabischen Symbole

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Astroteppich 2

Was sind Sabische Symbole?

Die Sabischen Symbole sind hellseherisch geschaute Bilder und Szenen für jeden einzelnen Grad des Tierkreises – insgesamt 360 Symbole. Durch Einstimmen auf diese Bilder können in der symbolischen Astrologie die Planeten, die sensitiven Punkte und auch ganze Aspektbilder in ihren Stellungen im Tierkreis sinnvoll gedeutet werden.

 

Der Ursprung der Sabischen Symbole

Ursprünglich hatte der amerikanische Astrologe Marc Edmund Jones durch Zusammenarbeit mit dem Hellseh-Medium Elsie Wheeler 1925 die Symbole erhalten. Der Astrologe nannte eine Zahl zwischen 1 und 360 und die Hellseherin beschrieb, welches Bild sie dazu sah. Jones notierte das Geschaute auf einer Karteikarte für den entsprechenden Tierkreisgrad. Auf diese Weise wurden alle 360 Symbole erhalten und erstmalig 1953 in Englisch veröffentlicht.

Dane Rudhyar, Astrologe, Komponist, Maler und Begründer der humanistischen Astrologie, hat mit dem Einverständnis von Jones zur Verbreitung und Interpretation der Sabischen Symbole beigetragen, entwickelte eigene Deutungskriterien aufgrund seiner Aufteilung der 360 Grade in 24 Szenen à 15°(siehe Foto), die er in seinem Buch „Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein“ einer breiten Öffentlichkeit bekannt machte.

M.E. Jones gab seine Erfahrungen zehn Jahre später im Buch „Die Sabischen Symbole in der Astrologie“ heraus. Er halbierte den Tierkreis und arbeitete mit den Symbolen in Form von 180 Gegensatzpaaren, die einander im Tierkreis gegenüber liegen und sich aussagekräftig ergänzen. Sein Deutungsansatz ist verschieden von dem Rudhyars und er kommt auch zu anderen Schlüsselwörtern. Ich arbeite hauptsächlich mit der Einteilung von Rudhyar.

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352 lose Seiten…

Diese Ausgabe von Dane Rudhyar „Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein“ ist von 1984 (Kailash Hugendubel Verlag), leider mit einer schlechten Leimung… Seit fast 40 Jahren arbeite ich mit den Sabischen Symbolen, ziehe sie zur Deutung von Geburts- und Traumhoroskopen heran und habe für eine gewisse Zeit (2009-2015) öffentlich auf meinem Blog ex-pan-vision die montalichen Neu- und Vollmondhoroskope dokumentiert.

 

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Innere Struktur der 360 Sabischen Symbole

Zweiteilung: Die Teilung erfolgt zuerst durch zwei. In der Frühling-/Sommer-Hälfte findet zwischen Widder und Waage der Individualisierungsprozess statt; die Herbst-/Winter-Hälfte beschreibt den Prozess der Kollektivierung von Waage bis Fische. Es ergeben sich insgesamt sechs polare Tierkreiszeichenpaare

Vierteilung: Die vier Quadranten, die wir als Jahreszeiten erfahren,  werden als vier Akte im Sinne von vier großen Zyklen kosmischer Manifestation mit folgenden Schlüsselwörten versehen: Differenzierung, Stabilisierung, Gruppenintegration und Kapitalisierung. Diese Prozesse gelten für den Mikrokosmos Mensch ebenso wie für den Makrokosmos.

Fünfteilung: Den ganzen Zyklus von 360° Tierkreisgraden und 360 gespeicherten Erfahrungswerten hat Rudhyar schließlich  in 72 Fünferphasen aufgeteilt. So entsteht ein großer Fünfstern im Tierkreis – und mit ihm ein „pentarhythmischer“ Prozess, der sich auf drei Ebenen abspielt und somit eine Sequenz von 5 x 3 = 15 Phasen bildet. Insgesamt gibt es für den Kreis von 360° 24 solcher 15-er Sequenzen. Das erinnert an die 24 Stunden eines Tages .

Sechserteilung: Auf die vier Akte angewendet, hat jeder Akt 6 solcher Sequenzen à 15 Phasen (6 x 15 = 90). Es ergeben sich die 90° eines Quadranten bzw. 90 Sabische Symbole für jeden Akt.

Linear sieht der Prozess so aus:

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Rudhyar schreibt dazu:

„So wie ich nun die Vorstellung von einem kosmischen Prozess unterbreite, kann dieser Prozess sinnvoll als rituelles Drama in vier Akten und vierundzwanzig Szenen betrachtet werden. Wie auch immer man diesen kosmischen Prozess unterteilen will, er ist – erfasst man ihn in seiner wesenhaften Struktur – ein Ritual.Ja, in der Tat ist alles Leben ein Ritual – eine symbolische Darstellung – für das Individuum, das sich intuitiv als Teilhander in dem universalen Prozess der Aktualisierung von Potenzialen sieht, die eingeboren sind in dem schöpferischen Wort „im Anfang“, dem Logos.“

 

 

Sinnvolle Deutung der Lebenserfahrungen 

Während der zwölffältige Tierkreis vom LEBEN handelt, geht es bei den 360 Graden des Tierkreises um den SINN. Die Symbole und Bildbeschreibungen der einzelnen Tierkreisgrade stehen für menschliche Erfahrungswerte, für geistig Erlebtes, aus denen die Menschen einen SINN extrahiert haben und auf die sie sich wieder besinnen können, wenn im zyklischen Geschehen die Tierkreisgrade durch die Planeten aktiviert werden. Die Symbole sind Träger dieses Sinns, und die Inhalte aller 360 Grade stehen für die gesamte „Sinn-Ernte“ der Menschheit.

Die vier Ecken im Horoskop – das Fadenkreuz

Die Bilder und Szenen der Sabischen Symbole ermöglichen im persönlichen Horoskop eine intuitive Deutung von Planetenstellungen, sensitiven Punkten und vor allem der vier kardinalen „Ecken“ im Horoskop. Auch die Sonnenstellung und die Mondtyp-Analyse können durch die Deutung der Sabischen Symbole bereichert werden.

Die Befragung zu den „vier Ecken“ stelle ich im übernächsten Blog vor. Es ist ähnlich wie das Spiel „Vier-Ecken-Raten“ – nur spielen wir es allein für uns selbst.

bis dann,

eure/Ihre Sundra

 

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Astrovortrag zuhause