Der Wasserarchetyp

Der Archetyp Wasser

Der Weg zu unserer Seele und den Ursprüngen des Lebens führt zum Wasser, einem Symbol des Unbewussten wie auch des Geistes. Der Geist Gottes schwebt nicht nur über dem Wasser, er erforscht auch die Tiefen der Gottheit. Das I Ging beschreibt das Zeichen Kan  Wasser KAN , das Wasser, wie folgt:

»Ein Yangstrich ist zwischen zwei Yinstriche hineingestürzt und wird von ihnen eingeschlossen wie das Wasser in einer Talschlucht. Das Empfangende hat den mittleren Strich des Schöpferischen erlangt, und so entsteht Kan. Als Bild ist es das Wasser, und zwar das Wasser, das von oben kommt und auf der Erde in Bewegung ist in Flüssen und Strömen und das alles Leben auf Erden veranlasst. Auf den Menschen übertragen stellt es das Herz, die Seele dar, die im Leib eingeschlossen ist, das Lichte, das im Dunkeln enthalten ist, die Vernunft« (Hexagramm 29).

Von Laotse wird erzählt, wie er, schon hoch betagt und auf einem Ochsen reitend, seine Heimat verlässt. An der Landesgrenze wird vom Zöllner gefragt, was er denn zu verzollen habe. Der Junge, der seinen Ochsen führt, antwortet: »Er hat gelehrt.« Auf die Frage, was er denn »rausgekriegt« hat, sagt der Junge: »Dass das weiche Wasser in Bewegung mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt. Du verstehst, das Harte unterliegt.«

Im Tao Te King, dem Lebenswerk Lao Tses, heißt es:

Auf der ganzen Welt gibt es nichts Weicheres und Schwächeres als das Wasser. Und doch in der Art, wie es dem Harten zusetzt, kommt nichts ihm gleich. Es kann durch nichts verändert werden. Dass Schwaches das Starke besiegt und Weiches das Harte besiegt, weiß jedermann auf Erden, aber niemand vermag danach zu handeln.[1]

[1] Tao Te King, Übersetzung von Richard Wilhelm, Diederichs Gelbe Reihe, 7. Auflage 1993, Kap. 78

Das Urbild Wasser symbolisiert das Licht oder den Geist, der sich im Dunkel verbirgt, wie der männliche Same im dunklen Mutterschoss oder der geistige Same in Mutter Natur enthalten ist. Im Mythos von Danae (der Seele) ist es der zeugende Geist – Zeus als befruchtender Goldschauer von oben – der durch das Turmgemach dringt und DANAE_600_Cdie eingesperrte Königstochter schwängert. Rufen wir uns diese Tatsache zum Verständnis unserer Wasserträume ins Bewusstsein: Im Unbewussten (Wasser) verbirgt sich der Keim der Bewusstheit, wie im Dunklen der Lichtsame. An ihm kann sich unser Seelenstoff entzünden und begeistern.

Menschen mit einer Betonung der Wasserzeichen (Krebs, Skorpion, Fische) und Wasserhäuser (viertes, achtes, zwölftes Haus) sind sehr empfänglich für die Einflüsse des Unbewussten. Goethe nennt in seinem »Faust« den dunklen, kollektiven und universellen Bereich der Archetypen das »Reich der Mütter«. Ja, die Archetypen sind »Mütter« für uns, da sie uns mit kosmischer Energie und seelisch-geistiger Lebenssubstanz versorgen. Sie sind allesamt vom Geist befruchtet, tragen den Keim der Bewusstheit und den Samen des Lichts in sich.

Menschen mit Wasserbetonung in ihrem Geburtshoroskop sehnen sich nach Geborgenheit und Schutz. Sie brauchen das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Einheit als stabilisierende Grundlage. Dieses Grundgefühl kann versagt oder verletzt werden, wenn Saturn, Uranus, Neptun oder Pluto den Aszendenten, den Mond oder die persönlichen Planeten in den Wasserzeichen beeinflussen. Bei leeren oder schwach besetzten Wasserhäusern zeigt sich die Wasserenergie in den Planeten Mond, Neptun und Pluto. Wo diese Planeten stehen, erfahren wir den Einfluss des Wassers und des Mütterlichen am stärksten, als emotionale Grundstimmung, als Gefühlsbewegung und Situation im Wandel oder als Stauung, Blockade und Hemmung.

Wir werden mit starken Gefühlsregungen, Trieben und instinkthaften Reaktionen konfrontiert und von Erwartungen, Vorstellungen, Sehnsüchten und Wünschen motiviert, die uns größtenteils unbewusst und bereits von den Ahnen übernommen worden sind. Das innere Geschehen vom Wasser offenbart sich in Urbildern von Brunnen, Quellen, Seen und Flüssen, von Fischen, Schlangen,  Meeresungeheuern und Nixen. Die oberen Wasser kommen als befruchtender Regen oder Schauer aus den Wolken, die unteren Wasser der Erde sind die tragende Ursubstanz, aus der alles Lebens entsteht und genährt wird. Im alltäglichen Bereich spiegelt uns der Wassertraum den Umgang mit unseren Gefühlen (Wasser): Wir bewegen uns im Wasser, auf dem Wasser, unter Wasser, wir reinigen uns und unsere Umgebung mit Wasser, wir trinken es und geben es weiter. Es gibt Angstträume von Dunkelheit, Überschwemmungen und Abgründen, aber auch wundersame Träume von geheimnisvollen Verzauberungen und Wandlungen in Höhlen, Wäldern, dunklen Räumen und Behältern.

Die Nibelungensage ist eine Fundgrube der Wassersymbolik. Sie enthält Symbole aller drei Wasserzeichen: den Weisheitsquell und die Nornen am Fuße der Weltenesche, die Urmutter Erda im Schoße der Erde, den Gott Wotan, der ein Auge für den Trunk aus der Weisheitsquelle opfert, seine Gemahlin Freya, die Göttin der ewigen Jugend, das Rheingold mit den magischen Kräften und den daraus geschmiedeten Ring, ferner die drei Nixen oder Rheintöchter, den Zwerg Alberich mit Tarnkappe – ein Nibelung aus der Tiefe der Erde, der den Nibelungenschatz hütet – den jungen Helden Siegfried, der den Drachen tötet, in dessen Blut badet und den Nibelungenschatz samt Tarnkappe erbeutet, schließlich Hagens Zaubertrunk des Vergessens, mit dem Siegfried die Erinnerung verliert. Nach Siegfrieds Tod kehrt der Ring durch Brünnhilde, der Tochter von Wotan und Erda, zu den Rheintöchtern zurück, die ihn wieder in Rheingold auflösen. Brünnhilde gibt sich als wahre Gemahlin Siegfrieds zu erkennen, reitet mit ihrem Pferd in das selbst entzündete Flammenmeer des Scheiterhaufens und folgt ihrem Geliebten in den Tod.[2]

Die Aufgaben der Wasserzeichen sind: die Bedürfnisse der Seele wahrnehmen und erfüllen, den eigenen Gefühlen, der Intuition und dem Lebensfluss vertrauen, dem Tao folgen, geschehen lassen, lachen und weinen können, Mitgefühl, Erbarmen und Hingabe zum Ausdruck bringen, das Überwinden von Ängsten, das Erkennen und Zurücknehmen von Projektionen und Vorstellungen,  das Auflösen von Abhängigkeiten sowie das Lösen von Fixierungen. Das Durchleben von Tod und Auferstehung, Wandlung, Regeneration und Heilung erfolgt durch das Erkennen und Annehmen des Schattens (Integration der gegenüberliegenden Erdzeichen).

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Lassen wir die Sprichwörter der Wasserzeichen sprechen.

Krebs: »Zeit für Gefühle«, »Zurück zu den Müttern«, »Sesam, öffne dich!«, »Ins eigene Schneckenhaus zurückziehen«, »Am Rockzipfel der Mutter hängen«, »Jemanden in Watte packen«, »Wie die Glucke auf den Eiern sitzen«, »Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm« und »Heimchen am Herd«.

Skorpion: »Stirb und werde!«, »Licht ins Dunkel bringen«, »Alles auf eine Karte setzen«, »Sich schwarz ärgern«, »Auf der Lauer liegen«, »Da ist der Wurm drin«, »Es geht ans Eingemachte«, »Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein« und »Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch«.

Fische: »Das letzte Hemd hat keine Taschen«, »Wer’s glaubt, wird selig«, »Einer trage des anderen Last«, »Nicht von dieser Welt sein«, Etwas Geplantes »fällt ins Wasser«, durch die »rosarote Brille« sehen, »jemanden zappeln lassen« und »Im Wolkenkuckucksheim leben«.

[1] Tao Te King, Übersetzung von Richard Wilhelm, Diederichs Gelbe Reihe, 7. Auflage 1993, Kap. 78

[2] Aus dem vierteiligen Opernzyklus »Der Ring des Nibelungen« von Richard Wagner: »Das Rheingold« – »Die Walküre« – »Siegfried« – »Götterdämmerung«. Die Schreibweise Brünnhilde weckt sowohl Assoziationen an den Brunnen als auch an das Brennen auf dem Scheiterhaufen als Erlösungsmotiv (letzter Akt »Götterdämmerung«). Das Zusammentreffen von Wasser und Feuer löst einen großen Wandlungsprozess aus.

 

VOLLMOND

Textauszug aus Sundra Kanigowski „Traumdeutung und Horoskopdeutung“ Teil I

Bildquelle:

Foto „Almequelle“, Aquarelle „Danae“ und „Fischgesicht“, Ölgemälde „Vollmond bei Nacht“ – alle ©Sundra Kanigowski

 

 

 

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Energiearbeit mit ätherischen Ölen (4) Das Svadhisthana Chakra

Svadhisthana

Svadhisthana „Wohnsitz des Selbst“ – Element Wasser (Gefühl, Liebe)

Das 2. Chakra schwingt in Resonanz mit dem Astral- oder Emotionalkörper. Es ist Zentrum, Kanal und Verteilerstelle für die schöpferischen Lebenskräfte und mitverantwortlich für unsere Lebendigkeit und ganzheitliche Gesundheit. Es geht darum, die ursprünglichen, vitalen Energieströme (Kundalini), die aufgrund von Traumata und psychischen Verletzungen blockiert sind, zu erwecken und zu spüren.

drachefrau_cwzDurch dieses Chakra fließen sowohl sinnlich-sexuelle Lebensenergien als auch geistig kreative Ströme. Es geht um lustvolle Beteilung am Leben, um Sexualität, Selbsterhaltung durch Fortpflanzung und Zeugung, um sinnlich-erotische Wünsche und kreative Phantasien. Aus psychologischer Sicht fördert das 2. Chakra die Entwicklung unserer individuellen Anlagen, der Fähigkeit zu erschaffen und zu nähren und unser Bedürfnis nach der Liebe und Süße des Lebens.

 Blockaden: Das Sakralchakra kann durch Gefühle von Schuld und Scham, Minderwertigkeit, Unzulänglichkeit und Ablehnung blockiert sein; Angst vor Sexualität, Sinnlichkeit und Berührung; Ablehnung oder Schuldgefühle im Zusammenhang mit der eigenen Sexualität/ dem eigenen Geschlecht; Angst vor dem anderen Geschlecht; tief sitzendes Gefühl (Wut) sexueller Ohnmacht und Abhängigkeit; geringes Selbstwertgefühl, große innere Unsicherheit, dadurch Neid und Eifersucht; Angst, sich emotional und kreativ auszudrücken; Angst vor Armut und Abhängigkeit.

sva_wasser_500cDas Sakralchakra ist verbunden mit dem Element Wasser und dem Fluss der Lebensenergie und auf körperlicher Ebene mit den Organen, die den Wasserhaushalt in unserem Körper regulieren (Niere, Blase, Blut- und Lymphsystem, Geschlechtsorgane). Es versorgt den physischen Körper mit Energie, weshalb es eine große Rolle zum Beispiel im Chi Gong und Tai Chi einnimmt. Das Sakralchakra ist daher wesentlich für unsere Lebendigkeit und allgemeine Gesundheit mit verantwortlich.

Eine astrologische Zuordnung besteht zu den Wasserzeichen Krebs, Skorpion, Fische, im Besonderen auch zur Achse Stier-Skorpion und Venus/Pluto, den Planeten Mond, Pluto, Uranus/Neptun (Varuna) und der entsprechenden Häuserbesetzung (viertes, achtes, zwölftes Haus).

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Auswahlkriterien

Farbe des Öls: gelborange bis orangerot: Angelika (hellgelb, bernsteinfarben), Benzoe Siam (braunorange, rotbraun), Karottensamen (klar, gelb, orange), Myrrhe (orange, rotbraun), Narde (blassgelb, bernsteinfarben), Patchouli (orangebraun, rötlich), Sandelholz (blassgelb, hellorange), Ylang Ylang (hellgelb, hellorange); Trägeröle Sanddornöl (leuchtend orange) und Johanniskrautöl (leuchtend rot)

Wurzelöle: Angelika, Iris, Narde, Vetiver

Öl aus Samen: Karottensamen

Öle/Balsame aus Hölzern/Harzen: Benzoe Siam, Sandelholz, Elemi, Hoholz, Linaloeholz, Myrrhe, Rosenholz, Tolubalsam, Weihrauch, Zeder, Zimtrinde, Zypresse

Blütenöl: Jasmin, Rose, Ylang Ylang

Fruchtschale: Bergamotte, Mandarine, Orange

Öl aus duftenden Blättern: Rosengeranie

aufgrund der Wirkung: Rosengeranie, hormonell ausgleichend, seelisch stabilisierend, von Herz zu Herz fließende Gefühle, inniglich berührend, hingebungsvoll, offen, lebensfroh, kreativ, erheiternd, vielseitiger und spontaner Gefühlsausdruck, freudiges Geben, Reinheit der Liebeskraft, Wonne, Glückseligkeit (orange)

Trägeröle: Johanniskrautöl (Rotöl), Sanddorn- und Jojobaöl

Meine Wahl fällt auf die fünf Öle: Benzoe Siam, Karottensamen, Rosengeranie, Sandelholz und Ylang Ylang.

  Das Sakralchakra und die Farbe Orange

drachefrau_cwzAktivität und Bewegungsdrang des Feuers (rot) verbinden sich mit der Kontaktfreudigkeit des strahlenden Lichts (gelb) zu einer harmonischen Kommunikation. Das Ergebnis dieser ausgeglichenen Mischung ist das anregende, heitere und hingabefreudige Orange, die Farbe der aufgehenden Sonne. Das ausgewogene Verhältnis von Energie/Gefühl (rot) und Verstand (gelb) führt zu einer positiven Spannkraft, die uns genügend Selbstvertrauen und Lebenskraft gibt, um das zu tun, was uns mit Inspiration, Sinn und Freude erfüllt. Orange ist die Energie des kreativen Selbstausdrucks, die experimentelles schöpferisches Tun und intuitives Wahrnehmen fördert.

In Indien ist Orange die Farbe Krishnas, die Farbe der Erleuchtung, Ekstase und reinen Freude (Ananda). Buddhistische Nonnen und Mönche tragen orangefarbene Gewänder, signalisieren damit ihr Streben nach Erleuchtung und höchster Erkenntnis, verbunden mit großer Freude und Hingabe für den Dienst an ihren Schwestern und Brüdern. Wegen seiner warmen Strahlungs- und Leuchtkraft versinnbildlicht Orange Schönheit und Harmonie. Mit einem ausgeglichenen Wesen sind wir psychisch und intellektuell in der Lage, Instinkte und Sinnesimpulse in schöpferische Kräfte umwandeln.

In den Träumen von Orange kann es um eine offene und lebendige Kommunikation gehen, die, wenn sie mit Nächstenliebe und Erkenntnis einhergeht, zu einer Ausdehnung des Bewusstseins führen kann. Neben der charismatischen, sonnenhaft lichten Ausstrahlung versinnbildlicht der Archetyp des Orange ein lusterfülltes Streben nach Fortschritt, höchster Blüte und Bewusstheit. Orange weckt unsere Lebensgeister und das innere Kind, regt zur spielerischen Entdeckung der kreativen Kräfte und einem freien Umgang mit ihnen an. Das bezieht sich auf körperlich-sexuelle Kräfte wie auf geistige Energien.

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Die Chakraölmischung „Svadhisthana“

Basisöl: Johanniskrautöl (Rotöl), Sanddorn- und Jojobaöe,  ätherische Öle (1 %)

Bei dieser Duftmischung für das 2. Chakra handelt es sich um weiche, sanft fließende und lieblich süße „Wasserdüfte“. Sie berühren auf tiefer seelischer Ebene, bringen die emotionalen Energien ins Fließen, lösen Blockaden und reinigen die beiden unteren Zentren von emotionalen Schlacken. Als Stimmungsaufheller und Seelenbalsam machen sie das Leben leichter erträglich und können die Seele in Staunen, Begeisterung und Jubel versetzen.

Die wichtigsten Essenzen für die beiden unteren Chakren (Wurzel- und Sakralchakra) sind Sandelholzöl (im Osten der traditionelle Tantraduft zur Erweckung der Kundalini), Karottensamenöl und Angelikawurzelöl (siehe 1. Chakra). Da das 2. Chakra ein Kanal für sexuelle und kreative Energien ist, wundert es nicht, dass die zugehörigen Essenzen auch als Aphrodisiakum bekannt sind.

Chakraöl „Svadhisthana“

Ätherische Öle (1 %): Benzoe Siam*, Karottensamen*, Rosengeranie*, Sandelholz, Ylang Ylang

Trägeröl: Johanniskraut-, Sanddorn- und Jojobaöl (Bio)

Biochemie: Sesquiterpene/-terpenole, Ester, Monoterpenole, Monoterpene, Ketone, Äther, Oxide.

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Das Chakraöl „Svadhisthana“ enthält eine zärtlich einhüllende Duftsymphonie aus weichen, sanft fließenden Essenzen von süß-warmen Harzen und Hölzern, nährenden Samen, aromatischen Blüten und Blättern lieblich duftender Blumen. Seine balsamische, schützende Energie legt sich wie ein zarter Seidenkokon um uns, stillt die Sehnsucht nach intimer Nähe, Geborgenheit und Urvertrauen. Der sanfte, süß-warme Duft kann die tief schlummernde Sinnlichkeit freisetzen.

Das Öl ist ein Balsam für die verwundete Seele, die durch das Tal der Tränen gegangen ist, sich nach Liebe, Menschlichkeit und einer innigen Umarmung sehnt. Es fördert nicht nur den feinfühligen Umgang mit anderen, sondern vor allem auch mit uns selbst. Die Mischung wirkt ausgleichend und stimmungsaufhellend, stimuliert die schöpferische Energie (Kundalini), regt die Phantasie und Intuition an.

Das Einschwingen auf die Gefühle setzt genau dort an, wo unterdrückte Wünsche und Bedürfnisse, auch sexueller Art, sich aufgestaut haben und den freien Gefühlsfluss in uns behindern. Die Süße des Duftes macht entspannt und heiter. In einer friedlichen Atmosphäre des Einklangs mit unseren Gefühlen können sich emotionale Belastungen und seelische Verkrampfungen leicht lösen. Der lebendige Strom unserer innersten Wünsche und Sehnsüchte durchdringt die Fassade angepassten Verhaltens und die Mauern der Isolation, erweckt Begeisterung nach lustvoll-kreativem Ausdruck unserer inneren Regungen.

Ohne Anpassungszwänge, Spannungen und innere Unzufriedenheit gestaltet sich auch die Kommunikation mit unseren Mitmenschen harmonisch und ehrlich. Erotisch-sinnliches Erleben kann zu spiritueller Erfahrung erhöht werden.

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