Das STEINBOCK-Parfum

Steinbock /Capricorn

STEINBOCK – das kardinale Erdzeichen

Es ist soweit: Wintersonnenwende! Die Sonne hat ihren tiefsten Stand erreicht und beginnt einen neuen Zyklus. In der Zeit größter Dunkelheit und Stille in der Natur wird der Keim für das kommende Licht gelegt. Von dieser Wende und Neugeburt des Lichts ist jedoch in der äußeren Natur nichts zu sehen. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!

Für den Steinbockmenschen ist eine Rückbesinnung auf das (unsichtbare) Wesentliche notwendig und damit auch eine Wende nach innen. Er darf herausfinden, was ihn von innen heraus trägt, physisch und psychisch. Sein Lebensweg offenbart ihm schon früh die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Seine Grenzen zu kennen, ist für den Steinbock überlebenswichtig. Gerade bei seinen ehrgeizigen Alleingängen zu hoch gesteckten Zielen kann ihm klar werden, was (Selbst-)Verantwortung für die eigenen Schritte bedeutet. Er hat sich seinem Schatten und den Auswirkungen seiner Taten und Nicht-Taten zu stellen (Gesetz von Ursache und Wirkung).

Seine Stärken: Konzentration auf das Wesentliche. Kraft der Vollendung. Etwas Bschlossenes mit Energie und Klarheit umsetze. Entschiedenheit, Bewusstheit, Klarheit, Zielstrebigkeit, disziplinierte Anstrengung, Geduld, Ausdauer, Beharrlichkeit, Annahme und Erfüllung von Verantwortlichkeiten und Pflichten. Standfestigkeit, Rückgrat, Demut. An den Schwierigkeiten, Herausforderungen und Prüfungen des Lebens wachsen. Er muss sich z.B. immer wieder zwischen seinem Ehrgeiz fürs eigene Ego (Karriere, Macht) und die Fürsorge für schwächere Mitmenschen entscheiden. Darum ist es wichtig, dass Steinbock über genügend inneres Feuer, Licht und Wärme verfügt, sich dem inneren Kind und den seelischen Wurzeln zuwendet.

Seine Schwächen: Abgespaltener oder verdrängter Gefühlsbereich. Übertriebene Strenge, Kälte, Verschlossenheit, Anmaßung, Sturheit, Verteidigungshaltung. Arbeitssucht und Kontrollsucht – bis zur seelischen Verhärtung und Verbitterung. Wenn Steinbock seine weiche Seite, den Krebs, vergisst, kann er tatsächlich eiskalt werden, den anderen harsch zurückweisen oder unterdrücken.

Die Aufgabe für den sich entwickelnden Steinbock heißt Verwirklichung. Wie er im vorigen Feuerzeichen Schütze als Idealist seine gedachten Pfeile hoch ins weit entfernte Ziel schickte, so muss er im Steinbock dieses Ziel in ständiger, unermüdlicher Arbeit selbst verwirklichen. Wenn er die Enge und Begrenztheit seiner stur verfolgten Ziele erkennt und überwindet und Mitgefühl für seinen Nächsten als rechten Wegbegleiter wählt, kann Transformation geschehen.

Externsteine Sonnenwende (Aquarell)

Der einzelgängerische Steinbock ist zielstrebig, von ernsthaftem Charakter und manchmal eben sehr stur. Er bevorzugt kräftige Holzdüfte und wohlriechende Wurzeln, die aber nicht zu schwer sein dürfen, da sie ihn sonst isolieren und starr machen. Zypresse, Zeder, und Sandelholz können ihn erden und ihm den nötigen Weitblick verschaffen. Herznoten und sinnliche Wasser-Düfte können sein Herz öffnen und seine Verhärtungen lösen: Cistrose, Moschus, Nagarmotha, Patchouli. Kräftige Gewürznoten und Feuerdüfte, z.B. Wermut, Lorbeer, Pfeffer, Weihrauch und Rosmarin.

ArchetypPatriarch, Vater, der Alte König, Ordnungshüter, Meister, der/die Alte/Weise, der Senior-Chef, Autorität, Eremit, Hüter der Schwelle, Topdog, die Zeit, das Schicksalsrad, das Gesetz, das »Große Werk« (Alchemie), der Schatten: das Böse, der Teufel.
Ur-ThemaKristallisation, Struktur, Reife, Vollendung, Konzentration auf Wesentliches, Berufung, Schicksal, kollektive Verantwortung, öffentliches Amt, Meisterschaft. Höchstes Bewusstsein. Das Erreichte, Verwirklichte, Realisierte. Das Maßgebende, Bestimmende, Gesetzgebende, Rechte und Pflichten.
KunstFarbfelder bestimmen und gestalten den Bildraum, eine fehlende Perspektive vermittelt das Gefühl von Raum- und Zeitlosigkeit. Beschränkung auf wenige, dafür lebendige, leuchtende Farben. Die auftauchenden Figuren zeigen eher das Wesenhafte, sind oft von körperloser Reinheit, unvollständig (ohne Arme, Hände, Füße, Gesicht), noch ungeboren, ohne Beziehung zur Welt. Energische, klare Pinselführung, die das Wesentliche erfasst.
Maler: August Macke, Henri Matisse, Paul Cézanne, Max Pechstein, Giovanni Segantini
Körpersaft
Temperament
Schwarze Galle
Melancholisch, ruhig; duldend; beharrlich; ehrgeizig; statusbewusst; besitzorientiert; pragmatisch; ausdauernd;
Empfindungstyp nach C.G. Jung
Humorale Qualitäten
Element
trocken (12), kalt (7), warm (6), feucht (1)
Das Kalte gibt Zurückhaltung, Konzentration, Zusammenziehung. Das Trockene verursacht Spannung, Starrheit, Austrocknung, Reizung.
ERDE
 
Ur-PolaritätYIN, urweiblich, nach innen gerichtet, introvertiert
Auswahl an DüftenAngelika, Bergamotte, Geranie, Lavendel, Lorbeer, Moschus, Patchouli, Pfeffer, Rosmarin, Silberbeifuß, Verbena, Ylang Ylang, Zeder, Zedrat, Zypresse
Earth – becoming a star (Öl auf Papyrus)

Der Steinbock und seine Parfums

für Sonne, Mond oder Aszendent im Steinbock

Der einzelgängerische Steinbock ist zielstrebig, von ernsthaftem Charakter und manchmal eben sehr stur. Er bevorzugt kräftige Holzdüfte und wohlriechende Wurzeln, die aber nicht zu schwer sein dürfen, da sie ihn sonst isolieren und starr machen. Zypresse, Zeder, und Sandelholz können ihn erden und ihm den nötigen Weitblick verschaffen. Herznoten und sinnliche Wasser-Düfte können sein Herz öffnen und seine Verhärtungen lösen: Cistrose, Moschus, Patchouli. Kräftige Gewürznoten und Feuerdüfte, z.B. Wermut, Lorbeer, Pfeffer, Weihrauch und Rosmarin wärmen seinen oft kühlen Körper und können Schmerzen in den Gelenken lindern.

Die Parfums des Steinbocks sind von empfänglicher und passiver Art. Sie sind ein therapeutisches Mittel gegen alle Formen von Unruhe, stärken die Nerven, vermindern die Neigung zu Weltschmerz, Mutlosigkeit, Beklemmung und der Angst vor morgen. Sie geben dem Steinbock neuen Schwung und stacheln seinen Ehrgeiz an, lassen ihn seine Stärken klar erkennen und anwenden und sich gleichzeitig seiner Schwächen und Grenzen bewusst sein. Sie unterstützen und fördern seine Anlage, sich den Realitäten zu stellen, stärken das Selbstvertrauen und geben Mut, über die Schwelle zu gehen.

Duftkompositionen für den Steinbock sind therapeutische Parfums für eine gründliche Betrachtung und Analyse, die zugleich anregend auf die aktiven, intellektuellen Fähigkeiten wirken. Sie fördern selbständiges Denken, Geduld und Ruhe, verleihen Konzentrationskraft und ein größeres Bewusstsein des persönlichen Wertes, vermindern das Misstrauen sich selbst gegenüber und die Eifersucht. Sie machen den zur Isolation neigenden Steinbock geselliger, mitteilsamer, liebenswerter und sympathischer.

Auf der physischen Ebene sind die Steinbock-Parfums – wie die aller Erdzeichen – ein Faktor der Langlebigkeit. Sie regulieren die Verdauungs- und Darmfunktionen und verzögern die Unpässlichkeiten, die mit dem Alter kommen.

Steinbock in der TAROT- und Pfadarbeit

Dem Zeichen Steinbock entsprechen Pfad 26 und die Tarotkarte XV Der Teufel, ebenso der hebräische Buchstabe AJIN ( O), die Farbe Violett und die Musiknote A. Dieser Pfad führt auf dem kabbalistischen Lebensbaum von der Merkur- zur Sonnensphäre, von der 8. Sephirah Hod zur 6. Sephirah Tiphereth, und wird „Pfad der sich erneuernden Intelligenz“ genannt. Die dem Pfad zugeordneten Düfte sind Moschusund Lorbeer mit den ergänzenden Düften Lavendel, Bergamotte und Zedrat, Geranie, Rosmarin, Patchouli, Ylang Ylang. Ein anderer Vorschlag, einfach, effektiv, wesentlich: Lorbeer-Wermut-Zypresse.

Auf diesem Pfad werden alle Dinge erneuert. In aller Herrlichkeit entsteht eine neue harmonische Welt. Man beginnt zu verstehen, was es heißt, über sich zu herrschen und selbstbestimmt zu agieren. Man beginnt, sich selbst zur inneren Harmonie zu führen, zur goldenen Mitte, der eigenen Sonne. Es ist die Energie der Disziplin und Ordnung (Steinbock), die die eigene Führerschaft unterstützt und beflügelt. Wer will, der schafft es auch. Immer.

Dieser Pfad repräsentiert die Versuchung, spirituelle Kräfte zum persönlichen Gewinn oder zur groben Sinnlichkeit bis hinunter zur Instinkthaftigkeit einzusetzen. Er stellt die direkte Verbindung zwischen der Persönlichkeit und dem Höheren Selbst her, führt vom Intellekt zur Intuition und zeigt uns unsere verzerrte Darstellung von der Wirklichkeit. Für die Konfrontation mit dem Schatten und zum eigenen Schutz wird hier an erster Stelle der solare Lorbeerduft vorgeschlagen, der verwendet wird, um Negativität auszugleichen, Schaden abzuwehren und übersinnliche Visionen anzuregen.

Moschus, der hier pflanzlichen Ursprungs ist, ist der Duft der 2. Sphäre Chochmah, die das Prinzip der göttlichen, idealen Weisheit repräsentiert. Diese Sphäre entspricht der spirituellen Energie des erweckten Dritten Auges (Ajna-Chakra), einer dynamischen, reinen Yang-Energie, dem schöpferischen Bewusstsein (Logos), das wir als Lebensenergie, Libido, Chi oder Prana erfahren. Durch die magische Verwendung von Moschusduft auf dem 26. Pfad können wir diesen großen göttlichen Dynamo (megale dynamis) anzapfen, anrufen und aktivieren.

Wir werden auf diesem Pfad mit unserer Erregtheit, Instinkthaftigkeit, Lust und Spontaneität konfrontiert und dürfen uns üben im Überwinden von Hindernissen, Versuchungen und Fehleinschätzungen.

Kristall (Aquarell)

Die Beschreibung der ätherischen Öle für das Steinbock-Parfum folgt im nächsten Eintrag.

Die Erde-Düfte und ihr Parfum

Baumwurzel-Yoni an der Almequelle

Die Eigenschaften der Erde

Fest, solide, tragend, haltend, passiv, ruhig, empfangend, duldend, formgebend, strukturiert, hart, kalt und trocken, schwer, statisch, begrenzt, mit den Sinnen erfahrbar (sinnlich), greifbar, formbar, messbar, kalkulierbar.

daraus abgeleitet: Bezug zum Realen und Zeitlichen, Hang zum Konservativen und Traditionellen, Standfestigkeit, Ordnung, gegenstandsverhaftet, geduldig und zäh, praktisch, zweckmäßig, sachlich, nützlich, beharrlich, ausdauernd, nachhaltig, dauerhaft, belastbar, gründlich, starr, träge, reserviert, verlässlich, gewissenhaft, kontinuierlich, produktiv.

Entsprechungen

Die Form, der physische Körper, das Stoffliche; Masse, Substanz, Zeit & Raum, Struktur, Basis, Grund, Schwerkraft, Zusammenhalt, Festigkeit, Härte, Trockenheit, Kristallisierung, Verknöcherung, Sinnlichkeit, Nutzdenken, Pragmatismus, Sicherheitsstreben, Begierde, praktische Erfahrung, Statusbewusstsein, Ehrgeiz, Disziplin, Verantwortung, Routine, Gewohnheit.

FarbeGrün, manchmal Gelb, erdfarben
TarotMünzen /Pentakel/Scheiben
KabbalaMalkuth, fester Aggregatzustand
SternzeichenStier, Jungfrau, Steinbock (Erdezeichen)
PlanetenVenus, Merkur, Saturn
Häuser2. Haus, 6. Haus. 10. Haus
EigenschaftenKalt und trocken;
kalt: passiv, zusammenziehend, zusammenhaltend, konzentrierend;  
trocken: starr, steif, verhärtet, angespannt, reizend.
TemperamentMelancholisch, nervös (schwarze Galle); der Empfindungstyp nach C.G. Jung
PolaritätYIN, urweiblich, -Pol
Höhle in Kallenhard

Magisches Parfum für das Element Erde

Die Erde ist das materiellste und gröbste Element. Wir erfahren Erde-Menschen als sachbezogen und realistisch in ihren Anschauungen, geduldig, ausdauernd bis beharrlich in ihrem Wollen, die praktische Erfahrung steht im Vordergrund. Der Schwerpunkt des Bewusstseins liegt auf der äußeren Ebene des Lebens, die praktische Vernunft überwiegt, kommt vor dem Denken und Fühlen. Erde orientiert sich am liebsten am Vergangenen und Vertrauten, geht auf Nummer sicher.

Wir erfahren die Erde als körperliche Befindlichkeit, im Anfassen und Begreifen, in unserem Handeln als Prinzip von Ursache und Wirkung. Erde ermöglicht uns praktische Lebenserfahrung und materielle Lebensäußerung. Wir erleben Begehren, Reproduktion und Haben-Wollen als Antrieb zur menschlichen Evolution.

Im fixen Erdezeichen Stier überwiegt das Verlangen nach sinnlicher Erfahrung, materiellen Werten und deren Absicherung, bis diese Begierde gesättigt ist und der Stier statt nach materiellen Werten nach geistigen Erfahrungen strebt. Im veränderlichen Erdezeichen Jungfrau geht es um die menschliche Vernunft, um ein intelligentes Verhalten, das sich den Bedingungen des Lebens anzupassen versteht. Im kardinalen Erdezeichen Steinbock ist die Persönlichkeit bereit, sich selbst und ihr Handeln einem allgemein-gültigen Gesetz, sei es weltlicher oder geistiger Art, zu unterwerfen und Verantwortung für die Allgemeinheit zu übernehmen.

WICHTIG: In der ganzen Natur gibt es kein Leben, das nur mit einem reinen Element lebensfähig wäre. Alles Sein besteht aus bestimmten Mischungsverhältnissen der vier Grundelemente, den Prinzipien des Festen, des Flüssigen, des Gasförmig-Luftigen und des Feurig-Verzehrenden. Damit unterliegen alle Elemente der Wandlung und Veränderung, stehen ständig in einer sich ergänzenden, erzeugenden, fördernden und auch abstoßenden, zerstörenden oder verzehrenden Beziehung zueinander.

Darum muss ein Duft für das Element ERDE auch immer die anderen Elemente enthalten. In welchem Maße und welcher Mischung dies notwendig und harmonisch ist, kann aus dem Geburtshoroskop erkannt werden.

Die überlieferte Empfehlung von Stellar Visions für das ERDE-Parfum ist:

Vetiver – Rose – Dill – Verbena.

Ein wahrlich ausgewogener und facettenreicher Erde-Duft, den ich nach Überprüfung und Erfahrung anstandslos übernehme. Es ist ein erhabener, königlicher Duft, der die Gegensätze eint, das Dilemma von Haben und Sein auflöst, der hilft, sich seinen dunklen unverdrängten Anteilen zu stellen und sie wieder zu integrieren, der seinem Träger gestattet, inmitten von Wandel und Veränderung gelassen und ruhig zu sein und sein Herz für den Fluss der Liebe offen zu halten.  

Für die Duftkomposition „Erde“ wähle ich den Namen „Duft der sich erneuernden Erde“ und die ätherischen Öle Vetiver, Rose (Damaszener), Dill und Verbena (Eisenkraut)– auf Wunsch in Alkohol als Energiespray (Eau de Cologne) oder auf der Basis von Jojobaöl als Salböl.

Der Erdeduft eignet sich für die rituelle Anwendung im Magischen Kreis zu den vier Elementen, den vier Stärken der Sphinx (Wollen-Wagen-Wissen-Schweigen) und in der Kabbala-Arbeit für die 10. Sephirah MALKUTH („Königreich“), das die Erdsphäre repräsentiert. Die Arbeit in Malkuth bedeutet, das Wissen um die eigenen unbewussten Komplexe (Blockaden und Verdrängungen) ans Licht zu bringen.

Earth – becoming a star (Öl auf Papyrus)
Dill (Anetum graveolens)Luft/Feuer
Würzig-frisch, süßlich, krautig, kümmelartig;   YANG  
   Kopfnoteentkrampfend, wärmend, die Nerven stärkend, beruhigend, entspannend, stärkt das Bewusstsein u. den Eigenwillen, (hoch schwingende Ketone!), stärkt u. schützt die Aura
Rose (Rosa damascena)Wasser
Rosig, weich, süß, warm, blumig;
YIN
 HerznoteTiefgreifend harmonisierend, stärkt die Aura, das Herzchakra, den feinstofflichen Ätherkörper
Verbena /Eisenkraut (Lippia citriodora  syn. Verbena off. syn. Aloysia triphylla)Feuer/Luft Zitronenartig, leicht, frisch, strahlend, ätherisch; YANG mit YIN-Anteil  KopfnoteErfrischend, anregend, Herz und Nerven stärkend, kühlend u. leicht warm, schenkt Ausdauer, führt ins Hier & Jetzt, konzentrationsfördernd, stärkt das Bewusstsein u. den Eigenwillen, (hoch schwingende Ketone!), stärkt u. schützt die Aura. NICHT in der Schwangerschaft anwenden!
Vetiver (Vetiveria zizanioides)Erde
Erdig-holzig, schwer, modrig, rauchig, wurzelig mit süß anhaltendem Unterton, tief, dunkel, umfangend; starkes YIN mit aufsteigendem YANG
BasisnoteHilfe für „Entwurzelte“, erdend, aufbauend, stärkend, entspannend, beruhigend, nervenstärkend, östrogenartig, empfängnisfördernd, aphrodisierend, regenerierend, stabilisierend, zentrierend

Viel Freude mit dem Duft und folgen Sie Ihrer Nase…

vielleicht auch mal bis zur mystischen, erneurnden Almequelle…

dufte Grüße… Sundra

Das Magische Parfum (2)

Die magische Arbeit mit Düften

Die Aromatherapie

Die Anwendung flüchtiger Essenzen erfährt erst seit wenigen Jahren eine Neubelebung – in der Aromatherapie. Was genau ist diese geheimnisvolle Pflanzenessenz, die sich ätherisches Öl nennt? Sie enthält das Herz oder den Geist einer Pflanze, macht ihr Wesen aus. Genau diese Essenz schützt die Pflanze, hält Ungeziefer fern, damit sie nicht gefressen wird. Sie zieht Bienen und andere bestäubende Insekten an. In den winzigen Zellen jeder Pflanze befindet sich eine große Anzahl biochemischer Bestandteile und flüchtiger Moleküle, die durch das Destillationsverfahren befreit werden. Einige Essenzen, wie die Zitrusöle, werden auch durch einfaches Auspressen gewonnen, da sich die kleinen Öldrüsen in Schale befinden

Ätherische Öle sind keine fetten Öle, wie Oliven- oder Mandelöl. Sie hinterlassen keinen Fettfleck auf dem Papier oder Tuch, manche hinterlassen leichte Farbflecken. Wenn man Dampf oder heißes Wasser durch zwanzig Kilogramm zerkleinertes Pflanzenmaterial presst, wird das ätherische Öl aus den Zellen befreit, aus den kleinen Öldrüsen in den Blättern und Wurzeln, aus der Rinde, den Samen oder Blüten. Dieser reine Pflanzengeist macht nur einen winzigen Bruchteil der ganzen Pflanze aus. Um an diese duftende Essenz zu gelangen, muss die Pflanze sterben.

Im Destillationsverfahren geht die Pflanze durch den alchemistischen Vorgang des „Stirb und Werde“ hindurch, sie stirbt als Pflanze, doch ihr wahres Wesen ist ätherisch leicht und steigt nach oben. Die reine duftende Essenz, von der Materie befreit, verdunstet leicht, verflüchtigt sich. Doch sie kann in Alkohol, einem fetten Trägeröl, Wachs oder einer Emulsion eingefangen, aufbewahrt und gezielt eingesetzt werden.

Aufgrund ihres jeweiligen Duftes und ihrer biochemischen Zusammensetzung werden die ätherischen Öle in der Aromatherapie im Sinne ganzheitlicher Heilung gezielt und bewusst eingesetzt, um Stimmungen und Zustände zu verändern, um die Selbstheilungskräfte des eigenen Systems zu aktivieren, um auszugleichen, zu beruhigen, zu mäßigen, um anzuregen, zu stärken und zu schützen, usw. Dazu werden die ätherischen Öle gezielt ausgesucht, in Öl, Alkohol oder einer Emulsion verdünnt angemischt, um als Körper- und Massageöl, als Raum- und Energiespray, Hautsalbe oder Emulsion angewendet zu werden.

Das therapeutische oder magische Parfum

Eine andere Möglichkeit, mit den ätherischen Ölen bewusst magisch zu arbeiten und ihre heilsamen, harmonisierenden Energien für das Wohlsein anzuwenden, liegt im kreativen Erschaffen eines persönlichen, therapeutischen Duftes – des Magischen Parfums.

Das rechte Mischen der ätherischen Öle, das Zusammenstellen und Komponieren eines Parfums unter Zuhilfenahme des Geburtshoroskops, der geistigen Vorstellungskraft und schließlich auch der Nase ist kreatives Imaginieren – ein magischer und schöpferischer Akt. Wir treffen zum Beispiel eine Auswahl von Düften für ein astrologisches Parfum, das unser Sonnen- Mond- oder Aszendentenzeichen verstärken und unterstützen sowie unsere Energien, Vitalkräfte und Körpersäfte im Gleichgewicht halten soll. Wir können mit Unterstützung der Düfte unsere Wesensanlage (AS), unser Verhalten (Sonne) und unsere Lebensbestimmung (MC) miteinander in Einklang bringen, auch wenn sie im Horoskop unter Spannung stehen (Aszendent-Sonne-Medium Coeli).

Um die passenden Düfte für ein bestimmtes Parfum finden zu können, ist eine vorherige Klassifizierung der über hundert ätherischen Öle notwendig. Gemäß der Entsprechungslehre gibt es für jedes Tierkreiszeichen, jeden Planeten und jeden Aspekt entsprechende Düfte, ebenso gibt es harmonisierende Düfte und Synergien für jedes Problem und jede Spannung. Um das vorwiegende Temperament eines Menschen erkennen und extreme Charaktereigenschaften ausgleichen zu können, bedienen wir uns der astrologischen Elementenlehre* und wählen die Düfte nach ihren entsprechenden elementaren Eigenschaften aus – dank der vorab getroffenen Klassifikation der ätherischen Öle in Feuer-, Erde-, Luft- und Wasserdüfte. – In den folgenden Blogbeiträgen gebe ich diese Entsprechungen bekannt.

Auch Goethe war eng vertraut mit den Archetypen und elementaren Kräften.

„Wer sie nicht kennte, / Die Elemente, / Ihre Kraft / Und Eigenschaft, / Wäre kein Meister / Über die Geister“

Aus der alten Elementenlehre gingen die medizinische Viersäftelehre hervor und damit auch eine erste psychologische Einteilung der Menschentypen in die Temperamente nach dem angeborenen Gleichgewicht ihrer Körpersäfte (Humoralpathologie), woraus C.G Jung seine psychologische Typenlehre entwickelte.

SanguinikerLuftzeichen Zwillinge, Waage, Wassermannder Denktyp
CholerikerFeuerzeichenWidder, Löwe, Schützeder Intuitionstyp
MelancholikerErdezeichenStier, Jungfrau, Steinbockder Empfindungstyp
PhlegmatikerWasserzeichenKrebs, Skorpion, Fischeder Fühltyp
Die vier Elemente, Temperamente und psychologischen Typen

Wobei auch die Mischtypen Beachtung finden, z.B. mit Luft-Feuer Betonung (sanguinisch-cholerisches Temperament) oder Luft-Erde Betonung (sanguinisch-melancholisch), usw.. Hierzu habe ich übrigens eine künstlerische Umsetzung von Tammo de Jongh und Richard Gardner im Netz gefunden: Die zwölf Gesichter der Menschheit

Die mentale und geistige Vorarbeit mit dem Horoskop, mit einer Tarotkarte oder auch den Pflanzenhelferkarten ist ebenso anregend und inspirierend wie die anschließende Praxis des Zusammenmischens des Magischen Parfums. Wie die oberen Tarot-Trumpfkarten zeigen, geht es beim Mischen um Ausgewogenheit, um das rechte Maß, die richtige Dosierung. Die KUNST besteht darin, dass aus den zwei oder zwolf zusammengefügten Düften ein vollig neuer Duft entsteht – eine tantrische Vereinigung oder eine astrologisch-alchemistische Conjunctio.

Dufte Grüße und … immer der Nase nach

Sundra