Neumond im Skorpion am 7.11.18

Neumond 7.11.2018
Neumond 7.11.2018 17.02 Berlin/D

Mit jedem Neuen Mond (Dunkelmond) melden sich die neuen Energien zuerst im Verborgenen – als unbewusste Antriebe und intuitive Impulse, als Drängen, Streben und Sehnen nach einer neuen Ausrichtung, einem neuen Betätigungsfeld oder Vorhaben. Wir freunden uns innerlich (oder innenpolitisch) mit neuen Ideen an, probieren Neues aus, gehen freudig auf Herausforderungen zu, sind zu dieser Zeit besonders offen und empfänglich für Eingebungen, die sich in unserer psychischen und mentalen Struktur (Mond) verankern wollen. Denn der dunkle Neumond ist zu dieser Zeit das Gefäß (der See, die See-le), in das sich die geistigen Inhalte der Sonne ergießen, die dann an den ganzen Organismus und besonders an die Teile des Ganzen weiter geleitet werde, die dieser Kraft bedürfen.

Der Mond erfüllt als Erdbegleite(rin) und »Dienerin der Erde« die zyklischen Bedürfnisse des Planeten, verteilt zwölf- bis dreizehnmal im Jahr die kosmischen Saat-Ideen an die Organismen der Erde und an die Menschheit, die sich psychisch durch diese übermittelten Inhalte wieder regenerieren und neu aufladen können.

Welche Erfahrungswerte wollen sich bei diesem SKORPION-NEUMOND in unserem Denken niederschlagen?

Schauen wir uns das Sabische Symbol von 16° Skorpion an:

„Das Gesicht eines Mädchens beginnt zu lächeln.“

Stern_Kind_Logo_C2 Wir befinden uns exakt in der Mitte des achten Zeichens, das uns zur Transformation und Schattenarbeit einlädt. In allen vier fixen Zeichen beinhaltet der Übergang vom 15. Grad zum 16. Grad ein besonderes Krafterlebnis, an dem kosmische Energie freigesetzt wird und auf die Erde niedersteigt.* Den Skorpion- oder Adlerpunkt passiert die Sonne jedes Jahr am 7. oder 8. November (bei 16° Skorpion). Die zum Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche im kardinalen Luftzeichen Waage gesammelten Energien und Erkenntnisse werden im nachfolgenden fixen Zeichen verdichtet und an diesem kosmischen Punkt freigesetzt und zur Wirkung gebracht – als Gestaltungskraft individuellen Seins. Das heißt, an diesem Skorpion-Grad erhalten die Menschheit bzw. alle diejenigen auf diesem Planeten, die bereit sind für eine „Initiation“, alljährlich einen gewaltigen Bewusstseinsimpuls, der ihr Bewusstsein vom Individuellen ins Kosmische weitet. – Diesmal angeregt durch Sonne und Mond auf diesem Grad. – So take your chance!

An diesem tiefsten Punkt menschlichen Bewusstseins halten wir schreckliche und schockierende Erinnerungen vor unserem Bewusstsein verborgen. Die eingekerkerten Inhalte verhindern, dass wir die Einheit mit dem Göttlichen oder unserem wahren Selbst erfahren können. Was wir irgendwann einmal als Ungeheuerliches erlebt haben, ist in die Tiefen der Seele versenkt und vergessen worden – oft schon von Geburt an. Die ausgegrenzten psychischen Inhalte liegen als unbereinigtes Material (Psychomüll) in den Tiefen skorpionischer Abgründe und verursachen mit den Jahren einen Dauerstress für Körper und Seele, halten den Geist in Enge, fixen Vorstellungen und Vorurteilen gefangen. Beziehungen scheitern aufgrund von Erwartungshaltungen, Zwangsvorstellungen und Schuldzuweisungen.

Wird dieser kosmische Moment von 15° und 16° Skorpion durch einen NEUMOND aktiviert, kann ein motivierter Geist, der nach Selbsterkenntnis und der Wahrheit forscht, einen derartigen Zuwachs an Kraft, Selbstvertrauen und Mut erhalten, dass er die verdrängten Inhalte und die damit zusammenhängenden Projektionen, Ängste und Zwangsvorstellungen konfrontieren, bearbeiten und schließlich auflösen kann. Tief im Innern vollzieht sich das Wunder des „Stirb und Werde“ als ein geheimnisvolles, unsichtbares Aufblühen der Blume des Selbst: Das Mädchen beginnt zu lächeln. Glühend vor Freude öffnet sich die Blüte des Selbst und entfaltet ihr göttliches Potenzial in reinster Schönheit. Der Mensch ist bei sich angekommen, im eigenen unendlichen Raum. Das wahre Selbst springt gleichsam vorwärts, um die Chancen des Lebens zu ergreifen, geht vertrauensvoll und mit offenem Herzen auf Menschen und Situationen zu, heißt sie bewusst mit einem Lächeln willkommen. Was sich hier im Geheimen vollzieht, ist die die tiefe innerliche Entscheidung, wieder am Leben teilzunehmen und sich auf menschliche Erlebnisse und Gefühle einzulassen.

*Darum werden diese vier Punkte die „vier Tore der Avatarischen Niederkunft“ genannt (von Sanskrit „ava“ und „tri“, herabsteigen). Avatara ist das „Herniedersteigen von einer höheren Stätte (oder Dimension) mit Zustimmung dieser Stätte zum Wohle des Platzes der Ankunft“. Siehe Dane Rudhyar „Astrologie der Persönlichkeit“, s. 214/15 (1979, München)

 

Bewusstseinsarbeit im 6. Haus

DANAE_600_CDie Neumondstellung im 6. Haus legt den Schwerpunkt auf Heilung und persönliche Vervollkommnung. Es ist das am stärksten besetzte Haus. Neben Sonne und Mond finden sich noch Venus und Jupiter darin, Jupiter auf dem letzten Skorpion-Grad greift und denkt schon großzügig in sein eigenes Zeichen Schütze und ins 7. Haus der Begegnungen hinein. Im 6. Haus gleichen wir unsere vermeintlichen Schwächen, Defizite und Unzulänglichkeiten aus, die durch unser Verhalten im 5. Haus entstehen.

In diesem Erdehaus spiegelt sich unser täglicher Existenzkampf wieder, Arbeit, Gesundheit, Krankheit, Erwerbsberechtigung, Erwerbsunfähigkeit… Leistung erbringen, arbeiten müssen für den Unterhalt, sich anpassen, seine Pflichten erfüllen. Wir stehen in einem Dienstverhältnis, müssen uns ein- und unterordnen, unsere Fehler korrigieren, unsere Schulden bezahlen, wir gehen durch Existenzkrisen, das Selbstwertgefühl sinkt. Wir werden unzufrieden, eventuell krank. Wir suchen nach Antworten, streben Veränderungen an, Umschulungen, Berufswechsel, wir wollen helfen, heilen, lehren, unsere Fähigkeiten und Talente zum Einsatz bringen, und gleichzeitig einen Beruf ausüben, zu dem wir uns auch berufen fühlen. Wir suchen nach „Heilmitteln“ und Heilmethoden, um gesund und erfüllt zu sein und den rechten Platz in der Gesellschaft zum Wohle aller einzunehmen.

Die Neumond-Skorpionenergie im 6. Haus wirft uns dicke unerledigte Psychobrocken aus Vorstellungen und Glaubenssätzen vor die Füße, die wir Stück für Stück in täglicher präziser Kleinarbeit abarbeiten, auflösen und bereinigen müssen. Es geht um Bewusstheit und Klarheit, ums Anschauen unserer verdrängten Ängste, Minderwertigkeits- oder Schuldgefühle, um Psychoanalyse, Wiedergutmachung von Fehlern, um tägliche Überprüfung unsrer Glaubenssätze und Zurücknehmen von projizierten Anteilen auf die Außenwelt. Wir lernen, uns selbst zu dienen, unsere Schwächen anzunehmen und in Stärken zu verwandeln. Unser vorgestelltes, einst künstlich erschaffenes „Ich“ darf Stein um Stein wieder demontiert werden, und die ins Unbewusste entsorgten Schattenanteile dürfen so lange angeschaut und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden, bis sie sich im Lichte eine klaren Bewusstseins und liebevollen Verstehens auflösen.

 

Höhere Ziele und Bewusstseinserweiterung

 Fische-Mandala_klVom Neumond im Wasserzeichen Skorpion führen zwei blaue, harmonische Aspekte nach oben zum Fische-Neptun und Steinbock-Pluto. Mit Neptun und Pluto in den Häusern neun und elf werden höhere Ziele und eine höhere Bildung anvisiert, es gibt einen geistigen Bewegungsdrang, geistige Ziele und Ideale, um Freiheit und Weite erfahren zu können und unseren Horizont zu erweitern. Alte Strukturen und Blockaden wollen aufgebrochen werden, vor allem im Denken, und der Vorgang, wie dies geschieht, kommt einem alchimistischen Transformationsprozess gleich (siehe AS-Herrscher Merkur und MC-Herrscher Saturn).

Pluto in neun befähigt uns, in Symbolen und Analogien zu denken und jeden Gedanken, der uns Probleme macht, auf seinen Realitäts- und Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Zusammen mit der fließenden und entgrenzenden Neptunenergie können starre und dogmatische Anschauungen aufgespürt und aufgelöst und durch optimistische Visionen, große Träume und Reformen ersetzt werden. Gerne identifizieren wir uns mit einer großen Aufgabe, engagieren uns für soziale Projekte oder finden zum spirituellen Pfad… Der Geist sucht nach Antworten, Vorbildern, einer stimmigen

Praxis und einem Weg, dem er folgen kann. Mit dieser Konstellation ist es wichtig, nicht irgendwelchen Ideen und Worten von Autoritätspersonen oder auch „heiligen“ Schriften zu glauben, sondern alles selbst gründlich zu prüfen, ob die Methoden und „Hilfsmittel“ auch praktisch anwendbar und zum Wohle der Menschheit sind.

Neptuns transzendierender und sensitiver Einfluss ist notwendig, damit alle erstarrten und verkrusteten Ablagerungen im emotionalen und mentalen Bereich aufgelöst und weggeschwemmt werden können, damit wir behutsam und verständnisvoll mit unseren vermeintlichen Schwächen und Unvollkommenheiten umgehen und wir im Angesicht unserer Ängste und Sorgen die Kraft des Nichthandelns, des Geschehenlassens entdecken. Wenn wir unseren Kontroll- und Handlungszwang bezähmen und die Dinge oder Situationen sich selbst überlassen, werden sie sich so verändern, wie sie es tun. Wir erfahren, wie erleichternd das Loslassen sein kann.

Beide angehängten Aspekte erhöhen die Wahrnehmungsfähigkeit (Zwillings-Aszendent), verstärken die sensitive Wahrnehmung und die Empfänglichkeit für die innere Stimme und Intuition.

AJNA_Bewussseinspfade_400_WZIn der reifen Form vertiefen und unterstützen die harmonischen Aspekte des Neumonds im sechsten Haus die sanfte Transformation im Alltag, schenken uns tiefe Einsichten in die Arbeit, die getan werden muss, wenn es uns wirklich ernst mit der Transformation ist: Erkennen und Integration der eigenen Schattenanteile bzw. der Projektionen. Unser Vertrauen in die göttliche Fügung schenkt uns Erleichterung, es fällt uns zunehmend leichter, die Spielchen des Egos zu durchschauen und ihm die geforderte Aufmerksamkeit zu entziehen. Durch tägliches Üben, ein Zurückziehen in Stille und die Arbeit an der Bewusstmachung entdecken wir einen bisher unbekannten Raum in uns, einen Ort, an dem wir mit unserer unveränderlichen Essenz verbunden sind. Wir fühlen uns unabhängiger, freier, stabiler, haben weniger Angst, denn mit der Gewissheit dieses inneren Raums können wir die kleinen Veränderungen im Außen bewältigen. Die Umstände können und werden sich wahrscheinlich ändern, der Arbeitsplatz, der Wohnort, es mag scheinbare Gewinne und Verluste geben, Anzeichen von Alterung und Verschleiß, doch wir selbst, unsere göttliche Essenz, wird sich nicht ändern.

Eine der Möglichkeiten, wie wir Angst transzendieren, über sie hinaus gehen können, ist die Übung des Geschehenlassens. Wann immer wir uns vor einer Veränderung fürchten und wir beginnen, uns sorgenvolle Gedanken zu machen, können wir es mit diesem Satz versuchen: „Lass es, wie es ist.“ Dabei schauen wir uns einfach nur unsere Angst an, nehmen sie wahr. Wir können auch unsere Gedanken „Ich habe Angst“ oder „Ich fürchte mich vor…“ hinterfragen, ob sie wirklich wahr sind (Methode THE WORK). Wir können den Blick nach innen wenden und hinterfragen „Wer hat Angst“? oder „Wer ist das Ich?“ oder „Wer ist der Beobachter?“. Im täglichen Bewusstseinstraining schmelzen alle Ängste davon wie Schneeflocken im Ozean.

penta4_200Diese Übungen sind befreiend. Sie lösen nicht nur die Ängste auf, sondern auch den, der die Ängste hat und den, der zuschaut. Das Ego hat keine Chance mehr, ihm wird einfach die Basis entzogen. Übrig bleibst du selbst – und dieser offene Raum, der du bist. In diesem Raum wollen wir sein. In diesem Raum sind wir… so wie wir wirklich sind. Das Ego gibt es dort/hier nicht mehr. Es ging unterwegs irgendwo verloren oder wurde befreit.

 

Herrscher von Aszendent und MC

 Mit der Zwillings-Anlage geht es um die Erkenntnis der Dualität, die grundlegende Dualität der Schöpfung (Geist und Materie), in die der Mensch mit seiner Doppelnatur (Persönlichkeit und Seele) hineingestellt ist. Der exoterische Herrscher ist der bewegliche MERKUR, der diese Erkenntnis in seinen Begegnungen (7. Haus) erfährt, denn das Du ist die Ergänzung zum Ich. Der Intellekt ist bereit, das Gegensatzpaar Zwillinge-Schütze zu erfahren und damit der inneren Zerrissenheit ein neues verbindendes Bewusstsein vorzustellen. Hier kommt die VENUS als esoterischer Herrscher ins Spiel als liebende Kraft des Denkens, die eher zusammenfasst und die scheinbar isolierten Einzelwesen oder Persönlichkeitsanteile in einen inneren seelischen Zusammenhang stellt. Hiermit öffnet sich das Denken für die Impulse der Seele und lernt, auf die Bedürfnisse der Seele zu achten, für ihre Impulse offen zu sein, d.h. auf die innere Stimme zu hören und auf intuitivem Weg höhere Erkenntnisse und Wahrheiten zu empfangen.

Vulkan

 Das Sabische Symbol für Merkur auf 8° Zwillinge:

„In den Tiefen der Erde bilden sich neue Elemente“

 Wir erkennen den direkten Bezug zur Neumondenergie in den Urtiefen des Skorpions. Transformation… Stirb und Werde… das Lächeln des Mädchens /der Seele… das Annehmen dessen, was ist.
Auf diesem Schütze-Grad erfasst den Intellekt das alchemistische Feuer, das die menschliche Innenwelt läutert und verwandelt. Äußerlich mag dem Ego noch alles „beim Alten“ erscheinen, doch im Unsichtbaren hämmert Hephaistos in seiner unterirdischen Schmiede unermüdlich an unserem Schicksal – analog zum „Behauen des rauen Steins“ in der Freimaurersymbolik (siehe Aspektbild „vollkommener Stein“). Hier wird ein weiterer Hinweis auf die Notwendigkeit einer Mutation und Wandlung gegeben: Im großen Kessel des Universums formen sich die Metalle. Der innere Alchimist verwandelt saturnisches Blei in das goldene Licht der Sonne. Hier ist eine kosmische Kraft am Werk, die Absicht und Wille zusammenfasst, die unablässig daran arbeitet, die Bestimmung zu erfüllen, das uns Bestimmte, das jedem Menschen Bestimmte. Das neue Gewahrsein wird uns durch URANUS offenbart.

Hier sehe ich auch einen direkten Bezug zum MC im Steinbock und dem Herrscher SATURN in seinem eigenen Zeichen im 8. Haus des „Stirb und Werde“.

Zum MC  29° Steinbock gibt es das Symbol“„Eine Frau liest aus dem Kaffeesatz.“

Alter_200Auch hier geht es um das Dahinterschauen oder nach innen schauen, um die verborgenen Zusammenhänge zu entdecken. Der Drang nach Selbsterkenntnis führt in die tiefsten Tiefen der menschlichen Seele und des Universums. Es ist ein Verlangen nach innerem Verständnis durch alle Lebensumstände hindurch… der Blick nach den Sternen, um mehr über die Vorgänge in unserem Inneren zu erfahren… der Wunsch, die Zeichen deuten und für unsere Entwicklung nutzen zu können. Es ist auch der innere Drang und Wunsch, die Alltagsrealität zu transzendieren und den Raum zu finden, in dem wir wirklich zuhause sind. Die Bestimmung für diesen Neumond ist also, dass wir lernen, durch die äußeren Tatsachen hindurchzusehen und die größeren Prozesse und Zusammenhänge erkennen. Niemand ist eine Insel und niemand existiert getrennt vom Rest der Welt.

1 Wurzelfrau StammfrauSabisches Symbol für Saturn 6° Steinbock:

„Zehn Holzklötze liegen in einem Torweg, der in ein dunkles Gehölz führt“

 Das Symbol spricht von der Notwendigkeit, jedes Unternehmen zu vollenden, bevor man Einlass begehrt zu dem, was hinter der äußeren Erscheinungsform liegt.

Was ist Vollendung? Wir erkennen äußerlich, wenn eine Form vollendet ist, ein Haus, eine Tasse, ein Baum, ein Lebewesen. Doch was ist ein vollendeter Mensch? Theorien, Ideen und spirituelle Konzepte gibt es wahrscheinlich so viele, wie es Menschen gibt. Wann ist der Mensch vollendet? Gibt es wie in der Natur einen Anfang mit einem Samenpotential, das in die Erde / den Körper gelegt wird und dort heranreift, von unserem inneren Gärtner wie eine kostbare Blume gepflegt, bewässert, beschnitten wird, bis diese eines Tages ihre Blüte entfaltet und einen köstlichen Duft verströmt?

Jeder kann sich selbst diese Frage stellen und in sich hinein horchen, wie sich Vollendung anfühlt. Wie fühlt es sich an, wenn ich denke: „Ich bin angekommen“ oder „Ich bin perfekt so wie ich bin“ – die Welt ist vollendet – ich bin vollendet… Dagegen untersuchen wir die Gefühle zu den Gedanken „Ich bin unvollkommen“ – ich spüre einen Mangel – ich muss noch dieses tun, dieses erreichen, um vollkommen zu sein – ich muss dieses oder jenes „werden“

Wenn jemand stirbt, erfahren wir in der Realität, dass seine Lebensform vollendet ist. Sein Leben ist erfüllt, es hat sich erfüllt, sein Potenzial für das Diesseitige und Offensichtliche ist vollendet. Es gibt Theorien vom Jenseits, vom Kommen und Gehen, selbst das I Ging spricht beim Zeichen 64 Vor der Vollendung von einem Übergang in andere Verhältnisse oder Dimensionen. Dieser Übergang kann dann stattfinden, wenn alles in einer Ordnung und Harmonie ist, sich an seinem rechten Platz befindet, wenn Schicksal und Leben im Einklang sind. Wir sind bereit, dasimmlische Wir Altes hinter uns zu lassen – unser Ego, bisherige Identitäten und Rollen, Anhaftungen, Denk- und Verhaltensweisen, Hoffnungen, Erinnerungen. Im Moment des Sterbens oder Übergangs fallen Raum & Zeit zusammen. Und erst, wenn auch die Hoffnung stirbt und niemand da ist, der uns hilft im Sinne einer Verlängerung unserer Identität in eine vorgestellt Zukunft, kann das Wahre und Wirkliche sich offenbaren, eine Wirklichkeit oder ein Bewusstsein, das vollkommen rein und klar ist und unerschütterlich wie ein vollendet geschliffener Diamant, der im Nu alle Illusionen durchschneiden kann..

Vollendung ist auch ein Neuanfang auf einer anderen Ebene: Der innere alchemistische Prozess von 8° Schütze wird erst dann offensichtlich, wenn die Umwandlung bereits stattgefunden hat und damit eine neue Ebene der Wahrnehmung und der Reaktion auf das Leben erreicht ist (das Mädchen „lächelt“). Das in die Erde gelegte Saatkorn ist gekeimt, gewachsen und gereift bis zur Vollendung. Ungeduldiges Vorgreifen und intellektuelle Spekulationen schaden dem Wachstumsprozess. Hilfreich ist die Einstellung des Geschehenlassens „Ich lasse es  s e i n . Am Punkt der Vollendung ist eine Schwelle erreicht (die Zahl 10).  Das Ende ist erreicht, ein Höhepunkt… Welche Gefühle steigen in diesem Moment auf? Ein Tor im Dunkeln suggeriert einen Weg, doch „ich“ kann das Tor nicht öffnen.

In dieser Situation kann „ich“ nicht handeln, keine Initiative ergreifen. Geschehenlassen liegt an, sich eine Pause gönnen, jegliche Kontrolle loslassen. Es geht nicht um Macht, Recht, Stärke oder Gewinn. Es geht um Zuneigung, Vertrauen und Verständnis – in das, was ist. Nicht handeln (wu wei) und innere Distanz zu den äußeren Verwicklungen bedeuten nicht notwendigerweise Schwäche, Ohnmacht oder Minderwertigkeit. In Steinbock/Saturn wirkt das Prinzip von Ursache-Wirkung. Wir ernten, was wir gesät haben. Es kann nur das vollendet und reif werden, was auch tatsächlich als Anlage in uns vorhanden ist, gekeimt und gewachsen ist. Im Klartext: Annehmen dessen, was ist.

 

Das Aspektbild

 Neumond_7.11.2018 Skorpion_KleinBeim Aspektbild fällt gleich die Planetenreihe in der oberen Kreishälfte auf, während die untere Hälfte bis auf den Mondknoten leer bleibt. Der Schwerpunkt im oberen und rechten Raum zeigt ein starkes Streben nach Leistung, Unabhängigkeit, Gipfelpositionen und einem höheren Bewusstsein. Weitere Ziele sind Selbstverwirklichung und berufliche Verwirklichung, Übernehmen von Verantwortung, Hinterfragen von Erfolg und Macht. Große Lernbereitschaft zeigt sich auch im Du- und Umweltbereich, wenn die Lebensgesetze missachtet worden sind und der Mensch, durch leidvolle karmische Erfahrungen weise geworden, sich wieder seinen Mitmenschen zuwendet und erkennt, dass die Menschheit ein Ganzes ist.

Diese Struktur ermöglicht ein Konzentrieren auf hohe Ziele, fördert die Verwirklichung von großen Unternehmungen, die der Selbstverwirklichung dienen und auch für andere nützlich sein können. Eine Gefahr liegt in der Einseitigkeit, der Verdrängung des Trieb- und Instinktbereichs und der Projektion der unbewussten Schattenanteile. Es ist notwendig, sich seiner fehlenden „besseren“ oder „schlechteren“ Hälfte bewusst zu werden und sie in sein Selbst zu integrieren. Das wird auch unter dem psychologischen Begriff der Individuation verstanden.

Eine weitere Besonderheit sind zwei große Vierecke, das einfarbige große rote Quadrat und die dreifarbige doppelte Ambivalenzfigur.

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Stein der Weisen

Das große Quadrat, auch magisches Viereck, Leistungsviereck oder karmisches Kreuz genannt, wird hier von zwei Planeten und den beiden Mondknoten unter Einbeziehung des MC gebildet. Die Planeten und Achsenpunkte stehen im rechten Winkel zueinander stehen. Das Große Viereck stellen ein immenses Leistungsvermögen und Kraftpotenzial dar. In der Freimaurersymbolik wird diese Aspektfigur als „vollkommener Würfel“ oder „vollkommener Stein“ bezeichnet. Das bezieht sich auf die Symbolik des anfänglich rauen, unbearbeiteten Steins, der für einen Menschen steht, der gerade erst beginnt, bewusst an sich zu arbeiten. Dann beginnt das „Behauen des Steins“, das Schleifen der Ecken und Kanten als Symbol für die Arbeit an den eigenen Schwächen, Leidenschaften, übernommenen Glaubenssätzen und Gedankenstrukturen. Das angestrebte Ziel mag Vollkommenheit sein oder zumindest eine Annäherung daran, die Integration aller Ich-Anteile in das übergeordnete Selbst. Vollkommenheit – ein „ verwirklichtes Selbst“? Die vollkommene Form des Menschen kann nur das sein, was sie JETZT ist.

buddha_200Ich habe mich gefragt, was „Vollendung“ bedeutet, wie sich Vollendung anfühlt. Vielleicht ist es ein Ankommen bei sich selbst, ein Erfülltsein von sich selbst. Ich spreche hier von dem inneren göttlichen Raum, der eins ist mit dem wahren Selbst, der angefüllt ist mit reinem Bewusstsein und reiner Glückseligkeit… ein Seinszustand der Fülle und gleichzeitigen Leere, wo sich das Selbst schenkt und gleichzeitig beschenkt wird. Der vollendete Zustand (der innere Raum) symbolisiert Erfüllung als erfahrbaren Seinszustand. Wir erfahren Verbundenheit mit allem, was ist. Mehr und weniger geht nicht.

 

Uranus und das neue Bewusstsein

URANUS auf 30° Widder bildet den Anfang der aufgereihten Planetenkette. Im Verbund mit der VENUS (Widder-Waage-Achse) bildet er den Rand der Schale mit dem Inhalt der Planentenenergien. Nennen wir die Venus in diesem Zusammenhang Anima, Seele, Liebesfähigkeit oder Kraft der Anziehung des Ewig-Weiblichen, die uns „nach oben“ zieht (wie Dante’s Beatrice). Und nennen wir Uranus den Offenbarer eines neuen Bewusstseins, den Willen zur Veränderung/ Mutation und den Willen zur Vereinigung aller Persönlichkeitsanteile mit dem „höheren Selbst“.

Sabisches Symbol für Uranus auf 30° Widder:

„Ein Ententeich mit kleinen Entchen“

Der Lebensspielraum „kleiner Ententeich“ (oder ist es ein Goldfischglas?) symbolisiert unseren überschaubaren, begrenzten Handlungs- und Wirkungskreis, für den wir verantwortlich sind, der unserem Schicksal und Dharma entspricht. Auch wenn wir bereits für eine begrenzte Zeit in die Harmonie der Sphären eintauchen oder transzendente Erlebnisse und Einblicke in eine höhere Ordnung haben durften, müssen wir doch immer wieder zurückkehren auf die Erde, zu unserer irdischen Aufgabe in einem bestimmten gesellschaftlichen Rahmen und Umfeld.

BlickQuelleGemessen am galaktischen Weltenmeer erscheint unser Aktionsradius so winzig wie ein Ententeich. Und doch muss genau hier – in dem Raum, in den das Schicksal uns hineingestellt hat – die Substanz zum konkreten Handeln gefunden werden (Substanz). In unserem begrenzten Lebensspielraum erfahren wir Ursache und Wirkung, säen und ernten, haben unsere Vision von einer höheren Harmonie auf unser eigenes karmisches Wirkungsfeld herunter zu bringen und zu verwirklichen.
Wir haben die Möglichkeit, den Mikrokosmos nach unseren Bedürfnissen zu gestalten und in Übereinstimmung mit unseren Begabungen zu handeln. Denken und handeln wir authentisch, vor allem unter Berücksichtigung unserer natürlichen Grenzen, erreicht uns auch die Harmonie der großen kosmischen Ordnung (des Makrokosmos), schenkt uns Frieden, innere Zufriedenheit und Fülle und großes Vertrauen in unser Schicksal.

Im Gewahrsein dieser geistigen Verbundenheit erkennen wir auch die Verbindung des Saturn-Symbols der „Zehn Holzklötze im dunklen Torweg“ mit dem GROSSEN QUADRAT bzw. Karmischen Kreuz aus Venus-Uranus und den beiden Mondknoten an der IC-MC-Achse. Auch die Mondknoten-Achse steht symbolisch für den Vorgang der Individuation, die „Selbstwerdung“ eines Menschen zu einem ganzen, unteilbaren Individuum. Wir können nur „werden“, was wir bereits sind – und nur noch nicht wissen. Die Energie von Uranus will Licht in diese unerleuchteten menschlichen Zellen bringen.

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Möge es sein.

Zum Wohle aller.

Nachtrag: Der letzte Blogeintrag von gestern (8.11.18) war plötzlich nicht mehr aufrufbar. Technische Hilfe habe ich nicht. Also habe ich den Beitrag erneut geschrieben. ich bitte um Nachsicht.

Sternengrüße

von Sundra

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Der Wasserarchetyp

Der Archetyp Wasser

Der Weg zu unserer Seele und den Ursprüngen des Lebens führt zum Wasser, einem Symbol des Unbewussten wie auch des Geistes. Der Geist Gottes schwebt nicht nur über dem Wasser, er erforscht auch die Tiefen der Gottheit. Das I Ging beschreibt das Zeichen Kan  Wasser KAN , das Wasser, wie folgt:

»Ein Yangstrich ist zwischen zwei Yinstriche hineingestürzt und wird von ihnen eingeschlossen wie das Wasser in einer Talschlucht. Das Empfangende hat den mittleren Strich des Schöpferischen erlangt, und so entsteht Kan. Als Bild ist es das Wasser, und zwar das Wasser, das von oben kommt und auf der Erde in Bewegung ist in Flüssen und Strömen und das alles Leben auf Erden veranlasst. Auf den Menschen übertragen stellt es das Herz, die Seele dar, die im Leib eingeschlossen ist, das Lichte, das im Dunkeln enthalten ist, die Vernunft« (Hexagramm 29).

Von Laotse wird erzählt, wie er, schon hoch betagt und auf einem Ochsen reitend, seine Heimat verlässt. An der Landesgrenze wird vom Zöllner gefragt, was er denn zu verzollen habe. Der Junge, der seinen Ochsen führt, antwortet: »Er hat gelehrt.« Auf die Frage, was er denn »rausgekriegt« hat, sagt der Junge: »Dass das weiche Wasser in Bewegung mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt. Du verstehst, das Harte unterliegt.«

Im Tao Te King, dem Lebenswerk Lao Tses, heißt es:

Auf der ganzen Welt gibt es nichts Weicheres und Schwächeres als das Wasser. Und doch in der Art, wie es dem Harten zusetzt, kommt nichts ihm gleich. Es kann durch nichts verändert werden. Dass Schwaches das Starke besiegt und Weiches das Harte besiegt, weiß jedermann auf Erden, aber niemand vermag danach zu handeln.[1]

[1] Tao Te King, Übersetzung von Richard Wilhelm, Diederichs Gelbe Reihe, 7. Auflage 1993, Kap. 78

Das Urbild Wasser symbolisiert das Licht oder den Geist, der sich im Dunkel verbirgt, wie der männliche Same im dunklen Mutterschoss oder der geistige Same in Mutter Natur enthalten ist. Im Mythos von Danae (der Seele) ist es der zeugende Geist – Zeus als befruchtender Goldschauer von oben – der durch das Turmgemach dringt und DANAE_600_Cdie eingesperrte Königstochter schwängert. Rufen wir uns diese Tatsache zum Verständnis unserer Wasserträume ins Bewusstsein: Im Unbewussten (Wasser) verbirgt sich der Keim der Bewusstheit, wie im Dunklen der Lichtsame. An ihm kann sich unser Seelenstoff entzünden und begeistern.

Menschen mit einer Betonung der Wasserzeichen (Krebs, Skorpion, Fische) und Wasserhäuser (viertes, achtes, zwölftes Haus) sind sehr empfänglich für die Einflüsse des Unbewussten. Goethe nennt in seinem »Faust« den dunklen, kollektiven und universellen Bereich der Archetypen das »Reich der Mütter«. Ja, die Archetypen sind »Mütter« für uns, da sie uns mit kosmischer Energie und seelisch-geistiger Lebenssubstanz versorgen. Sie sind allesamt vom Geist befruchtet, tragen den Keim der Bewusstheit und den Samen des Lichts in sich.

Menschen mit Wasserbetonung in ihrem Geburtshoroskop sehnen sich nach Geborgenheit und Schutz. Sie brauchen das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Einheit als stabilisierende Grundlage. Dieses Grundgefühl kann versagt oder verletzt werden, wenn Saturn, Uranus, Neptun oder Pluto den Aszendenten, den Mond oder die persönlichen Planeten in den Wasserzeichen beeinflussen. Bei leeren oder schwach besetzten Wasserhäusern zeigt sich die Wasserenergie in den Planeten Mond, Neptun und Pluto. Wo diese Planeten stehen, erfahren wir den Einfluss des Wassers und des Mütterlichen am stärksten, als emotionale Grundstimmung, als Gefühlsbewegung und Situation im Wandel oder als Stauung, Blockade und Hemmung.

Wir werden mit starken Gefühlsregungen, Trieben und instinkthaften Reaktionen konfrontiert und von Erwartungen, Vorstellungen, Sehnsüchten und Wünschen motiviert, die uns größtenteils unbewusst und bereits von den Ahnen übernommen worden sind. Das innere Geschehen vom Wasser offenbart sich in Urbildern von Brunnen, Quellen, Seen und Flüssen, von Fischen, Schlangen,  Meeresungeheuern und Nixen. Die oberen Wasser kommen als befruchtender Regen oder Schauer aus den Wolken, die unteren Wasser der Erde sind die tragende Ursubstanz, aus der alles Lebens entsteht und genährt wird. Im alltäglichen Bereich spiegelt uns der Wassertraum den Umgang mit unseren Gefühlen (Wasser): Wir bewegen uns im Wasser, auf dem Wasser, unter Wasser, wir reinigen uns und unsere Umgebung mit Wasser, wir trinken es und geben es weiter. Es gibt Angstträume von Dunkelheit, Überschwemmungen und Abgründen, aber auch wundersame Träume von geheimnisvollen Verzauberungen und Wandlungen in Höhlen, Wäldern, dunklen Räumen und Behältern.

Die Nibelungensage ist eine Fundgrube der Wassersymbolik. Sie enthält Symbole aller drei Wasserzeichen: den Weisheitsquell und die Nornen am Fuße der Weltenesche, die Urmutter Erda im Schoße der Erde, den Gott Wotan, der ein Auge für den Trunk aus der Weisheitsquelle opfert, seine Gemahlin Freya, die Göttin der ewigen Jugend, das Rheingold mit den magischen Kräften und den daraus geschmiedeten Ring, ferner die drei Nixen oder Rheintöchter, den Zwerg Alberich mit Tarnkappe – ein Nibelung aus der Tiefe der Erde, der den Nibelungenschatz hütet – den jungen Helden Siegfried, der den Drachen tötet, in dessen Blut badet und den Nibelungenschatz samt Tarnkappe erbeutet, schließlich Hagens Zaubertrunk des Vergessens, mit dem Siegfried die Erinnerung verliert. Nach Siegfrieds Tod kehrt der Ring durch Brünnhilde, der Tochter von Wotan und Erda, zu den Rheintöchtern zurück, die ihn wieder in Rheingold auflösen. Brünnhilde gibt sich als wahre Gemahlin Siegfrieds zu erkennen, reitet mit ihrem Pferd in das selbst entzündete Flammenmeer des Scheiterhaufens und folgt ihrem Geliebten in den Tod.[2]

Die Aufgaben der Wasserzeichen sind: die Bedürfnisse der Seele wahrnehmen und erfüllen, den eigenen Gefühlen, der Intuition und dem Lebensfluss vertrauen, dem Tao folgen, geschehen lassen, lachen und weinen können, Mitgefühl, Erbarmen und Hingabe zum Ausdruck bringen, das Überwinden von Ängsten, das Erkennen und Zurücknehmen von Projektionen und Vorstellungen,  das Auflösen von Abhängigkeiten sowie das Lösen von Fixierungen. Das Durchleben von Tod und Auferstehung, Wandlung, Regeneration und Heilung erfolgt durch das Erkennen und Annehmen des Schattens (Integration der gegenüberliegenden Erdzeichen).

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Lassen wir die Sprichwörter der Wasserzeichen sprechen.

Krebs: »Zeit für Gefühle«, »Zurück zu den Müttern«, »Sesam, öffne dich!«, »Ins eigene Schneckenhaus zurückziehen«, »Am Rockzipfel der Mutter hängen«, »Jemanden in Watte packen«, »Wie die Glucke auf den Eiern sitzen«, »Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm« und »Heimchen am Herd«.

Skorpion: »Stirb und werde!«, »Licht ins Dunkel bringen«, »Alles auf eine Karte setzen«, »Sich schwarz ärgern«, »Auf der Lauer liegen«, »Da ist der Wurm drin«, »Es geht ans Eingemachte«, »Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein« und »Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch«.

Fische: »Das letzte Hemd hat keine Taschen«, »Wer’s glaubt, wird selig«, »Einer trage des anderen Last«, »Nicht von dieser Welt sein«, Etwas Geplantes »fällt ins Wasser«, durch die »rosarote Brille« sehen, »jemanden zappeln lassen« und »Im Wolkenkuckucksheim leben«.

[1] Tao Te King, Übersetzung von Richard Wilhelm, Diederichs Gelbe Reihe, 7. Auflage 1993, Kap. 78

[2] Aus dem vierteiligen Opernzyklus »Der Ring des Nibelungen« von Richard Wagner: »Das Rheingold« – »Die Walküre« – »Siegfried« – »Götterdämmerung«. Die Schreibweise Brünnhilde weckt sowohl Assoziationen an den Brunnen als auch an das Brennen auf dem Scheiterhaufen als Erlösungsmotiv (letzter Akt »Götterdämmerung«). Das Zusammentreffen von Wasser und Feuer löst einen großen Wandlungsprozess aus.

 

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Textauszug aus Sundra Kanigowski „Traumdeutung und Horoskopdeutung“ Teil I

Bildquelle:

Foto „Almequelle“, Aquarelle „Danae“ und „Fischgesicht“, Ölgemälde „Vollmond bei Nacht“ – alle ©Sundra Kanigowski

 

 

 

Der Feuerarchetyp

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Die Rote Wand

Der Feuerarchetyp im Traum

Im Horoskop weist der Feuerarchetyp eine starke Betonung der Feuerzeichen (Widder, Löwe, Schütze) und der Feuerhäuser (erstes, fünftes, neuntes Haus) auf. Oder die Feuerplaneten Sonne, Mars und Jupiter stehen an exponierter Stelle am Fadenkreuz der Hauptachsen. Feuer ist ein Symbol für Licht, Leben und Bewusstheit. Alle Feuerarchetypen strahlen Energie und Wärme aus, sind dynamisch, optimistisch, willens- und ausdrucksstark. Sie sind der Inbegriff von Herzlichkeit und Lebendigkeit, voller Bewegungs- und Tatendrang, können sich selbst und andere immer wieder neu begeistern und motivieren. Feuer ist individualisierend und ichzentriert, steht wie selbstverständlich überall im Zentrum, wird gesehen, gehört und wahrgenommen. Wo Feuer ist, ist Aktion.

 

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Feuer

Im I Ging wird das Feuer (Hexagramm 30) auch das Haftende genannt, denn es »haftet an den brennbaren Dingen und ist dadurch hell«. Beim Lesen des Textes wird schnell klar, dass es keine totale Unabhängigkeit und Freiheit gibt, »denn alles Leuchtende in der Welt ist abhängig von etwas, an dem es haftet, damit es dauernd leuchten kann«. Selbst die Sonne, der Mond und die Sterne haften am Himmel. So steht auch der Mensch in dieser Welt nur bedingt da. Wenn er seine Abhängigkeit von den harmonischen Kräften des Weltalls anerkennt, sich freiwillig in den Weltzusammenhang einfügt und das Feuer pflegt, hat er »Gelingen«. Dann ist er wahrlich ein »großer Mann«, der mit seiner eigenen Klarheit dafür sorgt, dass sich das Licht in der Welt weiter verbreitet.

Der Feuertyp in unseren Träumen ist ein heißer, schneller Typ mit Mut zum Risiko. Gerne fährt er rote, schnelle Autos, bleibt konstant auf der Überholspur oder treibt uns an. Als »Teufelskerl« hat er vorwiegend rote Haare. Er gibt gerne an – ist tonangebend aufgrund seiner natürlichen Führungsqualitäten, gibt den ersten, zündenden Impuls, sammelt Menschen um sich, ist Vorreiter und Vorkämpfer für das Neue und tut alles in seiner Macht stehende für die Erreichung seiner Ziele. Natürlich ist er schnell entflammt, ein leidenschaftlicher Liebhaber, Rennfahrer, Dramatiker, Unternehmer, Jäger und Spieler, ein Bündel voller kreativer Ideen, Anregungen und Innovationen. Doch damit das Feuer nicht schon am nächsten Tag erloschen ist (Strohfeuer), bedarf es der dauerhaften Pflege und Kontrolle.

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Vulkan (Aquarell)

Zu viel  Feuer kann gefährlich sein. Es zeigt sich in Aktionsdrang, Stress und Ungeduld, in wilder Tollkühnheit und Getriebenheit, als Hybris, Egoismus, Selbstherrlichkeit und Machtgier. Der cholerische Typ ist besonders gefährdet, er kann sich selbst verzehren, bis zum Schlaganfall und Herzinfarkt verausgaben und auch andere in seinem Vorwärtspreschen überwältigen oder verletzen. Ohne Disziplin und Kontrolle kann das Feuer verheerenden Schaden bei uns selbst und anderen anrichten. Und ohne die oben erwähnte Pflege wird es erlöschen. Ist das Feuer aus, herrscht tote Hose in der Hose. Kein Sex, keine Lust, keine Liebe. Willenloses, bewusstloses Treiben. Ohne den zündenden Funken der geistigen Ebene (Elektrizität, Widder) erlöscht auch das ichbewusste Seelenlicht (Sonnenfeuer, Löwe) und das Zeugungsfeuer auf der körperlichen Ebene (Reibungsfeuer, Schütze).

 

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Chicchan (Mayaglyphe)

Das Übermaß an Feuer zeigt sich in unseren Träumen im Bild von Trockenheit und Hitze. Die Erde ist hart und verbrannt, Flussbette sind ausgetrocknet, Pflanzen verkümmert. Weiterhin gibt es viel Bewegung, es geht es um Wettbewerbs- und Kampfsituationen, das Ringen um den ersten Platz, rasante und riskante Autofahrten. Schüsse können losgehen, Blitze einschlagen und der Donner erschrecken. Wir erleben rücksichtslose Draufgänger und Schläger, Hitzköpfe, Hochstapler und Getriebene, Einbrecher, Gewalt- und Triebtäter, rote Triebwagen und Stoppzeichen, explodierende heiße Glasplatten, spuckende Vulkane, abenteuerliche Fahrten, hoch oder tief schießende Raketen und Stromschläge.

 

Ist das Feuerprinzip durch einen Kontakt mit Saturn oder Neptun geschwächt oder fallen die Feuerzeichen ins Wasser (4., 6. und 12. Haus), fehlt es uns an natürlicher Lebenskraft, an Selbstvertrauen und Optimismus. Dann wird auf Deubel komm raus kompensiert und im Außen gesucht – nach einem Sinn, einer Identität, einem Glauben oder einem Partner mit den entsprechenden Feuerqualitäten. Wir strengen uns dermaßen an, etwas zu erreichen, Leistung zu erbringen und jemand zu sein, dass der übermäßige, künstliche Antrieb uns völlig erschöpfen kann. Viele Menschen mit einem Feuermangel im Horoskop haben mit dieser Überanstrengung Erfolg, doch meist um den Preis ihrer Gesundheit. Ähnliches geschieht beim Burn-out-Syndrom, dem Zustand emotionalen Ausgebranntseins.

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Sonnenaufgang (Mandala)

 

Mangelnde Liebe und Beachtung in der Kindheit oder ein ständig beschnittener und untersagter Selbstausdruck lassen uns ein Leben lang um Anerkennung, Erfolg und Macht kämpfen. Für ein gesundes Selbstvertrauen braucht jeder Mensch in der Kindheit die Grunderfahrung von Liebe. Dazu gehört die Erfahrung, vom anderen als eigenständiges Wesen mit eigenen Bedürfnissen wahrgenommen zu werden. Dazu gehört auch das Recht auf Lebensäußerung durch Schreien, Sprechen, Spielen und Bewegen. Menschen mit einem  geschwächten Feuerprinzip – beispielsweise mit einer Sonne-Saturn-Verbindung, einem Löwe-Mond im 12. Haus oder einem Mars-Neptun – wünschen sich nichts sehnlicher, als vom anderen gesehen und geliebt zu werden. Doch ist dieses Urbedürfnis überlagert von Ängsten, zwanghaften Handlungen und Ersatzbedürfnissen. Erwachsen werden heißt, sich des Mangels und der Kompensationen bewusst zu werden. Wir nehmen die eigenen Bedürfnisse wahr, schaffen uns den Freiraum, sie auch auszudrücken und entdecken dabei die Liebe zum Leben und zu uns selbst. Ich weiß, es ist leicht geschrieben und gesagt; manchmal brauchen wir ein ganzes Leben und noch mehr für diesen Entwicklungsschritt.

Fehlt es an der Eigenliebe, Selbstvertrauen, Durchsetzungskraft und einem nötigen Freiraum für die Entwicklung, träumen wir von stark beschnittenen Bäumen, die nicht so wachsen dürfen, wie sie wollen, die ihre Ichkräfte nicht entfalten können … von kleinen Pflanzen, die im Schatten von großen stehen, kein Licht bekommen, sich nicht ausbreiten können … von Kindern, die nicht spielen dürfen, weil »von oben« der Befehl kommt, im Haushalt zu helfen … von Räubern und Einbrechern, die uns Energie rauben … von gebundenen Händen, gefesselten Krokodilen, verletzten oder eingesperrten Tieren.

 

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Ankh Ewiges Leben

In den Feuerhäusern (1., 5. und 9. Haus) und auch in den Häusern, in denen die Planeten Sonne, Mars und Jupiter stehen, wollen wir uns selbst erleben und durchsetzen, in der Welt ausbreiten und verwirklichen. Wir streben nach Ich-Entfaltung, Bewusstsein und Selbstwerdung. Es geht um die Entwicklung der Yang-Kräfte: Identität, Willenskraft, Mut und Initiative. Das stärkste Zugpferd ist die Lebensfreude. Mit ihr gelingen uns die schwierigsten Aufgaben, und das Leben erscheint als Spiel. Der Drang nach Liebe und Macht kann unser Leben beherrschen. Wofür entscheiden wir uns, um die Macht der Liebe oder die Liebe zur Macht?

Auch wenn wir gar keine Planeten in Feuerzeichen haben, können die Feuerhäuser (1, 5, 9) von Planeten oder den Mondknoten besetzt sein. Hier nehmen wir Risiken auf uns, stürzen uns ins Leben, bringen uns intuitiv und spontan ein. Wir haben ein großes Bedürfnis nach Expansion, Freiheit und Unabhängigkeit. Bleiben auch die Feuerhäuser unbesetzt, ist es unser Job, mit Hilfe der Feuerplaneten Mars, Sonne und Jupiter das Licht anzumachen, für Bewusstheit,  Klarheit und Fortschritt zu sorgen. Wir sagen Ja zu unserem Leben und Schicksal, wir lieben das, was ist, und begeistern mit unserer Lebensfreude auch andere Menschen.

 

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Sonnenträger (Gouache)

 

Hier eine Auswahl von Redewendungen für die drei Feuerzeichen,  die sich als verschlüsselte Botschaften in Träumen verbergen können:

Widder: »Feuer fangen«, »Rot sehen«, »Auferstanden aus Ruinen«, »Phönix aus der Asche«, »Mit dem Kopf durch die Wand«, »Wer wagt, gewinnt«, »Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg«, »Augen zu und durch!«, »Den Stein ins Rollen bringen«, »Das Ruder in die Hand nehmen«, »Den Kopf verlieren« und »Die Zähne zusammenbeißen«.

Löwe: »Leben wie Gott in Frankreich«, »Sich im eigenen Glanz sonnen«, »Ich bin der Größte«,  »Wer angibt, hat mehr vom Leben«, »Mehr Schein als Sein«, »Eine Show abziehen«, »Es ist nicht alles Gold, was glänzt« und »Liebe, und tu was du willst«.

Schütze: »Für etwas oder jemanden Feuer und Flamme sein«, »Der Weg ist das Ziel«, »Den Bogen überspannen«, »Über das Ziel hinaus schießen«, »Der Duft der großen weiten Welt«, »Wie die Made im Speck leben«, »Den Mund zu voll nehmen« und »Angeben wie tausend nackte Wilde«.

 

 

Die Bedeutung der Sabischen Symbole

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Venus-Pentagramm mit Sabischen Symbolen

DIE BEDEUTUNG DER SABISCHEN SYMBOLE

Jeder Mensch erlebt das, was ihm zusteht und was zu ihm gehört aufgrund des ihm eigenen Potenzials. Welchen Wert er den Erfahrungen zumisst und nach welchen Kriterien er sie bewertet, hängt von seinem Entwicklungsstand und der Prägung durch seinen soziokulturellen Bezugsrahmen ab. Sieht der Mensch in den traditionellen gesellschaftlichen und kulturellen Bezugsrahmen keinen Sinn und Wert mehr, wird er nach einem neuen Bezugsrahmen mit neuen Bedeutungsinhalten suchen, die ihm die ersehnte innere Sicherheit geben können.

Solche Bezugssysteme sind die 22 Arkana des TAROT, die 64 Hexagramme des I GING und die 360 Grade des ZODIAK. Jedes dieser Systeme stellt eine vollständige, in sich abgeschlossene, zyklische Serie von Sinninhalten dar, aus denen ein Individuum Sinn und Bedeutung für sein Leben und seine Erfahrungen extrahieren kann – als Möglichkeit.

Lebenswichtige Ereignisse können weder umgangen noch kontrolliert werden. Sie gehören zu uns. Wir begegnen ihnen aufgrund einer inneren Notwendigkeit und geben ihnen Bedeutung und Sinn. Diese erhalten wir nur, wenn wir das Erlebte in seiner Beziehung zum ganzen Prozess sehen.

Kein isoliertes Geschehen hat Bedeutung aus sich selbst heraus! Diese erlangt es erst durch den Zusammenhang im größeren Ganzen. Auch wenn das in Beziehung setzen unbewusst erfolgt, ist es doch die Grundlage für eine Bedeutung. So erhält jede Erfahrung, jeder Planet und jeder Punkt im Tierkreis eine Bedeutung aufgrund der einmaligen Stellung im größeren Ganzen, nicht nur punktuell und graduell, sondern auch multidimensional (auf drei Ebenen: aktional, kulturell-emotional, individuell-mental).

Und so kann auch der Sinn der Arbeit mit den Sabischen Symbolen nur darin liegen, dass wir als Individuum immer durchlässiger werden für die Absicht und den Geist des Ganzen, dass unser Leben wieder „heilig“ (heil) wird, d.h. erfüllt und durchdrungen vom planetaren Geist oder Willen Gottes. Durch das, was wir „unser Leben“ nennen, handelt der schöpferische Geist des Universums. Wir sind zugleich Darsteller und Teilhaber des großen Lebensrituals.

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Ankh + Uroboros

Das Erschaffen von SINN und BEDEUTUNG ist ein lebenswichtiger, schöpferischer Akt, den wir bewusst oder unbewusst vollziehen (im Horoskop gibt VENUS darüber Auskunft). Ob ein Mensch den nächsten Entwicklungsschritt macht und wenn ja, wie dieser geschieht (in welchem Sinne), hängt von der BEDEUTUNG ab, die er diesem Schritt oder Geschehen gibt (bewusst oder unbewusst). Konflikte entstehen, wenn verschiedene Aspekte der Persönlichkeit (die Planeten) den Erfahrungen verschiedene Bedeutungen geben.

 

Im Gegensatz zu den Zeichen führen die Sabischen Symbole nicht zu vorhersehbaren Ereignissen oder Handlungen, sondern die Bedeutung des Symbols ist für jeden Menschen unterschiedlich je nach Lebenssituation, Bewusstseinsstand, Alter, Entwicklung etc.

Auf der Seite von Hans-Werner Bethke findet ihr seine Diplomarbeit über die Sabischen Symbole als Download. Sehr empfehlenswert!

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Tierkreis-Mandala „Horusauge“

Marc Edmund Jones schreibt:

Symbolische Astrologie ist eine lebendige Kunstund muss als solche erlernt werden. Die mit den Graden des Tierkreises verbundene Symbolik sollte selten wörtlich genommen werden. Sie sind eher Katalysatoren für das höhere Verständnis des Astrologen, dessen Entwicklung es ihm ermöglichen wird, Inhalt und Schlussfolgerung jedem Lebensfaktor hinzuzufügen.“

Sternengrüße

von Sundra

Neuer Blog: Expanvision

Expanvision – im Sauerland
Seit 1984 entfaltet sich der Lebenstraum der Autorin und Künstlerin in Brilon, einer Kleinstadt im östlichen Westfalen. In den Höhlen, an den Quellen, Seen und Talsperren dieser mystischen Landschaft findet sie zu ihren Wurzeln, die tiefer als die Raumzeit und das in ihr geschichtete Erlebnismaterial reichen. Nahe der Almequelle widmet sie sich der Kunst, dem Schreiben und der almequelleBeratertätigkeit zur Themendreiheit HEILUNG-SELBSTFINDUNG-KUNST,  von der Traum- und Sterndeutung bis zur Farb- und Duftberatung – auch im Internet. Gern streift sie draußen durch Wiesen und Wälder, wuselt in ihrem kleinen Kräuter- und Blumengarten, mischt Farben, Tinkturen, Salben, aromatische Öle und Essenzen, liebt tiefsinnige Gespräche ebenso wie spontanes Musizieren, Singen und den Maldialog.

Persönliches
Im persönlichen Leben wird die Autorin durch Träume auf wesentliche Veränderungen, Beziehungen und Entwicklungsaufgaben vorbereitet. Die tägliche Arbeit an sich selbst, die Meditation und das Führen eines Traumtagebuchs sind für sie Methoden, die Verbindung mit dem schöpferischen Lebensgrundgrund aufrechtzuerhalten. Geschöpft wird aus fast vierzigjähriger Traumarbeit und Astroerfahrung, einer umfangreichen Traum- und Symbolkartei, einem breiten Wissen und Symbolverständnis. Ebenso wichtig ist es der Autorin, das Geschaute, Erlernte und Erkannte an Suchende und Ratsuchende weiterzugeben, die den Weg zu ihr ins Sauerland oder ihre Texte im Internet finden.

Die Autorin
Sundra Kanigowski, geboren 1947 im westfälischen Hamm, bis zu ihrem 30. Lebensjahr als SpeditiM8B_Conskauffrau und Erzieherin tätig, entscheidet sich nach langer Krankheit und einer erweckenden, inneren Erfahrung kompromisslos für den geistigen Weg des Erwachens, findet über die Yogapraxis einen Einstieg in buddhistisches, tantrisches und taoistisches Gedankengut. Eine astro-spirituelle Grundausbildung erhält sie bei Hans-Hinrich Taeger (Manjushri Mandala, IAS). Sie übersetzt Bücher, arbeitet als astrologische Beraterin und Lehrerin.

Künstlerin, Astrologin, Traumbegleiterin
Mit 46 Jahren bricht die Kreativität wie ein Vulkan aus ihr hervor und sie beginnt, ihre Träume und Visionen zu malen. Träume spielen seit der Kindheit eine wesentliche Rolle, spiegeln oft auf erschütternde Art ihr Leben – die Sehnsüchte, Ängste und Irrwege – führen gleichzeitig tief zu den Ursachen und Wurzeln ihres Daseins. Den größten Teil ihres Lebens widmet sie der Traumarbeit, der Klärung und Reinigung von alten Denkprogrammen und psychischen Strukturen. Dabei wird sie immer wieder reich beschenkt mit geistigen Belehrungen, inneren Einsichten und segensreichen Strömen aus höheren Seinsebenen. Die Schubkraft von innen ist intensiv. Die Macht der Archetypen bricht oft so gewaltig in ihr persönliches Leben ein, dass es immer wieder zu Unterbrechungen, Brüchen, Entwicklungsschüben und großen Wandlungen kommt, wo das „Sterben mitten im Leben“ geübt werden darf.

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Geistiger Hintergrund
Das innere Buddha- oder Christuswesen, das durch Lehre, Mantra und Meditation in den Siebzigern in ihr geweckt wurde, bringt die Autorin auf den Weg. Traumbilder und Symbole offenbaren innere Sehnsüchte und Wünsche, lösen eine intensive Auseinandersetzung mit christlich-jüdisch-gnostischem, buddhistischem und taoistischem Gedankengut aus. Symbole, mythologische Themen und fremdsprachliche Inhalte in ihren Träumen führen sie zur Kabbala, zum Erforschen der hebräischen Sprache und der inneren Struktur des Wortes. Friedrich Weinreb, der aus den Quellen jüdischer Überlieferung schöpft, bleibt auch über seinen Tod hinaus (1988) ein inspirierender Lehrer und geistiger Freund.

Der ununterbrochene Inspirationsfluss durch Träume, Visionen und Eingebungen leitet über zur alchemistischen Symbolik und einem Studium der Werke von C.G. Jung, vor allem seiner Archetypenlehre. Das I Ging, das chinesische Buch der Wandlungen, ist seit den Siebzigern ein treuer Begleiter, ebnet die Wege zum östlichen Denken, zur Philosophie des Zen und des Taoismus. Alchemistische Träume und Texte aus vielen Kulturen stillen ihre Sehnsucht nach ganzheitlichem Verständnis der inneren Vorgänge.

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“MAHAKALA”, Aquarell

Belehrung und Schulung durch Träume

Der innere Traumregisseur wird zum Lehrer und reinen Spiegel: Bei Freude über Einsichten und Erkenntnisse zeigt ihr der Traum deren Bedeutungslosigkeit oder Leere. Schmerzhafte Verluste und Krankheitsperioden erweisen sich dagegen als stepping stones und Sprungbrett in Dimensionen jenseits der Polarität. Durch tägliche geistige Schulung, die Arbeit mit Mandals und das Studium östlicher und westlicher Mythologie sind ganzheitliche Schau und intuitives Symbolverständnis möglich.

Über den Traum offenbart sich eine sehr lebendige, seelisch-geistige Beziehung zu Lama Anagarika Govinda, einem modernen Interpreten des tibetischen Buddhismus und Daoismus, gebürtig aus Deutschland. Mit seiner weisen inneren Führung lenkt er die spirituelle Entwicklung der Autorin vorwiegend in den späteren Lebensjahren auf den schöpferischen Umgang mit dem Wort oder dem Mantra, das ebenso wie Bilder und Symbole zu den archetypischen Inhalten des Tiefenbewusstseins gehört.

Im inneren Erleben der multidimensionalen Wirkung von Mandalas und tantrischen Keimsilben (Mantren) erfährt die Autorin deren direkte Beziehung zu den psychischen Energiezentren (Chakren) im Menschen. Träume weisen ihr auch den Weg zur Symbolik anderer Kulturen, zu antiken Mysterienschulen und den Lehren großer Eingeweihter wie Krishna, Hermes, Moses, Orpheus, Pythagoras, Plato und Jesus. Es ist für sie eine selbst erfahrene Tatsache, dass alle existierenden großen Symbole und Lehren der Menschheit aus den Träumen kommen und auch weiterhin kommen werden.

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Ewiges Leben, Aquarell

Zum Buch „Traumdeutung und Horoskopdeutung“
Das erste Buch von Sundra Kanigowski über Traumdeutung und Horoskopdeutung ist noch in Arbeit.*** Wegen des großen Umfangs wird es nun in zwei Bände aufgeteilt, Band I als theoretisches Basiswissen mit den Grundkenntnissen zur Traumdeutung und Astrologie – Band II mit Traumsymbolen und Traumdeutungsbeispielen. Die Werke dienen der Selbsterkenntnis und Selbsterziehung.

*** Seit Juli 2017 ist das Manuskript Teil I als PDF erhältlich – siehe meine Webseite „Lebensspuren“ auf www.sundra.eu

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 ein Cover-Vorschlag…