Energiearbeit – Ätherische Öle für das Sahasrara Chakra (10)

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Mein Vorschlag für die Chakrenölmischung „Sahasrara“

Inhalt: Jojoba- und Sesamöl Bio, ätherische Öle (1 %)

Oud (Adlerholz), Lavendel*, Sandelholz, Elemi, Weihrauch

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Die SAHASRARA Chakrenölmischung

Aus einigen Tropfen des legendären indischen Oud-Attar*, zusammen mit arabischem Weihrauch, dem frischen Elemiöl und dem zärtlich-spirituellen Duft des Lavendelöls aus den höher gelegenen Regionen Südfrankreichs ergibt sich eine besonders edle, ätherische Duftschwingung für das Kronenchakra und die Aktivierung des geistigen Lichtkörpers. Sie eignet sich für die Chakrenarbeit, für Trance- und Phantasiereisen, für Gebet, Ritual und Visionssuche. An der Biochemie erkennen wir, dass es bei diesem Öl für das siebte Chakra keinesfalls um eine Raketenfahrt zur Erleuchtung geht.

*Oud Attar ist eine Co-Destillation von Adlerholz über einer Sandelholzgrundlage

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Welchen Charakter hat das Öl?

1 Wurzelfrau StammfrauZuerst fällt die solide und erdende Basis auf: die ordnende und strukturierende Kraft der Monoterpene (Weihrauch, Elemi, Lavendel). Sie bauen auf, geben festen Halt, wirken koordinierend, konzentrationsfördernd sowie ganzheitlich stärkend und anregend. Ihr Anteil im Verbund mit den anderen Duftmolekülen deutet auf die große Gabe hin, aus dem Lot geratene seelisch-geistige und körperliche Zustände wieder in eine gesunde Ordnung zu führen, die innere Struktur und den Zusammenhalt zu festigen. Psychisch sorgen sie für eine klare Lebensausrichtung, sind dabei anpassungsfähig, mild und geistig offen; äußerlich unterstützen sie die irdische Umsetzung von Erkenntnissen, Visionen, Einsichten und Absichten.

LavendellichtDie Ergänzung durch Monoterpenole (Lavendel, Weihrauch, Elemi) sorgt für eine freudige und lebendige Lebenszugewandtheit, für Spontaneität, einen vielseitigen und unbeschwerten Gefühlsausdruck. Diese Stoffgruppe wirkt adaptogen, das heißt, sie hilft dem Organismus, sich an Stresssituationen und andere veränderte Umweltbedingungen anzupassen und diese auszugleichen: Bei übermäßiger Energie oder Erregung werden die Kräfte zurückgenommen, bei Lethargie oder Mutlosigkeit werden sie verstärkt und wirken stimulierend. Damit bieten sie einen wirksamen Schutz vor Stress. Es geht bei den Monoterpenolen um freien und spontanen Lebensausdruck, Leichtigkeit und Lebensfreude. Dabei werden Achtsamkeit, Mitgefühl und die Wahrnehmung der Umwelt gestärkt und gefördert.

Sandelholz 2_CDie Sesquiterpene/–terpenole (Sandelholz, Oud, Weihrauch, Elemi) bezeugen, dass es hier um innere Werte geht, die als Resultat einer tiefen seelischen Verarbeitung letztendlich zu seelischer Reife und Vollendung führen. Sie sind die „Seelenführer zur Mitte“ und zum ureigensten Wesen, geben Kraft, Stärke und Selbstvertrauen, unterstützen die individuelle und feinstoffliche Ausstrahlung. Als Spezialisten und Alchimisten, Meister der Elemente und des geistigen Feuers sind die Sesquiterpene vertraut mit der inneren Arbeit am Seelenstoff. Sie verstehen sich darauf, Niederlagen, Schicksalsschläge oder traumatische Erlebnisse als Sprungbrett zu höheren Bewusstseinszuständen zu nutzen und negative Erfahrungen in etwas Positives umzuwandeln. Aus dieser alchemistischen Arbeit, die dem Schleifen eines inneren Diamanten gleichkommt, erwachsen große Kräfte und Kunstfertigkeiten, z.B. die Kraft inneren Friedens, des Verzeihens und der Selbstüberwindung. Es ist eine schmerzhafte Operation, doch das Ziel ist die Leiden wert: die Seele bildet sich zur Vollkommenheit aus.

LavendulaDer Beitrag an milden Estern – Hauptinhaltsstoff im Lavendelöl – wirkt im harmonischen Zusammenspiel mit den anderen Stoffen ganzheitlich entspannend und beruhigend. Er verleiht Ausgeglichenheit und nervliche Widerstandskraft, sorgt für gute Ressourcen und Schmerzstillung. Als Stimmungsaufheller sorgen die Ester für heitere Gelassenheit, einen guten Schlaf und eine ausgeglichene Psyche. Sie fördern den zwischenmenschlichen Dialog und stärken den mitfühlenden und verantwortungsbewussten Umgang mit allen Lebewesen und der Umwelt. Sie  machen durchlässig und feinfühlig für Inspirationen aus höheren Ebenen, führen zur inneren Schau und unterstützen die notwendige Auflösung von Illusionen, Selbsttäuschungen und Mystifikationen.

Während uns die Äther (Elemiöl) beflügeln, aus der kollektiven Sphäre herauszutreten und unsere individuellen, schöpferischen Anlagen zu verwirklichen, vertreten die hochbewussten Ketone in den Ölen von Weihrauch und Elemi die Krönung der biochemischen Stoffe und Lebensprinzipien. Sie stehen für die zentrale Instanz des Ich oder Wesenskerns und aktivieren unmittelbar das schöpferische Potenzial in uns. Sie verlangen eine bewusste Zielsetzung und innere Lebensausrichtung, einen bewussten Einsatz des Willens und der Lebenskraft, damit wir unsere Mission auf der Erde erfüllen und uns unter allen Umständen selbst treu bleiben können.

Eine Erweiterung des Bewusstseins wird auch von den Oxiden (Lavendel, Weihrauch) unterstützt, die von einem guten Reflektionsvermögen und einer hohen Geisteskraft zeugen. Wir werden wir angeregt, mit der Kraft des Denkens alle Facetten unseres Lebens zu durchdringen, den Sinn und die Bedeutung daraus zu extrahieren, um bewusste Entscheidungen treffen zu können. Es geht um unabhängiges, freies und schöpferisches Denken und um einen freien Fluss des Atemstroms.

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Weihrauch, arabisch (Boswellia sacra)

Balsambaumgewächse – Element Feuer

Duftprofil: würzig, voll, balsamisch süß mit frischer Harznote

Botschaft:  „Ich berühre dich mit meinem reinen, kristallweißen Licht, zeige dir die Schatten in deinem Erdenkleid, ihre Wurzel und Auflösung.“

Innere Alchemie: Weihrauchöl ist ein Yangöl aus dem Wundharz des sagenumwobenen Boswelliabaumes aus dem arabischen und nordafrikanischen Wüstengebiet. Die goldenen „Tränen“ schützen den Baum vor der lebensbedrohlichen Austrocknung durch die Sonne. In diesem Öl stecken immense Lebens- und Lichtkräfte. Sein mystischer Duft öffnet uns für das Transzendentale, macht durchlässig für höchste Schwingungen und hält grobe Schwingungen fern. Es ist in der Lage, die Energie der Erde mit der des Himmels zu vereinen, vermittelt zwischen der realen und der spirituellen Welt, hilft die Lebensgesetze zu verstehen und fördert die Erfahrung einer ewigen Verbindung zwischen dem körperlichen Dasein und der spirituellen Welt. Das Öl korrespondiert mit den höchsten spirituellen Werten und kann uns mit dem Teil unseres Selbst verbinden, der ewig und göttlich ist.

Da es den Atemrhythmus verlangsamt und vertieft, begünstigt es jede Art von Meditation, innerer Sammlung, Kontemplation, Pranayama und Zurückziehen der Sinne von der Außenwelt. Durch die vertiefte Atmung erhält unser Nervensystem mehr Sauerstoff und gewährleistet die Verarbeitung  und Weiterleitung energetischer Informationen über den Pranafluss. Weihrauchöl wirkt aufhellend und stärkt die Klarheit der Aura, hilft auch beim „Flicken“ energetischer „Löcher“ in der Aura. Ferner wirkt es ausgleichend und harmonisierend, neutralisiert aggressive Energie und das Abziehen von Energie.

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Sandelholz (Santalum album),

Sandelholzgewächse – Element Wasser/Erde

Duftprofil: samtig-warm, sinnlich, weich, holzig, süß-balsamisch, orientalisch, sanft männlich; ein sehr tiefer und lang anhaltender Duft

Botschaft: „Ich verbinde mich mit den Energien der Basis und der Erde, fließe mit ihnen empor durch alle Stufen des Lebens.“ – „Ich lasse mich tragen vom Fluss der Gefühle, Gedanken, Begegnungen und Zeiten.“

Innere Alchemie: Sandelholzöl ist von milder Yangkraft, eine sanfte männliche, liebevolle Energie, deren Macht und Kraft jedoch nicht unterschätzt werden darf. Seine Energie ähnelt einem riesigen kontinuierlichen Lebensstrom wie dem Ganges, der, von den Höhen des Himalaya kommend, auf seinem Weg viele andere Ströme in sich aufnimmt, bis er sich in den tiefen Ebenen von Bengalen breit, ruhig, langsam und mächtig dahinwälzt, in sich ruhend, getragen vom Bewusstsein der Einheit von oben und unten, von Geist und Materie.

Im tantrischen Yoga wird Sandelholzöl sowohl dem höchsten als auch dem niedrigsten Chakra zugeordnet, denn dieses System kennt keine Trennung in Körper und Geist oder in sexuelle und geistige Kraft. In diesem Sinne ist Sandelholzöl ein Tantraduf höchster Erleuchtung, der die Verblendung der trennenden Gegensätze überwinden hilft. Er kann die schöpferische Energie (Kundalini) im Wurzelchakra erwecken und durch die alchemistischen Wandlungsstufen (Energieknotenpunkte) zu höchster Erleuchtung tragen. Blockaden und Stauungen in den Chakren werden auf sanfte aber nachhaltige Weise gelöst und in den großen Energiestrom entlang der Wirbelsäule eingebracht.

Blüte_C_600  Elemi (Canarium luzonicum), Balsambaumgewächse – Element Erde

Duftprofil: süß, frisch, grün, hell, zitronig-harzig, würzig-pfeffrig

Botschaft: „Ich bin gesammelt, hellwach und bereit für die Reise nach innen.“ – „Ich erkenne, dass innen und außen die zwei Seiten einer Goldmünze sind.“

Elemi, der helle, aufreizende Duft mit feurig-pfeffriger Schärfe, verbindet das obere spirituelle mit dem unteren irdischen Chakra und stellt das Gleichgewicht her – bedeutet sein arabischer Name al-lami doch „wie oben so unten“. Elemi wird zur inneren Sammlung bzw. zur Reise nach innen verwendet. Es mag ein Phantasieraum sein, ein Labyrinth oder Refugium, ein Garten oder Farbraum, den der Schauende selbst ausfüllt und bewohnt. Der Raum steht symbolisch für den Geist- oder Lichtkörper, der von jedem spirituell Suchenden bewusst selbst erschaffen und gepflegt wird – ein Ort/Raum des Rückzugs und gleichzeitig ein Gefährt in andere Dimensionen, wenn die anderen Hüllen abgelegt werden.

Innere Alchemie: Elemiöl ist in stärkendes, inspirierendes, lichtbringendes Yangöl und ein ätherisch-lichter Lehrer aus der Pflanzenwelt. Es schützt vor negativer Energie und hilft beim Auflösen und Freisetzen von Blockaden in allen Chakren. Es wohnt ihm die Kraft inne, alles in Gold zu verwandeln, was er berührt, wenn es in höchster Achtsamkeit geschieht. Sein Duft kann alle Chakren, Ebenen und Welten ausbalancieren, sie von Blockaden befreien und helfen, die spirituellen Einsichten und Visionen mit den weltlichen Erfordernissen in Einklang zu bringen. Jeder innere und äußere Raum und auch jede einzelne Aurahülle kann durch den Elemiduft gereinigt, energetisiert und mit Licht angereichert werden. In der Meditation weckt er das Gefühl tiefen Friedens in Verbindung mit vollkommener Klarheit und wacher Präsenz im inneren Zentrum. So leicht wie er die Innenschau fördert, findet er auch wieder in die Alltagswelt zurück.

Durchblick

Oud, Adlerholz (Aquilaria agallocha) bzw. Oud-Attar aus Indien

OudAttar, eine indische Duftrarität, ist das Ergebnis einer gemeinsamen Destillation von Adlerholz mit Sandelholz. Das Öl ist wie Sandelholz, Weihrauch und Elemi ein Duft für die Ewigkeit mit einem Zugang zur Tiefe der Seele: tiefgründig holzig, mystisch und balsamisch-erdig, zugleich holzig-süß, beruhigend, angstlösend, befreiend und entspannend. Der Duft wird zum Einstieg in die Meditation genutzt, eignet sich ebenso für die Chakrenarbeit, Trance- und Fantasiereisen, für Gebet, Ritual und Visionssuche. Als Öl eignet es sich für das Wurzel- und Kronenchakra.

Adlerholz ist eines der kostbarsten und ungewöhnlichsten Hölzer, die weltweit für edle Räucherungen zu Meditation, Heilung und Ritual verwendet werden. Es wird u.a. in der Sufiheilkunst und tibetischen Medizin verwandt. Der immergrüne bis zu 40 Meter hohe Tropenbaum wächst in Thailand, Indien, Indonesien, Kambodscha und Vietnam. Doch das begehrte Aroma wird nur aus einer seltenen pilzbefallenen Art des Kernholzes gewonnen. Dieses Holz ist schwarz, schwer, extrem ölhaltig – und extrem teuer.

Duftprofil: erdig, tief, warm, balsamisch-süß, magisch-mystisch

Duftbotschaft: „Ich vollende und kehre heim.“ – „Ich verneige mich vor dem Mysterium der Schöpfung.“

Innere Alchemie: Das Oud-Attar besitzt starke transformatorische Kräfte, die in Asien auch als Übergangshilfe für hoch entwickelte Seelen zwischen Leben und Tod genutzt werden. Als Hüter der Schwelle hat das Öl initiatorischen Charakter, reicht allen wahrhaft Suchenden die Hand und führt sie über die Schwelle. Es wird zur Heilung geistiger Krankheiten und bei einer tiefen Traurigkeit des Herzens eingesetzt. Bei einer Salbung oder Massage mit Oud-Attar findet eine enorme Energetisierung und Aufladung der Lebenskraft statt. Die Schwingungen von Körper und Geist werden ausgeglichen und stabilisiert, während das Schmerzempfinden gelindert wird. Mangel und Unstimmigkeiten werden energetisch ausgeglichen und lösen sich auf.

lavendel_blumen_500Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

Lippenblütler – Element Luft

Duftprofil: frisch, blumig-krautig, leicht süß, mild, zart holzig, klar

 

Duftbotschaft: „Ich fühle mich innerlich klar. Meine Energien sind ausgeglichen.“ –  „Ich bekomme die Hilfe, die ich brauche.“

Innere Alchemie: Lavendelöl ist ein Merkuröl, in dem Yin und Yang ausgeglichen und nahezu gleichwertig enthalten sind. Während es im Herzchakra vor allem kühlend und ausgleichend auf der emotionalen Ebene wirkt, kommen im Scheitelchakra seine höheren, feinstofflichen Energien zum Tragen. Der Lavendelduft zieht uns nach oben, hebt uns aus dem Alltagserleben heraus. Er erleichtert den Zugang zu Visionen, inspirierenden Gedanken und unterschiedlichsten Perspektiven. In diesem Chakra findet die umfassende, heilsame Natur des Lavendels ihren vollendetsten und klarsten Ausdruck, finden die stärksten mentalen Transformationen statt, die sich als neue Ideen in unserem Bewusstsein verankern.

Lavendelöl aus den höheren Bergregionen schwingt mit einer extrem hohen spirituellen Energie, die noch weit über das Kronenchakra hinausgeht. Dank seiner ausgleichenden, harmonisierenden Wirkungsweise unterstützt es uns in dem Bemühen, den Lebensalltag mit Spiritualität zu erfüllen. Als Bild für die universelle Liebe des Lavendelöls eignet sich die Gestalt eines helfenden Engels oder die eines Bodhisattvas, der bedingungslose Hilfe leistet, um die Schmerzen aller Lebewesen zu überwinden.

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Verwendete Literatur:

Thomas von Rottenburg „Heilkunde der Ätherischen Öle“, Verlag Neue Erde, 2015; Monika Werner/Ruth von Braunschweig: „Praxis Aromatherapie“, Haug Verlag, 2006 ; Harish Johari: „Das große Chakra-Buch“, Bauer Verlag, 1987; Arthur Avalon „Die Schlangenkraft“, O.W. Barth Verlag, 1994; Kinkele/Arndt: „Die Pflanzenhelfer“, Windpferd Verlag, 2015

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Ätherische Öle für das 1. Chakra

Meine Auswahl:

Angelika/Engelwurz, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver.

Die würzig-warmen, erdenden und schweren Düfte wirken seelisch stärkend, zentrierend und stabilisierend, sind sehr duftintensiv. Die Mischung wirkt auf angespannte, überlastete Naturen beruhigend, entspannend und ausgleichend, auf ängstliche, unsichere und erschöpfte Menschen besonders ermutigend, belebend, vitalisierend. Kopflastige und abgehobene Naturen kommen wieder in Kontakt mit ihrem Körper und darüber in Kontakt mit ihrer eigenen Macht und Wurzelkraft. Das Zutrauen in die eigenen Körperprozesse wächst. Eigene Energien und Abwehrkräfte werden erkannt und gestärkt, das Fremde und Unwahre wird bekämpft, ferngehalten bzw. ausgeschieden. Die Muladhara-Mischung stärkt die eigenen Ressourcen, stellt die Verbindung zwischen Geist und Körper, oberen und unteren Chakren her und bringt das gesamte Chakrensystem in Gleichgewicht.

Auf biochemischer Ebene überwiegen folgende Stoffgruppen: Sesquiterpene, Phenole, Monoterpene, Ketone, Ester und Äther.

mula_296px-angelicaarchangelica11. Angelikawurzel (Angelica archangelica), Doldengewächs – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Rauchig-erdig, wurzelhaft, aromatisch-süß, würzig-pfeffrig

Duftbotschaft: „Geh den eigenen Weg!“ – „Sei ein Krieger/Träger des Lichts“ – „Du bist stark, ich baue dich auf!“

Seelisch-geistige Wirkung: ganzheitlich anregend, stark ausgleichend, angstlösend, beruhigend, stabilisierend, aufhellend. Als „Angst- und Kraftöl“ wirkt Angelika positiv auf ängstliche, zurückhaltende und mutlose Menschen sowie bei mangelndem Selbstvertrauen. Der Duft erdet, bringt zurück in die Realität und zu den Wurzeln, und hilft, festen Boden unter den Füßen zu behalten oder wieder zu bekommen. Ermutigend und aufbauend bei jedem Neubeginn, bei Bauchängsten, psychischer Instabilität und einem Gefühl der Überforderung. Der Duft der Engelwurz mildert aggressive Tendenzen, Nervosität und Schockzustände, fördert Entscheidungsfreudigkeit, Kreativität und innere Zuversicht, unterstützt die Zentrierung im Selbst. Verborgene Kraftreserven können erkannt und genutzt werden. Er hilft bei Alpträumen, Schlaflosigkeit und beschützt die traumwandelnde Seele in der Dunkelheit.

Astroenergetischer Bezug zum Erdzeichen Steinbock (Sonne, Aszendent im Steinbock / 10. Haus), zum visionären Feuerzeichen Schütze und den feurigen Planeten (Sonne, Mars, Jupiter), die durch Saturnaspekte geschwächt sind und gemeistert werden können.

Innere Alchemie (feinstoffliche Wirkung): Das Angelikaöl ist energetisch ein Yangöl, stärkend, irdisch aufbauend, stabilisierend, lenkend und regulierend. Die Namen – Engelwurz, Erzengelwurz und  Heiliggeistwurz – erinnern an sein Wesen als Kanal oder Krieger des Lichts, der uns voran geht und den Weg erhellt. Festverwurzelt in der Erde ist die Pflanze mit ihren großen, hoch aufragenden Dolden (kosmischen Antennen) und dicken, hohlen Stängeln (Kanäle) besonders empfänglich für die Energien höherer Lichtreiche. Daher korrespondiert sie auch mit den höheren Chakren, mit der selbstbewussten Feuerenergie des Manipura Chakras (Solarplexus) und den spirituellen Energien des Scheitelchakras. Ihr Duft reinigt die Aura, durchlichtet den Geist. Das Immunsystem wird mit göttlicher Licht- und Lebenskraft gespeist. Duftthema ist das Licht, das Erleuchten dunkler Pfade und der Schutz vor Negativität durch die Gewissheit der eigenen Stärke.

mula_640px-helichrysum_italicum_flowers2. Immortelle (Helichrysum angustifolium/italicum), Korbblütler – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Der Duft ist voll und süß, blumig-würzig, erinnert an Heu, Honig und Curry, zugleich fruchtig, herb-holzig und krautartig, immer warm und erdig. Die sonnengelbe Strohblume „Immortelle“, die „Unsterbliche“, auch „Sonnengold“ Italiens (Helichrysum it.) genannt, ist eine Würz- und Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum.

Duftbotschaft: „Empfange aus meinem Füllhorn ein Meer goldener Ätherkräfte und lass dich wie Danae und Goldmarie vom Goldregen durchdringen. Im größten Unglück bin ich für dich da.“ – „Lass alles Zweifeln und Zaudern und erhebe dich zu deiner wahren Bestimmung!

Seelisch-geistige Wirkung: Das Immortellenöl wirkt ganzheitlich entspannend, beruhigend und ausgleichend, in besonderem Maße stärkend und regenerierend, haltend, bewahrend und aufbauend; es erdet, wärmt, schützt und löst mit seinen strahlenden Lichtkräften auch die dicksten Blockaden. Der warme Duft dieses sonnendurchfluteten Öls wirkt besonders bei innerlich durchfrorenen oder „gefühlskalten“ Menschen, die unter menschlicher Kälte leiden, sich nur schwer fallen lassen können und Angst vor Veränderung haben.

Das Öl ist sehr hilfreich bei psychotherapeutischen Sitzungen: Das Wesen des Immortellenöls hilft beim Lockern und Auflösen von Blockaden und Kontrollmechanismen, kann die Traumfähigkeit intensivieren, den Zugang zu inneren Bildern fördern und tief ins Unbewusste verdrängte Inhalte hervorholen. Bei Furcht vor Albträumen und Kontrollverlust wirkt es erdend und hilft, das Urvertrauen zurückzugewinnen und Probleme mit mehr Gelassenheit zu betrachten. Es leistet erste Hilfe bei Unfällen, Schocks und Verlusten, hilft unmittelbar beim Verarbeiten von Trauer und Traumata, beim Auflösen seelischer Knoten und tief sitzender Ängste. Immortelle erdet Menschen, die zu sehr in ihrem Kopf leben, die Realität und auch ihre Aggressivität nicht wahrhaben wollen. Wenn die inneren Knoten sich lösen und die Bilderflut strömt, brauchen diese Menschen Unterstützung bei der Aufarbeitung ihrer Blockaden.

Astroenergetischer Bezug zum Erdzeichen Stier (Venus) und den Themen Sicherheit, Abgrenzung, Grenzerfahrung, mit der Angst vor Veränderungen und Verlust (Sonne, Mond, Mondknoten, Aszendent im Stier bzw. im 2. Haus) bzw. auf einer höheren Ebene dem Streben nach Erleuchtung, der Umwandlung von Begierde in geistiges Streben (Venusaspekte mit Sonne, Uranus, Neptun, Pluto).

Innere Alchemie: Immortelle ist ein erdendes und wärmendes Yangöl mit starken Antennen zur geistigen Welt, das den Blick extrovertierter Menschen nach innen lenkt, ein blockiertes Wurzelchakra öffnen kann, psychische Tiefenreinigung aktiviert und unterstützt, damit sich Ruhe und Gelassenheit einstellen können. Es aktiviert die rechte Hirnhälfte, stärkt die Intuition bei gelenkten Phantasiereisen und Visualisierungen. Daher korrespondiert das Öl auch mit dem Stirnchakra. Das Wesen des Immortellenöls löst mit seinem Zustrom an vitalen Ätherkräften Verspannungen und Krämpfe, die mit einem Übergewicht an Astralkräften und einem Zuwenig an Ätherkräften zusammenhängen.

            mula_nelkenknospen_640px-syzygium_aromaticum_on_tree3. Nelkenknospen (Syzygium aromaticum) Myrtengewächs – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Der Duft des Nelkenknospenöls ist kraftvoll warm und samtig, von würzig-scharfer Süße.

Duftbotschaft: „Ich gehe für dich in die Tiefe, durch das Feuer der Läuterung und Wandlung. Komm mit mir – in deine ursprüngliche Macht und Kraft! Vertraue der Knospensprengkraft und halte durch bis zum Moment, da Altes von dir abfällt und das Neue sich offenbart!“

Seelisch-geistige Wirkung: evolutionär anregend, stärkend, stimmungsaufhellend; es zieht nach innen und in die Tiefe, dringt vor bis zur eigenen schöpferischen Urkraft, drängt vorwärts auf eine neue Stufe in der Spirale des Lebens; hilft beim Aufspüren und  Verbrennen fremder Einlagerungen, Einflüsse und unwahrer Inhalte, ebenso beim Hervorholen und Integrieren verdrängter Gefühle; es gibt Schutz und Kraft bei Depressionen, Überlastung, Ängsten, Desorientierung und mentaler Verwirrung, hilft bei Stress, Schlaflosigkeit und Unruhe.

Astroenergetischer Bezug zum fixen Kreuz Stier-Löwe-Skorpion-Wassermann, zu Sonne/Pluto, Mars/Pluto und Venus/Pluto, Sonne/Uranus/Pluto.

Innere Alchemie: Mit starker Yangkraft führt das Wesen des Nelkenknospenöls sogleich in die Tiefe, stößt wie ein Laserstrahl durch alle Zivilisationsschichten und Fremdinhalten hindurch, verbindet den Menschen wieder mit der göttlichen Urkraft, einer kraftvollen Mischung aus fruchtbarer Erde und glühender Lava.

Als Hauptvertreter der phenolhaltigen Stoffgruppe dient das Nelkenknospenöl in all seinen Prozessen dem Überleben des Organismus. Für diesen Prozess braucht es ein starkes Abwehrsystem und eine gesunde Portion Aggression, um sich körperlich gegen feindliche Eindringlinge wehren und sich auch seelisch-geistig gegen alles Fremde und Unwahre abgrenzen zu können. Mit aller Kraft feuert es den Stoffwechsel an, stärkt die Vitalität und den Überlebenswillen, meistert Fäulnis- und Eiterprozesse, stärkt das Herz, sorgt für einen erholsamen Schlaf und weckt die eingeschlafenen Kräfte der Lebensbehauptung (Mars). Somit wird das Nelkenknospenöl zu einem unverzichtbaren Öl für das untere Wurzelchakra.

Wo diese mächtige, glühende, vorwärtsdrängende und lebensfreudige Knospenkraft unterdrückt, blockiert oder einfach nicht vorhanden ist, ist der Mensch nicht in seiner eigenen Macht und Autorität verwurzelt, sondern hat sich das mächtige Lebensprinzip aus der Hand nehmen lassen. Er ist zum Diener und Erfüllungsgehilfen fremder Autoritäten geworden, die ihm durch Werbung suggerieren oder per Gesetz diktieren, welche Lebensweise, Nahrung, Medizin oder Gewohnheit gesund, gut und lebensförderlich für ihn ist. Jede Macht und Autorität ist gesund, solange sie lebensfördernd, gemeinschaftsstärkend und mit dem Herzen verbunden sind. Alle anderen Autoritäten sind ungesund, da machtorientiert, kalt, berechnend und erniedrigend für den Menschen.

Durch Hingabe an das Nelkenknospenöl erhalten wir die Gelegenheit, unser Vertrauen in die eigenen Körperprozesse zu erneuern oder zu stärken. Damit schenken wir den Urkräften wieder Vertrauen, die bei Geburt, Pubertät, Menstruation und in der Menopause wirken, ebenso den lebenserneuernden und regenerativen Prozessen bei der Krankheitsbewältigung. Schließen wir diese urgewaltigen Kräfte aus unserem Leben aus, indem wir sie leugnen oder ignorieren, richten sich ihre Kräfte eines Tages gegen uns selbst – als autoaggressive Tendenz einer Krankheit, Beziehung oder schädlichen Gewohnheit (z.B. Sucht).

Das Nelkenöl versetzt uns in die Lage, unseren Weg der natürlichen Seelenreifung Stufe für Stufe durch die Chakren voranzuschreiten und uns den Wehen einer inneren psychischen Schwangerschaft hinzugeben. Wir lernen, dem alchemistischen Feuer zu vertrauen, das die Substanz unserer Innenwelt läutert und verwandelt. Und schließlich sind wir bereit, uns bis in letzter Konsequenz dem Wandlungs- und Erneuerungsprozess hinzugeben, bis die Mutation oder der Sprung auf eine neue Ebene des Gewahrseins und der Reaktion auf das Leben stattgefunden hat – dank der Nelkenknospenkraf

mula_silberbeifus_5004. Silberbeifuß (Artemisia arborescens) Artemisiagewächse – Element

Duftprofil: Der Duft des Silberbeifußöls ist kraft- und gehaltvoll, würzig und warm, zugleich grün-holzig-frisch und von dunkler, befreiender Süße. Der Atem wird tief, der Kopf wird frei. Mit der ihm innewohnenden elementaren Kraft übernimmt dieser geheimnisvolle Duft sogleich die Führung und zieht fast magisch in die Tiefen des Körpers und der Erde.

Duftbotschaft: „Ich führe dich auf unbekannten Pfaden zu deinem tiefen Schöpfungsquell. Öffne dich dem Potenzial deiner Zukunft und lass das Gestern hinter dir! Empfange meine unbändige Lebenskraft und mache dich frei für deine wahre Berufung!“

Seelisch-geistige Wirkung: Das Wesen des Silberbeifußöls ist ein „Seelenführer zur eigenen Mitte“ und ein Spezialist für psychosomatische Beschwerden. Es gibt Mut, Kraft und Selbstvertrauen für den individuellen Weg und die Entfaltung des eigenen Wesenskerns, um die ausgetretenen Pfade verlassen und alles Konditionierte und Aufgesetzte abstreifen zu können. Es beruhigt, entspannt, führt zu innerer Gelassenheit und der Gewissheit, selbst die dunkelsten Aspekte in hilfreiche Energien umwandeln zu können. Ängste, Traumata, Süchte und schwere psychische Belastungen können sich in einer entspannten und friedlichen inneren Haltung lösen. Das Öl wirkt ganzheitlich befreiend, weitend und stärkend, bringt aus dem Kopf tief in den Körper.

Innere Alchemie: Die Nachtmeerfahrt zu sich selbst führt tief ins Reich der Schatten. Die tiefblaue Yangkraft des Silberbeifußöls drängt hier mit wilder Entschlossenheit aus dem Quell der geheimnisvollen Tiefe, löst dabei alle verdrängten Gefühlsbrocken aus Wut, Trauer, Bitterkeit und Angst, die unsere kreativen Schöpferkräfte und damit den Ausdruck unseres Wesens lahmgelegt, geschwächt und in Schach gehalten haben. Dabei mag sich autoaggressives, von Süchten und unbewusster Todessehnsucht getriebenes Handeln offenbaren und zur Schattenarbeit auffordern, denn die Stoffgruppe der Ketone im Silberbeifußöl fordern und fördern neben der bewussten Ich-Entfaltung auch eine konsequente Ausrichtung auf das Lebensziel schöpferischer Selbstverwirklichung, was die Verantwortung für das eigene Leben einschließt. Das ganze Wesen dieser Pflanze drängt nach Klarheit, Weite, Direktheit und freien Selbstausdruck.

Unerlöstes und erlöstes Potenzial: Während sich ein Zuviel der Yangkraft als Zügellosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Machtmissbrauch, Herrschsucht und im destruktiven Gebrauch der sexuellen Kräfte äußert, zeigt sich das Zuwenig in geschwächtem Lebenstrieb, fehlendem Mut, Halbherzigkeit, mangelnder Risikobereitschaft und Lebensfreude. Wo die Schöpferkraft brachliegt, die Energie sich weder heiß noch kalt äußern darf, sondern immer nur lau oder auf Sparflamme gehalten wird, verkümmert auch die Lebenskraft. Das Leben wird freud-, farb- und geistlos, unerotisch, fad. Welchen Sinn sollte es (noch) haben… Menschen resignieren, werden apathisch, des Lebens überdrüssig, neigen zu Depressionen und Autoaggressivität – wo dies nicht bewusst ist, äußert sich das Brachliegen der geistigen und schöpferischen Kräfte als selbstzerstörerische Krankheit.

Das Silberbeifußöl ergreift mit seinem Wesen den Menschen dieser Zeit, legt den Finger in die Wunde, akzeptiert keine Halbheiten, zeigt auf die Schattenanteile und drängt zur Katharsis. Alles Unechte, Halbherzige und Erstarrte, alles Zögerliche, Ängstliche und Bequeme, das einer echten Lebendigkeit im Wege steht, wird in seinen Grundfesten erschüttert und aufgelöst. Dann steht der Erneuerung der Lebenskräfte nichts mehr im W

mula_wiki_640px-vetiveria_zizanoides_dsc078105. Vetiver (Vetiveria zizanoides) Süßgräser – Element Erde/Wasser

Duftprofil: „Duftende Wurzel“ oder „Duft der Ruhe“ wird es in seiner Heimat (Java, Indien, Sri Lanka) genannt. Es wird aus der aromatischen Wurzel eines exotischen Grases gewonnen. Der Duft von Urvertrauen nd Geborgenheit ist weiblich umfangend und haltend: dunkel, tief, erdig-schwer und warm-würzig, holzig, süßlich-herb, etwas moosig und modrig wie feuchter Waldboden.

Botschaft: „Sich annehmen und lieben“.

Seelisch-geistige Wirkung: Bei Unsicherheit, Rastlosigkeit, Entwurzelung, mangelndem Selbstvertrauen und depressiven Verstimmungen wirkt Vetiver stimmungsaufhellend, seelisch aufbauend und beruhigend, schenkt Bodenhaftung und stärkt den Kontakt zum Körper. Es führt den Menschen zu seinen Wurzeln, tief in den Gefühlsbereich, durchbricht dabei alte Schutzmauern (erstarrte Abwehrhaltung), die zum Schutz vor Gewalt und Verletzung einst aufgebaut worden sind, holt aus der Kopflastigkeit in den Bauch und sorgt zugleich für ein breites, starkes Fundament.

mula_wiki_vetiveria_zizanioides0Vetiver ist ein altbewährtes Schutz- und Schwellenöl, ein „Erdungs-Öl“, wenn nichts mehr geht und alles nervt, bei Krankheitsschüben, Belastungen und Bewegungseinschränkungen, ganz besonders bei psychischen Verletzungen, sexuellen Traumata… Vetiver hilft, unerlöstes Leid und Kummer zu verarbeiten. Es bringt auf den Boden der Tatsachen zurück, öffnet das Tor zu verdrängten Gefühlen und unverwirklichten Anlagen, erneuert das Vertrauen in die eigene Überlebenskraft, den eigenen Wert.

Astroenergetischer Bezug zur Jungfrau-Energie (Sonne, Mond, Mondknoten oder Aszendent in Jungfrau/6. Haus; Merkuraspekte).

Innere Alchemie: Vetiver ist ein starkes Yinöl mit aufsteigender Yangkraft. Die Essenz hat etwas Mütterlich-Beschützendes, das uns an die Erdmutter oder „Wurzelfrau“ erinnert. Sie entspricht dem „Geist des Tales“, der nie stirbt (Tao), der Urmutter, von der Laotse sagt: „Ihr Tor ist die Wurzel von Himmel und Erde“. Das Wurzelchakra (wei-lu am unteren Ende der Wirbelsäule) wird in der chinesischen Alchemie von der inneren Lebensenergie „Schwanztor“ oder „unteres Passtor“ genannt. Hier endet der Fluss der abwärts gerichteten Yinkraft der vorderen Funktionslaufbahn (renmai, Yin) und beginnt der Aufstieg der Yangkraft in der hinteren Lenkerleitbahn (dumai, aufwärts gerichtetes Yang).

Vetiverwurzelöl eignet sich für die drei unteren Chakren, wirkt jedoch besonders auf das Wurzelchakra ein, sorgt für eine dauerhafte Verbindung zwischen Geist und Körper, oben und unten. Ansonsten reguliert und harmonisiert es den Fluss aller Chakren, stimuliert das gesamte endokrine System und hält es im Gleichgewicht.

Bildquellen:

Angelika:  AngelicaArchangelica1.jpg
Immortelle: Helichrysum italicum.jpg
Nelkenknospen: Syzygium aromaticum on tree.jpg
Silberbeifußöl: Maienfelser Naturkosmetik
Vetiver:  Vetiveria zizanoides dsc07810.jpg
 Vetiveria zizanioides0.jpg

Energiearbeit mit ätherischen Ölen (3) Das Muladhara Chakra

 Muladhara („Grundlage“) – Element: Erde (Verwirklichung, Manifestation)

Das Wurzelchakra schwingt in Resonanz mit der materiellen Welt, dem physischen Körper und dem feinstofflichen Ätherkörper. Das Muladhara ist Sitz der Kundalini, das Zentrum der Energieversorgung für den gesamten Organismus und die Grundlage für Selbsterhaltung und Selbstverwirklichung.

Blockaden: elementare Lebens- und Überlebensängste aufgrund von Traumata, karmischen Erlebnissen und schweren seelischen Verletzungen; man ist zu „abgehoben“ und kopflastig, zu wenig geerdet; Unzulänglichkeitsgefühle, mangelnde Zugehörigkeit und Verwurzelung in der eigenen Mitte (Entwurzelung), Essstörungen, Schlafstörungen, schwaches Immunsystem, scheinbare Schutzlosigkeit, Identitätsverlust, mangelndes Urvertrauen / Selbstvertrauen, große Unsicherheit, Angst vor Veränderungen, nicht loslassen können.

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Ätherische Öle für das Wurzelchakra

Das Muladhara oder Wurzelchakra hat die langsamste Schwingung und bildet die Grundlage für alle höheren Aktivitäten. Hier stärken die „Erddüfte“ und Basisnoten – vorwiegend von Holz- und Wurzelölen – die Körperenergie und die Verankerung im Ich. Sie fördern eine gesunde Erdung und Beziehung zum Körper, geben Halt, wirken ausgleichend (dynamisierend und/oder beruhigend), dringen bis ins Reich der Dunkelheit (Unbewusstes) vor. Sie helfen beim Überwinden von Hindernissen und selbst gesetzten Grenzen, wirken schützend und reinigend. Psychisch geht es um die Erweckung und Verwirklichung der inneren schlummernden Kräfte. Dazu ist es notwendig, furchtlos bis zu unseren eigenen Wurzeln vorzudringen.

Die Erddüfte haben einen körperlichen Bezug zum Knochengerüst (Steinbock/ Saturn), zum Magen-Darm-System (Jungfrau/Merkur) zu Gewebe, Haut, Nahrungsaufnahme (Stier/Venus) und zur Körperabwehr (Widder, Mars). Natürlich kann jedes ätherische im Trägeröl auch einzeln verwendet werden. (Dosierung siehe unten).

Die astrologische Zuordnung liegt bei den Erdezeichen Stier, Jungfrau, Steinbock, dem Planeten Saturn und der Widder/Mars-Thematik (Ich-Durchsetzung).

 

Auswahlkriterien

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Würfelfrau (Aquarell)

 Farbe des Öls: von braun über rötlich-braun bis honig- und bernsteinfarben: Angelika (hellgelb bis bernsteinfarben), Benzoe Siam (rotbraun), Cassia (rötlichbraun), Immortelle (goldgelb bis leicht rötlich), Narde (blassgelb bis bernsteinfarben), Patchouli (hellgelb/ orangebraun mit Rotstich bis dunkelbraun), Thymian Thymol oder Roter Thymian (rötlichbraun), Zimtrinde (rotbraun) und Drachenblut (blutrot)*

Wurzelöle: Angelika, Ingwer, Iris, Narde, Vetiver

Öle/Balsame aus Hölzern, Rinden, Harzen: Benzoe Siam, Elemi, Hoholz, Linaloeholz, Myrrhe, Oud, Rosenholz, Sandelholz, Tolubalsam, Weihrauch, Zeder, Zimtrinde, Zypresse

Biochemie: Das Nelkenknospen- und Silberbeifußöl habe ich aufgrund seiner biochemischen Zusammensetzung ausgewählt.

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Johanniskrautöl (Rotöl)

Trägeröl: leuchtend rotes Johanniskrautöl (Rotöl), gemischt mit Jojobaöl.

 *Auch der blutrote Baumsaft – er ist kein ätherisches Öl! – von Croton lechleri, Drachenblut oder Sangre de Drago, eignet sich für das Wurzelchakra (separat und pur einmassieren). Der Saft des Drachenblutwesens führt zur eigenen Stärke, schenkt Mut zur Tat und wirkt sehr tiefgreifend auf uralte Verletzungen, Verschattungen, Fesselungen und Lähmungen ein. Hier empfehle ich das Buch von Thomas von Rottendorf: Heilkunde der Ätherischen Öle“, Verlag Neue Erde

Das Wurzelchakra und die Farbe Rot

Rot ist eine mächtige, dominierende Farbe, die körperlich intensiv und nah erfahren wird. Sie ist eine Symbolfarbe persönlicher und seelischer Aktualität. Wo sie auftaucht, ist Bewegung, Erregung und Entzündung, Liebe, Leidenschaft und Kampf. Oder es ist Gefahr in Verzug. Rot symbolisiert das Feuer des Geistes, der Seele, des Lebens und des Körpers. Es ist auch die Farbe des Blutes, der starken Gefühle (Feuer & Flamme), sexuellen Leidenschaften und Begierden.

Rote Symbole zeigen uns Dinge und Eigenschaften, die uns nahe stehen, mit denen wir uns identifizieren, für die wir kämpfen, uns von ganzem Herzen hingeben und aufopfern. Erscheint das Rot im Zusammenhang mit Gewalt, Verletzung und Draufgängertum, kann es auf eine zu starke Ich-Verhaftung hinweisen. Wir erhalten dann die Gelegenheit, diese Wahnvorstellung in die Weisheit der Einsicht zu wandeln

gelbestantra-dreieckRot in Träumen: Menschen, die spirituelle Übungen praktizieren und mit Mandalas und Meditations-Gottheiten (Yidams) arbeiten, können von roten Formen der Shakti (göttliche Energie) als Schlange (Kundalini) oder von Weisheitsfrauen (Dakinis) träumen, durch deren Kraft alle störenden Gefühle in Weisheit umgewandelt werden. Rote Kraftfelder, rote Räume, rote Energievorhänge und Strahlen sind Symbole des Dhyani-Buddhas Amitabha (Sanskrit „Unbegrenztes Licht“). Seine rote Strahlung und die „Weisheit unterscheidender Klarschau“, die er versinnbildlicht, heben Leidenschaft und Begierde auf. Rot kennzeichnet die elementare Feuerenergie vieler Götter und Schutzgottheiten der östlichen Welt, wie Agni und Brahma, Shiva oder Rudra. Rot ist die Farbe des Werdens und der manifestierten Schöpfung. Rot zeigt die Seele in Aktion als unser eigenes Selbstbild.

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GRANAT (Öl)

 

Die Ölmischung „Muladhara“

Angelika, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver.

Trägeröl: Johanniskraut- und Jojobaöl

Die würzig-warmen, erdenden und schweren Düfte wirken seelisch stärkend, zentrierend und stabilisierend, sind sehr duftintensiv. Die Mischung wirkt auf angespannte, überlastete Naturen beruhigend, entspannend und ausgleichend, auf ängstliche, unsichere und erschöpfte Menschen besonders ermutigend, belebend, vitalisierend. Kopflastige und abgehobene Naturen kommen wieder in Kontakt mit ihrem Körper und darüber in Kontakt mit ihrer eigenen Macht und Wurzelkraft. Das Zutrauen in die eigenen Körperprozesse wächst. Eigene Energien und Abwehrkräfte werden erkannt und gestärkt, das Fremde und Unwahre wird bekämpft, ferngehalten bzw. ausgeschieden. Die Muladhara-Mischung stärkt die eigenen Ressourcen, stellt die Verbindung zwischen Geist und Körper, oberen und unteren Chakren her und bringt das gesamte Chakrensystem in Gleichgewicht.

   muladhara_tor-rot_c Chakraöl „Muladhara“

Ätherische Öle (1 %): Angelika, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver (kbA)

Trägeröl: Johanniskraut- und Jojobaöl Bio

Biochemie: Sesquiterpene, Phenole, Monoterpene, Ketone, Ester, Äther

In meinem Chakraöl MULADHARA vermitteln die anregenden Phenole des Nelkenknospenöls (90 %) einen Zugang zu den Urkräften der Erdtiefe, stärken den Überlebenswillen und die Kraft der Selbstbehauptung, helfen beim Aufbau einer gesunden Abwehr. Die Monoterpene in den Ölen von Angelika (90 %) und Immortelle (24 %) besitzen die Gabe, aus dem Lot gefallene Zustände wieder in eine gesunde Ordnung zu führen und die innere Struktur zu stärken.

Den Hauptanteil nimmt die große Gruppe der Sesquiterpene und –terpenole ein: im Nelkenknospen-, Immortellen-, Silberbeifuß- und Vetiveröl. Als Seelenführer können sie zur eigenen Mitte führen, für einen soliden inneren Halt sorgen, ein angeknackstes Selbstvertrauen heilen. Ihr inneres alchemistisches Wirken führt zu seelischer Reife und Abgerundetheit. Sie helfen bei chronischen und psychosomatischen Beschwerden.

Die Stoffgruppe der Ketone (Immortelle, Silberbeifuß, Vetiver) vertritt ein hochbewusstes Lebensprinzip, aktiviert den Gehirnstoffwechsel, wirkt seelisch und geistig klärend, öffnend und stimulierend, erfordert einen bewussten, ich-gesteuerten und willensstarken Umgang mit den frei werdenden schöpferischen Kräften. In geringer Dosierung wirken die Ketone auch entspannend und stärken unsere zentrale Instanz, auf dass wir unserem Wesen treu bleiben.

Im Silberbeifußöl sind geistig anregende Ketone (20 %), stabilisierende Sesquiterpene (30-40 %) und die nach Individualisierung drängenden Äther (5 %) hervorragend ausbalanciert. Der kleine Anteil an Äther fördert den eigenen Wesensausdruck, drängt zur Verwirklichung der in uns schlummernden Anlagen (Kundalini!) und nach geistiger Selbstverwirklichung.

Die Ester im Öl von Immortelle (45-70%) und Nelkenknospen (6-11 %) sorgen für den Wohlfühlfaktor in dieser Mischung, für einen harmonischen Ausgleich, eine ganzheitliche Entspannung und einen guten Schlaf. Durch die Ausschüttung von Serotonin stimmen sie heiter und fördern die entspannte Kommunikation mit den Mitmenschen.

Besonders ausgeglichen sind die drei Stoffgruppen der Ester (schmerzstillend, entspannend), Monoterpene (strukturstärkend) und Ketone (bewusstseinsbildend) im Immortellenöl, das von dieser Kombination seine regenerativen, entkrampfenden und nervenstärkenden Eigenschaften erhält. Das geistige Wesen des Immortellenöls schüttet ein ganzes Füllhorn an goldgelben Licht- und Lebenskräften aus, gleicht im Wurzelchakra jedes Zuviel an astraler (emotionaler) Energie aus, und das Silberbeifußöl unterstützt den Segen des „unsterblichen“ Wesens (immortelle) seinerseits durch eine enorme Steigerung der Ausschüttung des Glückshormons Dopamin.

 

Schmetterling & Blüte
Schmetterling & Blüte

Das Chakraöl für den eigenen Gebrauch

Beim Kauf von ätherischen Ölen für die feinstoffliche Aromatherapie sollten Sie nur die beste Qualität verwenden, das heißt, Öle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder aus wild wachsenden Heilpflanzen. Die ätherische Lebenskraft dieser Pflanzen ist auf jeden Fall gesünder und vitaler als die der chemisch behandelten Öle. Einer Extraktion mit Lösemitteln ist in jedem Fall die Wasserdampfdestillation vorzuziehen.

Noch etwas: Ätherische Öle aus Apotheken, die von unbekannten Firmen oder dubiosen Apothekern hergestellt worden sind, müssen diesen Anspruch nicht erfüllen und sind für eine feinstoffliche Behandlung der vitalen Zentren ungeeignet. Suchen Sie sich lieber einen oder mehrere vertrauenswürdige Lieferanten, die sich bei den Aromatherapeuten und im Netz bereits bewährt und herauskristallisiert haben. Ich kaufe bevorzugt die Öle von Maienfelser Naturkosmetik, von Prof. Wabner, Farfalla und Primavera. Bei Primavera-Artikeln lohnt sich der Preisvergleich im Internet.

Für die feinstoffliche Anwendung der Öle in einem Trägeröl reicht eine geringe Dosierung von 0,5 bis 1 % bereits aus. Hier ist weniger mehr, denn sonst geht die feinstoffliche Wirkung verloren, wird von gröberen und schwereren Duftmolekülen einfach „weggeschwemmt“ oder überlagert.

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Feuerschlange (Acryl)

Um das Wesen und die Wirkweise eines ätherischen Öls ganzheitlich zu verstehen, ist es sinnvoll, sich innerlich mit dem Öl zu verbinden und sich für seine energetische Botschaft zu öffnen. Das kann jeder auf seine Art tun, durch achtsames und meditatives Riechen, durch tägliches Üben der ätherischen Wahrnehmung und durch die Schulung der Wahrnehmung, in welchem Körperbereich das Öl wirkt, welche Empfindungen und Assoziationen es dort auslöst, welche Bilder es aus dem Unbewussten freilässt.

Es sollte jedem Anwender bewusst sein, dass er/sie durch eine feinstoffliche Behandlung der Chakren keine körperliche Erkrankung heilen kann. Eine selbst durchgeführte Massage im Bereich der Chakren ist beruhigend und erdend. Wir entwickeln ein größeres Bewusstsein für die verschiedenen Energienbereiche und dürfen vielleicht erfahren, dass sich emotionale und körperliche Spannungen lösen.

 

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Wurzelfrau, Stammfrau

 

 

Energiearbeit mit ätherischen Ölen (2) Die Chakren

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Wiki-Yoga-Vidya Quelle: Wiki Yoga-Vidya

Chakren (chakra: „Kreis, Rad“) sind psychische Energiezentren von feinstofflicher Energie, die entlang der Wirbelsäule angeordnet und durch feine Kanäle (Nadis) miteinander verbunden sind. Körperlich sind die Zentren nicht nachweisbar. Feinfühlige Menschen können sie energetisch im Energiekörper oder im Energiefeld der Aura wahrnehmen – als sich drehende Scheiben, Kreise, Strudel oder trichterförmige Energiewirbel. Sie sammeln, transformieren und verteilen die durch sie hindurchströmende Energie.

Man kann sich die Chakren als Pools vorstellen, durch die wie bei einem Gebirgsbach die Lebensströme von oben nach unten fließen. Sind die Energiespeicher durch unverarbeitete Seeleninhalte, Ängste und Komplexe verunreinigt und die Übergänge zwischen ihnen blockiert, kann die Lebensenergie nicht ungehindert fließen und wir werden krank. Doch wenn wir die Tore öffnen und alle Chakren aktivieren, kann die Energie wieder frei fließen, die Blockaden auflösen und den Schmutz fortspülen.

Drittes Auge
Stirnchakra (Ajna)

Nach dem östlichen Tantrasystem gibt es sieben ätherische Zentren (Chakren), die im Körper hinaufsteigen, von der Basis der Wirbelsäule bis zum Scheitel des Kopfes. Die Anzahl der Chakren variiert gemäß der jeweiligen Tradition. Die Hopis und auch die Tibeter arbeiten z.B. mit fünf Chakren und betonen das Herabsteigen der kosmischen Energie durch den „Tausendblättrigen Lotus“ am Kopfende, während die innere Alchemie des Taoismus auf der kreisenden Bewegung des Lichts beruht, dem herabfließenden Yinstrom auf der Vorderseite und dem aufsteigenden Yangstrom auf der Rückseite des Körpers.

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Aura und Chakren Quelle: Pixabay

Jedes Chakra hat eine bestimmte Funktion und kann aufgrund von unverarbeitetem Psychomüll blockiert werden. Die Übergänge werden als Knoten oder Kreuzungspunkte gesehen, da hier die Yin- und Yangenergien, der dunkle Schlangenpfad des Mondes (Ida) und der lichte Schlangenpfad der Sonne (Pingala) auf dem mittleren Kanal (Shushumna) zusammentreffen. Das Öffnen der Chakren ist ein sehr intensives Erlebnis und wird durch das Erwecken und den Aufstieg der Kundalini bewirkt. Wer einmal mit diesem Prozess begonnen hat, kann nicht eher aufhören, bis alle sieben Chakren geöffnet sind.

Kundalini – die Schlangenkraft

Kundalini
Schlange (Eitempera)

Sie hat viele Namen und wird in Indien als Göttin verehrt, denn sie ist die feinste, heiligste und zugleich mächtigste Kraft – Shakti, reine kosmische Energie, die weibliche Urkraft des Universums. Durch sie wird die Evolution gelenkt und vorangetrieben, sie aktiviert im Menschen den in ihm angelegten Wunsch, mit dem Ursprung der Schöpfung (Gott) eins zu werden.

Die Schlange ist ein Symbol für das evolutionäre Bewusstsein, für Fortbewegung und den Weg, für Veränderung und Transformation. Im eingerollten, unerweckten Zustand liegt sie noch schlafend im untersten Zentrum an der Basis der Wirbelsäule. Einmal geweckt, steigt sie auf, ihre gewaltige Feuerenergie durchdringt nacheinander die Chakren, brennt alle Hindernisse, psychischen Komplexe und Unreinheiten weg, vernichtet gnadenlos alles, was der Vereinigung mit dem Geist im Wege steht. Gleichzeitig verleiht sie allen Chakren große Macht und Energie, die der spirituell erwachte Mensch zu meistern hat.

Erst wenn alle psychischen Zentren gereinigt sind, harmonisch miteinander schwingen und sich wie Lotusblüten voll entfaltet haben, d.h. wenn sie ein reiner Kanal für die kosmische Energie sind, kann sich die Seele als weibliche Schöpferkraft (Shakti) wieder mit dem kosmischen Geist (Shiva) vereinen.

SCHLANGENPRIESTERIN
Stele der Schlangenpriesterin (Öl)

Anfangs identifiziert sich das menschliche Bewusstsein mit der Materie und dem physischen Körper. Die zusammengerollte Schlangenkraft im Wurzelchakra entspricht einem Menschen mit schlafendem Bewusstsein, der sich seiner schöpferischen Energie noch nicht bewusst ist. Durch tantrisches Wissen und überlieferte Methoden kann der Übende diese gewaltige Kraft wecken, sein Bewusstsein von Chakra zu Chakra anheben und sich auf immer höhere Ebenen einschwingen, bis er sich als Tropfen im Ozean reiner Glückseligkeit auflöst, als Einzelseele mit der Weltseele verschmilzt.

Die Drehrichtung der Chakren

Wer mit feinstofflichen und geistigen Energien arbeitet, wird feststellen, dass einige „Räder“ oder Energiewirbel sich linksherum und andere rechtsherum drehen. In Wahrheit ist es jedoch so, dass in jedem Chakra ständig beide Energieflüsse vorhanden sind, links- und rechtsdrehende. Denn die Zentren sind Durchgangs- und Läuterungsstufen, sowohl für die feinen, geistigen Ströme von oben als auch für die dichteren Energien von unten.

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Dazu sollte man sich vergegenwärtigen, dass alle rechtsdrehende Energie (Yang) die Eigenschaft hat, sich zu vergeistigen, die Schwingungsrate zu erhöhen, wärmer und heller zu werden, während linksdrehende Energie (Yin) die Eigenschaft hat, sich zu verdichten, langsamer schwingt, sich zusammenzieht, kälter und dunkler wird.

Gemäß der inneren Alchemie wirkt hier der Leitsatz Solve et coagula, „Löse und binde“. Das Lösen entspricht dem Prozess der Vergeistigung und das Binden dem der Materialisierung und Verdichtung. Wird eine Rechtsdrehung in einem Chakra wahrgenommen, überwiegen dort gerade die nach oben strebenden  Energieströme der Vergeistigung und bei einem Überwiegen der Linksdrehung in einem Chakra wird in dem Bereich gerade mehr verdichtet als vergeistigt. Beide Energieströme sind für die Heilung und ein ausgewogenes Chakrensystem notwendig. Einerseits müssen krankhafte, störende Strukturen aufgelöst und andererseits neue gesunde Strukturen geformt und eingebunden werden.

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Chakren – Farben – ätherische Öle

Die 7 Chakren und ihre Farben nach der indischen Tradition (Tantra-Yoga)

  •   Muladhara Chakra (Wurzelchakra), rot
  •   Svadhistana Chakra (Sakralchakra), orange
  •   Manipura Chakra (Nabelchakra, Solarplexus), gelb
  •   Anahata Chakra (Herzchakra), grün (rosa)
  •   Vishuddha Chakra (Hals- oder Kehlkopfchakra), blau, türkis
  •   Ajna Chakra (Stirnchakra, Drittes Auge, indigo-violett
  •   Sahasrara Chakra (Scheitel- oder Kronenchakra), magenta, weiß oder gold

 Die Farben der Chakren entsprechen den Spektralfarben des Regenbogens, vom langwelligen Rot (Wurzelchakra), wo die Sichtbarkeit im dichtesten Bereich beginnt, über Orange, Gelb, Grün und Blau bis zum kurzwelligen Indigo-Violett (Stirn- und Kronenchakra).

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Bei der Auswahl eines ätherischen Öls für die Chakren können wir uns auch von der Farbe einer Heilpflanze leiten lassen, denn neben dem Duft sagen alle Eigenschaften einer Pflanze wie Farbe, Form, Beschaffenheit, Wuchs und Standort etwas über ihre feinstoffliche Heilwirkung aus. Selbst die ätherischen Öle weisen manchmal eine zarte bis prägnante Färbung auf und können auf ein bestimmtes Chakra hinweisen.

Rote und rotbraune Öle wie Vetiver, Vanille, Immortelle und roter Thymian schwingen langsam und korrespondieren mit dem Wurzelchakra.

Die leichte Grünfärbung der Öle von Bergamotte, römischer Kamille, Estragon und Myrte schwingt mit dem Herzchakra.

Blaue Öle wie Kamille, Schafgarbe und Silberbeifuß haben eine höhere Schwingungsrate und weisen eine feinstoffliche Übereinstimmung mit dem Halschakra auf. Die dunkle Indigofärbung von Silberbeifuß korrespondiert auch mit dem Stirnchakra.

Die gelben, bernstein- und honigfarbenen Öle von Mimose, Cistrose, Ingwer, Lemongras, Iris, Zeder und den Zitrusfrüchten können dem Nabelchakra zugeordnet werden, doch ein kräftiger Goldton eignet sich auch für das obere Kronenchakra.

Orange, Gelborange bis Orangebraun findet sich beim Jasminöl, bei Ylang Ylang, beim Absolue von Tuberose, bei Myrrhe, Patchouli und Sandelholz und passen zum Sakralchakra.

Weitere Auswahlkriterien beschreibe ich bei den einzelnen Chakren.

Quellen:

Energiebilder von Birgit Wette Art

Bilder der Autorin: www.sundra.eu

Standardwerke zu den Chakren: Arthur Avalaon (Sir John Woodroffe) „Die Schlangenkraft“, O.W. Barth Verlag

Harish Johari „Das grosse Chakra-Buch“, Bauer Verlag