Energiearbeit – Ätherische Öle für das Sahasrara Chakra (10)

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Mein Vorschlag für die Chakrenölmischung „Sahasrara“

Inhalt: Jojoba- und Sesamöl Bio, ätherische Öle (1 %)

Oud (Adlerholz), Lavendel*, Sandelholz, Elemi, Weihrauch

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Die SAHASRARA Chakrenölmischung

Aus einigen Tropfen des legendären indischen Oud-Attar*, zusammen mit arabischem Weihrauch, dem frischen Elemiöl und dem zärtlich-spirituellen Duft des Lavendelöls aus den höher gelegenen Regionen Südfrankreichs ergibt sich eine besonders edle, ätherische Duftschwingung für das Kronenchakra und die Aktivierung des geistigen Lichtkörpers. Sie eignet sich für die Chakrenarbeit, für Trance- und Phantasiereisen, für Gebet, Ritual und Visionssuche. An der Biochemie erkennen wir, dass es bei diesem Öl für das siebte Chakra keinesfalls um eine Raketenfahrt zur Erleuchtung geht.

*Oud Attar ist eine Co-Destillation von Adlerholz über einer Sandelholzgrundlage

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Welchen Charakter hat das Öl?

1 Wurzelfrau StammfrauZuerst fällt die solide und erdende Basis auf: die ordnende und strukturierende Kraft der Monoterpene (Weihrauch, Elemi, Lavendel). Sie bauen auf, geben festen Halt, wirken koordinierend, konzentrationsfördernd sowie ganzheitlich stärkend und anregend. Ihr Anteil im Verbund mit den anderen Duftmolekülen deutet auf die große Gabe hin, aus dem Lot geratene seelisch-geistige und körperliche Zustände wieder in eine gesunde Ordnung zu führen, die innere Struktur und den Zusammenhalt zu festigen. Psychisch sorgen sie für eine klare Lebensausrichtung, sind dabei anpassungsfähig, mild und geistig offen; äußerlich unterstützen sie die irdische Umsetzung von Erkenntnissen, Visionen, Einsichten und Absichten.

LavendellichtDie Ergänzung durch Monoterpenole (Lavendel, Weihrauch, Elemi) sorgt für eine freudige und lebendige Lebenszugewandtheit, für Spontaneität, einen vielseitigen und unbeschwerten Gefühlsausdruck. Diese Stoffgruppe wirkt adaptogen, das heißt, sie hilft dem Organismus, sich an Stresssituationen und andere veränderte Umweltbedingungen anzupassen und diese auszugleichen: Bei übermäßiger Energie oder Erregung werden die Kräfte zurückgenommen, bei Lethargie oder Mutlosigkeit werden sie verstärkt und wirken stimulierend. Damit bieten sie einen wirksamen Schutz vor Stress. Es geht bei den Monoterpenolen um freien und spontanen Lebensausdruck, Leichtigkeit und Lebensfreude. Dabei werden Achtsamkeit, Mitgefühl und die Wahrnehmung der Umwelt gestärkt und gefördert.

Sandelholz 2_CDie Sesquiterpene/–terpenole (Sandelholz, Oud, Weihrauch, Elemi) bezeugen, dass es hier um innere Werte geht, die als Resultat einer tiefen seelischen Verarbeitung letztendlich zu seelischer Reife und Vollendung führen. Sie sind die „Seelenführer zur Mitte“ und zum ureigensten Wesen, geben Kraft, Stärke und Selbstvertrauen, unterstützen die individuelle und feinstoffliche Ausstrahlung. Als Spezialisten und Alchimisten, Meister der Elemente und des geistigen Feuers sind die Sesquiterpene vertraut mit der inneren Arbeit am Seelenstoff. Sie verstehen sich darauf, Niederlagen, Schicksalsschläge oder traumatische Erlebnisse als Sprungbrett zu höheren Bewusstseinszuständen zu nutzen und negative Erfahrungen in etwas Positives umzuwandeln. Aus dieser alchemistischen Arbeit, die dem Schleifen eines inneren Diamanten gleichkommt, erwachsen große Kräfte und Kunstfertigkeiten, z.B. die Kraft inneren Friedens, des Verzeihens und der Selbstüberwindung. Es ist eine schmerzhafte Operation, doch das Ziel ist die Leiden wert: die Seele bildet sich zur Vollkommenheit aus.

LavendulaDer Beitrag an milden Estern – Hauptinhaltsstoff im Lavendelöl – wirkt im harmonischen Zusammenspiel mit den anderen Stoffen ganzheitlich entspannend und beruhigend. Er verleiht Ausgeglichenheit und nervliche Widerstandskraft, sorgt für gute Ressourcen und Schmerzstillung. Als Stimmungsaufheller sorgen die Ester für heitere Gelassenheit, einen guten Schlaf und eine ausgeglichene Psyche. Sie fördern den zwischenmenschlichen Dialog und stärken den mitfühlenden und verantwortungsbewussten Umgang mit allen Lebewesen und der Umwelt. Sie  machen durchlässig und feinfühlig für Inspirationen aus höheren Ebenen, führen zur inneren Schau und unterstützen die notwendige Auflösung von Illusionen, Selbsttäuschungen und Mystifikationen.

Während uns die Äther (Elemiöl) beflügeln, aus der kollektiven Sphäre herauszutreten und unsere individuellen, schöpferischen Anlagen zu verwirklichen, vertreten die hochbewussten Ketone in den Ölen von Weihrauch und Elemi die Krönung der biochemischen Stoffe und Lebensprinzipien. Sie stehen für die zentrale Instanz des Ich oder Wesenskerns und aktivieren unmittelbar das schöpferische Potenzial in uns. Sie verlangen eine bewusste Zielsetzung und innere Lebensausrichtung, einen bewussten Einsatz des Willens und der Lebenskraft, damit wir unsere Mission auf der Erde erfüllen und uns unter allen Umständen selbst treu bleiben können.

Eine Erweiterung des Bewusstseins wird auch von den Oxiden (Lavendel, Weihrauch) unterstützt, die von einem guten Reflektionsvermögen und einer hohen Geisteskraft zeugen. Wir werden wir angeregt, mit der Kraft des Denkens alle Facetten unseres Lebens zu durchdringen, den Sinn und die Bedeutung daraus zu extrahieren, um bewusste Entscheidungen treffen zu können. Es geht um unabhängiges, freies und schöpferisches Denken und um einen freien Fluss des Atemstroms.

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Weihrauch, arabisch (Boswellia sacra)

Balsambaumgewächse – Element Feuer

Duftprofil: würzig, voll, balsamisch süß mit frischer Harznote

Botschaft:  „Ich berühre dich mit meinem reinen, kristallweißen Licht, zeige dir die Schatten in deinem Erdenkleid, ihre Wurzel und Auflösung.“

Innere Alchemie: Weihrauchöl ist ein Yangöl aus dem Wundharz des sagenumwobenen Boswelliabaumes aus dem arabischen und nordafrikanischen Wüstengebiet. Die goldenen „Tränen“ schützen den Baum vor der lebensbedrohlichen Austrocknung durch die Sonne. In diesem Öl stecken immense Lebens- und Lichtkräfte. Sein mystischer Duft öffnet uns für das Transzendentale, macht durchlässig für höchste Schwingungen und hält grobe Schwingungen fern. Es ist in der Lage, die Energie der Erde mit der des Himmels zu vereinen, vermittelt zwischen der realen und der spirituellen Welt, hilft die Lebensgesetze zu verstehen und fördert die Erfahrung einer ewigen Verbindung zwischen dem körperlichen Dasein und der spirituellen Welt. Das Öl korrespondiert mit den höchsten spirituellen Werten und kann uns mit dem Teil unseres Selbst verbinden, der ewig und göttlich ist.

Da es den Atemrhythmus verlangsamt und vertieft, begünstigt es jede Art von Meditation, innerer Sammlung, Kontemplation, Pranayama und Zurückziehen der Sinne von der Außenwelt. Durch die vertiefte Atmung erhält unser Nervensystem mehr Sauerstoff und gewährleistet die Verarbeitung  und Weiterleitung energetischer Informationen über den Pranafluss. Weihrauchöl wirkt aufhellend und stärkt die Klarheit der Aura, hilft auch beim „Flicken“ energetischer „Löcher“ in der Aura. Ferner wirkt es ausgleichend und harmonisierend, neutralisiert aggressive Energie und das Abziehen von Energie.

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Sandelholz (Santalum album),

Sandelholzgewächse – Element Wasser/Erde

Duftprofil: samtig-warm, sinnlich, weich, holzig, süß-balsamisch, orientalisch, sanft männlich; ein sehr tiefer und lang anhaltender Duft

Botschaft: „Ich verbinde mich mit den Energien der Basis und der Erde, fließe mit ihnen empor durch alle Stufen des Lebens.“ – „Ich lasse mich tragen vom Fluss der Gefühle, Gedanken, Begegnungen und Zeiten.“

Innere Alchemie: Sandelholzöl ist von milder Yangkraft, eine sanfte männliche, liebevolle Energie, deren Macht und Kraft jedoch nicht unterschätzt werden darf. Seine Energie ähnelt einem riesigen kontinuierlichen Lebensstrom wie dem Ganges, der, von den Höhen des Himalaya kommend, auf seinem Weg viele andere Ströme in sich aufnimmt, bis er sich in den tiefen Ebenen von Bengalen breit, ruhig, langsam und mächtig dahinwälzt, in sich ruhend, getragen vom Bewusstsein der Einheit von oben und unten, von Geist und Materie.

Im tantrischen Yoga wird Sandelholzöl sowohl dem höchsten als auch dem niedrigsten Chakra zugeordnet, denn dieses System kennt keine Trennung in Körper und Geist oder in sexuelle und geistige Kraft. In diesem Sinne ist Sandelholzöl ein Tantraduf höchster Erleuchtung, der die Verblendung der trennenden Gegensätze überwinden hilft. Er kann die schöpferische Energie (Kundalini) im Wurzelchakra erwecken und durch die alchemistischen Wandlungsstufen (Energieknotenpunkte) zu höchster Erleuchtung tragen. Blockaden und Stauungen in den Chakren werden auf sanfte aber nachhaltige Weise gelöst und in den großen Energiestrom entlang der Wirbelsäule eingebracht.

Blüte_C_600  Elemi (Canarium luzonicum), Balsambaumgewächse – Element Erde

Duftprofil: süß, frisch, grün, hell, zitronig-harzig, würzig-pfeffrig

Botschaft: „Ich bin gesammelt, hellwach und bereit für die Reise nach innen.“ – „Ich erkenne, dass innen und außen die zwei Seiten einer Goldmünze sind.“

Elemi, der helle, aufreizende Duft mit feurig-pfeffriger Schärfe, verbindet das obere spirituelle mit dem unteren irdischen Chakra und stellt das Gleichgewicht her – bedeutet sein arabischer Name al-lami doch „wie oben so unten“. Elemi wird zur inneren Sammlung bzw. zur Reise nach innen verwendet. Es mag ein Phantasieraum sein, ein Labyrinth oder Refugium, ein Garten oder Farbraum, den der Schauende selbst ausfüllt und bewohnt. Der Raum steht symbolisch für den Geist- oder Lichtkörper, der von jedem spirituell Suchenden bewusst selbst erschaffen und gepflegt wird – ein Ort/Raum des Rückzugs und gleichzeitig ein Gefährt in andere Dimensionen, wenn die anderen Hüllen abgelegt werden.

Innere Alchemie: Elemiöl ist in stärkendes, inspirierendes, lichtbringendes Yangöl und ein ätherisch-lichter Lehrer aus der Pflanzenwelt. Es schützt vor negativer Energie und hilft beim Auflösen und Freisetzen von Blockaden in allen Chakren. Es wohnt ihm die Kraft inne, alles in Gold zu verwandeln, was er berührt, wenn es in höchster Achtsamkeit geschieht. Sein Duft kann alle Chakren, Ebenen und Welten ausbalancieren, sie von Blockaden befreien und helfen, die spirituellen Einsichten und Visionen mit den weltlichen Erfordernissen in Einklang zu bringen. Jeder innere und äußere Raum und auch jede einzelne Aurahülle kann durch den Elemiduft gereinigt, energetisiert und mit Licht angereichert werden. In der Meditation weckt er das Gefühl tiefen Friedens in Verbindung mit vollkommener Klarheit und wacher Präsenz im inneren Zentrum. So leicht wie er die Innenschau fördert, findet er auch wieder in die Alltagswelt zurück.

Durchblick

Oud, Adlerholz (Aquilaria agallocha) bzw. Oud-Attar aus Indien

OudAttar, eine indische Duftrarität, ist das Ergebnis einer gemeinsamen Destillation von Adlerholz mit Sandelholz. Das Öl ist wie Sandelholz, Weihrauch und Elemi ein Duft für die Ewigkeit mit einem Zugang zur Tiefe der Seele: tiefgründig holzig, mystisch und balsamisch-erdig, zugleich holzig-süß, beruhigend, angstlösend, befreiend und entspannend. Der Duft wird zum Einstieg in die Meditation genutzt, eignet sich ebenso für die Chakrenarbeit, Trance- und Fantasiereisen, für Gebet, Ritual und Visionssuche. Als Öl eignet es sich für das Wurzel- und Kronenchakra.

Adlerholz ist eines der kostbarsten und ungewöhnlichsten Hölzer, die weltweit für edle Räucherungen zu Meditation, Heilung und Ritual verwendet werden. Es wird u.a. in der Sufiheilkunst und tibetischen Medizin verwandt. Der immergrüne bis zu 40 Meter hohe Tropenbaum wächst in Thailand, Indien, Indonesien, Kambodscha und Vietnam. Doch das begehrte Aroma wird nur aus einer seltenen pilzbefallenen Art des Kernholzes gewonnen. Dieses Holz ist schwarz, schwer, extrem ölhaltig – und extrem teuer.

Duftprofil: erdig, tief, warm, balsamisch-süß, magisch-mystisch

Duftbotschaft: „Ich vollende und kehre heim.“ – „Ich verneige mich vor dem Mysterium der Schöpfung.“

Innere Alchemie: Das Oud-Attar besitzt starke transformatorische Kräfte, die in Asien auch als Übergangshilfe für hoch entwickelte Seelen zwischen Leben und Tod genutzt werden. Als Hüter der Schwelle hat das Öl initiatorischen Charakter, reicht allen wahrhaft Suchenden die Hand und führt sie über die Schwelle. Es wird zur Heilung geistiger Krankheiten und bei einer tiefen Traurigkeit des Herzens eingesetzt. Bei einer Salbung oder Massage mit Oud-Attar findet eine enorme Energetisierung und Aufladung der Lebenskraft statt. Die Schwingungen von Körper und Geist werden ausgeglichen und stabilisiert, während das Schmerzempfinden gelindert wird. Mangel und Unstimmigkeiten werden energetisch ausgeglichen und lösen sich auf.

lavendel_blumen_500Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

Lippenblütler – Element Luft

Duftprofil: frisch, blumig-krautig, leicht süß, mild, zart holzig, klar

 

Duftbotschaft: „Ich fühle mich innerlich klar. Meine Energien sind ausgeglichen.“ –  „Ich bekomme die Hilfe, die ich brauche.“

Innere Alchemie: Lavendelöl ist ein Merkuröl, in dem Yin und Yang ausgeglichen und nahezu gleichwertig enthalten sind. Während es im Herzchakra vor allem kühlend und ausgleichend auf der emotionalen Ebene wirkt, kommen im Scheitelchakra seine höheren, feinstofflichen Energien zum Tragen. Der Lavendelduft zieht uns nach oben, hebt uns aus dem Alltagserleben heraus. Er erleichtert den Zugang zu Visionen, inspirierenden Gedanken und unterschiedlichsten Perspektiven. In diesem Chakra findet die umfassende, heilsame Natur des Lavendels ihren vollendetsten und klarsten Ausdruck, finden die stärksten mentalen Transformationen statt, die sich als neue Ideen in unserem Bewusstsein verankern.

Lavendelöl aus den höheren Bergregionen schwingt mit einer extrem hohen spirituellen Energie, die noch weit über das Kronenchakra hinausgeht. Dank seiner ausgleichenden, harmonisierenden Wirkungsweise unterstützt es uns in dem Bemühen, den Lebensalltag mit Spiritualität zu erfüllen. Als Bild für die universelle Liebe des Lavendelöls eignet sich die Gestalt eines helfenden Engels oder die eines Bodhisattvas, der bedingungslose Hilfe leistet, um die Schmerzen aller Lebewesen zu überwinden.

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Verwendete Literatur:

Thomas von Rottenburg „Heilkunde der Ätherischen Öle“, Verlag Neue Erde, 2015; Monika Werner/Ruth von Braunschweig: „Praxis Aromatherapie“, Haug Verlag, 2006 ; Harish Johari: „Das große Chakra-Buch“, Bauer Verlag, 1987; Arthur Avalon „Die Schlangenkraft“, O.W. Barth Verlag, 1994; Kinkele/Arndt: „Die Pflanzenhelfer“, Windpferd Verlag, 2015

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Energiearbeit mit ätherischen Ölen (6) Das Anahata Chakra

Mandala “Vollendung” Anahata („unangeschlagen“; ein nicht angeschlagener Klang, ein innerer Ton) Element: Luft (Erkenntnis)

Das 4. Chakra schwingt in Übereinstimmung mit dem spirituellen oder geistigen Körper – auch Geistselbst  oder Ursachenkörper genannt – der je nach Beschaffenheit und Intensität der Gedanken und Gefühle harmonische oder disharmonische Formen annimmt. Dieser Geistkörper, in dem alle Ursachen für unser Dasein gespeichert sind, ist die Grundlage in unseren Inkarnationen. In ihm liegt der Ursprung von Krankheit und Gesundheit.

Das Herzzentrum wird auch innerer Tempel oder ‚Allerheiligstes’ genannt. Es ist der Ort im eigenen Sein, wo man die göttliche Gegenwart erfahren und im Frieden wohnen kann. Es ist das Zentrum der universellen Liebe, eine Quelle der Heilung, Inspiration und göttlicher Visionen. Wenn der Mensch reif ist, geschieht auf dieser Ebene des Gleichgewichts das ‚Umstellen der Lichter’, das zum Denken im Herzen und Fühlen im Geiste führt. Auf dem Weg zum Selbst ist es das alchemistische Stadium der Umwandlung vitaler Gefühle und persönlicher Liebesfähigkeit in Mitgefühl, allgemeine Menschenliebe und geistige Hingabe. Mit zunehmender Bewusstheit und Seelenreife entfaltet sich der höhere Sinn für Schönheit und Harmonie, der den Geist in eine höhere Schwingung versetzt. Auf feiner, visionärer Ebene bildet sich eine Empfänglichkeit für alle hohen Künste heraus.

Die aus dem Nabelchakra aufsteigende individuelle, feurige Willensenergie und Tatkraft wird auf der Bewusstseinsebene des Herzens umgewandelt in ein liebevolles Handeln zum Dienst am Nächsten. Mit dem Sieg über die eigenen Wünsche und Begierden kann sich das Tor zu den drei höheren Chakren (Kehlkopf-, Stirn- und Kronenchakra) öffnen, in denen sowohl Persönliches und Individuelles als auch Raum- und Zeitbewusstsein transzendiert werden, der mikrokosmische Mensch sein kosmisches Potential entfaltet und in allem die göttliche Natur erkennt.

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Aufgrund seiner mittleren Lage vermittelt das Herzchakra zwischen weltlichen und spirituellen Energien, zwischen ichbetontem Wollen und geistigem Streben. Heilung heißt hier vollkommenes Gleichgewicht zwischen den drei oberen und den drei unteren Chakren… heißt Vereinigung von Shiva und Shakti, Bewusstsein und Energie… heißt Harmonie von inneren und äußeren Welten. Es geht um die Erfahrung der reinen, natürlichen, inneren Liebe, die nichts von außen bedarf, die berührt wird und berühren kann… absichtslos… von selbst… wie ein innerer, unangeschlagener Ton (anahata).

Wer in Übereinstimmung mit dem Herzen und dem Kosmos handelt (Dharma), zeigt Verständnis für eigene und fremde unvollkommene Handlungen und entwickelt Gelassenheit und Demut im Angesicht der Erkenntnis, dass jede Handlung Früchte trägt (Karma).

ana_fibonacci_grun152_bw_cDas alles verbindende Luftelement, das die Energie des Lebensatems (prana, ruach, pneuma) versinnbildlicht, schenkt auf der sensiblen Herzensebene die Erfahrung von Einheit und bedingungsloser Liebe, die unfassbar und unsichtbar hinter allen menschlichen Regungen verborgen ist. Sobald das Herz, das ja ein Sinnbild der Liebe ist, aufgrund von Neid, Missgunst und qualvollen polaren Streitigkeiten geläutert und wieder offen und leicht ist, erlebt es sich im Einklang mit dem ursprünglichen Geist der Liebe. Denn – ein Bewusstsein durchströmt alle Lebewesen, alle atmen die gleiche Luft. Im Herzchakra wird über Mitgefühl und Erkenntnis Bewusstsein entwickelt.

Blockaden im Herzzentrum

Mögliche Blockaden im Herzzentrum entstehen durch Misstrauen, alte seelische Verletzungen und verletztes Vertrauen. Sie äußern sich in allen Arten von Beziehungskonflikten, zeigen sich als Lieblosigkeit, mangelndes Einfühlungsvermögen (Feingefühl), nicht vergeben können und Selbstmitleid, als Angst vor Gefühlen, Trauer, Herzeleid, als Angst, sich zu öffnen und Scheu vor Kontakten. Die Blockaden betreffen den Brustbereich und das Atemsystem (Luft).

Ein geschlossenes oder blockiertes Herzchakra kann zu selbstzerstörerischen Gedanken, mangelnder Selbstliebe, Pessimismus, Trauer, Liebesentzug und Gefühlskälte führen. Der Zugang zu den eigenen Gefühlen ist eingeschränkt oder gar verschlossen. Einschränkende Programme („ich darf/sollte nicht“ oder „du solltest nicht“) behindern die innere Selbstversorgung und den Energiefluss von innen nach außen und wieder zurück. Verbitterung zieht in das Haus der Lebensfreude ein, das Blut gefriert in den Adern…

Ätherische Öle für das Anahata Chakra

Ich wähle für meine Mischung folgende ätherische Öle: Neroli, echte Melisse, Lavendel fein, Jasmin, Rose, Bergamotte – in 1 %-iger Dosierung in Jojobaöl.

Die ätherischen Öle für dieses Chakra sind nach ihrer Luftnatur ausgesucht worden. Die „Luft-Düfte“ sind von vermittelnder, ausgleichender und harmonisierender Natur. Sie fördern Erkenntnis- und Kommunikationsprozesse, lassen eingefahrene Verhaltensweisen und stagnierende emotionale Blockaden erkennen, helfen beim Befreien von Ballast, so dass mit neuen Ideen und frischem Mut neue Wege beschritten werden können.

Jungfrau-Fische_600_CDas Herzchakra ist der Sitz der Balance, in der Yang & Yin, männlich & weiblich, Feuer & Wasser ausgeglichen sind. Das Symbol für das mittlere 4. Chakra ist das Hexagramm mit aufsteigendem Berg-Dreieck und dem absteigendem Vulva-Dreieck. Von hier fließt ein gleichmäßiger Energiestrom nach oben und nach unten.

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Die ausgewählten Öle gleichen niedere und höhere Schwingungen aus, bringen die oberen und unteren Chakren in Übereinstimmung. Es sind hier sowohl die frischen Merkuröle (Zitrus- und Blätteröle), die zwischen Yin und Yang oder Herz und Kopf vermitteln (Farbe grün), als auch lieblich bis intensiv duftende Venusöle (Blütenöle, Farbe rosa) wie Neroli, Rose, Jasmin, Melisse, Cistrose, Myrte, Lavendel. Sie wirken harmonisierend, lösend und befreiend auf die Psyche, regulieren den Rhythmus von Herz und Kreislauf, den Blutdruck, das Nerven- und Atemsystem, reinigen die Aura und stärken die feinstofflichen Körper.

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Werden Zitrusöle wie Bergamotte, Orange, Mandarine, Grapefruit für die Chakrenmischung gewählt, sollte ihr geringes Haltbarkeitsdatum beachtet werden. Aufgrund der Kaltpressung der Schale auch unbedingt auf Bioqualität achten!

Astrologische Zuordnung

Die astrologische Zuordnung liegt beim Element LUFT, den Luftzeichen Zwillinge, Waage, Wassermann und der entsprechenden Häuserbesetzung (drittes, siebtes, elftes Haus). Die Luftzeichen stehen für geistige und intellektuelle Interessen. Sie sind vielseitig und wandelbar, sehr kontaktfreudig und bewegen sich in alle Richtungen. Sie verhelfen zu Feinheit und Klarheit, zur Objektivität und einem Standpunkt über den Dingen. Auf den drei Ebenen des Denkens erfasst der Mensch die grundlegende Dualität der Schöpfung (Geist-Materie) und kann sie zur Synthese bringen. So erfolgt der Erkenntnisprozess auch in drei Schritten: Wahrnehmung der Dualität (Zwillinge), Wahren des Gleichgewichts (Waage) und Herstellen der Synthese (Wassermann).

Neben der elementaren Zuordnung möchte ich hier auch auf die dynamische hinweisen. Von den drei Eigenschaften (Gunas) der Natur, die sich im Tierkreis als kardinale, fixe und veränderliche Zeichen äußern, wirken im Herzchakra besonders die sattvischen Energien der veränderlichen Zeichen Zwillinge, Jungfrau, Schütze und Fische.

Unentwickelt oder unerlöst neigen diese beweglichen Energien zu großer Unsicherheit, erscheinen schwankend und haltlos, unzuverlässig, zerstreut bis zerfahren, doch im entwickelten Zustand (auf ‚höherer’ Stufe) verleiht ihnen gerade ihre Ungebundenheit die Möglichkeit zu tiefer, von den Dingen losgelöster Weisheit. Sattva-Energie ist rein und klar,  strahlt Heiterkeit und Gelassenheit aus, ist bestrebt, die Mitte zu finden, sich zu verfeinern und zu vergeistigen. Das Bewusstsein ist variabel und ausbaufähig, wird motiviert von einem Interesse am Menschen und an Beziehungsqualitäten.

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Die ANAHATA Chakrenölmischung (Biochemie)

Neroli, echte Melisse, Lavendel fein, Jasmin, Rose, Bergamotte

Fünf große biochemische Stoffgruppen halten sich bei diesem Chakraöl aus kostbarsten Blütenölen die Waage: Monoterpenole, Sesquiterpene, Ester, Monoterpene und Aldehyde.

Die Mischung spricht dank der lebensbejahenden und freudebringenden Monoterpenole (allen voran Rose, Neroli, Lavendel) gleich das Herz an. Es ist ein Balsam für die Seele, duftet angenehm warm und erfrischend, verströmt Milde und Sanftheit, sorgt gleich für Beruhigung und Schmerzlinderung, löst Ängste und bringt angestaute Gefühle wieder in Fluss. Lebensfreude, Spontaneität und eine positive Einstellung breiten sich aus, ein Zuviel oder Zuwenig auf der Gefühlsebene wird ausgeglichen.

Die stark beruhigenden und harmonisierenden Ester (vorwiegend Lavendel und Bergamotte) zeugen von großer Ausgeglichenheit und nervlicher Widerstandskraft. Sie glätten die Ecken und Kanten bei zuviel Eigensinn, Hochsensibilität oder Überempfindlichkeit, stärken das Nervenkostüm und wirken als hervorragende Schutzpuffer gegen alles Grobe, Laute und Fordernde. Für seelische Reife und einen abgerundeten Charakter sorgen die Sesquiterpene/–terpenole (hauptsächlich in Melisse und Jasmin). Besonders bei schwer belastenden Herzensangelegenheiten, Beziehungskonflikten, Schicksalsschlägen, Traumata und tief sitzendem Leid können sie Entspannung und Lösung bringen. Die Tür zur Weisheit des Herzens öffnet sich für alle, die zu Selbsterkenntnis, tieferem Verständnis und Vergebung bereit sind. Die innere Arbeit mit Projektionen und Schuldzuweisungen, mit Gefühlen von Minderwertigkeit, Scham, Stolz und Überheblichkeit ist hier sehr fruchtbar, sorgt für einen inneren Halt, führt zu seelischer Reife, einem ausgewogenen Charakter und inneren Werten.

Während die strukturierenden, ordnenden Monoterpene (Neroli) die Funktionen stärken und für eine gute Erdung und Koordination sorgen, drängt der Anteil an geistig anregenden Aldehyden (v.a. im Öl von Melisse und Bergamotte) in tiefere Schichten der Wahrnehmung, sorgt für ein Hinterfragen der äußeren Sinneseindrücke, aktiviert die Suche nach Sinn, Bedeutung und innerem Wahrheitsgehalt des Erlebten. Dank dieser inneren Auseinandersetzung entsteht eine Sinnesklarheit und -transparenz, die in die Lage versetzt, Wahres vom Unwahren zu trennen und dadurch auf der Beziehungsebene viele Enttäuschungen, Irrwege und Illusionen vermeiden kann. Das Herz wird von psychischem Druck befreit, das Nervensystem gestärkt, der Geist klar.

orange-blossom-278833_640_pixabay-joschNeroli oder Orangenblüte stärkt die Aura und bildet eine schützende Hülle, wirkt durchlichtend und tief auf das Herz, ist ein psychisches Notfallmittel bei Angst, Schockzuständen, Depression, seelischer Erschöpfung; schenkt Gelassenheit und Freude, Stärke und Mut, öffnet Auge und Herz für die Schönheit des Daseins. Es ist ein Merkuröl, d.h. ein starkes Yinöl mit viel Yangkraft, das sowohl anregen als auch beruhigen kann.

Die Melisse mit ihrem zitronig sonnenwarmen Duft von intensiver Strahlkraft wirkt im melissefeinstofflichen Bereich auf das Herzzentrum und balanciert  das feine Spiel der Gefühlsschwankungen aus. Die starke Wirkung auf den feinstofflichen Körper wurde schon vor langer Zeit von allen Heilern erkannt, sie macht das Herz froh, stärkt die Weisheit des Herzens, wirkt ausgleichend bei Spannungen, Blockaden, bei zu schnellem Herzschlag und zu schnellem Atemrhythmus.

rose-orange_rosa_1280_pixabay_500Auch die Rose, ein ausgesprochenes Yinöl, stärkt die feinstofflichen Körper, wirkt harmonisierend auf das Herzchakra, lehrt Liebe und Geduld, hilft bei Kummer, Enttäuschung, Trauer; in der Sterbehilfe eingesetzt nimmt sie Ängste und öffnet für die Weisheit des letzten Ganges.Die  Rosenessenz weckt die Sehnsucht der Seele nach dem Geist und die Sehnsucht des menschlichen Herzens, mit dem galaktischen und kosmischen Herzen in Übereinstimmung zu schwingen. Darum steht der Duft der Rose für die unsterbliche Seele und ihre sich verströmende Liebe an den Geist.

Lavendula

Lavendel extra ist ein Merkuröl, in dem Yin und Yang ausgeglichen und nahezu gleichwertig enthalten sind.  Bei emotionaler Hitze, bei Panik oder Hysterie, die durch mangelndes Vertrauen und zu wenig Erdung im Wurzel- und Sakralchakra entstehen, wirkt es daher kühlend. Wie die Melisse kann es die Aura stärken, „Energielöcher“ schließen und aggressive Energien neutralisieren. Es bringt die niedrigen und höheren Chakren miteinander in Einklang und leitet notwendige Transformationen ein. Aufgrund seiner Feinheit und geistigen Klarheit hat Lavendelöl auch eine direkte Verbindung zum Scheitelchakra.

jasmin-363677_1280_500Jasmin wirkt tief in den Astralleib hinein, dringt vor bis zu den Wurzeln der Gefühle und archaischer Kräfte, wo sich die tiefste Quelle des Glücks und auch des Schmerzes befindet. Es hat den Anschein, dass durch den süßen Blütenduft aller Seelenschmerz aus dem Emotionalkörper herausgelöst und neutralisiert wird, um den Weg zu den wahren Gefühlen und Sehnsüchten freizugeben. Jasmin öffnet das Herz, löst Blockaden und erleichtert den Umgang mit sexuellen Problemen und Hemmungen.

bergamotte-1Bergamotte ist ein mildes Yangöl mit einem ausgesprochenen sonnigen Gemüt. Seine hellgrüne Farbe (Kaltpressung der Schale) zeigt eine Wesensverwandtschaft mit dem Herzchakra. Energetisch ist es ein wahrer Licht- und Energiebringer, der verschlossene Herzen öffnen und erwärmen kann, so dass mit der Freude auch heilsame Kräfte einziehen können. Es macht die Menschen geselliger und offener. Seine Wirkung auf die Aura ist vor allem nach schwerer Krankheit belebend, aufhellend und stärkend. Das Öl neutralisiert aggressive Energie und schützt vor aggressiver Energie von außen.