Das STEINBOCK-Parfum

Steinbock /Capricorn

STEINBOCK – das kardinale Erdzeichen

Es ist soweit: Wintersonnenwende! Die Sonne hat ihren tiefsten Stand erreicht und beginnt einen neuen Zyklus. In der Zeit größter Dunkelheit und Stille in der Natur wird der Keim für das kommende Licht gelegt. Von dieser Wende und Neugeburt des Lichts ist jedoch in der äußeren Natur nichts zu sehen. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!

Für den Steinbockmenschen ist eine Rückbesinnung auf das (unsichtbare) Wesentliche notwendig und damit auch eine Wende nach innen. Er darf herausfinden, was ihn von innen heraus trägt, physisch und psychisch. Sein Lebensweg offenbart ihm schon früh die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Seine Grenzen zu kennen, ist für den Steinbock überlebenswichtig. Gerade bei seinen ehrgeizigen Alleingängen zu hoch gesteckten Zielen kann ihm klar werden, was (Selbst-)Verantwortung für die eigenen Schritte bedeutet. Er hat sich seinem Schatten und den Auswirkungen seiner Taten und Nicht-Taten zu stellen (Gesetz von Ursache und Wirkung).

Seine Stärken: Konzentration auf das Wesentliche. Kraft der Vollendung. Etwas Bschlossenes mit Energie und Klarheit umsetze. Entschiedenheit, Bewusstheit, Klarheit, Zielstrebigkeit, disziplinierte Anstrengung, Geduld, Ausdauer, Beharrlichkeit, Annahme und Erfüllung von Verantwortlichkeiten und Pflichten. Standfestigkeit, Rückgrat, Demut. An den Schwierigkeiten, Herausforderungen und Prüfungen des Lebens wachsen. Er muss sich z.B. immer wieder zwischen seinem Ehrgeiz fürs eigene Ego (Karriere, Macht) und die Fürsorge für schwächere Mitmenschen entscheiden. Darum ist es wichtig, dass Steinbock über genügend inneres Feuer, Licht und Wärme verfügt, sich dem inneren Kind und den seelischen Wurzeln zuwendet.

Seine Schwächen: Abgespaltener oder verdrängter Gefühlsbereich. Übertriebene Strenge, Kälte, Verschlossenheit, Anmaßung, Sturheit, Verteidigungshaltung. Arbeitssucht und Kontrollsucht – bis zur seelischen Verhärtung und Verbitterung. Wenn Steinbock seine weiche Seite, den Krebs, vergisst, kann er tatsächlich eiskalt werden, den anderen harsch zurückweisen oder unterdrücken.

Die Aufgabe für den sich entwickelnden Steinbock heißt Verwirklichung. Wie er im vorigen Feuerzeichen Schütze als Idealist seine gedachten Pfeile hoch ins weit entfernte Ziel schickte, so muss er im Steinbock dieses Ziel in ständiger, unermüdlicher Arbeit selbst verwirklichen. Wenn er die Enge und Begrenztheit seiner stur verfolgten Ziele erkennt und überwindet und Mitgefühl für seinen Nächsten als rechten Wegbegleiter wählt, kann Transformation geschehen.

Externsteine Sonnenwende (Aquarell)

Der einzelgängerische Steinbock ist zielstrebig, von ernsthaftem Charakter und manchmal eben sehr stur. Er bevorzugt kräftige Holzdüfte und wohlriechende Wurzeln, die aber nicht zu schwer sein dürfen, da sie ihn sonst isolieren und starr machen. Zypresse, Zeder, und Sandelholz können ihn erden und ihm den nötigen Weitblick verschaffen. Herznoten und sinnliche Wasser-Düfte können sein Herz öffnen und seine Verhärtungen lösen: Cistrose, Moschus, Nagarmotha, Patchouli. Kräftige Gewürznoten und Feuerdüfte, z.B. Wermut, Lorbeer, Pfeffer, Weihrauch und Rosmarin.

ArchetypPatriarch, Vater, der Alte König, Ordnungshüter, Meister, der/die Alte/Weise, der Senior-Chef, Autorität, Eremit, Hüter der Schwelle, Topdog, die Zeit, das Schicksalsrad, das Gesetz, das »Große Werk« (Alchemie), der Schatten: das Böse, der Teufel.
Ur-ThemaKristallisation, Struktur, Reife, Vollendung, Konzentration auf Wesentliches, Berufung, Schicksal, kollektive Verantwortung, öffentliches Amt, Meisterschaft. Höchstes Bewusstsein. Das Erreichte, Verwirklichte, Realisierte. Das Maßgebende, Bestimmende, Gesetzgebende, Rechte und Pflichten.
KunstFarbfelder bestimmen und gestalten den Bildraum, eine fehlende Perspektive vermittelt das Gefühl von Raum- und Zeitlosigkeit. Beschränkung auf wenige, dafür lebendige, leuchtende Farben. Die auftauchenden Figuren zeigen eher das Wesenhafte, sind oft von körperloser Reinheit, unvollständig (ohne Arme, Hände, Füße, Gesicht), noch ungeboren, ohne Beziehung zur Welt. Energische, klare Pinselführung, die das Wesentliche erfasst.
Maler: August Macke, Henri Matisse, Paul Cézanne, Max Pechstein, Giovanni Segantini
Körpersaft
Temperament
Schwarze Galle
Melancholisch, ruhig; duldend; beharrlich; ehrgeizig; statusbewusst; besitzorientiert; pragmatisch; ausdauernd;
Empfindungstyp nach C.G. Jung
Humorale Qualitäten
Element
trocken (12), kalt (7), warm (6), feucht (1)
Das Kalte gibt Zurückhaltung, Konzentration, Zusammenziehung. Das Trockene verursacht Spannung, Starrheit, Austrocknung, Reizung.
ERDE
 
Ur-PolaritätYIN, urweiblich, nach innen gerichtet, introvertiert
Auswahl an DüftenAngelika, Bergamotte, Geranie, Lavendel, Lorbeer, Moschus, Patchouli, Pfeffer, Rosmarin, Silberbeifuß, Verbena, Ylang Ylang, Zeder, Zedrat, Zypresse
Earth – becoming a star (Öl auf Papyrus)

Der Steinbock und seine Parfums

für Sonne, Mond oder Aszendent im Steinbock

Der einzelgängerische Steinbock ist zielstrebig, von ernsthaftem Charakter und manchmal eben sehr stur. Er bevorzugt kräftige Holzdüfte und wohlriechende Wurzeln, die aber nicht zu schwer sein dürfen, da sie ihn sonst isolieren und starr machen. Zypresse, Zeder, und Sandelholz können ihn erden und ihm den nötigen Weitblick verschaffen. Herznoten und sinnliche Wasser-Düfte können sein Herz öffnen und seine Verhärtungen lösen: Cistrose, Moschus, Patchouli. Kräftige Gewürznoten und Feuerdüfte, z.B. Wermut, Lorbeer, Pfeffer, Weihrauch und Rosmarin wärmen seinen oft kühlen Körper und können Schmerzen in den Gelenken lindern.

Die Parfums des Steinbocks sind von empfänglicher und passiver Art. Sie sind ein therapeutisches Mittel gegen alle Formen von Unruhe, stärken die Nerven, vermindern die Neigung zu Weltschmerz, Mutlosigkeit, Beklemmung und der Angst vor morgen. Sie geben dem Steinbock neuen Schwung und stacheln seinen Ehrgeiz an, lassen ihn seine Stärken klar erkennen und anwenden und sich gleichzeitig seiner Schwächen und Grenzen bewusst sein. Sie unterstützen und fördern seine Anlage, sich den Realitäten zu stellen, stärken das Selbstvertrauen und geben Mut, über die Schwelle zu gehen.

Duftkompositionen für den Steinbock sind therapeutische Parfums für eine gründliche Betrachtung und Analyse, die zugleich anregend auf die aktiven, intellektuellen Fähigkeiten wirken. Sie fördern selbständiges Denken, Geduld und Ruhe, verleihen Konzentrationskraft und ein größeres Bewusstsein des persönlichen Wertes, vermindern das Misstrauen sich selbst gegenüber und die Eifersucht. Sie machen den zur Isolation neigenden Steinbock geselliger, mitteilsamer, liebenswerter und sympathischer.

Auf der physischen Ebene sind die Steinbock-Parfums – wie die aller Erdzeichen – ein Faktor der Langlebigkeit. Sie regulieren die Verdauungs- und Darmfunktionen und verzögern die Unpässlichkeiten, die mit dem Alter kommen.

Steinbock in der TAROT- und Pfadarbeit

Dem Zeichen Steinbock entsprechen Pfad 26 und die Tarotkarte XV Der Teufel, ebenso der hebräische Buchstabe AJIN ( O), die Farbe Violett und die Musiknote A. Dieser Pfad führt auf dem kabbalistischen Lebensbaum von der Merkur- zur Sonnensphäre, von der 8. Sephirah Hod zur 6. Sephirah Tiphereth, und wird „Pfad der sich erneuernden Intelligenz“ genannt. Die dem Pfad zugeordneten Düfte sind Moschusund Lorbeer mit den ergänzenden Düften Lavendel, Bergamotte und Zedrat, Geranie, Rosmarin, Patchouli, Ylang Ylang. Ein anderer Vorschlag, einfach, effektiv, wesentlich: Lorbeer-Wermut-Zypresse.

Auf diesem Pfad werden alle Dinge erneuert. In aller Herrlichkeit entsteht eine neue harmonische Welt. Man beginnt zu verstehen, was es heißt, über sich zu herrschen und selbstbestimmt zu agieren. Man beginnt, sich selbst zur inneren Harmonie zu führen, zur goldenen Mitte, der eigenen Sonne. Es ist die Energie der Disziplin und Ordnung (Steinbock), die die eigene Führerschaft unterstützt und beflügelt. Wer will, der schafft es auch. Immer.

Dieser Pfad repräsentiert die Versuchung, spirituelle Kräfte zum persönlichen Gewinn oder zur groben Sinnlichkeit bis hinunter zur Instinkthaftigkeit einzusetzen. Er stellt die direkte Verbindung zwischen der Persönlichkeit und dem Höheren Selbst her, führt vom Intellekt zur Intuition und zeigt uns unsere verzerrte Darstellung von der Wirklichkeit. Für die Konfrontation mit dem Schatten und zum eigenen Schutz wird hier an erster Stelle der solare Lorbeerduft vorgeschlagen, der verwendet wird, um Negativität auszugleichen, Schaden abzuwehren und übersinnliche Visionen anzuregen.

Moschus, der hier pflanzlichen Ursprungs ist, ist der Duft der 2. Sphäre Chochmah, die das Prinzip der göttlichen, idealen Weisheit repräsentiert. Diese Sphäre entspricht der spirituellen Energie des erweckten Dritten Auges (Ajna-Chakra), einer dynamischen, reinen Yang-Energie, dem schöpferischen Bewusstsein (Logos), das wir als Lebensenergie, Libido, Chi oder Prana erfahren. Durch die magische Verwendung von Moschusduft auf dem 26. Pfad können wir diesen großen göttlichen Dynamo (megale dynamis) anzapfen, anrufen und aktivieren.

Wir werden auf diesem Pfad mit unserer Erregtheit, Instinkthaftigkeit, Lust und Spontaneität konfrontiert und dürfen uns üben im Überwinden von Hindernissen, Versuchungen und Fehleinschätzungen.

Kristall (Aquarell)

Die Beschreibung der ätherischen Öle für das Steinbock-Parfum folgt im nächsten Eintrag.

Das Magische Parfum (3)

Duftentsprechungen aus Kabbala und Magie

Neben der Aromatherapie gibt es die wesentlich älteren Therapieformen der Alchemie und der Kabbala mit ihrer praktischen Anwendung, der Magie. Düfte können die fehlende Beziehung zu den Göttern (Archetypen) heilen, denn heil sein heißt ganz sein. Kreativ, magisch und kabbalistisch zu arbeiten, setzt voraus, die Korrespondenzen von Farben, Düften, Tierkreiszeichen, Planeten, göttlichen Eigenschaften und Tarot-Zuordnungenzu kennen und sie kreativ anzuwenden, das heißt zu mischen. Diese Kunst, die auch als Alchemie bekannt ist, hat das Ziel, Unedles in Edles, Materielles in Ideelles zu verwandeln und dabei die Gegensätze zu vereinen.

Außerdem erhält der nach Wahrheit Suchende mit der kabbalistischen Duftarbeit einen Schlüssel zum Unbewussten beziehungsweise zu den tiefen Schichten seines Bewusstseins. Er erhält die Möglichkeit und subtile Aufforderung, neue oder bisher ungelebte Qualitäten in sein Wesen zu integrieren und damit sein Leben zu veredeln und abzurunden. Er erhält außerdem die Möglichkeit, seine Wahrnehmung zu verfeinern und auf immer subtileren Ebenen Erfahrungen zu machen.

Die Duftstoffe, die ja bereits geistige, flüchtige und damit ätherische Essenzen  sind, sind ein mächtiger und magischer Stimulus für die IMAGINATION: Sie beschwören Bilder, Gefühle, Klänge und Erinnerungen herauf, die gleichzeitig von körperlichen Mustern begleitet werden – von Spannungen, Eindrücken und einer ganzen Assoziationskette. So können die Assoziationen, die ein Duft hervorruft, Körper & Geist auf einzigartige Weise verknüpfen. Das Dufterlebnis, das mit einem bildhaften Erlebnis verbunden ist, kann ganzheitlich erfasst werden: wir hören, riechen, sehen, greifen und schmecken das Erlebnis, wobei der Geruchssinn uns den schnellsten und unmittelbarsten Zugang zur Bedeutung des Bildes liefert.

Kabbalistischer Lebensbaum mit den 10 Sephiroth

 Der Lebensbaum

Zum Zwecke der Erkenntnis der verschiedenen Verknüpfungen bedient sich die Kabbala eines Gedankenmodells. Es ist der Lebensbaum mit seinen 32 Wegen oder „Stationen“ auf dem Weg zu sich selbst. Es sind dies:

  • die 10 Sphären oder Sephiroth oder inneren Reiche (1-10)
  • die 22 Pfade (11 bis 32) als Verbindungen zwischen den Sphären.

Die für ein magisches Parfum wichtigsten Korrespondenzen sind die Kabbala- und Tarot-Zuordnungen, die astrologischen Entsprechungen, dazu Farben, Düfte, Buchstaben. Jede Sphäre (Sephirah) am Baum des Lebens stellt einen bestimmten Bewusstseinszustand dar, der bewusst mit Symbolen, Farben, Düften etc. imaginiert werden kann.

Die Pfade eignen sich besonders für die aktive kreative Imagination, die auch als „Pfadarbeit“ bekannt ist. Von der untersten Sephirah (Malkuth, Königreich) zur obersten, ersten Sphäre (Kether, Krone) repräsentieren die Pfade den Weg zurück zur Einheit mit Gott, dem Höchsten Bewusstsein.

Durch die Arbeit mit Symbolen, Archetypen, Farben und Düften wird die Kraft der Imagination und Konzentration gefördert. Als Einstieg mag eine Tarotkarte oder das eigene Sternzeichen dienen, die auf einen bestimmten Archetypus und damit auf einen bestimmten Duft hinweisen. Auch eines der vierundsechzig Hexagramme des I Ging (‚Buch der Wandlungen’) oder ein Traumbild der letzten Tage eignet sich als Einstieg.

Meine Vorgehensweise für die Anfertigung eines Parfums

Ich stelle die Düfte nach astrologischen, kabbalistischen und alchemistischen Überlieferungen zusammen, unter Einbeziehung alternativer Heilweisen, wie der ayurvedischen und tibetischen Medizin, der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), der Tiefenpsychologie und der Aromatherapie. Voraussetzung für meine Auswahl und Methode ist, dass mir bekannt ist, zu welchem Zweck das Parfum benutzt wird und ob es für einen Mann oder eine Frau gemacht werden soll. Soll es ein evokativer Duft für die Anrufung eines Archetypus sein, ein magisches Parfum für ein Ritual, ein therapeutisches Naturparfum für die Selbsttherapie, für eine Innenweltreise, ein Parfum für jeden Tag, für die Schattenarbeit oder soll es ein besonderes Geschenk für einen geliebten Menschen sein, usw.  

Wie schon gesagt, ist die Kabbala eine Therapieform, die der Ganzwerdung, der Integration und Heilung dient. Die Pfade zwischen den zehn Sphären sind Wege oder Stufen, die der geistig Strebende hochsteigt, um sich wieder mit seiner Gottheit zu vereinen, d.h. die ‚Heilige Hochzeit’ zwischen Braut und Bräutigam in sich zu vollziehen. Der kabbalistische Lebensbaum ist ein erdachtes Modell ähnlich der Himmelsleiter, auf der die Engel auf- und absteigen. Diese Stufen vom Groben zum Feinen gibt es für den Adepten auch in der Alchemie.

Die therapeutischen Sternendüfte sind hilfreich, um unterdrücktes Potenzial zu aktivieren und übertriebenes Verhalten auszugleichen. Darüber hinaus wirken die von mir ausgewählten ätherischen Öle auch wohltuend, lösend und lindernd bei typischen Beschwerden bestimmter Sternenkonstellationen, bei Energieblockaden und Stimmungstiefs. Ist der Geburtszeitpunkt bekannt, wähle ich auf Wunsch den Sternzeichen-Duft für das Sonnenzeichen, das Mondzeichen oder für den Aszendenten.

Neben den Düften und Parfums für die Tierkreiszeichen eignen sich besonders Planetendüfte für ein Ritual, das als „Annehmen der Gottform“ bekannt ist. Diese Gottformen repräsentieren die großen universalen Kräfte und Strömungen oder Aspekte des kosmischen Lebens, die geistig jederzeit abgerufen werden können. Es sind die besagten Archetypen (kollektive Urbilder, Urideen), die für die menschliche Reifung und Entwicklung so wichtig sind. Denn mittels dieser Urbilder erhalten wir Zugang zu den Tiefenschichten des Geistes. Im Ritual vereinen wir uns bewusstseinsmäßig mit dem bestimmten Archetyp (Sonne, Mars, Venus, Uranus…) und erfahren etwas, das größer, wahrhaftiger, schöner und wirklicher ist als unser Ego.

Im nächsten Eintrag beginne ich mit den Düften der Tierkreiszeichen.

Bis dahin dufte Grüße und

… immer der Nase nach.

Naturparfum „Rosentraum“

Das Magische Parfum (2)

Die magische Arbeit mit Düften

Die Aromatherapie

Die Anwendung flüchtiger Essenzen erfährt erst seit wenigen Jahren eine Neubelebung – in der Aromatherapie. Was genau ist diese geheimnisvolle Pflanzenessenz, die sich ätherisches Öl nennt? Sie enthält das Herz oder den Geist einer Pflanze, macht ihr Wesen aus. Genau diese Essenz schützt die Pflanze, hält Ungeziefer fern, damit sie nicht gefressen wird. Sie zieht Bienen und andere bestäubende Insekten an. In den winzigen Zellen jeder Pflanze befindet sich eine große Anzahl biochemischer Bestandteile und flüchtiger Moleküle, die durch das Destillationsverfahren befreit werden. Einige Essenzen, wie die Zitrusöle, werden auch durch einfaches Auspressen gewonnen, da sich die kleinen Öldrüsen in Schale befinden

Ätherische Öle sind keine fetten Öle, wie Oliven- oder Mandelöl. Sie hinterlassen keinen Fettfleck auf dem Papier oder Tuch, manche hinterlassen leichte Farbflecken. Wenn man Dampf oder heißes Wasser durch zwanzig Kilogramm zerkleinertes Pflanzenmaterial presst, wird das ätherische Öl aus den Zellen befreit, aus den kleinen Öldrüsen in den Blättern und Wurzeln, aus der Rinde, den Samen oder Blüten. Dieser reine Pflanzengeist macht nur einen winzigen Bruchteil der ganzen Pflanze aus. Um an diese duftende Essenz zu gelangen, muss die Pflanze sterben.

Im Destillationsverfahren geht die Pflanze durch den alchemistischen Vorgang des „Stirb und Werde“ hindurch, sie stirbt als Pflanze, doch ihr wahres Wesen ist ätherisch leicht und steigt nach oben. Die reine duftende Essenz, von der Materie befreit, verdunstet leicht, verflüchtigt sich. Doch sie kann in Alkohol, einem fetten Trägeröl, Wachs oder einer Emulsion eingefangen, aufbewahrt und gezielt eingesetzt werden.

Aufgrund ihres jeweiligen Duftes und ihrer biochemischen Zusammensetzung werden die ätherischen Öle in der Aromatherapie im Sinne ganzheitlicher Heilung gezielt und bewusst eingesetzt, um Stimmungen und Zustände zu verändern, um die Selbstheilungskräfte des eigenen Systems zu aktivieren, um auszugleichen, zu beruhigen, zu mäßigen, um anzuregen, zu stärken und zu schützen, usw. Dazu werden die ätherischen Öle gezielt ausgesucht, in Öl, Alkohol oder einer Emulsion verdünnt angemischt, um als Körper- und Massageöl, als Raum- und Energiespray, Hautsalbe oder Emulsion angewendet zu werden.

Das therapeutische oder magische Parfum

Eine andere Möglichkeit, mit den ätherischen Ölen bewusst magisch zu arbeiten und ihre heilsamen, harmonisierenden Energien für das Wohlsein anzuwenden, liegt im kreativen Erschaffen eines persönlichen, therapeutischen Duftes – des Magischen Parfums.

Das rechte Mischen der ätherischen Öle, das Zusammenstellen und Komponieren eines Parfums unter Zuhilfenahme des Geburtshoroskops, der geistigen Vorstellungskraft und schließlich auch der Nase ist kreatives Imaginieren – ein magischer und schöpferischer Akt. Wir treffen zum Beispiel eine Auswahl von Düften für ein astrologisches Parfum, das unser Sonnen- Mond- oder Aszendentenzeichen verstärken und unterstützen sowie unsere Energien, Vitalkräfte und Körpersäfte im Gleichgewicht halten soll. Wir können mit Unterstützung der Düfte unsere Wesensanlage (AS), unser Verhalten (Sonne) und unsere Lebensbestimmung (MC) miteinander in Einklang bringen, auch wenn sie im Horoskop unter Spannung stehen (Aszendent-Sonne-Medium Coeli).

Um die passenden Düfte für ein bestimmtes Parfum finden zu können, ist eine vorherige Klassifizierung der über hundert ätherischen Öle notwendig. Gemäß der Entsprechungslehre gibt es für jedes Tierkreiszeichen, jeden Planeten und jeden Aspekt entsprechende Düfte, ebenso gibt es harmonisierende Düfte und Synergien für jedes Problem und jede Spannung. Um das vorwiegende Temperament eines Menschen erkennen und extreme Charaktereigenschaften ausgleichen zu können, bedienen wir uns der astrologischen Elementenlehre* und wählen die Düfte nach ihren entsprechenden elementaren Eigenschaften aus – dank der vorab getroffenen Klassifikation der ätherischen Öle in Feuer-, Erde-, Luft- und Wasserdüfte. – In den folgenden Blogbeiträgen gebe ich diese Entsprechungen bekannt.

Auch Goethe war eng vertraut mit den Archetypen und elementaren Kräften.

„Wer sie nicht kennte, / Die Elemente, / Ihre Kraft / Und Eigenschaft, / Wäre kein Meister / Über die Geister“

Aus der alten Elementenlehre gingen die medizinische Viersäftelehre hervor und damit auch eine erste psychologische Einteilung der Menschentypen in die Temperamente nach dem angeborenen Gleichgewicht ihrer Körpersäfte (Humoralpathologie), woraus C.G Jung seine psychologische Typenlehre entwickelte.

SanguinikerLuftzeichen Zwillinge, Waage, Wassermannder Denktyp
CholerikerFeuerzeichenWidder, Löwe, Schützeder Intuitionstyp
MelancholikerErdezeichenStier, Jungfrau, Steinbockder Empfindungstyp
PhlegmatikerWasserzeichenKrebs, Skorpion, Fischeder Fühltyp
Die vier Elemente, Temperamente und psychologischen Typen

Wobei auch die Mischtypen Beachtung finden, z.B. mit Luft-Feuer Betonung (sanguinisch-cholerisches Temperament) oder Luft-Erde Betonung (sanguinisch-melancholisch), usw.. Hierzu habe ich übrigens eine künstlerische Umsetzung von Tammo de Jongh und Richard Gardner im Netz gefunden: Die zwölf Gesichter der Menschheit

Die mentale und geistige Vorarbeit mit dem Horoskop, mit einer Tarotkarte oder auch den Pflanzenhelferkarten ist ebenso anregend und inspirierend wie die anschließende Praxis des Zusammenmischens des Magischen Parfums. Wie die oberen Tarot-Trumpfkarten zeigen, geht es beim Mischen um Ausgewogenheit, um das rechte Maß, die richtige Dosierung. Die KUNST besteht darin, dass aus den zwei oder zwolf zusammengefügten Düften ein vollig neuer Duft entsteht – eine tantrische Vereinigung oder eine astrologisch-alchemistische Conjunctio.

Dufte Grüße und … immer der Nase nach

Sundra

Das Magische Parfum (1)

Sternzeichen- und Planetendüfte

als therapeutisches Naturparfum

  • zum Ausprobieren
  • für die (Nicht-)Identifikation mit dem Geist in der Flasche
  • für die Kommunikation mit dem Geist in der Flasche
  • für Selbsttherapie und  Erneuerung
  • zur Stabilisierung der Wesensessenz
  • zur Anwendung in einem Ritual (persönlich entworfen)
  • zur Anrufung (Evokation) eines Archetypen
  • für traditionelle, magische, rituelle Anwendung (Tarot, Kabbala / Pfadarbeit, Astrologie, Alchemie)

   

Warum jetzt?

Die neue Zeitqualität von Uranus im Stier und der magisch anmutenden Saturn-Pluto-Konjunktion im kardinalen Steinbockzeichen (12.1.2020) bietet sich an für eine radikale Wandlung der Grundlagen unseres Daseins. Sie bietet sich an für entscheidende Fragen, wie:

Bin ich bereit, bisherige Grundlagen, Identifikationen, Motive und Handlungen in Frage zu stellen und loszulassen? Bin ich bereit zu sein, was ich wirklich bin?

WER bin ‚ich’ wirklich, womit identifiziere ‚ich’ mich, als WER lebe und agiere ich? Worauf richte ich mein Bewusstsein? Was ist wesentlich?

B i n ich selbst der Wandel, den ich mir wünsche? Oder verlasse ich mich auf Äußeres, auf die anderen, auf weltlichen Erfolg oder gesellschaftlichen Status?

Inwieweit hänge ich am alten System, bin verstrickt in Strukturen und Schein-Sicherheiten, denke und handle gewohnheitsmäßig, quäle mich mit Abhängigkeiten, faulen Kompromissen, irrigen Glaubenssätzen herum, bin hin und her gerissen, orientierungslos?

Statt als Konsument und Erfüllungsgehilfe der äußeren Systeme ums Goldene Kalb zu tanzen, sind Authentizität, geistige Werte und erwachtes Bewusstsein gefragt. Es geht um das SEIN, nicht ums Haben. Die Zeitschwingung erfordert ein magisches Bewusstsein, ein schöpferisches Potenzial, das Wandel und Veränderung möglich macht. Jetzt. Sofort.

ICH BIN DER WANDEL, DEN ICH MIR WÜNSCHE

Ein Schlüssel heißt Magie. Magie ist das Streben nach Einheit mit dem Unnennbaren, dem Ewigen, dem Höchsten Bewusstsein – sei es manifestiert in einem Körper oder unmanifestiert.

Der Magier ergreift die evolutionäre Initiative, um das zu werden, was er bereits ist, immer war und sein wird – lebendiges strahlendes Bewusstsein, sei es vorübergehend manifestiert in einem Körper oder unmanifestiert. Wer sich berufen fühlt, wird die Zeitqualität der Selbstermächtigung nicht ungenutzt verstreichen lassen und die ihm zur Verfügung stehenden Geisteskräfte und Fähigkeiten nach bestem Herzenswissen und Gewissen einsetzen.

Genau jetzt BIN ICH vollkommen, in meinem SO-SEIN, meiner wahren Identität. Ich bin verantwortlich für meine Wünsche und Sehnsüchte, für meine Lebensziele, Werte und für alles, was mir im Leben begegnet. Und wenn das Dasein mir die Möglichkeit bietet, vollkommen zu sein bzw. Vollkommenheit zu ‚erreichen’, dann nehme ich sie wahr und bin es.

Ich beteilige mich jetzt an dem magischen Meisterspiel auf diesem Planeten, nutze die geballte, fruchtbare Erdkraft und säe heute die Ursache, den Samen der Vollkommenheit, die sich morgen als Wirkung und Wirklichkeit offenbart – wohl wissend, dass ‚morgen’ immer jetzt ist. Meine ganze Aufmerksamkeit gilt diesem Bewusstsein.

ICH BIN DER WANDEL, DEN ICH MIR WÜNSCHE

ICH BIN ERWACHTES BEWUSSTSEIN

ES GIBT NICHTS ZU TUN – NUR ZU SEIN

ICH BIN GELEBTES LIEBEVOLLES MITEINANDER

Unendliches Wachstum und Sicherheiten im Phänomenalen gibt es nicht, sie bringen den Menschen in seiner scheinbaren Evolution keinen Schritt weiter. Mit der neuen Zeitschwingung werden Umbrüche, große Bereinigungen, Läuterungen und Lebensumstellungen notwendig. Alle Einschränkungen sind wunderbar, schön und notwendig, wenn sie zum Wesen-tlichen führen und uns helfen, ein Leben in Harmonie mit dem Ganzen zu führen – mit Respekt und Achtung füreinander und für unsere gemeinsame Basis, Mutter Erde.

Düfte, Parfums, Essenzen

sind seit Urzeiten Wohlgerüche, die mit der Erhebung der Seele in Verbindung gebracht werden. Bestimmte Essenzen können uns in einen Zustand der Verzückung versetzen – wenn auch nur für Momente. Denken wir an die duftenden Harze und Hölzer, wie Weihrauch, Myrrhe, Sandelholz, Palo Santo oder an die unvergleichlichen Blütendüfte von Jasmin, Rose und Orangenblüten. Jeder dieser Düfte kann uns mitten in unserem Alltagsleben in einen Zustand von Seligkeit und tiefem Frieden „entrücken“.

Jeder Baum und jede Pflanze hat ganz spezifische Merkmale und Eigenschaften. Doch erst ihre Essenz, das destillierte oder durch Extraktion gewonnene ätherische Öl, enthüllt das charakteristische, fundamentale Wesen. So ein Duft ist ein „Geist der Wahrheit“, ein „Geist der Quintessenz“.

Flaschengeist

Was ist die Quintessenz des Menschseins?

Reines Bewusstsein … Freude … Glückseligkeit ..?

Finde es heraus.

 

 –  Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern  –

So nennt es Crowley, wenn er sich auf das Bewusstsein oder wahre Selbst beruft.

Alchemisten, wie z.B. Paracelsus, sahen den Stern als „Quintessenz“ an, als den himmlischen oder überirdischen Körper. Dieser ist dank der Imagination als Bild vorstellbar. C.G. Jung und die moderne Psychologie nennen Sterne, Planeten, Symbole, Götter oder göttliche Ideen Archetypen. Jeder Archetyp hat einzigartige Eigenschaften und Merkmale. In Wahrheit „haben“ sie diese Eigenschaften nicht – wir projizieren sie in die Sterne hinein und das Universum projiziert diese zurück. Es ist eine Sache des kreativen Geistes… des großen Spielers… *

*… der nichts Besseres zu tun hat, als sich zu teilen, um sich dann wiederzufinden…

Meist wird ein Parfum unbewusst gewählt, um von den anderen wahrgenommen und geliebt zu werden, um attraktiv zu wirken oder um bestimmte Persönlichkeitsaspekte hervorzuheben, andere zu kaschieren. Doch seit der Antike werden Düfte, Klänge, Farben und Symbole bewusst verwendet – meist durch Rituale intensiviert -, um in Kontakt mit der Gottheit zu treten und sich der eigenen göttlichen Essenz bewusst zu werden.

Meine Selbst-Ermächtigung: Als ein Mitschöpfer des Göttlichen BIN ICH autorisiert, mein essenzielles Selbst als reines So-Sein erstrahlen zu lassen und die Schönheit und Kraft meines totalen Gegenwärtigseins frei auszudrücken, ohne auf die Bestätigung oder Anerkennung von außen angewiesen zu sein.

Der Stein der Weisen (Aquarell)

Fortsetzung folgt über die „Magische Arbeit mit Düften“