Energiearbeit – Ätherische Öle für das Sahasrara Chakra (10)

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Mein Vorschlag für die Chakrenölmischung „Sahasrara“

Inhalt: Jojoba- und Sesamöl Bio, ätherische Öle (1 %)

Oud (Adlerholz), Lavendel*, Sandelholz, Elemi, Weihrauch

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Die SAHASRARA Chakrenölmischung

Aus einigen Tropfen des legendären indischen Oud-Attar*, zusammen mit arabischem Weihrauch, dem frischen Elemiöl und dem zärtlich-spirituellen Duft des Lavendelöls aus den höher gelegenen Regionen Südfrankreichs ergibt sich eine besonders edle, ätherische Duftschwingung für das Kronenchakra und die Aktivierung des geistigen Lichtkörpers. Sie eignet sich für die Chakrenarbeit, für Trance- und Phantasiereisen, für Gebet, Ritual und Visionssuche. An der Biochemie erkennen wir, dass es bei diesem Öl für das siebte Chakra keinesfalls um eine Raketenfahrt zur Erleuchtung geht.

*Oud Attar ist eine Co-Destillation von Adlerholz über einer Sandelholzgrundlage

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Welchen Charakter hat das Öl?

1 Wurzelfrau StammfrauZuerst fällt die solide und erdende Basis auf: die ordnende und strukturierende Kraft der Monoterpene (Weihrauch, Elemi, Lavendel). Sie bauen auf, geben festen Halt, wirken koordinierend, konzentrationsfördernd sowie ganzheitlich stärkend und anregend. Ihr Anteil im Verbund mit den anderen Duftmolekülen deutet auf die große Gabe hin, aus dem Lot geratene seelisch-geistige und körperliche Zustände wieder in eine gesunde Ordnung zu führen, die innere Struktur und den Zusammenhalt zu festigen. Psychisch sorgen sie für eine klare Lebensausrichtung, sind dabei anpassungsfähig, mild und geistig offen; äußerlich unterstützen sie die irdische Umsetzung von Erkenntnissen, Visionen, Einsichten und Absichten.

LavendellichtDie Ergänzung durch Monoterpenole (Lavendel, Weihrauch, Elemi) sorgt für eine freudige und lebendige Lebenszugewandtheit, für Spontaneität, einen vielseitigen und unbeschwerten Gefühlsausdruck. Diese Stoffgruppe wirkt adaptogen, das heißt, sie hilft dem Organismus, sich an Stresssituationen und andere veränderte Umweltbedingungen anzupassen und diese auszugleichen: Bei übermäßiger Energie oder Erregung werden die Kräfte zurückgenommen, bei Lethargie oder Mutlosigkeit werden sie verstärkt und wirken stimulierend. Damit bieten sie einen wirksamen Schutz vor Stress. Es geht bei den Monoterpenolen um freien und spontanen Lebensausdruck, Leichtigkeit und Lebensfreude. Dabei werden Achtsamkeit, Mitgefühl und die Wahrnehmung der Umwelt gestärkt und gefördert.

Sandelholz 2_CDie Sesquiterpene/–terpenole (Sandelholz, Oud, Weihrauch, Elemi) bezeugen, dass es hier um innere Werte geht, die als Resultat einer tiefen seelischen Verarbeitung letztendlich zu seelischer Reife und Vollendung führen. Sie sind die „Seelenführer zur Mitte“ und zum ureigensten Wesen, geben Kraft, Stärke und Selbstvertrauen, unterstützen die individuelle und feinstoffliche Ausstrahlung. Als Spezialisten und Alchimisten, Meister der Elemente und des geistigen Feuers sind die Sesquiterpene vertraut mit der inneren Arbeit am Seelenstoff. Sie verstehen sich darauf, Niederlagen, Schicksalsschläge oder traumatische Erlebnisse als Sprungbrett zu höheren Bewusstseinszuständen zu nutzen und negative Erfahrungen in etwas Positives umzuwandeln. Aus dieser alchemistischen Arbeit, die dem Schleifen eines inneren Diamanten gleichkommt, erwachsen große Kräfte und Kunstfertigkeiten, z.B. die Kraft inneren Friedens, des Verzeihens und der Selbstüberwindung. Es ist eine schmerzhafte Operation, doch das Ziel ist die Leiden wert: die Seele bildet sich zur Vollkommenheit aus.

LavendulaDer Beitrag an milden Estern – Hauptinhaltsstoff im Lavendelöl – wirkt im harmonischen Zusammenspiel mit den anderen Stoffen ganzheitlich entspannend und beruhigend. Er verleiht Ausgeglichenheit und nervliche Widerstandskraft, sorgt für gute Ressourcen und Schmerzstillung. Als Stimmungsaufheller sorgen die Ester für heitere Gelassenheit, einen guten Schlaf und eine ausgeglichene Psyche. Sie fördern den zwischenmenschlichen Dialog und stärken den mitfühlenden und verantwortungsbewussten Umgang mit allen Lebewesen und der Umwelt. Sie  machen durchlässig und feinfühlig für Inspirationen aus höheren Ebenen, führen zur inneren Schau und unterstützen die notwendige Auflösung von Illusionen, Selbsttäuschungen und Mystifikationen.

Während uns die Äther (Elemiöl) beflügeln, aus der kollektiven Sphäre herauszutreten und unsere individuellen, schöpferischen Anlagen zu verwirklichen, vertreten die hochbewussten Ketone in den Ölen von Weihrauch und Elemi die Krönung der biochemischen Stoffe und Lebensprinzipien. Sie stehen für die zentrale Instanz des Ich oder Wesenskerns und aktivieren unmittelbar das schöpferische Potenzial in uns. Sie verlangen eine bewusste Zielsetzung und innere Lebensausrichtung, einen bewussten Einsatz des Willens und der Lebenskraft, damit wir unsere Mission auf der Erde erfüllen und uns unter allen Umständen selbst treu bleiben können.

Eine Erweiterung des Bewusstseins wird auch von den Oxiden (Lavendel, Weihrauch) unterstützt, die von einem guten Reflektionsvermögen und einer hohen Geisteskraft zeugen. Wir werden wir angeregt, mit der Kraft des Denkens alle Facetten unseres Lebens zu durchdringen, den Sinn und die Bedeutung daraus zu extrahieren, um bewusste Entscheidungen treffen zu können. Es geht um unabhängiges, freies und schöpferisches Denken und um einen freien Fluss des Atemstroms.

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Weihrauch, arabisch (Boswellia sacra)

Balsambaumgewächse – Element Feuer

Duftprofil: würzig, voll, balsamisch süß mit frischer Harznote

Botschaft:  „Ich berühre dich mit meinem reinen, kristallweißen Licht, zeige dir die Schatten in deinem Erdenkleid, ihre Wurzel und Auflösung.“

Innere Alchemie: Weihrauchöl ist ein Yangöl aus dem Wundharz des sagenumwobenen Boswelliabaumes aus dem arabischen und nordafrikanischen Wüstengebiet. Die goldenen „Tränen“ schützen den Baum vor der lebensbedrohlichen Austrocknung durch die Sonne. In diesem Öl stecken immense Lebens- und Lichtkräfte. Sein mystischer Duft öffnet uns für das Transzendentale, macht durchlässig für höchste Schwingungen und hält grobe Schwingungen fern. Es ist in der Lage, die Energie der Erde mit der des Himmels zu vereinen, vermittelt zwischen der realen und der spirituellen Welt, hilft die Lebensgesetze zu verstehen und fördert die Erfahrung einer ewigen Verbindung zwischen dem körperlichen Dasein und der spirituellen Welt. Das Öl korrespondiert mit den höchsten spirituellen Werten und kann uns mit dem Teil unseres Selbst verbinden, der ewig und göttlich ist.

Da es den Atemrhythmus verlangsamt und vertieft, begünstigt es jede Art von Meditation, innerer Sammlung, Kontemplation, Pranayama und Zurückziehen der Sinne von der Außenwelt. Durch die vertiefte Atmung erhält unser Nervensystem mehr Sauerstoff und gewährleistet die Verarbeitung  und Weiterleitung energetischer Informationen über den Pranafluss. Weihrauchöl wirkt aufhellend und stärkt die Klarheit der Aura, hilft auch beim „Flicken“ energetischer „Löcher“ in der Aura. Ferner wirkt es ausgleichend und harmonisierend, neutralisiert aggressive Energie und das Abziehen von Energie.

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Sandelholz (Santalum album),

Sandelholzgewächse – Element Wasser/Erde

Duftprofil: samtig-warm, sinnlich, weich, holzig, süß-balsamisch, orientalisch, sanft männlich; ein sehr tiefer und lang anhaltender Duft

Botschaft: „Ich verbinde mich mit den Energien der Basis und der Erde, fließe mit ihnen empor durch alle Stufen des Lebens.“ – „Ich lasse mich tragen vom Fluss der Gefühle, Gedanken, Begegnungen und Zeiten.“

Innere Alchemie: Sandelholzöl ist von milder Yangkraft, eine sanfte männliche, liebevolle Energie, deren Macht und Kraft jedoch nicht unterschätzt werden darf. Seine Energie ähnelt einem riesigen kontinuierlichen Lebensstrom wie dem Ganges, der, von den Höhen des Himalaya kommend, auf seinem Weg viele andere Ströme in sich aufnimmt, bis er sich in den tiefen Ebenen von Bengalen breit, ruhig, langsam und mächtig dahinwälzt, in sich ruhend, getragen vom Bewusstsein der Einheit von oben und unten, von Geist und Materie.

Im tantrischen Yoga wird Sandelholzöl sowohl dem höchsten als auch dem niedrigsten Chakra zugeordnet, denn dieses System kennt keine Trennung in Körper und Geist oder in sexuelle und geistige Kraft. In diesem Sinne ist Sandelholzöl ein Tantraduf höchster Erleuchtung, der die Verblendung der trennenden Gegensätze überwinden hilft. Er kann die schöpferische Energie (Kundalini) im Wurzelchakra erwecken und durch die alchemistischen Wandlungsstufen (Energieknotenpunkte) zu höchster Erleuchtung tragen. Blockaden und Stauungen in den Chakren werden auf sanfte aber nachhaltige Weise gelöst und in den großen Energiestrom entlang der Wirbelsäule eingebracht.

Blüte_C_600  Elemi (Canarium luzonicum), Balsambaumgewächse – Element Erde

Duftprofil: süß, frisch, grün, hell, zitronig-harzig, würzig-pfeffrig

Botschaft: „Ich bin gesammelt, hellwach und bereit für die Reise nach innen.“ – „Ich erkenne, dass innen und außen die zwei Seiten einer Goldmünze sind.“

Elemi, der helle, aufreizende Duft mit feurig-pfeffriger Schärfe, verbindet das obere spirituelle mit dem unteren irdischen Chakra und stellt das Gleichgewicht her – bedeutet sein arabischer Name al-lami doch „wie oben so unten“. Elemi wird zur inneren Sammlung bzw. zur Reise nach innen verwendet. Es mag ein Phantasieraum sein, ein Labyrinth oder Refugium, ein Garten oder Farbraum, den der Schauende selbst ausfüllt und bewohnt. Der Raum steht symbolisch für den Geist- oder Lichtkörper, der von jedem spirituell Suchenden bewusst selbst erschaffen und gepflegt wird – ein Ort/Raum des Rückzugs und gleichzeitig ein Gefährt in andere Dimensionen, wenn die anderen Hüllen abgelegt werden.

Innere Alchemie: Elemiöl ist in stärkendes, inspirierendes, lichtbringendes Yangöl und ein ätherisch-lichter Lehrer aus der Pflanzenwelt. Es schützt vor negativer Energie und hilft beim Auflösen und Freisetzen von Blockaden in allen Chakren. Es wohnt ihm die Kraft inne, alles in Gold zu verwandeln, was er berührt, wenn es in höchster Achtsamkeit geschieht. Sein Duft kann alle Chakren, Ebenen und Welten ausbalancieren, sie von Blockaden befreien und helfen, die spirituellen Einsichten und Visionen mit den weltlichen Erfordernissen in Einklang zu bringen. Jeder innere und äußere Raum und auch jede einzelne Aurahülle kann durch den Elemiduft gereinigt, energetisiert und mit Licht angereichert werden. In der Meditation weckt er das Gefühl tiefen Friedens in Verbindung mit vollkommener Klarheit und wacher Präsenz im inneren Zentrum. So leicht wie er die Innenschau fördert, findet er auch wieder in die Alltagswelt zurück.

Durchblick

Oud, Adlerholz (Aquilaria agallocha) bzw. Oud-Attar aus Indien

OudAttar, eine indische Duftrarität, ist das Ergebnis einer gemeinsamen Destillation von Adlerholz mit Sandelholz. Das Öl ist wie Sandelholz, Weihrauch und Elemi ein Duft für die Ewigkeit mit einem Zugang zur Tiefe der Seele: tiefgründig holzig, mystisch und balsamisch-erdig, zugleich holzig-süß, beruhigend, angstlösend, befreiend und entspannend. Der Duft wird zum Einstieg in die Meditation genutzt, eignet sich ebenso für die Chakrenarbeit, Trance- und Fantasiereisen, für Gebet, Ritual und Visionssuche. Als Öl eignet es sich für das Wurzel- und Kronenchakra.

Adlerholz ist eines der kostbarsten und ungewöhnlichsten Hölzer, die weltweit für edle Räucherungen zu Meditation, Heilung und Ritual verwendet werden. Es wird u.a. in der Sufiheilkunst und tibetischen Medizin verwandt. Der immergrüne bis zu 40 Meter hohe Tropenbaum wächst in Thailand, Indien, Indonesien, Kambodscha und Vietnam. Doch das begehrte Aroma wird nur aus einer seltenen pilzbefallenen Art des Kernholzes gewonnen. Dieses Holz ist schwarz, schwer, extrem ölhaltig – und extrem teuer.

Duftprofil: erdig, tief, warm, balsamisch-süß, magisch-mystisch

Duftbotschaft: „Ich vollende und kehre heim.“ – „Ich verneige mich vor dem Mysterium der Schöpfung.“

Innere Alchemie: Das Oud-Attar besitzt starke transformatorische Kräfte, die in Asien auch als Übergangshilfe für hoch entwickelte Seelen zwischen Leben und Tod genutzt werden. Als Hüter der Schwelle hat das Öl initiatorischen Charakter, reicht allen wahrhaft Suchenden die Hand und führt sie über die Schwelle. Es wird zur Heilung geistiger Krankheiten und bei einer tiefen Traurigkeit des Herzens eingesetzt. Bei einer Salbung oder Massage mit Oud-Attar findet eine enorme Energetisierung und Aufladung der Lebenskraft statt. Die Schwingungen von Körper und Geist werden ausgeglichen und stabilisiert, während das Schmerzempfinden gelindert wird. Mangel und Unstimmigkeiten werden energetisch ausgeglichen und lösen sich auf.

lavendel_blumen_500Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

Lippenblütler – Element Luft

Duftprofil: frisch, blumig-krautig, leicht süß, mild, zart holzig, klar

 

Duftbotschaft: „Ich fühle mich innerlich klar. Meine Energien sind ausgeglichen.“ –  „Ich bekomme die Hilfe, die ich brauche.“

Innere Alchemie: Lavendelöl ist ein Merkuröl, in dem Yin und Yang ausgeglichen und nahezu gleichwertig enthalten sind. Während es im Herzchakra vor allem kühlend und ausgleichend auf der emotionalen Ebene wirkt, kommen im Scheitelchakra seine höheren, feinstofflichen Energien zum Tragen. Der Lavendelduft zieht uns nach oben, hebt uns aus dem Alltagserleben heraus. Er erleichtert den Zugang zu Visionen, inspirierenden Gedanken und unterschiedlichsten Perspektiven. In diesem Chakra findet die umfassende, heilsame Natur des Lavendels ihren vollendetsten und klarsten Ausdruck, finden die stärksten mentalen Transformationen statt, die sich als neue Ideen in unserem Bewusstsein verankern.

Lavendelöl aus den höheren Bergregionen schwingt mit einer extrem hohen spirituellen Energie, die noch weit über das Kronenchakra hinausgeht. Dank seiner ausgleichenden, harmonisierenden Wirkungsweise unterstützt es uns in dem Bemühen, den Lebensalltag mit Spiritualität zu erfüllen. Als Bild für die universelle Liebe des Lavendelöls eignet sich die Gestalt eines helfenden Engels oder die eines Bodhisattvas, der bedingungslose Hilfe leistet, um die Schmerzen aller Lebewesen zu überwinden.

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Verwendete Literatur:

Thomas von Rottenburg „Heilkunde der Ätherischen Öle“, Verlag Neue Erde, 2015; Monika Werner/Ruth von Braunschweig: „Praxis Aromatherapie“, Haug Verlag, 2006 ; Harish Johari: „Das große Chakra-Buch“, Bauer Verlag, 1987; Arthur Avalon „Die Schlangenkraft“, O.W. Barth Verlag, 1994; Kinkele/Arndt: „Die Pflanzenhelfer“, Windpferd Verlag, 2015

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Energiearbeit mit ätherischen Ölen (2) Die Chakren

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Wiki-Yoga-Vidya Quelle: Wiki Yoga-Vidya

Chakren (chakra: „Kreis, Rad“) sind psychische Energiezentren von feinstofflicher Energie, die entlang der Wirbelsäule angeordnet und durch feine Kanäle (Nadis) miteinander verbunden sind. Körperlich sind die Zentren nicht nachweisbar. Feinfühlige Menschen können sie energetisch im Energiekörper oder im Energiefeld der Aura wahrnehmen – als sich drehende Scheiben, Kreise, Strudel oder trichterförmige Energiewirbel. Sie sammeln, transformieren und verteilen die durch sie hindurchströmende Energie.

Man kann sich die Chakren als Pools vorstellen, durch die wie bei einem Gebirgsbach die Lebensströme von oben nach unten fließen. Sind die Energiespeicher durch unverarbeitete Seeleninhalte, Ängste und Komplexe verunreinigt und die Übergänge zwischen ihnen blockiert, kann die Lebensenergie nicht ungehindert fließen und wir werden krank. Doch wenn wir die Tore öffnen und alle Chakren aktivieren, kann die Energie wieder frei fließen, die Blockaden auflösen und den Schmutz fortspülen.

Drittes Auge
Stirnchakra (Ajna)

Nach dem östlichen Tantrasystem gibt es sieben ätherische Zentren (Chakren), die im Körper hinaufsteigen, von der Basis der Wirbelsäule bis zum Scheitel des Kopfes. Die Anzahl der Chakren variiert gemäß der jeweiligen Tradition. Die Hopis und auch die Tibeter arbeiten z.B. mit fünf Chakren und betonen das Herabsteigen der kosmischen Energie durch den „Tausendblättrigen Lotus“ am Kopfende, während die innere Alchemie des Taoismus auf der kreisenden Bewegung des Lichts beruht, dem herabfließenden Yinstrom auf der Vorderseite und dem aufsteigenden Yangstrom auf der Rückseite des Körpers.

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Aura und Chakren Quelle: Pixabay

Jedes Chakra hat eine bestimmte Funktion und kann aufgrund von unverarbeitetem Psychomüll blockiert werden. Die Übergänge werden als Knoten oder Kreuzungspunkte gesehen, da hier die Yin- und Yangenergien, der dunkle Schlangenpfad des Mondes (Ida) und der lichte Schlangenpfad der Sonne (Pingala) auf dem mittleren Kanal (Shushumna) zusammentreffen. Das Öffnen der Chakren ist ein sehr intensives Erlebnis und wird durch das Erwecken und den Aufstieg der Kundalini bewirkt. Wer einmal mit diesem Prozess begonnen hat, kann nicht eher aufhören, bis alle sieben Chakren geöffnet sind.

Kundalini – die Schlangenkraft

Kundalini
Schlange (Eitempera)

Sie hat viele Namen und wird in Indien als Göttin verehrt, denn sie ist die feinste, heiligste und zugleich mächtigste Kraft – Shakti, reine kosmische Energie, die weibliche Urkraft des Universums. Durch sie wird die Evolution gelenkt und vorangetrieben, sie aktiviert im Menschen den in ihm angelegten Wunsch, mit dem Ursprung der Schöpfung (Gott) eins zu werden.

Die Schlange ist ein Symbol für das evolutionäre Bewusstsein, für Fortbewegung und den Weg, für Veränderung und Transformation. Im eingerollten, unerweckten Zustand liegt sie noch schlafend im untersten Zentrum an der Basis der Wirbelsäule. Einmal geweckt, steigt sie auf, ihre gewaltige Feuerenergie durchdringt nacheinander die Chakren, brennt alle Hindernisse, psychischen Komplexe und Unreinheiten weg, vernichtet gnadenlos alles, was der Vereinigung mit dem Geist im Wege steht. Gleichzeitig verleiht sie allen Chakren große Macht und Energie, die der spirituell erwachte Mensch zu meistern hat.

Erst wenn alle psychischen Zentren gereinigt sind, harmonisch miteinander schwingen und sich wie Lotusblüten voll entfaltet haben, d.h. wenn sie ein reiner Kanal für die kosmische Energie sind, kann sich die Seele als weibliche Schöpferkraft (Shakti) wieder mit dem kosmischen Geist (Shiva) vereinen.

SCHLANGENPRIESTERIN
Stele der Schlangenpriesterin (Öl)

Anfangs identifiziert sich das menschliche Bewusstsein mit der Materie und dem physischen Körper. Die zusammengerollte Schlangenkraft im Wurzelchakra entspricht einem Menschen mit schlafendem Bewusstsein, der sich seiner schöpferischen Energie noch nicht bewusst ist. Durch tantrisches Wissen und überlieferte Methoden kann der Übende diese gewaltige Kraft wecken, sein Bewusstsein von Chakra zu Chakra anheben und sich auf immer höhere Ebenen einschwingen, bis er sich als Tropfen im Ozean reiner Glückseligkeit auflöst, als Einzelseele mit der Weltseele verschmilzt.

Die Drehrichtung der Chakren

Wer mit feinstofflichen und geistigen Energien arbeitet, wird feststellen, dass einige „Räder“ oder Energiewirbel sich linksherum und andere rechtsherum drehen. In Wahrheit ist es jedoch so, dass in jedem Chakra ständig beide Energieflüsse vorhanden sind, links- und rechtsdrehende. Denn die Zentren sind Durchgangs- und Läuterungsstufen, sowohl für die feinen, geistigen Ströme von oben als auch für die dichteren Energien von unten.

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Dazu sollte man sich vergegenwärtigen, dass alle rechtsdrehende Energie (Yang) die Eigenschaft hat, sich zu vergeistigen, die Schwingungsrate zu erhöhen, wärmer und heller zu werden, während linksdrehende Energie (Yin) die Eigenschaft hat, sich zu verdichten, langsamer schwingt, sich zusammenzieht, kälter und dunkler wird.

Gemäß der inneren Alchemie wirkt hier der Leitsatz Solve et coagula, „Löse und binde“. Das Lösen entspricht dem Prozess der Vergeistigung und das Binden dem der Materialisierung und Verdichtung. Wird eine Rechtsdrehung in einem Chakra wahrgenommen, überwiegen dort gerade die nach oben strebenden  Energieströme der Vergeistigung und bei einem Überwiegen der Linksdrehung in einem Chakra wird in dem Bereich gerade mehr verdichtet als vergeistigt. Beide Energieströme sind für die Heilung und ein ausgewogenes Chakrensystem notwendig. Einerseits müssen krankhafte, störende Strukturen aufgelöst und andererseits neue gesunde Strukturen geformt und eingebunden werden.

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Chakren – Farben – ätherische Öle

Die 7 Chakren und ihre Farben nach der indischen Tradition (Tantra-Yoga)

  •   Muladhara Chakra (Wurzelchakra), rot
  •   Svadhistana Chakra (Sakralchakra), orange
  •   Manipura Chakra (Nabelchakra, Solarplexus), gelb
  •   Anahata Chakra (Herzchakra), grün (rosa)
  •   Vishuddha Chakra (Hals- oder Kehlkopfchakra), blau, türkis
  •   Ajna Chakra (Stirnchakra, Drittes Auge, indigo-violett
  •   Sahasrara Chakra (Scheitel- oder Kronenchakra), magenta, weiß oder gold

 Die Farben der Chakren entsprechen den Spektralfarben des Regenbogens, vom langwelligen Rot (Wurzelchakra), wo die Sichtbarkeit im dichtesten Bereich beginnt, über Orange, Gelb, Grün und Blau bis zum kurzwelligen Indigo-Violett (Stirn- und Kronenchakra).

CABAN (17) - Kristallheilen

Bei der Auswahl eines ätherischen Öls für die Chakren können wir uns auch von der Farbe einer Heilpflanze leiten lassen, denn neben dem Duft sagen alle Eigenschaften einer Pflanze wie Farbe, Form, Beschaffenheit, Wuchs und Standort etwas über ihre feinstoffliche Heilwirkung aus. Selbst die ätherischen Öle weisen manchmal eine zarte bis prägnante Färbung auf und können auf ein bestimmtes Chakra hinweisen.

Rote und rotbraune Öle wie Vetiver, Vanille, Immortelle und roter Thymian schwingen langsam und korrespondieren mit dem Wurzelchakra.

Die leichte Grünfärbung der Öle von Bergamotte, römischer Kamille, Estragon und Myrte schwingt mit dem Herzchakra.

Blaue Öle wie Kamille, Schafgarbe und Silberbeifuß haben eine höhere Schwingungsrate und weisen eine feinstoffliche Übereinstimmung mit dem Halschakra auf. Die dunkle Indigofärbung von Silberbeifuß korrespondiert auch mit dem Stirnchakra.

Die gelben, bernstein- und honigfarbenen Öle von Mimose, Cistrose, Ingwer, Lemongras, Iris, Zeder und den Zitrusfrüchten können dem Nabelchakra zugeordnet werden, doch ein kräftiger Goldton eignet sich auch für das obere Kronenchakra.

Orange, Gelborange bis Orangebraun findet sich beim Jasminöl, bei Ylang Ylang, beim Absolue von Tuberose, bei Myrrhe, Patchouli und Sandelholz und passen zum Sakralchakra.

Weitere Auswahlkriterien beschreibe ich bei den einzelnen Chakren.

Quellen:

Energiebilder von Birgit Wette Art

Bilder der Autorin: www.sundra.eu

Standardwerke zu den Chakren: Arthur Avalaon (Sir John Woodroffe) „Die Schlangenkraft“, O.W. Barth Verlag

Harish Johari „Das grosse Chakra-Buch“, Bauer Verlag

Neuer Blog: Expanvision

Expanvision – im Sauerland
Seit 1984 entfaltet sich der Lebenstraum der Autorin und Künstlerin in Brilon, einer Kleinstadt im östlichen Westfalen. In den Höhlen, an den Quellen, Seen und Talsperren dieser mystischen Landschaft findet sie zu ihren Wurzeln, die tiefer als die Raumzeit und das in ihr geschichtete Erlebnismaterial reichen. Nahe der Almequelle widmet sie sich der Kunst, dem Schreiben und der almequelleBeratertätigkeit zur Themendreiheit HEILUNG-SELBSTFINDUNG-KUNST,  von der Traum- und Sterndeutung bis zur Farb- und Duftberatung – auch im Internet. Gern streift sie draußen durch Wiesen und Wälder, wuselt in ihrem kleinen Kräuter- und Blumengarten, mischt Farben, Tinkturen, Salben, aromatische Öle und Essenzen, liebt tiefsinnige Gespräche ebenso wie spontanes Musizieren, Singen und den Maldialog.

Persönliches
Im persönlichen Leben wird die Autorin durch Träume auf wesentliche Veränderungen, Beziehungen und Entwicklungsaufgaben vorbereitet. Die tägliche Arbeit an sich selbst, die Meditation und das Führen eines Traumtagebuchs sind für sie Methoden, die Verbindung mit dem schöpferischen Lebensgrundgrund aufrechtzuerhalten. Geschöpft wird aus fast vierzigjähriger Traumarbeit und Astroerfahrung, einer umfangreichen Traum- und Symbolkartei, einem breiten Wissen und Symbolverständnis. Ebenso wichtig ist es der Autorin, das Geschaute, Erlernte und Erkannte an Suchende und Ratsuchende weiterzugeben, die den Weg zu ihr ins Sauerland oder ihre Texte im Internet finden.

Die Autorin
Sundra Kanigowski, geboren 1947 im westfälischen Hamm, bis zu ihrem 30. Lebensjahr als SpeditiM8B_Conskauffrau und Erzieherin tätig, entscheidet sich nach langer Krankheit und einer erweckenden, inneren Erfahrung kompromisslos für den geistigen Weg des Erwachens, findet über die Yogapraxis einen Einstieg in buddhistisches, tantrisches und taoistisches Gedankengut. Eine astro-spirituelle Grundausbildung erhält sie bei Hans-Hinrich Taeger (Manjushri Mandala, IAS). Sie übersetzt Bücher, arbeitet als astrologische Beraterin und Lehrerin.

Künstlerin, Astrologin, Traumbegleiterin
Mit 46 Jahren bricht die Kreativität wie ein Vulkan aus ihr hervor und sie beginnt, ihre Träume und Visionen zu malen. Träume spielen seit der Kindheit eine wesentliche Rolle, spiegeln oft auf erschütternde Art ihr Leben – die Sehnsüchte, Ängste und Irrwege – führen gleichzeitig tief zu den Ursachen und Wurzeln ihres Daseins. Den größten Teil ihres Lebens widmet sie der Traumarbeit, der Klärung und Reinigung von alten Denkprogrammen und psychischen Strukturen. Dabei wird sie immer wieder reich beschenkt mit geistigen Belehrungen, inneren Einsichten und segensreichen Strömen aus höheren Seinsebenen. Die Schubkraft von innen ist intensiv. Die Macht der Archetypen bricht oft so gewaltig in ihr persönliches Leben ein, dass es immer wieder zu Unterbrechungen, Brüchen, Entwicklungsschüben und großen Wandlungen kommt, wo das „Sterben mitten im Leben“ geübt werden darf.

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Geistiger Hintergrund
Das innere Buddha- oder Christuswesen, das durch Lehre, Mantra und Meditation in den Siebzigern in ihr geweckt wurde, bringt die Autorin auf den Weg. Traumbilder und Symbole offenbaren innere Sehnsüchte und Wünsche, lösen eine intensive Auseinandersetzung mit christlich-jüdisch-gnostischem, buddhistischem und taoistischem Gedankengut aus. Symbole, mythologische Themen und fremdsprachliche Inhalte in ihren Träumen führen sie zur Kabbala, zum Erforschen der hebräischen Sprache und der inneren Struktur des Wortes. Friedrich Weinreb, der aus den Quellen jüdischer Überlieferung schöpft, bleibt auch über seinen Tod hinaus (1988) ein inspirierender Lehrer und geistiger Freund.

Der ununterbrochene Inspirationsfluss durch Träume, Visionen und Eingebungen leitet über zur alchemistischen Symbolik und einem Studium der Werke von C.G. Jung, vor allem seiner Archetypenlehre. Das I Ging, das chinesische Buch der Wandlungen, ist seit den Siebzigern ein treuer Begleiter, ebnet die Wege zum östlichen Denken, zur Philosophie des Zen und des Taoismus. Alchemistische Träume und Texte aus vielen Kulturen stillen ihre Sehnsucht nach ganzheitlichem Verständnis der inneren Vorgänge.

“MAHAKALA”
“MAHAKALA”, Aquarell

Belehrung und Schulung durch Träume

Der innere Traumregisseur wird zum Lehrer und reinen Spiegel: Bei Freude über Einsichten und Erkenntnisse zeigt ihr der Traum deren Bedeutungslosigkeit oder Leere. Schmerzhafte Verluste und Krankheitsperioden erweisen sich dagegen als stepping stones und Sprungbrett in Dimensionen jenseits der Polarität. Durch tägliche geistige Schulung, die Arbeit mit Mandals und das Studium östlicher und westlicher Mythologie sind ganzheitliche Schau und intuitives Symbolverständnis möglich.

Über den Traum offenbart sich eine sehr lebendige, seelisch-geistige Beziehung zu Lama Anagarika Govinda, einem modernen Interpreten des tibetischen Buddhismus und Daoismus, gebürtig aus Deutschland. Mit seiner weisen inneren Führung lenkt er die spirituelle Entwicklung der Autorin vorwiegend in den späteren Lebensjahren auf den schöpferischen Umgang mit dem Wort oder dem Mantra, das ebenso wie Bilder und Symbole zu den archetypischen Inhalten des Tiefenbewusstseins gehört.

Im inneren Erleben der multidimensionalen Wirkung von Mandalas und tantrischen Keimsilben (Mantren) erfährt die Autorin deren direkte Beziehung zu den psychischen Energiezentren (Chakren) im Menschen. Träume weisen ihr auch den Weg zur Symbolik anderer Kulturen, zu antiken Mysterienschulen und den Lehren großer Eingeweihter wie Krishna, Hermes, Moses, Orpheus, Pythagoras, Plato und Jesus. Es ist für sie eine selbst erfahrene Tatsache, dass alle existierenden großen Symbole und Lehren der Menschheit aus den Träumen kommen und auch weiterhin kommen werden.

Sonnenspiegel (Aquarell)
Ewiges Leben, Aquarell

Zum Buch „Traumdeutung und Horoskopdeutung“
Das erste Buch von Sundra Kanigowski über Traumdeutung und Horoskopdeutung ist noch in Arbeit.*** Wegen des großen Umfangs wird es nun in zwei Bände aufgeteilt, Band I als theoretisches Basiswissen mit den Grundkenntnissen zur Traumdeutung und Astrologie – Band II mit Traumsymbolen und Traumdeutungsbeispielen. Die Werke dienen der Selbsterkenntnis und Selbsterziehung.

*** Seit Juli 2017 ist das Manuskript Teil I als PDF erhältlich – siehe meine Webseite „Lebensspuren“ auf www.sundra.eu

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 ein Cover-Vorschlag…