Neumond im Steinbock 13.01.2021

Neumond Steinbock 13.1.2021

Die Besonderheiten und Auffälligkeiten dieses Neumonds

  • Alle Planeten befinden sich in der unteren Horoskophälfte,
  • Farbigkeit der Aspekte mit einem großen Anteil an Quintilen (gelb), einem großen kreativen Potenzial,
  • die Lage der beiden Mondknoten an der Horizontachse,
  • Alle Planeten befinden sich zwischen Schütze und Zwillinge, zwischen Südknoten und Nordknoten.
  • Eine viereckige Aspektfigur „Schild“ von großer Absorptionskraft

Die Mondknoten sind Schnittpunkte zwischen Mondbahn und Ekliptik. Für Mitteleuropa befinden sich die Mondknoten nahe der AS-DS-Achse – für Berlin sogar gradgenau auf der Achse– und zeigen die weisenden und führenden Kräfte des Schicksals und der Bestimmung in dieser neuen Phase.

Im Geburtshoroskop zeigen die Mondknoten die Beziehung zwischen dem „menschlichen“ Willen (Südknoten) und dem „göttlichen“ Willen (Nordknoten) an. Auch in Ereignishoroskopen von Planetenverbindungen, Ingressen, kleineren und größeren Zyklen wie Neumond, Vollmond, weist die Stellung der Mondknoten auf schicksalhafte Einflüsse hin – zeigt das Ergebnis vergangener Bemühungen, die sich zur gegenwärtigen Situation, verdichtet haben (Südknoten) und das, was an kosmischer Kraft und Substanz neu integriert, absorbiert und verarbeitet werden muss, um als ein Ganzes vollkommen erfüllt zu sein (Nordknoten).

Die Mondknotenachse bezieht sich auf den Vorgang der Individuation, den psychologischen Begriff der Selbstwerdung und Selbstverwirklichung. Der Prozess der Individuation beginnt mit einer Krise und Wandlung der alten Persönlichkeit, die sich mit ihrer alten Rolle in der Gesellschaft und den dort geltenden Werten nicht mehr identifizieren kann. Im Prozess der Selbstverwirklichung entwickelt sich der Mensch von einem Kollektivwesen zu einem Individuum, bringt seine eigenen Anlagen und Fähigkeiten zur Entfaltung, entwickelt eigene Wertmaßstäbe unabhängig von den kollektiven Werten und geht seinen Weg. Das Wachsen und Werden zu dem, was jeder Mensch wirklich ist, vollzieht sich stufenweise nach einer inneren Gesetzmäßigkeit und Ordnung, erstreckt sich über viele Jahre und dauert oft ein ganzes Leben. Das Bewusstsein für den eigenen Weg, die eigene Vollständigkeit und den Sinn des Lebens wird nur allmählich und unter großen Schmerzen errungen, und unabhängig davon, wann dieser Individuationsprozess im Leben des Einzelnen beginnt und wie lange er dauert, ist jeder Mensch aufgerufen, ihn zu durchschreiten.

Hier geht es nun um die Menschheit als Ganzes, die im Raumschiff Erde zwecks einer gemeinsamen Erfahrung unterwegs ist.

Was ist in dieser Situation oder bei dieser Anschauung das Wesentliche? Der Nordknoten am Du-Punkt (DS) in den Zwillingen zeigt, wie wir aufgrund von Bemühungen Fortschritte machen können, was wir neu zu entfalten, zu entwickeln oder auszuwickeln haben. Die Initiative darf auf keinen Fall Ich-bezogen sein (Südknoten/AS), z.B. zuerst komme ich, kommt Deutschland… dann der Rest der Welt. Handeln und Initiative werden nur zum Fortschritt und Erfolg führen, wenn sie Du-bezogen sind (Nordknoten/DS), also gemeinsam mit anderen Menschen, mit Kompromissbereitschaft und angenehmen Umgangsformen geschieht.

Das ist die Zauberformel, mit der die gegenwärtige Krise und die damit einhergehende Verunsicherung bewältigt werden kann. Der Schrei nach Freiheit und Selbstbestimmung in Bezug auf die Fortbewegung und individuelle Gestaltung des „eigenen“ Lebens auf diesem Planeten und dem Glauben, man habe als Mensch ein Recht dazu, ist jedoch ein Symbol der Fehlanpassung an die neuen Bedingungen und Umstände – sowohl in diesem Lande als auch global. Die Wirklichkeit oder auch das Schicksal „verbietet“ es nun, die Fähigkeit der uneingeschränkten Bewegung im Außenraum weiterhin wie gewohnt zu nutzen. Sie gehört auf irgendeine Art und Weise der Vergangenheit an. Das zeigt der Schütze-Südknoten. Wem oder was dient denn dieser ganze Freizeitspaß, die Pseudo-Freiheit auf Kosten von anderen, der sogenannte technische Fortschritt, der religiöse Wahn? Er geschieht auf Kosten der Ärmeren und Schwächeren, vertieft die Kluft zwischen Arm und Reich, vertieft den Trennungsgedanken, treibt in die Isolation.  

Wenn wir diese Fähigkeiten des Wachstums, der Fortbewegung und Selbstgestaltung unseres Lebens in Freiheit nicht einem neuen Sinn und Zweck dienend unterordnen können, sondern sie weiterhin mit verhärteten Sinnen und eiserner Gewalt fest kontrollieren und verteidigen, werden sie das rechtmäßige Wachstum einer neuen vitalen Fähigkeit im Menschen behindern, die unseren nächsten evolutionären Schritt in der Kosmogenese ausmacht.

Der ZWILLINGE-Nordknoten verlangt von uns ein Hinterfragen der alten Glaubensmuster und Überzeugungen, ein Loslassen von falschen Idealen in Bezug auf Fortschritt und Wachstum, ein Hinterfragen des rücksichtslosen Erlebnishungers in Anbetracht seiner global schädlichen Auswirkungen. Es wird ein offener und klarer Geist gefordert, mit dem wir dem Du und allen neuen, unbekannten Situationen vorurteilslos begegnen können. Es werden mehr Liebe, Mitgefühl und Verständnis entwickelt werden müssen, eine liebende Kraft des Denkens mit dem Herzen, das immer an das Wohl des Ganzen denkt. Das ist nur möglich, wenn alle Einzelfaktoren in einem größeren Sinnzusammenhang erkannt werden, wenn das Denken intuitiv und offen ist für das Ganzheitliche der Seele. Flexibilität im Außen ist jetzt nicht gefragt, sondern die innere Beweglichkeit des Herzens und des Denkens.

Wie gut kennen wir uns, kennen wir die Welt?

Wir glauben, uns zu kennen. Wir glauben, die Welt zu kennen.

Was wissen wir wirklich von uns, vom Menschen, von der Welt, vom Sinn und Zweck des Daseins?

Die Erkenntnis der Welt beruht gewiss nicht im Wahrnehmen ihrer (unserer) Gegensätze und Widersprüchlichkeiten, wohl eher im Erkennen eines gemeinsamen Prinzips, das jede Polarität verbindet und deren Wesen ausmacht.

Facit: Statt sich in der ausufernden und ausgelassenen Vielfalt seiner Interessen zu verlieren, muss der Mensch in dieser Zeit lernen, sich zu konzentrieren, tiefer einzusteigen in die Sinn- und Lebensfragen seines Daseins, Prioritäten zu setzen und klare Wertvorstellungen wie auch eine Zielrichtung des Lebens zu bestimmen. So bleibt seine Beweglichkeit des Denkens erhalten, doch die Neigung zu Unbeständigkeit, Trägheit und Leerlauf wird beherrscht.

Neumond Steinbock 13.1.2021 mit Pluto

Die Mondknoten-Achse als „Schicksalsachse“ zeigt die Spannungslinie in der Entwicklung der Menschheit. Sie bildet hier die horizontale Trennungslinie und zeigt die Erde in ihrer Nachthälfte (unter dem Horizont) und Taghälfte (über dem Horizont). Was wir in diesem Neumond-Horoskop sehen, ist eine voll besetzte Nachthälfte unter dem Horizont. Das, was wir für ein Ich, für unsere Persönlichkeit halten, ist lediglich ein Konglomerat aus Erinnerungen, Erfahrungen, trieb- und instinktgebundenen Verhaltensmechanismen. In den Häusern eins bis sechs wirken alle Planetenkräfte einschließlich der Lichter ohne unsere bewusste Steuerung – rein instinktiv, triebmäßig oder reflexhaft. Wir handeln automatisch, aus Gewohnheit, Prägung, eben wie immer, und bezeichnen das als unsere „normale Welt“, den normalen Alltagswahnsinn.

Der Südknoten am Aszendent zeigt, dass unser Handeln und Tun zwanghaft geworden ist, dass wir uns an ganz neue Bedingungen anpassen müssen, deren Sinn und Zweck wir vielleicht noch nicht einsehen oder überblicken wollen. Vor uns liegt ein unbekanntes Ziel, ein reines, weißes Feld, eine völlig neue Erfahrung. Die Evolution sieht vor, dass der Mensch seine Doppelnatur erkennt und lebt, dass er sich mit seinem Göttlichen Zwilling vereint und alle trennenden Unterschiede zwischen Menschlichkeit und Göttlichkeit einfach vergisst.

DER GROSSE ZWILLING

Die oben im Horoskop gelb eingezeichneten Quintile (72° und 144°) zeigen das kreative Potenzial, das größtenteils noch brach und unerkannt in uns liegt, das jeden von uns zur Mitschöpfung (Co-Creation) ruft, sein Leben und Wesen und das des Planeten gemäß der großen kosmischen Rhythmen jetzt mit zu gestalten und zu erneuern.

Zur Zeit des Erwachens… Raumschiff Erde – Quo vadis?  und die Sabischen Symbole der Mondknoten 19° Schütze-Zwillinge siehe meinen Blog vom 1. Januar.

Bei jedem Neumond (Dunkelmond, Schwarzmond) melden sich die neuen Energien zuerst als unbewusste Antriebe und intuitive Impulse, als Drängen, Streben und Sehnen nach einer neuen Ausrichtung, einem neuen Betätigungsfeld oder neuen Lösungen für anstehende globale Probleme. Die dunkle Mondin ist zu dieser Zeit das Gefäß (die See-le), in das sich die geistigen und Leben spendenden Inhalte (Sonne) ergießen und an den ganzen Organismus und besonders an die Teile des Ganzen weiter geleitet werde, die dieser Kraft bedürfen. Was für ein kosmisches Geschenkpotenzial erhalten wir mit diesem STEINBOCK-NEUMOND?

Der Neumond im Erdzeichen Steinbock

Dieses schwierige und geheimnisvolle Zeichen bereit die Menschen auf das vor, was in der okkulten Tradition als „Einweihung“ oder Initiation bezeichnet wird. Sie wird als Höhepunkt einer individuellen Entwicklung angesehen, als Verklärung oder Gipfelerfahrung, in der der auserwählte Jünger oder Adept die Einswerdung mit seinem göttlichen Ideal erfährt. Dies ist der Endpunkt der Persönlichkeitsentwicklung und markiert meistens einen neuen Entwicklungszyklus, an dem sich der „Entrückte“ oder Zurückgezogene wieder seinen Mitmenschen zuwendet und seine Fähigkeiten für das Wohl des Ganzen einsetzt, statt wie der gewöhnliche Mensch nur an seinen persönlichen und weltlich Aufstieg zu stiegen.

Vision in den Anden (Aquarell)

Steinbock ist das Licht der Einweihung, das den Weg zum Berggipfel erhellt und die Verklärung bringt. Steinbock ist das Tor „zur geistigen Geburt“ und führt den nach dem höchsten Ziel strebenden Menschen weg vom Formleben in der Materie und hin zu dem strahlenden Licht, mit dem er sich am Ende vereint. Eines der großen Ziele im Steinbock ist, den Schöpfungsplan zu erkennen, der allen Manifestationen zugrunde liegt und in dem das Geheimnis der Seele und der menschlichen Evolution aufbewahrt ist. Dieser Evolutionsplan wird sich Stufe um Stufe in seinem Bewusstsein und in seinem Leben realisieren.

Die Erkenntnis der Wertlosigkeit allen irdischen Strebens nach Macht, Konrolle und Besitz reift nur langsam und durch viele schmerzhafte Erfahrungen. So sucht auch die Menschheit auf diesem Weg der Rückkehr zum Licht immer wieder unbewusst die eigene Vernichtung durch Schicksalsschläge und Katastrophen, die sie selbst aufgrund des Karma-Gesetzes treffen, sobald die materielle Verdichtung und Verhärtung zu stark geworden ist.

Der Tierkreisgrad für den Neumond auf 24° Steinbock offenbart uns ein Bild, wie wir zum Wesentlichen zurückfinden und für die innere Stimme wieder empfänglich werden: „Eine Frau tritt in ein Kloster ein.“ Auf dieser Stufe der Einweihung verpflichtet sich die Frau / das empfängliche Bewusstsein völlig an ein transzendentes Ziel. Das Leben ist für die Seele unbefriedigend und sinnlos, solange sie keine Verbindung zu dauerhaften Werten aufbaut und pflegt. Es wird hier ein WEG jenseits des alltäglichen Lebens mit seinen bekannten Verhaltens- und Beschäftigungsmustern gezeigt, der ebenfalls einen sozialen Wert hat – der des Mönchs oder der Nonne, in Indien der Weg des Sannyasins oder Yogis. In Indien galt dieser Weg des Wandermönchs oder Heiligen als ein Höhepunkt des gesellschaftlichen Prozesses.

„Ins Kloster gehen“ steht für den Rückzug nach innen… nach Selbstüberwindung, Entsagung und Verschmelzung mit Gott… für den Willen und Entschluss, einen Bewusstseinszustand zu erreichen, der das Weltliche übersteigt… für den Willen, in Frieden und in der Gemeinschaft mit anderen Gleichgesinnten einen inneren, geistigen Weg zu verfolgen und zu verwirklichen. Dahinter steht die Bereitschaft zum Verzicht auf Besitz und persönliche Bindungen.. zur völligen Hingabe an den inneren Ruf, die innere Berufung, diesen Weg zu gehen.

Herzensneigung (Aquarell)

Die Aspekte des Neumonds

Der Hauptaspekt ist die Konkunktion von Sonne/Mond mit Pluto, dem Herrscher der Unterwelt. Das ergibt ein mächtiges intensives Dreigestirn, das den Willen der Zerstörung in sich trägt. Auf der kollektiven Ebene zeigt sich dies als „höhere Gewalt“ in Form von Katastrophen, Kriegen und anderen gewaltsamen Veränderungen – allerdings auch als zeitbedingte Bewusstseinänderungen der Masse.

Wofür steht Pluto?

Er entspricht mythologisch dem Gott der Unterwelt (Hades), der über das Schattenreich, die Vergangenheit und das kollektive Unterbewusstsein der Menschheit regiert, über die dunkle Seite der Seele, das Dunkle, Unbewusste und Verdrängte in uns. In diesem Reich der Toten versammelt sich das Alte, Verdrängte und Ungelebte jedes Menschen wie der ganzen Menschheit als Kollektiv. Es sind tote, ungelebte Bilder und Schattengestalten, die ans Licht drängen, die uns enorm viel Kraft abverlangen durch unseren Widerstand und unsere Angst vor ihnen. An erster Stelle der Verdrängungen steht die Auseinandersetzung mit dem Tod, den wir gerne aus unserem Bewusstsein verdrängen.

Tief drinnen ahnen, spüren oder wissen wir, dass wir mehr sind als dieser vergängliche Körper, dass wir Energie, Bewusstsein, Licht, Liebe und reine Glückseligkeit sind. Wenn wir die Natur aufmerksam betrachten, erkennen wir, dass Leben und Tod untrennbar verbunden sind, denn physisches Leben kann sich nur weiterentwickeln, wenn die alten Formen immer wieder zerstört werden.

Pluto, als atomare Urkraft des Lebens, sorgt nun zyklenbedingt für eine tiefgreifende Wandlung der Menschheit als Ganzes durch die Zerstörung alter, verfestigter Gedankenstrukturen und auch aller unbewussten psychischen Strukturen, die eine Weiterentwicklung der Spezies Mensch verhindern. Pluto intensiviert alle psychischen und mentalen Prozesse, an denen wir auf Deubel komm raus festhalten, so lange, bis uns Atem und Kraft ausgehen und wir loslassen müssen. Gerade dieses krampfhafte, zwanghafte Festhalten an Lebensvorstellungen und das Verdrängen von alten Fehlern, von Schuld- und Schamgefühlen, macht das Eingreifen plutonischer Kräfte notwendig, die unerbittlich alles zerstören, was den universellen Lebensfluss und die evolutionäre Weiterentwicklung hemmen.

Pluto – Das Kernkraftwerk in uns

Sprengung des Saturnrings

Die Urkraft von Pluto drängt aus dem inneren Kern jeder Lebensform heraus, sprengt die persönliche oder individuelle Schale (die verschiedenen Hüllen oder Körper, die sich um den inneren Kern angesammelt haben), damit eine höhere Entwicklung möglich ist. Aus der subjektiven Sicht einer Person bedeutet das den Tod der Persönlichkeit, des sozialen, ortsgebundenen Ich, das sich mit den verschiedenen Hüllen oder Körpern identifiziert. Der Mensch auf einer hoch entwickelten Bewusstseinsstufe erkennt und nutzt jedoch die positive Wirkung Plutos, ist bereit zum „Stirb und Werde“, unterstützt mit seinem persönlichen Willen den alchemistischen Prozess der Transformation, überwindet alle Arten von Begierde, Besitz- und Machtstreben, wandelt seine Triebenergie in geistige und mentale Substanz um. Er erkennt, dass sein Leben nicht durch äußere Umstände oder höhere Gewalt bestimmt wird, sondern dass er mit seinen Gedanken die Situationen seines eigenen Lebens selbst erschafft.

Krise im Denken

Darum kann eine Befreiung oder Erleuchtung des Menschen sich nur im DENKEN vollziehen. Es ist die Kraft des Denkens, die uns entweder in Abhängigkeit von Wünschen, Emotionen und Begierden hält oder von den irdischen Fesseln befreit. Die Krisen im Denken sind daher unvermeidlich und umso heftiger, je weiter sich das Denken und Verhalten der Menschen von ihrer inneren Wirklichkeit entfernt hat. Die Angst, vor dem Nichts zu stehen, ist gewaltig, aber not-wendend, denn erst dann, wenn der Mensch mit dem Rücken zur Wand steht und vor sich den Abgrund hat und es keinen weiteren Fluchtweg mehr gibt, ist er bereit, seine falsche Persönlichkeit, seinen Egoismus, seinen Stolz, seinen Ehrgeiz, sein Macht- und Besitzstreben, seinen verhärteten Intellekt und seine eingeschränkte Sichtweise aufzugeben und sich für das NEUE zu öffnen. Damit befreit er sich selbst aus dem Bann und der Herrschaft seines kleinen Ichs, das allein für all sein Leiden und seine Ohnmachtserfahrungen verantwortlich ist.

Der Moment des Sterbens und tiefgreifenden Wandlung ist gekommen, wenn der Mensch loslässt von seinen Vorstellungen vom Leben. Er erfährt eine Umkehrung, eine innere Bekehrung. Er erlebt plötzlich seine Zugehörigkeit zu einem größeren Ganzen, es öffnen sich in ihm Tore und Kanäle, von denen er bisher nichts wusste, er sieht mit neuen Augen, denkt mit dem Herzen, fühlt die alles verbindende Kraft der Liebe. Er schaut mit dem Herzen, mit dem inneren Auge. Er sieht die innere Wirklichkeit, die er ist.

Der neue Planet (nach Konstantin Juon)

Plutos Wirkung auf das Massenbewusstsein

Hier wirkt Pluto auf das kollektive Unbewusste, indem er für zeit- und entwicklungsbedingte Veränderung im Bewusstsein der Menschheit wirkt. Nicht mehr zeitgemäße kollektive Gedankenformen werden ans Licht gebracht und zerstört. Dies geschieht meist durch Naturkatastrophen, Kriege und andere Katastrophen, die nicht nur vielen den physischen Tod bringen, sondern auch kollektive Weltanschauungen, menschliche Lebensstrukturen und viele Illusionen vom Leben und Sterben zerstören.

Im Menschen selbst werden die Gedankenformen der Vergangenheit (Bilder, Erinnerungen) zerstört, die das innere keimende Leben bisher an seiner Entfaltung gehindert haben. Solche illusorischen Gedankenformen oder „Blasen“ sind zum Beispiel unsere Vorstellungen von einem separaten „Ich“, die uns seit Menschengedenken von Generation zu Generation eingeimpft werden und die wir weitergeben an unsere Kinder im Glauben daran, dass sie wahr und wirklich sind.. Dieses Ich, diese Person, ist jedoch Nichts, kein Wesen, kein Sein. Das Ich oder Ego existiert nicht. Es ist eine Ansammlung von Ein-Bildungen, von eingeprägten, eingeimpften Erinnerungen, Sichtweisen, Wünschen Reaktionen, untermauert von Bildern, Filmen, Fotografien und dem Hörensagen der Vorväter und Vormütter.

Wenn diese Blasen platzen, wenn die Illusion von einem körperlichen, sozialen und ortsgebundenen Ich platzt – und sie platzt genau jetzt während unserer Präsenz, in „unserer Zeit“ – dann wird die Ursprungs- und Kernkraft von Pluto freigesetzt. Wir kennen deren Auswirkung auf das physische Leben aus den Erfahrungen von Hiroshima, Tschernobyl und Fukushima. Wir kennen jedoch noch nicht die Auswirkungen auf unser wahres Leben, das strahlendes Bewusstsein ist, das Liebe ist und grenzenlose Freude am Sein. Ein Synonym für den Universellen Menschen ist Mit-Schöpfer und Mit-Schöpferin (engl. Co-Creator). Das bedeutet in Übereinstimmung mit und tief berührt von den tieferen Schöpfungsmusternnach einer höheren Ordnung, einem höheren Bewusstsein und größerer Freiheit zu streben. Der Mit-Schöpfer lebt in einem erweiterten kosmischen Bewusstsein und fühlt scih dem Großen Ganzen (Gott, Geist, Quelle, Leben…) ebenso verbunden wie mit den individuellen Teilen, die wir alle sind.

Danke, danke, danke,

dass wir diese Kraft und Macht jetzt erleben dürfen, dass wir die einmalige Möglichkeit haben, als Mitschöpfer und Mitschöpferinnen unsere Welt neu zu erschaffen im Einklang mit der Harmonie des Universums.

Wenn ihr es noch nicht getan habt, erschafft euch jetzt einen Raum der Stille und Einkehr, ein Inneres Heiligtum, einen geschützten inneren Ort, an dem ihr sicher, leer und ungestört von fremden oder eigenen Anforderungen sein könnt. Verbringt am Tag so viel Zeit wie möglich in der Stille und im Alleinsein. Umgebt euch mit Ruhe und Frieden, mit euren Lieblingsdüften, Kerzen, Blumen und vielleicht sanfter Musik. Bleibt standhaft, auch wenn das Ego euch mahnt, dieses oder jenes sei heute wichtiger. Auch ich habe diesen Artikel nicht rechtzeitig zum Neumond-Beginn fertig bekommen, habe mir zwischendurch drei Stunden Muße, Stille und einen Spaziergang gegönnt, dem Wind und dem Schneetreiben gelauscht und auch ein Aromaspray für eine Freundin angemischt.

Der Pluto-Grad 25° Steinbock zeigt als Bild „Ein Lager voller wertvoller Orientteppiche“. Ein Teppich symbolisiert die Grundlage, auf der wir stehen oder sitzen. Ein Orientteppich aus dem Reich des aufgehenden Lichts (Morgenland) kann die Grundlage für ein kulturelles Ver-stehen sein. Er kann eine magische, rituelle und heilige Bedeutung haben. Es kann sich um einen Gebetsteppich handeln. Ein Mensch, der ins Kloster geht, wird dort keine warmen, wertvollen Orientteppiche vorfinden, nur den nackten, kalten Steinboden – gemäß seiner angestrebten Ziele: Entsagung, Armut, Askese und Selbstüberwindung. Dieser Tierkreisgrad offenbart den Reichtum Plutos – (lat. Pluto, ‚Reichtum, Fülle‘), wenn aus dem Schattenreich ans Licht geholt wird.

Ich wünsche euch allen tiefen inneren Frieden und einen Korb voller Sterne

eure Sundra

Zeit des Erwachens

Rotes Schloss (EingeschlossenesRot, Öl auf LW)

Namaskar – geliebtes gespiegeltes Selbst

Seid willkommen, erste Stunden des Neuen Jahres … durchtränkt von den Eingebungen der Raunächte … leer und still… erfüllt von allem. Da ist ein Weg für die Menschen: Erwachen. Vollkommenes Verstehen.

Vollmond 30.12.2020 4:28 h MEZ Berlin

Wie versprochen, ergänze ich hier meine Betrachtungen zum VOLLMOND vom 30.12.2020. Wie den meisten bekannt sein mag, kann die Mondknotenachse im individuellen Horoskop als Wegweiser für den Entwicklungsweg herangezogen werden. Auch in Ereignishoroskopen – wie Neumond, Vollmond, Zeichenwechsel von Planeten etc.) offenbaren die beiden Mondknoten die weisenden und führenden Kräfte des Schicksals und der Bestimmung, nicht für ein Individuum, sondern für alles Leben auf diesem Planeten – so auch für die Menschheit. Sie zeigen das Woher (Südknoten) und Wohin (Nordknoten) in Bezug auf die Entwicklung. Die gegenüberliegende Stellung von Nord- und Südknoten enthält die Möglichkeit der Erkenntnis, dass es keine getrennten „Ichs“ gibt, sondern alles Leben ein Ganzes, ein größeres Selbst ist. Der Nordknoten beinhaltet den Impuls zu Wachstum und Weiterentwicklung Er offenbart eine noch neue, unbekannte Erfahrung, zeigt die Richtung, in die es geht. Hier machen wir Fortschritt durch Bemühungen, öffnen uns für die Erfahrung von Ganzheit und Integration.  Der Südknoten bezieht sich auf die Vergangenheit, auf Gewohntes, Bekanntes, Vertrautes, das uns leicht fällt, das keine Mühen erfordert, bei dem wir gerne bleiben wollen. Hier unterliegen wir leicht dem Wiederholungszwang, stecken in Gewohnheiten und Routineverhalten fest, neigen zu Trägheit und Uneinsichtigkeit.

Was sagt uns die Venus am Südknoten? Hier & Jetzt wird die Menschheit mit ihrer karmischen Vergangenheit konfrontiert, erfährt das Prinzip von Ursache-Wirkung, wird mit den Auswirkungen ihres Handelns oder Nichthandelns konfrontiert. Die aus dem Erdzeichen Stier kommende Venus (Morgenstern) zeigt hier einen Zustand der Selbstsättigung bis Übersättigung an. Es geht um die eigene Absicherung, um den Selbstwert, um Lust, Gewinn und Befriedigung. Im Zeichen Schütze ist der Freiheitsdrang groß bis übersteigert, wird jedoch durch die Jupiter-Verbindung mit Saturn schicksalhaft eingeschränkt. Die aus dem Luftzeichen Waage kommende Venus (Abendstern) zeigt ein Karma mangelnder Nächstenliebe an aufgrund einer zu großen Selbstbezogenheit, Gier und Respektlosigkeit in Bezug auf die Werte anderer Menschen.

Auf die gegenwärtige Notlage auf diesem Planeten bezogen, will mann/frau sich hier nicht anstrengen, auf nichts verzichten, verlässt sich auf andere und glaubt, nicht zuständig zu sein. Trägheit, Faulheit, Bequemlichkeit und Ignoranz dem Schicksal und der Not anderer Menschen und Länder gegenüber sind an der Tagesordnung. Eine Gelegenheit zum persönlichen Wachstum verstreicht hier ungenutzt, lieber flüchtet man in eine Scheinharmonie und hofft auf ‚Normalität‘ als Lösung.

Der Tierkreisgrad von VENUS am Südlichen Mondknoten (19° Schütze), nimmt Bezug auf die Klimakrise, die Umweltzerstörung und das asoziale, lieblose Verhalten der Menschen in Vergangenheit und Gegenwart: „Pelikane, bedroht durch Müll und das Verhalten der Menschen, suchen einen sicheren Ort, um ihre Jungen aufzuziehen.“

Die antike Bedeutung des Pelikans steht für eine sich aufopfernde Liebe, für die Aufopferung der Eltern für ihre Kinder sowie für den Dienst am bedürftigen Menschen. Das geht auf den Glauben zurück, dass der Pelikan seine hungernden Jungen mit dem eigenen Fleisch und Blut füttert, indem er sich mit dem langen Schnabel die Brust aufpickt. Er wird mit Christus verglichen, der sein Leben für die Menschen hingibt. Das Symbol betont die Notwendigkeit einer radikalen Umkehr um 180°. Es geht nicht nur um aussterbende Tier- und Pflanzenarten. Es geht um das Überleben der Nachkommen, der ganzen Menschheit. Die Tiere sind mit einem Instinkt ausgestattet, der ihnen einen sicheren Ort für die Aufzucht ihrer Jungen zeigt. Der Mensch hat dafür die Vernunft. Es scheint, dass der scheinbar zivilisierte, moderne Mensch nicht nur die Luft, die Meere und den Planeten mit seinem Müll verseucht, sondern auch das Denken und Fühlen der jungen Generation. Er handelt weder weise noch vernünftig.

Wo finden wir einen sicheren Raum zum Überleben? Wenn das Leben auf einer Ebene begrenzt ist und nicht mehr sinnvoll erscheint, können wir uns vielleicht auf einer anderen Ebene verwirklichen. Äußere Reisen sind wegen der Verseuchung gefährlich geworden. Wir haben aber die Möglichkeit und Alternative, uns in die Innenwelt zurückzuziehen, mögen auch dort Chaos und Müll vorfinden, die wir zu bereinigen haben. Das Quadrat Mondknoten/Venus zu Neptun in den Fischen betont die Notwendigkeit zum Rückzug, zum Zurückziehen der Sinne von äußeren Reizen, zur Reinigung und Klärung unseres Bewusstseins, unserer Motivationen und unserer Lebensweise. Wir können im Inneren aber auch Kontakt mit einem „Meister“ aufnehmen (Neptun 19° Fische: „Ein Meister unterrichtet seinen Schüler“), ihn demütig um Unterweisung und Aufklärung bitten. Es heißt ja, der Meister kommt in dem Moment, wenn der Schüler bereit ist… Und der Meister kommt in vielen Formen und Verkleidungen.

Ich bin die Göttliche Komödie (Aquarell)

Für uns meist in Form des „Schicksals“ (Saturn). Und wenn wir unser Schicksal, das uns Geschickte, in die Hand nehmen, können wir daran reifen und erstarken, ein Meister unseres Schicksals werden. Vielleicht brauchen wir keinen Impfstoff zur Lösung der Krise, sondern menschliche Vorbilder und Meister, die dank ihrer geduldigen und tiefgründig forschenden Lebensweise und einer tiefen Einsicht in das Ganze wirkungs- und kraftvoll handeln. Unerlöst kann sich der Ruf nach einem Meister, Erlöser oder Führer so zeigen, dass sich die unwissenden Menschen völlig unkritisch irgendwelchen Regeln und Vorschriften unterwerfen und sich durch nichtssagende Belehrungen blenden lassen.

Das Nordknoten-Symbol 19° Zwillinge: „Ein großes, altes Buch, das traditionelle Weisheit offenbart“. Sehr schön. Wir selbst, die Menschen im Raumschiff Erde, sind die Bedienungsanleitung, tragen das uralte archaische Wissen für unser evolutionäres Weiterkommen bereits in uns. Wie oft habe ich von diesem dicken Buch geträumt, von dem jede Nacht eine Seite aufgeschlagen und mir im Traum eine bestimmte Erfahrung oder Lebensaufgabe gezeigt wurde. Schnell wurde mir klar, dass es mein eigenes Lebensbuch ist, das sich mir in Bildern und Symbolen offenbart, Szenen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zeigt, sie miteinander verbindet oder auch Querverbindungen zu anderen Dimensionen und Perspektiven miteinbezieht. Wenn das „Buch“ als Geschenk, Paket oder Energiekapsel auch bereits als kostbare Ressource kollektiver Weisheit in uns selbst liegt, so muss es doch erst von uns „aus-gewickelt, geöffnet und entschlüsselt werden. Wir brauchen Zugang zu dem Code oder Schlüssel, mit dem es zu öffnen und zu verstehen ist. Das alte Wissen kann als eine Art „Saatwissen“ der ganzen Menschheit bezeichnet werden, als planetarer Geist oder Logos, als zugrundeliegende menschliche „Denkschicht“ (die Noosphäre). Es ist unser Erbe und kann in kritischen Zeiten als praktische Anleitung dienen. Hierzu ist der Kontakt zu unseren Wurzeln, unserer wahren Herkunft hilfreich.

Für Deutschland liegt der IC, der Punkt der Herkunft, auf 14° in den Fischen (das ist die Merkur-Stellung bei meiner Geburt 13.3.47) und zeigt „Eine Dame, eingehüllt in eine große Fuchspelzstola„. Von diesem Symbol und auch vom Fuchs und der Farbe Apricot habe ich immer dann geträumt, wenn es um Tarnung ging und ich besonders vorsichtig zu Werke gehen musste. Das heißt auch, Mund halten und nicht zu redselig sein, nicht alle Geheimnisse ans Licht zerren. Hier muss man sehr geschickt vorgehen, um bei anderen keine Aggressionen zu wecken oder Angst unddamit Gewalt zu erzeugen. Das ist mir nicht immer gelungen, da ich auch gerne mit dem Feuer spiele und alles auf eine Karte setze. Doch auf dieser Stufe ist der geistige Wille stark und notwendig, muss sich immer wieder extremen Prüfungssituationen unterziehen und muss durch Scharfsinn undIntellekt geschützt werden. Der schwertgleiche Wille muss im Zentrum verborgen bleiben, darf sich nur in äußerster Not und Gefahr bei einer Bedrohung für das Werk des Ganzen, offenbaren. Dann handelt auch nicht die ortsgebundene Person, sondern das göttliche oder essentielle Selbst.

Mandala „Rhythmus“

Ergänzung zur Konstellation von WEGA und Merkur, die in Opposition zum Krebs-Vollmond stehen, und mit der Sonne zu seiner Erleuchtung beitragen.

WEGA ist der Hauptstern des Sternbilds „Leier“ (Lyra). Nach meiner Erfahrung und praktischen Schulung durch die Sterne selbst versinnbildlicht der siebenzackige Stern die kosmische Lyra. Die Schwingung ihrer Saiten erzeugt die Sphärenmusik, den Hauch der transzendenten Harmonie. Wega – als Hauch des Göttlichen – offenbart unsere Sehnsucht nach einer verzauberten, mystischen Welt. Töne dringen tief in unser Herz ein, versetzen es in Schwingung, verzaubern uns. In der Konjunktion mit Merkur schenkt Wega Visionen, eine überzeugende Stimme und charismatische Ideen. In der Kommunikation geht es darum, den richtigen Ton zu treffen, der die Herzen berühren und die Menschen verzaubern kann. Der Tierkreisgrad von Wega 16° Steinbock: „Jungen und Mädchen in Turnanzügen auf dem Schulhof“ mag ein Hinweis auf den Trainings- und Schulungsaspekt für unseren Geist sein und ein Aufruf, im Team mit anderen zusammenzuwirken, gemeinsam als Co-Creator, Mitschöpfer. Bei Merkur gibt es den Hinweis auf eine Kinderstation im Krankenhaus. Ich spüre hier die Heilkraft von gemeinsamem Singen, die Heilkraft von Mantren, Liedern und Gebeten. Lieder und Klänge haben schon immer der Orientierung, dem Wiedererkennen, der Heilung und dem Gebet gedient. Lieder beflügeln die Seele und unterstützen den Heilprozess. Der Klang kann uns an unseren göttlichen Ursprung erinnern , kann uns die Erfahrung des Im-Einklang-Seins vermitteln und dass wir ein Teil des ewig schwingenden Universums sind. Und jeder Ton kann wie ein herunter gefallener Sternenfunke von WEGA sein, der in uns aufblinkt oder als fallender Lichtschweif einen Bogen über den funkelnden Sternehimmel zieht. Durch WEGA sind wir mit dem Ursprung des Universums verbunden … aus einem Ton ist alles entstanden, und alles ist ein Ton.

Sternenreise (Öl und Eitempera)

Ich wünsche euch eine fröhliche Reise zu den Sternen, einen Ritt auf auf den Lichtstrahlen eurer inneren Sonne, und wenn ihr Wega trefft, lasst euch berühren und kehrt zurück – zur Erde.

sundra