Ätherische Öle für das 1. Chakra

Meine Auswahl:

Angelika/Engelwurz, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver.

Die würzig-warmen, erdenden und schweren Düfte wirken seelisch stärkend, zentrierend und stabilisierend, sind sehr duftintensiv. Die Mischung wirkt auf angespannte, überlastete Naturen beruhigend, entspannend und ausgleichend, auf ängstliche, unsichere und erschöpfte Menschen besonders ermutigend, belebend, vitalisierend. Kopflastige und abgehobene Naturen kommen wieder in Kontakt mit ihrem Körper und darüber in Kontakt mit ihrer eigenen Macht und Wurzelkraft. Das Zutrauen in die eigenen Körperprozesse wächst. Eigene Energien und Abwehrkräfte werden erkannt und gestärkt, das Fremde und Unwahre wird bekämpft, ferngehalten bzw. ausgeschieden. Die Muladhara-Mischung stärkt die eigenen Ressourcen, stellt die Verbindung zwischen Geist und Körper, oberen und unteren Chakren her und bringt das gesamte Chakrensystem in Gleichgewicht.

Auf biochemischer Ebene überwiegen folgende Stoffgruppen: Sesquiterpene, Phenole, Monoterpene, Ketone, Ester und Äther.

mula_296px-angelicaarchangelica11. Angelikawurzel (Angelica archangelica), Doldengewächs – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Rauchig-erdig, wurzelhaft, aromatisch-süß, würzig-pfeffrig

Duftbotschaft: „Geh den eigenen Weg!“ – „Sei ein Krieger/Träger des Lichts“ – „Du bist stark, ich baue dich auf!“

Seelisch-geistige Wirkung: ganzheitlich anregend, stark ausgleichend, angstlösend, beruhigend, stabilisierend, aufhellend. Als „Angst- und Kraftöl“ wirkt Angelika positiv auf ängstliche, zurückhaltende und mutlose Menschen sowie bei mangelndem Selbstvertrauen. Der Duft erdet, bringt zurück in die Realität und zu den Wurzeln, und hilft, festen Boden unter den Füßen zu behalten oder wieder zu bekommen. Ermutigend und aufbauend bei jedem Neubeginn, bei Bauchängsten, psychischer Instabilität und einem Gefühl der Überforderung. Der Duft der Engelwurz mildert aggressive Tendenzen, Nervosität und Schockzustände, fördert Entscheidungsfreudigkeit, Kreativität und innere Zuversicht, unterstützt die Zentrierung im Selbst. Verborgene Kraftreserven können erkannt und genutzt werden. Er hilft bei Alpträumen, Schlaflosigkeit und beschützt die traumwandelnde Seele in der Dunkelheit.

Astroenergetischer Bezug zum Erdzeichen Steinbock (Sonne, Aszendent im Steinbock / 10. Haus), zum visionären Feuerzeichen Schütze und den feurigen Planeten (Sonne, Mars, Jupiter), die durch Saturnaspekte geschwächt sind und gemeistert werden können.

Innere Alchemie (feinstoffliche Wirkung): Das Angelikaöl ist energetisch ein Yangöl, stärkend, irdisch aufbauend, stabilisierend, lenkend und regulierend. Die Namen – Engelwurz, Erzengelwurz und  Heiliggeistwurz – erinnern an sein Wesen als Kanal oder Krieger des Lichts, der uns voran geht und den Weg erhellt. Festverwurzelt in der Erde ist die Pflanze mit ihren großen, hoch aufragenden Dolden (kosmischen Antennen) und dicken, hohlen Stängeln (Kanäle) besonders empfänglich für die Energien höherer Lichtreiche. Daher korrespondiert sie auch mit den höheren Chakren, mit der selbstbewussten Feuerenergie des Manipura Chakras (Solarplexus) und den spirituellen Energien des Scheitelchakras. Ihr Duft reinigt die Aura, durchlichtet den Geist. Das Immunsystem wird mit göttlicher Licht- und Lebenskraft gespeist. Duftthema ist das Licht, das Erleuchten dunkler Pfade und der Schutz vor Negativität durch die Gewissheit der eigenen Stärke.

mula_640px-helichrysum_italicum_flowers2. Immortelle (Helichrysum angustifolium/italicum), Korbblütler – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Der Duft ist voll und süß, blumig-würzig, erinnert an Heu, Honig und Curry, zugleich fruchtig, herb-holzig und krautartig, immer warm und erdig. Die sonnengelbe Strohblume „Immortelle“, die „Unsterbliche“, auch „Sonnengold“ Italiens (Helichrysum it.) genannt, ist eine Würz- und Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum.

Duftbotschaft: „Empfange aus meinem Füllhorn ein Meer goldener Ätherkräfte und lass dich wie Danae und Goldmarie vom Goldregen durchdringen. Im größten Unglück bin ich für dich da.“ – „Lass alles Zweifeln und Zaudern und erhebe dich zu deiner wahren Bestimmung!

Seelisch-geistige Wirkung: Das Immortellenöl wirkt ganzheitlich entspannend, beruhigend und ausgleichend, in besonderem Maße stärkend und regenerierend, haltend, bewahrend und aufbauend; es erdet, wärmt, schützt und löst mit seinen strahlenden Lichtkräften auch die dicksten Blockaden. Der warme Duft dieses sonnendurchfluteten Öls wirkt besonders bei innerlich durchfrorenen oder „gefühlskalten“ Menschen, die unter menschlicher Kälte leiden, sich nur schwer fallen lassen können und Angst vor Veränderung haben.

Das Öl ist sehr hilfreich bei psychotherapeutischen Sitzungen: Das Wesen des Immortellenöls hilft beim Lockern und Auflösen von Blockaden und Kontrollmechanismen, kann die Traumfähigkeit intensivieren, den Zugang zu inneren Bildern fördern und tief ins Unbewusste verdrängte Inhalte hervorholen. Bei Furcht vor Albträumen und Kontrollverlust wirkt es erdend und hilft, das Urvertrauen zurückzugewinnen und Probleme mit mehr Gelassenheit zu betrachten. Es leistet erste Hilfe bei Unfällen, Schocks und Verlusten, hilft unmittelbar beim Verarbeiten von Trauer und Traumata, beim Auflösen seelischer Knoten und tief sitzender Ängste. Immortelle erdet Menschen, die zu sehr in ihrem Kopf leben, die Realität und auch ihre Aggressivität nicht wahrhaben wollen. Wenn die inneren Knoten sich lösen und die Bilderflut strömt, brauchen diese Menschen Unterstützung bei der Aufarbeitung ihrer Blockaden.

Astroenergetischer Bezug zum Erdzeichen Stier (Venus) und den Themen Sicherheit, Abgrenzung, Grenzerfahrung, mit der Angst vor Veränderungen und Verlust (Sonne, Mond, Mondknoten, Aszendent im Stier bzw. im 2. Haus) bzw. auf einer höheren Ebene dem Streben nach Erleuchtung, der Umwandlung von Begierde in geistiges Streben (Venusaspekte mit Sonne, Uranus, Neptun, Pluto).

Innere Alchemie: Immortelle ist ein erdendes und wärmendes Yangöl mit starken Antennen zur geistigen Welt, das den Blick extrovertierter Menschen nach innen lenkt, ein blockiertes Wurzelchakra öffnen kann, psychische Tiefenreinigung aktiviert und unterstützt, damit sich Ruhe und Gelassenheit einstellen können. Es aktiviert die rechte Hirnhälfte, stärkt die Intuition bei gelenkten Phantasiereisen und Visualisierungen. Daher korrespondiert das Öl auch mit dem Stirnchakra. Das Wesen des Immortellenöls löst mit seinem Zustrom an vitalen Ätherkräften Verspannungen und Krämpfe, die mit einem Übergewicht an Astralkräften und einem Zuwenig an Ätherkräften zusammenhängen.

            mula_nelkenknospen_640px-syzygium_aromaticum_on_tree3. Nelkenknospen (Syzygium aromaticum) Myrtengewächs – Element Erde/Feuer

Duftprofil: Der Duft des Nelkenknospenöls ist kraftvoll warm und samtig, von würzig-scharfer Süße.

Duftbotschaft: „Ich gehe für dich in die Tiefe, durch das Feuer der Läuterung und Wandlung. Komm mit mir – in deine ursprüngliche Macht und Kraft! Vertraue der Knospensprengkraft und halte durch bis zum Moment, da Altes von dir abfällt und das Neue sich offenbart!“

Seelisch-geistige Wirkung: evolutionär anregend, stärkend, stimmungsaufhellend; es zieht nach innen und in die Tiefe, dringt vor bis zur eigenen schöpferischen Urkraft, drängt vorwärts auf eine neue Stufe in der Spirale des Lebens; hilft beim Aufspüren und  Verbrennen fremder Einlagerungen, Einflüsse und unwahrer Inhalte, ebenso beim Hervorholen und Integrieren verdrängter Gefühle; es gibt Schutz und Kraft bei Depressionen, Überlastung, Ängsten, Desorientierung und mentaler Verwirrung, hilft bei Stress, Schlaflosigkeit und Unruhe.

Astroenergetischer Bezug zum fixen Kreuz Stier-Löwe-Skorpion-Wassermann, zu Sonne/Pluto, Mars/Pluto und Venus/Pluto, Sonne/Uranus/Pluto.

Innere Alchemie: Mit starker Yangkraft führt das Wesen des Nelkenknospenöls sogleich in die Tiefe, stößt wie ein Laserstrahl durch alle Zivilisationsschichten und Fremdinhalten hindurch, verbindet den Menschen wieder mit der göttlichen Urkraft, einer kraftvollen Mischung aus fruchtbarer Erde und glühender Lava.

Als Hauptvertreter der phenolhaltigen Stoffgruppe dient das Nelkenknospenöl in all seinen Prozessen dem Überleben des Organismus. Für diesen Prozess braucht es ein starkes Abwehrsystem und eine gesunde Portion Aggression, um sich körperlich gegen feindliche Eindringlinge wehren und sich auch seelisch-geistig gegen alles Fremde und Unwahre abgrenzen zu können. Mit aller Kraft feuert es den Stoffwechsel an, stärkt die Vitalität und den Überlebenswillen, meistert Fäulnis- und Eiterprozesse, stärkt das Herz, sorgt für einen erholsamen Schlaf und weckt die eingeschlafenen Kräfte der Lebensbehauptung (Mars). Somit wird das Nelkenknospenöl zu einem unverzichtbaren Öl für das untere Wurzelchakra.

Wo diese mächtige, glühende, vorwärtsdrängende und lebensfreudige Knospenkraft unterdrückt, blockiert oder einfach nicht vorhanden ist, ist der Mensch nicht in seiner eigenen Macht und Autorität verwurzelt, sondern hat sich das mächtige Lebensprinzip aus der Hand nehmen lassen. Er ist zum Diener und Erfüllungsgehilfen fremder Autoritäten geworden, die ihm durch Werbung suggerieren oder per Gesetz diktieren, welche Lebensweise, Nahrung, Medizin oder Gewohnheit gesund, gut und lebensförderlich für ihn ist. Jede Macht und Autorität ist gesund, solange sie lebensfördernd, gemeinschaftsstärkend und mit dem Herzen verbunden sind. Alle anderen Autoritäten sind ungesund, da machtorientiert, kalt, berechnend und erniedrigend für den Menschen.

Durch Hingabe an das Nelkenknospenöl erhalten wir die Gelegenheit, unser Vertrauen in die eigenen Körperprozesse zu erneuern oder zu stärken. Damit schenken wir den Urkräften wieder Vertrauen, die bei Geburt, Pubertät, Menstruation und in der Menopause wirken, ebenso den lebenserneuernden und regenerativen Prozessen bei der Krankheitsbewältigung. Schließen wir diese urgewaltigen Kräfte aus unserem Leben aus, indem wir sie leugnen oder ignorieren, richten sich ihre Kräfte eines Tages gegen uns selbst – als autoaggressive Tendenz einer Krankheit, Beziehung oder schädlichen Gewohnheit (z.B. Sucht).

Das Nelkenöl versetzt uns in die Lage, unseren Weg der natürlichen Seelenreifung Stufe für Stufe durch die Chakren voranzuschreiten und uns den Wehen einer inneren psychischen Schwangerschaft hinzugeben. Wir lernen, dem alchemistischen Feuer zu vertrauen, das die Substanz unserer Innenwelt läutert und verwandelt. Und schließlich sind wir bereit, uns bis in letzter Konsequenz dem Wandlungs- und Erneuerungsprozess hinzugeben, bis die Mutation oder der Sprung auf eine neue Ebene des Gewahrseins und der Reaktion auf das Leben stattgefunden hat – dank der Nelkenknospenkraf

mula_silberbeifus_5004. Silberbeifuß (Artemisia arborescens) Artemisiagewächse – Element

Duftprofil: Der Duft des Silberbeifußöls ist kraft- und gehaltvoll, würzig und warm, zugleich grün-holzig-frisch und von dunkler, befreiender Süße. Der Atem wird tief, der Kopf wird frei. Mit der ihm innewohnenden elementaren Kraft übernimmt dieser geheimnisvolle Duft sogleich die Führung und zieht fast magisch in die Tiefen des Körpers und der Erde.

Duftbotschaft: „Ich führe dich auf unbekannten Pfaden zu deinem tiefen Schöpfungsquell. Öffne dich dem Potenzial deiner Zukunft und lass das Gestern hinter dir! Empfange meine unbändige Lebenskraft und mache dich frei für deine wahre Berufung!“

Seelisch-geistige Wirkung: Das Wesen des Silberbeifußöls ist ein „Seelenführer zur eigenen Mitte“ und ein Spezialist für psychosomatische Beschwerden. Es gibt Mut, Kraft und Selbstvertrauen für den individuellen Weg und die Entfaltung des eigenen Wesenskerns, um die ausgetretenen Pfade verlassen und alles Konditionierte und Aufgesetzte abstreifen zu können. Es beruhigt, entspannt, führt zu innerer Gelassenheit und der Gewissheit, selbst die dunkelsten Aspekte in hilfreiche Energien umwandeln zu können. Ängste, Traumata, Süchte und schwere psychische Belastungen können sich in einer entspannten und friedlichen inneren Haltung lösen. Das Öl wirkt ganzheitlich befreiend, weitend und stärkend, bringt aus dem Kopf tief in den Körper.

Innere Alchemie: Die Nachtmeerfahrt zu sich selbst führt tief ins Reich der Schatten. Die tiefblaue Yangkraft des Silberbeifußöls drängt hier mit wilder Entschlossenheit aus dem Quell der geheimnisvollen Tiefe, löst dabei alle verdrängten Gefühlsbrocken aus Wut, Trauer, Bitterkeit und Angst, die unsere kreativen Schöpferkräfte und damit den Ausdruck unseres Wesens lahmgelegt, geschwächt und in Schach gehalten haben. Dabei mag sich autoaggressives, von Süchten und unbewusster Todessehnsucht getriebenes Handeln offenbaren und zur Schattenarbeit auffordern, denn die Stoffgruppe der Ketone im Silberbeifußöl fordern und fördern neben der bewussten Ich-Entfaltung auch eine konsequente Ausrichtung auf das Lebensziel schöpferischer Selbstverwirklichung, was die Verantwortung für das eigene Leben einschließt. Das ganze Wesen dieser Pflanze drängt nach Klarheit, Weite, Direktheit und freien Selbstausdruck.

Unerlöstes und erlöstes Potenzial: Während sich ein Zuviel der Yangkraft als Zügellosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Machtmissbrauch, Herrschsucht und im destruktiven Gebrauch der sexuellen Kräfte äußert, zeigt sich das Zuwenig in geschwächtem Lebenstrieb, fehlendem Mut, Halbherzigkeit, mangelnder Risikobereitschaft und Lebensfreude. Wo die Schöpferkraft brachliegt, die Energie sich weder heiß noch kalt äußern darf, sondern immer nur lau oder auf Sparflamme gehalten wird, verkümmert auch die Lebenskraft. Das Leben wird freud-, farb- und geistlos, unerotisch, fad. Welchen Sinn sollte es (noch) haben… Menschen resignieren, werden apathisch, des Lebens überdrüssig, neigen zu Depressionen und Autoaggressivität – wo dies nicht bewusst ist, äußert sich das Brachliegen der geistigen und schöpferischen Kräfte als selbstzerstörerische Krankheit.

Das Silberbeifußöl ergreift mit seinem Wesen den Menschen dieser Zeit, legt den Finger in die Wunde, akzeptiert keine Halbheiten, zeigt auf die Schattenanteile und drängt zur Katharsis. Alles Unechte, Halbherzige und Erstarrte, alles Zögerliche, Ängstliche und Bequeme, das einer echten Lebendigkeit im Wege steht, wird in seinen Grundfesten erschüttert und aufgelöst. Dann steht der Erneuerung der Lebenskräfte nichts mehr im W

mula_wiki_640px-vetiveria_zizanoides_dsc078105. Vetiver (Vetiveria zizanoides) Süßgräser – Element Erde/Wasser

Duftprofil: „Duftende Wurzel“ oder „Duft der Ruhe“ wird es in seiner Heimat (Java, Indien, Sri Lanka) genannt. Es wird aus der aromatischen Wurzel eines exotischen Grases gewonnen. Der Duft von Urvertrauen nd Geborgenheit ist weiblich umfangend und haltend: dunkel, tief, erdig-schwer und warm-würzig, holzig, süßlich-herb, etwas moosig und modrig wie feuchter Waldboden.

Botschaft: „Sich annehmen und lieben“.

Seelisch-geistige Wirkung: Bei Unsicherheit, Rastlosigkeit, Entwurzelung, mangelndem Selbstvertrauen und depressiven Verstimmungen wirkt Vetiver stimmungsaufhellend, seelisch aufbauend und beruhigend, schenkt Bodenhaftung und stärkt den Kontakt zum Körper. Es führt den Menschen zu seinen Wurzeln, tief in den Gefühlsbereich, durchbricht dabei alte Schutzmauern (erstarrte Abwehrhaltung), die zum Schutz vor Gewalt und Verletzung einst aufgebaut worden sind, holt aus der Kopflastigkeit in den Bauch und sorgt zugleich für ein breites, starkes Fundament.

mula_wiki_vetiveria_zizanioides0Vetiver ist ein altbewährtes Schutz- und Schwellenöl, ein „Erdungs-Öl“, wenn nichts mehr geht und alles nervt, bei Krankheitsschüben, Belastungen und Bewegungseinschränkungen, ganz besonders bei psychischen Verletzungen, sexuellen Traumata… Vetiver hilft, unerlöstes Leid und Kummer zu verarbeiten. Es bringt auf den Boden der Tatsachen zurück, öffnet das Tor zu verdrängten Gefühlen und unverwirklichten Anlagen, erneuert das Vertrauen in die eigene Überlebenskraft, den eigenen Wert.

Astroenergetischer Bezug zur Jungfrau-Energie (Sonne, Mond, Mondknoten oder Aszendent in Jungfrau/6. Haus; Merkuraspekte).

Innere Alchemie: Vetiver ist ein starkes Yinöl mit aufsteigender Yangkraft. Die Essenz hat etwas Mütterlich-Beschützendes, das uns an die Erdmutter oder „Wurzelfrau“ erinnert. Sie entspricht dem „Geist des Tales“, der nie stirbt (Tao), der Urmutter, von der Laotse sagt: „Ihr Tor ist die Wurzel von Himmel und Erde“. Das Wurzelchakra (wei-lu am unteren Ende der Wirbelsäule) wird in der chinesischen Alchemie von der inneren Lebensenergie „Schwanztor“ oder „unteres Passtor“ genannt. Hier endet der Fluss der abwärts gerichteten Yinkraft der vorderen Funktionslaufbahn (renmai, Yin) und beginnt der Aufstieg der Yangkraft in der hinteren Lenkerleitbahn (dumai, aufwärts gerichtetes Yang).

Vetiverwurzelöl eignet sich für die drei unteren Chakren, wirkt jedoch besonders auf das Wurzelchakra ein, sorgt für eine dauerhafte Verbindung zwischen Geist und Körper, oben und unten. Ansonsten reguliert und harmonisiert es den Fluss aller Chakren, stimuliert das gesamte endokrine System und hält es im Gleichgewicht.

Bildquellen:

Angelika:  AngelicaArchangelica1.jpg
Immortelle: Helichrysum italicum.jpg
Nelkenknospen: Syzygium aromaticum on tree.jpg
Silberbeifußöl: Maienfelser Naturkosmetik
Vetiver:  Vetiveria zizanoides dsc07810.jpg
 Vetiveria zizanioides0.jpg
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Energiearbeit mit ätherischen Ölen (3) Das Muladhara Chakra

 Muladhara („Grundlage“) – Element: Erde (Verwirklichung, Manifestation)

Das Wurzelchakra schwingt in Resonanz mit der materiellen Welt, dem physischen Körper und dem feinstofflichen Ätherkörper. Das Muladhara ist Sitz der Kundalini, das Zentrum der Energieversorgung für den gesamten Organismus und die Grundlage für Selbsterhaltung und Selbstverwirklichung.

Blockaden: elementare Lebens- und Überlebensängste aufgrund von Traumata, karmischen Erlebnissen und schweren seelischen Verletzungen; man ist zu „abgehoben“ und kopflastig, zu wenig geerdet; Unzulänglichkeitsgefühle, mangelnde Zugehörigkeit und Verwurzelung in der eigenen Mitte (Entwurzelung), Essstörungen, Schlafstörungen, schwaches Immunsystem, scheinbare Schutzlosigkeit, Identitätsverlust, mangelndes Urvertrauen / Selbstvertrauen, große Unsicherheit, Angst vor Veränderungen, nicht loslassen können.

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Ätherische Öle für das Wurzelchakra

Das Muladhara oder Wurzelchakra hat die langsamste Schwingung und bildet die Grundlage für alle höheren Aktivitäten. Hier stärken die „Erddüfte“ und Basisnoten – vorwiegend von Holz- und Wurzelölen – die Körperenergie und die Verankerung im Ich. Sie fördern eine gesunde Erdung und Beziehung zum Körper, geben Halt, wirken ausgleichend (dynamisierend und/oder beruhigend), dringen bis ins Reich der Dunkelheit (Unbewusstes) vor. Sie helfen beim Überwinden von Hindernissen und selbst gesetzten Grenzen, wirken schützend und reinigend. Psychisch geht es um die Erweckung und Verwirklichung der inneren schlummernden Kräfte. Dazu ist es notwendig, furchtlos bis zu unseren eigenen Wurzeln vorzudringen.

Die Erddüfte haben einen körperlichen Bezug zum Knochengerüst (Steinbock/ Saturn), zum Magen-Darm-System (Jungfrau/Merkur) zu Gewebe, Haut, Nahrungsaufnahme (Stier/Venus) und zur Körperabwehr (Widder, Mars). Natürlich kann jedes ätherische im Trägeröl auch einzeln verwendet werden. (Dosierung siehe unten).

Die astrologische Zuordnung liegt bei den Erdezeichen Stier, Jungfrau, Steinbock, dem Planeten Saturn und der Widder/Mars-Thematik (Ich-Durchsetzung).

 

Auswahlkriterien

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Würfelfrau (Aquarell)

 Farbe des Öls: von braun über rötlich-braun bis honig- und bernsteinfarben: Angelika (hellgelb bis bernsteinfarben), Benzoe Siam (rotbraun), Cassia (rötlichbraun), Immortelle (goldgelb bis leicht rötlich), Narde (blassgelb bis bernsteinfarben), Patchouli (hellgelb/ orangebraun mit Rotstich bis dunkelbraun), Thymian Thymol oder Roter Thymian (rötlichbraun), Zimtrinde (rotbraun) und Drachenblut (blutrot)*

Wurzelöle: Angelika, Ingwer, Iris, Narde, Vetiver

Öle/Balsame aus Hölzern, Rinden, Harzen: Benzoe Siam, Elemi, Hoholz, Linaloeholz, Myrrhe, Oud, Rosenholz, Sandelholz, Tolubalsam, Weihrauch, Zeder, Zimtrinde, Zypresse

Biochemie: Das Nelkenknospen- und Silberbeifußöl habe ich aufgrund seiner biochemischen Zusammensetzung ausgewählt.

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Johanniskrautöl (Rotöl)

Trägeröl: leuchtend rotes Johanniskrautöl (Rotöl), gemischt mit Jojobaöl.

 *Auch der blutrote Baumsaft – er ist kein ätherisches Öl! – von Croton lechleri, Drachenblut oder Sangre de Drago, eignet sich für das Wurzelchakra (separat und pur einmassieren). Der Saft des Drachenblutwesens führt zur eigenen Stärke, schenkt Mut zur Tat und wirkt sehr tiefgreifend auf uralte Verletzungen, Verschattungen, Fesselungen und Lähmungen ein. Hier empfehle ich das Buch von Thomas von Rottendorf: Heilkunde der Ätherischen Öle“, Verlag Neue Erde

Das Wurzelchakra und die Farbe Rot

Rot ist eine mächtige, dominierende Farbe, die körperlich intensiv und nah erfahren wird. Sie ist eine Symbolfarbe persönlicher und seelischer Aktualität. Wo sie auftaucht, ist Bewegung, Erregung und Entzündung, Liebe, Leidenschaft und Kampf. Oder es ist Gefahr in Verzug. Rot symbolisiert das Feuer des Geistes, der Seele, des Lebens und des Körpers. Es ist auch die Farbe des Blutes, der starken Gefühle (Feuer & Flamme), sexuellen Leidenschaften und Begierden.

Rote Symbole zeigen uns Dinge und Eigenschaften, die uns nahe stehen, mit denen wir uns identifizieren, für die wir kämpfen, uns von ganzem Herzen hingeben und aufopfern. Erscheint das Rot im Zusammenhang mit Gewalt, Verletzung und Draufgängertum, kann es auf eine zu starke Ich-Verhaftung hinweisen. Wir erhalten dann die Gelegenheit, diese Wahnvorstellung in die Weisheit der Einsicht zu wandeln

gelbestantra-dreieckRot in Träumen: Menschen, die spirituelle Übungen praktizieren und mit Mandalas und Meditations-Gottheiten (Yidams) arbeiten, können von roten Formen der Shakti (göttliche Energie) als Schlange (Kundalini) oder von Weisheitsfrauen (Dakinis) träumen, durch deren Kraft alle störenden Gefühle in Weisheit umgewandelt werden. Rote Kraftfelder, rote Räume, rote Energievorhänge und Strahlen sind Symbole des Dhyani-Buddhas Amitabha (Sanskrit „Unbegrenztes Licht“). Seine rote Strahlung und die „Weisheit unterscheidender Klarschau“, die er versinnbildlicht, heben Leidenschaft und Begierde auf. Rot kennzeichnet die elementare Feuerenergie vieler Götter und Schutzgottheiten der östlichen Welt, wie Agni und Brahma, Shiva oder Rudra. Rot ist die Farbe des Werdens und der manifestierten Schöpfung. Rot zeigt die Seele in Aktion als unser eigenes Selbstbild.

GRANAT
GRANAT (Öl)

 

Die Ölmischung „Muladhara“

Angelika, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver.

Trägeröl: Johanniskraut- und Jojobaöl

Die würzig-warmen, erdenden und schweren Düfte wirken seelisch stärkend, zentrierend und stabilisierend, sind sehr duftintensiv. Die Mischung wirkt auf angespannte, überlastete Naturen beruhigend, entspannend und ausgleichend, auf ängstliche, unsichere und erschöpfte Menschen besonders ermutigend, belebend, vitalisierend. Kopflastige und abgehobene Naturen kommen wieder in Kontakt mit ihrem Körper und darüber in Kontakt mit ihrer eigenen Macht und Wurzelkraft. Das Zutrauen in die eigenen Körperprozesse wächst. Eigene Energien und Abwehrkräfte werden erkannt und gestärkt, das Fremde und Unwahre wird bekämpft, ferngehalten bzw. ausgeschieden. Die Muladhara-Mischung stärkt die eigenen Ressourcen, stellt die Verbindung zwischen Geist und Körper, oberen und unteren Chakren her und bringt das gesamte Chakrensystem in Gleichgewicht.

   muladhara_tor-rot_c Chakraöl „Muladhara“

Ätherische Öle (1 %): Angelika, Immortelle, Nelkenknospen, Silberbeifuß, Vetiver (kbA)

Trägeröl: Johanniskraut- und Jojobaöl Bio

Biochemie: Sesquiterpene, Phenole, Monoterpene, Ketone, Ester, Äther

In meinem Chakraöl MULADHARA vermitteln die anregenden Phenole des Nelkenknospenöls (90 %) einen Zugang zu den Urkräften der Erdtiefe, stärken den Überlebenswillen und die Kraft der Selbstbehauptung, helfen beim Aufbau einer gesunden Abwehr. Die Monoterpene in den Ölen von Angelika (90 %) und Immortelle (24 %) besitzen die Gabe, aus dem Lot gefallene Zustände wieder in eine gesunde Ordnung zu führen und die innere Struktur zu stärken.

Den Hauptanteil nimmt die große Gruppe der Sesquiterpene und –terpenole ein: im Nelkenknospen-, Immortellen-, Silberbeifuß- und Vetiveröl. Als Seelenführer können sie zur eigenen Mitte führen, für einen soliden inneren Halt sorgen, ein angeknackstes Selbstvertrauen heilen. Ihr inneres alchemistisches Wirken führt zu seelischer Reife und Abgerundetheit. Sie helfen bei chronischen und psychosomatischen Beschwerden.

Die Stoffgruppe der Ketone (Immortelle, Silberbeifuß, Vetiver) vertritt ein hochbewusstes Lebensprinzip, aktiviert den Gehirnstoffwechsel, wirkt seelisch und geistig klärend, öffnend und stimulierend, erfordert einen bewussten, ich-gesteuerten und willensstarken Umgang mit den frei werdenden schöpferischen Kräften. In geringer Dosierung wirken die Ketone auch entspannend und stärken unsere zentrale Instanz, auf dass wir unserem Wesen treu bleiben.

Im Silberbeifußöl sind geistig anregende Ketone (20 %), stabilisierende Sesquiterpene (30-40 %) und die nach Individualisierung drängenden Äther (5 %) hervorragend ausbalanciert. Der kleine Anteil an Äther fördert den eigenen Wesensausdruck, drängt zur Verwirklichung der in uns schlummernden Anlagen (Kundalini!) und nach geistiger Selbstverwirklichung.

Die Ester im Öl von Immortelle (45-70%) und Nelkenknospen (6-11 %) sorgen für den Wohlfühlfaktor in dieser Mischung, für einen harmonischen Ausgleich, eine ganzheitliche Entspannung und einen guten Schlaf. Durch die Ausschüttung von Serotonin stimmen sie heiter und fördern die entspannte Kommunikation mit den Mitmenschen.

Besonders ausgeglichen sind die drei Stoffgruppen der Ester (schmerzstillend, entspannend), Monoterpene (strukturstärkend) und Ketone (bewusstseinsbildend) im Immortellenöl, das von dieser Kombination seine regenerativen, entkrampfenden und nervenstärkenden Eigenschaften erhält. Das geistige Wesen des Immortellenöls schüttet ein ganzes Füllhorn an goldgelben Licht- und Lebenskräften aus, gleicht im Wurzelchakra jedes Zuviel an astraler (emotionaler) Energie aus, und das Silberbeifußöl unterstützt den Segen des „unsterblichen“ Wesens (immortelle) seinerseits durch eine enorme Steigerung der Ausschüttung des Glückshormons Dopamin.

 

Schmetterling & Blüte
Schmetterling & Blüte

Das Chakraöl für den eigenen Gebrauch

Beim Kauf von ätherischen Ölen für die feinstoffliche Aromatherapie sollten Sie nur die beste Qualität verwenden, das heißt, Öle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder aus wild wachsenden Heilpflanzen. Die ätherische Lebenskraft dieser Pflanzen ist auf jeden Fall gesünder und vitaler als die der chemisch behandelten Öle. Einer Extraktion mit Lösemitteln ist in jedem Fall die Wasserdampfdestillation vorzuziehen.

Noch etwas: Ätherische Öle aus Apotheken, die von unbekannten Firmen oder dubiosen Apothekern hergestellt worden sind, müssen diesen Anspruch nicht erfüllen und sind für eine feinstoffliche Behandlung der vitalen Zentren ungeeignet. Suchen Sie sich lieber einen oder mehrere vertrauenswürdige Lieferanten, die sich bei den Aromatherapeuten und im Netz bereits bewährt und herauskristallisiert haben. Ich kaufe bevorzugt die Öle von Maienfelser Naturkosmetik, von Prof. Wabner, Farfalla und Primavera. Bei Primavera-Artikeln lohnt sich der Preisvergleich im Internet.

Für die feinstoffliche Anwendung der Öle in einem Trägeröl reicht eine geringe Dosierung von 0,5 bis 1 % bereits aus. Hier ist weniger mehr, denn sonst geht die feinstoffliche Wirkung verloren, wird von gröberen und schwereren Duftmolekülen einfach „weggeschwemmt“ oder überlagert.

Feuerschlange, Acryl
Feuerschlange (Acryl)

Um das Wesen und die Wirkweise eines ätherischen Öls ganzheitlich zu verstehen, ist es sinnvoll, sich innerlich mit dem Öl zu verbinden und sich für seine energetische Botschaft zu öffnen. Das kann jeder auf seine Art tun, durch achtsames und meditatives Riechen, durch tägliches Üben der ätherischen Wahrnehmung und durch die Schulung der Wahrnehmung, in welchem Körperbereich das Öl wirkt, welche Empfindungen und Assoziationen es dort auslöst, welche Bilder es aus dem Unbewussten freilässt.

Es sollte jedem Anwender bewusst sein, dass er/sie durch eine feinstoffliche Behandlung der Chakren keine körperliche Erkrankung heilen kann. Eine selbst durchgeführte Massage im Bereich der Chakren ist beruhigend und erdend. Wir entwickeln ein größeres Bewusstsein für die verschiedenen Energienbereiche und dürfen vielleicht erfahren, dass sich emotionale und körperliche Spannungen lösen.

 

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Wurzelfrau, Stammfrau

 

 

Das ätherische Silberbeifußöl – neu entdeckt

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Silberbeifußöl

Der Heilkundige und Heilpraktiker Thomas von Rottenburg, dessen ganzheitliche Vorgehensweise mich stark an Paracelsus erinnert, stellt in seinem Buch „Heilkunde der ätherischen Öle“ (Verlag Neue Erde, Saarbrücken 2015) das Wesen von 12 + 1 ätherischen Ölen vor und schreibt u.a. von seiner 15-jährigen Erfahrung mit dem Silberwermutöl/Silberbeifußöl. Bei dem großen Angebot von Artemisiaölen – die Heilwirkung des Beifuß ist ja seit Urzeiten auf der ganzen Welt bekannt – ist zur Identifizierung des Öls auf die lateinische Bezeichnung Artemisia arborescens zu achten. Ebenfalls braucht es einen vertrauenswürdigen Lieferanten, der sich mit den verschiedenen Chemotypen auskennt. Hat das Öl eine dunkelblaue Farbe, was ein Indiz für den hohen Anteil an Camazulen ist, und stammt es aus Marokko oder Algerien, halten wir das richtige Öl in Händen. Es gibt nämlich noch einen anderen Chemotyp aus Marokko, der kein blaues Chamazulen, dafür über 50 % Ketone enthält. Dieser kommt für unsere Hausapotheke und Selbstbehandlung nicht infrage.

Die Biochemie des Silberbeifußöls

Das ätherische Öl des gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris) wird wegen seines hohen Ketongehalts von ca. 70% Thujon nicht in der Aromatherapie verwendet. Das ätherische Öl der Gattung Artemisia arborescens hat jedoch eine ganz andere biochemische Zusammensetzung. Es enthält eine wohl ausgewogene Mischung an Sesquiterpenen (30-40% Chamazulen), Ketonen (20-28% beta-Thujon), Sesquiterpenolen (ca. 8 % beta-Eudesmol) und Äther (5% u.a. Catalponol).

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Silberbeifuß (C) Maienfelser Naturkosmetik

Im Vergleich dazu enthält das kostbare Schafgarbenöl ebenfalls ca. 30-50 % des dunkelblauen Chamazulens und insgesamt ca. 29 % Ketone.

Hier geht’s zur Studie der Academy of Chemistry of globe (englisch) mit der Auflistung aller enthaltener Stoffe – unter „Search“ eingeben: artemisia arborescens

Da ich das ätherische Öl unter dem Namen Silberbeifuß bei der Firma Maienfelser Naturkosmetik kaufe, habe ich mich auch für diesen Namen entschieden, während Thomas von Rottenburg sich mit dem Namen Silberwermutöl angefreundet hat.

Das Silberbeifußöl

Der wieder neu entdeckte Silberbeifuß (Artemisia arborescens), auch Silberwermut oder Silberstrauch genannt, ist eine sehr alte Heilpflanze und die wichtigste Ritualpflanze der Welt, die in alten Kräuterbüchern als „wahrer“ Beifuss bezeichnet wird. Diese Gattung wächst im Mittelmeergebiet und dem arabischen, nordafrikanischen Raum. Andere bekannte Artemisiagewächse sind Estragon, Wermut, Eberraute und das indische Davanakraut. Nach neuesten Untersuchungen des tiefblauen Öls wirkt es aufgrund seines fast 40 %-igen Gehalts an Chamazulen (Sesquiterpen) stark entzündungshemmend, beruhigend, antihistaminisch und antiallergisch. Gleichzeitig hat es starke bakterien- und pilzhemmende Eigenschaften. Der Thujongehalt (Keton), der in hohen Dosen neurotoxisch wirken kann, ist bei diesem Öl durch den hohen Gehalt an Chamazulen ausgeglichen. Der im Öl enthaltene Äther regt unmittelbar die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin an, sorgt für psychische Aufhellung, beruhigt die Nerven und entkrampft.

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Sonnenblume (Korbblütler)

Schattenarbeit und Läuterung

Wie bei allen anderen Korbblütlern geht es auch beim Silberbeifußöl um die Zentrierung und die Entfaltung des Wesenskerns (siehe Duftkreis nach Martin Henglein). Die Nachtmeerfahrt zu sich selbst führt erst einmal tief ins Reich der Schatten, durch unvermeidliche Todes- und Auferstehungsprozesse. Die tiefblaue Yangkraft des Silberbeifußöls drängt hier mit wilder Entschlossenheit aus dem Quell der geheimnisvollen Tiefe, weckt alle verdrängten Gefühlsbrocken aus Wut, Trauer, Bitterkeit und Angst, die unsere kreativen Schöpferkräfte und damit den Ausdruck unseres Wesens lahmgelegt, geschwächt und in Schach gehalten haben. Selbstzerstörerisches, von Süchten und unbewusster Todessehnsucht getriebenes Handeln mag sich offenbaren und zur Schattenarbeit auffordern, denn die Stoffgruppe der Ketone im Silberbeifußöl fordern und fördern die bewusste Ich-Entfaltung und eine konsequente Ausrichtung auf das Lebensziel schöpferischer Selbstverwirklichung, was die Verantwortung für das eigene Leben einschließt.  Das ganze Wesen dieser Pflanze drängt nach Klarheit, Weite und Selbstausdruck.

Unerlöstes und erlöstes Potenzial

Während sich ein Zuviel der Yangkraft als Zügellosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Machtmissbrauch, Herrschsucht und im destruktiven Gebrauch der sexuellen Kräfte äußert, zeigt sich das Zuwenig in geschwächtem Lebenstrieb, fehlendem Mut, Halbherzigkeit, mangelnder Risikobereitschaft und Lebensfreude. Wo die Schöpferkraft brachliegt, die Energie sich weder heiß noch kalt äußern darf, sondern immer nur lau oder auf Sparflamme gehalten wird, verkümmert auch die Lebenskraft. Das Leben wird fad, freud-, farb- und geistlos, unerotisch. Welchen Sinn sollte es (noch) haben… Immer mehr Menschen resignieren, werden apathisch, des Lebens überdrüssig, neigen zu Depressionen und Autoaggressivität – wo dies nicht bewusst ist, äußert sich das Brachliegen der geistigen, kreativen Kräfte als selbstzerstörerische Krankheit.

Das Silberbeifußöl ergreift mit seinem Wesen den Menschen dieser Zeit, legt den Finger in die Wunde, akzeptiert keine Halbheiten, zeigt auf die Schattenanteile und drängt zur Katharsis. Alles Unechte, Halbherzige und Erstarrte, alles Zögerliche, Ängstliche und Bequeme, das einer echten Lebendigkeit im Wege steht, wird in seinen Grundfesten erschüttert und aufgelöst. Dann steht der Erneuerung der Lebenskräfte nichts mehr im Wege.

SilberbeifußSilberbeifußöl für das Wurzelchakra

In den letzten Wochen war ich intensiv mit einer Auswahl an ätherischen Ölen für die sieben Hauptchakren beschäftigt. Ich habe mich in die Biochemie der ausgewählten ätherischen Öle  vertieft und nach einer Entsprechung ihrer jeweiligen Lebensprinzipien in der Funktion der Chakren geforscht. In diesem Zeitraum entdecke ich das Buch von Thomas von Rottenburg, finde  endlich eine verständliche Beschreibung der Stoffgruppen, mache mich mit dem Wesen von dreizehn ätherischen Ölen vertraut und entscheide mich bewusst für das Silberbeifußöl /Silberwermutöl in der Chakrenölmischung für das Muladhara-Chakra.

Duftprofil: Der Duft des Silberbeifußöls ist kraft- und gehaltvoll, würzig und warm, zugleich grün-holzig-frisch und von dunkler, befreiender Süße. Geheimnisvoll,  vielversprechend und wie von selbst übernimmt er sogleich die Führung und zieht wie magisch in die Tiefen des Körpers und der Erde. Der Atem wird tief, der Kopf wird frei.

Assoziation: Ich liege im dichten Wald mit dem Bauch auf der moosgrünen, schwangeren Erde, rieche das Mysterium vom Wachstum im Tod, schmecke in der Süße der reifen Frucht ewige Jugend. Eingehüllt in das tiefblaue Mysterium der Nacht schöpfe ich unendlich tief aus der Fülle des Lebens. Ich bin so frei und ergebe mich allem, was Grenzen setzt, tanze mit dem Schatten in den Morgen.

Weitere Assoziationen beim Inhalieren des Duftes: sinnlich, erotisch, fruchtbar, süß, scharf und klar, radikal, ursprünglich, heiter, strahlend, durchdringend, ausdehnend, transformierend, grenzüberschreitend… befreiende Süße des Todes… innerer Drang und Schubkraft, Schwangerschaft, Fülle und Vollendung.

Duftbotschaft: „Ich führe dich auf unbekannten Pfaden zu deinem tiefen Schöpfungsquell. Öffne dich dem Potenzial deiner Zukunft und lass das Gestern hinter dir! Atme meine unbändige Lebenskraft und mache dich frei für deine wahre Berufung!“

CIMI - Glyphe 6
Maya-Glyphe CIMI (6)
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Der Grüne Mann