Der Jungfrau-Vollmond heliozentrisch

Mondphasen (Aquarell)

Es geht weiter mit der Erforschung des heliozentrischen Horoskops. Allerdings müssen Richard Alpert und alle Widder-Sonnen noch etwas warten, denn ich schiebe hier aus aktuellem Anlass den Jungfrau-Vollmond (18.3.22) ein und möchte dieses irdische Ereignis einmal von der kosmischen Seite aus betrachten – was eher paradox anmutet, da aus der Perspektive unseres Schöpfers und Lebensspenders (Sonne) die Trabanten der Bruderplaneten des galaktischen Systems – wie hier die Phasen des Mondes – keine Rolle spielen. Dabei dreht sich in diesen Erdentagen kurz vor der Tagundnachtgleiche gerade alles um den Jungfrau-Vollmond, der sich als „Spannungsherrscher“ ganz allein gegen die Energie von neun Planeten behaupten darf oder auch muss. Eine scheinbar (!) unausgewogene, schwierige und gefährliche Stellung – für den Mond mit diesem von der Urlichtquelle geliehenen Licht, für das Gefühlsleben, für das Volk, für Mutter Natur und das irdische Leben im Allgemeinen, das von diesem gespiegelten Licht abhängt bzw. noch abhängig zu sein scheint. Denn nichts ist so, wie es scheint in diesen Zeiten.

Zuerst das Wichtigste zum geozentrischen Vollmondhoroskop – dann schalte ich um auf das heliozentrische, das Sonnenhoroskop, denn wir wollen uns ja im SONNE-SEIN üben, den Blickwinkel eines übergeordneten Schöpferbewussteins einnehmen und unsere Mitschöpferkraft verantwortlich einsetzen mit kreativem Denken und rechtem Handeln.

Das Aspektbild geozentrisch

Hier fällt sogleich die große, rot-blaue scheinbare ‚Drachenfigur’ auf, die wegen ihrer Viereckstruktur Sicherheit und Stabilität vermuten lässt bei einer Fülle an Substanz und Talenten. Doch der Schein trügt. Es ist keine Drachenfigur – auch wenn es sich viele AstrologInnen wünschen und den Orbis für ihre Berechnungen sehr weit gefasst haben. Hier ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Ich habe mich auch zuerst optisch täuschen lassen und dann die Orben der Huber-Schule, mit denen ich arbeite, überprüft. Doch die obige Zeichnung ist korrekt und kann mit der Aspektbild-Methode gedeutet werden. Die viereckige Figur mit der blauen Umrandung macht von außen betrachtet zwar einen soliden, kompakten Eindruck, doch der Schein trügt. Es fehlt die blaue innere Querverbindung und damit die innere Substanz und Stabilität. Geben wir zu, wir hätten diese Qualitäten gerne als großes Menschheitszentrum, um der allgemeinen Verunsicherung dieser Zeit auf der inneren Ebene etwas entgegensetzen zu können. Damit schwanken wir allerdings zwischen dem, was ist, und unserem erbauten Luftschloss, dem Zustand, den wir uns erhoffen und ersehnen. Genau diese ambivalente Haltung ist hier angezeigt und darf von uns immer wieder hinterfragt werden.

Die blau-rote Figur besteht aus zwei Ambivalenz-Dreiecken, die sich wie zwei große blaue ‚Flügel‘ rechts und links neben dem inneren Vollmond-Lichtstrahl, der roten Oppositionslinie, befinden. Diese Figur zeigt einen zwiespältigen, spannungsreichen, unausgereiften Zustand, eine schwankende Haltung, ein Hin- und Herpendeln zwischen dem, was ist, und dem, was vielleicht sein sollte oder was man sich erwünscht – ein Luftschloss, einen Drachen oder Friede-Freude-Freiheit-Eierkuchen, einen schönen Einheitsbrei. Es ist ein Ringen um die Wahrheit, um Meinungen und Sichtweisen, ein Hin- und Hertaktieren. Nach außen zeigt man sich freundlich und gaukelt anderen eine heile Welt vor (blauer Rahmen), und die gewaltigen Konflikte im Innern (rot) werden mit aller Macht (Pluto) verborgen, kontrolliert und in Schach gehalten.

Auch Neptun trägt durch seine Verbindung zum Mondknoten und dem Mond zur Verstärkung der ambivalenten Haltung bei. Die Menschen sehnen sich so sehr nach Frieden und Freiheit, und Neptun liefert uns die Bilder und Gefühle in der Phantasie und Vorstellung frei Haus. Wir lassen die Friedenstauben steigen, schöpfen Frieden in der Meditation und in der Vorstellung… Doch erscheint das Leben in der Realität des Alltags weiterhin anstrengend aufgrund der nicht enden wollenden Reglementierungen, Verbote und Verordnungen.

Auch die Jupiter-Merkur-Konjunktion trägt eher mehr als weniger zur allgemeinen Verunsicherung bei durch eine Fülle an verwirrenden und gegensätzlichen Informationen aus den Medien, viel Klatsch und Tratsch und Lärm und reißerische ‚Fakenews‘ – das Volk diskutiert endlos und setzt seiner Phantasie keine Grenzen… diese Meinungen, jene Meinungen… diese Strömungen, jene Strömungen. Wer hört noch wirklich zu auf der menschlichen Ebene, fühlt sich ein, kann den anderen verstehen oder gar sich selbst verstehen?

Die blaue Umrandung strahlt Ruhe aus, kann aber auch in Sturheit ausarten, wenn eine Seite mit aller Macht und kompromisslos auf ihrer Wahrheit, Meinung oder Sichtweise beharrt. Das rote langschenkelige Kreuz im Inneren offenbart einen tiefgreifenden Konflikt und erfordert höchste Wachsamkeit, Aufrichtigkeit, dazu den Mut und den Willen, sein eigenes „Lebenskreuz“ auf sich zu nehmen, die Kräfte des Vertikalen wie des Horizontalen in seiner Mitte zu vereinen.

Dazu gibt es noch zwei dynamische rote Striche (Quadrate), die die Figur im oberen Bereich durchkreuzen, die einen doppelten ‚Strich durch die Rechnung machen‘, die jemandes Pläne durchkreuzen und verhindern wollen. Das losgelöste Uranus-Venus-Quadrat weist auf auf eine andere Dimension, in der das Denken in Polaritäten nicht mehr existiert. Dieses höhere galaktische, kosmische Bewusstsein, kann nur durch eigenes Ringen um Erkenntnis erreicht werden. Für diesen Bewusstseinssprung muss die persönlich erlebte Venusenergie – die Begegnungs- und Liebesfähigkeit und auch die Denkkraft – entpersönlicht werden. Es darf nicht mehr abgegrenzt und künstlich geteilt werden in dein und mein (… Besitz, Liebe, Beziehung, Werte). Alle Anhaftungen müssen erkannt und gelöst werden. Es geschieht bereits, da es zum kosmischen Plan gehört: Wer diesen geistigen Weg konsequent bis zum Ende geht, wird aus allen festen Beziehungen herausmutieren. Übrigens ist es eine sehr kopflastige Aspektfigur mit einer heiß umkämpften inneren Mitte, die nicht hält, was sie vorgibt zu sein, dafür Chaos, Lüge und Angst verbreitet. Doch wir sind gut vorbereitet.

Wer genau hinschaut, sieht, dass dieses Venus-Uranus-Quadrat den ganzen 4. Quadrant (die Häuser 10 bis 12) umfasst, versperrt oder verbirgt, die übergeordnete, überpersönliche Wahrheit mit dem wahren, schöpferischen Seinspotenzial der Menschheit oder des wahren Menschen. Was sich zeigt, ist eben nur der Schein, und der trügt, verwirrt und macht blind für das Wahre. Hier wird Uranus einen mächtigen Quantensprung initiieren, damit die verdrängte Wahrheit (Uranus in 12) ans Licht kommen kann.

Der Jungfrau-Vollmond (geo)

Wie kann sich ein genügsamer, bescheidener Jungfrau-Mond in so einer herausragenden Position fühlen und selbst wahrnehmen geschweige denn ‚behaupten‘?? Er wird von der Sonne voll beschienen und strahlt in seiner vollen runden Form. Doch ist das wirklich wahr? Wir sehen immer nur die eine Seite, während die andere im Schatten liegt. Der Mond, der Inhalt unseres Unbewussten, scheint für den Moment des Vollmonds kurz auf und kann erkannt werden. Fürchtet die Jungfrau nicht gerade dieses im Rampenlicht stehen, dieses Wichtigsein und Königsein – einfach so, unbeabsichtigt, ohne Nachweis ihrer Tüchtigkeit? Ist nicht genau das ihr Schatten? Wie fühlt sich ein Volk in dieser Position? Wie fühlst du dich? Und welche Möglichkeit haben wir, im 5. Haus der Kreativität und Lebenslust schöpferisch und lustvoll zu wirken im Angesicht der Fische-Sonne und des Fische-Stelliums?

Der Jungfrau-Vollmond zeigt in seiner Stellung als Spannungsherrscher eine sehr instabile Gefühlssituation, steht stark unter Druck, kann sich in dieser Lage erschöpft, hilflos, verunsicht fühlen (Opp. Neptun), bedroht und missbraucht (Trigon Pluto), allein gelassen. Der Mond als Sammelbecken unserer übernommenen Gefühlsprogramme und instinktiven Reaktionen kann sich in dieser Stellung weder wehren noch seine Wünsche und Bedürfnisse verwirklichen (Vollmond auf der Kreativitätsachse im 5. Haus). Er kann nur den Schein wiedergeben. Er kann nur re-agieren, nicht agieren. Das heißt, wir (die Menschen, das Volk) haben hier genug mit uns selbst zu tun, um in unserer Mitte zu bleiben und das innere Gleichgewicht zu halten und zu stärken, ein gesundes Selbstvertrauen zu entwickeln und zu bewahren.

Reise des Stiers ins Jenseits (Öl auf Papyrus)

Mein Equinox-Traum

Drei Tage vor der Tagundnachtgleiche habe ich einen Traum von den Gleichgewichtssteinen. Es ist eine Lernsituation. Ich nehme an einem Ritual mit drei Schamanen teil. Die Männer sind meine älteren Brüder, Medizinmänner und Schamanen. Sie hantieren mit großen und kleinen Steinen, nehmen sie von einer Stelle weg und legen sie auf eine andere; sie stapeln zwei drei Steine übereinander und gleichen wieder alles aus. Zuerst bin ich nur ein Zuschauer und lerne von ihnen, unausgewogene Zustände zu verändern, um das Gleichgewicht halten und je nach Gefühlslage erneuern zu können. Dann darf ich den Ausgleich selbst vornehmen und werde darin unterwiesen.

In einer anderen Szene wird auf einen bevorstehenden großen Umzug hingewiesen. Dazu werden bestimmte Standorte und Häuser mit Steinen besonders markiert. Hier wohnen Menschen, die wegen ihrer Taten für das Allgemeinwohl geehrt werden. Die Menschen besorgen immergrüne Tannenzweige und stecken sie in die Erde. An einer Stelle können wir nichts einpflanzen, da der Bürgersteig (!) mit Steinen zugepflastert ist. Hier suchen wir eine Stelle zum Aufbrechen. (Traum „Gleichgewichtssteine“ vom 17.3.2022 um 5.20 h Brilon)

Meine Deutung: Nicht nur unsere Taten, sondern vor allem auch unsere Sichtweise, unsere Standpunkte und Motivation tragen entscheidend zum äußeren Weltgeschehen bei. Wir lernen sowohl durch lebenslange konkrete Erfahrungen als auch durch Erkenntnis, die in einem einzigen Augenblick stattfinden kann. Das werden wir sehr schön im heliozentrischen Horoskop sehen. Jeder Einzelne kann bei einer aus dem Gleichgewicht geratenen Situation etwas hinzufügen, etwas beitragen, einen Gleichgewichtsstein wegnehmen oder hinzufügen oder aus Freimaurersicht  lernen, sich selbst in das Gefüge des ganzen Bauwerks einzufügen, seinen rechten und würdigen Platz einzunehmen im Plan von Mutter Erde. Indem wir die sind, die wir sind, halten wir das Gleichgewicht – in uns, denn jeder ist verantwortlich für seinen Platz, für sein Leben. Wo befindet sich unsere „zugepflasterte“ Stelle – die alte Wunde (Chiron)?  

Wir sind die schöpferischen Baumeister und fügen uns, fügen uns ein, nehmen von der einen Seite (unseres Steins) etwas weg und fügen es der anderen hinzu, um auch richtig, an der rechten Stelle und im rechten Format hineinzupassen. Wer eigenverantwortlich zu sich steht und eine klare Haltung zeigt, wird sich behaupten können.

Der Stein und der 7. Strahl (Aquarell)

AS und MC

Der Aszendent und das Medium Coeli befinden sich (für Deutschland) in Erde-Zeichen. Es geht um unsere eigenen inneren Werte, unsere Gaben und Talente, um unser Selbstvertrauen und unsere innere Erleuchtungssubstanz (Stier). Authentizität ist angesagt, damit niemand an unserer Identität zweifeln kann, uns niemand unsere Krone nehmen kann. Vortäuschen, anderen etwas vorspielen, das ist nicht unsere Sache, das überlassen wir den tanzenden Puppen und Marionetten unserer Regierungs-Laiendarsteller (10. Haus Steinbock). In unserem Bereich handeln wir eigenverantwortlich, bewahren unsere Werte, nutzen unsere Ressourcen und lassen unser LICHT leuchten! Wir lassen es aus unserm Herzen, unserem inneren Sonnenzentrum ausstrahlen. Wir sitzen als Buddhas unter dem Bodhibaum der Erleuchtung – komme, was da wolle, und lassen uns durch keine Horrormeldungen oder –szenarien aus der Ruhe bringen.

Der MC im Zeichen Steinbock zeigt weiterhin ein strenges Reglementieren mit Gesetzen und Verordnungen (Saturn) sowie einen großen Machtanspruch, denn Pluto hat nicht nur Aspekte zum Mond und zur Sonne, sondern steht auch im 10. Haus des herrschenden Systems und bildet zusammen mit Saturn, Venus und Mars eine elitäre Clangemeinschaft, wo jeder auf seiner Meinung beharrt, Recht behalten und vor allem Macht will. Hier zeigen sich die Tiermenschen mit ihren wahren Ambitionen… Gewaltausbrüche und Machtmissbrauch inbegriffen.

Das Sabische Symbol für den Vollmond

Es zeigtauf 28° Jungfrau folgendes Symbol: „Ein kahlköpfiger Mann, der Macht an sich gerissen hat.“

An dieser Stelle des Tierkreises befinden wir uns kurz vor der Tag- und Nachtgleiche, dem Ende eines sechsmonatigen Zyklus der Individualisierung, wo eine Entscheidung und Transformation angenommen und durchgestanden werden muss. Es ist eine Zeit, wo veraltete Ordnungsstrukturen von politischer, religiöser oder kultureller Art radikal und schonungslos herausgefordert werden. In dieser für die Evolution notwendigen Situation steigen „niederreißende Persönlichkeiten auf, ergreifen die Macht und diktieren Beschlüsse, die die gesellschaftlichen Strukturen verändern“ (Dane Rudhyar). Das zeigt die Macht der Persönlichkeit in Zeiten, die nach einer Entscheidung und Transformation verlangen.

Ich denke an Nietzsches Übermensch. Nietzsche hatte seinen Radix-Mars auf 28° Jungfrau, bei Osama Bin Laden ist es der Jupiter, und bei van Gogh und Sigmund Freud befindet sich der IC, die Himmelstiefe, auf diesem Grad. Wir sehen uns hier also der nicht aufschiebbaren Notwendigkeit (Saturn in 10 Quadrat Uranus) gegenüber, diese Entscheidung und Transformationen anzunehmen und uns der Macht des Willens zu beugen – sei es des göttlichen, des exekutiv-menschlichen oder des satanischen Willens (Saturn/Mondknoten „Die Begegnung mit dem Tod“)

Erst nach der Krise oder Katharsis können wir uns darum bemühen, das erneuerte Bewusstsein wieder in Übereinstimmung zu bringen mit der Ur-Offenbarung von der Wahrheit des Menschen. Erst danach können wir mit dem „Plan des Menschen“, der eine archetypische Kraft ist, wieder Kontakt aufnehmen und die dazugehörige Macht in uns entfalten. Ich ahne, dass dieser Plan sich im heliozentrischen Horoskop verbirgt und wir intuitiv damit in Kontakt treten können…

Betrachten wir nun das heliozentrische Planetenbild des irdischen Vollmond-Moments und gestatten wir uns, die dahinter stehende Absicht des Universums zu erkennen.

Herzensneigung

Das heliozentrische Vollmondhoroskop

Was seht ihr intuitiv aus dem Bauch heraus? Welche Struktur zeigt sich energetisch? Was hat sich verändert?

Vorgeprägt durch den Traum vom Ausgleichen sehe ich sofort die schräg verlaufende Venus-Uranus-Oppositionsachse (rot) als Schwebebalken oder Waage. Auf jeder Waagschale, an jedem Ende, steht ein kleines, dreifarbiges Lerndreieck auf der Spitze – diese sehe ich als zwei abstrahierte, aufrecht stehende, aufgerichtete Schlangen bzw. Königskobras, die kurz davor sind, sich zu treffen… ihre polaren Kräfte zu vereinen – in der Vereinigung der Polaritäten – was beim Menschen im Stirn-Chakra, dem Dritten Auge geschieht. Dieses gleichnishafte Bild entspricht dem heiligen Merkurstab, einem meiner ersten Eitempera-Bilder. Wenn Plus- und Minuspol der Lebenskraft sich oben in der Mitte treffen und vereinen, gibt es den kosmischen „Kurzschluss“, und dieses „Aufblitzen“ wird Erleuchtung genannt. Das entsteht durch die Verbindung von Merkur und seiner höheren Oktave, dem Uranus.  Auch das Merkursymbol leitet sich vom Kundlini-System ab, dem Wechselspiel der yin- und yanghaften Schlangenenergien, die sich im menschlichen Sein erkennen und vereinen wollen.

Merkurstab (Eitempera auf LW, 1993)

An den rot-grünen Spitzen der kleinen Dreiecke stehen Merkur und Saturn. Zwischen diesen beiden Planeten, dem galaktischen Merkur und dem galaktischen Saturn, spielt sich der große SHIFT ab, die Vereinigung der Gegensätze im Bewusstsein des Planeten Erde und der Menschheit. Aus dem oben erwähnten Venus-Uranus-Quadrat ist hier eine Venus-Uranus-Opposition geworden – Beachte: die SONNE ist die Mitte! – und ein unvollständiges T-Quadrat oder Leistungsdreieck erscheint, das allerdings heliozentrisch ein Impulsdreieck ist, durch das sich der geistige Wille ausdrückt und den Impuls zur rechten Handlung (das Quadrat) gibt. Die Opposition zeigt keinen inneren Konflikt (Gegensätze wie innen + außen existieren hier nicht), sondern entspricht einem geistigen Kraft- oder Lichtstrahl, der sich selbst durch Willenskraft aufladen und erneuern kann. Der IMPULS geht durch alle fixen Zeichen (um 18° fix), was von großer Bedeutung ist, der heiligen Ordnung und dem kosmischen Plan entspricht.

Diese Spanne zwischen Merkur und Saturn erforsche ich nun. Wann und wo findet aus der Sicht der Sonne diese Konjunktion statt? Ich switche etwas umher zwischen geo- und heliozentrischen Horoskopen (ich habe ja kein astrologisches Super-Programm sondern ’nur‘ astro.com zur Verfügung (DANKE dafür!). Und siehe da – heliozentrisch findet diese galaktische Konjunktion auf 18° Wassermann statt – in Zeit und Raum findet auf einer anderen Ebene auf Planet Erde (geozentrisch) die Tagundnachtgleiche statt, am 20. März 2022 um 21.25 h (für Brilon). Zu diesem Zeitpunkt habe ich meinen ersten Blog zum heliozentrischen Horoskop veröfentlicht, nach langem Prüfen und Ringen um Reife und Verwirklichungskraft.

Mystisches Liebesdreieck (Aquarell)

Zum Merkur- oder Caduceusstab (Laya-Stab oder Ashvatta) zitiere ich hier aus der Geheimlehre von Helena Blavatsky:

Der Stamm des ASHVATTA (des Baumes des Lebens und Seins, der STAB des Caduceus) entspringt und steigt herab bei jedem Anbeginn (jedem neuen Manwantara) aus den beiden dunklen Schwingen des Schwanes (HANSA) des Lebens. Die beiden Schlangen, die ewig lebende und ihre Illusion (Geist und Materie), deren zwei Häupter aus dem einen Haupt zwischen den Schwingen herauswachsen, steigen die Stämme entlang herab, in enger Umarmung verschlungen. Die beiden Schwänze verbinden sich auf der Erde (im geoffenbarten Weltall zu einem, und dies ist die große Täuschung, o Lanu!“

H.P.Blavatsky Die Geheimlehre

Der eine feinstoffliche Kanal ist abwärts gerichtet und verursacht die Entwicklung vom Geist in den Stoff, hier fließt die Schlangenkraft (Kundalini oder Shakti) in Form einer Lemniskate durch die Lebenszentren nach unten. Über den anderen feinstofflichen Kanal steigt die Schlangenkraft spiralförmig durch die Zentren nach oben. Dies entspricht dem „Rückweg“ von der Materie zum Geist.

Vereinigung der Gegensätze

So liegt die zu bewältigende Aufgabe für uns auf der irdischen Ebene in der Opposition, in der Verschmelzung der Gegensätze Fische-Jungfrau im Bewusstsein:

Wirklichkeit & Realität, Sein & Schein, Ordnung & Chaos, Religion & Wissenschaft, Glaube & Zweifel bzw. prüfendes Hinterfragen, Verschmelzung & Distanz, Reinheit des Fühlens & Reinheit des Denkens, entpolarisierend & polarisierend  (positiv-negativ).

DAS BIST DU

DAS BIST DU – TAT TVAM ASI

Mein Sosein spiegelt sich im Sosein des anderen.

Ich bin ein anderes Du.

Wie innen, so außen, usw.

Die äußere Welt ist ein Spiegel meiner/unserer inneren Welt.

Was haben du und ich = wir gemeinsam? Was sagen wir uns? Was erkennen und erfahren wir miteinander? Und was tun wir füreinander?

Hier kommt die höhere Verantwortung der Erde-Jungfrau-Qualitäten ins Spiel (siehe Blog vom 20.2.22 Teil 1).

Was haben Jungfrau und Fische gemeinsam – an Motiven, Erfahrungen, Erkenntnissen, Idealen und Zielen?

Jungfrau und Fische gehören zu den beweglichen, veränderlichen Zeichen und sind mit dem Prinzip der Veränderung und Wandlung auf diesem Planeten vertraut. Dazu gehören Erfahrungen von Unbeständigkeit, von wechselnden Beziehungen, Umständen und Bedingungen, von schwankenden Gefühlslagen, Gedanken des Zweifelns und Hinterfragens. Sie sind beweglich und flexibel in ihrem Denken, anpassungsfähig, offen, verständnisvoll und hilfsbereit. Sie werden durch Liebe und Gefühl motiviert, führen ein Leben in dienender Hingabe für die Menschheit (Fische) durch analytische Arbeit am Detail und der Entwicklung von Unterscheidungsfähigkeit (Jungfrau).

Gemeinsam ist ihnen das Ideal der Selbstlosigkeit (der Bodhisattvagedanke), ihr Dienst am Nächsten, ihr liebevolles Verständnis für die Leiden der Menschen, ihre Sensitivität und ihr Mitempfinden, ihr Streben nach höchster Vervollkommnung, nach Erkenntnis und höherem Wissen, ihr fürsorgliches Empfinden und soziales Verantwortungsbewusstsein, ihre Arbeit am Selbst und im bzw. auch mit dem metaphysischen Bereich.

Beide Tierkreisarchetypen wollen die Welt der physischen Energien und Formen überschreiten, die Ursache des Leidens beseitigen. Beide sind auf der Suche nach überpersönlichen und hohen ethischen Werten, beide suchen nach Wegen und Methoden, um das Leid zu beenden, und beide sind durch das Band der Liebe mit allen Lebewesen verbunden. Und wenn sie erkannt haben, dass das Selbst die Ursache allen Leidens ist, streben sie nach der Überwindung und Transzendierung des Selbst – die Jungfrau durch Disziplin und Arbeit, die Fische durch Hingabe. Beide sind höchst empfänglich für die Impulse und den höheren Plan der Seele aus dem Inneren.

Dank des Vollmonds wird diese Thematik jetzt sichtbar und erkennbar. Wir ernten, was wir gesät haben. Wir erfahren das Prinzip des Ausgleichs. Wir lernen, durch Liebe zu verstehen und durch Weisheit zu erkennen. Wir erkennen unsere Beziehung zu allem, was ist. Wir bleiben innerlich ausgerichtet auf unsere Mitte, bleiben in der Ruhe und im Gleichgewicht.

eure Sundra /Mechthild

Balance of Independence (Öl auf Bütten)

Quellen zum heliozentrischen Horoskop: Heidi Treier und Sibylle Sulser „Das heliozentrische Horoskop“, astronova, Tübingen, 2014 – Huber: „Aspektbild-Asgtrologie“, API-VerlagAdliswil/Zürich, 1999 – Hans-Hinrich Taeger „Astro-Energetik“, Papyrus Verlag, 1987

Vollmond am 23.11.2018

ich kann auf diesem WordPress Blog wegen technischer Schwierigkeiten meine Inhalte nicht mehr anbieten – weiche daher aus auf meine Webseite http://www.sundra.eu

Hier findet ihr unter AKTUELLES  (anklicken!) den Neumond und den Vollmond-Beitrag von November 2018.    

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Die Sabischen Symbole der kardinalen Eckpunkte

 

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MANDALA Garten der Menschheit

 

Die kardinalen Eckpunkte im Horoskop

Die Bilder und Szenen der Sabischen Symbole ermöglichen im persönlichen Horoskop eine intuitive Deutung von Planetenstellungen, sensitiven Punkten und vor allem der vier Eckpunkte im Horoskop. Auch die Sonnenstellung und die Mondtyp-Analyse können durch die Deutung der Sabischen Symbole bereichert werden.

Die wichtigsten Punkte und Tierkreisgrade im persönlichen Geburtshoroskop sind die vier kardinalen Eckpunkte: ASZENDENT – DESZENDENT – IMUM COELI – MEDIUM COELI. 

 

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Fische-Mandala

Die vier Ecken des eigenen Sternen- oder Himmelsraums, die den Sternenhimmel im Osten und Westen, im Süden und Norden symbolisieren, können uns für die Orientierung im Leben nützlich sein. Die polaren Hauptachsen der waagrechten AS-DS-Linie und der senkrechten IC-MC-Linie bilden ein Fadenkreuz, das den Tierkreis (den ganzen Raum) in vier Quadranten aufteilt und sinngemäß Auskunft über vier wichtige Lebens- und Sinnfragen gibt.

 

 

 

Der »Vier-Ecken-Rat« im Horoskop

 Der „Vier-Ecken-Rat“ sitzt in unserem Horoskop. Wenn wir den „Rat der Vier“ zu unserem Leben befragen, gibt er uns mit Hilfe der Sabischen Symbole Auskunft. Besonders fruchtbar empfinde ich den Austausch in einer Astrogruppe oder in einer persönlichen Beratung. Im gemeinsamen Gespräch, Erleben und Assoziieren der vier Eckpunkte mit den dazugehörigen Symbolen entdecken wir die Rahmenstruktur unseres Geburtshoroskops und freunden uns mit ihr an.

Eingewickelt in eine vierteilige bildhafte Symbolik finden wir unser Lebensthema, wie wir es optimal verwirklichen können, wohin es uns führt und zu welchem Zweck. Kreative Traumarbeit, Malen, Schreiben und Assoziieren unterstützen diesen Prozess, führen uns tiefer hinein und weiten unseren Blick für das größere Ganze. Nach Tagen, Wochen oder auch erst nach Jahren sind wir in der Lage, den möglichen SINN unserer Erfahrungen und unseres Daseins für uns herauszukristallisieren.

 

Die vier Fragen

Folgende vier Fragen können wir mit den Eckpunkten eines jeden Horoskops in Verbindung bringen. Die vier Sabischen Symbole dieser Tierkreisgrade geben uns Antworten auf das WAS (Aszendent), WOHIN (Deszendent), WIE (Nadir, IC) und WARUM (Zenit, MC).

  •  Was ist mein Geburtspotenzial? Welche Art von Erfahrung lässt mich entdecken, wer oder was ich wirklich bin? (AS)
  • Wohin (zu welchen Begegnungen/Sichtweisen) führt mich dieses Potenzial? (DS)
  • Wie handle ich am besten, um Erfolg zu haben? (IC)
  • Warum bin ich hier? Was ist der Sinn, die Vollendung, Bestimmung meines Daseins? (MC)

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Wer möchte, kann auch diese vier Fragen stellen:

  •  „Wer bin ich?“ oder „Wodurch erfahre ich mich?“ (AS)
  • „Wohin gehe ich?“ (DS)
  • „Woher komme ich?“ oder „Worin bin ich verwurzelt?“ (IC)
  • Was ist der Sinn/das Ziel meines Lebens?“ (MC)

 

Neben der Bildsymbolik achten wir auch auf die Lage der vier Ecken im ganzheitlichen Gefüge des Tierkreises. Welche Sequenzen in welchem Akt sind betroffen? Welche Stufe im Fünferzyklus wird beschrieben? Wird uns vielleicht eine Technik gezeigt (4. Stufe) oder die Verwirklichung einer letzten Stufe in einem Erkenntnis- oder ERfahrungsprozess (5. Stufe)?

 

Die Sonne als individuelle Kraftquelle 

 

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„Sonnenträger“ (Gouache“)

Haben wir neben dem ersten Eindruck auch schon eine Ahnung von dem Rahmenpotenzial bekommen, schauen wir uns auch die Sonne und ihr Symbol an.

Innerhalb des symbolisch gesteckten Rahmens und Erfahrungspotenzials (AS-DS, IC-MC) will sich unsere Sonne als Persönlichkeit und Selbst verwirklichen. Das Sabische Symbol für den Tierkreisgrad der Sonne gibt Hinweise auf die Identität, das Verhalten und die Kraftquelle in unserem Innern.

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Mit der Sonne in einem der vier Quadranten (hier „Akt“ genannt) will sich unser Lebenspotenzial in einem bestimmten Daseinsbereich (Akt) verwirklichen und entfalten:

 

  •  im körperlichen Bereich des I. Quadranten durch Selbst-Durchsetzung/ Selbst-Absicherung/Selbst-Darstellung,
  • im Seelen- und Gefühlsbereich des II. Quadranten durch Selbst-Hingabe/ Selbst-Verwirklichung/ Selbst-Bewusstheit,
  • im geistigen Bereich des III. Quadranten durch Selbst-Ergänzung/ Selbst-Überwindung/Selbst-Einsicht oder
  • im transzendenten oder schöpferischen Bereich des IV. Quadranten durch Selbst-Beschränkung/ Selbst-Erneuerung/ Selbst-Auflösung und -Überschreitung.

 

Der „Vier-Ecken-Rat“ für ein Traum-Horoskop

Wenn wir uns die Uhrzeit eines wichtigen Traums aufgeschrieben haben (die Aufwachzeit), können wir die vier „Ecken“ und ausgewählte Planetenstellungen des Traum-Horoskops mit den Sabischen Symbolen intuitiv deuten und dabei manche Übereinstimmung oder Bestätigung mit den Traumsymbolen und der Traumhandlung entdecken. Für die Untersuchung der „vier Ecken“ im Traumhoroskop erhalten wir die symbolische Antwort auf folgende Fragen:

  • Was ist die momentane Situation im Traum? Worum geht es?
  • Wohin führt das Traumgeschehen? Was kommt dabei heraus?
  • Wie verhalte ich mich am besten? Auf welcher Grundlage handle ich am besten?
  • Was ist das letzte, höchste Ziel, der Sinn des Traums? Was will bewusst werden?

 

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Mandala „Kosmos“

 

Die vier Ecken im Ereignishoroskop

Nach dem gleichen Schema können wir auch jedes Ereignishoroskop nach seinem Thema, der verborgenen Grundlage, den dharmischen oder karmischen Resultaten und seinem Sinn „abklopfen“, um das Ereignis aus einer ganzheitlichen Perspektive verstehen zu können.

Auch die NEUMOND- und VOLLMOND-Horoskope gehören dazu. Beispiele dazu finden sich auf meinem alten Blog ex-pan-vision

hier: Gedanken zum „Schleier der ISIS“ nach den Terror-Attentaten von Paris am 13.11.2015 – Der Neumond vom 11.11.15 für Paris

 

Ich wünsche euch / Ihnen einen reichen Erkenntnissegen bei der kreativen Arbeit mit den Sabischen Symbolen. Für mich sind und bleiben sie die schönste Entdeckung und der größte Schatz in den astrologischen Veröffentlichungen des 20. Jahrhunderts.

Sternengrüße von Sundra

 

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Lungenmandala