Mars – Uranus Konjunktion am 20.01.2021

„Es werde Licht“ (nach Nikolaus Flamel)

Tauziehen zwischen Stier und Wassermann

Seit Uranus im Erdzeichen Stier seine Rückläufigkeit beendet hat und wieder direkt laufend ist (14.1.21), wird es zunehmend turbulenter. Wohin man schaut – Veränderung und Umbruch. Die Dinge kommen jetzt sehr rasch in Bewegung…  die Beschleunigung ist kaum nachvollziehbar… die Steine kommen ins Rollen und lassen sich nicht mehr aufhalten. Wir sind aufgefordert, unmittelbar auf jede Veränderung flexibel zu reagieren.

Uranus im Stier will die Beschränkungen und Grenzen sprengen, will die sozialen Unterschiede und Ungerechtigkeiten aufheben, er steht für Freiheit, Innovation, Rebellion, plötzliche Umbrüche, Durchbrüche und eruptive Ausbrüche, Ungehorsam und Unberechenbarkeit.

Diese Konstellation wird nicht nur große Ein- und Umbrüche in der Wirtschafts- und Finanzwelt mit sich bringen, sondern auch Katastrophen aller Art aus Natur, Umwelt und Technik. Wir werden an unsere globale, soziale und menschliche Verantwortung erinnert. Wirtschaft, Handel, Fortschritt und Wachstum wird es in Zukunft nur noch in Übereinstimmung mit Mutter Natur, mit liebevollem Respekt für die Tier- und Pflanzenwelt  und mit Rücksichtnahme auf die Ressourcen unseres Planeten geben.

Es ist eine Zeit mit einer Fülle neuer Ideen und Lösungen, die spontan und intuitiv gefunden werden von unterschiedlichen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen. Sie forschen, experimentieren und revidieren wieder, suchen nach praktischen, umsetzbaren Lösungen, die dem Wohle aller Menschen auf diesem Planeten dienen.

Die neuen Wassermann-Energien, die mit der Großen Konjunktion von Jupiter-Saturn am 21.12.2020 ihren Einzug hielten, wollen sich jetzt auf breiterer Ebene durchsetzen: bis zum 21. Januar versammeln sich fünf Planeten im Wassermann. Die Einschränkungen (Kontakt- und Reiseverbot) werden zunehmen, was zu immer mehr Unruhen und Aufbegehren führt. Die rebellische Stimmung steigert sich, es beginnt ein Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung, die Menschen ermutigen sich gegenseitig zu Taten, die sie sich sonst nicht zugetraut haben.

Die beiden fixen Zeichen Stier (Erde) und Wassermann (Luft) stehen im Quadrat zueinander, scheinen so unvereinbar wie Liegen und Fliegen, Bindung und Freiheit, Zentripetal- und Zentrifugalkraft – siehe hierzu den anschaulichen Blogbeitrag Fliegen oder Liegen – Stier vs. Wassermann. So fordert das Quadrat zwischen Jupiter und Uranus eine gerechtere Verteilung der knappen Ressourcen, einen gleichwertigen Zugang aller Menschen zu Wasser, Nahrung, Medizin und Bildung.

Im individuellen Leben ruft uns die Wassermann-Energie zu einer klaren Stellungnahme auf. Wir dürfen zeigen, wo wir stehen, für welche Ziele wir eintreten und welchem Weg wir folgen. Das „Flagge-zeigen“ haben wir schon im letzten Jahr üben können. Jetzt ist es wichtig, einen Wirkungsbereich und einen Ausdruck für die starken schöpferischen Energien zu finden, denn wenn sie unterdrückt werden, gibt es große Spannungen auf sozialer wie körperlicher Ebene. Da können schon mal ein paar Sicherungen durchbrennen. Wir werden auf viele Arten getestet werden, ob wir auch unter dem zunehmenden Druck der Umstände uns selbst und unserem Weg treu bleiben. Dazu dient bis zum nächsten Vollmond auch der Rückzug in den eigenen Innen Tempel, der uns schützt und stärkt und dafür sorgt, dass wir unsere jungen schöpferischen Energien nicht verausgaben. Wenn wir uns treu bleiben, nicht bei allem mitmachen, gleiten wir trotzdem schnell in die Stellung eines Außenseiters hinein, auch wenn wir nichts falsch machen. Jeder Einzelne entscheidet hier in Eigenverantwortung, ob und wenn ja, in wie weit er sich dem Druck des Kollektivs und alten Systems anpasst, beugt oder unterwirft. Bitte versteht, die achtsame Hinwendung zu euch selbst ist ein Akt der Selbstliebe und Selbstachtung. Damit bringt ihr eurem strahlend leuchtenden Selbst Respekt und Liebe entgegen.

Mars trifft am 20.1. auf Uranus im Stier

Uranus ist eine schöpferische Ursprungskraft, eine evolutionäre und revolutionäre Energie, die den Menschen zur Weiterentwicklung drängt, zum Sprung in mehr Selbstbestimmung und Freiheit. Am 20. Januar trifft Mars auf den Uranus im Stier und es wird eine Art notwendigen Quanten- oder Mutationssprung geben, ein Sprung aus der alten Form, aus alten Lebensbedingungen, alten sozialen Bedingungen oder Berufsbedingungen. Lang unterdrückte geistige Impulse werden frei! Die Menschen befreien sich aus Situationen von Bevormundung, Unterdrückung, Manipulation, Erniedrigung. Mars, das aggressive Potenzial zur Eigendurchsetzung, wirkt in dieser Konstellation als Pusher, Antreiber und „Austreiber“ der schöpferischen Kraft (Uranus).

Diese Konstellation enthält den Samen des Zukünftigen und wird für viele Jahre wegweisend für die Menschheit sein. Etwas Neues, noch Unbekanntes, kommt als Ursprungsbild in die Welt, das von einigen offenen kreativen Geistern und Pionieren der Neuen Zeit unmittelbar aufgenommen und von ihnen weitergetragen wird – schnell, eruptiv und heftig. Mit jedem Neuen ist es so, dass wir es am Anfang nicht einschätzen können, ob es gut oder schlechtfür uns ist. Am besten lassen wir es geschehen und schauen, wie es sich entwickelt und auf uns wirkt. Es erscheint uns nur so lange „neu“ und unbekannt, bis wir es in unser Leben integriert haben.

Die bisherigen existenziellen Bedingungen dienen den Menschen nicht mehr, sind seiner Entwicklung nicht mehr angemessen, sowohl individuell persönlich als auch sozial und global auf diesem Planeten. Wir erleben es seit einem Jahr und verschärft in diesem Jahr, wie der Corona bedingte Lockdown viele Wirtschaftszweige einfach lahmlegt (Gaststätten, Hotelgewerbe, Tourismus, Freizeit…). Sehr viele Menschen müssen sich nun eine neue Existenzgrundlage schaffen und gehen dabei auch sehr kreativ vor.

Schlüsselwörter zu Mars/Uranus

– Die notwendige Mutation

– Ein Angebot zur (R)Evolution

– Sprengung der Norm

– Raus aus der Fremdbestimmung – rein in die Selbstbestimmung

– Sprung in eine größere Eigenständigkeit

– spontanes, befreiendes Handeln

– explosive, ungehaltene Energie

– Ein Blitz aus heiterem Himmel

– Der freie Fall aus der Luft

– Erdbeben

– Das Aufrechte knickt um, bricht oder mutiert aus der Form

– Körperlich: schwache Wirbelsäule, gebeugter Rücken, Bindegewebsaffektionen, Lumbalgien (Hexenschüsse), nervliche Überreizung, Nervenschwäche, Ischias, Eisenmangel (Die Astro-Medizin empfiehlt hier Ferrum phosphoricum/Eisenphosphat)

– psychisch/geistig: positiv: Mehr Freiheit und Unabhängigkeit, Mut und Spontaneität, eigenständiges Denken, Individualität und Selbstausdruck, Wahrnehmen, Fühlen und Entscheiden; Rebellion gegen jede Art von Abhängigkeit (geistig, mental, emotional, wirtschaftlich) von Vorgesetzten, von überlegenen, unterdrückenden, dominanten manipulativen Menschen; Lösen aus Fremdbestimmung jeglicher Art; Verlassen des gesellschaftlichen Glaubenssystems;

 negativ: Unsicherheit, Existenzangst, Angstzustände aus Aggressionsverdrängung, Hemmungen, Entscheidungslosigkeit, Neigung zu Anlehnung und Fremdbestimmung; sich über die Glaubenssysteme anderer definieren, Reizbarkeit, Überreaktion durch Aggressionsstau.

Wer z.B. wegen erhöhter Existenzangst oder einer labilen wirtschaftlichen Lage das Angebot zur Veränderung des Lebens, zur Veränderung der bisherigen Sozialstruktur und das Angebot zum r-evolutionären Ur-Sprung in neue Bedingungen nicht annimmt und aus den alten Bedingungen nicht heraus will, muss erfahren, dass er handlungsgelähmt und ohne Abwehr ist. In diesem Zustand wird er leicht das Opfer von Übergriffen durch die Umwelt, zieht wie ein Magnet die Unselbständigen und Parasiten an, die nur aus fremden Organismen leben können. Hierzu gehören auch Viren und Parasiten.

Mars-Uranus Konjunktion 20.1.2021 um 21.38 h MEZ Berlin

Am Tag der genauen Konjunktion von Mars-Uranus findet in Washington die Amtseinführung des neuen Präsidenten statt. Am Beispiel des scheidenden Präsidenten Trump können wir beobachten, wie jemand, der aus der alten Sozialstruktur und seinem alten „Rollenschlüpfer“ nicht heraus will, die phänomenale Variante der Mutation lebt: Er will innerhalb des bestehenden Systems der Größte und Beste sein, will Gigantisches erreichen oder bezwingen.

Mars-Uranus als Transit im eigenen Horoskop

Schaut in eurem Geburtshoroskop nach, in welches Haus die Konjunktion von Mars-Uranus auf 7° Stier fällt. In diesem Lebensbereich (Haus) werdet ihr zur bewussten Evolution (REvolution) aufgerufen, um bewusst am Prozess der Schöpfung mitzuwirken. In diesem Bereich erwacht eure eigene Kreativität als göttliche Gabe zur Erfüllung eures Lebenssinns. Hier erfahrt ihr euer Potenzial der eigenen Vollständigkeit und Ganzheit, entwickelt euch zu Selbständigkeit und Unabhängigkeit.

Dieser Bereich ist euer mythischer Neuer Garten der Ko-Kreativität, in dem ihr zu „Gott“, eurer eigenen Essenz und Ursprungskraft, zurückkehrt. In diesem Garten lernt ihr als junge, universale Menschen, eure neuen schöpferischen Kräfte weise zu lenken, ethisch und voller Liebe für die Evolution der Spezies Mensch und allen irdischen Lebens.

An diesem Ort, in diesem inneren Heiligtum in euch, tritt die weibliche Mitschöpferin EVA hervor, als Führerin auf die nächste Stufe der Evolution. Im Horoskop nach der Huber-Koch-Methode und deren Aspektarium erkennen wir sehr schön die Steinbock-Venus am Ende der Planetenkarawane im 4. Haus, während die Lilith auf 11° Stier zusammen mit Mars-Uranus im Stier vorangeht. Das männlich-schöpferische Samenpotenzial von Mars-Uranus wird flankiert von den weiblichen Mitschöpferinnen LILITH und der Mondin. Noch weiter vorn in den Zwillingen der Nördliche Mondknoten, der in die Zukunft weist.

Doch die beiden Planetenballungen im Stier und im Wassermann stehen im spannungsreichen Quadrat (rot), was nichts anderes heißt, als dass die weiblichen Energien (Lilith, Mond, Venus) als ein empfängliches, offenes und fürsorgliches Bewusstsein für die Natur und das Weibliche unbedingt in die Weiterentwicklung miteinbezogen werden müssen, wenn wir nicht an Angst, Enge und Selbstbegrenzung ersticken wollen.

Auch das Sabische Symbol der Konjunktion weist auf das Weibliche hin, die Begegnung von Jesus mit der Frau aus Samaria am Brunnen. Schon beim Vollmond im Krebs vom 30.12.2020 befand sich Uranus auf diesem 7. Grad im Stier: Die Frau aus Samaria am Brunnen“. Dort speist sie mit ihren geistigen Wasserwellen (Sextilen und Trigonen) diesen kreativen Dezember-Vollmond – so wie wir hier und jetzt aufgefordert sind, unseren Geist mit positiven schöpferischen Imaginationen zu erneuern. Ebenso bei Neumond mit SOFI am 14.12.20 befindet sich Lilith, die archaische, eigenwillige, freie und schöpferische Energie des Weiblichen auf diesem vereint mit Uranus.

Ausgerechnet dieser unbezähmbaren, freien (unverheirateten) Frau, die von der Gesellschaft ausgeschlossen und gering geschätzt ist, offenbart sich der zukunftsweisende, schöpferische Geist des Messias, des Gottessohnes. Und er offenbart sich eben nur diesem weiblichen Bewusstsein, das der alten sozialen Ordnung und den traditionellen Bindungen nicht angehört.

Dane Rudhyar schreibt dazu: „Die schöpferische Zukunft steigt zuerst zu dem hernieder, was Chaos geworden ist. Eine alte Ordnung ist niemals offen für eine neue Offenbarung, bevor sie nicht die Unordnung im Namen dessen angenommen hat, das sich allen Formen der Ordnung unterwirft und diese übersteigt: die Liebe.“

Das Symbol des Brunnens führt auch zum alchemistischen Merkurbrunnen, einem Gefäß (vas hermeticum), in dem die Wandlung geschieht. Es mag eine Metapher sein für den Seelengrund als ein Gefäß, in dem sich das göttliche Wasser oder das finstere Meer, oder das Chaos befindet. Als Archetyp steht der Brunnen für Heilung, Verjüngung, ewiges Leben oder seelische Wiedergeburt. Er ist das sprudelnde Urbild des Lebendigen, der Urschoß, aus dem der Mensch schöpft.

Dieses Symbol entspricht also dem Saatgedanken, der für die nächsten Jahrzehnte Gültigkeit hat. Es offenbart die neue Seinsqualität, in der wir einander wirklich begegnen können – als Götter und Göttinnen, als Mitschöpfer und Mitschöpferinnen – in Augenhöhe. Das Symbol offenbart den Heiligen Geist als weibliche Kraft, als Schöpferin und Mitschöpferin beim Sprung auf die nächste evolutionäre Ebene. Diese neue Seinsqualität des Weiblich-Schöpferischen ist von solcher Kraft, dass sie die alte Ordnung und die alten Muster vom Platz verweist.

Ich bin die Göttliche Komödie

Es folgt nun eine Liste der 12 Häuser mit dem jeweiligen Lernthema oder Angebot, die höchsten Qualitäten und Tugenden dieses Lebensbereichs zu entfalten, wenn Mars-Uranus diesen Bereich aktiviert. Hier besteht also ein großer Bedarf an Mut, Unabhängigkeit, Eigenständigkeit, schöpferischer Leidenschaft und einzigartiger Ausdruckskraft. Hier mutieren wir zu evolutionären Frauen und Männern, befreien uns vom Drang zu dominieren oder uns zu unterwerfen, suchen die mitschöpferische Partnerschaft. Hier entfalten wir unser göttliches Potenzial der eigenen Ganzheit. Hier offenbart sich unser Genius-Code als Quelle unserer einzigartigen Kreativität und Ausdrucksweise.  Fülle den hier angegebenen Mangel mit deinem ganzheitlichen Potenzial auf! (Bitte auch die Aspekte zu 7° Stier beachten!)

  • Haus 1: Mangel an Selbständigkeit + Handlungsfähigkeit. Spontanes befreiendes Handeln ist angesagt. Mut zum Eigensinn und Ungehorsam. Gottheit: Tyr oder Skadi. Musikstück: The Riot of Spring von Dmitri Kourliandski/Theodore Currentzis.
  • Haus 2: Mangel an ökonomischer + sozialer Selbständigkeit. Die eigenen Wertvorstellungen (jenseits der Norm) frei zum Ausdruck bringen. Unabhängigkeit von Geld und Status. Frei leben ohne Versicherung. Statt diverser Seitensprünge den Sprung nach vorn wagen. Mut zur Kulturrevolution.
  • Haus 3: Mangel an selbständiger Intelligenz & Lernfähigkeit. Gefahr der Fremdbesetzung und Infiltration. Rastloser Geist. Trau deinem Genius-Code. Eigene Art zu lernen. Spontanes Erfassen von Synergien und Assoziationen. Spontaner, intuitiver Ausdruck. Gottheit: Hermes-Merkur, Toth.
  • Haus 4: Mangel an emotionaler Unabhängigkeit. Gefahr der Fremdbesetzung: das Kind lebt das Leben der Mutter. Lernaufgabe: Sich lösen vom Mutterprinzip. Mut zur Selbstbestimmung und seelischen Eigenständigkeit. Aufforderung zum Ungehorsam, zu den eigenen Gefühlen stehen. Gottheit: Lilith.
  • Haus 5: Mangel an unabhängig-ganzheitlichem Selbstwertgefühl. Befreiung von fremden Identitäten („Rollenschlüpfern“). Dein Genius-Code braucht viel Freiraum. Bringe dich GANZ ein. Sei frei und kreativ.
  • Haus 6: Mangel an individuell-selbständiger Vernunft. Lass dich nicht vereinnahmen oder verrückt machen. Sei verrückt. Sei dein eigener Chef. Mach die Dinge auf deine eigene Art, im eigenen Rhythmus, in freier Gestaltung, mit Freude.
  • Haus 7: Mangel an selbständiger Beziehungsfähigkeit. Eine feste Beziehung um jeden  Preis? Stehe zu einer freien Beziehung. Sei selbst frei. Liebe dich selbst. Sei offen für geistige Partnerschaften und freiheitsliebende Gleichgesinnte. Sei ein Mitschöpfer.
  • Haus 8: Mangel an ganzheitlicher Wahrnehmungsfähigkeit. Festhalten an wirtschaftl. Abhängigkeiten aus Angst vor kollektiver Strafe. Hinterfragen von kollektiven Wertmaßstäben. Mut, sich aus weltanschaulichen Abhängigkeiten zu lösen. Befreiung von Ängsten. Eigene Überzeugungen und Werte leben. Hol dir die Rippe von Adam zurück und sei selbst ganz!
  • Haus 9: Mangel an ganzheitlicher Entscheidungsfähigkeit. Sei ein revolutionärer und freier Geist. Eigensinnig den Sinn verkünden. Entfalte dein volles, evolutionäres Potenzial. Sei frei, dein Bestes zu tun und zu sein. Wähle für dich den Weg der Entfaltung in den voll verwirklichten universalen Menschen. Sei Wegbereiter und Vorbild in der bevorstehenden Mutation der gesamten Spezies.
  • Haus 10: Mangel an Unabhängigkeit & Eigenverantwortung. Schicksalsschläge sind vorprogrammiert und willkommen. Aufrüttelnde, traumatische Schocks helfen beim Aufbrechen verkrusteter Strukturen. Deine Berufung? Überwinde dich selbst! Sprenge die Ringe Saturns! Vertraue der Resilienz, dem Leben und deinem schöpferischen Genius: Siehe ich mache alles neu!
  • Haus 11: Mangel an Selbstfindung, Selbstbefreiung und Rebellion. Tanze deinen Traum wach! Befreie dich von deinem alten Selbst, von den gesellschaftlichen Rollenschlüpfern und Masken! Du bist hier, um dich selbst zu erneuern und dein Zukunftspotenzial zu entfalten, den universalen Menschen. Halte Ausschau nach ko-kreativen Freunden, Mitschöpfern und Mitschöpferinnen, aufgestiegenen Meistern und Meisterinnen, selbstverwirklichten Yogis und Bodhisattvas. Jede Neuerung ist eine (R)evolution
  • Haus 12: Mangel an Autonomie und Selbstbestimmung. Kreatives Verarbeiten von Traumbildern, Visionen, Begegnungen mit Archetypen und Schatten. Kontemplation, Meditation und Yoga. Bewusst den Rückzug, die Stille, die geistige Versenkung wählen als Weg zur Vereinigung mit Gott. Akzeptieren von Schwäche, Krankheit und Niederlagen. Die kosmische Geliebte und göttliche Mutter überschüttet dich mit Gnade. Du trägst das Evolutionspotenzial der Ewigkeit in dir.

Für Deutschland (Berlin) fällt die Mars-Uranus-Konjunktion in das 8. Haus. Für Washington aktiviert sie das 11. Haus.  Für weitere politische Infos, mehr Hintergründe und einen interessanten Vergleich zwischen Trump und Hitler siehe den Astrogeography Blog von Georg Stockhorst, der mir sehr geholfen hat. Herzlichen Dank!

Bodhicitta – das Herz der Erleuchtung (Acryl)

Ich freue mich auf die Neue Energie, bin bereit zum Sprung. Bei mir werden das 11. Haus (Koch-Häuser) und das 12. Haus (Placidus-Häuser) aktiviert.

Ich freue mich auf euer Feedback.

Sternengrüße von

Sundra

Tag der Vergebung

Mandala Akzeleration (Aquarell)

Mein Tag beginnt mit einer Anrufung der violetten Flamme, die sich in meinen Heil-Meditationen immer öfter zeigt. Wegen zunehmender Sehverschlechterung mache ich mehrmals am Tage eine Pause und lege mich hin, um bewusst über die Hände den Augen Energie zuzuführen. Dabei erscheint oft ein violettes Licht in verschiedener Farbintensität und Abstufung – von Magenta und Pink bis zum tiefdunklen Violett. Die violette Flamme ist mir noch aus früheren Studien der esoterischen Astrologie und der Wissenschaft von den Sieben Strahlen bekannt – als 7. Schöpfungsstrahl der Transformation und Heilung, der durch den universellen Meister Saint Germain* gelenkt wird.[1] Wann immer wir uns der Schattenarbeit, der Auflösung karmischer Muster und den Heilkräften widmen, können wir die heilenden und transformierenden Energien des violetten Lichts anrufen.


[1] Saint Germain, einer der so genannten aufgestiegenen Meister, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Menschheit offenbart wurden.

Der 7. Strahl (Aquarell)

Nach der Meditation verspüre ich das Bedürfnis, einen dieser Meister um Hilfe und Unterstützung zu bitten und formuliere die Frage: Welche Meister-Energie will sich jetzt durch mich, in mir oder in mich (hinein) inkarnieren und manifestieren?

Ich erinnere mich an das Buch mit Kartenset „Die Gegenwart der Meister“ von Jeanne Ruland und der Malerin Iris Merlino, das mir schon manche Inspiration geschenkt hat. Als erste Karte ziehe ich KUAN YIN, den weiblichen Bodhisattva der Barmherzigkeit. Sie ist im asiatischen Raum die Verkörperung der göttlichen Mutter des Mitgefühls, der Barmherzigkeit und Gnade. Ihr Name bedeutet „Sie, die die Schreie und flehenden Rufe der menschlichen Welt sieht und erhört.“

Ähnlich wie die christliche Maria und gnostische Sophia verkörpert auch Kuan Yin die jungfräuliche Weltenmutter, den weiblichen Part des Schöpferlogos. Sie ist auch identisch mit Avalokiteshwara, dem Bodhisattva, der die göttliche Eigenschaft des Mitgefühls verkörpert. In ihrer weiblichen Gestalt wird Kuan Yin oft mit wallenden Gewändern und barfuss laufend dargestellt, in ihren Händen eine umgekehrte Vase haltend, aus der ihr Strom des Mitgefühls als göttlicher Segen in die Wesen einfließt. Das erinnert an die Wassermann-Energie und die Tarot-Karte Nr. 17 Der Stern.

Ich habe diese Gestalt niemals gesehen, doch der reiche himmlische Segen, der Fluss göttlicher Gnade ist schon oft über mich ausgegossen worden, hat mich erquickt, mir wieder auf die Beine geholfen. Diese Momente sind immer sehr intim, rein und voller Glückseligkeit.

DANAE (Aquarell)

Die Praxis: Arbeit mit dem violetten Licht

Wie ich im Blog über die Neumond-Energie vom 13.1.21 schrieb, eignet sich diese Zeit besonders für die innere Einkehr im eigenen Inneren Heiligtum. Darum mache ich hier mal meine innere Arbeit transparent, auch um euch zu inspirieren und Mut zu machen. Die Arbeit mit dem violetten Licht ist sehr kraftvoll und reinigend. Sie kann im Stehen oder Sitzen, am besten nach der Meditation gemacht werden.

Atme ein paar Mal tief ein und aus und stelle dir dabei das violette Licht als ein Feuer der Vergebung vor. Ziehe nun die violette Flamme durch deine Füße und durch alle Chakren hoch bis in dein Bewusstsein. Das kann im Ajna-Chakra (Dritten Auge) oder im obersten Scheitelchakra (Sahasrara) sein. Stelle dir nun vor, wie die violette Flamme alle geistigen, mentalen und emotionalen Gifte aus dem Körper herauszieht und umwandelt.

Sobald du vor deinem inneren Auge das violette Licht wahrnimmst, rufe KUAN YIN, die Göttin der Gnade und des Mitgefühls mit deinen eigenen Worten an…

… Bitte sie um Hilfe für dein besonderes Problem in einer bestimmten Situation…

… Zeige deine Bereitschaft zur VERGEBUNG, indem du dreimal sprichst:

      Ich vergebe! Ich vergebe! Ich vergebe!

… und nun zähle auf, wem du alles vergibst, wer oder was dich einmal in irgendeiner Weise, zu irgendeiner Zeit, aus irgendeinem Grund verletzt oder falsch behandelt hat…

  • Ich vergebe diesem und jenem Menschen …
  • Ich vergeben diesem /jenem Zustand oder Ding …
  • Ich vergebe diesem/jenem Ort, diesem Land / dieser Gegend…

und befreie mich jetzt von aller Schuld, die ich mir selbst und dem Leben gegenüber auferlegt habe.

Rufe das Gesetz der Vergebung und des Ausgleichs an – für dich selbst – für die ganze Menschheit – für allen Missbrauch von Gottes heiliger Energie seit Beginn der Schöpfung.

Danke für die Möglichkeit der Vergebung und sprich wieder dreimal:

Vergib mir! Vergib mir! Vergib mir!

Und so wie dir Vergebung widerfährt, gib diese auch als Liebe und Güte an andere weiter und gleiche damit alle früheren Schulden dem Leben gegenüber aus, die sich vielleicht noch in irgendwelchen dunklen Schattenbereichen deines Bewusstseins finden mögen.

Danke für dieses Gesetz der Vergebung und danke für die Gnade, das Leben jetzt frei vom Rad des Karma lieben zu können.

Danke als göttliches ICH BIN – als Gottes Licht in Tätigkeit.

ENDE der Anrufung.

Heiliger Quintenzirkel

Als ich um Vergebung für die Orte kam, floss es spontan aus mir heraus: Ich vergebe dem Sauerland (habe oft abwertend davon geredet und gedacht) … ich vergebe den Germanen, die hier im Land im ersten Jahrhundert ihre Seherin Veleda an die Römer verraten und umgebracht haben… ich vergebe dem Ort Alexandria…. ich vergebe den Christen, die Hypatia auf grausame Art zerstückelt haben… ich vergebe den unwissenden Menschen, die Frauen und Männer als Hexen verbrannt haben … ich vergebe Kirchen und religiösen Organisationen… usw.

Als der Tränenfluss versiegt war, trat große Erleichterung ein. Und als ich die nächste Karte der ARYA TARA sah, kam mir gleich ihr Mantra OM TARE TUTTARE TURE SOHA in den Sinn – Freude und Glückseligkeit flossen in mich ein…

Und dann ging es auch schon weiter mit der Vergebung…  und der Musik von Oliver Shanti & Friends…

Sternengrüße von Sundra

Vollmond im Krebs 30.12.2020

Krebs-Vollmond 30.12.20 4:28 h MEZ Berlin

Willkommen in der Mitte der Raunächte, die gerade von einem intensiv strahlenden VOLLMOND erhellt wird. Dieser Vollmond weist gleich drei Besonderheiten auf .

Er ist in diesemJahr bereits der 13. Vollmond, der als „Hexenmond“ bezeichnet wird und und eine symbolische Zeit darstellt, eine Zeit des Zurückschauens, des Kräftesammelns und des Übertritts in eine neue, wichtige Phase auf diesem Planeten.

Zweitens weist er zwischen Mars und Mond einen eher seltenen Aspekt von schöpferischer Begabung auf, ein Quintil (72°). Und drittens offenbart er eine enge Verschmelzung mit dem Fixstern VEGA im Sternbild Lyra (Leier).

Der Quintil-Aspekt beruht auf der Fünffachteilung des Kreises (360 : 5 = 72). Er entspricht dem Pentagramm und auch dem Weg der Venus durch den Tierkreis. Der fünfzackige Stern weist immer auf mentale Kräfte und die mentale Sphäre hin, die so genannte Noosphäre. Diesen Begriff prägte der französische Philosoph, Naturwissenschaftler, Anthropologe, Paläontologe und Autor Teilhard de Chardin in seinem Buch Der Mensch im Kosmos (C.H.Beck, München, 1981). Die Noossphäre ist die „Denkschicht“ der Erde, hervorgegangen aus Geosphäre, Hydrosphäre und Biosphäre. Sie besteht aus der Vereinigung von Bewusstsein, Kulturen, Technologien und Systemen der ganzen Menschheit, gilt als lebendiger Super-Organismus von fast unendlicher Macht mit sowohl zerstörerischem wie schöpferischem Potenzial.

Die Fünf ist eine besondere Zahl. Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich auf unserem Planeten die Fünferstrukturen erst mit den lebendigen Formen entwickelt haben. Man findet sie nicht in der Welt der Kristalle, doch im Wachstum vieler Pflanzen, in der Anlage der Blätter und Form der Blüten. Auch die menschliche Anatomie zeigt diese pentarhythmische Form der Strukturierung. Es scheint, als ob die am meisten fortgeschrittenen Lebensformen in der Natur vorbereitet würden, zu den Grundsteinen zu werden, auf denen die Aktivität des menschlichen Geistes weiterentwickelt und entfaltet werden könnte, – so Dane Rudhyar in seinem Buch Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein (Kailash/Hugendubel 1984).

Evolution – der Universale Mensch

Im individuellen Geburtshoroskop zeigt das Quintil (oben imVollmond-Joroskop in Gelb eingezeichnet) die schöpferische Freiheit des Individuums an, sein kreatives Material in Formen zu gestalten und/oder für künstlerische Gestaltungen im Sinne der Transformation und Verfeinerung (Sublimierung) einzusetzen. Das erfordert nicht nur großen Mut, es bedarf auch einer genauen Vorstellung vom Werk oder Ziel, das erreicht werden soll und eines starken Willensimpulses.

JETZT, mit Beginn des 14-tägigen VollmondZyklus, wird ein großes evolutionäres schöpferisches Potenzial über die empfängliche Erde und die ganze Natur ausgegossen. Es ist ein Angebot an alle Menschen – kein Muss und kein Zwang – ihr noch ungenutztes kreatives Potenzial zu nutzen und zu gestalten. Die Wassermannenergie mit der Starbesetzung von Jupiter-Saturn beginnt nun mit seinen Ausschüttungen des lebendigen Geistwassers, schenkt Impulse zu neuen Berufungen, setzt neue Bilder, geniale Ideen und synergetische Verbindungen frei.

Wie kann dies individuell erfahren werden?

Wer bereit ist, sein geistiges Potenzial für die Aktivierung des Universalen Menschen voll zu entfalten, wird Freiräume schaffen in seinem Alltag und in seinem Geist, die Sorgen des Alltags ausschließen, sich öfter am Tag in sein inneres Heiligtum zurückziehen, meditieren, sich entspannen oder auch nur ein Nickerchen machen. Bitte legt in diesen Ruhephasen unbedingt etwas zu schreiben neben euch und notiert, was euch an neuen Energien, Bildern, Ideen zufließt. Vielleicht vernehmt ihr auch die zarte, eher abstrakte Stimme eures wahren Selbst oder eine klare Vision, von der ihr euch tief angesprochen fühlt.

Die vitale Energie, der schöpferische Impuls zur Weiterentwicklung und auch die geistige Flamme und Dynamik schenken jetzt allen, die sich angesprochen fühlen, die Kraft und den Mut, ihre Vision auch gestalterisch umzusetzen, die richtigen Mittel und Menschen dafür zu finden. Wir werden geniale Ideen entwickeln, langweilige und scheinbar sinnlose Routinearbeiten umzuwandeln in Tätigkeiten, zu denen wir uns wahrlich berufen fühlen, bei denen wir große Freude empfinden. Wir können zu ganz neuen Berufungen finden und geführt werden, die uns und andere mit neuem Sinn erfüllen.

Der Widder-Mars wird der Motor sein zu dieser schöpferischen Imagination unserer empfänglichen Vollmond-Natur. Ich schaue nach dem Sabischen Symbol und bin gar nicht überrascht. Zu 27° Widder heißt es: „Durch Imagination wird eine verlorene Gelegenheit wiedergewonnen.“

Bewusstseinspfade

Peng – da steht es! Und es trifft mich stark, denn gestern habe ich eine Frage an das I Ging formuliert: Welche Berufung darf ich im nächsten Jahr neu ausbilden oder auch verstärkt anwenden? In welchem Bereich schöpferisch tätig sein?

Als Antwort erhielt ich Hexagramm Nr. 18 Die Arbeit am Verdorbenen (Die Erneuerung) mit drei bewegten Linien (1.4.5. Linie), die zum zweiten Hexagramm führte: Nr. 1 Das Schöpferische.

Die erste Reaktion: Ich erschrecke, das Herz rutscht mir in die Hose…ich fühle das alte Muster der Kindheit…  ich habe etwas falsch gemacht… habe versagt… ich werde ausgeschlossen von der Gemeinschaft der schöpferischen Menschen… ich bin es nicht wert, gerufen, geliebt, belohnt zu werden… usw. Es heißt dann bei der 5. Linie, die umfassende Korrektur der alten Einstellungen könne ich nicht alleine bewältigen – nur mit tüchtigen Gehilfen. Wie beschämend! In dieser Position eines Meisters oder Königs befindet sich ein schlaffer Prinz, ein Weichling. Daher das Gefühl, versagt zu haben.

Im 18. Hexgramm geht es um den Aufruf zur Erneuerung. Das Hemmende, Negative, Erstarrte muss ersetzt werden durch Progressives, Positives, Dynamisches. Dazu gehört, dass der Mensch wieder auf seine innere Stimme hört, die er durch Schichten starrer Dogmen, Lehren und Prinzipien langsam zum Verstummen gebracht hat. Jetzt müssen die alten Ablagerungen in unermüdlicher Arbeit abgetragen werden oder das Schicksal bricht sie auf.

Gleich die 1. Linie betont, dass es für jede Erneuerung mutige Entschlüsse, Taten und beharrlich konsequentes Handeln braucht. Bevor das Schöpferische überhaupt in uns und durch agieren kann, müssen wir uns innerlich von Erinnerungen, Gewohnheiten und gewohnten Tagesabläufen lösen. Das geht nur mit einer klaren und ehrlichen Analyse des eigenen Lebens und der persönlichen Situation und ihren Grundlagen. Der Einsicht in die Notwendigkeit einer Erneuerung müssen dann auch Taten folgen. Hier – ein radikaler Schnitt.

Alle drei durchbrochenen Yin-Linien in diesem Zeichen unterliegen der Wandlung. Das Ego oder die örtlich begrenzte Persönlichkeit hat sich in der Vergangenheit eigensinnig, hart, dogmatisch, stur bis uneinsichtig verhalten, obwohl die offenen Yin-Linien auf Empfänglichkeit deuten. Dadurch, dass man die Möglichkeit zur Erneuerung des eigenen Wesens und zum freien Wachstum bisher nicht genutzt hat, ist man in seiner Stärke und Klarheit geschwächt.

Welchen Kompromissen und Werten haben wir uns im Laufe unseres Lebens verpflichtet und warum? Haben wir gehofft, unseren eigenen Weg und unsere Bestimmung innerhalb der familiären und gesellschaftlichen Strukturen finden zu können? Das Ziel der „Arbeit am Verdorbenen“ ist die Überwindung der falschen Abhängigkeit von den Eltern. Das erfordert von mir, mich von dem Bild, das ich mir von Vater und Mutter gemacht habe, zu lösen. Die Jupiter-Saturn-Konjunktion im Wassermann erfordert eine Auseinandersetzung mit Selbstmitleid (bei einem nicht integrierten Jupiter/Mutter) und Selbstkritik (bei einem nicht integrierten Saturn/Vater). Das ist auch ein Thema der Krebs-Steinbock-Achse, so lange wir uns mit der beschränkten, an Ort und Zeit gebundenen Person identifizieren.

Erst wenn ich den Eltern für ihre Fehler dankbar bin (und nicht für das Gute), für alles, was sie „falsch“ gemacht haben, kann das erfahrene Verdorbene oder Unzulängliche zu einer Kraft werden, meinen eigenen Weg zu verwirklichen. Die Arbeit am Verdorbenen ist eine Schattenarbeit, die einen Bruch mit den inneren Tabus erfordert. Erst durch die Erfahrung des Scheiterns im geistigen Leben (Vater) und im praktischen Leben (Mutter) reife ich zu einem eigenständigen Menschen heran. Schaffe ich es nicht, das überlieferte Elternbild in Frage zu stellen und zu kritisieren, bleibe ich im Bereich menschlicher Reife ein Kleinkind.

Die oberste 6. Linie des Zeichens befindet sich außerhalb der Elternproblematik. Es heißt, der Mensch setzt sich höhere Ziele, entscheidet selbst über seinen Weg. Er wird vom Kosmos / von der inneren Stimme/ seinem essenziellen Selbst an sein evolutionäres Lebensziel erinnert, das jede aktuelle Problematik übersteigt: Vervollkommnung, Erleuchtung, Unsterblichkeit. Er dient dem Göttlichen in sich, entfaltet sein inneres geistiges Potenzial, denn andernfalls würde er in der Falle der Familie stecken bleiben und könnte nicht „das große Wasser durchqueren“. Das Durchqueren des großen Wassers (und das Erreichen des anderen Ufers) steht in der gesamten spirituellen Literatur symbolisch für den Weg des Menschen zur tiefsten, inneren Wahrheit und enthält die Aufforderung, sein Handeln zu entpersönlichen und ins Kosmische auszuweiten. Dem Menschen mit höheren Zielen ist bewusst, dass sein Wirken kosmische Dimensionen erreicht und dem Wohle aller Wesen dient, die guten Willens sind. Damit erfüllt er sich und anderen einen uralten Menschheitstraum und auch einen Traum der Wassermannzeit.

Vision in den Anden

Am Ende dieser Arbeit am Verdorbenen hat der Mensch die Aufgabe, seine eigene persönliche Geschichte aus der Profanität und der bloßen Abfolge der Familiengenerationen herauszulösen und fortan sein Leben als Weltendiener der bewussten spirituellen Mitarbeit am Großen Werk zu widmen. Es gehört zur Aufgabe aller Menschen, sich – wenn der Ruf zur Evolution ertönt – von ihrer Familie und den übernommenen Werten und Überzeugungen abzunabeln und sich kosmisch zur Ganzheit hin auszurichten. Erst dann kann der nun nicht mehr Vereinzelte auch zum Erwecker anderer werden, sie aufrütteln und ihren Geist stärken.

Für den eigenen Weg heißt das: : Wer bislang als braves Kind seiner Eltern gelebt hat, erhält nun die Möglichkeit, unabhängig zu sein und sich zu entscheiden, sich nicht mehr von den unerledigten Geschichten seiner Vergangenheit bestimmen lassen. Das ist der notwendige Schritt zu seiner Befreiung und ERNEUERUNG, der großen Mut erfordert, denn mit dieser Loslösung von unseren falschen Wurzeln fallen wir erst einmal ins Dunkle und Bodenlose, müssen den winzigen göttlichen Funken ins uns entdecken und zu mehr Licht vergrößern und einigen Unwahrheiten und Illusionen ins Auge sehen.

Was ist aus unseren früheren Ideen und alten jungen Idealen geworden? Sie wurden eingemauert und auf einen Tag X vertröstet, wenn es bessere, andere Bedingungen gibt. Sie verschwanden in der Versenkung, fest eingeschmiedet in die Ketten der vielen faulen Kompromisse. Aber jetzt drängen sie mit aller Kraft wieder ins Bewusstsein, zerren an den Ketten und schnappen nach frischer Luft, schreien nach Sauerstoff und Licht. Und wir – als Egos – klammern uns weiterhin an den ganzen Rattenschwanz von alten Geschichten über die eigene Unvollkommenheit, den schwachen Charakter, Trägheit, Sturheit, Eigensinn. Das sind uralte anerzogene Gedankenmuster mit automatischen ablaufenden negativen, Gefühlsreaktionen.

Wen betrifft das eigentlich? Wer oder was ist hier der verdorbene Inhalt, aus dem schon die Maden kriechen? Das zweite Zeichen des Schöpferischen (Hexagramm 1) lässt mich gleich die gebundene Persönlichkeit (das Ego) transzendieren und die Identität und Sichtweise des schöpferischen höheren Selbst einnehmen. Ja, es ist ein kreativer Willensakt, die alte Sichtweise der scheinbar getrennten Ichs zu verlassen und mich mit ganzem Herzen mit meinem wahren Selbst zu vereinen. In dieser Ewigkeitsperspektive sehe ich MICH als strahlendes Licht, das mich belebt und mir die Kraft gibt, Vertrauen in diesen alchemistischen Prozess der Verwandlung zu haben. Es geht nicht um einen neuen „Beruf“ im nächsten Jahr, in der Zukunft. Jetzt & Hier spielt die Musik. Jedes Mal, wenn ein Gedanke sich schlecht anfühlt und solche herunterziehenden Gefühle auslöst, darf ich mich entscheiden, WER hier eigentlich leidet, Angst hat, sich Sorgen macht oder einfach nur etwas Besonderes sein will.

Das kann bedeuten, schöpferisch tätig zu sein, genial zu sein, eine alltägliche Routinesituation umzuwandeln in etwas Schönes, Strahlendes, Sinnvolles. Deswegen brauche ich kein Aushängeschild an der Tür: Hier wohnt eine Alchemistin, eine Magierin, obwohl man den Prozess so nennen kann… Arbeit am Verdorbenen… aus Blei Gold machen… aus einem angespannten, zwanghaften Nervenbündel ein strahlendes Wesen mit schöpferischer Kraft erschaffen. Indem ich im Alltag dafür sorge, dass mein Geist immer wieder leer wird, frei von Sorgen, halte ich ihn im Zustand des Empfangenden; damit wird er zum Träger einer Kraft, die den Strom der Zeit als eine göttliche und schöpferische Inspiration erleben darf. 

Das Geschenk der Imagination für unseren Aufstieg

Mit dem Dezember-Vollmond erhalten wir ein großes Geschenk schöpferischer Kraft, freigesetzt durch das Quintil vom Widder-Mars zum Krebs-Vollmond, mit der Aufforderung, unsere Fähigkeit zur schöpferischen Imagination anzuwenden. Dieser Tierkreisphase liegt eine Erfahrung des Scheiterns oder Versagens zugrunde. Vielleicht haben wir als Schüler bei einer Prüfung versagt oder es erscheint uns so. Es kann aber auch so sein, dass das „Versagen“ vom Lehrer beabsichtigt war, sozusagen als eine Herausforderung, eine neue Fähigkeit und Qualität in sich auszubilden – das Schöpferische Imaginieren, sich nämlich dasjenige im Geist vorzustellen, was man früher oder später auch sein will oder erfahren will.  Wir haben also den Anschluss an unseren evolutionären Zug oder den intergalaktischen Flug im Raumschiff Erde keineswegs verpasst. Wir haben erneut die Gelegenheit, unsere Lebenseinstellung und unsere Lebensziele zu überprüfen und das scheinbare Scheitern als Motor zur Erneuerung und Neu-Orientierung im Leben zu erfahren.

Ich höre John Lennon mit seinem berührenden Song IMAGINE… Stell dir vor, du würdest den leidenschaftlichen, inneren, evolutionären Ruf in deinem Herzen hören… du würdest in Erregung und Begeisterung geraten und von dem Impuls dazu getrieben, an dieser kosmischen Reise im Raumschiff Erde teilzunehmen… du würdest die Gelegenheit erhalten, als Mit-Schöpfer die Neue Erde zu gestalten und auch den Neuen Menschen, den Universalen Menschen… Du erfährst, dass jeder Mensch bereits den Genius-Code für eine einzigartige Kreativität in sich trägt … und dieser Code wird in dem Moment aktiviert, wo du die Erregung deiner wahren Berufung verspürst… und du spürst den leidenschaftlichen Drang, dieses schöpferische Potenzial auszudrücken – alsein freies ganzheitliches Selbst… es ist auch der Trieb nach Selbstentfaltung und Selbsterneuerung…

Schreibe auf, wer oder was du in Zukunft sein möchtest – oder in einem Jahr, in einem Monat… mit welchen Fähikeiten und Qualitäten du ausgestattet sein willst, und schreibe es auf in der Gegenwartsform: Ich bin kerngesund, strahlend, heiter, mutig… ich bin frei und ungebunden, ich bin im Einklang… ein Ort des Friedens und der Liebe… ich bin meine innere Stimme… ich bin eins mit….Ich erreiche mein Ziel…. bin vereint mit…

Und immer, wenn das gebundene Ego abschweift und ins Getrenntsein flüchtet, in ablenkende Gedanken über unerledigte Dinge, über die Zukunft etc., dann richte es sofort wieder auf das wahre essentielle Selbst aus, das du bist, sein wirst und schon immer gewesen bist. Je bewusster wir als Erschaffer und Mitschöpfer sind, desto weiter und umfassender wird auch das Bewusstsein, das wir in unsere neu erschaffenen Dinge, Lebewesen und Projekte stecken. Wir sind die Erschaffer unserer Realität, und wir entscheiden uns in jedem Moment, mit mehr Verständnis und Liebe für das Wohl des Ganzen zu wirken, auszusteigen aus den nervigen Spannungen und unsere Sinne von den äußeren Eindrücken abzuziehen. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf die neue Vision, die Neue Welt, in der wir leben wollen, auf den Neuen Menschen, dessen Potenzial wir bereits in uns tragen und weiter entfalten wollen.

Die Sabischen Symbole des Vollmonds

Mond 9° Krebs: „Ein kleines, nacktes Mädchen beugt sich über einen Teich, um einen Fisch zu fangen.“ – Das ist ein sehr schönes Symbol für die ewige, ungetrübte Jugend und Reinheit der Seele, die sich voller Begeisterung auf alle neuen Erfahrungen einlässt, auch für das unschuldige und spontane Denken, das noch unbelastet ist von den Mustern und Urteilen seiner Kultur, frei von Angst und Sorgen. Mit diesem unbefangenen, göttlichen Potenzial können auch wir uns vertrauensvoll auf das Neue einlassen, das sich durch uns verwirklichen und inkarnieren will, dürfen es in kindlicher Unschuld ergreifen, auf uns wirken lassen, bis wir es in seiner umfassenden Ganzheit verstehen können. In diesem Symbol erscheint wieder der „Teich“, der uns schon im Symbol von 30° Widder begegnet: „Ein Ententeich mit kleinen Enten“. Gemessen am galaktischen Weltenmeer erscheint unser Aktionsradius so winzig wie ein Ententeich. Und doch muss genau hier – in dem Raum, in den das Schicksal (Geschick) uns hineingestellt hat – die Substanz zum konkreten Handeln gefunden werden. In unserem begrenzten Lebensspielraum erfahren wir Ursache und Wirkung, säen und ernten, und wir haben unsere Vision von einer höheren Harmonie auf unser eigenes karmisches Wirkungsfeld herunter zu bringen und zu verwirklichen.

Sonne 9° Steinbock: „Ein Engel, der eine Harfe trägt.“ – Wunderschönes Bild, das nach Friede-Freude-Eierkuchen klingt – doch nur für diejenigen, die auf die Rhythmen des Kosmos eingestimmt sind, die bereit sind, ihr trennendes Ichbewusstsein bewusst aufzugeben, die sich entscheiden, ihr Leben und Handeln darauf auszurichten, die kompromisslos ihrer inneren Stimme folgen und sich in den universalen Strom geistigen Lebens stellen und dem Aufruf zu evolutionärer Weiterentwicklung folgen. Die kosmischen Schwingungen des Neuen Zeitalters, die hernieder strömenden Wassermann-Energien des lebendigen Geistwassers, offenbaren der Menschheit einen geistigen Sinn und das evolutionäre Ziel in dieser Zeit und der gegenwärtigen, scheinbar festgefahrenen Situation (Corona-Krise).

Nach dem Astrologen Wolfgang Döbereiner handelt es sich bei diesem Steinbockgrad um einen Gruppenschicksalspunkt von extremer Vorstellungsbezogenheit (Pluto/Uranus). Wird er aktiviert, brechen alte Strukturen auf und ziehen im privaten Bereich große Enttäuschungen nach sich. Johann Hilble, ein anderer Astrologe (siehe Faszination Geburtszeitkorrektur, Eigenverlag Ravensburg 2000), beschreibt diesen Grad als ein „Minenfeld“, als einen Punkt für einen Test des Selbstbewusstseins an der Schwelle vom niederen zum höheren Selbst, an einem Punkt seelischer Ent-Wicklung (ähnlich dem Auswickeln eines sorgsam verpackten Wertgegenstands), auf dem Weg vom Gemüt zum spirituellen Kern. Es wird das Loslassen von subjektiven Triebfedern gefordert, die (autistische) Selbstbezogenheit in Frage gestellt und die Befreiung vom allzu schalen Weltkönigtum betrieben. Wird die Integration des Uranus (also die Erfahrung der relativen Wertigkeit von Subjekt-Objekt-Beziehungen) verweigert, wird der Mensch aus seinem allzu plumpen Selbstverständnis und seiner Unbeeinflussbarkeit herausgehoben.

An diesem Seelenort kann man genau spüren, wie weit man sich in einer verlogenen und unechten Lebenssituation befindet, welche Veränderung notwendig wäre (was ja schlussendlich die Not wenden würde). Nicht erreichte Korrektur macht unruhig (siehe Mars-Symbol und mein Hexagramm Nr. 18) und treibt den Angstschweiß auf die Stirn (borderline). Die Not stimuliert den Adrenalin-Spiegel und erzwingt die Flucht in „neue“ Umstände, die oft nur scheinbar anders sind als die alten (denn in Wirklichkeit haben sich nur selten die Inhalte gewandelt und tauchen nun lediglich umdekoriert in neuem Gewand auf. Ein angstvolles Festkrallen an der alten und längst überholten Einstellung und Haltung öffnet dem Uranus Tür und Tor. Denn Uranus ist besonders stark und machtvoll, wo geklammert wird, wo verdichtet wird, wo nichts gewagt wird. Die Befreiung der erstickten Wirklichkeit kommt dann schmerzhaft und scheinbar wie aus heiterem Himmel (Unfälle, Operationen….), zwingt zur Neuorientierung, fordert die Neuausrichtung. Erst die Identifikation mit der Botschaft des Uranus stellt zufrieden, erst die Ablösung und Unabhängigkeit von allzu Profanem und vordergründig Zweckvollem lässt wieder ruhig atmen und steigert das Selbst-bewusst-sein (ein Zustand, der sich nach der Erfahrung der eigenen Wirklichkeit von selbst einstellt).

UR – ANUS und IMIX

Wo befindet sich Uranus? Er steht noch immer auf 7° Stier mit dem Symbol „Die Frau aus Samaria am Brunnen“ (siehe letzterNeumond-Blog) und speist mit seinen geistigen Wasserwellen als substanzielle Energie (blau, Trigon und Sextil) diesen kreativen Dezember-Vollmond – so wie wir aufgefordert sind, unseren Geist mit positiven schöpferischen Imaginationen zu erneuern.

Als ich vom Vollmondsymbol „Engel mit Harfe“ las, stellte ich gleich eine Beziehung zum Sternbild LYRA und ihrem hellsten Stern WEGA her. Mythologisch repräsentiert die Leier das von dem griechischen Gott Hermes (Merkur) erfundene Musikinstrument. Dieser schenkte es seinem Halbbruder Apollon, der es wiederum dem berühmten Sänger Orpheus gab. Orpheus betörte damit in der Unterwelt deren Gott Hades, um seine an einem Schlangenbiss verstorbene Braut Eurydike zu retten. Beim Verlassen der Unterwelt verstieß er jedoch gegen das Gebot, keinesfalls zurückzublicken; daraufhin musste Eurydike weiter in der Unterwelt bleiben. Nach des Orpheus Tod wurde das Instrument an den Sternenhimmel versetzt. Siehe Astro-Wiki

Wega 16° Steinbock: „Jungen und Mädchen in Turnanzügen auf dem Schulhof.“ Ein Hinweis auf den Trainings- und Schulungsaspekt für unseren Geist und ein Aufruf, im Team mit anderen zusammenzuwirken, gemeinsam als Co-Creator, Mitschöpfer.

Merkur 15° Steinbock: „Die Kinderstation eines Krankenhauses ist voll Spielzeug.“ In diesem Symbol wird uns die Güte und der Reichtum des Lebens gezeigt bei den tragischen Prüfungen unserer unvollkommenen Versuche der Selbstregeneration (siehe Beispiel Hexagramm 18 Arbeit am Verdorbenen). Die Gesellschaft ist verantwortlich für das Wohl und die umfassende Gesundheit einer neuen Generation, und der sozikulturelle Prozess sollte in der Lage sein, in die Zukunft voraus- und auch in die Vergangenheit zurückzublicken. Im Steinbock geht es ja um die politische MACHT und dem verantwortungsvollen Umgang damit. Hier zeigt es sich, dass durch eine verantwortungslose Machtausübung der Politik Bedingungen geschaffen wurden, die die gesundheitliche und spirituelle Entfaltung einer Gemeinschaft – insbesondere ihrer Kinder – gefährdet. Es besteht ein großer Bedarf an sanfter Pflege und an der Begabung, die destruktiven Spannungen in der Gesellschaft zu neutralisieren. Die Gesellschaft und ihr Gesundheitssystem haben nun die Aufgabe, diesen Schaden, d.h. die negativen Lebensbedingungen zu reparieren – durch Liebe und Mitgefühl wie durch die Bereitstellung körperliche Pflege. Im persönlichen Lebensbereich sollte der Mensch auf seine jüngsten Eingebungen (Intuitionen) und auf seine Träume vom künftigen Wachstum achten. Es handelt sich hierbei um sehr zerbrechliche Entwicklungen, die durch den Druck und die Spannungen des täglichen Lebens leicht entstellt oder zerstört werden können.

Ein wichtiger Hinweis kommt noch von der VENUS am Südlichen Mondknoten (19° Schütze) , die Bezug nimmt auf die Klimakrise und das menschliche unsoziale Verhalten der Vergangenheit und Gegenwart: „Pelikane, bedroht durch Müll und das Verhalten der Menschen, suchen einen sicheren Ort, um ihre Jungen aufzuziehen.“

Sternenreise (Öl auf LW)

Hier lege ich jetzt eine notwendige Pause ein und behandle das wichtige Thema in meinem nächsten Blogeintrag.

Ich wünsche euch weiterhin schöpferische Inputs unbd Outputs in den raunenden Nächten und good inspirations inder Stille,

eure Sundra