Gib der Medusa eine Stimme – Teil 1

Mondfinsternis mit Algol am 16.5.2022

Die letzten Mondfinsternisse mit Algol-Effekt waren die partielle Mondfinsternis (PMF) vom 19.11.2021 auf dem exakten Finsternisgrad auf 27°15’ im Stier/Skorpion und die totale Mondfinsternis (TMF) vom 16.5.2022 um 6:14h (MESZ) mit dem exakten Grad der Verfinsterung auf 25°18’ im Stier/Skorpion. Die beiden Finsternisgrade sind also 28° und 26° im Stier/Skorpion (aufgerundet)

Betroffen sind alle diejenigen, die Planeten oder sensitive Punkte zwischen 24° bis 29° Stier/Skorpion im Radix haben oder auch im Quadrat dazu auf diesen Graden in Löwe und Wassermann..

(Beide Male ist mein Radix-Jupiter betroffen, der auf 27°33’ im Skorpion im 6. Haus steht im Trigon zur Fische-Sonne 21°56’ in 11 – Darum teile ich hier meine Sichtweise mit euch).

In der Abbildung zeige ich die geozentrische Sichtweise der Finsternis vom 16. Mai 2022 und auch die heliozentrische Sicht.

Vollmond mit Finsternis und Algol-Effekt

Das Dunkle zeigt sich –

Sonne und Mond auf den Mondknoten

Die Sonne (26° Stier) steht in Konjunktion mit dem Nördlichen Mondknoten (23° Stier), der ja für die Bestimmung des Menschen und seine schicksalhaften Verbindungen steht, die seine seelisch-geistige Entwicklung in dieser Inkarnation fördern. Menschen, die einen Bezug zu unserer Mondknotenachse haben, sind verwandte Seelen und haben immer einen tiefen Zugang zu unserer Gesamtpersönlichkeit, sowohl positiv wohlwollend (Nordknoten) als auch negativ wiederholend (Südknoten). Wir sind mit ihnen durch gemeinsame Erfahrungen in früheren Leben verbunden, sowohl vom Karma (Südknoten – eher karmisch verstrickt, transformierend) als auch vom Dharma her (Nordknoten – entwicklungsförderlich).

DANAE

Der Nördliche Mondknoten im Stier ist auch ein spiritueller Führungspunkt, wo wir aus geistiger Ebene Führung, Orientierung und Unterstützung erhalten auf unserem Weg zur Ganzheit und Vollkommenheit. Die Sonne am nördlichen, aufsteigenden Knoten zeigt großes kreatives Potential an, das eine kreative Selbstverwirklichung ermöglicht. Die eigene Einzigartigkeit, Autonomie und Größe will hier zum Ausdruck gebracht werden, ebenso der Mut zur Selbstständigkeit, zu Führungspositionen, neuen Unternehmungen, mehr Autorität und Macht. Wir dürfen hier ausschließlich auf die eigene Substanz und die eigenen Werte bauen – nicht etwa mit fremder Substanz agieren – die eigenen Talente und Fähigkeiten sind jetzt gefordert, eigenes Wissen will umgesetzt und brauchbar gemacht sein, für sich selbst und andere.

Ein anderes wichtiges Thema ist der Selbstwert und, unter Einbeziehung der Sonne, auch die Selbstliebe. Es wird jetzt ans Licht kommen, in welchen Bereichen wir uns von anderen aufgrund von Mangel, Minderwertigkeit und überstrapazierter Anpassung abhängig gemacht und ein großes Bedürfnis nach Sicherheit und Bestätigung haben, das wir durch Kontrolle und Zwang aufrecht erhalten wollen.

In unserer Gesellschaft und Familientradition ist es gang und gäbe, mit Vorliebe Situationen zu schaffen, in denen man das Gefühl des Gebrauchtwerdens empfindet. Familienthemen und Familienverpflichtungen erlangen eine überragende Bedeutung, die Bindung zwischen Eltern und Kindern scheint oft unauflöslich. Fast immer liegt diesen Verpflichtungen ein ungestilltes Bedürfnis nach Gefühlszuwendung zugrunde sowie die Angst, erwachsen und selbst verantwortlich am Leben teilzunehmen, und so werden über mehrere Inkarnationen hinweg stillschweigende, schicksalhafte Seelenverträge zwischen sogenannten Seelengeschwistern geschmiedet, die erst dann, wenn das Individuum sich auf den geistigen Weg der Befreiung macht, als großes Hindernis erfahren werden. Dann wird nach Wegen in die Befreiung gesucht: beispielsweise durch Meditation und Yoga, durch Traumarbeit, Psychosynthese, systemische Familienrückführung oder das Zurückholen von Seelenanteilen.

Es erfordert großen Mut und Ehrlichkeit, den nicht eingestandenen Machtwillen zu erkennen, der der eigenen Entwicklung im Wege steht. Auf meinem Lebensweg wurde ich von Kindheit an immer wieder mit Gewalt in meinen Beziehungen und gewaltsamen Überlebenskämpfen konfrontiert – im Horoskop befindet sich der Fische-Mars (in 10) im Quadrat zum Nordknoten in Zwillinge im 12. Haus und zum Schütze-Südknoten in gradgenauer Konjunktion mit dem Mond. Ich erfuhr bereits als Kleinkind, dass ich auf direktem Weg – durch Schreien – meine Grundbedüfnisse nicht durchsetzen konnte. Ich schrie oft aus Wut, Ungerechtigkeit und einer ohnmächtigen Hilflosigkeit heraus – ich wurde gar nicht gehört (weil ich oft allein war), überhört, bestraft, isoliert und in meiner Angst alleingelassen, lernte schnell, dass ich eher auf dem indirekten Weg, nämlich über Krankheit und Leid, zu der gewünschten Zuwendung kam. Noch auf dem spirituellen Weg war ich gut darin, in meinen Beziehungen um des lieben Friedens Willen und um zu gefallen (!) mein Durchsetzungs- und Abgrenzungsbedürfnis zu verdrängen und rund um die Uhr für andere da zu sein, bis es zu schweren Bewegungsstörungen und Krankheiten kam. Mein Nördlicher Mondknoten befindet sich im 12. Haus der inneren Einkehr: Dank geistiger Führung, direkter göttlicher Stimme, intensiver Traum- und Schattenarbeit, Astroforschung, Meditation, Tanzen Trance und Malen – stehe ich nach tiefstem Fall immer wieder erneuert und bereichert auf.  

Es geht also darum, dass wir uns mit unserer Eigenart so annehmen, wie wir sind (Stier), und nicht über skorpionischer Macht- und Kontrollspiele Gefühle der Unzulänglichkeit oder innerer Leere zu verdecken. Durch den Südknoten, der in Konjunktion mit dem Skorpion-Vollmond steht, werden emotionale karmische Verstrickungen der gegenseitigen Abhängigkeit angezeigt, nicht hinterfragte Ängste, Projektionen und emotionale Anhaftungen, die gelöst werden müssen. Positiv ist das blaue Trigon zu Neptun /Mars in den Fischen, das die spirituelle Entwicklung fördert und Qualitäten von Hingabe, Phantasie und Feinfühligkeit für die Verwirklichung des eigenen Weges anzeigt.

Saturn im Quadrat zu den Mondknoten

Das T-Quadrat (rot) von Saturn zu den Stier-Skorpion-Mondknoten zeigt tiefste Verstrickungen in Erfahrungen von Autorität, Macht und Ohnmacht an, sei es in der Kindheit und auch in früheren Existenzen, die jetzt endgültig gelöst werden dürfen. Weiterhin die Konfrontation mit verdrängten Schatten- und Tabuthemen (Sexualität, Missbrauch, Mord, Opfer/Täter, Sündenbockthematik). Saturn übt hier einen gewissen karmischen Druck – Leistungs- und auch Zeitdruck – aus und drängt zu der Aufgabe, durch Arbeit, Disziplin und Selbstverantwortung über alle Arten persönlicher Abhängigkeit und Anhaftung, vor allem über die übernommenen Elternrollenspiele, hinauszuwachen und seinen wahren Platz in der Gesellschaft einzunehmen. Dieser Druck motiviert unser inneres Tiefenselbst, das ausschließlich nach Befreiung und Erlösung strebt, unablässig und auf teilweise sehr drastische, intensive emotionale Art, jetzt nicht auf dem Weg steckenzubleiben und den Kopf in den Sand zu stecken oder sich in geheuchelter Selbstzufriedenheit und Pseudosicherheit zurückzuziehen.

Wer sich für den spirituellen Weg entscheidet weiß, dass jede neue gefühlsmäßige Bindung an Menschen, Dinge und Vorstellungen zukünftiges irdisches Karma erschafft. Das Tao Te King gibt den Rat:  

Gebären und ernähren, gebären und nicht behalten; Handeln und nicht darauf Wert legen; Fördern und nicht beherrschen – das ist die mystische Urkraft. (Spruch 10)

Oder in anderer Übersetzung:

Zu erziehen ohne Gewalt, zu erschaffen ohne zu prahlen, zu erzeugen ohne die Produkte zu besitzen, älter als andere zu sein und ihnen nicht zu befehlen: das ist die wahre Mystische Tugend.

Meines Erachtens haben wir, die wir in scheinbar unauflöslichen, skorpionisch-plutonischen Abhängigkeitsbeziehungen stecken, eine ambivalente Haltung zur Macht: Einerseits bewerten wir Macht als etwas Negatives, spüren sofort, wenn jemand den Versuch unternimmt, uns zu manipulieren. Andererseits ist uns der eigene Macht- und Herrschaftsanspruch gar nicht bewusst. Die nicht eingestandenen und nicht offen gezeigten Machtbedürfnisse führen zu dem Bedürfnis nach Manipulation und Kontrolle, das dann zu Schuldgefühlen und Selbstsabotage führt.

Venus trifft im Mars-Zeichen Widder auf den verwundeten Heiler

Was hier im 11. Haus des zukunftsorientierten Wassermanns erneuert und vollkommen neu zum Ursprung kommen will, sind individuelle Beziehungswerte jenseits von überholten gesellschaftlichen Konventionen und Rollenspielen, frei von emotionalen Verhaftungen, vom Schatten schwerer Vergehen in Vergangenheit und Gegenwart, bereinigt von Projektionen aller Art, von Schuld und Schamgefühlen. In unseren Beziehungen wollen wir wieder frei und unabhängig sein, gleichberechtigte Partner, unabhängig von Geschlecht, Rasse, religiöser und kultureller Prägung. Die Tatsache, dass Venus im 11. Haus der Hoffnungen auf eine bessere Zukunft für die Menschheit mit dem Heilerplaneten Chiron zusammensteht, zeigt, dass wir hier einen wunden Punkt der Gesellschaft berühren: das Bild der verletzten Frau, das Bild der minderwertigen, geschändeten, wehrlosen Frau in der Gesellschaft, das dringend der Heilung und Integration bedarf.

Das Zusammenfinden von Wahlverwandten in Gemeinschaften, Zirkeln, Schwester- und Bruderschaften und Netzwerken sollte primär unter dem Gesichtspunkt der Heilung, Stärkung, Erneuerung und Wiedereingliederung der weiblichen Schöpfungskraft in eine neue Gemeinschaftsform gewidmet sein.

Das ursprüngliche Weibliche, die reine weibliche Schöpfungskraft Venus, das weibliche Prinzip der seelischen Verbindung, der Harmonie und der Liebe, ist psychologisch (nach Emma und C.G.Jung) als Anima bekannt. Es ist die innere Frau im Manne, das Bild, das der Mann von der Frau in sich trägt und das natürlich stark von der Erfahrung der Mutter beeinflusst wird. Dieselbe Funktion hat der Animus (Mars) bei der Frau, das innere Bild des Mannes, das sie in sich trägt.

Im Horoskop der Finsternis stehen diese beiden großen Schöpfungskräfte im 11. Haus, das die Samen der Menschheit für die Zukunft in sich birgt. Der fische- und wassergeprägte Animus (Mars) befindet sich im Prozess der Entgrenzung, Auflösung, Verfeinerung und Schwächung, betätigt sich abwechselnd als Giftmischer und Heiler, kommt als Narr, Erlöser oder Betrüger daher, versteht sich gut zu tarnen und hat seine Gründe dafür. Die widder- und feuergeprägte Anima (Venus) kommt aus dem Stier im 12. Haus (dem Bereich der Archetypen ‚nahe bei Gott’) und der ‚eingeschlossenen’ Waage in fünf, dem Haus der Kreativität und Lebensfreude.

DIE SEHERIN VELEDA (Eitempera)

Eine Venus mit 12. Haus Bezug erinnert an die antiken Tempeldienerinnen. An diesem Ort der Abgeschiedenheit und Entgrenzung haben wir alles Persönliche hinter uns gelassen. Zuneigung, Liebe und auch die erotischen Körper (von Frauen und Männern) gehören dem Kosmos, werden universal – unterliegen auch dem Schutz des Kosmos und der sogenannten Götter oder gottähnlichen Wesen. In diesen himmlischen Hallen gibt es jedoch keine Moral, kein gut und böse. Die Götter tragen durchweg menschliche Züge, sind neidisch und eifersüchtig, lügen und betrügen und schlagen sich die Köpfe ab. Ein Blick ins 12. Haus des Finsternishoroskops zeigt die Vollmondachse mit den Mondknoten in einer engen Verbindung mit dem berühmt-berüchtigten Fixstern Algol im Stier. Auch er gehört zum Himmel, zu den Göttern, den lebendigen Urideen und Archetypen. Er soll einer von der übelsten Sorte sein und repräsentiert das ursprünglich Böse, den Kopf des Dämons, das abgeschlagene Haupt der Medusa. Von ihrem Schicksal, das auch das Schicksal unserer Anima, Venus und weiblichen Schöpferkraft in dieser Zeit und in diesem Horoskop ist, berichtet der Mythos (siehe Teil 2).   

Kali (Eitempera)

Mit dieser gespeicherten traumatisierenden Verletzung und Dämonisierung der weiblichen Schöpferkraft erhebt sich die Venus aus dem 12. Haus des kollektiven Unbewussten (Wasser) weiter aus dem Dunstkreis der Erde ins luftige 11. Haus der schöpferischen Ursprungskräfte. Sie erstrahlt als Morgenstern (Luzifer) in ihrem hellsten Lichtgewand noch vor Sonnenaufgang und ist auf dem Weg nach oben – in die neue Zeit, den Raum des Höchsten Bewusstseins  – zur Vollendung und Befreiung, auf den Weg zum MC im Luftzeichen Wassermann. Noch ist sie vom Morgennebel mit einem Schleier umgeben, und wir Menschen sind aufgefordert, ihn zu lüften.

Nicht nur das. Wir Frauen und Männer der erneuerten Erde sind die Schöpfer und Schöpferinnen, die göttlichen Schmiede und Töpferinnen, die die Kraft und Uridee des Weiblichen wieder neu formen dürfen. Wir sind die Seelenheiler und Seelenbildner. Wir hauchen der Venus göttliches Leben, göttliche Schönheit und göttliche Kraft ein.

Geben wir der entehrten und dämonisierten Medusa eine Stimme!

Im 2. Teil werde ich den Mythos von Medusa und die Symbolik des teuflischen Fixsterns Algol beleuchten. Soviel schon vorab: „Algol verkörpert alles, was die Männer am Weiblichen fürchten!

Detail von „Kali“ (Eitempera)

Sternengrüße,

eure Sundra

Jupiter in Widder – Zeit des Aufbruchs

Seit dem 11. Mai um 1:22 h MESZ befindet sich Jupiter im Widder und beginnt damit einen neuen Umlaufzyklus durch den Zodiak. Jupiters Einfluss im Widder kann große positive Einflüsse stimulieren und initiieren. Für viele von uns kann er ein weiser Lehrer, Orientierer und Wegweiser sein, uns großartige Lösungen aufzeigen in Bezug auf Individualisierung, Verwirklichung unserer persönlichen und spirituellen Kraft und die Auflösung karmischer Blockaden.

Die damit verbundene Aufbruchstimmung muss jedoch aktiv ausbalanciert werden, vor allem während und nach der energetisch aufgeladenen Mondfinsternis (16.5.22), wo das Dunkle sich zeigt. Wird die Spannung falsch eingeschätzt (unter- oder überschätzt), so könnte die impulsive Widderkraft zu riskantem Handeln verleiten, mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen auch für andere. Europa ist jetzt im wahrsten Sinne des Wortes ein „Brennpunkt“.

Schaut in euer Geburtshoroskop, in welches Haus der Tierkreisgrad von 0° bzw. 1° Widder fällt, in welchem Lebensbereich euer „Brennpunkt“ ist… wo restliches Karma verbrannt werden kann, wo Neuanfang, Wachstum und Entwicklung möglich sind – aber auch ein kämpferischer Geist. Hier werden wir stimuliert und inspiriert und bekommen einen kräftigen frischen Aufwind, in dem wir unsere geistige Flügelkraft entfalten können. Durch die Jupitertransite bekommen wir immer wieder die Gelegenheit zu spirituellem Wachstum und höherer Bildung, zum Betreten einer neuen Entwicklungs- oder Einweihungsstufe auf der Treppe zu vollkommener Erleuchtung.

Oft benutzen wir Jupiters Angebote nicht, da wir nicht darauf vorbereitet sind, da wir uns gar nicht um eine Vorbereitung bemüht haben und nicht wissen, warum und zu welchem Zweck dies notwendig sein soll. Darum hole ich hier ein wenig aus, denn der rechte Zeitpunkt für eine Vorbereitung ist jetzt. Entweder wir sind es oder nicht.

Widder (Aquarell)

Was bietet uns Jupiter im Widder an?

Aufbrechen – sich auf den Weg machen – Lebendigkeit pur – sichtbar, präsent und lebendig sein – BE HERE NOW – Mut und Selbstvertrauen –  positives, aufbauendes Denken – große Taten – Großzügigkeit – Begeisterungsvermögen –  Herzensfunke – geistiges Wachstum – vom Visionär zum Handelnden werden –  die Vision realisieren  = Expanvision (Vision aus dem All) – Kritik an Konzept, Vision und Wirklichkeit – vom alten Glauben „abfallen“ – sich neue Freiräume schaffen – für seine Ideale brennen, aktiv werden, kämpfen – sich idealistisch engagieren – Führungsanspruch geltend machen – Flügelkraft –  mit alten negativen Gewohnheiten brechen – Negative Gedanken bereinigen (verbrennen) – Pioniergeist –Kampfgeist – geistiges Streben – geistige Kreativität – Mitschöpferkraft (Co-Creation) – ein dynamischer, durchdringender Geist – sich frei entfalten –  aus Abhängigkeiten lösen – aus den Angelegenheiten anderer lösen – Triebe und Emotionen in geistige Entschiedenheit und höchste Erleuchtung transformieren –die Gelegenheit zur Bewusstseinserweiterung ergreifen – seinen eigenen Ausdruck finden – pädagogisches und soziales Engagement – Bewusstseinsarbeit mit Klängen und Mantren – Erfüllung und Erleuchtung.

Be here now

Äußerlich auf materieller, körperlicher Ebene: Drang nach Erweiterung, nach mehr Raum, nach Horizonterweiterung…  nach Wohlstand, Reichtum, Fülle, nach Geld Geltung Größe, Zunahme an materiellen Gütern, an Gewicht, an Zellwachstum… genügend Essen für alle, genügend Raum für alle.

Innerlich auf seelisch-geistiger Ebene: Herzensbildung, Güte, Weisheit, Großherzigkeit, Wohlwollen, Toleranz, liebevolles Verständnis, Gerechtigkeit, gerechtes Urteilen, Suche nach Erfüllung, Sinn und Erleuchtung (Venus-Jupiter-Neptun), Sinnfindung, sein Maß erkennen und annehmen, Freiheit für alle, freie Bildung, freie Entfaltung, Individualismus

Kollektiv: Reizbares Klima, Frust, Unzufriedenheit (verstärkt durch Mond-Mars). Plötzlicher Impuls zu handeln. Unbeherrschtes und blindes Agieren und Ausagieren. Erst denken – dann handeln! (Das will gelernt sein). Zündender Funke. Kämpfen für ein Ideal, einen Glauben. Treffen und getroffen werden – im Herzen/im Kopf? Den Glauben hinterfragen (Jupiter-Pluto). Bewusste Initialkraft oder unbewusste Triebkraft. Meteoriteneinschlag.

Was ist rechtes Handeln?

Jupiter ist das Prinzip der Ausweitung und der Synthese. Jupiter ist auch das Prinzip des rechten Maßes (im Fühlen, Denken, Handeln), der rechten Ordnung und des Gleichgewichts. In der Anordnung der Dinge liegt eine große Kraft. Ist es die richtige (rechte) Anordnung, können die Energien frei fließen, bringen Ausgewogenheit hervor und öffnen Tore zu höheren Welten. Ist das Gleichgewicht gestört, wird das rechte Maß nicht eingehalten, ist das gesamte Leben gestört: Wohlstand Frieden, Harmonie schwinden ebenso dahin wie Gesundheit und Wohlbefinden, sowohl individuell als auch soziokulturell.

Der Alte der Tage (n.W.Blake), Aquarell

Es ist also von größter Wichtigkeit, das ‚rechte Maß’ zu kennen und auch anzunehmen, die Dinge nach einem inneren Ordnungsmaßstab – im Horoskop durch Jupiter repräsentiert – zusammenzubringen und in Freundlichkeit zu einen. Alle Planeten im Sonnensystem, alle verschiedenen Sonnensysteme und Galaxien existieren nur aufgrund dieses Gleichgewichts, das durch die Energie der Synthese am Leben erhalten wird. Diese harmonisierende Energie, auch bekannt als Liebe-Weisheit, hält das Universum zusammen, sie ordnet, strukturiert, gruppiert und verbindet alles, hält es zusammen, freundlich, liebevoll, wohlwollend, eben jovial. Hier spielt auch die Stellung der Venus eine bedeutende Rolle.

Wenn unser Denken verwirrt ist, kann Jupiter unsere Denkmuster neu ordnen und gruppieren, fördert so die Ausgeglichenheit. Sobald wir innenOrdnung geschaffen haben, zum Beispiel durch unterscheidendes Denken, das Setzen von Prioritäten und Sinnfindung, können die Energien wieder frei fließen und die äußeren Hindernisse verschwinden. Ein Mensch mit einer guten Jupiter-Energie bekommt die rechten Ideen zur rechten Zeit und geht auf die rechte Weise voran.

Jupiter ist ein Planet des rechten Handelns, der intuitiv spürt, wann der richtige Zeitpunkt zum Handeln und zum Nichthandeln ist, das heißt, wann er sich ausdehnen und wann er sich zusammenziehen kann. Auf der sozialen und gesellschaftlichen Ebene kann er der Gesellschaft zu einem gesunden Wachstum und Wohlstand und damit zur Zufriedenheit verhelfen, aber ebenso durch Überschätzung, Inflation (Hybris), Mangel oder Überfluss, falsch verstandenes Heldentum und Dummheit zu geistigen und körperlichen Störungen und soziokulturellen Problemen führen. Jupiter wird weise, indem er sich ausdehnt, jovial und wohlwollend ist und genießt – und nicht, indem er sich zusammenzieht wie Saturn! Ein ganzes Leben basiert auf dieser Lehre, sich zur richtigen Zeit ausdehnen oder zusammenziehen zu können.

Was man zusammenziehen will,
das muss man erst sich richtig ausdehnen lassen. (Laotse, Tao Te King, Kap. 36)
Evolutionärer Wandel (Öl)

Unzulänglichkeit der Venus und Unverständnis des Jupiters

Wenn ich in einem Geburtshoroskop herausfordernde Psychodramen-Aspekte sehe, prüfe ich, ob die Jupiter- oder Venusenergien auch richtig wirken, um sie neutral zu halten und zu disziplinieren. Das ist sehr interessant, denn in fast allen männlichen und weiblichen Horoskoparchetypen gibt es einen bemerkenswerten Venusmangel – eine Unzulänglichkeit in Sachen Herzensbildung, Liebesfähigkeit, liebendes, verbindendes (nicht trennendes) Denken. Da ist es offensichtlich, warum Jupiter im Allgemeinen nicht wirksam ist! Wie kann das sein?

In der Tat ist es schwierig, Jupiter zu verstehen, ohne Venus zu verstehen und zu erleben. Nun mag mancher sagen, dass so viele weise und wissenschaftliche Menschen gerade durch ihre persönlichen Schwierigkeiten und harten Erfahrungen viel für die Gesellschaft bewirken können. Dies ist jedoch die karmische Lehre von Saturn, nicht die Liebe-Weisheit von Jupiter!

Was macht einen bewussten, verstandenen und realisierten Jupiter aus?

Die Tatsache, dass Jupiter selten verstanden und noch seltener realisiert wird, ist in unseren westlichen Ländern normal. Eine gute Ausbildung, die Möglichkeit zu reisen, das Kennenlernen neuer Kulturen, die Beherrschung von Sprachen, religiöse Toleranz, soziales Verständnis, Zusammenarbeit und natürlich Wohlstand für alle sind sehr wichtig, um das innere und äußere Gleichgewicht des Jupiters, das ich oben erwähnt habe, wahrnehmen und zentrieren zu können!

Eine soziologische Gesellschaftsstruktur, die mit Spaß, Hedonismus und Konsumlust ausschließlich die Materie genießen will, entsteht, wenn nur die äußere Seite von Jupiter – Konsumieren von Wohlstand, Reichtum und privatem Glück – gefördert und als Ideal angestrebt wird, während die innere Seite –  gelebte Mitmenschlichkeit, geistige Ausrichtung, die Liebe zum Ganzen, das Denken mit dem Herzen, Verständnis und Offenheit für andere Kulturen und Lebensweisen, Begreifen von Sinnzusammenhängen usw. – ignoriert oder stillgelegt wird. Auch die intellektuelle Überbelastung (Merkur), Entseelung und Unterkühlung führen zur Abspaltung oder Desorientierung des Jupiter-Spektrums beim Individuum. Statt Begeisterung, positivem, aufbauendem Denken, einer lebensbejahenden Philosophie und idealistischem Engagieren macht sich ein desillusionistisches und realistisches Denken breit mit eher saturnalen Zügen und Statements wie, ‚das muss sein…das ist unsere Pflicht… das war ja zu erwarten… no future…‘ usw. als jovialen, jupiterhaften Aussichten.

Dazu sind die Venuserfahrungen wichtig, das Entwickeln der eigenen Liebesfähigkeit und des Sinns für Schönheit, Harmonie und Ausgeglichenheit. Am Anfang steht die Liebe zur äußeren Schönheit. Der Körper und die körperliche Lust stehen im Mittelpunkt des Verlangens. Auf der nächsten Bewusstseinsstufe wird die Schönheit als eine erhebende Kraft wahrgenommen. Wir nehmen wahr, was uns erhebt und anzieht, und was uns herunterzieht und frustriert. Es entsteht der Wunsch, sich mit schönen Dingen und harmonischen Menschen zu umgeben und diese zu genießen. Liebe wird als Harmonie und gegenseitiges Verstehen erfahren, ist aber noch persönlich und nicht frei vom Wunsch nach Besitz. Schließlich ist das Bewusstsein auf das Gemeinsame, das Menschen Verbindende gerichtet, es wird die Übereinstimmung gesucht. Das Denken wird liebevoll, bezieht andere Menschen mit ein und wird fähig, hinter der Fassade die Seele wahrzunehmen. Im letzten Stadium des geistigen Erwachens existiert nur noch die unpersönliche, spirituelle, bedingungslose Liebe als verbindendes Bewusstsein zwischen Geist und Materie.

Daher ist Venus in den Fischen (Domäne von Jupiter und Neptun) erhöht. Gesellschaften, die es geschafft haben, die Venus richtig zu leben, die zufrieden geworden sind und auch das ihnen zugestandene Maß angenommen haben, werden Strukturen geschaffen haben, die den Kern und die energetische Form des Jupiters auf der Erde besser leben konnten als wir heute, und die sich selbst und ihre Gesichter erleuchten und verwirklichen konnten.

Der Bogenschütze

Jupiter und die Einweihungen

Jupiter ist die Kraft, die aus der Dunkelheit zum Licht führt. Die indische Astrologie nennt Jupiter auch Guru, Vajraguru oder Brihaspati. Die Wurzel guru bedeutet „groß, gewichtig, schwer“. Der innere Guru (Jupiter) übermittelt Impressionen aus höheren Sphären und erhebt den Schüler (Merkur), indem er ihn in die Arbeit mit Klang, Rhythmus und Wort (Mantren) einweiht. Als spiritueller Lehrer ist Jupiter der lebendige Ausdruck des Sadguru, eines wirklichen, wahren Lehrers, der ohne das Gefühl persönlicher Täterschaft* ist und durch den der spirituell Suchende (Merkur) möglicherweise seine wahre Natur erfährt. Der wahre Guru ist das Selbst oder das Bewusstsein.

*Nicht durch Tun, sondern durch seine magnetische Gegenwart bewirkt der innere Guru die Umwandlung in uns, so dass wir Herrschaft über unsere Instinkte und Triebe gewinnen. Allein seine Gegenwart ermöglicht es dem Schüler, die Erfahrung des Selbst zu erlangen, des Wortes der Wahrheit. Darum schrieb ich oben unter Jupiter’s Angeboten: „präsent und lebendig sein“ – Be here & now – Sei jetzt hier.

Es gibt jedoch Instinkte in uns, die es uns nicht erlauben, das zu tun, was wir wissen. Wir wissen viele Dinge, von denen wir denken, dass wir sie tun sollten. Wir hören sie seit der Kindheit, doch unser Problem ist die Kluft zwischen dem, was wir wissen und dem, was wir tun. Die Impulse und Instinkte lassen uns Dinge tun, von denen wir wissen, dass sie nicht recht sind, dass sie uns und anderen nicht gut tun. Diese inneren Hindernisse sind im Geburtshoroskop angezeigt, und sobald sich eine Gelegenheit ergibt, manifestieren sie sich. Wir können diese Konditionierungen am einfachsten mit der Hilfe eines Lehrers überwinden.

Jupiter, der Donner- und Blitzträger, ist dieser Meister der Liebe-Weisheit, der am Ende die GROSSE SYNTHESE vollziehen wird. Nur Jupiter hat die Macht und Kraft, die Vielschichtigkeit des Seelenbewusstseins eines Jüngers mit dem ihm innewohnenden, vereinenden und überpersönlichen Bewusstsein zu verbinden.

Bei zwei der sogenannten Einweihungen oder Initiationen in ein höheres Bewusstsein, die auf dem Pfad der Evolution angeboten werden, wirkt Jupiter mit. So ist die 2. Einweihung das Ergebnis der vereinten Bemühungen von Jupiter, Neptun und Venus – siehe das Ingreß-Horoskop (oben): Jupiter auf der „kosmischen Spalte“ in der Mitte, flankiert von Venus im Widder und Neptun in den Fischen, dem der Mars auf dem Fuße folgt. Die 5. Einweihung wird durch die vereinte Aktivität von Uranus und Jupiter ermöglicht. Jupiter nimmt hier eine Doppelrolle ein, weil er die beiden Aspekte Liebe und Weisheit in sich trägt. Der Liebesaspekt von Venus ist passiv, während der Liebesaspekt von Jupiter aktiv ist. Das heißt, durch Jupiter wird die Liebe vom emotionalen Fluss gereinigt, während sie durch Venus vom begrenzenden Einfluss der Gedankenströme gereinigt wird.

Im Sonnensystem ist Jupiter der größte Planet. Der Riesentitan (Yang-Energie) wird von einer großen Zahl von Monden (Yin-Energien) begleitet: ein Sonnensystem im Sonnensystem. Auch bezüglich Wohlwollen und Großmut ist Jupiter der Größte. Er nimmt in jedem Horoskop eine Schlüsselstellung ein.

Fische-Entelechie (Öl und Eitempera)

Jupiter-Ingreß heliozentrisch

Aus der Sicht der Sonne (heliozentrisch) befindet sich Jupiter noch in den Fischen in der Konjunktion mit Neptun. Jupiter auf 21°01′ in den Fischen und Neptun auf 23°14′ Fische. ich habe mal geschaut, wann die Konjunktion aus heliozentrischer Sicht exakt ist:

am 6. Juni 2022 um 6.00 Uhr auf 23°24′ in Fische.

Hier die beiden heliozentrischen Horoskope für eigene Forschungen.

Jupiter-Ingreß Widder HELIO 11.5.2022

Jupiter-Neptun Konjunktion HELIO am 6.6.2022


Sternengrüße von Sundra

Bodhicitta (Acryl auf LW)

Naturparfum ECLIPSE XXII

im 15 ml Roll-on

warm-würzig, aromatisch-fruchtig, dunkelsüß,
ambraartig, rosig, vanillig, samtig-weich, grün-waldig
ausgleichend, stabilisierend, strahlend, magisch

Inhalt: 15 ml Jojoaböl, ätherische Öle (18 %): Bergamotte*,  Gewürznelke*, Jasmin, Kardamom*, Limette*, Moschus (pflanzlich Ambrettesamen/Abelmoschus), Patchouli*, Rose, Safran Absolue, Sandelholz, Vanilleextrakt*, Veilchenblätter Absolue, Vetiver*, Ylang Ylang*, Zimt*, Zedrat* (Urzitrone), Zitrone* (*aus kbA) 




Basis: Vetiver, Patchouli, Veilchen, Sandelholz, Moschus, 
Herz:  Rose, Jasmin, Ylang Ylang, Vanille, Safran, Gewürznelke, Kardamom, Zimt
Kopf:  Bergamotte, Limette, Zitrone, Zedrat  

Beschreibung „Eclipse XXII“

Nach dem bewährten Duft der Tag- und Nachtgleiche von 2019 („Solstice XIX“) stelle ich hier aus aktuellem Anlass den Duft „Eclipse XXII“ von 2022 vor. Eklipse heißt Finsternis, Verdunkelung und meint die periodisch wiederkehrenden Sonnen- und Mondfinsternisse hier auf der Erde – ein magisch-rätselhaftes Schauspiel von Licht & Schatten, Yang & Yin, inszeniert von Sonne, Erde und Mond – zusammengefasst in einem Duft.

Ich lasse mich bei der Auswahl der Düfte vom perfekten Zusammenspiel der Sternenlichter und Planeten am Himmel inspirieren und freue mich, wieder einmal die ASTROLOGIE mit der AROMATHERAPIE und PFLANZENALCHEMIE in Beziehung zu setzen und eine Brücke zu bauen vom kosmischen Schauspiel der Eklipse zum olfaktorischen Erlebnis der Sinne und darüber hinaus zu heilkräftigen Essenzen, Tinkturen und Düften.

Für die Basisnote wähle ich die dunklen, schweren Düfte der Erde,die uns Bodenhaftung, Präsenz und eine süße Fülle an Früchten und lustvollen Erfahrungen schenken. Sie stabilisieren, bewahren, zentrieren uns; in finsteren Zeiten aktivieren sie Urvertrauen, Schutz und Geborgenheit in uns: die aromatische Vetiverwurzel – Duft der Ruhe, der Verwurzelung und der sich erneuernden Erde –, des weiteren Patchouli, den eigenwilligen, exotischen Hippieduft der kraftvoll sinnlichen Körperwahrnehmung, und den warmen, vollen, ‚pheromenalen’ Duft von Viola odorata, dem wohlriechenden Veilchen. Die dunkelsüße, tiefgründige Energie von Abelmoschus stärkt unseren Körper über die Gefühlsebene, bringt Liebe und Frieden ins Wechselbad extremer Gefühle, und der hochschwingende, strahlende, mythische Sandelholzduft trägt uns wieder in den Fluss des Lebens, stärkt unsere Intuition und das Bauchgefühl für den richtigen Zeitrhythmus.

Eclipse, Aquarell Metallicfarben auf schwarzem Karton

In der Herznote lasse ich die unterschiedlichen Düfte von Sonne & Mond,von Tag & Nacht, Feuer und Wasser, zu ihrer alchemistischen Hochzeit verschmelzen und erbitte dazu den Segen und alles umarmenden Liebeszauber der Venus, die auch prompt ihre Königin der Düfte ins Spiel bringt – die Rose. Im Namen der Sonne strahlen und glühen nun die exotisch-würzigen, süß-feurigen Gewürzessenzen um die Wette: Safran, Gewürznelke, Kardamom, Muskat, Zimt... Sie regen das Lebensfeuer in der Tiefe des Planeten und in allen Lebewesen an und lassen die Sonne in uns aufgehen. In der Dunkelheit vernehmen wir die sanfte Stimme der Mondin in uns, der inneren Geliebten und Braut. Wir erkennen sie an ihrem Duft, den süßesten und sinnlichsten Düften der Nacht- und Mondenwelt – Jasmin, Ylang Ylang, Vanille und Moschus. Wir vertrauen, geben uns hin… und genießen.

Mit den ätherischen Essenzen für die hellsten Schwingungen der Kopfnote betreten wir nun den ätherischen Bereich der Zitrusdüfte unserer großen kosmischen Lebens- und Lichtspenderin Sonne. Hier weben die fein-herb-fruchtige Bergamotte, die strahlende Limette und die klaren, frischen Zitronendüfte am ätherischen Kleid unseres Planeten, lassen uns goldenes Licht atmen, erhellen uns und unsere Welt, indem sie dunkle, eingeschlossene Zustände / Energien in Licht verwandeln und nicht eher ruhen, bis die Schatten erkannt und verwandelt sind, die Situation in neuer Klarheit strahlt und die Lichtenergie wieder frei fließt.

Drei Düfte: Solstice (Sonnenwende) – Eclipse (Sonnen-/Mondfinsternis) – Die Frau im Mond

Es fehlt noch „Equinox“ , der Duft für die Tagundnachgleiche. Bei Bedarf stelle ich auch gerne größere Gebinde von Solstice und Eclipse her – für eine alkoholische Parfumbasis.

Achtung – Ich möchte noch auf die neue Roll-on Größe von > 15 ml < (hier nur bei „Eclipse“) hinweisen, die ich einmal probeweise bestellt habe. Optisch gibt es keinen Unterschied zur 10 ml Flasche , doch in der Füllmenge und in der Dicke des Glases.

Tiefe Freude mit den heilsamen Essenzen, Frieden und Segen für alle,

dufte Grüße von der Almequelle,

Sundra

Tuschespuren: Der Bär und die Bienen
Im Zentrum
hu hu - ha ha, der bär ist los
er tanzt um mich und kratzt am schloß
---------- was kratzt es mich ----------
mit meinem honig will ich dienen
dem GANZEN volk der bienen
	 

Naturparfum CRAZY TUBEROSE

blumig-süß, gourmet, würzig-warm,

verführerisch, sinnlich, feminin, verspielt

ausgeichend, erdend, stärkend,

Inhalt: 50 ml Weingeist, ätherische Öle (14 %): Angelika, Bergamotte*, Davana, Jasmin, Kardamom*, Kakaoextrakt*, Mandarine rot*, Nanaminze*, Neroli*, Patchouli*, Pfeffer schwarz*, Sandelholz (Mysore), Styrax, Tuberose Abs., Vanilleextrakt* , Zitronenverbene*, Ylang Ylang* (*aus kbA)

50 ml crazy tuberose

Der Duft von Tuberose lässt sich als blumig, schwer, süß und honigartig charakterisieren. Würzig warmes Patchouliund echtes ostindisches Sandelholzverleihen der Tuberose eine moschusartige Tiefe und bilden einen samt-holzigen, balsamischen Fond. Abgerundet durch Jasmin und Vanille, die den Essenzen eine feine blumige Süße verleihen, wird diese Komposition zu einer opulenten floralen Sensation.

Schöpfungs-Mandala

Ein Parfum, bei dem alles stimmt : Es duftet nicht nur verführerisch gut, sondern steckt auch voller Heilkraft aus der Natur. Heilung geschieht hier vor allem durch die ausgleichenden, harmonisierenden Essenzen. Glückshormone und Happylizer schwirren durchs Quantenfeld… sind in in aller Munde und Nasen… strömen durch Riechkolben und Hautzellen… selbst gemachte Botenstoffe aus unserem Gehirn… eigene Schöpfungen… ganz legale Glücklichmacher: Oxytocin, Dopamin, Serotonin, Encephaline und Endorphine

Bei der Duftkomposition crazy tuberose handelt es sich um einen sinnlich-verspielten, femininen Duft von enormer Strahlkraft und Energie, die man direkt nach der Anwendung erfahren kann. Dezent leuchten und strahlen die zitrischen Pflanzenwesen Bergamotte, Neroli und Zitronenverbene. Die Tuberose kann auch schon mal außer Rand und Band geraten, und ihre vielen Duftfacetten können dich ganz schön an der Nase herumführen. So mag dir die Kopfnote vielleicht ein wenig verspielt, genießerisch, durchgeknallt oder verrückt erscheinen. Der voll-reife Nardenduft fängt sie jedoch wieder ein, tröstet, spendet liebevoll Wärme und tiefe Zuneigung. Eigenwilliges Patchouli erdet sie und bringt sie wieder in die Gegenwart, ohne sie einzuengen oder zu gängeln.

                                               „Weil ich niemals dich anhielt, halt ich dich fest.“ Rainer Maria Rilke

Tuberosenöl ist der Inbegriff von Sinnlichkeit und Erotik. Von seiner harmonisierenden und strahlenden Wirksamkeit auf unsere verschiedenen Energiekörper bin ich absolut überzeugt. Bisher wurde ich von dem qualitativ hochwertigen Tuberosen Absolue niemals enttäuscht. Freunde und Mitgenießer strahlen vor Begeisterung, denn Tuberose kann spürbar die Encephalin- und Endorphinproduktion anregen. Ihr Duft löst seelische Blockaden, euphorisiert und kann auch sehr berauschend wirken. Er öffnet unser Herz und lässt uns die Lebenslust aufs Neue entdecken. Außerdem stärkt er unser Einfühlungsvermögen für uns selbst, für unsere Mitmenschen und für unsere Umwelt.

Basisnote: Sandelholz, Patchouli, Vanille, Styrax, Angelika

Herznote: Tuberose, Jasmin, Narde, Kardamom, Kakao, Pfeffer,

Kopfnote: Bergamotte, Neroli, Mandarine rot, Verbena, Davana, Nana-Minze.

Ich wünsche euch Inspiration und Freude im lebendigen Miteinander mit den ätherischen Ölwesen, die ja bereits das höhere Lebensprinzip in sich tragen. Sie sind die geistigsten Substanzen, die es während unserer Lebenszeit auf der Erde gibt: Als stoffliche Pflanze (Körper) sind sie unter schöpferischer Mitwirkung des Menschen durch den Prozess der Destillation gegangen, sind durch den alchemistischen Verwandlungsprozess der Verfeinerung, Läuterung, Vergeistigung und Reifung unsterblich, d.h. geistig und kosmisch geworden – als ätherischer Duft, der uns im ätherischen Öl irdisch zur Verfügung steht, der uns unseren Geist beschenken möchte, die Seele läutern und den Körper heilen kann.

Duftende Grüße von der Almequelle – SARVA MANGALAM – Sei es zum Segen aller!

Eure Sundra

Tuberose Quelle: Wikipedia Forest & Kim Starr

Naturparfum „Schwarzer Jasmin“

10 ml Jojobaöl im Roll-on (rot-blau)

blumig, exotisch, wärmend
aufmunternd, belebend, kostbar, sinnlich

Inhalt: Jojobaöl bio, ätherische Öle (16%): Basilikum*, Bergamotte*, Blutorange*, Grapefruit*, Hoblätter*, Jasmin Sambac, Mandarine grün*, Lavendel*, Weihrauch arab., Zimtrinde (*aus kbA)

„Schwarzer Jasmin“ ist ein sinnlich betörender und zugleich belebender Duft. Er vereint die blumig-intensive Sinnlichkeit des Jasmins (J. sambac) mit den stimmungsaufhellenden Zitrusdüften. Dazu kommt der aufmunternde, würzige Duft des königlichen Basilikums, der emotionale Knoten lösen und zur inneren Wahrheit führen kann. Auch die taiwanesischen Hoblätter aktivieren Heiterkeit, Lebensfreude und Zuversicht. Warmer, samtiger Zimt rundet den Duft ab, während die mystische Weihrauchessenz das Bewusstsein für die höchsten Schwingungen durchlässig macht und tiefen Frieden schenken kann.

Achtung! Dieser Duft hat es in sich! Jasmin wirkt psychisch tief ein, kann archaische Kräfte wecken, die noch verzaubert auf unserem Seelengrund liegen und auf ihre Freisetzung warten, denn an der tiefsten Quelle des Glücks sitzt oft auch der tiefste Schmerz. Wer sich auf das Abenteuer einlässt, sich auf die Suche nach der Süße des Lebens und der Erfüllung seiner tiefsten Sehnsüchte macht, darf erfahren, dass Trauer, Wehmut und Schmerz mit Hilfe der beteiligten Pflanzenessenzen aus dem Emotionalkörper herausgeschwemmt und durch die Süße der Blütendüfte neutralisiert werden. Der große mystische Duft des Weihrauchs ist ein guter Begleiter, wenn es um das Annehmen von Schicksalsschlägen und die Bewältigung von Trauer geht.  

Viel Freude mit den Pflanzenessenzen und beim Erschnüffeln der neuen Kompositionen.

Duftende Grüße von der Almequelle – SARVA MANGALAM – Sei es zum Segen aller!

eure Sundra

Naturparfum „Jasminträume“

blumig, exotisch, verführerisch,

süß mit fruchtig-krautiger Note (johannisbeerähnlich)

harmonisierend, stimmungsaufhellend, aphrodisierend,

entspannend, beruhigend, hingabefreudig

Inhalt: 10 ml Jojobaöl bio, ätherische Öle (21 %): Basilikum*, Bergamotte*, Bucco, Jasmin, Kamille römisch*, Pfeffer Schwarz*, Orange süß*, Weihrauch arabisch, Ylang Ylang (*aus kbA)

Ein betörender Duft für „heiße“ Nächte, ob du sie nun gemeinsam mit einem physisch anwesenden Partner oder mit dir allein verbringst. Mit diesem betörenden Duft stimmst du dich bewusst ein auf ein paar sehr intime Stunden – mit dir selbst oder mit einem Partner. Vielleicht träumst du vom Mondlicht im Hain oder blühst auf wie die Königin der Nacht – für diese eine Nacht. Das kann heißen, dass du dich ganz bewusst und ausschließlich diesen Stunden, diesem Partner oder deinem eingeborenen leuchtenden Wesen hingibst, ohne dich von lustverhindernden Mustern – wie Alltagssorgen, Bindungs- oder Verlassenheitsängsten, Gedanken von Verpflichtungen, ewiger Treue, ewiger Bindung und so fort – stören zu lassen. Dann bedufte dezent den entsprechend vorbereiteten Raum für deine intimen Liebesstunden.

Diese Duftmischung ist facettenreich, mit einer zitrisch, minzig-frischen und fruchtig-krautigen Kopfnote (Bergamotte, Orange, Basilikum, Bucco), einer intensiv blumigen Herznote (Jasmin, Ylang Ylang, Pfeffer, Kamille römisch) und einer würzigen, balsamischen Basisnote (Weihrauch). Hier verbindet sich die blumig-intensive, phantasievolle Sinnlichkeit des Jasmins mit der fruchtig-erfrischenden und beruhigenden Harmonie der Bergamotte und der exotisch-blumigen, süß-verführerischen Lebensfreude der „Blume der Blumen“ (Ylang Ylang). Allen Essenzen gemeinsam ist ihr stresslösender und harmonisierender Einfluss. Sie schenken dir innere Gelassenheit, tiefes Vertrauen und die Bereitschaft zur Hingabe – so du dich von dem wogenden, duftenden Meer aus Blüten tragen lässt.

Sei authentisch… gib dich dir selbst und dem Fluss deiner Gefühle hin… traue dem Leben, deiner Wahl und dem Augenblick.

Duftende Grüße von der Almequelle – SARVA MANGALAM – Sei es zum Segen aller!

eure Sundra

SHAKTI – das Magische Parfum

Naturparfum aus der Duftserie Magische Düfte

warm-würzig, dunkel-süß, feurig-blumig –

energetisierend, strahlend, zentrierend,

ganzheitlich stärkend, schützend, anregend,

fördert die Dopamin- und Serotoninproduktion

Inhalt: 30 ml Weingeist, äth. Öle (23%): Narde (Himalaya), Neroli*, Niauli*, Safran Absoue, Patchouli*, Weihrauch (arabisch), Ylang Ylang* (*aus kbA)

Do what you like – Die transformierenden Düfte Patchouli, Neroli, Ylang Ylang und Niauli aktivieren die weibliche Schöpferkraft (Kundalini, Shakti) und Lebenslust (innere Bereitschaft). Sie sind sowohl eine sexuelle als auch eine spirituell-energetische Stimulanz. Die schöpferische Lebenskraft ist in allen Kulturen unter vielen Namen bekannt: Schlangenkraft, Kundalini, Kundalini-Shakti, Löwenschlange oder auch als Scharlachrote Frau.

Mit jeder neuen Duftwelle von SHAKTI wird der Energiekörper besser spürbar, hüllt uns wie eine ätherische Regenbogenhaut aus kräftig leuchtenden Farben von Fuß bis Kopf ein, wirkt klärend, stimmungsaufhellend, psychisch stärkend. Der frische, eukalyptusartige Chakra-Meisterduft der Myrtenheide (Niauli) hilft, von innen heraus eine natürliche Schutzhülle aufzubauen und verfeinert zusammen mit der heiligen Weihrauchessenz die Wahrnehmung.

In der mystischen Kabbala steht die Tarotkarte XI „Die Lust“ für den 19. Pfad auf dem Lebensbaum. Auf diesem horizontalen Pfad verbindet die LUST die Sphäre von GEBURAH (Kraft) auf der linken Seite des Lebensbaumes mit CHESED (Gnade) auf der rechten Seite. Astrologisch geht um es die energetische und befruchtende Verbindung der beiden Feuerplaneten Mars und Jupiter. Die Kraft der persönlichen Durchsetzung (Mars) wird hier auf die höhere Schwingung von Jupiter, dem inneren Guru, emporgehoben, bekommt einen ordentlichen energetischen Schub in Richtung Barmherzigkeit, Gnade und tiefem Frieden – wenn du es willst.

SHAKTI, die weibliche Schöpferkraft, symbolisiert auch die Natur in all ihrer Größe und Pracht, in ihrer Weite und Fülle. Aus dieser Genetrix, d.h. Urmutter, Ahnfrau und Erzeugerin, wurden die unendlichen Universen geschaffen, und auf ihr sind sie alle aufgebaut.

Eine weitere spirituell-energetische Zuordnung dieses magischen Duftes besteht zum neunten hebräischen Buchstaben (TETH). Er bedeutet die Schlange mit deren sexuellem Sinngehalt in der Genesis. Die Schlange ist auch das Spermatozoon, das Stimulanz neuen Lebens im weiblichen Schoß. Als solcher stimuliert der magische SHAKTI-Duft auch das spinale Geistfeuer, ohne das es weder Transmutation, geistiges Wachstum noch Neugeburt und Entwicklung gibt. Kundalini ist der menschliche Aspekt der großen Göttin Shakti, der kosmischen Energie oder des Geistfeuers.

Das „Shakti“ Naturparfum (Magische Düfte) gibt es in drei Varianten:

– 30 ml Flakon, äth. Öle in Weingeist, Parfumqualität (23,5%)

– 10 ml Roll-on (rot-blau), ätherische Öle (18-20%) in Weingeist

– 10 ml Roll-on (gold), ätherische Öle (18-20 %) in Jojobaöl 

Viel Freude beim Ausprobieren.

Duftende Grüße von der Almequelle – SARVA MANGALAM – Sei es zum Segen aller!

eure Sundra

Widder-Neumond heliozentrisch – Teil 2

Heilige Synchronizität – Galaktischer Uranus

Widder-Neumond 1.4.2022 8.24 h MEZ

heliozentrisch

Erkennen der solaren Motivation

Was ist die solare Motivation? Welchen Wachstumsimpuls sendet die Sonne in den Umkreis ihrer Planetengeschwister? Und worin besteht der Beitrag der Erde, um diesen Impuls zum Wohle allen Lebens in diesem Sonnensystem zu manifestieren?

Auf der Raumzeitebene habe ich den Zeitraum des ersten Monats auf der Erde gewählt, den neuen Frühlingsmond. Denn der Mond ist der Trabant und Diener unseres Heimatplaneten, der jeden neuen Monat (‚Neumond‘), wenn er aus der Sicht der Erde einen neuen Beziehungszyklus mit der Sonne eingeht, die solare Absicht in Form von Ideen-Samen (Dane Rudhyar) empfängt, diese an die Natur, zu der auch die Menschheit gehört, und das Bewusstsein dieses Planeten weitergibt. Dieser Moment kann wie eine „Initiation“ oder Einweihung für den nach Bewusstheit strebenden Menschen sein. Er erhält jeden Monat die Möglichkeit, sich mit dem schöpferischen Geist, der Quelle aller Quellen, zu verbinden und ein inneres Wissen von den göttlichen Absichten zu erlangen. Durch dieses Einstimmen und Verschmelzen mit dem Urquell unseres Lebens haben wir Teil an der göttlich allwissenden Wirklichkeit.

Die SONNE strahlt ihre Ideen-Samen jeweils dann aus, wenn auf der Erde ein Bedürfnis danach besteht. Dann sind Erde, Natur und Menschheit empfänglich für die bestimmte Kraft aus der göttlichen Quelle. Hier spielt sich im Geheimen das große Wunder der Liebe ab, das gegenseitige und gleichzeitige „Gib!Nimm!“. In diesem monatlichen Entwicklungsprozess, da Sonne & Mond sich im ersten Feuerzeichen Widder vereinen, dem Zeichen des Neuanfangs und der zündenden Ideen, kann das schöpferische Neue in Erscheinung treten. Anhand des heliozentrischen Horoskops üben wir uns nun darin, SONNE ZU SEIN, untersuchen. Während das geozentrische Horoskop uns hilft, mit dem Verstand (dem Diener) zu erfassen, was möglich ist, hilft uns die Einstimmung auf das heliozentrische Weltbild, mit dem allwissenden Bewusstsein (intuitiv und durch Meditation) zu erkennen, was sich jenseits der verstandesmäßigen Wahrnehmung befindet.

Erfassen des Aspektbildes

Das Aspektbild ist nicht kohärent. Das heißt, die Aspektfiguren – Dreieck, Viereck und Strich – sind nicht miteinander verbunden. Somit gibt es drei verschiedene Impulse und auch drei Schwingungsebenen: fix, veränderlich und kardinal.

Neumond Widder heliozentrisch

Für die fixe Motivation stehen zwei schwache, latente Vierecke, die Vibrationsfigur und die Eingliederung. Diese beiden dreifarbigen Figuren schwingen auf einer gemeinsamen Ebene, sind direkt mit unserem Planeten Erde in der Waage verbunden, haben einen Auftrag: Es geht um den Einklang mit dem Plan für unser Sonnensystem, der erfühlt und erkannt sein will. Es geht um eine organische Harmonie zwischen allen Lebewesen, um die Erhaltung der heiligen Ordnung auf der Erde wie im gesamten Sonnensystem, um die Manifestation von Liebe durch Gelassenheit und eine stimmige Verankerung in der solaren Gemeinschaft.

Die große Dreieckfigur (Prozessdreieck zwischen Merkur-Venus-Isis/Transpluto) spricht ebenso für eine veränderliche Impuls- und Motivationskraft unseres solaren Selbst, denn alles befindet sich in einer mehrdimensionalen Veränderung. Es geht um ein liebevolles Verständnis füreinander (Merkur/Venus), um die Erkenntnis, dass alles mit allem verbunden ist, um Herzensweisheit, sensitives Einfühlen und wohlwollendes Betrachten (Venus Schütze), es geht um Sinnfindung und die Bereitschaft, sich total mit allen Sinnen und Kräften sowohl auf den Erkenntnis- als auch auf den notwendigen Transformationsprozess (Transpluto) einzulassen und dabei alle Fehlfixierungen (körperlich, seelisch, mental) aufzulösen.

Die dritte solare Belebungskraft ist einleitend / kardinal aufgrund der kleinen losgelösten (grünen) Strichfigur (Halbsextil) zwischen Pluto im Steinbock und dem Galaktischen Zentrum (G.Z.). Hier erfahren wir die dynamische Kraft der kosmischen Absicht und des kosmischen Plans für das gesamte Sonnensystem, eine mächtige geistige Kraft mit dem geistigen Willen zur Liebe. Wer sich bewusst auf diese geistige Ebene einschwingen will, ist aufgefordert, noch tiefer und fokussierter bis auf den wahren Kern vorzudringen, um auf dem Grund der Seele, im Innersten des wahren Wesens, die notwendige Transformation bzw. den „Stirb- und Werdeprozesse“ zu initiieren.

Während wir im geozentrischen Horoskop bei einem nicht kohärenten Aspektbild geneigt sind, zwischen den verschiedenen Lebensmotivationen hin- und herzuspringen, unaspektierte Planeten als getrennt zu erleben und es uns schwerfällt, alle Persönlichkeitsanteile in unserer Brust zu vereinen – im schlimmsten Fall sprechen wir von gespaltener Persönlichkeit – , sind wir mit einem erweiterten Bewusstsein der uranischen Vogelperspektive, die sich im heliozentrischen Horoskop spiegelt, sehr wohl in der Lage, unser spirituelles, multidimensionales, leuchtendes Wesen auf mehreren Ebenen gleichzeitig zu erfahren, zu erkennen und zu sein. Auf der heliozentrischen Ebene existieren weder Trennung noch Polarität noch Ambivalenz. Nichtverbundene Planeten oder Figuren agieren gleichzeitig (synchron) auf einer anderen Schwingungsebene.

Heilige Synchronizität – Galaktische Ausrichtung

Die Aspektfiguren

Welche dieser drei solaren Absichten ist die stärkste oder dominanteste und könnte zum „Leitstern“ der gesamten Motivation werden? Hierzu untersuche ich die einzelnen Viereck-, Dreieck- und Strichfiguren nach ihrer Stärke, Intensität und Stabilität. Die Vierecke haben ja stabilisierenden Charakter, zielen auf Erhalt der bestehenden Ordnung und bestehender Strukturen. Ich muss lange suchen, bis ich die beiden Vierecke finde und schließlich herausfinde, dass bei beiden die innere grüne Diagonale (Quinkunx) fehlt und zudem noch zwei bis drei gestrichelte Linien aufweisen. Es handelt sich dabei um „latente Vierecke“, die Lücken aufweisen und weniger stabil sind als ein vollkommenes Viereck.

Bei der Vibrationsfigur, die in geozentrischen Figuren Oszillo genannt wird, verläuft die „grüne“ Linie normalerweise als feinstoffliche Liebesschwingung im Zickzack von Uranus im Stier unten links nach rechts oben zur ERDE in der Waage, von dort wieder nach links zum Jupiter in den Fischen (diese grüne Linie fehlt hier!) und wieder hoch zum Saturn im Wassermann, der das Viereck dann mit dem blauen Trigon zur Erde abschließt. Noch einmal: Die Schwingung geht im Zickzack von UR-ER-JU-SA und von dort wieder zur Erde im Zeichen Waage, wo der Ausgleich gefordert ist.

Der Sinn dieser Schwingungsfigur ist, verborgene stabilisierende Ressourcen in den morphischen Feldern der Erde aufzuspüren und ins Bewusstsein zu bringen. Es kann sich dabei um noch ungenutzte Ressourcen in Lebewesen, in laufenden Projekten, Entwicklungen und Aufgaben handeln. Es wird erspürt und ermessen, was benötigt wird, um die erforderliche Korrektur zum rechten Zeitpunkt auf der Erde einzuleiten (Erde in Waage). Doch aufgrund der fehlenden grünen Linie, dem Quinkunx von der Erde zum Jupiter, fehlt es eindeutig an der Einsicht zum Ausgleich und dem Willen für diese Korrektur. Das Bewusstsein hierfür mag für eine gewisse Zeit in bestimmten Situationen einleuchten, doch früher oder später löst sich diese Einsicht wieder auf, wird vergessen. Für die feinen Justierungen und Differenzierungen in Sachen Gerechtigkeit und Ausgleich (Jupiter) ist das irdisch-materielle Bewusstsein derzeit weder sensibel und empfänglich genug noch in der Lage zu erkennen, dass das Fehlende in ihm selbst liegt.

Der Drang nach Wiederherstellung der Ordnung mit festen Strukturen und einem ausgeglichenen, gelassenen, in sich ruhenden Bewusstsein wird durch den Drang überlagert, in der Entwicklung weiterzugehen und das Alte loszulassen.

Schauen wir uns das nächste Viereck an, die Eingliederungsfigur, im geozentrischen Horoskop Model genannt. Links das kleine blaue Dreieck zwischen Uranus, Mars und Jupiter mit dem rechts anschließenden dreifarbigen großen Dreieckvon Mars-Erde-Uranus. Auch hier fehlt die mittlere grüne Diagonale zwischen Erde und Jupiter (Einsicht, Erkenntnis, Integrationskraft, Überblick). Die Verbindung ist einseitig, ein fruchtbarer Austausch ist derzeit nicht möglich (Sackgasse). Der Spannungsaspekt von Mars zur Erde zeigt, dass der „Rückfluss“ zur Erde gestört oder blockiert ist, es fehlt an Einsicht und Willenskraft zum rechten, d.h. ausgleichenden Handeln. Diese Blockade muss erst auf der irdischen Ebene beseitigt werden (gesamte Blockade des 4. Quadranten). Mit der vollkommenen Eingliederungsfigur geht es um Erfahrungs- und Lernprozesse im Sinne der hermetischen Regel “Wie im Großen, so im Kleinen“ und umgekehrt. Gemachte Erfahrungen können im größeren Überblick erkannt, integriert und verallgemeinert werden. Große Erkenntnisse und Erfahrungen können im Kleinen eingegliedert werden und im Großen verstanden werden. Durch diesen Prozess werden Formen laufend verändert und neue Modelle geschaffen.

Doch auch dieses Viereck ist „latent“, nicht von Dauer und instabil. Bei beiden Vierecken fehlen die langen grünen Verbindungen zum Jupiter. Der Quinkunx (150°) ist ein Aspekt der Verbundenheit in Liebe, zeugt von einem liebenden Denken, einer Fusion von Kopf und Herz. Jupiters Gabe im heliozentrischen Horoskop liegt in der Verwirklichung einer universalen Fülle, aus der wir jederzeit schöpfen können, wenn wir sie denn erkennen und für sie empfänglich sind. Dadurch, dass er alle Philosophien, Religionen und Wahrheiten in einen übergeordneten Sinnzusammenhang bringen kann, vereint Jupiter materielle und spirituelle Ressourcen, erschafft die Große Synthese im Hier & Jetzt, aus der wir Sinn & Hoffnung, Mut & Lebensfreude schöpfen können.

Weiter auf der Suche nach der dominantesten Aspektfigur, die als „Leitstern“ für diesen Neumond dienen kann, untersuche ich das dreifarbige Prozessdreieck, das die beiden Vierecke überlagert. Durch dieses Dreieck werden Wachstums- und Transformationsprozesse über die Liebe und die Verbindung zu allen beseelten Lebewesen eingeleitet und weitergeführt, nicht nur auf der Erde, sondern im ganzen Sonnensystem und noch über die Dimensionen von Pluto hinaus in andere Galaxien (siehe Verbindung Isis/Transpluto). Dieser Wachstums- und Wandlungsprozess findet über ein Verstehen durch Liebe und ein Erkennen durch Weisheit statt, er wirkt tiefgreifend, umwälzend und überschreitet aus irdischer Sicht die Dimensionen von Zeit-Raum-Materie-Energie. Die Freiheitsfrage und die eigenschöpferische Qualität sind hierbei von größter Bedeutung.

Verschieben der persönlichen Planeten

Neumond Widder (geozentrisch) 1.4.2022

Die Wandlungs- und Transformationskraft betrifft vor allem die ‚inneren Planeten’ Merkur und Venus, die auf ihrer Umlaufbahn der Sonne am nächsten sind und sich zwischen unserer Erde und der Sonne befinden. Im heliozentrischen Horoskop finden wir alle Planeten in ihrem entwickelten, höher schwingenden Zustand, befreit von persönlichen, subjektiven Motiven. Sie bringen die Energie des Tierkreiszeichens auf vollkommene, ganzheitliche Weise zum Ausdruck. Während Merkur im Feuerzeichen Widder bleibt und die Wichtigkeit neuer Wege, neuer Schulungen, Lernerfahrungen und Ausdrucksweisen betont, die uns von der geistigen Ebene angeboten werden, wechselt die Venus ihren Platz vom fixen Zeichen Wassermann in das bewegliche Feuerzeichen Schütze.

Das heißt, mit zunehmender Bewusstseinserweiterung, verbunden mit fokussierter Willens- und Gedankenkraft und einem aktivem Bemühen um Verständnis kann die Menschheit mit Hilfe der verbindenden Liebes- und Denkkraft der Venus einen großen Entwicklungssprung machen und damit eine kreativere, schöpferische Ausdrucksform bekommen, die für das verständnis- und liebende Miteinander in diesem Sonnensystem von großer Bedeutung ist. Damit verschiebt sich auch der Fokus der solaren Grundmotivation vom fixen zum veränderlichen Impuls, vom materiellen VIERECK zum geistig erkennenden DREIECK.

Hier entsteht ein Neuer Kosmos
(Acryl auf Zeitung)

Da Transpluto (Isis) in diesem Dreieck durch ein Quadrat zur Venus beteiligt ist, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um gravierende, existenzielle Erfahrungen, um unwiderrufliche Veränderungen und Metamorphosen im Bereich des Denkens. Hermes-Merkur und Venus-Aphrodite… der Hermaphrodit… die kosmische Androgynie… die transzendierte Polarität… ein Dreieck mit Flügeln… beflügeltes Denken, die Fusion von Kopf & Herz. Das Quadrat zeigt auch an, dass der Rückfluss zum geozentrischen Horoskop, also die Rückkopplung zur Erde und die Umsetzung auf der Erde von uns noch nicht angenommen werden kann. Hier müssen erst die großen Widerstände, die sich im Radix-Neumond zeigen, überwunden werden: das große Thema der rechten Beziehungen, des rechten Denkens und des rechten Handelns (Saturn mit Venus/Mars Quadrat Mondknoten). Die Menschen weigern sich noch, ihr schöpferisches, geistiges Potenzial in eigener Macht und Verantwortung anzunehmen, den Sprung von der persönlichen, subjektiven Ebene zur Entsubjektivierung und Transzendenz zu vollziehen.

Mystisches Liebesdreieck

Der große Entwicklungssprung der Venus

Sobald wir ja sagen zu unserer Weiterentwicklung, uns bewusst bemühen, den seelisch-irdischen Rahmen zu transzendieren und unsere begrenzten Gefühle weiten zu wollen (!), beginnt die entwickelte Venus in einer höheren Oktave zu schwingen, als überindividuelle, vergeistige Liebe (transzendent, Liebesdreieck mit Flügeln). Geozentrisch steht Venus im Wassermann in Konjunktion mit Saturn. Eine vollständige Erneuerung (Mutation… Uranus) liegt an, eine Entsubjektivierung in Bezug auf das eigene Selbstbild, die Liebeskraft, die eigene Entwicklung und die eigenen Werte. Und doch besteht ein Zwang zur sozialen Integration, man hält daran fest und verzichtet auf die eigene Entwicklung und auf ein selbst bestimmtes Leben.

Die entwickelte Venus befindet sich im Feuerzeichen Schütze und zeigt für die Erde den nächsten Entwicklungsschritt: Erkenne dich selbst! Erkenne deinen Mangel und deinen Missbrauch an der göttlichen Liebeskraft. Erkenne deine Aufgabe und übernimm die Verantwortung dafür. Venus/Saturn. Erkenne, dass du die soziale Integration dazu benutzt, um dich ‚vor dem Leben’ in der sozialen Zugehörigkeit zu verstecken, weil du Angst vor dem Schritt in dein eigenes Leben hast. Dafür hast du einen hohen Preis bezahlt, musst ständig deine soziale Brauchbarkeit und Dienstbereitschaft nachweisen, buhlst ständig um Anerkennung, rackerst dich noch mehr ab bis zur Erschöpfung. Du hast die soziale Integration über deine individuelle Entwicklung gestellt, hast damit einen moralischen Grundzug von „Liebe als Pflicht“ kreiert, gepaart mit einer formalen Strenge und Bestrafungstendenz. Damit hast du dich in eine festzementierte Abhängigkeit begeben. Diese Abartigkeit nennst du ‚Leben’ und ‚Liebe’.

Die Bindung von Venus und Saturn (geozentrisch) erzählt eine Geschichte von großem Leidensdruck, von Einsamkeit, Abhängigkeit, Schulden, erdrückenden Pflichten, den Verzicht auf Liebe und ein selbstbestimmtes Leben. So geht es seit Jahrtausenden – trotz der Liebesbotschaften einiger kosmischer Sendboten. Warum tun wir uns so etwas an? Wir tun es scheinbar für unsere ‚Liebsten’, nehmen uns und andere ‚in die Pflicht’. Wir geben unser Bestes (was ist dieses ‚Beste’?) – in der Hoffnung und Erwartung, dass es uns eines Tages gelohnt und zurückgegeben wird – das eigene Lebens- und Liebespotenzial, unsere Lebenslust… unsere Freiheit… unsere göttliche Schöpferkraft.

Das Angebot der Erkenntnis durch Weisheit bleibt im irdischen Raum stehen: Wir selbst als individueller Mensch und als Menschheit schieben diesen „Riegel“ vor den 4. Quadranten, negieren unser schöpferisches Potenzial, unsere lebendige Wirklichkeit, verzichten auf unser Geburtsrecht der freien Entfaltung, auf Selbstbestimmung und Freiheit. Ohne einen tiefgreifenden Bewusstseinswandel können wir weder der Menschheit noch der Erde noch dem Sonnensystem einen Dienst erweisen (Transpluto in Jungfrau). Erst dann können Merkur und Venus im Bewusstsein der Einheit auf einer höheren geistigen Ebene schwingen. Wir reiben uns nicht mehr an der Begrenztheit unserer eigenen Persönlichkeit auf, erweitern stattdessen durch das Erkennen im Hier & Jetzt augenblicklich unsere gewohnten Strukturen… und sind wieder am kosmischen Liebesstrom angeschlossen.

Merkurstab (Eitempera)

Merkur – Kosmische Androgynie

Lungen-Mandala

Mit der Einbeziehung von Widder-Merkur in das kosmische Liebesdreieck haben wir es hier mit einem geistig erwachten Wesen oder spirituellen Bewusstsein zu tun, dem kosmischen Androgyn, der die Ganzheit des Lebens in ihrem dynamischen Willensaspekt zum Ausdruck bringt. Widder ist der Lebensimpuls, der Wille-zu-sein. Im heliozentrischen Weltbild sind Widder und Waage im Bewusstsein verschmolzen, ich & du, innen & außen, Alpha & Omega. Darum steht Merkur hier in Opposition zur Waage-Erde, vermittelt als kosmischer Götterbote zwischen den schöpferischen Urkräften Yin & Yang. Das persönliche Denken ist hier überwunden und erleuchtet. Während der unentwickelte und unwissende Widder-Merkur (geozentrisch) jederzeit unberechenbar losstürmen kann, in permanente Kämpfe gegen alles und jeden verwickelt ist, übermittelt der kosmische Merkur im heliozentrischen Horoskop den reinen, absichtslosen Willen des höchsten solaren Selbst. Sein geistiger Wille ist einzig und allein darauf gerichtet, neue geistige Ideen in das Denken der Menschheit zu bringen, um ihren Fortschritt zu garantieren und zu beschleunigen.

Das sind die „Ideen-Samen“, die der geozentrische Neumond an die ERDE weitergibt – Merkur steht ja in enger Konjunktion mit der Sonne-Mond-Einheit in Widder (im 12. Haus) und ist der dritte Lichtpunkt in der Dreieinigkeit der Eins. In diesem Wandlungs- und Mutationsprozess (>Dreieck<) werden wir mit einer neuen Lernaufgabe, dem Erlernen einer neuen Sprache, einer neuen Art des Ausdrucks und der Kommunikation konfrontiert. Wir lernen nicht nur, abstrakt und symbolisch zu denken, sondern erlernen eine ganz neue Schwingungssprache, die Muttersprache unseres solaren Lichtselbst. Es handelt sich um Informationen, die unsere Matrix, den Code unseres Lebens verändern bzw. umprogrammieren können. Die Informationen stammen von weit entfernten Galaxien, Sternen und benachbarten Sonnensystemen und werden uns über Transpluto/Isis (Jungfrau) direkt übermittelt in Form von Lichtessenz, Lichtimpulsen und -pulsationen. Dieser Frequenzaustausch in einer lebendigen Sprache des Lichts, die schon seit einigen Jahren spürbar ist, bewirkt auf der zellularen Ebene Transformationen und Umprogrammierungen und trägt auch zur Herauskristallisierung unseres Lichtkörpers bei.

Transpluto (im Astroprogramm Isis genannt) bringt große Wachstums- und Transformationsprozesse von liebevollen Beziehungen zwischen allen beseelten Wesen in Bewegung und begleitet sie. Dieser Auftrag umfasst das ganze Sonnensystem, nicht nur den Planeten Erde. Durch Liebe und Verbundenheit zu allem Lebendigen in diesem Sonnensystem und den Willen zu rechten Handeln wird die galaktische und kosmische Informationsquelle von Transpluto geöffnet und aktiviert. Sie gibt Informationen über den Schutz allen Lebens in diesem Universum frei und erinnert andere Mitglieder an ihren Dienst und ihre Mitarbeit am kosmischen Plan, damit das Gleichgewicht (Waage!) in unserem Sonnensystem über die innere, universale Verbindung wieder hergestellt wird.

Es geht um den Beistand und die Bereitschaft aller Planeten- und Sternengeschwister, füreinander da zu sein, und ebenso Kraft und Beistand durch die Verbundenheit mit Transpluto von anderen Sternenvölkern aus anderen Galaxien zu erhalten. Alle Sternenvölker der galaktischen Gemeinschaft sind bereit, sich in den Dienst für das größere Ganze zu stellen und die bedrohte Harmonie eines galaktischen Mitglieds zu verteidigen – auch mit dem heiligen Schwert der wahren Rede oder dem Lichtschwert (Merkur im Widder).

Earth becoming a star (Öl auf Papyrus)

Die Lichtsprache äußert sich durch Gefühle – wie Ekstase, bedingungslose Liebe, Verbundenheit und Transzendenz – auch durch Symbole, Metaphern, Muster, Farben, Töne und Gebärden. Auch wenn die Formen bei jedem Menschen variieren, bleiben die Bedeutungsträger – die ‚Wörter‘ – in jedem Fall die Gefühle. Daher ist es in diesem Stadium unbedingt notwendig, die Wahrnehmung zu verfeinern, auf die innere Stimme, unsere Intuition (Buddhi), zu hören, dem Hellsehen, Hellhören, Hellfühlen bedingungslos zu vertrauen. In dem Sinne, wie wir Vertrauen in die innere Wahrheit und Weisheit entwickeln, verabschieden wir uns auch von alten Mustern und Ängsten, besonders von der Angst vor dem Untergang der menschlichen Zivilisation (die ja gerade ordentlich von den Massenmedien der äußeren Welt geschürt wird). Wenn wir uns selbst, unserem schöpferischen Seinspotenzial und unserer Überlebensfähigkeit vertrauen, bringen wir zugleich auch unsere inneren Heilströme in Umlauf und aktivieren tiefgreifende Heilprozesse (siehe Jupiter/Neptun in Fische in den oben beschriebenen ‚latenten’ Vierecken).   

Durch Isis/Transpluto werden Wahrnehmung, Denken und Kommunikation (Merkur) mit der entpersönlichten Liebesfähigkeit (Venus) und mit weiteren interstellaren Informationsebenen verbunden, die eine andere Form von Wissen auf mehreren Seinsebenen ermöglichen. Das ist ein Angebot für uns, unser mehrdimensionales Selbst im harmonischen Einklang mit anderen Galaxien zum Ausdruck zu bringen. Doch Voraussetzung ist das Transzendieren der persönlichen Motivationen.

Die Sonne sein

ERDE in WAAGE – unser Dienst

Die Erde ist unser Heimatplanet, auf dem wir die empfangenen „Ideen-Samen“ unseres zentralen Selbst einpflanzen, pflegen und zum Wohle der Menschheit, unseres Planeten wie des ganzen Sonnensystems verwirklichen können. Das Zeichen zeigt, welche kosmische Energie für den Dienst am kosmischen Plan notwendig ist.   

Das kardinale Luftzeichen Waage bringt im Tierkreis die entscheidende Wende für alles Sein. An dieser Stelle, dem ‚Ort des Gerichts’, scheiden sich die Geister, hier vollzieht sich der Bewusstseinssprung vom Ich- zum Wir-Bewusstsein, vom Eigeninteresse zum Gemeinwohl. Der Mensch entscheidet sich, wohin die Waagschalen sich neigen sollen. Es ist für lange Zeit ein inneres Ringen, ein kritisches Abwägen, ein Hin- und Herschwanken zwischen persönlichem Verlangen und spirituellem Streben, dem der Mensch durch eine bewusste Entscheidung in die eine oder andere Richtung schließlich ein Ende setzt.

Der Wendepunkt vom Ich zum Wir kommt über den Planeten Saturn, den „großen Richter“ und den „Herrn des Karma“, der den Hebel ansetzt bei der Konfrontation mit dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Der Mensch ist sich bewusst, dass jede Entscheidung ihre Folgen hat und unterwirft sich diesem geistigen Gesetz, das für größtmögliche Ausgeglichenheit und Gerechtigkeit sorgt.

Wir bemühen uns um die Wahrung des Gleichgewichts, um Ausgeglichenheit und Gerechtigkeit in all unseren Beziehungen, den persönlichen und den überpersönlichen, um gute und gerechte Beziehungen in unseren Gemeinschaften, zwischen Gruppen, Völkern, Staaten, ebenso zu den Lebensformen der anderen Naturreiche auf der Erde. Wir bilden eine weise Urteilsfähigkeit und ein klares Unterscheidungsvermögen aus durch objektives Abwägen der verschiedenen Standpunkte.

WAAGE-Fähigkeiten wie Unterscheidungsfähigkeit und Sinn für das Rechte sind angesagt bei allem, was „man“ uns weismachen will bzw. was wir uns selbst in die Tasche lügen und vormachen. Wesentliches will vom Unwesentlichen geschieden sein sowie auch das SEIN vom SCHEIN. Es geht um Scheiden, Abschneiden, Trennen von dem, was dem eigenen inneren Gesetz (Dharma) nicht entspricht. Jeder wird in dem Bereich, wo er unsicher und schwankend ist und zu faulen Kompromissen neigt, Farbe bekennen und eine WAHL treffen müssen. Das innere Gesetz und das kosmische Gesetz der Anziehung wirken hier in Übereinstimmung.

In alle Arten von Partnerschaften können sich falsche und faule Kompromisse einschleichen oder bereits eingeschlichen haben, wo ein Part „um des lieben Friedens willen“, aus Gewohnheit oder Furcht auf seinen individuellen Weg in Freiheit und Würde und auch auf seinen ihm bestimmten Platz  im größeren Ganzen verzichtet hat. Solche Beziehungen werden sich auf Dauer als nicht tragfähig erweisen, denn jeder wird letztendlich in diesen falschen Kompromissen nicht nur sein Gesicht sondern auch seine Würde verloren haben.

Menschheitsgarten der Zukunft (Mandala)
Waage-Erde im 6. Haus

Die Stellung der Erde (12° Waage) fällt in das 6. Haus des geozentrischen Neumondhoroskops. Wie sieht es mit unserer Beziehung zur Arbeit, zu Krankheit und Gesundheit aus?  Unser Dienst und unsere Verantwortung mit der Waage-Erde liegt darin, uns mit den Konsequenzen unserer Taten auseinanderzusetzen, uns um Gerechtigkeit, Harmonie, Ausgleich und Karmavollendung zu bemühen, nicht nur theoretisch, sondern praktisch, handgreiflich spürbar und sichtbar in unserem gelebten Alltag, im Lebensbereich der täglichen Arbeit und des Existenzkampfes.

Im 6. Haus sind wir aus existenziellen oder anderen Gründen, zum Beispiel aufgrund einer mangelnden Unterscheidungskraft, einem Helferzwang oder weil wir nicht nein sagen können, geneigt, uns mit Pflichten, Arbeit und dienender Tätigkeit so sehr zu belasten, dass wir krank werden. Auch unsere Angst, es allen Recht machen zu wollen, setzt uns stark unter Druck und wird letztendlich mit einer Desillusionierung enden. Hier gilt es, das Geben und Nehmen sorgfältig und ehrlich abzuwägen, ebenso unsere Anpassungszwänge und unsere Dienstbereitschaft bis zur Aufopferung zu hinterfragen.

Wenn wir im Leben nichts Schönes mehr wahrnehmen, keine Freude und Lebenslust mehr verspüren bei der täglichen Routinearbeit, wird es Zeit für die Umkehr, für eine Entscheidung. Es liegt jetzt in unserer Verantwortung, unsere Lebensziele und Lebensideale an der Realität zu überprüfen und unsere Spiritualität im Hier & Jetzt zu leben. Wir können uns in Gruppen begeben und schauen, was dort notwendig ist, welche Ideen und Projekte in die Welt gebracht werden wollen. Wir können uns engagieren beim Aufbau von spirituellen Zentren, alternativen Begegnungsstätten, Heilzentren.    

Die KRISE ist eine notwendige Situation,
um die Menschheit als Ganzes mit dem geistigen Weg vertraut zu machen;
um der Menschheit als Ganzes die Früchte ihres Denkens, Fühlens und Handelns vor Augen zu führen, um sie für die Unterschiede von SEIN und SCHEIN sensibel zu machen, um ihr ein Gespür für wahrhaftige und dauerhafte Werte zu ermöglichen und um ihrem Leben eine neue Richtung und Bedeutung zu geben.

Die Waage-Erde weiß um die geistigen Gesetze von Ursache und Wirkung, von karmischen Verstrickungen aufgrund von unüberlegten Taten. Mit der Weisheit der Waage-Erde überprüfen wir, ob die Früchte unserer Taten zu innerem Gleichklang und Vervollkommnung führen… Lassen wir dem Weisheitsdenken der Waage auch weise Taten durch rechtes Handeln (Widder) folgen und verwirklichen auf diese Weise die göttliche Harmonie und unser göttliches Wesen. Und nebenbei kann noch individuelles Karma abgetragen und vollendet werden. Entdecken und leben wir unsere eigene Göttlichkeit, unser göttliches Wesen.

Ich wünsche uns allen reife Früchte des Erkennens und eine gnadenreiche Osterzeit.

Sternengrüße von Sundra

Mandala „Om“

Verwendete Quellen: Heidi Treier und Sibylle Sulser „Das heliozentrische Horoskop“, astronova, 2014; Hans Hinrich Taeger: „ASTRO ENERGETIK“, papyrus extra, Papyrus Verlag, 1987; Huber: Aspektbild-Astrologie“, API-Verlag, Adliswil/Zürich, 1999, Gunda Scholdt: „Praxisbuch der Esoterischen Astroologie“, Ebertin-Verlag, Freiburg, 1998

Widder-Neumond „Silberschwan“ 1.4.2022

Mandala ““Silberschwan“ – (Vision Hamsa, Aufsteigender Schwan, 1995)

Widder-Neumond am 1.4.2022

Sonne/Mond vereinen sich im kardinalen Feuerzeichen Widder. Die Dreiheit der Feuerzeichen (Widder-Löwe-Schütze) steht mit ihrer aktiven Dynamik für die drei Stufen der Selbst-Entfaltung, der bewussten Ausbildung und Stärkung von Ich-Kern und Wille. Nach der Erfahrung von Durchsetzung & Selbstbehauptung (kardinal: Widder), von Selbst-Bewusstsein und persönlicher Integration (fix: Löwe) geht es im veränderlichen Zeichen Schütze um die Erweiterung des Bewusstseins durch Vereinen und Ausrichten aller mentalen Energien auf ein höheres Ziel. Allen Feuerzeichen gemeinsam ist die Eigendynamik, eine mitreißende BeGeisterung, ein starker Freiheits- und Unabhängigkeitsdrang sowie ein starker Glaube an sich selbst.

Eine weitere Unterteilung der drei Feuerzeichen steht für die Dreiheit der göttlichen Aspekte: Geist (Widder), Seele (Löwe) und Körper (Schütze) und für die drei Feuer in unserem Sonnensystem:

Widder (Aquarell)

Widder: das elektrische, geistige Feuer, das dynamische Wesen Gottes, jenseits des Subjektiven, unsichtbar, als Schwingung im Raum ein summender Ton.
Löwe: das transformierende Sonnenfeuer, das Licht oder die Flamme der Seele als Quelle des Bewusstseins, (als Weltseele, individuelle Seele, All-Bewusstsein), das höhere Denken.
Schütze: das planetarische Feuer, genannt Reibungsfeuer oder Feuer der Materie kennzeichnet die innewohnende Intelligenz der Materie, vom Mineral-, Pflanzen-, Tier- und Menschenreich bis ins niedere Denken.

Sonne/ Mond befinden sich auf 12° Widder mit dem Sabischen Symbol „Wildgänse fliegen in Dreiecksformation.“

Widder-Neumond 1.4.22

Seht euch das kleine dreifarbige Lerndreieck an, das dort durch den 4. Quadranten des Seins fliegt, unbeirrbar, konsequent und zielstrebig, die Linien der Schönheit in sich tragend. Die Spitze des Dreiecks zeigt auf den nördlichen Mondknoten (Rahu) im Stier, die Bestimmung des Menschen in diesem Zeitabschnitt. Wir wissen ja, dass es am 31.7.2022 eine Konjunktion von Uranus mit dem Mondknoten auf 18° Stier geben wird.

Auch die Menschen sind himmlische Zugvögel und geflügelte Wanderer in diesem Sonnensystem, fliegen in Übereinstimmung mit den planetaren Veränderungen und Rhythmen, bilden geometrische Muster. Wildgänse und auch Kraniche bilden im Flug ein Dreieck, eine V-Formation oder auch eine „1“, und sind ein Symbol kosmischer Ordnung, das für alle am Himmel und auch in der Sternenkonstellation sichtbar geworden ist. Wie oben, so unten. Doch unsere gesellschaftlichen Ordnungsprinzipien sind schon lange nicht mehr ein Abbild kosmischer Ordnung… Seht, wie die rote Spannungslinie (Mars/Saturn Quadrat Mondknoten) dieses Erkenntnisdreiecks alle Inhalte des gesamten 4. Quadranten blockiert…

Für die Symbole von Wildgans und Schwan gibt es in Indien einen sehr alten Begriff, Hamsa. Das ist der Name für die menschliche Seele, den Menschenschwan, den Seelenvogel Hamsa. Das Bild des Schwans steht für Erhabenheit, Reinheit und ist in Indien ein vedischer Ehrentitel für jemanden, der sein wahres göttliches Selbst verwirklicht hat und dessen Selbst mit dem Geist eins („1“) geworden ist. Denkt an den selbstverwirklichten Yogi Paramahansa Yogananda, „höchster Schwan des Yoga der Glückseligkeit“.    

Sternenhimmel Schütze-Abschnitt – zur Vergrößerung anklicken

Das Sternbild Schwan (Cygnus) erscheint in der Schützeregion des Nordsternhimmels. Hier finden sich die Sternbilder der Bewegung, ein Bild von Spannung und Anspannung. Über dem Sternbild Schütze steigt der Adler auf und fliegt dem Schwan entgegen, der ebenfalls mit ausgespannten Flügeln auf ihn zufliegt. Beide sind in Bewegung. Zwischen den beiden Vögeln fliegt der Pfeil der Bestimmung, ein Bild zielgerichteter BeWEGung und des Weges.

Oben seht ihr mein einfaches Mandala ‚Silberschwan’, ein Symbol der aufsteigenden Erde und Menschheit nach einer geschauten Vision vom 4.2.1995 im Zusammenhang mit den Sternbildern Widder (Aries), dem kleinen Dreieck (Triangulum) und Kassiopeia, dem großen Himmels-W im Norden. Dieser Zusammenhang wird hier & jetzt mit diesem Widder-Neumond auf 12° Widder bezeugt.

Mit dem kleinen Sternbild „Dreieck“ am Himmel hat es eine besondere Bewandtnis, da es genau den Punkt am Himmel markiert, da Himmel und Erde noch im Einklang waren, sprich, die Himmelsbilder am Himmel (SternBilder) entsprachen den TierkreisZeichen, dem tatsächlichen irdischen Geschehen, wie er sich im Jahreslauf der Sonne durch den Tierkreis zeigt. Zu diesem Zeitpunkt vor ca. 2.200 Jahren geschahes, dass die Sonne diesen Tierkreis (oder ist es gar ein Tyr-Kreis?) wie einen geheimen Sternenjüngerkreis erwählte und sich bleibend mit ihm verband. Der griechische Göttervater Zeus hatte wohl recht, als er mit dem Dreieck sein eigenes Monogramm für alle Zeiten dem Firmament eingeprägt hat: es begann ein neuer Himmel. Folgt man dem Lauf des Frühlingspunktes, so steht das Dreieck am Ende des Widder-Gebietes und und am Beginn des Fische-Abschnitts. Genau zwischen den beiden Sternbildern Fische und Widder wurde die Grenzlinie für alle Zeiten festgelegt.

Vision in den Anden (Aquarell)

Neumond im 12. Haus Widder

Der Neumond steht an der Spitze des 12. Hauses zusammen mit Merkur und Chiron und bildet nur den kleinen grünen Aspekt zu Uranus. Mit der 12. Haus-Betonung spielt sich vieles im Hintergrund, im Verborgenen, im Dunkeln und in der Zurückgezogenheit ab. In diesem geschützten Bereich liegt unser Seinspotenzial, hier sind wir eins mit dem größeren Ganzen, ruhen im göttlichen Sein. Hier suchen wir im Rückzug normalerweise Ruhe, Inspiration, Klärung und schöpferische Anbindung an das kosmische Bewusstsein, geben uns dem Schicksal, unserem Entwicklungsauftrag und der Erneuerung unseres Wesens hin, doch die rohen, unentwickelten Widderkräfte werden hier lieber im Außen kämpfen und mit dem Kopf durch die Wand gehen wollen. Anders die entwickelte geistige Willenskraft des Widders.

Mit Merkur, dem esoterischen Herrscher von Widder, im 12. Haus bleiben viele Gedanken, Träume, Erinnerungen und Wahrnehmungen unausgesprochen, kommen nicht ans Licht oder sie sind tiefgründig, durchdringend, symbolisch, unverständlich und irrational. Es können auch gefühlserregende Bilder der Vergangenheit auftauchen, die auf einer neuen Ebene neu formuliert und interpretiert werden. Auf der inneren Ebene bringt der Merkur Harmonie durch Konflikt. Auf der entwickelten Ebene werden Konflikte nicht mehr physisch ausgetragen. Der Kampf spielt sich im Inneren ab zwischen den widerstreitenden Tendenzen in uns selbst, Gefühl und Verstand, Herz und Kopf. Erst wenn die Gegensätze Widder-Waage sich aufgrund eines erleuchteten Denkens annähern und verstanden werden, verliert das Denken seine Einseitigkeit und Subjektivität. Dann sind wir sind fähig, in abstrakte Bereiche des Denkens einzudringen, um das geistige Ziel des Lebens zu erfassen. Das Denken kann nun benutzt werden, um Konflikte im Dialog zu lösen und Harmonie zwischen sich und der Umwelt herzustellen. Letztendlich kommen wir alle mit einem tieferen Verständnis für die menschliche Schwächen und Unzulänglichkeiten aus dieser Krise heraus.

Mit Chiron besteht hier ein uneingeschränktes Verlangen zu lernen, besonders von den versteckten Wahrheiten hinter der sichtbaren Realität. Es besteht auch ein gutes Gespür für die unverwirklichten Potenziale bei Menschen, Prozessen und Situationen, die ans Licht drängen und gelebt sein wollen. Hier können in der Stille neue Erkenntnisse reifen, neue Lehr- und Heilmethoden entstehen und wachsen oder alte Energie- und Heilströme genutzt werden. Es geht hier vor allem um das geistige, elektrische Feuer des Widders, den dynamischen Willens- und Liebesstrom, der direkt aus dem Glaaktischen Zentrum (G.C.) kommt und durch den Äther schwingt. Wenn er auch unsichtbar ist, so ist er doch von einer gewaltigen Leben und Tod bringenden, reinigenden Kraft für den unvorbereiteten Körper und Geist, ein elektrischer Feuerstrom, der durch uns hindurchfließt, jeglichen persönlichen Eigenwillen und alles vernichtet, was dem geistigen Fortschritt der Menschheit im Wege steht.

Aspektbild, AS und MC

Das Aspektbild ist sehr klein und beschränkt sich auf den 4. Quadranten, wo wir aufgefordert sind, den Schein vom Sein zu trennen, die Wahrheit zu erkennen und auszusprechen. Ebenso die Lüge. Die Spitze des kleinen Erkenntnisdreiecks führt zum Stier-Mondknoten im 1. Haus. Da braucht es mutige, authentische und eigenverantwortlich handelnde Menschen, die sich genau jetzt auf den Weg machen, die genug haben von aufreibenden, leistungsorientierten Beziehungen, Machtkämpfen, Manipulationen und Versklavung, Duckmäusertum und Obrigkeitsdenken.

Olin – Göttin der Bewegung

Profil zeigen, Stellung beziehen, hervortreten – das ist jetzt das Gebot des Monats mit dem Mondknoten im 1. Haus. Du bist der Mittelpunkt deiner Aktionen, du kämpfst jetzt für deine eigenen Ziele, stehst machtvoll geerdet und unverrückbar hinter deinen eigenen Projekten, sagst ja zu dir und deinen Zielen, ergreifst die Initiative und engagierst dich. Bleibe in deiner Mitte, übe dich in Ruhe und Gelassenheit und lass dich nicht provozieren. Zeigen wir nun, wie wichtig uns selbst Ruhe, Frieden und Ausgeglichenheit sind und begegnen wir anderen und uns selbst verständnisvoll und besonnen. Harmonie und Gleichmaß tun uns gut und entschärfen viele kritische Situationen.

Der Mondknoten bildet mit fünf Planeten gleich drei Erkenntnisdreiecke. Das Quadrat von Saturn/Mars zum Mondknoten baut hier eine dicke Mauer der Abwehr und Verteidigung gegen die guten Absichten des Mondknotens (Frieden, Harmonie) auf. Dazu hat die Wassermann-Venus eher eine fixe Vorstellung von einem sozialen Frieden, kann sich unter dem Einfluss der Fischeplaneten in eine Harmonie von Friede-Freude-Eierkuchen hineinphantasieren, ohne wirklich etwas Konkretes zur praktischen Umsetzung des Friedens beizutragen.   

Mit diesem Erkenntnisdreieck haben wir uns in einer Meisterprüfung zu bewähren. Unsere Aufgabe ist keine geringere, als äußeren und inneren Frieden herzustellen und damit eine stabile Grundlage zu schaffen und dem ganzen Planeten Heilung zu bringen.

Bodhi – Samen der Erleuchtung (Aquarell)

Der Aszendent ist Stier, der MC ist wieder Steinbock – wie beim letzten Vollmond. Es geht um den verantwortungsvollen und fürsorglichen Umgang mit Mutter Erde, mit unseren Ressourcen, Werten und Talenten. Legen wir unseren Lichtsamen jetzt in die Erde und trauen wir dem Prozess des Keimens und Wachsens. Sicherheit, innere Gewissheit und Selbst-Vertrauen finden wir in unserer leuchtenden Mitte – nicht in der Verstrickung mit dem äußeren Geschehen. Es liegt in unserer Macht und Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sich dieses göttliche Licht immer weiter ausbreitet. Es wird uns zu wahrer Erkenntniskraft führen.

Wir sind aufgefordert, neue Wege, neue Kanäle, Projekte und Ausdrucksformen für unsere lebendigen Seinskräfte und unser schöpferisches Potenzial einzurichten und beim Aufbau der neuen Erde mit einem Bewusstseins der Fülle und des friedvollen Zusammenlebens mitzuwirken. Was wir jetzt im Monat April säen und manifestieren, kann schon in diesem Sommer erblühen. 

Pluto am MC

Der losgelöste, unaspektierte Pluto am MC lässt erkennen, dass die Machtdemonstrationen noch scheinbar unkontrollierbar weitergehen, ebenso das Kettenrasseln, Schwerterkreuzen, Auffahren von Kriegsgeschützen aller Art. Inwieweit sind wir darin involviert? Können wir erkennen, dass das sogenannte Böse oder die dunklen Mächte da draußen unsere eigenen Projektionen sind, unsere abgespalteten, nicht angenommenen Bewusstseinsinhalte? Was im Außen erscheint und sich mächtig bis allmächtig aufspielt, sind unsere eigenen Untugenden, die wir verdrängt haben, weil sie nicht unserem Bild vom vollkommenen, tugendhaften Gutmenschen entsprechen.

Wem haben wir zur Allmacht auf diesem Planeten verholfen? Wer ist der größte Betrüger, Blender und Täuscher? Das ist unser Ego, das sich an alle möglichen Vorstellungen vom Leben und Sein klammert. Es ist auch das kollektive Ego der Menschheit, das die Natur und (Gebär-)Mutter Erde ausbeutet, Tiere quält, Pflanzen und Umwelt vergiftet und alle natürlichen Prozesse kontrollieren will.

Damit wir alle dies erkennen, braucht es eben diesen Lärm da draußen. Denn die Menschheit ließ sich ja bis heute von den herrschenden Kräften manipulieren und kontrollieren, zum Lügen verleiten und zum Töten unserer Brüder und Schwestern. Und wir haben uns immer noch nicht vollständig aus unserem niedrigen Schwingungsfeld erhoben. Viele machen sich etwas vor, halten sich für fortgeschritten, benehmen sich jedoch wie ängstliche unmündige Duckmäuser, die von der Obrigkeit Hilfe und Schutz, soziale Gerechtigkeit und eine gute Führung erwarten. Für ein falsches Versprechen, durch Ausübung von Druck und Kontrolle, Schüren von Angst sind sie bereit, auf ihren freien Willen und ihre Selbstbestimmung zu verzichten, und wie selbstverständlich schnappen sie nach dem hingeworfenen Happen des „Sündenbocks“, der sie scheinbar von der Eigenverantwortung erlöst. Hallelujah. Amen. Aus diesen Kinderschuhen sind sie noch nicht heraus.

Ich sehe in Pluto am MC den großen kosmischen Menschen, den Übermenschen und zugleich menschlichen Menschen, den Erkennenden, der sich seiner geistigen Willenskraft und Macht vollkommen bewusst ist, der den ganzen Weg kennt und im Chaos die Strukturen des Kosmos erschaut.

Man kann auch den Machtmenschen erkennen, den großen Zerstörer, der leidenschaftlich oder cool auf der dichten, materiellen Ebene alles zerstört, was sich ihm in den Weg stellt. Diesen rohen Menschen sind Gefühle und feinsinnige Empfindungen fremd. Sie existieren in ihrer Welt nicht. Nun, sie spielen auch ihre Rolle in dieser Zeit des Umbruchs.

Initiation (Kreide)

Im nächsten Blog betrachte ich dieses Ereignis des Neumonds auf dem Planeten Erde aus der Perspektive der Sonne – also heliozentrisch. Da in diesem Neumondhoroskop der ganze 4. Quadrant durch Saturnkräfte blockiert ist, möchte ich mehr über die Stellung der ERDE und ihren Dienst am galaktischen Ganzen erforschen.

Sternengrüße

eure Sundra

   



Der Jungfrau-Vollmond heliozentrisch

Mondphasen (Aquarell)

Es geht weiter mit der Erforschung des heliozentrischen Horoskops. Allerdings müssen Richard Alpert und alle Widder-Sonnen noch etwas warten, denn ich schiebe hier aus aktuellem Anlass den Jungfrau-Vollmond (18.3.22) ein und möchte dieses irdische Ereignis einmal von der kosmischen Seite aus betrachten – was eher paradox anmutet, da aus der Perspektive unseres Schöpfers und Lebensspenders (Sonne) die Trabanten der Bruderplaneten des galaktischen Systems – wie hier die Phasen des Mondes – keine Rolle spielen. Dabei dreht sich in diesen Erdentagen kurz vor der Tagundnachtgleiche gerade alles um den Jungfrau-Vollmond, der sich als „Spannungsherrscher“ ganz allein gegen die Energie von neun Planeten behaupten darf oder auch muss. Eine scheinbar (!) unausgewogene, schwierige und gefährliche Stellung – für den Mond mit diesem von der Urlichtquelle geliehenen Licht, für das Gefühlsleben, für das Volk, für Mutter Natur und das irdische Leben im Allgemeinen, das von diesem gespiegelten Licht abhängt bzw. noch abhängig zu sein scheint. Denn nichts ist so, wie es scheint in diesen Zeiten.

Zuerst das Wichtigste zum geozentrischen Vollmondhoroskop – dann schalte ich um auf das heliozentrische, das Sonnenhoroskop, denn wir wollen uns ja im SONNE-SEIN üben, den Blickwinkel eines übergeordneten Schöpferbewussteins einnehmen und unsere Mitschöpferkraft verantwortlich einsetzen mit kreativem Denken und rechtem Handeln.

Das Aspektbild geozentrisch

Hier fällt sogleich die große, rot-blaue scheinbare ‚Drachenfigur’ auf, die wegen ihrer Viereckstruktur Sicherheit und Stabilität vermuten lässt bei einer Fülle an Substanz und Talenten. Doch der Schein trügt. Es ist keine Drachenfigur – auch wenn es sich viele AstrologInnen wünschen und den Orbis für ihre Berechnungen sehr weit gefasst haben. Hier ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Ich habe mich auch zuerst optisch täuschen lassen und dann die Orben der Huber-Schule, mit denen ich arbeite, überprüft. Doch die obige Zeichnung ist korrekt und kann mit der Aspektbild-Methode gedeutet werden. Die viereckige Figur mit der blauen Umrandung macht von außen betrachtet zwar einen soliden, kompakten Eindruck, doch der Schein trügt. Es fehlt die blaue innere Querverbindung und damit die innere Substanz und Stabilität. Geben wir zu, wir hätten diese Qualitäten gerne als großes Menschheitszentrum, um der allgemeinen Verunsicherung dieser Zeit auf der inneren Ebene etwas entgegensetzen zu können. Damit schwanken wir allerdings zwischen dem, was ist, und unserem erbauten Luftschloss, dem Zustand, den wir uns erhoffen und ersehnen. Genau diese ambivalente Haltung ist hier angezeigt und darf von uns immer wieder hinterfragt werden.

Die blau-rote Figur besteht aus zwei Ambivalenz-Dreiecken, die sich wie zwei große blaue ‚Flügel‘ rechts und links neben dem inneren Vollmond-Lichtstrahl, der roten Oppositionslinie, befinden. Diese Figur zeigt einen zwiespältigen, spannungsreichen, unausgereiften Zustand, eine schwankende Haltung, ein Hin- und Herpendeln zwischen dem, was ist, und dem, was vielleicht sein sollte oder was man sich erwünscht – ein Luftschloss, einen Drachen oder Friede-Freude-Freiheit-Eierkuchen, einen schönen Einheitsbrei. Es ist ein Ringen um die Wahrheit, um Meinungen und Sichtweisen, ein Hin- und Hertaktieren. Nach außen zeigt man sich freundlich und gaukelt anderen eine heile Welt vor (blauer Rahmen), und die gewaltigen Konflikte im Innern (rot) werden mit aller Macht (Pluto) verborgen, kontrolliert und in Schach gehalten.

Auch Neptun trägt durch seine Verbindung zum Mondknoten und dem Mond zur Verstärkung der ambivalenten Haltung bei. Die Menschen sehnen sich so sehr nach Frieden und Freiheit, und Neptun liefert uns die Bilder und Gefühle in der Phantasie und Vorstellung frei Haus. Wir lassen die Friedenstauben steigen, schöpfen Frieden in der Meditation und in der Vorstellung… Doch erscheint das Leben in der Realität des Alltags weiterhin anstrengend aufgrund der nicht enden wollenden Reglementierungen, Verbote und Verordnungen.

Auch die Jupiter-Merkur-Konjunktion trägt eher mehr als weniger zur allgemeinen Verunsicherung bei durch eine Fülle an verwirrenden und gegensätzlichen Informationen aus den Medien, viel Klatsch und Tratsch und Lärm und reißerische ‚Fakenews‘ – das Volk diskutiert endlos und setzt seiner Phantasie keine Grenzen… diese Meinungen, jene Meinungen… diese Strömungen, jene Strömungen. Wer hört noch wirklich zu auf der menschlichen Ebene, fühlt sich ein, kann den anderen verstehen oder gar sich selbst verstehen?

Die blaue Umrandung strahlt Ruhe aus, kann aber auch in Sturheit ausarten, wenn eine Seite mit aller Macht und kompromisslos auf ihrer Wahrheit, Meinung oder Sichtweise beharrt. Das rote langschenkelige Kreuz im Inneren offenbart einen tiefgreifenden Konflikt und erfordert höchste Wachsamkeit, Aufrichtigkeit, dazu den Mut und den Willen, sein eigenes „Lebenskreuz“ auf sich zu nehmen, die Kräfte des Vertikalen wie des Horizontalen in seiner Mitte zu vereinen.

Dazu gibt es noch zwei dynamische rote Striche (Quadrate), die die Figur im oberen Bereich durchkreuzen, die einen doppelten ‚Strich durch die Rechnung machen‘, die jemandes Pläne durchkreuzen und verhindern wollen. Das losgelöste Uranus-Venus-Quadrat weist auf auf eine andere Dimension, in der das Denken in Polaritäten nicht mehr existiert. Dieses höhere galaktische, kosmische Bewusstsein, kann nur durch eigenes Ringen um Erkenntnis erreicht werden. Für diesen Bewusstseinssprung muss die persönlich erlebte Venusenergie – die Begegnungs- und Liebesfähigkeit und auch die Denkkraft – entpersönlicht werden. Es darf nicht mehr abgegrenzt und künstlich geteilt werden in dein und mein (… Besitz, Liebe, Beziehung, Werte). Alle Anhaftungen müssen erkannt und gelöst werden. Es geschieht bereits, da es zum kosmischen Plan gehört: Wer diesen geistigen Weg konsequent bis zum Ende geht, wird aus allen festen Beziehungen herausmutieren. Übrigens ist es eine sehr kopflastige Aspektfigur mit einer heiß umkämpften inneren Mitte, die nicht hält, was sie vorgibt zu sein, dafür Chaos, Lüge und Angst verbreitet. Doch wir sind gut vorbereitet.

Wer genau hinschaut, sieht, dass dieses Venus-Uranus-Quadrat den ganzen 4. Quadrant (die Häuser 10 bis 12) umfasst, versperrt oder verbirgt, die übergeordnete, überpersönliche Wahrheit mit dem wahren, schöpferischen Seinspotenzial der Menschheit oder des wahren Menschen. Was sich zeigt, ist eben nur der Schein, und der trügt, verwirrt und macht blind für das Wahre. Hier wird Uranus einen mächtigen Quantensprung initiieren, damit die verdrängte Wahrheit (Uranus in 12) ans Licht kommen kann.

Der Jungfrau-Vollmond (geo)

Wie kann sich ein genügsamer, bescheidener Jungfrau-Mond in so einer herausragenden Position fühlen und selbst wahrnehmen geschweige denn ‚behaupten‘?? Er wird von der Sonne voll beschienen und strahlt in seiner vollen runden Form. Doch ist das wirklich wahr? Wir sehen immer nur die eine Seite, während die andere im Schatten liegt. Der Mond, der Inhalt unseres Unbewussten, scheint für den Moment des Vollmonds kurz auf und kann erkannt werden. Fürchtet die Jungfrau nicht gerade dieses im Rampenlicht stehen, dieses Wichtigsein und Königsein – einfach so, unbeabsichtigt, ohne Nachweis ihrer Tüchtigkeit? Ist nicht genau das ihr Schatten? Wie fühlt sich ein Volk in dieser Position? Wie fühlst du dich? Und welche Möglichkeit haben wir, im 5. Haus der Kreativität und Lebenslust schöpferisch und lustvoll zu wirken im Angesicht der Fische-Sonne und des Fische-Stelliums?

Der Jungfrau-Vollmond zeigt in seiner Stellung als Spannungsherrscher eine sehr instabile Gefühlssituation, steht stark unter Druck, kann sich in dieser Lage erschöpft, hilflos, verunsicht fühlen (Opp. Neptun), bedroht und missbraucht (Trigon Pluto), allein gelassen. Der Mond als Sammelbecken unserer übernommenen Gefühlsprogramme und instinktiven Reaktionen kann sich in dieser Stellung weder wehren noch seine Wünsche und Bedürfnisse verwirklichen (Vollmond auf der Kreativitätsachse im 5. Haus). Er kann nur den Schein wiedergeben. Er kann nur re-agieren, nicht agieren. Das heißt, wir (die Menschen, das Volk) haben hier genug mit uns selbst zu tun, um in unserer Mitte zu bleiben und das innere Gleichgewicht zu halten und zu stärken, ein gesundes Selbstvertrauen zu entwickeln und zu bewahren.

Reise des Stiers ins Jenseits (Öl auf Papyrus)

Mein Equinox-Traum

Drei Tage vor der Tagundnachtgleiche habe ich einen Traum von den Gleichgewichtssteinen. Es ist eine Lernsituation. Ich nehme an einem Ritual mit drei Schamanen teil. Die Männer sind meine älteren Brüder, Medizinmänner und Schamanen. Sie hantieren mit großen und kleinen Steinen, nehmen sie von einer Stelle weg und legen sie auf eine andere; sie stapeln zwei drei Steine übereinander und gleichen wieder alles aus. Zuerst bin ich nur ein Zuschauer und lerne von ihnen, unausgewogene Zustände zu verändern, um das Gleichgewicht halten und je nach Gefühlslage erneuern zu können. Dann darf ich den Ausgleich selbst vornehmen und werde darin unterwiesen.

In einer anderen Szene wird auf einen bevorstehenden großen Umzug hingewiesen. Dazu werden bestimmte Standorte und Häuser mit Steinen besonders markiert. Hier wohnen Menschen, die wegen ihrer Taten für das Allgemeinwohl geehrt werden. Die Menschen besorgen immergrüne Tannenzweige und stecken sie in die Erde. An einer Stelle können wir nichts einpflanzen, da der Bürgersteig (!) mit Steinen zugepflastert ist. Hier suchen wir eine Stelle zum Aufbrechen. (Traum „Gleichgewichtssteine“ vom 17.3.2022 um 5.20 h Brilon)

Meine Deutung: Nicht nur unsere Taten, sondern vor allem auch unsere Sichtweise, unsere Standpunkte und Motivation tragen entscheidend zum äußeren Weltgeschehen bei. Wir lernen sowohl durch lebenslange konkrete Erfahrungen als auch durch Erkenntnis, die in einem einzigen Augenblick stattfinden kann. Das werden wir sehr schön im heliozentrischen Horoskop sehen. Jeder Einzelne kann bei einer aus dem Gleichgewicht geratenen Situation etwas hinzufügen, etwas beitragen, einen Gleichgewichtsstein wegnehmen oder hinzufügen oder aus Freimaurersicht  lernen, sich selbst in das Gefüge des ganzen Bauwerks einzufügen, seinen rechten und würdigen Platz einzunehmen im Plan von Mutter Erde. Indem wir die sind, die wir sind, halten wir das Gleichgewicht – in uns, denn jeder ist verantwortlich für seinen Platz, für sein Leben. Wo befindet sich unsere „zugepflasterte“ Stelle – die alte Wunde (Chiron)?  

Wir sind die schöpferischen Baumeister und fügen uns, fügen uns ein, nehmen von der einen Seite (unseres Steins) etwas weg und fügen es der anderen hinzu, um auch richtig, an der rechten Stelle und im rechten Format hineinzupassen. Wer eigenverantwortlich zu sich steht und eine klare Haltung zeigt, wird sich behaupten können.

Der Stein und der 7. Strahl (Aquarell)

AS und MC

Der Aszendent und das Medium Coeli befinden sich (für Deutschland) in Erde-Zeichen. Es geht um unsere eigenen inneren Werte, unsere Gaben und Talente, um unser Selbstvertrauen und unsere innere Erleuchtungssubstanz (Stier). Authentizität ist angesagt, damit niemand an unserer Identität zweifeln kann, uns niemand unsere Krone nehmen kann. Vortäuschen, anderen etwas vorspielen, das ist nicht unsere Sache, das überlassen wir den tanzenden Puppen und Marionetten unserer Regierungs-Laiendarsteller (10. Haus Steinbock). In unserem Bereich handeln wir eigenverantwortlich, bewahren unsere Werte, nutzen unsere Ressourcen und lassen unser LICHT leuchten! Wir lassen es aus unserm Herzen, unserem inneren Sonnenzentrum ausstrahlen. Wir sitzen als Buddhas unter dem Bodhibaum der Erleuchtung – komme, was da wolle, und lassen uns durch keine Horrormeldungen oder –szenarien aus der Ruhe bringen.

Der MC im Zeichen Steinbock zeigt weiterhin ein strenges Reglementieren mit Gesetzen und Verordnungen (Saturn) sowie einen großen Machtanspruch, denn Pluto hat nicht nur Aspekte zum Mond und zur Sonne, sondern steht auch im 10. Haus des herrschenden Systems und bildet zusammen mit Saturn, Venus und Mars eine elitäre Clangemeinschaft, wo jeder auf seiner Meinung beharrt, Recht behalten und vor allem Macht will. Hier zeigen sich die Tiermenschen mit ihren wahren Ambitionen… Gewaltausbrüche und Machtmissbrauch inbegriffen.

Das Sabische Symbol für den Vollmond

Es zeigtauf 28° Jungfrau folgendes Symbol: „Ein kahlköpfiger Mann, der Macht an sich gerissen hat.“

An dieser Stelle des Tierkreises befinden wir uns kurz vor der Tag- und Nachtgleiche, dem Ende eines sechsmonatigen Zyklus der Individualisierung, wo eine Entscheidung und Transformation angenommen und durchgestanden werden muss. Es ist eine Zeit, wo veraltete Ordnungsstrukturen von politischer, religiöser oder kultureller Art radikal und schonungslos herausgefordert werden. In dieser für die Evolution notwendigen Situation steigen „niederreißende Persönlichkeiten auf, ergreifen die Macht und diktieren Beschlüsse, die die gesellschaftlichen Strukturen verändern“ (Dane Rudhyar). Das zeigt die Macht der Persönlichkeit in Zeiten, die nach einer Entscheidung und Transformation verlangen.

Ich denke an Nietzsches Übermensch. Nietzsche hatte seinen Radix-Mars auf 28° Jungfrau, bei Osama Bin Laden ist es der Jupiter, und bei van Gogh und Sigmund Freud befindet sich der IC, die Himmelstiefe, auf diesem Grad. Wir sehen uns hier also der nicht aufschiebbaren Notwendigkeit (Saturn in 10 Quadrat Uranus) gegenüber, diese Entscheidung und Transformationen anzunehmen und uns der Macht des Willens zu beugen – sei es des göttlichen, des exekutiv-menschlichen oder des satanischen Willens (Saturn/Mondknoten „Die Begegnung mit dem Tod“)

Erst nach der Krise oder Katharsis können wir uns darum bemühen, das erneuerte Bewusstsein wieder in Übereinstimmung zu bringen mit der Ur-Offenbarung von der Wahrheit des Menschen. Erst danach können wir mit dem „Plan des Menschen“, der eine archetypische Kraft ist, wieder Kontakt aufnehmen und die dazugehörige Macht in uns entfalten. Ich ahne, dass dieser Plan sich im heliozentrischen Horoskop verbirgt und wir intuitiv damit in Kontakt treten können…

Betrachten wir nun das heliozentrische Planetenbild des irdischen Vollmond-Moments und gestatten wir uns, die dahinter stehende Absicht des Universums zu erkennen.

Herzensneigung

Das heliozentrische Vollmondhoroskop

Was seht ihr intuitiv aus dem Bauch heraus? Welche Struktur zeigt sich energetisch? Was hat sich verändert?

Vorgeprägt durch den Traum vom Ausgleichen sehe ich sofort die schräg verlaufende Venus-Uranus-Oppositionsachse (rot) als Schwebebalken oder Waage. Auf jeder Waagschale, an jedem Ende, steht ein kleines, dreifarbiges Lerndreieck auf der Spitze – diese sehe ich als zwei abstrahierte, aufrecht stehende, aufgerichtete Schlangen bzw. Königskobras, die kurz davor sind, sich zu treffen… ihre polaren Kräfte zu vereinen – in der Vereinigung der Polaritäten – was beim Menschen im Stirn-Chakra, dem Dritten Auge geschieht. Dieses gleichnishafte Bild entspricht dem heiligen Merkurstab, einem meiner ersten Eitempera-Bilder. Wenn Plus- und Minuspol der Lebenskraft sich oben in der Mitte treffen und vereinen, gibt es den kosmischen „Kurzschluss“, und dieses „Aufblitzen“ wird Erleuchtung genannt. Das entsteht durch die Verbindung von Merkur und seiner höheren Oktave, dem Uranus.  Auch das Merkursymbol leitet sich vom Kundlini-System ab, dem Wechselspiel der yin- und yanghaften Schlangenenergien, die sich im menschlichen Sein erkennen und vereinen wollen.

Merkurstab (Eitempera auf LW, 1993)

An den rot-grünen Spitzen der kleinen Dreiecke stehen Merkur und Saturn. Zwischen diesen beiden Planeten, dem galaktischen Merkur und dem galaktischen Saturn, spielt sich der große SHIFT ab, die Vereinigung der Gegensätze im Bewusstsein des Planeten Erde und der Menschheit. Aus dem oben erwähnten Venus-Uranus-Quadrat ist hier eine Venus-Uranus-Opposition geworden – Beachte: die SONNE ist die Mitte! – und ein unvollständiges T-Quadrat oder Leistungsdreieck erscheint, das allerdings heliozentrisch ein Impulsdreieck ist, durch das sich der geistige Wille ausdrückt und den Impuls zur rechten Handlung (das Quadrat) gibt. Die Opposition zeigt keinen inneren Konflikt (Gegensätze wie innen + außen existieren hier nicht), sondern entspricht einem geistigen Kraft- oder Lichtstrahl, der sich selbst durch Willenskraft aufladen und erneuern kann. Der IMPULS geht durch alle fixen Zeichen (um 18° fix), was von großer Bedeutung ist, der heiligen Ordnung und dem kosmischen Plan entspricht.

Diese Spanne zwischen Merkur und Saturn erforsche ich nun. Wann und wo findet aus der Sicht der Sonne diese Konjunktion statt? Ich switche etwas umher zwischen geo- und heliozentrischen Horoskopen (ich habe ja kein astrologisches Super-Programm sondern ’nur‘ astro.com zur Verfügung (DANKE dafür!). Und siehe da – heliozentrisch findet diese galaktische Konjunktion auf 18° Wassermann statt – in Zeit und Raum findet auf einer anderen Ebene auf Planet Erde (geozentrisch) die Tagundnachtgleiche statt, am 20. März 2022 um 21.25 h (für Brilon). Zu diesem Zeitpunkt habe ich meinen ersten Blog zum heliozentrischen Horoskop veröfentlicht, nach langem Prüfen und Ringen um Reife und Verwirklichungskraft.

Mystisches Liebesdreieck (Aquarell)

Zum Merkur- oder Caduceusstab (Laya-Stab oder Ashvatta) zitiere ich hier aus der Geheimlehre von Helena Blavatsky:

Der Stamm des ASHVATTA (des Baumes des Lebens und Seins, der STAB des Caduceus) entspringt und steigt herab bei jedem Anbeginn (jedem neuen Manwantara) aus den beiden dunklen Schwingen des Schwanes (HANSA) des Lebens. Die beiden Schlangen, die ewig lebende und ihre Illusion (Geist und Materie), deren zwei Häupter aus dem einen Haupt zwischen den Schwingen herauswachsen, steigen die Stämme entlang herab, in enger Umarmung verschlungen. Die beiden Schwänze verbinden sich auf der Erde (im geoffenbarten Weltall zu einem, und dies ist die große Täuschung, o Lanu!“

H.P.Blavatsky Die Geheimlehre

Der eine feinstoffliche Kanal ist abwärts gerichtet und verursacht die Entwicklung vom Geist in den Stoff, hier fließt die Schlangenkraft (Kundalini oder Shakti) in Form einer Lemniskate durch die Lebenszentren nach unten. Über den anderen feinstofflichen Kanal steigt die Schlangenkraft spiralförmig durch die Zentren nach oben. Dies entspricht dem „Rückweg“ von der Materie zum Geist.

Vereinigung der Gegensätze

So liegt die zu bewältigende Aufgabe für uns auf der irdischen Ebene in der Opposition, in der Verschmelzung der Gegensätze Fische-Jungfrau im Bewusstsein:

Wirklichkeit & Realität, Sein & Schein, Ordnung & Chaos, Religion & Wissenschaft, Glaube & Zweifel bzw. prüfendes Hinterfragen, Verschmelzung & Distanz, Reinheit des Fühlens & Reinheit des Denkens, entpolarisierend & polarisierend  (positiv-negativ).

DAS BIST DU

DAS BIST DU – TAT TVAM ASI

Mein Sosein spiegelt sich im Sosein des anderen.

Ich bin ein anderes Du.

Wie innen, so außen, usw.

Die äußere Welt ist ein Spiegel meiner/unserer inneren Welt.

Was haben du und ich = wir gemeinsam? Was sagen wir uns? Was erkennen und erfahren wir miteinander? Und was tun wir füreinander?

Hier kommt die höhere Verantwortung der Erde-Jungfrau-Qualitäten ins Spiel (siehe Blog vom 20.2.22 Teil 1).

Was haben Jungfrau und Fische gemeinsam – an Motiven, Erfahrungen, Erkenntnissen, Idealen und Zielen?

Jungfrau und Fische gehören zu den beweglichen, veränderlichen Zeichen und sind mit dem Prinzip der Veränderung und Wandlung auf diesem Planeten vertraut. Dazu gehören Erfahrungen von Unbeständigkeit, von wechselnden Beziehungen, Umständen und Bedingungen, von schwankenden Gefühlslagen, Gedanken des Zweifelns und Hinterfragens. Sie sind beweglich und flexibel in ihrem Denken, anpassungsfähig, offen, verständnisvoll und hilfsbereit. Sie werden durch Liebe und Gefühl motiviert, führen ein Leben in dienender Hingabe für die Menschheit (Fische) durch analytische Arbeit am Detail und der Entwicklung von Unterscheidungsfähigkeit (Jungfrau).

Gemeinsam ist ihnen das Ideal der Selbstlosigkeit (der Bodhisattvagedanke), ihr Dienst am Nächsten, ihr liebevolles Verständnis für die Leiden der Menschen, ihre Sensitivität und ihr Mitempfinden, ihr Streben nach höchster Vervollkommnung, nach Erkenntnis und höherem Wissen, ihr fürsorgliches Empfinden und soziales Verantwortungsbewusstsein, ihre Arbeit am Selbst und im bzw. auch mit dem metaphysischen Bereich.

Beide Tierkreisarchetypen wollen die Welt der physischen Energien und Formen überschreiten, die Ursache des Leidens beseitigen. Beide sind auf der Suche nach überpersönlichen und hohen ethischen Werten, beide suchen nach Wegen und Methoden, um das Leid zu beenden, und beide sind durch das Band der Liebe mit allen Lebewesen verbunden. Und wenn sie erkannt haben, dass das Selbst die Ursache allen Leidens ist, streben sie nach der Überwindung und Transzendierung des Selbst – die Jungfrau durch Disziplin und Arbeit, die Fische durch Hingabe. Beide sind höchst empfänglich für die Impulse und den höheren Plan der Seele aus dem Inneren.

Dank des Vollmonds wird diese Thematik jetzt sichtbar und erkennbar. Wir ernten, was wir gesät haben. Wir erfahren das Prinzip des Ausgleichs. Wir lernen, durch Liebe zu verstehen und durch Weisheit zu erkennen. Wir erkennen unsere Beziehung zu allem, was ist. Wir bleiben innerlich ausgerichtet auf unsere Mitte, bleiben in der Ruhe und im Gleichgewicht.

eure Sundra /Mechthild

Balance of Independence (Öl auf Bütten)

Quellen zum heliozentrischen Horoskop: Heidi Treier und Sibylle Sulser „Das heliozentrische Horoskop“, astronova, Tübingen, 2014 – Huber: „Aspektbild-Asgtrologie“, API-VerlagAdliswil/Zürich, 1999 – Hans-Hinrich Taeger „Astro-Energetik“, Papyrus Verlag, 1987